Jannes Wochenvorschau Vol. 23

Kolumne: Ich bin gerne ein Posterboy – aber eigentlich sollte es 450 geben

Dieses Geständnis zielt nicht unbedingt darauf ab, wie eitel ich bin. Meine Freunde wissen, dass es mir immer noch und regelmäßig leicht unangenehm ist, wenn ich im Mittelpunkt stehe. Meine vermeintliche (Millionär bin weder ich noch der Verein) Popularität ist aber mit Sicherheit nicht schlecht für unseren clubkinder e.V.. Darum mache ich gerne am Donnerstag ein Fotoshooting für eine Frauenzeitschrift.

In Wirklichkeit gebührt die Aufmerksamkeit aber längst nicht nur mir und Joko, sondern unseren unzähligen Helfern. Ob die nun an der Spendenkasse, an einer Tastatur oder an ihrer Idee sitzen, mit uns zu kooperieren. Mittlerweile haben wir in unserer Helfergruppe 450 Hamburger die Spenden sammeln, Kinder schminken oder knapp 400 Stühle bei einer Tagebuchlesung im Gruenspan auf- und abbbauen. Und die gerade mit 52 Zuwanderern auf dem Konzert von Gentleman feiern.

Diese clubkinder helfen Geflüchteten, Senioren, Kindern, Künstlern oder Tieren. Joko und ich auch, unser Team um Eloise und Chris auch, aber vor allem „unsere“ zahlreichen Helferlein. Und dieser Begriff ist übrigens nicht despektierlich gemeint, Helferlein von Daniel Düsentrieb war als Kind immer meine Lieblingsfigur neben Donald Duck in den Lustigen Taschenbüchern. Eine Figur, die ihrem Erfindervater mehr als einmal entscheidend aus der Patsche geholfen hat.

Habt einen schönen Start in die Woche, wir lesen uns Sonntag wieder, Jannes

Foto: Julia Schwendner

Who the fuck is Jannes?

Jannes Vahl hat den gemeinnützigen Verein Clubkinder e.V. gegründet. Mit Konzerten, Partys oder Events sammelt er Spenden für soziale Projekte in Hamburg, beispielsweise mit der Tagebuchlesung. Außerdem leitet er die Kreativagentur Polycore mit Büro auf St. Pauli. Mit seinem Compagnon Joko setzt er hier Projekte um. Jannes Vahl hat 5.000 Facebookfreunde, trinkt Craft-Bier, mag die Band Pearl Jam und versendet digitale Herzchen. In seiner neuen Kolumne berichtet er jeden Sonntag über ein Hamburger Thema, das ihn in der letzten Woche beschäftigt hat.