(3.2.) Nachtleben, Lorenz Brunner, Uebel & Gefährlich, 24 Uhr

Acid­Romantiker, Bassline-Perfektionist, Melodie-Crowdpleaser. So beschreibt die Panorama Bar den gebürtigen Bayern Lorenz Brunner alias Recondite vor einem seiner Auftritte im Berliner Berghain. Die Mannigfaltigkeit seines Könnens spiegelt sich in Veröffentlichungen auf Labeln wie Dystopian, Innervisions, Ghostly International oder Life And Death wieder. Unterm Strich können sich die Besucher der Elastik-Party im Bunker auf ein Liveset voll reduziertem, kraftvollem Techno einstellen. Reicht völlig! / OMA / Foto: Foto- Shai Levy

Uebel & Gefährlich
3.2.17, 24 Uhr

(2.2.) Stand-up-Comedy, Brüllerei in der Comedy Kitchen, Bullerei (Studio)19.30 Uhr

Ablachen zum Nulltarif: Bereits zum vierten Mal holt die Brüllerei Stand-up-Comedy in die Schanzenhöfe. Nach der besinnlichen Weihnachtsleserei im Dezember wird das Studio der Bullerei wieder mit jeder Menge Humor gestürmt. Andre Kramer und Sebastian Merget von Hin und Gag präsentieren vier Comedians vom Feinsten. Tamika Campbell, Freddy Farzadi, Bo Lüdersen und der grandiose Ingmar Stadelmann haben sich zur Aufgabe gemacht, euch zum Jubeln und Grölen zu bringen.

Der Spaß kostet euch nichts. Einlass ist ab 19:30 Uhr. Wenn voll, dann voll.

 

By the way, für die Mälzer-Fans unter euch: Die Location kann sich sehen lassen – zurzeit als Set in den neuen Folgen von Tim Mälzers Kitchen Impossible.

Studio Bullerei
2.2.17, 19.30 Uhr

 

(2.2.) Film, The Salesman, Zeise, 16.50 /19.40 Uhr

Emad und Rana müssen ihr Appartement wegen Einsturzgefahr verlassen. Sie finden kurzfristig eine neue große Wohnung, ein Glücksfall in Teheran. Der Lehrer und seine Frau gehören zu einer Theatergruppe, die Arthur Millers “The Death of a Salesman” probt. Die beiden ahnen nicht, wer ihre Vormieterin war. Abends in der Dusche wird Rana von einem Unbekannten überfallen. Sie weigert sich, die Polizei einzuschalten.

Das Paar verstrickt sich in ein Geflecht aus Scham und Schuldzuweisungen, droht daran zerbrechen. Beeindruckend Shahab Hosseini als Emad, der verzweifelt den Täter sucht, um zu rächen, was seine Umwelt als Schande empfindet. Der iranische Regisseur und Autor Asgar Farhadi inszeniert den vielschichtigen Psychothriller als subtile politische Parabel, puristisch elegant, voller Suspense. Realität und Fiktion verschmelzen, Millers Broadwayerfolg aus dem Jahr 1949 wird zum Subtext des Films. / AG / Foto: The Salesman: © 2016 PROKINO Filmverleih

Regie: Asgar Farhadi Mit Shahab Hosseini, Taraneh Alidoosti, Babak Karimi

Zeise
2.2.2017, 16.50 Uhr & 19.40 Uhr

(2.2.) Literatur, Nichts fehlt – außer dir, St. Pauli Theater, 19.30 Uhr

Claire und Yvan Goll waren eines der schillerndsten und extrovertiertesten Dichterpaare des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie konnten nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander. Immer wieder trennten, betrogen und vertrugen sie sich und schrieben einander ein Leben lang Briefe, die von großer Poesie und verrückter Leidenschaftlichkeit waren.

Die Schauspieler Sandra Quadflieg und Ulrich Tukur lesen eine Auswahl an Briefen und Dokumenten: „Nichts fehlt – außer dir“ gibt es auch als Hörbuch. / ILO / Foto: Katharina John

St. Pauli Theater
2.2.17, 19.30 Uhr

(1.2.) Literatur, Martin Suter liest „Elefant“, SchauSpielHaus, 20 Uhr

Seine Figuren geraten in Identitätskrisen, die Leser seiner Romane in Verzückung. Ob halluzinogene Trips oder posttraumatische Amnesie: Suter geht immer an die Grenzen. Martin Suter begeistert mit einem packenden Wissenschafts- und Wirtschaftsthriller, der Welten und Werte aufeinandertreffen lässt – in Gestalt eines Genforschers aus Europa und eines Elefantenflüsterers aus Burma, die um ein Geheimnis wissen, das besser nicht an die Öffentlichkeit kommen sollte, auch wenn es den maximalen Profit garantiert. / Foto: Kerstin Schomburg

(1.2.) Tanzschule für elektronische Tanzmusik, Häkken, 7 Uhr

Gegen das Aufsteh-Leid. Im Häkken kann man jetzt was lernen: Die Tanzschule für elektronische Tanzmusik zeigt, dass auch in einem gewöhnlichen Mittwochmorgen Potential für eine gelungene Party steckt.

Mitte der Woche, viertel nach sieben. Sogar auf dem Kiez ist es noch relativ ruhig. Reinigungsfahrzeuge kreuzen zischend über den vom Klubhaus erleuchteten Spielbudenplatz. Ein Blick Richtung Medienfassade lässt Aktivität im ersten Stock vermuten. Und tatsächlich, wer an diesem Mittwochmorgen die (rechte) Clubtür öffnet, findet sich inmitten einer zum perfekten Sound von Gōra fröhlich tanzenden Menge. Ausläufer eines nächtlichen Raves? Weit gefehlt! Die Leute hier tanzen erst seit zwanzig Minuten.

Tanzschule für elektronische Musik

Anfang Januar fand im Häkken die erste „Tanzschule für elektronische Tanzmusik“ statt. Zwischen sieben und elf Uhr morgens kommen dort Menschen aus der Kreativ-, Musik- und Clubszene zusammen, um mit gesunden Frühstückssnacks, wechselnden Ausstellungen und zu den Beats von DJs in den Arbeitstag zu starten. Ausgedacht haben sich das Ganze Hanna und Sonja. Die beiden Frauen kennen sich aus Grundschultagen. „Wir sind beide eigentlich eher nachtaktive Menschen, erzählt Hanna. „Als wir uns vor einiger Zeit beide das Leid des frühen Aufstehens geklagt haben, überlegten wir, wie wir uns morgens besser motivieren können.“

Die extra engagierten Aerobic-Trainer, die auf der Tanzfläche die Stimmung aufheizen sollten, braucht bei der ersten Veranstaltung überraschenderweise niemand. Alles wirkt ungezwungen und nicht nach steifem Pre-Working-Event. Und auch wenn der Fokus auf einem gesunden Tagesstart liegt, stört sich keiner daran, dass an der Bar der erste Frühstückssekt geköpft wird. Wir sind hier schließlich immer noch im Club! / Ole Masch

Häkken
1.2.17, 7 Uhr; danach jeden ersten Mittwoch im Monat

(31.1.) Musik, Konni Kass, Häkken, 20 Uhr

Geboren ist Konni Kass auf den Faröern. Das hört man. Ihre Musik ist Jazz, Soul, Elektro, Pop und vor allem Nordisch – getragen von einer beeindruckenden Stimme. Konnis Band besteht zwar erst seit einem Jahr, hat aber schon großes internationales Interesse auf sich gezogen. Einem ersten internationalen Auftritt beim SPOT Showcase Festival in Dänemark im vergangenen Mai folgte neben Label- & Tourneeanfragen auch die Einladung zum Reeperbahnfestival nebst Nominierung für den Anchor-Award. Gewonnen hat sie nicht. Ihr Auftritt sorgte auch so für Reaktionen von Erstaunen bis Euphorie und führte letztendlich zu insgesamt sechs Auftritten und Präsentationen rund um das Festival! Im November erschien „Haphe“, das Debütalbum der Band. Und jetzt geht’s auf Tournee.

Häkken
31.1.17, 20 Uhr

(31.1.) Literatur/Musik, Rock’n’Read, Literaturhaus, 19.30 Uhr

„No Woman, No Cry“. Kennt jeder. Oder? Der Song ist wohl einer der berühmtesten der Popgeschichte. Dabei weiß kaum jemand, dass Bob Marley sich gar nicht über den Herzschmerz beklagt, den eine Frau ihm zugefügt hat, sondern versucht, seine Liebste zu trösten. Und Marleys Lied ist nicht das einzige missverstandene. Oft singen wir lauthals mit, ohne die Bedeutung von Songtexten zu kennen, hören nicht richtig zu oder verstehen sie falsch. Kennt man, Axel Hacke hat dieses lange in seinen Kolumne und Büchern abgefeiert.

Studierende der Universität Hamburg wollen dieses Phänomen mit ihrer Veranstaltung Rock’n’Read beleuchten und haben sich illustre Gäste ins Boot geholt: Frank Spilker, Singer und Songwriter der Hamburger Band „Die Sterne“, Isabel Bogdan, Autorin von „Der Pfau“ und Übersetzerin, Ingo Herzke, Übersetzer und unter anderem die deutsche Feder von Nick Hornby sowie Martin Schneider, Dozent für Literatur und Musikwissenschaft an der Universität Hamburg. Das Publikum erwartet eine abwechslungsreiche Mischung aus Musikquiz, Expertendiskussion, Übersetzungen und Livemusik. Bild: Rock ’n‘ Read

Eintritt: € 8 /4 Euro

Literaturhaus
31.1.17, 19.30 Uhr

 

(28.1.) Musik, Fetsum, Mojo Club, 22 Uhr

Soul-Musik tut gut, Fetsums’ sogar doppelt. Der Wahl-Berliner Musiker will mit seinen Songs ordentlich was bewegen, organisierte deshalb schon im vergangenen Jahr das „Peace x Peace Festival“ mit weiteren prominenten Künstlern à la Beatsteaks, Seeed und Max Herre zugunsten geflüchteter Kinder aus Kriegsgebieten. Auch der Reinerlös seiner gerade erschienenen EP „Light In A Dark Place“ soll in Zusammenarbeit mit UNICEF an Kinderhilfs-Projekte in Syrien, der Ukraine, im Irak und Südsudan gehen. Künstlerisch und gesellschaftlich eine bemerkenswerte Sache. / Foto: Stefan Botev

Mojo Club
28.1.17, 22 Uhr