(1.12.) Film, „Coco“, Savoy, 17 Uhr

Neckisches Äffchen? Plappernder Papagei? Nein, der Name des neuesten Pixar-Animations-Coups gehört einer dementen mexikanischen Omi. Deren Enkel Miguel träumt von einer Karriere als Musiker, sein großes Vorbild ist die längst verstorbene Sänger-Legende Ernesto de la Cruz. Beim Versuch, am traditionellen „Dia de los Muertos“ dessen Klampfe aus der Gruft zu entwenden, gerät Miguel ins Reich der Toten, wo recht fidele Skelette darauf warten, einmal im Jahr ihre noch lebenden Angehörigen zu besuchen. Toll animierter Weihnachts-Smasher von Lee Unkrich für die ganze Familie … mit transzendentem Tiefgang und tränendrüsigem Finale.

/ CC

Savoy
1.12.17, 17 Uhr

(30.11.) Theater, „Five Easy Pieces“, Kampnagel, 20 Uhr

Der Schweizer Regisseur Milo Rau ist einer der radikalsten Regisseure Europas. Er ist bekannt für die spektakuläre Inszenierung historischer Gerichtsprozesse in originalgetreu nachgebauten Kulissen. In „Hate Radio“ lässt er den Zuschauer die Völkermord-Propaganda eines ruandischen Senders in einer nachgestellten Radioshow noch einmal nachvollziehen. Das aktuelle Teaterprojekt „Five Easy Pieces“ geht noch einen Schritt weiter, Tabus und Schmerzgrenzen auszutesten.

Darin thematisiert er nicht nur das Leben des belgischen Kindermörders Marc Dutroux, sondern lässt Kinder zwischen 8 und 13 Jahren in fünf Kurzszenen in die Rollen von Polizisten, Opfern und der Eltern eines toten Mädchens schlüpfen. Entstanden ist das Stück in Zusammenarbeit mit dem Genter Produktionshaus Campo, das spezialisiert auf Stücke von Kindern für Erwachsene ist.

/ KAL / Foto: Ted Oonk 

Kampnagel
30.11.17, 20 Uhr (Premiere) /1, 2.12.17, 20 Uhr

BierSZENE mit Daniel Elich – Die Craft-Beer-Trends 2017

Nach dem Rückblick geht’s nun voran. Das sind die Trends 2017 in Sachen Hopfengetränk. Und einer davon lautet: Dosenbier!

Moin Hamburg,

 und frohes Neues! Schon klar, das Jahr ist jetzt bereits ein paar Tage alt, aber für die Craft-Beer-Szene gibt es 2017 tatsächlich viel Neues, Schönes und Leckeres zu berichten.

 BierSZENE 13. Januar.2017

Dosenbier startet ein großes Comeback in Deutschland

„Dosenbier? Wirklich?“, fragt ihr euch jetzt. Ja! Bier aus der Dose hat in Deutschland nicht den besten Ruf. Schließlich findet man Bier in Blechbüchsen bislang vor allem in der Getränke-Billigabteilung von Supermärkten. Dabei bringt die Dose unschlagbare Vorteile gegenüber der Bierflasche mit sich. Nicht nur, dass sie für eine bessere Konservierung der guten Hopfentropfen sorgt – vor allem IPAs kommt das zugute – sie ist auch besser für die Umwelt als schwere Glasflaschen, die durch lange Transportwege euer CO2-Konto belasten. Wer sich fürs neue Jahr also vorgenommen hatte, etwas gegen den Klimawandel zu tun: bitte sehr!

Brauereien wie Beavertown aus London sind übrigens mit dafür verantwortlich, dass Dosenbier gerade wieder salonfähig wird. Mit comichaften Designs, die Superhelden, Zombies und Aliens zeigen, sowie richtig gutem Bier bringt Chefkreativer Logan Plant das Dosenbier unters Volk. Definitiv mein Geheimtipp für 2017.

Um welchen Bierstil man 2017 nicht herum kommt?

Für mich ganz klar: das Sourbeer – in den USA der Bierstil der letzten Jahre. Ähnlich verhält es sich mit Bieren, die einen geringen Alkoholanteil haben, aber trotzdem stark gehopft sind, sogenannte „Session IPA’s“ wie das Neck Oil von Beavertown. Bereits im vergangenen Sommer hat man gemerkt, dass diese Bierstile mehr Anklang bei uns finden. Sollten wir dieses Jahr wieder ein paar warme Sommermonate bekommen, werden diese Stile sicherlich ihren Durchbruch bei uns schaffen.

 BIERSZENE Daniel Elich

Hamburger Bierszene: Newcomer und Bierkenner

Einer der Bier-Newcomer des letzten Jahres ist Nikhil Jani, der Kopf der Circle8Brewery aus Alsterdorf. Beim Winter Beer Day 2016 hat er uns mit seinem Xmas-Ale schwer begeistert. Ich denke, wir dürfen uns in 2017 auf fantastische neue Biere von Nikhil freuen. Seid gespannt!

Außerdem passiert zurzeit einiges am Fischmarkt. Meine ehemaligen Chefs und Gründer des Alten Mädchen, Patrick Rüther und Axel Ohm, planen fürs Frühjahr 2017 ein neues Gastronomiekonzept in den Riverkasematten. Wetten, das hat wieder etwas mit Bier zu tun…

Schön wär’s! Meine Wünsche für 2017.

Am meisten würde ich mich über mehr Vielfalt freuen. „Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Nie war das Sprichwort so richtig wie für die Hamburger Craft-Beer-Szene.

Außerdem hoffe ich auf noch mehr Events zum Thema „Craft“. Ich finde es toll, dass immer mehr Hamburger Wert auf Qualität legen und sich für gute Produkte begeistern lassen. Diese Entwicklung darf 2017 sehr gerne so anhalten.

Prost, auf ein grandioses 2017!

Euer Daniel

 

Fotos: Daniel Elich / Winter Beer Day (oben): Henning Angerer

 

Ihr habt weitere Fragen rund um Bier? Dann immer her damit an bierszene@altes-maedchen.com

 


Szene Hamburg

Daniel Elich (33) Foto: Privat

Who the fuck is…Daniel?

Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen Bieronkel und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!  @bieronkelHH_

 

 

 

 

 

 


Mehr von Daniel

(30.11.) Nachtleben, Stegreif.Orchester, Mojo, 22 Uhr

Aus dem Stegreif, das führt laut Verein Gesellschaft für deutsche Sprache ins 17. Jahrhundert zurück: Schon damals war die Fügung jenseits der wörtlichen Bedeutung aus der Reitersprache als allgemeine Redewendung geläufig. Auf eine so lange Historie kann das Stegreif.Orchester freilich nicht zurückblicken, dennoch schreibt die vielköpfige Formation an diesem Abend Geschichte: In einer ersten ernsthaften Annäherung an die Welt der Electronica trifft es im mit elf Playern ebenfalls vielgesichtig besetzen Kunst- und DJ-Kollektiv Harmonie im Bassgewitter. Auf dem Spielplan: die Weltpremiere einer in eigenen Worten „ersten Techno-Sinfonie“.

Der Flirt der beiden E-Musik-Spielarten verschiedener Couleur hat freilich längst Tradition und ist selbst in Spielstätten von Rang und Namen in regelmäßigen Reihen zu Gast. Doch während diese häufig in präzisen, minutiös getakteten Arrangements glänzen, steht im Mojo die Improvisation im Vordergrund. Dass das freie Spiel der Formation, wohl wie beim Stegreif.Orchester üblich auf einer vorab ausgewählten Sinfonie basierend, in den Live-Sets des MinimalTech einen kongenialen Partner findet, macht dabei gerade den Reiz des Konzerts aus.

/ Friedrich Reip

Mojo
30.11.17, 22 Uhr

Info-Veranstaltungen am International School Campus

Der International School Campus (ISC), die neue Schule für die Metropolregion Hamburg, ist eine Privatschule für alle

Jungen Menschen beste Startchancen mit auf den Weg geben – dieses Ziel setzt sich der International School Campus ISC für die Metropolregion Hamburg in Pinneberg-Thesdorf. Beste Startchancen bezieht sich auf Karriere und Job. Aber nicht nur. Feste Werte, soziale Bindungen und eine Offenheit gegenüber der Welt sind genauso wichtig.

Schulleiterin Mary Wenstrom: „Wir fördern das kritische, innovative und globale Denken von jungen Menschen.“

Dass die Schule bilingual unterrichtet, ergibt sich von selbst. Ohne Englisch geht es nicht. Und von Native Speakers lässt es sich am besten lernen. Wenstrom ist Amerikanerin, Harvard-Absolventin und hat eine Menge Erfahrungen an internationalen Schulen. Am neuen ISC findet sie alle Voraussetzungen, um ihre pädagogische Vision umzusetzen: hochmoderne Ausstattung und Räume sowie ein bestens ausgebildetes Team, das auf projekt- und erfahrungsbasiertes Lernen spezialisiert sind.

Schulgebäude 1

Pro Klasse sind es etwa 20 Schüler, die immer von zwei Lehrern gemeinsam unterrichtet werden – einem englisch- und einem deutschsprachigen. Am Nachmittag werden in Sport-, Kunst- oder Musikangeboten Talente entdeckt und gefördert. Auch in den Ferien läuft Programm.

Der ISC versteht sich als Privatschule für alle und ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule für Schüler aus Hamburg und Schleswig-Holstein. Das ISC-Internat für nationale und internationale Schüler startet im kommenden Schuljahr. Für Schüler, die keine ganz kurzen Wege zum ISC haben, ist ein Bus-Shuttle-Service in Planung.

 

Interessierte können sich vor Ort informieren. Termine der nächsten Infoveranstaltungen am ISC sind

  • Dienstag, 17.01.2017 um 14:30 Uhr
  • Freitag, 20.01.2017 9:00 – 16:00 Uhr (TAG DER OFFENEN TÜR)
  • Dienstag, 31.01.2017 um 18:00 Uhr
  • Freitag, 03.02.2017 um 16:30 Uhr
  • Montag, 20.02.2017 um 18:00 Uhr
  • Donnerstag, 02.03.2017 um 18:00 Uhr

(30.11.) Nachtleben, 6. Gala der HipHop Academy Hamburg, Kampnagel, 19 Uhr

Rap, Beatbox, Breakdance, Producing: Alles, was das Genre HipHop ausmacht, kommt an drei Abenden auf die große Bühne. Junge Nachwuchstalente und gestandene Profis beweisen bei der 6. Gala der HipHop Academy Hamburg gemeinsam ihr Können in der K6 auf Kampnagel. Nach wochenlanger harter Arbeit ist es der krönende Jahresabschluss für die Künstler und ein atemberaubendes Erlebnis für alle Zuschauer.

/ Foto: Sascha Niethammer

K6, Kampnagel
30.11.-2.12.17, jeweils 19 Uhr 

(30.11.) Musik, Billy Bragg, Fabrik, 20 Uhr

Er war ein Kämpfer, er ist ein Kämpfer, er bleibt, wohl für immer, ein Kämpfer: Billy Bragg. Wofür der britische Sänger und Songschreiber mit den Punkwurzeln seit mehr als 30 Jahren einsteht, wenn er auf die Bühne steigt: Gerechtigkeit, Gemeinschaftlichkeit, Liebe. In den 80ern als Chef-Wetterer gegen Margaret Thatcher unterwegs, hat Bragg nun vor allem die aufstrebenden Populisten auf dem Kieker.

/ EBH

Fabrik
30.11.17, 20 Uhr

Jannes Woche 17 02: Achtsamkeit

Hamburger, seid achtsam! Respekt ist das, was zählt. Jannes Vahls Woche 2 im neuen Jahr

Für einige Gastronomen, Taxifahrer oder Feuerwehrleute begann das Jahr um Mitternacht an Silvester. Einige Hamburger haben vergangenen Montag wieder angefangen zu arbeiten. Andere haben heute ihren ersten Tag nach einem langen Weihnachtsurlaub – zumindest sah das heute Morgen auf den Straßen und in den Gefährten des HVV so aus.

Traditionell auch noch Zeit der guten Vorsätze, der Fitnessstudios, des freiwilligen Alkoholentzugs auf Zeit und der guten Wünsche: Ich wünsche mir einfach nur, dass die Menschen – gerade in Großstädten – etwas achtsamer werden. Also mehr für ihre Mitmenschen als für ihre Taschencomputer. Aufstehen, wenn eine ältere oder gebrechliche Person den Bus oder die Bahn betritt. Mitbürger beim Bäcker vorlassen, die es offensichtlich aus wichtigen Gründen eilig haben. Oder über Leute lächeln, die schlecht gelaunt zu einer Bahn rennen, von der die nächste in vier Minuten kommt. Sich über kleine oder schöne Dinge freuen.

Oder einfach nur mal so jemanden an- oder lächeln. Das tolle daran ist nämlich auch, dass das beiden den Tag ein wenig schöner macht.

Was ich auch empfehlen kann: Meditation, die den Blick auf Achtsamkeit schärft. Kann man beim Yoga, in speziellen Übungen wo auch immer oder beispielsweise im buddhistischen Zentrum in der Thadenstraße machen. Die Übungen gehen übrigens auch vom Smartphone aus. Hauptsache, man macht überhaupt etwas.

Wir lesen uns Montag wieder,

Jannes

Foto: Julia Schwendner


Who the fuck is… Jannes Vahl*?

Jannes Kolumne SZENE HAMBURG

Foto: Julia Schwendner

Seine Vision von und für Hamburg 
Kein Schwarz und Weiß, Kreativität Tag und Nacht, Natur grün und blau. 
Sein Rezept zum Runterkommen bei zu hohem Lebenstempo 
Meditation. Basketball. Radfahren. 
Sein Karma-Cocktail für ein korrektes Leben 
Rumcola. Und jeden Tag versuchen, ein besserer Mensch zu sein.  ?

 

*Jannes Vahl ist Clubkinder-Gründer und Inhaber der Agentur Polycore.Und gibt jede Woche bei uns seine persönliche Sicht auf seine Woche.

 


Mehr von Jannes

(30.11.) Kunst, Ausstellung: Künstlerbücher. Die Sammlung, Hamburger Kunsthalle, 19 Uhr

Erstmals stellt die Kunsthalle die interessantesten Künstler- und Fotobücher aus ihrer umfassenden Sammlung aus: Bücher von Beuys, John Cage oder Dieter Roth (Abb.: Kinderbuch, 1976) ebenso wie von jungen Künstlern wie Yto Barrada, die für eine Renaissance des Künstlerbuchs sorgen. Ergänzt werden die Arbeiten von Werken, die größtenteils von Konzeptkünstlern wie Soll Le-Witt, Ed Ruscha oder Richard Long, die zeigen in welchem Zusammenhang die Publikationen entstanden. Heute wird die Schau eröffnet.

/ SD / Abb.: Dieter Roth

Hamburger Kunsthalle
30.11.17, 19 Uhr

Exklusiver Hamburg-Gig. Islands New Wave-Band Fufanu

Die Isländer können nicht nur Fußball, sondern auch Musik.  Am 25. Januar kommen Fufanu ins Häkken. Wir verlosen Karten

Die Story. Kaktus Einarsson trifft Guðlaugur (“Gulli”) Einarsson. Sie sind Schüler. Und sie mögen sich, weil sie beide Musik machen. Kaktus steht auf Gullis Geschmack für Techno und Electro. Eine Woche nasch ihrem Zusammentreffen stehen sie gemeinsam im Studio.  „Captain Fufanu“ war geboren.

Nun geht es ein wenig Schlag auf Schlag. Nach einem Monat legen Gulli und Kaktus bereits als DJ’s in Reyjkavik auf. Das Captain streichen sie aus ihrem Namen. Ist knackiger so. Sie arbeiten nur instrumental – ohne Vocals. Es läuft, und niemand geringeres als Damon Albarn wird auf die Jungs aufmerksam. Er lädt Kaktus ein, an „Everyday Robots“ mitzuarbeiten.  Kaktus schreibt erstmals Texte. Gulli  entwickelte in der fernen isländischen Heimat derweil seinen ganz eigenen Sound.

fufanu

Auf Tour mit Verstärkung unterwegs: Fufanu-Frontmann Kaktus (hinten rechts), Gulli (hinten Mitte) und Erling Bang (hinten links). Bisschen rotzig, bisschen cool, so schaut er aus, Islands New Wave-Pop

Die Reunion. Fufanu entschließen sich, das Erbe der 80er aufleben zu lassen. Damals hatte Kaktus Vater, kein geringerer als Sugarcubes Trompeter Einar Benediktsson, Post-Punk aus den UK nach Island gebracht und mit The Fall und Crass einige der Großen über das weite Wasser geholt.

 

Kaktus und Gulli wuchsen mit Platten aus der Post-Punk-Ära auf und so entfaltete sich der Fufanu-Sound:  Post-Punk meets Electro.

Was folgt, sind Auftritte mit Klasse. Das Iceland Airwaves Festival 2014  in Reykjavik. Eine Tour mit den Vaccines. Auftritte mit Damon Albarn in der Royal Albert Hall. Blur im Hyde Park. BÄM.  2015 nahmen sie ein weiteres Mitglied auf: Erling „Elli“ Bang.

Und jetzt, 2017, genauer am 3. Februar, erscheint ihr neues Album. „Sports“ erinnert  mit verstärktem Einsatz von Synthis starker an den New Wave der 80er Jahre. Vergleiche mit Joy Divison sind erlaubt. Vergangenheit trifft Gegenwart. Und vielleicht wird ein Stück Zukunft draus.

Fufanu wird das neue Album in Hamburg im Rahmen eines Showcases präsentieren. Am 25. Januar treten sie im Häkken im Klubhaus St. Pauli auf. Das Konzert ist ausschließlich geladenen Gästen vorbehalten. Wir verlosen 3×2 Karten für diesen exklusiven Gig.  Einfach eine Mail senden mit dem Betreff „Fufanu“ an verlosung@vkfmi.de. Einsendeschluss ist der 13.01.2017

fufanu-sports

 

Erscheint am 3. Februar: „Sports“