Ham.Lit stefan beuse

Ham.Lit – Hamburgs Literatur- und Musikfestival

15 Autoren und Autorinnen. 3 Bands. Eine lange Nacht. Am 02. Februar jährt sich die lange Nacht junger Literatur und Musik zum achten Mal

Das darf man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. A-c-h-t J-a-h-r-e! So lange bereichert das Lesefestival Ham.Lit schon das kulturelle Leben dieser Stadt und belebt ihre manchmal triste Literaturlandschaft. Das Format, Lesungen und Konzerte zu verbinden, war damals im Jahr 2008 einzigartig, ging aber voll auf und etablierte sich, etwa bei book.beat auf der Literaturaltonale. Komisch eigentlich, dass das so lange gedauert hat, wo Musik und Literatur in Romanen immer schon gut miteinander funktionieren.

Die Ham.Lit jedenfalls macht ihrem Ruf als Gradmesser für junge zeitgenössische Literatur auch in diesem Jahr alle Ehre. Wir dürfen wieder gespannt sein auf aufregende Lesepremieren. Der Hamburger Humorist und Autor Sven Amtsberg etwa wird im Uebel&Gefährlich seinen Debütroman „Superbuhei“ vorstellen.

Sven Amtsberg. Foto: Maike Hogrefe Ham.Lit

Sven Amtsberg. Foto: Maike Hogrefe

Das Wort Debüt in Zusammenhang mit Sven Amtsberg mag aufmerksame Leser stolpern lassen. Aber ja, der unter anderem von seinen ironischen Stadtführungen „ Die Wahrheit über…“ bekannte Autor hat seinen ersten Roman geschrieben, über ein nach Individualität strebendes Zwillingspaar. Für erste Auszüge aus „Das Buch der Wunder“ erhielt Stefan Beuse im Jahr 2013 den Förderpreis für Literatur. Im März 2017 erscheint der Coming-of-Age-Roman endlich im mairisch-Verlag. Auch seine Lesung auf der Ham.Lit ist eine Premiere.

Ham.Lit stefan beuse

Stefan Beuse. Foto: privat

In der Lyriksektion liest etwa Maren Kames aus „Halb Taube Halb Pfau“, die durch ihr hochkonzentriertes Spiel mit Worten, Gedanken und Klängen auffällt.

Kames Ham.Lit

Maren Kames. Foto: Mathias Bothor

Anja Kampmanns Gedichte setzen sich im Kopf fest, drehen sich weiter, hallen nach. Für „Proben von Stein und Licht“ hat sie sich Zeit gelassen.

Die Konzerte bei der Ham.Lit wirken immer wie zum Sushi gereichter Ingwer oder Kaffee beim Parümschnuppern – Geschmacksreinigend. Diesmal mit dabei sind die südafrikanische Künstlerin Dear Reader, Popsängern Lilly Among Clouds (Foto oben) aus dem unterfränkischen Würzburg und Marcel Gein, Gitarrist von Rocky Votolato, der sich 2015 sein erstes deutschsprachiges Album bei Tapete veröffentlichte.

Insgesamt 15 Autorinnen und Autoren kommen zur Ham.Lit um aus ihren Werken zu lesen. Ein Abend ist zu wenig Zeit sich auf alle Stimmen einzulassen. Aber jede Ham.Lit wirkt nach… Die 8 horizontal gespiegelt steht auch für Unendlichkeit. Was ist schon unendlich? Die Vorfreude auf die achte Ham.Lit jedenfalls reicht schon jetzt ins Unendliche.
/ Alessa Pieroth

Tickets (ab 18 Euro /14 Euro erm.) und Informationen erhalten Sie hier


Alessa Pieroth Szene Hamburg

Alessa Pieroth

Schon jetzt im siebten, ähhh, achten Himmel vor Vorfreude: Ham.Lit-Fan und  Hamburg:pur Redaktionsleiterin Alessa Pieroth

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