(16.6.) Nachtleben, 9 Years of Killekill, Uebel & Gefährlich, 24 Uhr

Elektronischer Geburtstag. Es ist kein guter Monat, wenn wir nicht irgendwem gratulieren können. In diesem Sinne ist der Juni aber sogar ein ganz besonders guter Monat, denn mit den Jungs und Mädels von Killekill feiert nicht irgendwer, sondern eines der ungebrochen spannendsten Berliner Labels elektronischer Musik seinen neunten Geburtstag. Das Line-up des Fastjubiläums krönen die Hamburger Fallbeil mit einem knarzigen Live-Set aus technoiden Industrial-Acid-Bastard-Sounds, nachdem unter anderem Dark-Tech-Spezi Sebastian Kökow (aus dem the29nov-Kollektiv) und Electronica-Avantgardistin Alienata das Turmzimmer warmgespielt haben. / FR

Uebel & Gefährlich
16.6.17, 24 Uhr

(8.6.) Kunst, Cornelia Hediger, DEAR Photography Galerie, 18.30 Uhr

„Ich verwende die Kamera als visuelles Tagebuch“, sagt die New Yorker Künstlerin Cornelia Hediger mit Schweizer Wurzeln. Ihre fotografischen Arbeiten sind eine Reflexion ihres Lebens. In ihrer Serie „The Doppelganger“ bringt sie einzelne Bilder in ein Raster und verzerrt Raum und Körper – aber auch das Selbst wie bei einer gespaltenen Persönlichkeit. Außerdem zeigt sie ihre Serie „Puppenhaus“ – Collagen aus einer Kombination von Pigment- und Gelatine-Silberabzügen. / ILO

DEAR Photography Galerie
8.6.17, 18.30 Uhr

(16.6.) Nachtleben, Turntables on Ipanema, Mojo, 23 Uhr

It´s Samba time. Wenn ein brasilianisches Sandalenlabel zur Party lädt, sollte man eigentlich schnell das kleine Bunte aus dem Schrank kramen und vor allem in leichtes Schuhwerk schlüpfen. Kleiner Haken: Es wird in Hamburg gefeiert und es ist Mitte Juni – hierzulande quasi Frühlingsbeginn. Also die Schlappen vielleicht lieber in einen wasserfesten Beutel packen und Gummistiefel an. Im Mojo erwärmt dann das New Yorker DJ Kollektiv Turntables on the Hudson angeführt von DJ Nickodemus und MC Nappy G das Gemüt und die Beine mit brasilianischen Klängen. Und 2-13 Caipirinha lassen euch dann auch ganz unbekümmert aus den Latschen kippen! / DAK

Mojo
16.6.17, 23 Uhr

(7.6.) Musik, Jazz & Klassik, Handwerkskammer Hamburg, 19.30 Uhr

2010 wäre Django Reinhardt 100 Jahre alt geworden. Der Gitarrist und Bandleader mit Sinti-Wurzeln (1910–1953) gilt als ein Begründer des europäischen Jazz und inspirierte den Violinisten Helmut Stuarnig im selben Jahr zur Gründung von Gypsy Swing. Das Ensemble hat sich ganz Reinhardts Musik verschrieben: dem Swing, der pure Lebensfreude verströmt. Das wird er auch beim Jazzabend, den die Handwerkskammer Hamburg und Swinging Hamburg e.V. heute veranstalten. / AR

Handwerkskammer Hamburg
7.6.17, 19.30 Uhr

(16.6.) Märkte&Feste, Craft Market, Rindermarkthalle, 16 Uhr

Das wird lecker! Es gibt jede Menge Craft Beer, feinstes Street Food, Hochprozentiges, Musik und viele Handmade-Highlights. Bis zum 18. Juni (Sa 13–24, So 13–19 Uhr) verkosten beim Craft Market rund 25 nationale und internationale Brauereien ihre Biere an der Rindermarkthalle, darunter Oedipus Brewing, Broy, Superfreunde, Lillebräu und Wacken-Brauerei. Und damit die Biere stilecht aus einem Craft-Beer-Glas getrunken werden können, gibt’s vor Ort ein Festival-Bierglas zum Leihen oder Kaufen. / ILO / Beitragsbild: © Dario Dumancic

Rindermarkthalle St. Pauli
16.6.17 (bis 18.6.17), ab 16 Uhr

(6.6.) Kunst, Rest in the Furrows of My Skin, Kunsthaus Hamburg, 19 Uhr

Im Kunsthaus gehen internationale Künstler der spannenden Frage nach dem Körper in der heutigen Zeit nach, was er im fortschreitenden Neoliberalismus bedeutet, in seiner digitalen Auflösung und in seiner Erweiterung mit technischen Geräten. „Rest in the Furrows of My Skin“ („Ruhe in den Furchen meiner Haut“) ist der poetische Titel der Schau, die heute eröffnet wird, und darunter versammeln sich Arbeiten von mehr als zwölf Künstlern, darunter Åsa Cederqvist, Ida Lennartsson (Abb.: Offal, 2017) und Jimmy Robert. / SD

Kunsthaus Hamburg
6.6.17, 19 Uhr

(16.6.) Film, Vor der Morgenröte, Abaton, 20 Uhr

Neben Thomas Mann ist Stefan Zweig der meist gelesene deutschsprachige Autor. Schon zu Lebzeiten wurde der österreichische Jude gefeiert wie ein Star, doch in seiner Heimat herrschten die Nazis.

Maria Schraders bildgewaltiges, schmerzlich-intensives Epos über Zweigs Exil (Josef Hader) in Südamerika wurde 2016 hoch gelobt. Verpasst? Das Abaton zeigt „Vor der Morgenröte“ noch einmal und Maria Schrader kommt mit Drehbuchautor Jan Schomburg zur Vorführung.

/ MAS

Abaton
16.6.17, 19.30 Uhr

(6.6.) Musik, Jasmine Thompson, Knust, 21 Uhr

YouTube-Sternchen

Musikkarrieren beginnen früh, dank des Internets schaffen es schon Teenies ganz selbstverständlich in den Pop-Olymp. Dort ist auch Jasmine Thompson mit gerade einmal 16 Jahren angelangt. Über YouTube bekannt geworden, wird Thompson bei ihrer Anhängerschaft besonders für ihre unschuldige Art geschätzt, die gepaart mit ihrer recht verrucht wirkenden Stimme durchaus etwas Spezielles ergibt – siehe u.a. Thompsons Coverversion von „Ain’t Nobody“. Die gefiel Felix Jaehn so gut, dass er ihr einen Remix verlieh. Ergebnis: Platz 1 der deutschen Charts. / NH

Knust
6.6.17, 21 Uhr

(15.6.) Literatur, Hafenlesung, Golem, 20 Uhr

Bei der elften Runde der „Hafenlesung“ sind diesmal u.a. der aus Bali stammende Lyriker Samar Gantang, der seine Gedichte stets singend vorträgt, die Belgierin Hilde Keteleer, der russisch-amerikanische Dichter Eugene Ostashevsky und Enríque Winter aus Chile dabei.

Neben den vielen internationalen Wortkünstlern wird auch der Hamburger Shootingstar Jens Eisel präsent sein und aus seinem hochgelobten Romandebüt „Bevor es hell wird“ vorlesen. / UT

Golem
15.6.17, 20 Uhr

 

(6.6.) Film, Mann im Spagat, Metropolis, 19 Uhr

Abgefahrene Komödie vom Ex-Hamburger Jung Timo Jacobs

Timo Jacobs bläst zur zweiten Runde. Der gebürtige Itzehoer, dann Wahl-Hamburger und nun Wahl-Berliner lässt nach „Klappe Cowboy“ ebenselbigen visionären Chaoten wieder auf die Welt los. Cowboy (Jacobs himself) ist ein „Mann im Spagat“: Um seine Mutti aus dem Altenheim für Briefmarkensammler und Busfahrer zu erretten, wo sie als Versuchskaninchen missbraucht wird, muss er seinen ganzheitlichen Fahrradkurierladen zum Laufen bringen.

Dafür wiederum braucht er die Fördergelder der Weltatem-Agentur, welche er durch eine Fahrradrallye durch Berlin zu gewinnen gedenkt. Dass er sich diverser Frauen kaum erwehren kann (Meret Becker als durchgeknallte Nymphomanin), eine böse Dauerregen-Karma-Wolke über ihm hängt und sein Nachbar, Vollpfosten Tschick (Clemens Schick, Foto), seine Pläne zu bombardieren versucht, macht die Sache nicht einfacher.

„Mann im Spagat“ ist köstlich, wenn man schrägen, absurden Humor mag. Cowboys „Freischwinger“- Welt ist voll skurriler Gestalten, die gar wunderbare philosophische Weisheiten von sich geben. Sage noch einer, Naturschutz ist nicht sexy!

/ Maike Schade

Ab 8.6.17 im Kino, am Dienstag, 6.6.17 Hamburg-Premiere mit Gästen.

Metropolis Kino
6.6.17, 19 Uhr