(22.8.) Theater, Yamato – The Drummers of Japan, Staatsoper, 21 Uhr

Kraftvoll und absolut synchron trommelt das „Yamato“-Ensemble auf über 40 Trommeln mit bis zu 500 Schlägen pro Minute. Die Gemeinschaft der TaikoTrommler zeichnet sich durch eine besondere Lebensweise aus: Sie essen und trainieren gemeinsam, gehen zur gleichen Zeit schlafen und stehen zusammen auf – ein Ausdruck ihrer Hingabe an die Kunst.

Seit über 20 Jahren touren sie weltweit. In der aktuellen Show hat der japanische Designer Kansai Yamamoto die Kostüme entworfen, der auch die Bühnenoutfits für Bowie kreierte.

/ HED

Hamburgische Staatsoper
22.8.17, 21 Uhr

Foto: Masa Ogawa

(21.8.) Theater, „The Play That Goes Wrong“, St. Pauli Theater, 19:30 Uhr

Eine kleines Laientheater möchte das Stück „Mord auf Schloss Haversham“ aufführen, einen klassischen Krimi mit familiären Verstrickungen, korrupten Polizeibeamten und verschwiegenen Dienern. Doch bei der Aufführung geht schief, was nur schiefgehen kann: Türen lassen sich nicht öffnen, Requisiten fallen auseinander oder sind nicht am richtigen Platz.

Einige Schauspieler tragen dabei so manche körperliche Blessur davon oder werden gar bewusstlos geschlagen. Doch egal wie sehr das Geschehen auf der Bühne auch danebengeht, die Akteure bewahren Haltung und lassen sich nichts anmerken – The show must go on!

Jonathan Sayer, Henry Shields und Henry Lewis haben für ihre junge Londoner Theatergruppe Mischief Theatre eine SlapstickKomödie mit feinstem britischen Humor a là Monty Python verfasst. Seit der Uraufführung 2012 wird sie durchgehend im Londoner West End gespielt und wurde bereits mit dem Olivier Award und dem Prix Molière als „Beste Komödie“ ausgezeichnet.

/ KAL

St. Pauli Theater
21.8.17, 19:30 Uhr (Premiere)

Foto: Christian Knecht, vasistas.ch

(22.8.) Sonstiges, Powerpoint Karaoke Open Air, Molotow, 19 Uhr

Sicheres Auftreten bei maximaler Ahnungslosigkeit: Das ist für manche längst zum Lebensmotto geworden. Beim Powerpoint Karaoke wird aus diesem Zustand aber kein langweiliger Termin im Büro oder der Uni sondern echte Abendunterhaltung.

Jeder, der möchte, kann sich an diesem Abend im Molotow das Mikro schnappen und eine ihm völlig unbekannte Powerpoint-Präsentation halten. Mit abstrusen Themen und einer Menge Unwissen gilt es dann, das Publikum zu begeistern.

Zuschauen und mitmachen sind strengstens erwünscht. Lachkrampf garantiert!

/ MT

Molotow, bei gutem Wetter im Innenhof
22.8.17, 19 Uhr

(20.8.) Sonstiges, Farbe bekennen, Elbstrand, 16 Uhr

Ein Strand, zwei Bürgerbegehren: An der Elbe kochen die Emotionen hoch.

Nachdem das Bezirksamt einen Radweg über den Elbstrand vorgeschlagen hatte, rüsteten sich Gegner und Befürworter. Die Fronten sind verhärtet, der Radweg zu einem echten Politikum geworden. Eine Woche vor der Bundestagswahl sollen die Altonaer jetzt bei einem Bürgerentscheid über die Zukunft des Elbstrands abstimmen. 

Pünktlich zum Versand der Wahlunterlagen haut die Initiative „Elbstrand retten“ heute ordentlich auf die Pauke: Sie bemalen die Mauern des Strandes mit den Motiven der Initiative, während die Schlagzeuger Christian von Richthofen und Oded Kafri von der Band Drum The World zusammen mit dem Saxophonisten Victor Millones Musik machen.

Bemalen? „Die Mauerabschnitte sind Eigentum der Anwohner, die sich in großer Zahl gegen den Bau eines Wegs auf dem Strand aussprechen“, heißt es von der Initiative. Wer sich anschließen möchte: Picknickdecke mitbringen und einen Tag am Strand genießen – vielleicht einer der letzten ohne Rad-/Fußweg durch den Sand?

Der Bürgerentscheid läuft noch bis zum 15. September, dann wird es Klarheit über die Zukunft an der Elbe geben. Die Initiative „Elbstrand retten“ hatte innerhalb von vier Wochen 13.000 Unterschriften gegen die Planungen des Bezirksamtes vorgelegt, auf dem Elbstrand einen 5,90 Meter breiten Radweg zu bauen. Neuen Zündstoff bekam der jahrzehntelange Streit um den Elbstrand, als SPD und Grüne Ende Juni auch dem Bürgerbegehren der Gegeninitiative „Elbstrandweg für alle“ grünes Licht gaben, obwohl diese nur 2000 Unterschriften vorlegen konnte.

 

Dass die Diskussion um den Elbstrand sehr emotional ist, ist auch in unserer nächsten Ausgabe der SZENE HAMBURG nachzulesen. Wir trafen die Elbstrand-Retterin Christiane Petersen und den Strandweg-Befürworter Hans-Jörg Rüstemeier zum Streitgespräch. Nur so viel: Es war hitzig… Die neue Ausgabe erscheint am 31. August 2017.

Text: Ilona Lütje

Beitragsbild: Clemens Schröder

(22.8.) Musik, Bronco Jedson & Mi???tyria + The Beasts, Hafenbahnhof, 20 Uhr

Wer am Dienstag den Hafenbahnhof betritt, darf zwei Konzerte ganz besonderer Klasse erwarten. Zum Auftakt spielen The Beasts. Das Duo mit Ray Orsen an der Gitarre und Cord Kongo an den Drums schippert genremäßig auf Wellen von Blues, Surf und Rock’n’Roll in trashiger LoFiÄsthetik. Sie singen von Monstern und Aliens und kredenzen dabei „einen Ohrenschmaus mit verheerendem Ende“, wie sie selbst sagen.

Die Österreicher von Bronco Jedson & Mi???tyria reihen sich ein in diese unterhaltsamen und nicht ganz ernst gemeinte 60er-Jahre-Attitüde. Perfektion sei nicht ihr Ziel, ihre billigen japanischen Instrumente würden das auch nicht zulassen. Ihre Texte handeln zum Beispiel von Affen im Weltall und der Zahlenbesessenheit eines Damenschneiders. Musikalisch landen sie damit beinahe in Gefilden eines Ariel Pink, der mit seinem Projekt Haunted Graffiti ebensolche Songs geschaffen hat, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen und doch wirklich geistreich sind.

/ MT

Hafenbahnhof
22.8.17, 19 Uhr

(21.8.) Musik, Russ, Stadtpark, 19 Uhr

Zwar schon seit einigen Jahren im Biz, neun Mixtapes rausgebracht, etliche Tracks produziert, getourt und trotzdem erst vor Kurzem das Debütalbum herausgebracht – so hat sich der 24-jährige MVP des RapGames bisher einen Namen gemacht.

Wobei Rap in Russ’ Fall nur die halbe Miete ist, denn die harten Beats und derben Texte kontrastieren bei ihm mit solchen R’n’B-Tunes und einer glockenhellen Stimme. Seine Songs haben ihm bereits Gold und Platin eingebracht und taugen für einen Sommerabend auf der großen Stadtparkwiese allemal.

/ LS

Freilichtbühne im Stadtpark
21.8.17, 19 Uhr

(20.8.) Literatur, Lesung u.a. mit Gerhard Henschel, Lesebühne Hamburger Ziegel, 18 Uhr

Der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller Gerhard Henschel (Foto) liest diesen Monat auf der Lesebühne Hamburger Ziegel neben Laura de Weck, Andreas Greve, Wolfgang Schömel und Jennifer Heinrich.

Henschel hat in seinem neuesten Sachbuch die schönsten Zungenbrecher von Cottbusser Postkutschkasten bis fleißige Scheitspleißer zusammengetragen. Und der durchaus amüsante Sprachbezug erstreckt sich auf Abendland, Morgenland und sogar weit entlegene Weltregionen.

/ JVW

Lesebühne Hamburger Ziegel, 18 Uhr, bei Regen: HafenCity-InfoCenter
20.8.17, 18 Uhr

Foto: Jochen Quast

 

(19.8.) Musik, Elbriot, Hamburger Großmarkt, 12 Uhr

Einmal im Jahr sorgt ein Open Air dafür, dass im Hamburger Hafen eine ganz besondere Ladung Metal ankommt. Beim Elbriot-Festival spielen nämlich Genre-Größen wie Megadeth, Trivium und Bullet For My Valentine.

Bereits zum fünften Mal finden Vertreter der düsteren Klangwelten auf dem Gelände des Hamburger Großmarktes zusammen. Dort können Besucher auch blitzschnelle Gitarrensoli von Children Of Bodom und donnernden Metalcore von Hatebreed erleben.

/ MT

Hamburger Großmarkt
19.8.17, 12 Uhr

(19.8.) Kunst, Robert Rauschenberg – „Posters“, Museum für Kunst und Gewerbe, 15 Uhr

Dank des Hamburger Sammlers Claus von der Osten besitzt das Museum für Kunst und Gewerbe so viele Grafiken und Plakate des amerikanischen Künstlers Robert Rauschenberg (1925–2008) wie kein anderes Haus.

Heute führt Rebecca Jung die Besucher durch die Ausstellung „Posters“ (Abb.), in der 120 von ihnen zu sehen sind, und erläutert die Bedeutung Rauschenbergs, der immer wieder Alltagsobjekte wie Kartons, Reifen oder Bettpfosten in seine Werke einarbeitete.

/ SD

Museum für Kunst und Gewerbe
19.8.17, 15 Uhr

Foto: Michaela Hille

(19.8.) Musik, Y’akoto, Stadtpark, 19 Uhr

Zwar ist die Sängerin und Songschreiberin mit der supersouligen Stimme ständig unterwegs, pendelt zwischen Paris, Stockholm und Los Angeles hin und her. Y’akotos Heimatstadt Hamburg habe sie aber immer fest im Blick, sagt die 29-Jährige.

Neben ihrer Wohnung in Barmbek, wo nach wie vor einige ihrer Songs am Küchentisch entstehen, sei der Stadtpark eine echte Inspirationsquelle für sie. Dort liege sie bei gutem Wetter gerne mal herum und lasse die Ideen, die ihr dabei zu iegen, in ihr Liederbuch einfließen.

Logisch, dass Y’akotos anstehendes Stadtpark-Konzert ein absolutes Heimspiel für sie ist.

/ EBH

Freilichtbühne im Stadtpark
19.8.17, 19 Uhr

Foto: Julia Kiecksee