Jannes Vahl Hamburg

Jannes Wochenrückblick Vol. 65

Kolumne: Gedankenversunken. Oder wie man von Hamburgs Wasser aus in die ganze Welt hinaus schwimmen kann

Mal abgesehen von meiner immensen Vorliebe für Phantasien über Seeungeheuer und Flussmonster gibt es mir einen ganz trockenen weiteren Grund dafür, dass Hamburg eine der schönsten Städte der Welt ist: sein Wasser.

Nicht nur Viva con Agua oder das gute Leitungswasser, ich meine noch eher die Elbe, die Alster und ihre zahlreichen Seitenarme und Fleete, an denen man nicht nur im Sommer ganze Tage und Nächte verbringen kann. Gut, Nächte jetzt nur mit Mückenschutz, aber Ihr wisst schon, was ich meine.

Dieses Fernweh, das damit einhergeht. Diese Ruhe trotz ständiger Bewegung. Die Tiere. Die Pflanzen. Die Boote. Die Sportler. Wasser kann mich unheimlich glücklich machen. Und unheimlich nachdenklich, denn man selber ist ja auch sein ganzes Leben im Fluss. Oder den Bach runter, je nachdem.

Wenn man in Hamburg ins Wasser geht, kann man theoretisch in die ganze Welt hinaus schwimmen. Oder zu einem der Beachclubs oder Gastronomien am Wasser, die von genau diesen Träumereien zehren.

Tut mir bitte einen Gefallen: Lasst unser Wasser in Ruhe. Keinen Müll, keine Gifte, keine Kunststoff-Mikropartikel in Kosmetika. Sonst soll Euch ein Seeungeheuer in die Feuchtgebiete beißen.

Habt einen schönen Start in die Woche, wir lesen uns Sonntag wieder. Jannes

Foto: Hannes Rascher

Who the fuck is Jannes?

Jannes Vahl hat den gemeinnützigen Verein Clubkinder e.V. gegründet. Mit Konzerten, Partys oder Events sammelt er Spenden für soziale Projekte in Hamburg, beispielsweise mit der Tagebuchlesung. Außerdem leitet er die Kreativagentur Polycore. Mit seinem Compagnon Joko setzt er hier Projekte um. Jannes Vahl hat 5.000 Facebookfreunde, trinkt Craft-Bier, mag die Band Pearl Jam und versendet digitale Herzchen. In seiner neuen Kolumne berichtet er jeden Sonntag über ein Hamburger Thema, das ihn in der letzten Woche beschäftigt hat.