(26.1.) Nachtleben, Bucovina Club, Mojo, 23 Uhr

„Die Bukowina (deutsch auch Buchenland; rumänisch Bucovina) ist eine historische Landschaft im Grenzraum zwischen Mittel-, Südost- und Osteuropa.“ Danke, Wikipedia! Die Bucovina in Hamburg ist hingegen schon lange eine feste Größe im Hamburger Nachtleben und mit ihren tanzbaren Balkanbeats weit entfernt von Langeweile. Danke, Shantel! Auch im neuen Jahr laden Club und Zeremonienmeister zu einer exzessiven Nacht an der Reeperbahn – bis sich alle überglücklich (und betrunken) in den Armen liegen.

/ OMA / Foto: Matthias Hombauer

Mojo Club
26.1.18, 23 Uhr

(26.1.) Nachtleben, KUF Record Release, Häkken, 20 Uhr

Tricky Tanzmusik im Schulterschluss von cleverem Köpfchen und Bauchkribbeln: Das Berliner Trio von KUF verschraubt in seinen futuristischen Produktionen verfremdete Vocal-Samples mit Breakbeat-Drumming, sattem Moog und jazzig bouncendem Bass zu einem funky Biest. Jüngster Blütentrieb dieser Idee ist der Longplayer „Universe“, auf dessen Veröffentlichung an diesem Abend im Häkken angestoßen und angespielt wird und das sich sicher gerade live zu voller Pracht aufplustern wird.

/ FR

Häkken
26.1.18, 20 Uhr

Hamburger Club Award – Das sind die Gewinner

Jetzt ist es amtlich und die besten Clubs dieser Stadt gekürt. Der Hamburger Club des Jahres ist der resonanzraum

Club hoechster Innovationsgrad

Keiner der anderen Clubs konnte dem resonanzraum diesen Preis streitig machen. Denn keiner legte im vergangenen Jahr ein innovativeres Programm hin als der Raum im Feldstraßenbunker, so die Jury. Die Kombination aus klassischem Konzertsaal und Clubelementen bietet vollkommen neue Perspektiven. Kampf den Schubladen eben. Von Werkstätten über Philosophie-Gespräche zu Elektronik-Reihen ist hier ein Raum der Resonanz entstanden, in dem 2016 über 80 Konzerte stattfanden.

Der Publikumspreis ging an den Club-Frischling in der Szene: An das neu gegründete Moloch in der Hafencity. Das Moloch lockt mit seinem Musikprogramm nicht nur nachts und Indoor, sondern gerne auch mal tagsüber unter freiem Himmel tanzwillige Menschen auf neues Terrain. Das scheint anzukommen.  Insgesamt nahmen rund  6400 Hamburger am Online-Voting für ihren Lieblingsclub teil.

Und das sind die weiteren Gewinner

Club des Jahres mit der stärksten Hamburger Newcomerförderung: Astra Stube,

Seit Dezember 2015 ist die Astra Stube ein Förderverein, der im Kern 15 Leute umfasst, die sich um Tresen, Booking, Tontechnik und Durchführung kümmern. Dieses neue Konzept war die Chance, die Astra Stube zu erhalten. Der Grund für das Mitwirken ist Leidenschaft für und Lust an Musik- und Mikrokultur, nicht Geld.

Konzert des Jahres: Knust, 40 JAHRE KNUST – DAS JUBILÄUM  am 05.08.2016  mit Kettcar, Adam Angst, Fortuna Ehrenfled, Liza & Kay sowie dem Hamburger Kneipenchor.

Fremdveranstalter/Clubpromoter: OHA MusicSeit 2013 ist die Hamburger Agentur als Kollektiv aktiv, 2016 veranstalteten sie über 90 OHA! Konzerte und vermittelten mit der hauseigenen Booking-Abteilung vielen Hamburger Live-Künstlern bundesweit Aufritte.

Clubnacht des Jahres: Waagenbau, Sternbrücken[bamˈbuːlə] am 2.07.2016).  „Drinnen, draußen, umsonst“: Unter diesem Motto bewiesen die Clubs der Sternbrücke wieder einmal, dass man zusammen eben mehr erreichen kann. Angesichts der Bedrohung durch die beabsichtigte Brückensanierung haben sich nahezu alle Clubs, Bars sowie verschiedenen Veranstalter zusammengetan, um ein einzigartiges Projekt auf die Beine zu stellen: die „Sternbrücken[bamˈbuːlə]“. 6 Floors, 27 Acts.

Festival des Jahres: Hafenklang, 20 Jahre Hafenklang Festival  am 5.08.2016. Das 20-jährige Bestehen des Clubs wurde gleich zwei Tage lang gefeiert. Hierzu wurde nicht nur im Hafenklang, sondern auch im Uebel und Gefährlich und auf dem Gelände des Schröderstift e.V. ein Programm mit Konzerten und Parties für tagsüber und nachts zusammengestellt. / REM / Fotos: Ulrike Schmidt

 

(26.1.) Musik, Weekend, Knust, 19:45 Uhr

Er feiert sich selbst, als gäbe es kein Morgen mehr. Der gebürtige Gelsenkirchener Rapper „Weekend“ schmiss im Oktober 2017 mit genretypischem Disrespect sein Album „Keiner ist gestorben“ in den Ring der Musik des gesprochenen Wortes. Mit seiner gleichnamigen Tour ist der Ex-Student nach zwei Jahren Pause nun so was von back in business.

Worum es in den Tracks und den dazugehörigen Clips geht? Erst mal um Geld. Dann um die Frage: Wie ordere ich einen Ferrari für mein Musikvideo? Auch die Fanpost von Gott ist ein Thema – also von Weekend an Weekend.

/ CM

Knust
26.1.18, 19:45 Uhr

(26.1.) Musik, The Strypes, Molotow, 20 Uhr

The Strypes werden regelmäßig mit Legenden wie den Rolling Stones, den Beatles und The Who verglichen. Die jungen Wilden aus Irland sind seit ihrem umjubelten Debütalbum „Snapshot“ aus dem Jahr 2013 im großen Stil dabei, den Rock’n’Roll in all seinen Spielarten zu zelebrieren. Mit fetten Gitarren, Hit-tauglichem Songwriting und hitzig-schwitzigen Konzerten eifern sie den Stars eines Genres nach, das den Nachwuchs wirklich gut brauchen kann.

/ MT / Foto: Rob Benson

Molotow
26.1.18, 20 Uhr

(26.1.) Film, Surf Film Nacht: Bunker 77, Zeise Kinos, 22:30 Uhr

Er war eine Mischung aus James Dean und Andy Warhol. Er testete die gefährlichsten Wellen Hawaiis, raste im Cabrio mit Waffe im Gürtel durch Hollywood und entdeckte die fantastischen Wellen von Jeffreys Bay. 500 Frauen verschlang er angeblich pro Jahr – und Unmengen an Drogen. Bunker Spreckels, Millionenerbe und Stiefsohn von Clark Gable, war eine der schillerndsten Figuren der Surfszene. 1977 starb er im Alter von 27 Jahren.

Regisseur Takuji Masuda hat ihn nun porträtiert, er arbeitete zwölf Jahre an dem Film, der unter anderem bei den Filmfestivals in New York, San Sebastian, Sun Valley und Santa Barbara Preise gewann.

/ SH

Zeise Kinos
26.1.18, 22:30 Uhr

(25.1.) Film, „Der Gipfel – Performing G20“, Lichtmeß, 20 Uhr

Mit Dokumentarfilmen wie „Lampedusa auf St. Pauli“ oder „Gefahrengebiete und andere Hamburgensien“ hat sich Rasmus Gerlach als kritisch betrachtender, feinfühliger Dokumentarfilmer in Hamburg einen großen Namen gemacht. Klar, dass er auch G20 filmisch begleitet hat. Im Fokus von „Der Gipfel – Performing G20“ stehen aber nicht die Gewaltexzesse, sondern die großartigen Kunstaktionen wie beispielsweise der „Megafonchor“ oder die „1000 Gestalten“.

/ MAS

Lichtmeß
25.1.18, 20 Uhr / Vorstellung mit Regisseur

(25.1.) Nachtleben, Tom Petty Tribute, Freundlich + Kompetent, 21 Uhr

Ob „I won’t back down“, „Free fallin’ oder „Learning to fly“ – Tom Petty wusste einfach, was er tut. Wer noch einmal zu seinen allergrößten Hits tanzen, singen, schunkeln und springen möchte, sollte sich am Donnerstag auf den Weg ins Freundlich + Kompetent machen, denn seine Songs werden an diesem Abend von aufstrebenden Musikern der Hamburger Szene live zurück ins Leben gerufen. Mit dabei sind unter anderem Teile der Bands Van Deyk und Buddi. Der Eintritt ist frei.

/ IV / Foto: Sam Jones

Freundlich + Kompetent
25.1.18, 21 Uhr

BierSZENE mit Daniel Elich – Die Craft-Beer-Trends 2017

Nach dem Rückblick geht’s nun voran. Das sind die Trends 2017 in Sachen Hopfengetränk. Und einer davon lautet: Dosenbier!

Moin Hamburg,

 und frohes Neues! Schon klar, das Jahr ist jetzt bereits ein paar Tage alt, aber für die Craft-Beer-Szene gibt es 2017 tatsächlich viel Neues, Schönes und Leckeres zu berichten.

 BierSZENE 13. Januar.2017

Dosenbier startet ein großes Comeback in Deutschland

„Dosenbier? Wirklich?“, fragt ihr euch jetzt. Ja! Bier aus der Dose hat in Deutschland nicht den besten Ruf. Schließlich findet man Bier in Blechbüchsen bislang vor allem in der Getränke-Billigabteilung von Supermärkten. Dabei bringt die Dose unschlagbare Vorteile gegenüber der Bierflasche mit sich. Nicht nur, dass sie für eine bessere Konservierung der guten Hopfentropfen sorgt – vor allem IPAs kommt das zugute – sie ist auch besser für die Umwelt als schwere Glasflaschen, die durch lange Transportwege euer CO2-Konto belasten. Wer sich fürs neue Jahr also vorgenommen hatte, etwas gegen den Klimawandel zu tun: bitte sehr!

Brauereien wie Beavertown aus London sind übrigens mit dafür verantwortlich, dass Dosenbier gerade wieder salonfähig wird. Mit comichaften Designs, die Superhelden, Zombies und Aliens zeigen, sowie richtig gutem Bier bringt Chefkreativer Logan Plant das Dosenbier unters Volk. Definitiv mein Geheimtipp für 2017.

Um welchen Bierstil man 2017 nicht herum kommt?

Für mich ganz klar: das Sourbeer – in den USA der Bierstil der letzten Jahre. Ähnlich verhält es sich mit Bieren, die einen geringen Alkoholanteil haben, aber trotzdem stark gehopft sind, sogenannte „Session IPA’s“ wie das Neck Oil von Beavertown. Bereits im vergangenen Sommer hat man gemerkt, dass diese Bierstile mehr Anklang bei uns finden. Sollten wir dieses Jahr wieder ein paar warme Sommermonate bekommen, werden diese Stile sicherlich ihren Durchbruch bei uns schaffen.

 BIERSZENE Daniel Elich

Hamburger Bierszene: Newcomer und Bierkenner

Einer der Bier-Newcomer des letzten Jahres ist Nikhil Jani, der Kopf der Circle8Brewery aus Alsterdorf. Beim Winter Beer Day 2016 hat er uns mit seinem Xmas-Ale schwer begeistert. Ich denke, wir dürfen uns in 2017 auf fantastische neue Biere von Nikhil freuen. Seid gespannt!

Außerdem passiert zurzeit einiges am Fischmarkt. Meine ehemaligen Chefs und Gründer des Alten Mädchen, Patrick Rüther und Axel Ohm, planen fürs Frühjahr 2017 ein neues Gastronomiekonzept in den Riverkasematten. Wetten, das hat wieder etwas mit Bier zu tun…

Schön wär’s! Meine Wünsche für 2017.

Am meisten würde ich mich über mehr Vielfalt freuen. „Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Nie war das Sprichwort so richtig wie für die Hamburger Craft-Beer-Szene.

Außerdem hoffe ich auf noch mehr Events zum Thema „Craft“. Ich finde es toll, dass immer mehr Hamburger Wert auf Qualität legen und sich für gute Produkte begeistern lassen. Diese Entwicklung darf 2017 sehr gerne so anhalten.

Prost, auf ein grandioses 2017!

Euer Daniel

 

Fotos: Daniel Elich / Winter Beer Day (oben): Henning Angerer

 

Ihr habt weitere Fragen rund um Bier? Dann immer her damit an bierszene@altes-maedchen.com

 


Szene Hamburg

Daniel Elich (33) Foto: Privat

Who the fuck is…Daniel?

Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen Bieronkel und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!  @bieronkelHH_

 

 

 

 

 

 


Mehr von Daniel

(25.1.) Film, „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“, Abaton, 19:30 Uhr

Der Zorn verdrängt alle anderen Gefühle, selbst die Trauer. Mildred Hayes (Frances McDormand) will Gerechtigkeit um jeden Preis. Vor sieben Monaten wurde ihre Tochter vergewaltigt und ermordet, vom Täter keine Spur. Die furchtlose, zynische 50-Jährige mietet für 5000 Dollar pro Monat drei riesige Werbetafeln am Ortsausgang und beschuldigt weithin sichtbar Sheriff Bill Willoughby (Woody Harrelson) der Untätigkeit. Ihrer Überzeugung nach foltern die heimischen Cops lieber Schwarze als Verbrechen aufzuklären. Vom ersten Moment an gehört unsere Sympathie der taffen Protagonistin, die mit ihren lakonischen, köstlich vulgären Sprüchen potenzielle Gegner außer Gefecht setzt.

Der britisch-irische Regisseur und Drehbuchautor Martin McDonagh („7 Psychos“) verbindet virtuos bissigen schwarzen Humor mit dem Schrecken griechischer Tragödien. „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ ist weniger ein feministisch opulentes Rache-Epos als die düstere Chronik amerikanisch provinzieller Bigotterie, es erzählt von Gewalt, Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Korruption und einem kaltherzigen Priester.

Bald schon hat die allein erziehende Mildred fast die ganze Stadt gegen sich. Wenn es sein muss, wehrt sie sich tatkräftig, tritt einem Mitschüler ihres Sohnes in die Eier, im Zuge der Gleichberechtigung kriegt das Mädchen daneben auch was ab. Dem uneinsichtigen, fetten Zahnarzt bohrt sie ein Loch in den Daumen und nachts fliegen MolotowCocktails ins Polizei-Revier. Eine Traumrolle für Frances McDormand.

Hass, Schmerz – und ein überraschendes Finale

Der Film explodiert fast vor verhaltener Wut, ist unberechenbar wie seine verzweifelte, skrupellose Anti-Heldin und trotzdem höchst subtil. In dieser packenden, vielschichtigen Charakterstudie führt McDonagh jede Art von Klischee ad absurdum, er spürt den verschiedenen Ursachen von Hass, Schmerz und Einsamkeit feinfühlig nach.

Chief Willoughby ist ein besonnener, kluger Mann, der krebskranke Vater von zwei kleinen Töchtern wird bald sterben. Doch Mildred kennt keine Gnade; selbst dafür hat der Sheriff Verständnis. Genau wie für den gewalttätigen, rassistischen, von Mama gegängelten jungen Officer Dixon (Sam Rockwell), der seinen Zeugen ohne Zögern durch die Fensterscheibe des oberen Stockwerks auf die Straße schleudert. Dixon verabscheut Mildred. Umso überraschender ist das Finale.

/ Anna Grillet

Abaton Kino
25.1.18, 19:30 Uhr (17 + 22 Uhr)