(25.4.) Film, Maikäfer, flieg!, Abaton Kino, 19 Uhr

Wenn es nach Christl geht, soll der Krieg gar nicht enden: In diesen Zeiten, in denen alles aus den Fugen geraten ist, gelten auch viele der strengen Regeln nicht mehr.

Mirjam Unger hat Christine Nöstlingers autobiografischen Roman „Maikäfer, flieg!“ über das Ende des Zweiten Weltkriegs und die anschließende russische Besatzung verfilmt – mit viel Fingerspitzengefühl und einer herrlich quirligen, frechen und furchtlosen Zita Gaier als neunjähriger Christl. Der Film zeigt: Auch in Zeiten von Leid und Elend kann es Wunder, Leichtigkeit und Glück geben. Zauberhaft. / MAS

Ab 27. April im Kino; Premiere in Anwesenheit der Regisseurin am 25.4.17 im  Abaton Kino, 19 Uhr

(30.4.) Nachtleben, Combo de la Musica, Freundlich+Kompetent, 20 Uhr

Bass in den Mai. Kristin Amparo von der Combo de la Musica wird in der Soul- und Jazzszene derzeit als absoluter Geheimtipp gehandelt, denn wenn die Schwedin ans Mikrofon tritt, ist absolute Gänsehaut-Stimmung angesagt. Soul-, Afro- und Latin-Balladen, die häufig in einem treibenden Zusammenspiel von Bass, Drums und Piano enden – ein unvergessliches Live-Erlebnis. Nach dem Konzert geht’s genau so unvergesslich weiter, allerdings mit ordentlich Bumms und „Bass in den Mai“. Hinter den Turntables erwarten euch DJ Looneytunes, Deejay Espin und EvandEva. / IV

Freundlich+Kompetent
30.4.17, 20 Uhr

(30.4.) Nachtleben, Adana Twins, Uebel & Gefährlich, 24 Uhr

All Night Long. Neu-Delhi, Kuala Lumpur, Mumbai, Sydney, Melbourne, Bangkok – die Hamburger Adana Twins Benni und Friso starten weltweit richtig durch. Von Ende Februar bis Ende März legte das House-Duo in Asien und Australien auf – zum Glück ist den Jungs ihre alte Heimat aber noch immer genau so wichtig wie weltweiter Ruhm, weshalb sie euch am Sonntag beim Heimspiel im Ballsaal all night long so richtig einheizen werden. Nebenan im Turmzimmer tanzt ihr gemeinsam mit Maison Blessing und Katja Ruge in den Mai – und dank Madame Chloe beginnt das Highlight bereits an der Tür! / IV

Uebel & Gefährlich
30.4.,17, 24 Uhr

(26.4.) Musik, Jeb Loy Nichols, Nochtspeicher, 20 Uhr

Country-Künstler Jeb Loy Nichols lebt zwar etwas versteckt auf einem Bauernhof in Wales, wo er entspannt zwischen Malen und Musizieren wechselt, wie er gerade lustig ist. Seine Werke aber klingen so gar nicht zurückgezogen, vor allem nicht das hörbare: Da trifft Country auf Soul, HipHop und Dub. Ein cooler, sehr tanzbarer Sound aus der Farm. / EBH

Nochtspeicher
26.4.17, 20 Uhr

(26.4.) Literatur, Helge Timmerberg, Fabrik, 20 Uhr

Der wohl bekannteste zeitgenössische deutsche Reiseschriftsteller Helge Timmerberg liest aus seinem neuen Roman „Die rote Olivetti“ – eine „an Abenteuern, Exzessen, Begegnungen und Liebschaften reiche Autobiografie“, wie der Verlag den Spiegel-Bestseller umschreibt.

Der autobiografische Bericht schildert erste journalistischen Schritte bei Magazinen wie Playboy und Stern, verweist auf wilde und heilsame Reisen nach Havanna und in den Himalaja und lässt auch den Drogenabsturz des Journalisten nicht aus. / JVW

Fabrik
26.4.17, 20 Uhr

(26.4.) Musik, Noah Guthrie, Knust, 20 Uhr

Ohrwurm-Vertreiber. Noch den 2012er LMFO-Hit „Sexy And I Know It“ im Ohr? Nicht so schlimm, nur einen Klick entfernt wartet die Interpretation des Rumms-Bumms-Ohrwurms von Singer/Songwriter Noah Guthrie, die das Original schnell aus dem Kopf jagt. Der 23-jährige Amerikaner hat mit seiner Blues-Version des Titels seine eigene Karriere ordentlich angekurbelt, war schon vor der Veröffentlichung seines Debütalbums „Among The Wildest Things“ (2014) ein Star. Ebenso empfehlenswert: die Songs aus seinem neuen Album „The Valley“. / EBH

Knust
26.4.17,  20 Uhr

(25.4.) Musik, Joy Denalane, Docks, 20 Uhr

Wenige deutsche Sängerin haben den nationalen Soul so geprägt wie Joy Denalane.  Sechs Jahre nach ihrem dritten Top 10 Album meldete sie sich mit ihrem Album Gleisdreieck im März diesen Jahres zurück. Und die Tour gibt es gleich dazu. In Hamburg tritt die Künstlerin in den Docks auf. Tickets: 33.50 Euro (VVK) inkl. Gebühren / Foto: Eva Baales
25.4.17, 20 Uhr
https://youtu.be/nvN_EqHcSeM

(25.4.) Theater, Das hier ist kein Tagebuch, Junges Schauspielhaus, 19 Uhr

Eine bissige Sozialstudie über das gehobene Bürgertum, in der „politcal correctness“ zum Klassen-Snobismus mutiert. Eine Familie, die ihr Leben nach gesellschaftlicher Anerkennung ausrichtet und ihre eigenen Bedürfnisse unter dem schönen Schein begräbt. Dabei wird aus versuchter Toleranz versteckter Rassismus und Prinzipien unterliegen einer verlogenen Doppelmoral.

Ulrike, eine gescheiterte Künstlerin, wohnt mit ihrem Mann Michael, ein erfolgreicher Chirurg, und ihrem pubertierenden Sohn in einer schicken Wohnung im „richtigen“ Viertel. Sie arbeitet als Assistentin für den Künstler Serge, der findet „Irrsinnig viel Arbeit bedeutet irrsinnig begehrt zu sein“ – trotz eines Burnouts sind Grenzen uncool.

Im Namen seiner Kunst nimmt er sich heraus, jeden schonungslos zu beleidigen, vor allem auf Michael hat er es abgesehen: „Loft, schnelles Auto und Gefresse in teuren Restaurants – du hälst dich für Systemkritisch, bist aber Teil des Systems.“ Als Serge die deren Haushaltshilfe Jessica zu seiner Muse erklärt, gerät Ulrikes Wertesystem durcheinander, denn eigentlich steht sie auf der sozialen Leiter über ihr. Dennoch findet sie: „Jeder soll seine Chance bekommen – auch die Polen.“

In diesem zwischenmenschlichem System ist Ulrike das Zentrum, die mit ihrem Kontrollwahn die Familie zu beherrschen versucht: ihrem Mann schreibt sie vor, wie und wo er sie im Bett anfassen soll, bis ihm die Lust vergeht und die Haushaltshilfe Jessica muss vor Dienstantritt duschen, weil sie angeblich stinkt.

Das Stück ist ein intelligenter Schlagabtausch. Herrlich schräg kommen Alltags-, Beziehungs- und Lebensprobleme einer Familie auf den Tisch, die alles hat und sich mit ihrem übertriebenen Drang zur Perfektion in hausgemachten Neurosen suhlt.

Dabei ist die zynische Zuspitzung saukomisch. Heike Marten hat das Stück von Marius v. Mayenburg hervorragend auf den Punkt inszeniert mit einem überzeugenden Ensemble. Vor allem Vivien Mahler (Ulrike) ist großartig! / Hedda Bültmann / Foto: Sinje Hasheider

Restkarten erhältlich!

Junges Schauspielhaus
25.4.17, 19 Uhr

(21.4.) Musik, Stoeckis Schwimmende Disko, Frau Hedis Frau Claudia, 19.30 Uhr

Frau Hedi? Frau Claudia! Der Frühling ist da und lockt tanzlustige Elbfreunde wieder zum Feiern auf hoher See. Beste Adresse ist das Partyschiff Frau Hedi und natürlich deren beste Freundin Frau Claudia. Auf ihr schaukelt an diesem Abend mit Stoecker Stereo ein Mann vom Fach hinter den Reglern. Der selbsternannte „kompetente Ansprechpartner für Musik, Beleuchtung und Show-Effekte“ legt am liebsten Rap-Hits aus guten alten Zeiten auf, aber auch alles andere, was fetzt. So, und wenn Stoeckis Schwimmende Disko jetzt kein Feuerwerk für Augen und Ohren wird, dann muss noch mehr Schnaps her oder ihr geht unterwegs von Bord. Gluck, gluck! / DAK

Frau Hedis Frau Claudia
212.4.17, 19.30 Uhr