(12.12.) Musik, Kelela, Uebel & Gefährlich, 20 Uhr

Schon lange vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Take Me Apart“ im August, konnte man ahnen, dass Kelela am Ende des Jahres in allen Bestenlisten ganz weit oben stehen würde. Kaum eine andere Künstlerin hat 2017 so viele Kritiker zu Superlativen inspiriert wie die US-Amerikanerin mit äthiopischen Wurzeln, die mit ihren 34 Jahren dem klassischen Newcomer-Alter bereits entwachsen ist. Der Grund für die Begeisterungsstürme ist Kelelas clubtauglicher, experimenteller Post-R ’n’ B mit Synth-Pop- und ElectronicaEinflüssen, mit dem die Musikerin ihre eigene Verletzbarkeit demonstrativ zur Schau stellt und ziemlich unpeinlich über Sex, Schmerz und Verlust singt.

/ KGR

Uebel & Gefährlich
12.12.17, 20 Uhr

 

(18.12.) Film, „Ein Date für Mad Mary“, Metropolis, 21:15 Uhr

Ein halbes Jahr hat „Mad“ Mary McArdle (Seána Kerslake) im Knast abgesessen, weil sie bei einer Kneipenprügelei ein Mädchen verletzt hat. Sie ist stolz darauf, taff zu sein. Doch nach ihrer Heimkehr sitzt sie ziemlich allein da: Ihre Mutter und ihre beste Freundin begegnen ihr verkrampft, zunehmend ablehnend. Mary reagiert auf die Zurückweisungen wie immer: Sie schlägt um sich. Den langen, schmerzhaften Prozess des Begreifens, woher ihre Wut auf alles und jeden kommt, schildert der irische Regisseur Darren Thornton auf selten berührende Weise.

/ MAS

Metropolis Kino
18.12.17, 20 Uhr

(12.12.) Theater, „Wir lieben und wissen nichts“, Hamburger Kammerspiele, 20 Uhr

Wer „Wir lieben und wissen nichts“ noch sehen möchte, sollte dies im Dezember tun, denn das Stück läuft zum letzten Mal. Beim Treffen zweier Paare, die berufsbedingt ihre Wohnungen tauschen, prallen unterschiedliche Beziehungsmodelle aufeinander: Hannah und Sebastian, Karrierefrau und erfolgloser Schriftsteller, auf der einen Seite, klassische Rollenverteilung bei Roman und Magdalena auf der anderen. Doch zufrieden sind sie alle nicht mit ihrem Leben und die bereits aufgeheizte Stimmung führt zum Eklat.

/ HED / Foto: Anatol Kotte

Hamburger Kammerspiele
12.12.17, 20 Uhr

(17.12.) Musik, Hinz&Kunzt-Benefizkonzert, St. Pauli Kirche, 19 Uhr

Heute erheben rund 100 Sängerinnen und Sänger erstmals ihre Stimmen für das Straßenmagazin Hinz&Kunzt in der St. Pauli Kirche. Mit dabei sind der Kammerchor St. Pauli, der St. Pauli Projektchor, das Jazz-Duo San Glaser & Arnd Geise und die A-Capella-Gruppe globalvocal (Foto).

Initiiert wurde das Benefizkonzert von der Journalistin Ulrike Fischer. Schließlich sei Hinz&Kunzt ein wichtiges Sozialprojekt und eine unverzichtbare Stimme für die Obdachlosen der Stadt. In dem zweistündigen Konzert bieten die vier Ensembles eine Auswahl ihres jeweiligen Repertoires von der Renaissance bis zur Gegenwart – inklusive einiger bekannter Weihnachtslieder zum Mitsingen. Der Eintritt ist frei.

/ ILO / Foto: Catrin-Anja Eichinger

St. Pauli Kirche
17.12.17, 19 Uhr

(11.12.) Film, „Der Gipfel – Performing G20“, Filmraum, 20 Uhr

Vom G20-Gipfel im Juli bleiben vielen Menschen vor allem Bilder von Zerstörung und Gewalt im Gedächtnis. „Der Gipfel – Performing G20“ ist ein Dokumentarfilm von Rasmus Gerlach, der ein komplexeres Bild des Protests und seiner Protagonisten zeichnet. Denn neben dem Aufeinanderprallen von Polizisten und Aktivisten gab es auch eindrucksvollen Protest mit Kunst: Bei der Aktion „1000 Gestalten“ (Foto) zum Beispiel, die zum Zombie geschminkte Darsteller durch die Innenstadt wandeln ließ. Bei der Vorführung im Filmraum heute wird Gerlach anwesend sein, um danach über das Gesehene zu diskutieren.

/ MT / Foto: Kinoki

Filmraum
11.12.17, 20 Uhr

(17.12.) Musik, Kim Janssen, Mojo Jazz Café, 20:30 Uhr

Junger Mann mit umgeschnallter Gitarre singt Lieder über Trübsal, Hoffnung, Liebe. Soweit, so bekannt, und auf den ersten Blick ist Kim Janssen genau das. Doch wenn der Niederländer eine Bühne betritt, gesäumt von seiner Band und einer Handvoll Streicher, wenn er singt und dabei zwischen rau-warmen Klangfarben und einer starken Kopfstimme switcht, dann ist das alles doch zu besonders, um hier von Genre-Klischees zu sprechen. Janssens strahlend melancholischer Folk-Pop ist vielmehr, nämlich etwas zum Staunen.

/ EBH

Mojo Jazz Café
17.12.17, 20:30 Uhr

(11.+12.12.) Musik, Anna Depenbusch, Mojo, 20 Uhr

Lieder über das Leben und die Liebe gibt es wie Regentropfen in Hamburg. Welche mit Tiefgang, Spannung und glaubwürdigem Gefühl hingegen sind schon seltener. Anna Depenbusch schreibt letztere geradezu am Fließband. Nicht umsonst wurde sie bereits mit dem Fred Jay Preis für Liedtexter und dem Deutschen Chansonpreis ausgezeichnet. Zwischen Jazz, Country, Blues und Pop singt, flüstert und pfeift sie ihre Stücke und lässt ihre Finger dazu passend über die Klaviertasten flitzen.

/ EBH / Foto: Steven Haberland

Mojo Club
11.+12.12.17, 20 Uhr

(17.12.) Musik, Erdmöbel, Knust, 20 Uhr

„Weihnachten ist mir doch egal“ sangen Erdmöbel 2006 auf der Melodie von „Last Christmas“ und seitdem gibt’s jedes Jahr mindestens ein neues Weihnachtslied der Band. Sie bringen Spaß in die Weihnachtsmusik: Erdmöbel-Weihnachten ist nämlich unkompliziert. Lustig, melancholisch, ironisch, lästerlich und doch ernsthaft feierlich. Ein echtes Fest! Genauer: eine Party! Und die steigt heute im Knust. Die neue Single heißt „Hoffnungsmaschine“ und ist ein Duett mit Judith Holofernes.

/ ILO

Knust
17.12.17, 20 Uhr

(11.12.) Musik, Johnossi, Fabrik, 20 Uhr

John plus Ossi gleich Johnossi. So pragmatisch wie ihre Namensgebung halten John Engelbert und Oskar „Ossi“ Bonde auch ihre Musik, deren bestimmende Merkmale die Kombination von Gitarre, Schlagzeug, Ohrwurm-Hooklines, kernigen Power-Riffs und der markanten Stimme von Sänger John sind. Ein bewährtes Erfolgsrezept seit 2005, als die Schweden mit „Man Must Dance“ für einen der großen Indie-Rock-Hits der Nullerjahre sorgten. Damals noch im Fahrwasser ihrer Landsleute Mando Diao unterwegs, haben sich Johnossi längst emanzipiert und vor allem einen Ruf als überragende Live-Band erarbeitet.

/ KGR / Foto: Eva Esdjoe

Fabrik
11.12.17, 20 Uhr

(16.12.) Film, „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, B-Movie, 17 Uhr

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind. Und „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“! Seit 1973 verzaubert uns Václav Vorliceks herzerwärmende Märchenverfilmung, sie gehört zur Adventszeit wie Glühwein, Tannenduft und Plätzchen. Schöner hat die Geschichte noch niemand erzählt. Winterwunder und weise Eule, Schneegewirbel und Zaubernüsse, Liebeswirren und ein verlorener Schuh – auf der großen Leinwand sind nostalgische Gefühle garantiert. Dazu gibt’s Glühwein, Kakao und Kekse.

/ MAS

B-Movie
16.12.17, 17 Uhr