BeerSZENE

BierSZENE. Die Craft Beer Kolumne von Daniel Elich

Neu: Die Craft Beer Kolumne für Hopfen-Liebhaber, -Kenner und -Genießer. Alle 14 Tage exklusiv bei uns!

Moin Hamburg,

ich bin Daniel, Biersommelier im Alten Mädchen, und ab sofort werdet ihr hier alle zwei Wochen von mir lesen. Das Thema? Bier, Bier und noch mehr Bier. Und mit Bier meine ich vor allem: Craft Beer!

Ich berichte euch von meinen Besuchen bei befreundeten Brauern und Biernerds und halte euch über braufrische Neuentdeckungen auf dem Laufenden. „BierSZENE mit Daniel“ eben.

BIERSzene

Daniel und Ian Pyle sprechen über ihr Lieblingsthema. Craft Beer!

Zu Beginn die Frage aller Fragen: Was ist denn eigentlich dieses Craft Beer, von dem alle reden – und schwärmen? Genau dieses Thema kam auch bei meinem letzten Gespräch mit Ian Pyle, Braumeister und kreativem Kopf der Ratsherrn Brauerei, wieder auf. Mit der Erkenntnis: Eine exakte Definition für Craft Beer gibt es in Deutschland nicht.

Das ist in Amerika ganz anders, berichtet Ian, der einige Jahre in der Craft-Beer-Szene in Philadelphia und Boston gearbeitet hat. Die Brewers Association (US-Berufsverband der Craft-Brauereien) hat dort eine klare Definition verfasst:

Craft Beer stammt von unabhängigen, inhabergeführten Brauereien mit einem Ausstoß von maximal 6 Millionen Barrel, sprich 9,6 Millionen Hektolitern.

Und in Deutschland? Da versteht man Craft Beer als Synonym für die neuen, meist sehr hopfenlastigen Stile. Also IPAs und Pale Ales, denen der amerikanische Westküstenhopfen diese extrem starken tropischen Frucht- und Cassisnoten verleiht. Nach amerikanischer Definition wäre aber auch ein uriges Altbier oder das Bamberger Rauchbier ein Craft Beer. Zu Recht finden Ian und ich.

Aber gute Nachrichten: Es weht frischer Wind in der jungen deutschen Craft-Beer-Szene, die vor allem in Berlin und Hamburg brodelt. Denn mittlerweile erwarten (Craft-)Biertrinker mehr Vielfalt neben IPA und Pale Ale – und sie haben Bock auf weitere ausgefallene Stile wie die belgischen Tripel- und Sauerbiere. Da ist das Potential noch groß. Dazu und zu meinem Gespräch mit Ian gibt’s in Kürze mehr – von mir für euch.

Prost!
Euer Daniel

PS: Ihr habt Bierfragen? Dann immer her damit an Redaktion@VKFMI.de Gute Fragen verdienen gute Antworten.

Fotos: privat

 

Szene Hamburg

Daniel Elich (33) Foto: Privat

Who the fuck is…Daniel?

Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.