Froindlichst – neues veganes Bistro in Winterhude

The Vegan Musketeers: Der Burger mit Süßkartoffel-Pommes schmeckt dufte! An der Pizza muss noch gefeilt werden

Erster Anlauf: Donnerstagabend, 20 Uhr. Burger und Pizzen sind ausverkauft, sagt die junge Frau hinterm Tresen. Das Froindlichst hat erst vor kurzer Zeit aufgemacht und ist anscheinend schon sehr beliebt – über 1.000 Facebook-Likes; am Eröffnungstag gingen alle 250 Pizzen über den Tresen.

Am nächsten Tag kommen wir früher. Wir setzen uns direkt an den Eingang gegenüber vom Bestelltresen. Sitzkissen auf Holzbänken, offene Küche, warmes Licht: Die drei Besitzer verstehen etwas von Gemütlichkeit. Wer draußen eine rauchen möchte, wärmt sich nicht nur am Zigarettenfeuer, sondern auch an einer Gasfackel.

Im hinteren Bereich fläzt sich ein Pärchen mit einer Anjola und einem Gin Basil Smash auf ein Sofa. Am Nachbartisch sitzen zwei junge Anzugträger, die sich wohl noch orientieren müssen: „Ey, das ist ja vegan hier“, sagt einer von ihnen, bevor sie extra scharfe Pizza bestellen.

Wir entscheiden uns für einen Massalatalian-Burger mit Linsenpatty, Pinienkernen und Basilikum-Aioli und Süßkartoffel-Pommes (10,50 Euro). Sehr gut, nur das Patty könnte saftiger sein.

Die „Autumn Leafs“-Pizza (10,90 Euro) aus Dinkelgries-Teig überwältigt mit einem Fluss aus Tomatensauce, die zwar sehr frisch schmeckt, aber definitiv zu viel ist. Mehr als die Hälfte der Pizza schaffe ich nicht, zumal der Teig nicht sehr knusprig ist.

Die Männer neben mir haben inzwischen hochrote Gesichter, aber ihre Pizza scheint besser zu schmecken: die Teller sind leer. Zum Nachtisch gönnen wir uns noch einen Matcha-Cheesecake (3,90 Euro). Der ist schön cremig, allerdings zu geschmacklos und er liegt wie ein Stein im Magen.

Fazit: Die Speisekarte hat Schwachstellen, aber der Burger schmeckt und auf einen Gin Tonic würden wir ebenfalls wieder vorbeikommen.

Text: Natalia Sadovnik

Froindlichst
Barmbeker Straße 169 (Winterhude)
Mi-So 12–22 Uhr