(23.3.) Film, Rammstein: Paris, CinemaxX, 20 Uhr

Im März 2012 spielte die deutsche Neue-Härte-Band Rammstein vor 17.000 Zuschauern in der Pariser Bercy-Arena. Mit 30 Kameras zeichnete Musikvideo- und Filmregisseur Jonas Åkerlund die beiden Konzerte auf, dazu noch Nahaufnahmen während der Generalprobe. „Rammstein: Paris“ ist mehr als ein Best-of jener spektakulären Abende. Die irrwitzigen Perspektiven verstärken die Wirkung der bildgewaltigen, martialischen Bühnenshow. So wird der Konzertfilm zum audiovisuellen Erlebnis im XXL-Format. / AG

CinemaxX
23.3.17, 20 Uhr

 

(21.3.) Musik, Echo Me, Helter Skelter, 19 Uhr

Hamburgs neue Bühne im Generator Hostel soll kleinen Bands eine Heimat bieten. Schon vor der offiziellen Eröffnung am 23. März wird hier ein kleines, feines Programm geboten. Am Dienstag tritt der dänische Singer/Songwriter Echo Me auf und wird mit seiner markanten Stimme eingängige Indiepopsongs präsentieren. Der Eintritt ist umsonst, aber der Hut geht rum.

Helter Skelter Bar im Generator Hostel
21.3.17, 19 Uhr

(21.3.) Literatur, Jussi Adler-Olsen, Schauspielhaus, 20.30 Uhr

Lesung und Gespräch mit Jussi Adler-Olsen. Was das Schlimmste für Jussi Adler-Olsen ist? „Wenn Autoren die Fantasie ihrer Leser unterschätzen und einfach alles beschreiben.“ Er selbst ist ein Meister im Weglassen. Und wie ist es für ihn mit Fortsetzungen? Eigentlich langweilen sie ihn, aber: »Ich mag es, lange bei meinen Charakteren zu bleiben, wenn es eine Geschichte zu erzählen gibt.« Und diese Geschichte um die Ermittler vom Sonderdezernat Q geht weiter, denn für Adler-Olsen sind diese Bücher wie »zehn Kapitel eines einzigen Buches« – jetzt erscheint Kapitel sieben. Carl Mørcks Wissen, sein Gespür und seine Erfahrungen sind gefragt in einem Todesfall, der so brutal wie rätselhaft ist. Und wir erfahren mehr über Mørck, Assad und auch über Rose, die ein dunkles Geheimnis belastet. Foto: Bjarke Johanson

Deutsches Schauspielhaus
21.3.17, 20.30 Uhr

(21.3.) Film, Everybody’s Cage, Abaton, 20 Uhr

Get out of whatever cage you’re in. Als John Cage, einer der einflussreichsten Komponisten der New Yorker Avantgarde des 20. Jahrhunderts, gefragt wurde, wie er sich selbst in aller Kürze beschreiben wurde, sagte er scherzend: „Get out of whatever cage you’re in.“ In der musikalischen Versuchsanordnung ,Everybody’s Cage‘ werden John Cage und seine Ideen zur Kunst erlebbar, ohne je der Versuchung zu erliegen, sein Werk zu erklären.

Francesco Tristano, ein Musiker der sich zwischen Klassik und Pop bewegt, führt durch den Film. Er trifft in Bruce Brubaker die Koryphäe der US-Avantgarde oder experimentiert mit dem deutschen Techno-Trio Brand Brauer Frick. Das minutiös geplante Projekt einer Filmproduktion kommt schließlich dann John Cage am nächsten, wenn es sich treiben lässt, und den wichtigsten Protagonisten per Zufall trifft: Den New Yorker Taxifahrer Liaqat Khan, der den Namen ‚Cage‘ noch nie gehört hat, sich aber ganz sicher ist, dass im Zentrum der Meditation der Klang des Universums auf ihn wartet.

Am 21. März findet im Abaton die Premiere in Anwesenheit der Regisseurin Sandra Trostel statt.

Foto: Sandra Trostel

Abaton
21.3.17, 20 Uhr

(22.3.) Musik, Judith Holofernes, Mojo Club, 20 Uhr

Drei Jahre nach der Veröffentlichung ihres ersten Solo-Albums meldet sich Judith Holofernes, ehemals Frontfrau der Band Wir sind Helden, mit ihrem neuen Album „Ich bin das Chaos“  zurück. Eine Handvoll melancholischer Stücke bilden den Kern einer ansonsten hellen Platte. Sie sähe das Album in „hellen Farben, die vor dunklem Hintergrund erst richtig leuchten“, sagt Holofernes. Die meisten der elf Songs –allesamt wieder mit deutschen Texten– schrieb die Berlinerin mit dem färöischen, englischsprachigen Songwriter Teitur. Produziert hat erstmals Pola Roy, Holofernes Ehemann und Heldendrummer. Zeit für alte Helden? Vielleicht. Am Mittwoch hättet ihr die  Gelegenheit dafür. / Foto: Marco Sensche

Mojo Club
22.3.17, 20 Uhr

(20.3.) Musik, Thundercat, Mojo, 19 Uhr

Seine einzige Deutschlandshow beim Überjazz Festival 2016 wurde euphorisch gefeiert. Im März 2017 kommt Thundercat nun mit seinem Trio in den Mojo Club.

Der Bassist, Singer-Songwriter und Produzent ist langjähriges Mitglied der Familie des in Los Angeles beheimateten Brainfeeder Labels um Flying Lotus. Das Jahr 2016 dürfte einen vorläufigen Höhepunkt in Thundercats Karriere markieren, denn er erhielt für seinen Beitrag zu „These Walls“ auf Kendrick Lamars Opus „To Pimp A Butterfly“ seinen ersten Grammy, spielte beim sensationellen brainfeeder Showcase neben Flying Lotus, George Clinton & Parliament, Funkadelic, Shabazz Palaces und the Gaslamp Killer in der traditionsreichen Hollywood Bowl und veröffentlichte seine gefeierte Single „Bus In These Streets“. Klingt gut? Ja. Im Mojo könnt ihr euch live davon überzeugen.

Mojo
20.03.17, 19 Uhr

(24.3.) Musik, Fritz Kalkbrenner, Sporthalle, 20 Uhr

Techno trifft Stimme. Dass gute DJs so richtig groß rauskommen, ist selten, allein weil der Markt weiter dominiert wird von mittelguten Produzenten, die unkreative Abfolgen und Mischungen von elektronischen Klängen für die Masse verbreiten. Da hilft ein bekannter Name wie „Kalkbrenner“ ungemein beim Karrierestart. Seit dem Hit „Sky And Sand“ (2008), den Fritz zusammen mit seinem Bruder Paul veröffentlichte, ist er dick im Geschäft. Der Berliner legt nicht nur exquisiten Techno auf, er lässt einen auch noch teilhaben an seinen Gesangskünsten. / NH

Sporthalle
24.3.17, 20 Uhr

(20.3.) Musik, OK KID, Große Freiheit 36, 21 Uhr

Bleibende Relevanz. „Ich seh nur gute Menschen, alle lieben Kinder, alle gehen Blutspenden und das letzte, was man hier noch vermisst, ist die Antwort auf die Frage, warum alles bleibt wie’s ist“: OK KID haben die Nase voll von diesen Gutmenschen, von Ökomuttis und Gerechtigkeitsfanatikern. Mit ihrer neuen Platte „Zwei“ knüpfen die drei Jungs aus Köln ganz locker an die musikalische, vor allem aber an die textliche Relevanz ihres Debuts an, erzählen zu starken Beats von echten Alltagsleiden, tiefem Herzschmerz oder einfach dem Lieblingsalkohol Bombay Saphire. / NH / Foto: stefan braunbarth

Große Freiheit 36
20.3..17, 21 Uhr

(20.3.) Musik, July Talk, Knust, 21 Uhr

Zuckerbrot & Peitsche. Wenn Peter Dreimanis’ Stimme auf die von Leah Fay trifft, ist das, als pralle ein 8.000er auf einen Ameisenhügel – ohne dass der dicke Brocken auch nur ein Sandkorn vom Häufchen schiebt. Das gewaltige Bariton und das Elfenorgan werden vielmehr eins, liegen aufeinander, umgarnen sich. Sie sind die Basis von July Talk, der Band von Dreimanis und Fay. In ihrer Heimat Kanada kommen längst Zehntausende, um dieses Gesangsspiel und die dazugehörigen rumpelnden Gitarren zu bestaunen. Im kleinen bis mittelgroßen Club ist das alles natürlich nicht weniger faszinierend. / EBH

Knust
20.3.17, 21 Uhr