(1.2.) Literatur, Martin Suter liest „Elefant“, SchauSpielHaus, 20 Uhr

Seine Figuren geraten in Identitätskrisen, die Leser seiner Romane in Verzückung. Ob halluzinogene Trips oder posttraumatische Amnesie: Suter geht immer an die Grenzen. Martin Suter begeistert mit einem packenden Wissenschafts- und Wirtschaftsthriller, der Welten und Werte aufeinandertreffen lässt – in Gestalt eines Genforschers aus Europa und eines Elefantenflüsterers aus Burma, die um ein Geheimnis wissen, das besser nicht an die Öffentlichkeit kommen sollte, auch wenn es den maximalen Profit garantiert. / Foto: Kerstin Schomburg

(1.2.) Tanzschule für elektronische Tanzmusik, Häkken, 7 Uhr

Gegen das Aufsteh-Leid. Im Häkken kann man jetzt was lernen: Die Tanzschule für elektronische Tanzmusik zeigt, dass auch in einem gewöhnlichen Mittwochmorgen Potential für eine gelungene Party steckt.

Mitte der Woche, viertel nach sieben. Sogar auf dem Kiez ist es noch relativ ruhig. Reinigungsfahrzeuge kreuzen zischend über den vom Klubhaus erleuchteten Spielbudenplatz. Ein Blick Richtung Medienfassade lässt Aktivität im ersten Stock vermuten. Und tatsächlich, wer an diesem Mittwochmorgen die (rechte) Clubtür öffnet, findet sich inmitten einer zum perfekten Sound von Gōra fröhlich tanzenden Menge. Ausläufer eines nächtlichen Raves? Weit gefehlt! Die Leute hier tanzen erst seit zwanzig Minuten.

Tanzschule für elektronische Musik

Anfang Januar fand im Häkken die erste „Tanzschule für elektronische Tanzmusik“ statt. Zwischen sieben und elf Uhr morgens kommen dort Menschen aus der Kreativ-, Musik- und Clubszene zusammen, um mit gesunden Frühstückssnacks, wechselnden Ausstellungen und zu den Beats von DJs in den Arbeitstag zu starten. Ausgedacht haben sich das Ganze Hanna und Sonja. Die beiden Frauen kennen sich aus Grundschultagen. „Wir sind beide eigentlich eher nachtaktive Menschen, erzählt Hanna. „Als wir uns vor einiger Zeit beide das Leid des frühen Aufstehens geklagt haben, überlegten wir, wie wir uns morgens besser motivieren können.“

Die extra engagierten Aerobic-Trainer, die auf der Tanzfläche die Stimmung aufheizen sollten, braucht bei der ersten Veranstaltung überraschenderweise niemand. Alles wirkt ungezwungen und nicht nach steifem Pre-Working-Event. Und auch wenn der Fokus auf einem gesunden Tagesstart liegt, stört sich keiner daran, dass an der Bar der erste Frühstückssekt geköpft wird. Wir sind hier schließlich immer noch im Club! / Ole Masch

Häkken
1.2.17, 7 Uhr; danach jeden ersten Mittwoch im Monat

(31.1.) Musik, Konni Kass, Häkken, 20 Uhr

Geboren ist Konni Kass auf den Faröern. Das hört man. Ihre Musik ist Jazz, Soul, Elektro, Pop und vor allem Nordisch – getragen von einer beeindruckenden Stimme. Konnis Band besteht zwar erst seit einem Jahr, hat aber schon großes internationales Interesse auf sich gezogen. Einem ersten internationalen Auftritt beim SPOT Showcase Festival in Dänemark im vergangenen Mai folgte neben Label- & Tourneeanfragen auch die Einladung zum Reeperbahnfestival nebst Nominierung für den Anchor-Award. Gewonnen hat sie nicht. Ihr Auftritt sorgte auch so für Reaktionen von Erstaunen bis Euphorie und führte letztendlich zu insgesamt sechs Auftritten und Präsentationen rund um das Festival! Im November erschien „Haphe“, das Debütalbum der Band. Und jetzt geht’s auf Tournee.

Häkken
31.1.17, 20 Uhr

(31.1.) Literatur/Musik, Rock’n’Read, Literaturhaus, 19.30 Uhr

„No Woman, No Cry“. Kennt jeder. Oder? Der Song ist wohl einer der berühmtesten der Popgeschichte. Dabei weiß kaum jemand, dass Bob Marley sich gar nicht über den Herzschmerz beklagt, den eine Frau ihm zugefügt hat, sondern versucht, seine Liebste zu trösten. Und Marleys Lied ist nicht das einzige missverstandene. Oft singen wir lauthals mit, ohne die Bedeutung von Songtexten zu kennen, hören nicht richtig zu oder verstehen sie falsch. Kennt man, Axel Hacke hat dieses lange in seinen Kolumne und Büchern abgefeiert.

Studierende der Universität Hamburg wollen dieses Phänomen mit ihrer Veranstaltung Rock’n’Read beleuchten und haben sich illustre Gäste ins Boot geholt: Frank Spilker, Singer und Songwriter der Hamburger Band „Die Sterne“, Isabel Bogdan, Autorin von „Der Pfau“ und Übersetzerin, Ingo Herzke, Übersetzer und unter anderem die deutsche Feder von Nick Hornby sowie Martin Schneider, Dozent für Literatur und Musikwissenschaft an der Universität Hamburg. Das Publikum erwartet eine abwechslungsreiche Mischung aus Musikquiz, Expertendiskussion, Übersetzungen und Livemusik. Bild: Rock ’n‘ Read

Eintritt: € 8 /4 Euro

Literaturhaus
31.1.17, 19.30 Uhr

 

(28.1.) Musik, Fetsum, Mojo Club, 22 Uhr

Soul-Musik tut gut, Fetsums’ sogar doppelt. Der Wahl-Berliner Musiker will mit seinen Songs ordentlich was bewegen, organisierte deshalb schon im vergangenen Jahr das „Peace x Peace Festival“ mit weiteren prominenten Künstlern à la Beatsteaks, Seeed und Max Herre zugunsten geflüchteter Kinder aus Kriegsgebieten. Auch der Reinerlös seiner gerade erschienenen EP „Light In A Dark Place“ soll in Zusammenarbeit mit UNICEF an Kinderhilfs-Projekte in Syrien, der Ukraine, im Irak und Südsudan gehen. Künstlerisch und gesellschaftlich eine bemerkenswerte Sache. / Foto: Stefan Botev

Mojo Club
28.1.17, 22 Uhr

(30.1.) Musik, Joe Volk, Knust, 20 Uhr

Joe Volk war war einer der ersten Künstler, der bei Invada Records, dem Label von Geoff Barrow (Portishead), unter Vertrag genommen wurde. Populär wurde er aber hauptsächlich als Sänger, Gitarrist und (Co)-Songschreiber von Crippled Black Phoenix, wo er neben Justin Greaves zwischen 2006 und 2013 deren einziges permanentes Mitglied war.

Aber alles hat seine Zeit, und Joe geht jetzt seine eigenen Wege. Im Februar 2016 erschien sein erstes Solo-Album „Happenings and Killings“. Die Bandbreite des Albums reicht von akustischen Songs bis hin zu Tracks mit analogen elektronischen Elementen und ausgetüftelten Gitarren-Harmonien. Der Mann kann auch solo bestehen.

Knust
30.1.17, 20 Uhr

(30.1.) Musik, The Naked & Famous, Uebel & Gefährlich, 20 Uhr

Millennial-Soundtrack. Als Thom Powers seine Kommilitonin Alisa Xayalith nach ihrer Nummer fragte, legte er damit den Grundstein für eine der erfolgreichsten Bands Neuseelands. The Naked & Famous. Ein Liebespaar wurden die beiden letztendlich nicht, entdeckten dafür aber schnell ihre gemeinsame Leidenschaft für die Musik.

Nachdem sie ein Jahr zusammen an Songs gebastelt hatte, veröffentlichte die zum Quintett angewachsene Band 2010 ihr Debütalbum „Passive Me, Aggressive You“ mit dem Überhit „Young Blood“, der bis heute Universal- Soundtrack für Filme und TV-Serien ist – wie nahezu alle ihre Elektro-Pop-Hymnen, zu denen man am liebsten barfuß durch den Sommerregen hüpfen möchte. / KGR / Foto: Samatha West

Uebel & Gefährlich,
30.1.17, 20 Uhr

(29.1.) Musik, Shovels & Rope, Nochtspeicher, 19 Uhr

Perfekter Ausklang. Am letzten Sonntag im Januar gibt es ein Gegenmittel gegen das Gefühl, am Wochenende alle spaßigen Sachen verpasst zu haben. Denn da kann man spontan zu dem sympathischen Südstaatlerpärchen Shovels & Rope in den Nochtspeicher gehen. Dort wird man eine Show sehen können, die das Wochenende perfekt ausklingen lässt.

Cary Ann Hearst und ihr Ehemann Michael Trent werden ihr neues Album „Little Seeds“ auf die Bühne bringen, das sowohl einfühlsame Folk-Stücke als auch eine gehörige Prise Countryrock enthält. Gepaart mit charmanten Geschichten aus ihrem Tourleben gibt das die nötige Kraft bis zum nächsten Wochenende. / KGR

Nochtspeicher
29.01.17, 19 Uhr

(29.1.) Musik, The Dillinger Escape Plan, Markthalle, 19 Uhr

The Dilllinger Escape Plan verabschieden sich. Seit 1997 waren sie die Blaupause für Mathcore. Nun ist Schluss. Nicht weil man sich verkrachte. Sondern weil es sich einfach so anfühlt, als wäre der gemeinsame Weg als Band beendet. Endstation. In der Markthalle werden The Dillinger Escape Plan noch mal richtig Gas geben. Eine Beerdigung wird das jedenfalls nicht. / REM / Foto: hfr

Markthalle
29.1.17, 19 Uhr

(28.1.) Nachtleben, Othercult, Uebel & Gefährlich, 24 Uhr

Wer in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen Fuß in die schwedische Elektronikszene setzte, bekam es nach wenigen Metern mit Pär Grindvik zu tun. Jede Menge Hits, kein starkes Label – von Semantica über Marbacka und Sinister bis hin zu Dystopian – ohne Grindvik-Veröffentlichung. 2016 hat er wieder zahlreiche funktionale Technotools an den Start gebracht, die im Club ordentlich Dampf machen. Ebenfalls bei „Othercult“ mit dabei: der Niederländer Keith Carnal. Der 31-Jährige ist ein Garant für treibenden Techno, siehe die aktuelle Single „Illusion“. / MF/

 Uebel & Gefährlich
28.1.17, 24 Uhr