Captain Capa

Interview: Captain Capa. „Runter vom scheiß hohen Ross“

Captain Capa, das sind Marco Pilzecker, Mario Saegling und Hannes Naumann. Ihre Mission: Pop-Musik. Bei Audiolith erschien jüngst ihr aktuelles Album: This is forever. Am Sonnabend, 13.5.17, treten die Jungs im Molotow auf. Wir haben mit Hannes (Foto Mitte) über das neue Album und seine Hamburg-Höhepunkte gesprochen

Hannes, Hand aufs Herz: Auf deiner persönlichen Lieblingsstadt-Skala in Deutschland: Wo steht da Hamburg?

Hannes Naumann: Definitiv ziemlich weit oben! Wir verbinden mit Hamburg schon etwas spezielles – als wir zum ersten mal her gekommen sind, um unser Debut-Album aufzunehmen, war das für uns ein riesiges Abenteuer und die Stadt hat uns total fasziniert. Außerdem hat Marco eine Zeit lang hier gewohnt, der fühlt sich immer noch ein bisschen zuhause.

Wo trifft man euch, wenn ihr in Hamburg zu Gast seid? Beim Feiern, Chillen, Essen?

Wir landen zu später Stunde irgendwie immer im Molotow – da sieht man so viele bekannte, nette Gesichter und der Laden ist einfach super. Nach der Feierei darf es gerne was fettiges in der Kleinen Pause sein! Wir versuchen außerdem, seit Ewigkeiten im Grilly Idol zum Burger-Futtern vorbei zu kommen, aber immer kommt irgendwas dazwischen. Vielleicht klappt’s bei unserem Besuch am 13.5. endlich!

Wichtig ist auch immer ein Stopp im Audiolith-Büro, ein Schnappi in der Mudder und einmal durch die Sternschanze wackeln.

Die Welt braucht Musik einfach generell, um nicht komplett durchzudrehen

Für euch als Band: Was hat sich nach Maik Biermanns Weggang musikalisch verändert? Er war schließlich von Beginn an dabei. Habt ihr euch als Band neu gefunden?

Wir mussten erst mal lange rumprobieren und experimentieren, bis wir wussten, wo die Reise zu dritt für uns hingehen soll. Wir haben dann festgestellt, dass wir am besten funktionieren, wenn jeder seine ganz eigenen Einflüsse und seinen eigenen Musikgeschmack unpoliert mit einbringt und wir uns von Genre-Grenzen oder irgendwelchen Erwartungshaltungen komplett frei machen.

So konnte unser neues Album ‚This Is Forever‘ so wild und abwechslungsreich werden, wie es jetzt ist. Aber am Anfang mussten wir natürlich erst mal einen „Workflow“ entwickeln, wie man so sagt (lacht). Außerdem haben wir uns, wie gesagt, noch mal viel weiter geöffnet, was Experimente und Spielereien angeht.

Ein Captain Capa Song muss jetzt nicht mehr nach bestimmten Regeln funktionieren, er muss uns nur einfach kicken.

Captain Capa

Holen den Pop runter vom hohen Ross: Hannes Naumann, Mario Saegling & Marco Pilzecker (von l.). Foto: Tim Roth

Wie würdet ihr euer neues Album in zwei Sätzen beschreiben?

„This Is Forever“ ist einfach, glaube ich, eine brutal unterhaltsame Platte geworden, auf der es trotzdem um echte Gefühle geht. Man hört raus, dass wir uns Zeit genommen und ausgetobt haben und darauf sind wir diesmal ganz unbescheiden sehr stolz.

Warum braucht die Welt Pop-Musik?

Die Welt braucht Musik einfach generell, um nicht komplett durchzudrehen, und Pop steckt in so viel mehr Platten und Songs drin, als die meisten wahr haben wollen – ohne Popmusik geht eigentlich nix.  Wie ging der Spruch? „Erst wenn das letzte Majorlabel gesprengt und die letzte Autotune-Spur gelöscht wurde, werdet ihr sehen, dass man Popmusik nicht fressen kann“ oder so?

Warum braucht die Welt Captain Capa?

Weil wir das Mysterium „Popmusik“ von seinem scheiß hohen Ross holen und in einem Rahmen damit spielen, in dem sich auch Technokids, vergessene Emo-Liebhaber und Antifa-Punks wohl fühlen können, wenn sie sich trauen.

Und: Was ist der perfekte Popsong für euch?

„Nightwings“ von Captain Capa kommt schon nah ran! Aber im Ernst: Sehr, sehr schwierig! „All The Things She Said“ von tATu ist ein guter Anwärter – dicht gefolgt von Ariana Grandes „Into You“. Wenn’s etwas unbekannter sein soll – „Fiona Coyne“ von Skylar Spence.

/ Interview: Regine Marxen / Foto: Tim Roth

 Captain Capa, Molotow, 13. Mai 2017, Einlass: 19.30 Uhr

Wir verlosen 1×2 Karten für das Konzert am 13. Mai. Einfach eine Mail senden an verlosung@vkfmi.de, Betreff: Captain Capa, Einsendeschluss Freitag, 12. Mai 2017, 9 Uhr. Viel Glück!

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