Jannes Wochenrückblick Vol. 44

Kolumne: 2000, als das mit dem Internet noch nicht so war, kam Jannes ins coole und bodenständige Hamburg. Diese Woche hat er sich daran erinnert

Als ich 2000 mein Abitur mit dem Leistungskurs Deutsch gemacht habe und Journalist werden wollte, sah die Deutschlandkarte für mich so aus: Berlin – supertoll und aufregend, aber auch viele Leute ohne Job in der Branche. Köln – auch schön, aber hauptsächlich für Fernsehen und Radio. München – auch schön, aber schickimicki. Hamburg – bodenständig, cool und nah dran. Also perfekt.

Gut, meine Sicht damals berief sich allein auf meine Naivität, ein paar wenige Gespräche mit Menschen über zwanzig und dem Studienführer 1999/2000. Internet war ja noch nicht so. Glücklicherweise haben Joko und ich es aber trotz dieser Sichtweise zu etwas gebracht, vor allem zu ziemlich genau der Idee, die wir in der Nacht formuliert haben, in der wir uns 2000 kennengelernt haben. Das ist uns Freitag wieder einmal aufgefallen.

Diese Woche hatten wir mit führenden Menschen der Hamburger Sparkasse und der Stadt zu tun. Mit gewichtigen Vordenkern aus Wirtschaft, PR und Werbung. Mit Die Zeit, der taz, der Süddeutschen und der Mopo. Mit Prominenten und Sozialarbeitern. Und meistens ging es – neben unserer Arbeit – um Spenden und eine Verbesserung der Situation aller Zuwanderer. Auch mit meinem Ausbilder, meinem Lektor beim letzten Arbeitgeber und meinem Dozenten an der Akademie für Publizistik. Gut, dass die sich damals meiner angenommen haben. Und gut, dass wir in Hamburg gelandet sind. Warum auch immer.

Habt einen schönen Start in die Woche, wir lesen uns Sonntag wieder. Jannes

Foto: Marius Röer

Who the fuck is Jannes?

Jannes Vahl hat den gemeinnützigen Verein Clubkinder e.V. gegründet. Mit Konzerten, Partys oder Events sammelt er Spenden für soziale Projekte in Hamburg, beispielsweise mit der Tagebuchlesung. Außerdem leitet er die Kreativagentur Polycore. Mit seinem Compagnon Joko setzt er hier Projekte um. Jannes Vahl hat 5.000 Facebookfreunde, trinkt Craft-Bier, mag die Band Pearl Jam und versendet digitale Herzchen. In seiner neuen Kolumne berichtet er jeden Sonntag über ein Hamburger Thema, das ihn in der letzten Woche beschäftigt hat.