(8.2.) Termin VERLEGT! Theater, VIDA! ARGENTINO, Kampnagel, 20 Uhr

***********Aufgrund kurzfristiger TV-Verpflichtungen von Nicole Nau & Luis Pereyra in Frankreich kann die VIDA! ARGENTINO Shows in Hamburg  nicht wie geplant stattfindenDie Show in Hamburg wird am 24.03.2017 im First Stage Theater nachgeholt. Aus organisatorischen Gründen, wird der Beginn der Veranstaltung  auf 19:30 Uhr vorverlegt. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit.********

 „VIDA! ARGENTINO“ bringt die kulturelle Vielfalt Argentiniens auf die Bühne. Die traditionelle Tanzkultur des südamerikanischen Landes ist modern inszeniert, die verschiedenen Musikstile, die das Land bis heute prägen, reichen von archaisch bis zeitgenössisch.

Eines der Leitmotive dieser abendfüllenden Darbietung ist unter anderem die Faszination Tango in seiner puren Form. Musik- und Tanzeinlagen im Wechsel fügen sich für das Publikum zu einem stimmigen Gesamtgefüge. / AR / Foto: A. Gockisch

Kampnagel
8.2.17, 20 Uhr

(8.2.) Literatur, Terezia Mora, Literaturhaus, 19.30 Uhr

In ihrem 2016 erschienenen Erzählband „Die Liebe unter Aliens“ erzählt Terezia Mora von Menschen, „die sich verlieren, aber nicht aufgeben, die verloren sind, aber weiter hoffen“. Im Februar trifft die in Ungarn geborene Autorin, die auch als Übersetzerin arbeitet, im Literaturhaus auf den Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung Lothar Müller.

Bei der Literatursoiree sprechen die beiden über Grundfragen der Literatur und Mora berichtet von ihrer Arbeit. / JVW / Foto: Peter von Felbert

Literaturhaus
19.30 Uhr

 

(8.2.) Film, Was hat uns bloß so ruiniert?, Abaton, 20 Uhr

Drei Wiener Hipster-Paare bekommen Kinder. „Wo fing es an und wann? Was hat dich irritiert? Was hat dich bloss so ruiniert?“ Der Hit von „Die Sterne“ durchklingt den neuen Film der österreichischen Regisseurin Marie Kreutzer. Eine schmerzliche Tonspur, ein fieser Zweifel hinter all dem, was eigentlich so schön sein müsste. Die befreundeten Paare Stella und Markus, Mignon und Luis sowie Ines und Chris haben alle zu einer ähnlichen Zeit ein Kind bekommen. Dass ihre Elternschaft sie so enttäuschen könnte, hätte keiner von ihnen gedacht. Stella, die sich als Filmemacherin verwirklichen möchte, fängt alles mit ihrer Kamera ein: Wie Mignons und Luis Perfektionsansprüche nach hinten losgehen, wie Ines sich dem eigenen Kind und dessen Vater von Anfang an entzieht und es dann doch annimmt, wie ihr Partner Markus nach außen den Bohémien mimt, sich aber allzu fest im gemeinsamen Nest einrichtet – das schließlich von ihr selbst aus den Grundfesten gehoben wird.

Es ist ein heilloses Chaos, in das die scheinbar so weltläufige, stets toll gestylte Hipster-Clique aus Wien hineingerät. Nicht zuletzt liegt das an den eigenen Ansprüchen der Mittdreißiger ans Leben, mit denen sich die scheinbar so schnöde Alltagsroutine und auch die Unbequemlichkeiten, die das Familienleben mit sich bringt, nicht vertragen. Vom Scheitern wird in diesem Film, der auf dem Filmfest Hamburg für den Art Cinema Award nominiert wurde, klug und unpathetisch erzählt. Teilweise komisch, teilweise tragisch.

Der Frust der Protagonisten rührt an, führt manchmal aber auch zum ärgerlichen Stirnrunzeln. Bisweilen kann es vorkommen, dass man sich fast freut, dass der ein oder andere Erwachsene endlich einmal so richtig auf den Topf gesetzt wird. Während die kleinen Mädchen – wirklich bezaubernd besetzt – herumtollen und Mami oder Papi dazu zwingen, wieder aufzustehen. So macht das vermeintliche Scheitern Veränderung und Entwicklung möglich. Und die Frage „Was hat uns bloß so ruiniert?“ klingt weniger bitter. Eher ehrlich. So wie das Leben sich – gerade für frischgebackene Eltern – gewiss niemals immer nur großartig, intensiv und traumhaft anfühlen kann. / Katharina Mantzke

Regie: Marie Kreutzer. Mit Pheline Roggan, Vicky Krieps, Pia Hierzegger. Ab 9. 2.

Premiere mit Regisseurin Marie Kreutzer und Darstellerin Pheline Roggan am 8.2.17!

Abaton
8.2.17, 20 Uhr

(7.2.) Musik, Tex, Knust, 21 Uhr

Mister Wohnzimmer. Er ist der Star von TV Noir, weil nicht nur Moderator des gefühlvollen Wohnzimmer-Formats in schwarz und weiß, sondern auch auftretender Künstler: Tex. Mal an der Gitarre, mal am Klavier sitzend, spielt und singt er Lieder über Liebe und die damit verbundenen Freuden und Leiden, erzählt die schönsten Geschichten rund ums Herz. Zuletzt war er mit Violinistin und Sängerin Phela auf Tournee, jetzt reist er wieder mit seinem ganz eigenen Programm durchs Land und bleibt dabei natürlich Garant für tolle, sehr intime Bühnenmomente. / EBH / Foto: TV Noir

Knust
7.2.17, 21 Uhr

(6.2.) Theater, Michael Krebs, Schmidt Theater, 20 Uhr

JubiläumskonzertEine Stimme, 10 Finger, 88 Tasten, 22 Kleinkunstpreise und 11 Jahre Rock’n’Roll-Kabarett – Michael Krebs hält die Zeit für gekommen, all diese Jubiläen mal so richtig abzufeiern. Mit seinen besten Songs, seinen absurdesten Geschichten und natürlich auch mit neuen Liedern. Das wird ernsthaft lustig und „auf höchstem Niveau musikalisch und grandios unterhaltend“ (Thüringer Allgemeine).

Das Jubiläumskonzert zeichnet nach, wie sich der Musiker und Sprachkünstler Michael Krebs schlagfertig und politisch unkorrekt von unten (Neu-Kupfer, Schwaben) nach oben (Berlin, voller Schwaben) gearbeitet hat. Er schafft es immer wieder, zusammenwachsen zu lassen, was nicht zusammengehört: Jazz und Metal, Sex und Politik oder Feministinnen und Gangsta-Rapper. Eine musikweltumspannende Show ohne festen Ablauf und nach Lust und Laune des feierwütigen Gastgebers, der nie die Bodenhaftung verloren hat. Denn trotz seiner Erfolge bei international renommierten Kleinkunstpreisen wie der „Scharfen Barte Melsungen“ oder dem „Herborner Schlumpeweck“ ist Michael Krebs immer Mensch geblieben. Foto: Sven Hagolani

Schmidt Theater
6.2.17, 20 Uhr

(7.2.) Literatur, Jan Kalbitzer, Zentralbibliothek, 18.30 Uhr

Wie gefährlich ist das Internet? Kapern Firmen und Geheimdienste unsere Privatsphäre? Zerstört das Internet unsere zeitlichen und räumlichen Strukturen, greift es sogar in unser Gehirn ein? Der Psychiater Jan Kalbitzer legt unser Online-Verhalten auf die Couch und erhebt einen Befund: Das Internet ist das, was wir daraus machen.

Am heutigen Safer Intenet Day liest er aus seinem Buch „Digitale Paranoia. Online bleiben, ohne den Verstand zu verlieren“ und diskutiert mit seinem Publikum. Die Veranstaltung ist kostenlos. / ILO

Zentralbibliothek
7.2.17, 18.30 Uhr

(6.2.) Kunst, Ida Ekblad: Diary of a Madam, Kunsthaus, 19 Uhr

Wenn man in Oslo ein junge, blonde Frau sieht, die einen Einkaufswagen durch die Straßen schiebt, voll beladen mit alten Eisenplatten, mit ollen Brettern, seltsamem Gestänge und allem anderen was Schrott und Müll so zu bieten haben, dann könnte das Ida Ekblad sein – norwegisches It-Girl und internationaler Kunststar.

Vielbeschworen ist, wie sie durch die Kunstgeschichte und durch ihren eigenen Alltag pflügt, ihre Jugend als Spayerin mit niedlichen Delfinen, Schildkröten und Tags zitiert. Dazu stapelt sie Alltagsschrott zu energetischen Skulpturen, die wie Explosionen wirken, malt sie an, gießt sie in Beton oder lässt sie hoch aufragen und verschweißt Gestänge, die plötzlich wie Zeichnungen im Raum wirken.

Auch wenn ihre Arbeiten immer wieder mit denen der Künstlergruppe Cobra verglichen werden, die Ende der 1940er Jahre mit einem Mix aus Expressionismus und kindlich naiver Malerei provozierte, arbeitet Ida Ekblad ganz aus dem Bauch heraus, lässt sich treiben und von dem Material selbst anstacheln. Manchmal so sehr, dass sie in einer Galerie das Fahrrad eines Mitarbeiters einfach in eine ihrer Skulpturen einschweißte. Und auch die Idee, die Einkaufswagen Teil ihrer Arbeit werden zu lassen, kam ihr beim schieben – und mittlerweile sind sie wie der Sockel eines Denkmals für sie.

30 von ihnen schob sie 2013 in die barocke Ausstellungshalle des Osloer Museums für Moderne Kunst wo sie, gerade mal 33 Jahre alt, ihre erste große Retrospektive hatte.

Manchmal dichtet sie auch. »clip of concrete smelly sour limestone, dusty dry on the tongue, swallowed some« ist dann zu lesen, ritzt Teile daraus in die Rollen der Einkaufswagen oder verteilt die Gedichte als Ausstellungs-Flyer und versehen mit der Aufforderung, sie beim Betrachten ihrer Bilder zu lesen.

Schon mit 15 wusste Ida Ekblad, dass sie unbedingt Künstlerin werden wollte. Tagein tagaus machen, was ihr passt, keinem festen Rhythmus folgen und sich genau mit dem zu beschäftigen, worauf sie gerade Lust hat. Und der scheinen keine Grenzen gesetzt. So wie in ihren Arbeiten zusammentrifft, was eigentlich gar nicht zusammengehört und sie so mitreißend wie disparat macht, kombiniert sie auch in ihrem Leben selbst Freiheitsgesten mit Villa-Kunterbunt-Idylle, Eigensinn mit Familienleben und Fjord-Romantik.

Mal hockt sie in samtenen Mega-High-Heels, mit Monster-T-Shirt und ironischem Grinsen im Gesicht auf einem Ministuhl im Kinderzimmer, dann wieder posiert sie im bodenlangen Kleid und mit opulentem Schmuck für die britische Vogue – oder lässt sich im Video »Glimpse of Hope« in verliebten Teenieposen von einem befreundeten, männlichem Model spielen.

Ihren Alltag als eigensinnige Künstlerin kombiniert sie mit Mann und Kindern in skandinavischer Holzhaus-Gemütlichkeit und von den Schrottplätzen und Müllbergen der Stadt führt ihr Werk direkt in ihr Atelier am Fjord wo sie schon mal die Beine im Wasser baumeln lässt während sie sich Titel für ihre Arbeiten ausdenkt oder zwischen ein paar Pinselstrichen und Schweißarbeiten kopfüber in die Fluten springt.

Was so entsteht, ist jetzt im Kunsthaus zu sehen und das in ihrer ersten institutionellen Ausstellung in Deutschland, die sie – irgendwo zwischen Teenieromantik, Porno und auch in Anspielung auf »Mad Men« – den Titel »Diary of a Madam« genannt hat. Und als ob das nicht alles schon spannend genug wäre, eröffnet die Schau mit einer Performance Ida Eklads mit dem Avantgarde- und Popmusiker Nils Bech, der in Norwegen für genauso viel Furore sorgt wie die Madam. / © VG Bild-Kunst, Foto: JohnMcLane

Kunsthaus Hamburg
Eröffnung: 6.2.17, 19 Uhr; bis 26.3.17

(5.2.) Musik, Alex Clare, Mojo Club, 20 Uhr

Hausboot-Rock. Einfach mal raus aus dem Alltagstrott, weg allem Ärger und Stress – und rauf auf ein entspannt vor sich hin schaukelndes Hausboot! Klingt nicht schlecht, dachte sich auch der in London geborene und in Jerusalem lebende Singer-Songwriter und Produzent Alex Clare („Too Close“), der im Entstehungsprozess seines aktuellen Album „Tail Of Lions“ genau das tat.

Zusammen mit seinem Freund, Bassist Chris Hargreaves, arbeitete er auf schwimmendem Terrain an den neuen Songs, die von geradlinigem Rock über Soul und Funk bis hin zu Drum ’n’ Bass reichen. Allein für diesen Facettenreichtum hat er sich gelohnt, der Ausflug in die Abgeschiedenheit.

Mojo Club
5.2.17, 20 Uhr

(5.2.) Film, Tatortklub im Jolly, 73/Jolly Jumper, 20h

Gemeinsam Tatort schauen. Das Teil ist Kult. Und das quer durch die Generationen. Der Tatort lockt immer noch Heerscharen von TV- und Krimi-Konsumenten vor die Glotze. Oder in die Kneipen. Im Haus 73/Jolly Jumper trifft man sich Sonntags ab 20 Uhr nämlich zum gemeinsamen Tatort-Genuss. Dazu gibt’s Drinks, Beer und Fachsimpeleien. Früh da sein ist clever. Wird voll da. Auch, weil am Sonntag Kira Dorn und Lessing alias Nora Tschirner und Christian Ulmen am Start sein werden. „Der scheidende Schupo“, so der Titel. Viel Spaß!/ REM / Foto: MDR Anke Neugebauer

73/ Jolly Jumper
5.2.17, 20 Uhr

(5.2.) Film, Liebmann, Metropolis Kino, 17 Uhr

Der deutsche Lehrer Antek Liebmann zieht ins sommerliche Nordfrankreich. Er flirtet mit seiner Nachbarin, bandelt mit dem fröhlichen Sébastien an und wagt sich ins dunkle Unterholz, wo ein Mörder sich herumtreiben soll.

Der erste Spielfilm von Jules Herrmann entwickelt sich behutsam vom Drama zum Psychothriller: Liebmann macht eine gefährliche Entdeckung. Und hat auch selber ein dunkles Geheimnis. Herrmann und Hauptdarsteller Godehard Giese kommen zur Premiere. / MAS / Foto: Sebastian Egert

Metropolis Kino
5.2.17, 17 Uhr