(16.4.) Musik, The Wombats, Docks, 20 Uhr

Mitte der Nullerjahre spuckte der britische Indie-Kosmos eine heiße Indie-Kartoffel nach der anderen aus. Hypes, Hypes, Hypes! Der Markt schwappte nahezu über an neuen, ach so genialen Bands. Nicht viele halten sich bis heute. Eine von ihnen: The Wombats. Die Liverpooler Wuschelköpfe haben sich und ihren zügigen Gitarrenrocksound am Leben gehalten, sind nie langweilig geworden. Mehr als zehn Jahre nach dem eigentlichen Durchbruch brechen sie irgendwie immer noch. Der britische NME schrieb kürzlich gar, The Wombats wären nun größer als je zuvor.

/ EBH

Docks
16.4.18, 20 Uhr

(16.4.) Sonstiges, Bierquiz, Galopper des Jahres, 20 Uhr

Das selbst attestierte Wissen in Sachen alternativer Braukunst ist natürlich grenzenlos groß. Wirklich bierschlau ist allerdings erst, wer das Bierquiz im Galopper des Jahres besteht. In Teams von bis zu vier Personen kann hier in drei Runden à zehn Fragen ordentlich aufgetrumpft werden – oder auch nicht. Moderiert wird die Gerstensaftsause von Boris Georgiev, dem Brauer, Biersommelier und Chefredakteur des „Craftbeer“-Magazins. Eintritt ist frei. Freibier winkt als Gewinn.

/ EBH / Foto: Santiago Salazar

Galopper des Jahres
16.4.18, 20 Uhr (bis 19.30 Uhr da sein)

KRASS. Das Kultur Crash Festival 2017

 In diesem Jahr steht im thematischen Mittelpunkt des Festivals die globale Aggression, Terror und populistische Zuspitzungen

Zehn Tage lang zeigt ein Genre-Übergreifendes Programm die unterschiedlichen Perspektiven der Gewalt, die unsere gesellschaftliche Entwicklung momentan dominiert.

Eine beispielhafte Produktion ist „Portrait Eyplosiv“ von Festivalleiter Branko Šimić. Eine blonde Frau wird im öffentlichen Raum von einem arabisch aussehenden Mann angegriffen. Sie erzählt ihre wahre Geschichte, woraus Šimić mehrere Versionen entwickelt, denn ihm geht es nicht nur um Gewalteskalation, sondern auch um Deutungsmacht der Medien, um Fake-News und den post-faktischen Umgang mit der Wahrheit.

In „Ich.Du.Wir:Supahelden“ (Beitragsfoto) beschäftigt sich die Regisseurin Mable Preach mit den unterschiedlichenFormen von Rassismus, indem sie Erwartungshaltungen und Klischees entlarvt

In Kooperation mit dem YoungStar Fest bietet das Festival ein interaktives Jugendprogramm sowie ein umfangreiches internationales Musikprogramm. / HED

TICKETS: Beim gleichzeitigen Kauf von Vollpreiskarten für mindestens zwei Vorstellungen 20 Prozent Ermäßigung und ab drei Vorstellungen 30 Prozent.

Kampnagel
20.–30.4.17

 

(16.4.) Film, „Plutôt mourir que mourir“, Warburg-Haus, 20 Uhr

Über dem Versuch, die ideologischen Grundlagen des Ersten Weltkrieges zu begreifen, verlor Kunsthistoriker Aby Warburg den Verstand. „Flexibles Flimmern“ bringt ihn uns im Warburg-Haus mit Natasha Nisics Dokumentarfilm „Plutôt mourir que mourir“ näher, in dem sie eine Halluzination Warburgs mit den Aufzeichnungen seines Psychiaters verwebt. Im Anschluss an die Vorführung ist ein Gespräch mit der Regisseurin geplant. Anmeldung unter reservierungen@flexiblesflimmern.de erforderlich.

/ SH /  Foto: Second Vague Productions

Warburg-Haus
16.4.18, 20 Uhr

Jannes Woche 17 16: Deutschtürken

Schwierig, schwierig. Bei allem Unverständnis über dieses knappe und sicherlich auch noch ein paar Tage umstrittene Wahlergebnis und bei allem negativen Respekt gegen das türkische Staatsoberhaupt:

Ich möchte nicht, dass die Türken, die in Deutschland leben und mit Ja gestimmt haben, aufgefordert werden, das Land zu verlassen. Denn eine Demokratie bestraft im Gegensatz zu einer Autokratie niemanden für seine politischen Ansichten.

 Fragen möchte ich aber trotzdem: Aus welchem Grund lebt ihr in Deutschland und nicht in der Türkei?

Meine Vermutung und auch die von dem von mir zitierten Freund und zum Glück freiem Journalisten Sebastian Dalkowski (Rheinische Post / FAS / Süddeutsche Zeitung / Welt/ taz): Es spricht zu viel für Deutschland und zu wenig für die (jetzige) Türkei.

Eine verrückte Situation irgendwie. Ich hatte in jeder Schulklasse, im FSJ, in jedem Verlag und auch jetzt bei den clubkindern Deutschtürken als Freunde, Partner und/oder Kameraden. Ich liebe mindestens zehn Dönerläden in meinen Teilen Hamburgs, das neue bona’me, das Hamam, Fatih Akin, ach so viel an einem meiner Lieblingsländer.

Dieses Wahlergebnis muss ich trotzdem erst verstehen lernen.

Wir lesen uns Montag wieder, 

Jannes

Foto: Julia Schwendner


Who the fuck is… Jannes Vahl*?

Jannes Kolumne SZENE HAMBURGVision von und für Hamburg 
Kein Schwarz und Weiß, Kreativität Tag und Nacht, Natur grün und blau. 
 Rezept zum Runterkommen bei zu hohem Lebenstempo 
Meditation. Basketball. Radfahren. 
Karma-Cocktail für ein korrektes Leben 
Rumcola. Und jeden Tag versuchen, ein besserer Mensch zu sein.  ?

*Jannes Vahl ist Clubkinder-Gründer und Inhaber der Agentur Polycore. Und gibt jede Woche bei uns seine persönliche Sicht auf seine Woche. 

(15.4.) Musik, Männergesangsverein – KiezKlassik, Kukuun, 20 Uhr

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Ein bisschen schräg, humorvoll, hochprofessionell und auf jeden Fall maximal unterhaltend −
so präsentiert sich der ungewöhnliche Männergesangsvereins Walhalla zum Seidelwirt.
Fünf Sänger haben Ende 2014 das internationale Ensemble gegründet. Die fünf Herren
Philipp Mayer, Berk Altan, Julian Twarowski, Lawrence Halksworth, Valentin Bezencon
kommen aus der Türkei, Polen, England, Österreich und der Schweiz. Alle sind Absolventen der renommierten Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.

Ihre musikalische Mission: mit A-cappella-Melodien die Herzen des Publikums erobern, es
berühren, zum Lachen bringen. Emotionen wachkitzeln und 90 Minuten gemeinsam mit
herrlichen Melodien unterhalten. Das garantiert ihr Konzert- und Showprogramm aus
klassischer Musik, amerikanischen Songs und kunstvoll arrangierter Volksmusik ihrer jeweiligen
Heimatländer.

Das Publikum braucht also keine drögen Minnesänger von gestern zu erwarten, sondern mutige
Stimmakrobaten des 21. Jahrhundert. Auf dem Programm stehen viele SongÜberraschungen, unter anderem Stücke von Max Reger, Hanns Eisler sowie türkische, russiche und deutsche Volkslieder.

/ Foto: Raphael Fischer-Dieskau

Kukuun
15.4.18, 20 Uhr / Tickets gibt es hier. Mehr Infos auf www.wzums.com

Bosse Engtanz Open Air mit Special Guests

Bosse lädt am 26. August 2017 zum Engtanz Open Air. Und Boy und Mighty Oaks sind als Special Guests dabei

Bosse

Im letzten Jahr ging es ab für Bosse. Die „Engtanz“-Tour entwickelte sich zur bis dato größten Hallentour des Künstlers und wird 2017 fortgesetzt. Am 26. August kommt es auf der Trabrennbahn in Hamburg- Bahrenfeld zum krönenden Abschluss-Heimspiel.

Bosse Engtanz -Open Air

LiLaLaune-Event: der Hamburger Kultursommer auf der Trabrennbahn. Foto: Pablo Heimplatz.

Ein Open Air mit tollen Gästen:  Boy und Mighty Oaks zwei ganz besondere „Special Guests“. Boy waren bereits 2011 als Support der gesamten Wartesaal-Tour mit Bosse unterwegs, Mighty Oaks wiederum bei fünf unvergesslichen Terminen der Kraniche-Tour 2013.

Tickets für Bosse am 26. August 2017 sind zum Preis von 35 Euro (zzgl. Gebühren) unter der Hotline 01806 – 853 653 (0,20 €/Min. aus dem deutschen Festnetz/Mobilfunk max. 0,60 €/Min., Mo.-Fr. 10 bis 18 Uhr) und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. / Beitragsbild: Christian Glatthor Rocketchris Photography

Samstag, 26. August 2017 / Hamburg – Trabrennbahn Bahrenfeld / Einlass: 16 Uhr / Beginn: 18 Uhr  / www.hamburger-kultursommer.de

 

(15.4.) Theater, Ballet Revolución, Mehr! Theater, 20 Uhr

Nach vier ausverkauften Tourneen kommt Ballet Revolución mit einer neuen Show zurück nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Mit aktuellen Hits von Justin Timberlake, Enrique Iglesias, Justin Bieber, Coldplay, Adele, George Michael und Calvin Harris, neuen Choreografien und aufregenden Kostümdesigns vom Maestro des Glams Jorge González ist die Tanzsensation aus Kuba im April in Hamburg zu erleben. Die Show ist für ihren Mashup aus Ballett, Street- und Contemporary Dance bekannt und ist ein Beweis dafür, dass mit der fortschreitenden Öffnung des Inselstaates auch der künstlerische Austausch zwischen Kuba und dem Rest der Welt immer lebhafter wird.

/ Foto: Johan Persson

Mehr! Theater
15.4.18, 20 Uhr

(15.4.) Musik, Staring Girl, Knust, 20 Uhr

Staring Girl spielen heute live im Knust – lest unsere Rezension ihres neuen Albums „In einem Bild“ aus der aktuellen SZENE

„Große Gedanken in alltäglicher Kulisse“, wurden im Vorfeld der neuen Veröffentlichung von Staring Girl versprochen. Tatsächlich entpuppt sich das, was bei vielen anderen Bands zur schnöden Promo-Floskelei gehört, im Fall der Hamburger als pure Wahrheit. Denn so viele schöne und schlaue Dinge halten diese auf „In einem Bild“ fest, etwa die Songzeilen über Verlust: „Manchmal wünscht man sich, dass man vergisst, was man sehr vermisst.“ Dazu gibt es ebenso wohlwollenden Indie-Pop samt Americana-Glasur. „In einem Bild“ passt übrigens auch, weil die Song live und analog auf Tonband aufgenommen wurden.

/ EBH

Knust
15.4.18, 20 Uhr

(14.4.) Musik, Thomas l’Etienne/Samantha Wright Quintett, KunstKate, 20 Uhr

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Wenn der Klarinettist Thomas l’Etienne nicht gerade für Konzerte auf der Welt unterwegs ist und musikalisch zwischen Hamburg, Rio de Janeiro und New Orleans reist, gibt er sein Wissen an jüngere Generationen weiter. 2017 lernte er die Bandleaderin Samantha Wright kennen, deren Ensemble er an der Hochschule für Musik und Theater unterrichtete. Thomas war von Samanthas Talent begeistert. Er wollte mit der jungen Klarinettistin ein gemeinsames Projekt starten. Für beide war klar: Der traditionelle Jazz muss dabei Mittelpunkt stehen. Heute geben Thomas l’Etienne und Samantha Wright in der KunstKate mit ihrem Quintett ein gemeinsames Konzert.

Samatha Wright gehört zwar zu einer neuen Generation von Klarinettistin, trotz ihres Talents für modernen Jazz besitzt aber auch sie ein Gefühl für die Traditionen dieser Musik. Sie studierte am renommierten Birmingham Conservatoire Jazz und wurde schnell zum „name to watch“, wie ein britisches Jazz-Magazin schrieb. Ihr Zusammenspiel mit Thomas l’Etienne ist von viel musikalischer Empathie und gemeinsamer Inspiration geprägt. Zusammen mit den beiden Klarinettisten treten in der KunstKate nicht weniger talentierte Jazzmusiker auf: Der Pianist Jonas Oppermann, Schlagzeuger Leon Saleh und Bassist Oliver Karstens holen rhythmisch und solistisch das Beste aus sich und der gesamten Band.

KunstKate
14.4.18, 20 Uhr