Serie: Hamburger Hafen. Der alte Elbtunnel

Im Mai schauen wir auf und über die Elbe. Und darunter. Wir starten unsere Serie über den Hamburger Hafen mit einem Blick in den Alten Elbtunnel. Zu Besuch bei Tunnelaufseher Jan Waschull

8 Uhr früh. Die ersten Autos werden mit den eisernen Aufzugskörben in den Alten Elbtunnel hinuntergehievt, 24 Meter unter die Erde. Ein leichtes Ruckeln beim Aufprall, das große Holztor öffnet sich und die Auto- und Radfahrer sowie einige Passanten starten in den schummrig beleuchteten Tunnel. Um diese Uhrzeit steckt den meisten Hamburgern noch die Müdigkeit in den Knochen, und – angesichts des anstehenden Arbeitstages – der innere Schweinehund in den Köpfen.

Serie: Hamburger Hafen. Alter Elbtunnel

Morgens um 8 Uhr im Alten Elbtunnel. Foto: Philipp Jung.

Nicht so bei Jan Waschull

Ein langgezogenes „Mooooin Mooin!“, ein kurzer Schnack und ein Grinsen, das die Vorbeifahrenden unmittelbar ansteckt. Der 38-Jährige in der schnieken Uniform ist seit acht Jahren Aufseher im Alten Elbtunnel und er versichert: Ja, er ist wirklich immer mit dieser überschäumenden Begeisterungsfähigkeit bei der Arbeit. Als Tunnelaufseher zu arbeiten, bedeutet für ihn nicht nur Knöpfe zu drücken, Auto- und Radfahrer zu koordinieren und Stundenzettel zu schreiben. Mit der Arbeit in dem denkmalgeschützten Bauwerk ist für den gebürtigen Bergedorfer mit seiner Faszination für altehrwürdige Konstruktionen tatsächlich ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. „Mein Vater hatte früher ein altes Horex-Motorrad von 1952, mit dem sind wir oft durch den Alten Elbtunnel gefahren. Ich saß schon als kleiner Junge im Seitenwagen und habe über dieses Bauwerk gestaunt“, erinnert sich Waschull. „Es beeindruckt mich immer noch. Das ist alles noch wie vor 100 Jahren und einzigartig auf der Welt. Ich bin stolz, dass ich hier arbeiten darf“, schwärmt er.

Alt aber nicht aus der Mode

106 Jahre sind es sogar, um genau zu sein. 1911 ging der Alte Elbtunnel nach vierjähriger Bauzeit in Betrieb. Aufgrund der Expansion im Hafen und der vielen Hafenarbeiter war es damals nötig, eine Möglichkeit zur Elbüberquerung zu finden. Man entschied sich nach Vorbild des Clyde-Tunnels in Glasgow für einen Unterwassertunnel, zu dieser Zeit der erste auf dem europäischen Kontinent. Das aufwendige Bauwerk mit den zwei 426,5 Meter langen Tunnelröhren, die St. Pauli mit der Werftinsel Steinwerder verbinden, galt bei der Eröffnung als technische und architektonische Sensation.

Heute hat der berühmte Unterwassertunnel seine infrastrukturelle Relevanz freilich weitgehend an den Neuen Elbtunnel verloren. Zählte der Alte Elbtunnel in seinen Anfangstagen noch 45.000 Menschen – größtenteils Hafenarbeiter –, die täglich die Flussunterführung passierten, sind es mittlerweile bloß noch 2.000 bis 2.500. Viele von ihnen sind Touristen, die das immer noch beeindruckende Bauwerk einmal erleben wollen – das Eingangsgebäude mit der Kuppel und den antik wirkenden Säulen, die über 130 Stufen hinunter ins Tunnelniveau, von wo aus sich der Blick in die Kuppel öffnet, und die gekachelten Wände in den schmalen Tunnelröhren, die mit maritimen Motiven wie Fischen, Seemuscheln und Aalen verziert sind.

Magnet für Touristen und Hamburger

„Die Touristenzahl ist in den letzten Jahren richtig in die Höhe gegangen“, sagt Jan Waschull. Für den Tunnelaufseher kein Problem, im Gegenteil: „Die Touristen sind immer neugierig, da freut man sich, wenn man mal ein paar Hintergrundinfos geben kann und die Leute dankbar sind. Man lernt viele verschiedene Menschen kennen, es wird eigentlich nie langweilig.“ Zudem ist der Alte Elbtunnel nicht bloß ein touristisches Stück Erinnerungskultur mit verquastem Nostalgiefaktor, sondern weiterhin von Nutzen. „Es ist immer noch die schnellste Möglichkeit, ins Hafengebiet zu kommen. Und wenn der Neue Elbtunnel voll ist, nutzen die Leute den Alten als Alternativroute“, so Waschull.

Alter Elbtunnel

Immer noch eine gern genutzte Alternative, um über die Elbe zu kommen. Foto: Philipp Jung

Waschulls Traum? Hier zu arbeiten!

Lange hat sich der gelernte Maler um den Posten als Tunnelaufseher beworben, auch während seiner Zeit als Lkw-Fahrer – immer ohne Erfolg. „Es war nicht einfach, weil es viele Bewerbungen gab. Irgendwann hatte ich aber Glück. Ich habe mich vorher ordentlich eingelesen und konnte im Bewerbungsgespräch mit Geschichtswissen punkten“, erklärt er. Dabei ist der Beruf alles andere als entspannt. Um 2 Uhr morgens steht Waschull auf, um 4 Uhr bespricht er mit seinen Kollegen beim gemeinsamen Frühstück den Tagesablauf. Um 5.30 Uhr müssen die Aufseher am Tunnel stehen, wenn dieser für die Radfahrer und die Fußgänger geöffnet wird. Bis 13 Uhr stehen sie abwechselnd in 30-Minuten-Schichten mal oben am Eingang bei den Landungsbrücken, mal unten im Tunnelbereich, kontrollieren Tickets, koordinieren die Passanten und evakuieren im Extremfall auch mal den gesamten Tunnel. „Letzte Woche hat jemand Reizgas versprüht. In so einem Fall muss man innerhalb von Minuten alles evakuieren, das ist schon eine Hausleistung“, berichtet der Tunnelaufseher, der seit sechs Jahren auch in leitender Funktion tätig ist.

Bitte bis zur Rente…

Nach 13 Uhr ist für Autofahrer Richtung Steinwerder Schluss. Eine der zwei Röhren ist infolge umfassender Sanierungsmaßnahmen langfristig gesperrt. Dabei wurden marode Stellen entdeckt, die die Bauarbeiten in die Länge und die Kosten in die Höhe treiben. Derzeit ist der Alte Elbtunnel eine Einbahnstraße. Montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr dürfen die Fahrzeuge von St. Pauli in Richtung Steinwerder fahren, von 13 bis 18 Uhr geht es in die entgegengesetzte Richtung. Trotz mancher Strapazen steht für Jan Waschull fest: „Ich will bis zur Rente hier bleiben. Der Alte Elbtunnel hat Charme, Charakter und gehört zu Hamburg. Man kennt hier viele Passanten und die Atmosphäre ist freundschaftlich.“

Mehr über den Alten Elbtunnel unter www.hamburg.de/alter-elbtunnel

Text: Ulrich Thiele / Fotos: Philipp Jung

Ulrich Thiele

Ulrich Thiele

Autor

Ulrich, kurz Uli, ist freier Journalist und Autor. Der Mann macht zwar gerne die Nacht zum Tag, aber frühes Aufstehen ist nur bedingt seine Sache. In diesem Fall aber lohnte sich die Mühe. Den Alten Elbtunnel sieht er jetzt mit anderen Augen

#HHaltung & G20. Interview mit Nikolas Hill

Mit der Initiative Haltung.Hamburg wollen der ehemalige Staatsrat Nikolas Hill (Foto) und der langjährige Stadtvermarkter Thorsten Kausch eine friedliche Antwort auf G20 liefern. Jeder kann mitmachen

SZENE HAMBURG: Was steckt hinter der Initiative?

Nikolas Hill: Alles, was wir in der Vergangenheit als selbstverständlich erlebt haben – wie wir leben, mit all den Freiheiten und Rechten –, wird plötzlich infrage gestellt. Erst die Finanzkrise, dann die Flüchtlingskrise, dann die Entscheidung der Briten zum Brexit und jetzt die Sorge, dass die Franzosen bei der Präsidentenwahl im Mai die Kandidatin des Front National wählen.

Damit wäre die Europäische Union und die Idee dahinter nicht nur in der Krise, sondern könnte daran kaputtgehen. Als in den USA ein eigentlich demokratisch gewählter Präsident plötzlich als Autokrat die Freiheitsrechte seiner Bürger infrage stellte und seit seiner Wahl grundlegende Rechte – zum Beispiel die Pressefreiheit – immer mehr beschneidet, war das für uns der Auslöser zur Gründung von Haltung.Hamburg.

Ist der Zeitpunkt G20 also eher zufällig gewählt?

Das Treffen passt natürlich ganz gut in den Zusammenhang – ein Zeitpunkt, zu dem diese Stadt auf all die Themen und die Protagonisten genauer schauen kann. Andererseits wird auch die Welt auf diese Stadt schauen. Das ist genau die Gelegenheit, ein starkes Signal der Bürgergesellschaft gegen all diese Entwicklungen zu setzen.

Wie stehen Sie persönlich zu dem G20-Treffen?

Ich finde manche Kritik daran sehr nachvollziehbar: Der Aufwand ist unglaublich groß und rechtfertigt nicht das Ergebnis. Ursprünglich hatte Helmut Schmidt als einer der Initiatoren des G7-Formates etwas ganz anderes Sinn: Er wollte einen Rahmen schaffen, in dem die Staatschefs frei von Protokollarischem die Themen der Zeit diskutieren und damit vielleicht auch zu anderen Lösungen kommen können. Das alles ist ja längst passé. Stattdessen werden im Vorfeld über Tausende von Mitarbeitern in den unterschiedlichen Ländern irgendwelche Konsenspapiere erstellt, die dann am Ende zu nichts wirklich führen.

Wenn wir sehen, dass der OSZE-Gipfel im Dezember 2016 ohne gemeinsame Haltung zu irgendeinem Punkt abgeschlossen wurde, ist das völlig unbefriedigend. Dass dann das Format hinterfragt wird, ist logisch. Daraus auf der anderen Seite aber die Schlussfolgerung zu ziehen, G20 sei des Teufels, teile ich nicht. Ich halte es für richtig, dass die Verantwortlichen miteinander reden. Sie wurden gewählt oder beauftragt, die Welt – nach meinem Verständnis zumindest – friedlicher und besser zu machen. Und dazu müssen sie sich auch begegnen.

Können Sie nachvollziehen, dass solche verkappten Autokraten wie Trump die Menschen dazu bringen, auf die Straße zu gehen?

Absolut! Ich bin auch dafür, dass die kritische Haltung ganz unterschiedlich ausgedrückt wird. Das können Demonstrationen sein, aber es lassen sich auch ganz andere Zeichen setzen – sowohl in der analogen als auch in der digitalen Welt. Dafür haben wir diese Plattform entwickelt.

Hamburg kann mehr und ist mehr. Und das sollte die Stadt auch zeigen.

Sie setzen hauptsächlich auf die virtuelle Welt?

Wir wollen in beiden Dimensionen Akzente setzen. Die Initiativen, die mit uns kooperieren, stellen ihre Aktionen ja auch bei uns ein, damit man sich damit in der realen Welt auseinandersetzen kann.

Sie wollen 1 Million Hamburger mobilisieren. Wie sieht das konkret aus?

Über die Plattform im Netz und unsere Aktionen. Wir touren zum Beispiel mit einem Videocube auf „Roadshow“ durch die Bezirke. Bis zum G20-Wochenende wird es 20 Stationen geben, an denen die Hamburger per Videobotschaft ihre Haltung zum Ausdruck bringen und sie auf die Website hochladen oder mit dem Aktions-Hashtag in ihren eigenen Social-Media–Kanälen teilen können. Außerdem werden wir die Fassade des Klubhaus Hamburg am Spielbudenplatz zur Social Wall machen: Unter allen bis dahin auf die Website hochgeladenen #HHaltungen werden ausgewählte auf der Klubhaus-Medienfassade gezeigt.

1 Million ist weitaus mehr als die erwarteten 150.000 Menschen, die auf die Straßen gehen werden. Ist das aber auch vergleichbar laut?

Das ist zumindest unser hehres Ziel: Wir wollen, dass sich die Menschen mit den Themen auseinandersetzen und sich diese Stadt nicht nur als Bühne missbrauchen lässt – sei es nun von den Protagonisten des G20-Gipfels oder von denen, die militant versuchen, ihre – wie ich finde – in der Sache falschen, weil gewalttätigen Positionen zu formulieren. Hamburg kann mehr und ist mehr. Und das sollte die Stadt auch zeigen.

Werden Sie im Juli auch auf die Straße gehen?

Ja.

Wie stehen Sie zu den geplanten Protesten?

Das kann ich gar nicht allgemein sagen, da es ganz unterschiedliche Formen des Protestes gibt – überzeugende auf der einen Seite, aber auf der anderen auch welche, die ich inakzeptabel finde, nämlich alles das, was gewaltbezogen ist. Wir können nicht einerseits diese Autokraten und andere dafür kritisieren, dass sie Menschen in ihren eigenen Ländern unterdrücken, und auf der anderen Seite mit der gleichen Gewalt antworten. Das geht nicht. In einer Demokratie wie unserer ist das auch gar nicht nötig, um sich Gehör zu verschaffen. Wir wollen uns bewusst abgrenzen von denen, die durch Gewalt sichtbar werden wollen.

Wie werden Sie mit #HHaltung sichtbar sein?

Wir wollen ja vor allem auch für die Menschen eine Plattform bieten, die sich – aus welchen Gründen auch immer – sonst nicht so einfach aktivieren lassen. Bei uns können sie niedrigschwellig und unkompliziert ihre Position formulieren. Das bedeutet auch, dass sie sich nicht umfangreich vorbereiten müssen, um ein sichtbares Signal zu setzen. Sie können schlicht durch weiße Kleidung (ein T-Shirt oder ein Hemd) zeigen, dass sie für eine friedliche, aber nicht kritiklose Form der Auseinandersetzung mit Teilnehmern und Themen einstehen. Ohnehin setzen wir auf positive Signale: Wir sind für eine pluralistische, weltoffene, demokratische Gesellschaft. Es fällt leicht, zu sagen, Trump ist doof. Aber wofür bist du eigentlich? Das wollen wir zum Ausdruck bringen und zeigen, dass sich die Menschen mit den Themen und den Protagonisten auseinandersetzen. Es ist wichtig zu wissen: Worüber reden die, worum geht es eigentlich und wie stehe ich dazu?

/ Ilona Lütje / Foto: Ingmar Thies

Mehr Infos unter www.haltung.hamburg

Premiere im Theater Das Zimmer: „Per Anhalter durch die Galaxis“

Der Sinn des Lebens ist „42“! Hamburgs kleinstes Theater spielt den Kult-Streifen „Per Anhalter durch die Galaxis“. Premiere ist am 4. Mai. Regisseur Jan Holtappels erzählt, warum der depressive Roboter ethische Grundsatzfragen aufwirft

Nach eurem letzten Stück „Misery“, steht jetzt ein Science-Fiction-Klassiker auf dem Programm. Setzt ihr vermehrt auf Unterhaltung?

Jan Holtappels: Der Anhalter wird oft unterschätzt und schnell als Komödie abgetan. Doch die Geschichte ist sehr tiefgründig und hat viele philosophische Ansätze, die existentielle Fragen aufwerfen wie „Wenn die Erde zerstört ist, was macht der Mensch ohne Erde?“ oder „Was mache ich hier überhaupt?“ und natürlich die Frage nach dem Sinn des Lebens. Der Kontext ist zwar sehr humorig und leicht, aber inhaltlich ist das schon ein Brocken.

Geschätzt gibt es ja bis zu 40 Rollen und unterschiedliche Welten. Wie setzt ihr das um?

Uns war schnell klar, dass wir die Geschichte niemals eins zu eins umsetzen können. Auf der Suche nach einer Form, die für uns funktioniert, sind wir daran hängengeblieben, dass der Anhalter ganz zuerst ein Hörspiel war.

Deshalb werden bei uns fünf Radiosprecher die Geschichte in einer Livesendung als Hörspiel produzieren. Die Zuschauer werden als Studiogäste dabei zu sehen, wie sich die Sprecher an diesem Stück abarbeiten müssen.

Es entstehen zwei Welten, die Welt des Anhalters und parallel diese Studiosituation, die sich an einem gewissen Punkt vermischen.

Das Hörspiel lief bereits 1978 auf BBC. Warum zeigt ihr gerade jetzt das Stück?

Wir sehen den aktuellen Bezug in der Auseinandersetzung zwischen Mensch und Maschine. In dem Stück gibt es einen depressiven Roboter, was ja ein emotionaler Zustand ist. Wir haben uns viel mit der Frage beschäftigt, ab wann ist es keine Maschine mehr und fängt an, ein Mensch zu sein?

Was ist deine Meinung dazu?

Ich finde, dass der Roboter erst einmal nur so schlau sein kann, wie der Mensch, der ihn entwickelt hat.  Es kann sein, dass der Roboter in seinen Gedankengängen schneller ist und dadurch zeitlich auch eher zu einem Ergebnis kommt, aber er wird seinen Schöpfer, jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt, nicht überrunden. Aber die Wissenschaft entwickelt sich weiter und irgendwann wird sich auch das ändern. Doch ein erschaffendes Wesen, mit einem Ich-Bewusstsein, das selbst Entscheidungen trifft und nicht mehr kontrollierbar ist, wirft viele ethische Grundsatzfragen auf. Ich finde das gefährlich, denn das menschliche Ermessen ist immer noch ein anderes als vom Computer errechnete Ergebnisse.

Aber der Roboter ist depressiv, was emotional und menschlich ist …

Die Gedanken des Roboters im Stück drehen sich meist um seine Depression und er muss das ständig äußern. Das hat was von einer Selbstbestätigung nach dem Motto: Ich bin depressiv, also bin ich emotional, also bin ich ein Mensch. Das kommt dem Menschen schon sehr nah.

Doch der Mensch muss auch die Konsequenzen aus seinem Handeln tragen, woraus sich die nächste Frage ergibt: Kann ein Roboter Verantwortung übernehmen? Ein komplexes Thema, das wir im Stück in unsere alltäglichen Gesellschaftsstrukturen einbauen, die wir überspitzt und humorvoll darstellen, wie Behördengänge.

Und, was ist der Sinn des Lebens?

Der Computer in dem Stück errechnet die Zahl 42 und behauptet, dass sei die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Und natürlich fragen sich alle, was das bedeuten soll? Aber man muss wissen, wie die Frage dazu lautet, dann wird die Antwort Sinn ergeben. Wir haben die Hausnummer 42 und 42 Plätze im Theater. Deshalb war für uns klar, das Stück wird gutgehen.

Theater das Zimmer, 4.5. (Premiere), 10., 14., 19.–20.5.

Mission Musik – Lars Nemeth von Radiotape

Beim Shoppen, im Café oder in der Kneipe, beim Tätowierer: Musik läuft in fast allen öffentlichen Bereichen. Meistens dudelt sie beliebig vor sich hin. Oder nervt. Oder beides. Lars Nemeth will das ändern

Musik war immer da, sie ist der rote Faden in Lars’ Leben. In Oldenburg studierte er Musikwissenschaften, Politik und Anglistik, bevor es ihn vor rund zehn Jahren nach Hamburg trieb. Ein Magisterabschluss in Musikwissenschaften: Eigentlich ist das eine klassische Eintrittskarte ins Taxifahrerbusiness – oder in den Journalismus. „Das Volontariat schwebte über mir. Aber es kam dann anders.“ Er entdeckt das gerade frisch gegründete Webradio ByteFM und steigt ein ins Radio-Geschäft, arbeitet als Redakteur, Moderator, Redaktionsleitung,  wechselt schließlich zu QUU FM und setzte dort unter anderem das Projekt FC St. Pauli FM um. „Radio für den Verein. Das war ein tolles Projekt“, schwärmt er. Das Volontariat verwirft er.

„Ich bin ein „Try and Error“ -Typ. Man muss Dinge einfach machen. Ich habe schnell gemerkt: Wenn man nur da sitzt und wartet, passiert nichts. Dann kommt kein Ball zu dir. Du musst selber spielen.“

Das tut er, intuitiv. Er entwickelt Radioformate und –konzepte; die Nische, die das Webradio gegenüber den Formatradios öffnet, ist seine. Er erkennt und nutzt sie, um sich auszuprobieren und immer wieder neue Musik kennenzulernen und zu platzieren. „Ich selber komme aus der Gitarrenmusik, aber im Studium entdeckte ich die schwarze Musik. Und seitdem  weiß ich: Ein guter Song muss Soul haben. Eine Seele! Und es gibt viel gute Musik da draußen.“

Und die will gehört werden. Auch live. 2012 ruft Lars zusammen mit Björn Köcher die Sofar Sound Hamburg ins Leben, übernimmt die Teamleitung, das Booking und ist verantwortlich für Kooperationen. Ehrenamtlich. Als Lohn winken musikalische Inspiration und der direkte Kontakt mit den Künstlern. Und der Austausch mit anderen Musik-Vernarrten. Denn jeder, der sich um ein Ticket für die Sofar Sounds bewirbt, erfährt erst vor Ort, welche Bands spielen werden. Eine musikalische Wundertüte, auf die man sich einlassen muss.

Musik ist keine Tapete

Der richtige Song zur richtigen Zeit, davon ist Lars überzeugt, kann die Welt ein bisschen besser machen.

Aber in Zeiten von auswechselbaren Playlists verkommt sie zunehmend zum Hintergrundrauschen. Seit fast vier Jahren bastelt er an einer Idee, die das ändern könnte. Wie wäre es, wenn man Geschäften und Dienstleistern mit Kundenverkehr zu guter und vor allem auf den Laden und sein Gäste abgestimmter Musik verhilft? Wenn man diesen ein Alleinstellungsmerkmal bietet, eine musikalische DNS? „Musik ist keine Tapete. Ich will sie ein wenig in den Vordergrund holen, ohne dass sie das Geschehen dominiert.“

Auf der Suche nach der perfekten Playlist

Das war die die Geburt von Radiotape. Zwei Jahre lang sammelte er Musik, selektierte, archivierte und recherchierte einen beachtlichen Fundus an Künstlern. Genreübergreifend. „Punks, Popper, Technoide, das kann alles friedlich zusammen existieren heute. Das mischt sich. Man kann heute alles zusammen spielen.“ Blogs wie White Tapes und Spinnup Germany helfen bei der Recherche, aber die besten Empfehlungen kommen von Freunden und Bekannten. „Es gibt so viel Musik da draußen, man kann einfach nicht alles kennen.“ Zusammen mit seinem Schulfreund Tim entwickelte er parallel eine webbasierte App, feilte an Front- und Backend.

Das Prinzip ist schnell erläutert: Der Kunde erhält eine nicht statische Playlist mit unterschiedlichen Tracks, die je nach Öffnungszeiten, Kundschaft oder Anlass variieren. Selektiert und kuratiert von Radiotape. Sieben Läden in Hamburg, unter anderem das Kaffeekontor in der Schanze oder Hamburg City Ink in Eimsbüttel, und einen in Köln hat das Team bereits auf der Liste.

„Einer meiner Höhepunkte war, als mich ein Wirt ansprach und sagte: ,Ich hätte es nicht gedacht, aber du bist besser als der Algorythmus‘“, lacht er. „Was soll ich sagen: Die Musik, die wir zusammenstellen, hat eben Soul. Eine Seele.“

Und darum geht es doch am Ende. Dass das, was du tust, Herz und Seele hat. 

/ Text: Regine Marxen / Foto: Philipp Jung

Mehr Infos zu Radiotape gibt es unter www.radiotape.de

Exklusiv für euch: Der SZENE HAMBURG Radiotape-Stream. Jetzt online lauschen und freuen unter www.radiotape.de/szene. Nur im Mai!


Lars’ Musik-Empfehlungen zum …

Aufstehen: Deutschlandradio Kultur / Moderator: Dieter Kassel („mein absoluter Favorit“)

Chillen: Sticky Fingers

Feiern: David August

Sex: Rhye

Interview. Mando Diao: „Wir haben uns hinter Arroganz versteckt“

Am 12. Mai veröffentlicht die schwedische Rockband ihr neues Album „Good Times“. Kürzlich haben sie es im Molotow schon mal vorgespielt. Unser Musik-Ressortchef Erik Brandt-Höge hat mit der Band gesprochen

SZENE HAMBURG: Mando Diao, nennt doch mal drei Dinge, die ihr braucht, um eine gute Zeit zu haben.

Björn Dixgård: Tolle Musik.

Patrik Heikinpieti: Platz zum Tanzen.

Jens Siverstedt: Gras.

Klingt ja so mittelwild. Vor zehn Jahren hättet ihr womöglich noch ganz andere Sachen gesagt.

Jens: Ich nicht (lacht).

Björn: Doch, doch. Wir wären rock’n’rolliger gewesen in unseren Antworten. Damals waren wir teils sehr unsicher, haben uns hinter klischeehaftem Gerede versteckt, manchmal auch hinter Arroganz. Wir wollten uns einfach schützen.

Ist Rock’n’Roll für euch heute mehr mit Arbeit und Pflichterfüllung als mit reinem Vergnügen verbunden?

Björn: Gute Frage. Ich finde schon, dass wir immer noch einen rock’n’rolligen Lebensstil haben, auch das Gefühl für die Musik ist über die Jahre gleich geblieben. Was sich aber sicher verändert hat: Mit 25 konnten wir von allem, was mit Rock’n’Roll zu tun hat, einfach nie genug bekommen. Vielleicht auch, weil wir es gar nicht für möglich hielten, mit 30 immer noch Musik zu machen. Wir wollten alles mitnehmen, was wir kriegen konnten. Heute, da wir über 30 sind, wissen wir etwas besser damit umzugehen.

Was ist mit der Bühne? Viele etablierte Musiker sprechen davon, irgendwann geradezu süchtig geworden zu sein nach Applaus. Kennt ihr dieses Gefühl auch?

Björn: Klar! Aber auch das hat sich verändert. Früher war die Bühne für mich noch ein absoluter Ego-Shooter, heute erlebe ich sie eher als angenehmen Stimmungsheber und weniger Ich-bezogen. Eine Art Sucht ist dennoch geblieben. Die Energie, die da oben bei einem ankommt, ist einfach so intensiv und erfüllend, dass ich sie niemals missen möchte.

Mando Diao

Foto: Charli ljung

Noch mal zurück zu den Dingen, die ihr für „Good Times“ braucht. Einen Begriff habe ich da vermisst, nämlich: Zeit. Auch auf dem Album heißt es einmal sehr vergnüglich: „I have time, endless time“.

Jens: Wir haben ja auch Zeit.

Patrik: Und wenn nicht, haben wir in unserer Situation das Privileg, sie uns nehmen zu können.

Björn: Wobei Zeit ja sehr trügerisch sein kann. Weil sie sich immer anders anfühlt, mal länger, mal kürzer. Meine Meinung ist: Man sollte sich in Sachen Zeit nicht unter Druck setzen. Wenn ich zum Beispiel auf einen Rave gehe, stört es mich nicht, wenn ich erst bei Sonnenaufgang nach Hause komme. Andere machen sich da mehr Gedanken, sagen: „Oh, schon so hell, wir waren viel zu lange weg!“ Ich hingegen finde: Na und? Ist doch gut so! Alles richtig gemacht, weil beim Spaßhaben nicht so viel an die Zeit gedacht.

Auch nicht ganz uninteressant: Liest man die Tracklist des Albums einmal chronologisch herunter, steht da: „Good Times“, „Shake“ „Money“. Über Geld müsst ihr euch aber sicher keine Sorgen mehr machen und denkt im Studio nicht zwingend an kommerziellen Erfolg – oder?

Björn: Im Studio machen wir uns tatsächlich so gut wie gar keinen Kopf darüber, wie andere das Album finden könnten. Da machen wir einfach, was wir wollen. Wenn wir aber damit fertig sind, konzentrieren wir uns schon darauf, mit unserer Arbeit auch Erfolg zu haben – deshalb führen wir auch dieses Interview. Wir wollen Werbung für uns und unsere Musik machen.

Und wenn die Werbung hinhaut, die Songs im Radio laufen und ihr sie dort hört: Inwiefern verändert sich da eure Stimmung?

Jens: Ich denke dann immer: Yeah, schon wieder 150 Dollar verdient! (lacht) Nein, natürlich nicht.

Björn: Wir haben da keine narzisstischen Auswüchse. Wenn etwas von uns im Radio läuft und wir es hören, fühlt sich das gut an, allerdings nicht mehr so speziell wie beim ersten Mal, Ende der 90er Jahre. Das war schon krass damals. Irgendwie … einfach cool. Noch etwas, das sich über die Jahre verändert hat (lacht). / Beitragsbild: Charli ljung

Mando Diao Good Times Das Album „Good Times“ erscheint am 12. Mai

Festivals 2017. Part II

Mehr Musik, Theater, Bewegung, Essen, Kunst, Film! Weiter geht’s mit unserer Festival-Übersicht 2017 für Hamburg. Und darüber hinaus…

 

Movimentos

Internationale Künstler treten im Rahmen der Movimentos Festwochen auf.

Aktueller könnte das Thema der 15. Movimentos Festwochen nicht sein. Noch bis zum 21. Mai tanzen internationale Künstler tanzen Künstler aus aller Welt über die Bühnen der Autostadt in Wolfsburg – im Zeichen der Freiheit. Fünf internationale Tanzcompanys – sechs Deutschlandpremieren, Ballett, Flamenco oder eine Arbeit des auch auf Kampnagel gern gesehenen Gast Sidi Larbi Cherkaoui, die sich um 3,5 Tonnen Lehm aufbaut. Ein Ausflug, der sich lohnt.

Autostadt Wolfsburg, Karten gibt es telefonisch unter 0800 – 288 678 238 oder hier

Seit 2000 ist die Summer-Opening Party fester Bestandteil im Park von Entenwerder, hier gibt es Trans-Mukke und Techno-Beats auf zwei Floors.

Entenwerder Elbpark (Rothenburgsort) 14 Uhr

 

Im Alten Land wird auch in diesem Jahr wieder die Blumenkönigin gekrönt und das mit viel Drumherum. Es gibt einige Bühnen und viele unterschiedliche Stände wo selbstgefertigte Ware angeboten wird.

Jork Ortskern, Sa 11, So 10 Uhr

Die ersten Tage des neuen Monats sollte man getrost auf das Couch-gammeln verzichten. Stattdessen lässt es sich gut aushalten im Strand Pauli wo wieder Deep-House und Techno Sets an diesem Wochenende einziehen. Mit Felix Kröcher, Dennis Cruz und Surreal sind einige bekannte Gesichter dabei.

Strand Pauli Hafenstraße 89 ( St. Pauli). Ab 10 Uhr

Hafengeburtstag

Feierei auf und an der Elbe: die NDR Bühne – auf dem Hafengeburtstag 2016 – Foto: Axel Herzig

Der Hamburger Hafen hat ein weiteres Jährchen auf dem Buckel, das wird gebührend zelebriert. Am besten mit dem echt coolen Musikprogramm beim alternativen Hafengeburtstag.

Fr-So 5.–7.5. entlang der Hafenstraße, Hamburger Hafen, 8 Uhr

 

Zur Zeit des Hafengeburtstages feiern die Drag-Queens ihre eigene große Party auf der alle herzlich willkommen sind. Es finden Konzerte und Burlesque Shows statt immer mit viel Glamour und funkelnden Kostümchen.

Fischauktionshalle, Große Elbstraße 9 (Altona- Altstadt), 14 Uhr

 

Vorbei im Juni die Massen nach Scheeßel pilgern, gibt es auch ein kleines beschauliches Festival in dem kleinen Ort in Niedersachsen. Vor allem Musiker aus der Umgebung treten hier auf und tragen zum gemütlichen Heimatabend bei.

Westerveseder Landstraße ( Scheeßel), 15.30 Uhr

 

Funk, Soul, RnB- Hauptsache es geht in die Knochen.

Sommerlich wird es bei den Aktivitäten wie einer Bootsfahrt oder einer Beachparty mit anschließendem BBQ. Wer will da schon in den Süden?

Im Knust, Central Park, Grünspan, Indra und auf der MS Koi, Sa ab 12 Uhr,20 Uhr, 23 Uhr, So ab 14 Uhr

 

Am verlängerten Mai-Wochenende wird es wild in Vechta bei Bremen. EDM und Trap-Musik dröhnen aus den Boxen, sodass kein Fuß still bleibt.

Stoppelmarkt Vechta

Theater der Welt

Nach über 25 Jahren findet sich das Theater-Ereignis wieder in mehreren Spielstätten der Hansestadt ein. Schauspieler aus über 30 Nationen sind zu Gast und stellen die unterschiedlichsten Produktionen von klassisch bis avantgardistisch vor.

An unterschiedlichen Tagen, im Thalia Theater, Kampnagel und Hafen ab 17; 18; 19; 20; 21 Uhr

 

Seit über 30 Jahren feiert Hamburg im Sommer den unabhängigen Kurzfilm. In verschiedenen Kategorien trifft hier die internationale Filmszene zusammen, egal ob professionell oder Amateur, die Hamburger empfangen sie mit offenen Armen.

In unterschiedlichen Kinos 

Festival

Craft Market : Was das Hipster-Herz in Sachen Bier begehrt, hat die Rindermarkhalle in diesen Tagen zu bieten. Mit kleinen Bierpröbchen durch den Tag lässt es sich gut und gerne eine ganz Weile durch die Craft Beer Welt schlendern.

An der Rindermarkthalle, Neuer Kamp 31 (St. Pauli)

 

Das schöne Straßenfest beginnt in diesem Jahr sogar schon ein Stückchen früher..Die Altonale ist ein Kind aus Liebe und mit ganz viel Zuwendung behandelt, deshalb freuen wir uns wenn es wieder losgeht mit Kunst, Musik, Artistik und Tanz.

Große Bergstraße (Altona)

  • STAMP Festival 16.- 18. Juni

Jede Menge Kultur – umsonst und draußen.The Street Art Melting Pot – kurz STAMP bietet einen schrillen Mix aus Urban Art, Straßentheater und Hip Hop.

16.-18. Juni, verschiedene Orte

 

Wer Hamburg sagt, muss auch Fischbrötchen sagen. Zu Ehren des schmackhaften Matjes gibt es auch in diesem Jahr ein Festival in der Fischauktionshalle.

19.06., 18 Uhr, Fischauktionshalle, Große Elbstraße 9 (Altona-Altstadt)

 

Festivals

Lässiges Rasen-Chillen. Foto: Pexels

„Ich hab noch 10 Bänder von Scheeßel um den Arm!“ Alteingesessene wie aber auch Neulinge können sich dieses Jahr wieder auf eine geballte Ladung Rockmukke mit Matsch-Alarm freuen. Die Alt-Herren von Green Day und Linkin Park lassen sich auch blicken.

Scheeßel, 14 Uhr

 

Im Umfeld einen Flughafen lässt es sich schön feiern; eine riesige Fläche dank ausgedehnter Rollfelder und ein ziemlich cooler Ausblick gen Elbe.

Terminal Hamburg

 

Der Kreativvulkan St. Pauli spuckt so einige Künstler aus, manche internationale lassen sich auch gerne hier in der heißen Ecke nieder. Von einigen werden im Millerntor Stadion einige Werke ausgestellt, es wird musiziert und inszeniert.

Millerntorstadion Heiligengeistfeld ( St. Pauli)

 

Über acht Wochen streckt sich das Klassik- Festival was an über 50 Standorten sein zuhause hat. Bis an die Grenzen des nördlichsten Bundeslandes, von Niedersachsen bis Dänemark, wird gefeiert. Im Zentrum steht diesjährig der Mandolinenvirtuose Avi Avital aus Israel.

Hamburg, Schleswig- Holstein, Niedersachsen und Dänemark

 

Das von Oliver Koletzki ins Leben gerufene Label „Stil vor Talent“ hat sich seine Künstler zusammen geklaubt für ein Open- Air was Sommer, Sonne und Deep-House- Sets auf dem Wilhelmsburger Deich verspricht. Wer der Festival verschläft kann sich am nächsten Tag in den Zug setzten und nach Berlin düsen, wo es am darauffolgenden Tag stattfindet.

Reiherstieg Hauptdeich Ecke Alte Schleuse (Wilhelmsburg)

 

Im Sommer gibt’s wieder Freiluftkino im Innenhof des Rathauses Altona: Dann naschen die Cineasten Popcorn unter freiem Himmel und schauen abwechselnd auf die Leinwand oder in die Sterne.

6.7. – 26.8., Rathaus Altona 

 

Umsonst und draußen- gibt es etwas Besseres?   Das Wutzrock Festival steht für den ultimativen Festivalgedanken, ein Event im Freien und das ganze auch null kommerziell. Hier treten Neu-Bands und Hamburger Urgesteine der Punk- und Rockszene auf.

Eichbaumsee, 14 bzw. 18 Uhr

 

Hier wird abgerockt und in Schlammfützen gesprungen, zu dem Sound von Placebo, Biffy Clyro und Billy Talent.

Seeflugzeughafen Cuxhaven/Nordholz, 10 Uhr

Festival

Peace. Was zählt ist die Musik…

Seit zwei Jahrzehnten wird das Duckstein Festival nun bereits ausgerichtet. Früher noch unter dem Namen Fleetfestival bekannt, ist es der Fläche der Insel entwachsen und nun in der HafenCity anzufinden. Hier kann man Straßentheater, Musiksessions und Akrobatik bestaunen.

Osakaallee(HafenCity) Mo bis Do 18, Fr 16, Sa- So 12 Uhr

 

Ein Buntes Treiben in Horn. Das Seidenkleid sollte besser daheim bleiben, denn dank Farbpulver bleibt hier keine Pore frei von rosa, blau oder grün.

Galopprennbahn Horn, Rennbahnstraße 96 (Horn)

 

Am Strand von Prora mehrt sich das künstlerische Beisammensein zum fünften Mal. Die Zehen im Sand, die Sonne die auf den Kopf scheinend und der herrliche Meeresduft. Da lässt es sich schön entspannen aber auch ordentlich abgehen; je nach Musikstil der gerade läuft.

Mukraner Straße 15 Ostseebad Binz – Prora

 

Hier wird aufgelegt bis die Äste wackeln, und zwar feinste elektronische Musik. Zum vierten Mal in Folge wird hier ganz schön Rabatz gemacht und die Umgebung mit buntem Schmuck verziert.

Hamburger Stadtpark, 12 Uhr

 

Eine Schifffahrt die ist lustig, eine Schifffahrt die ist schön! Dabei die Hamburger Skyline hinter und die untergehende Sonne vor sich. Nix für Landratten und Musikmuffel.

Verschiedene Schiffe/ Hamburger Hafen

 

Der indische Brauch ist längst zu einer Riesenhype in ganz Deutschlands geworden. Hier wird mit allen Farben des Regenbogens fröhlich umher geschmissen und zu elektronischen Klängen abgetanzt.

Volkspark Stadion, Sylvesterallee 7 (Bahrenfeld) 12 Uhr

 

Zum sechsten Mal werden hier Punchlines gespittet und HipHop Platten aufgelegt. Mit dabei unteranderem Neuling und Durchstarter Loyle Carner aus England und die Hamburgerin Hayati.

Schlengendeich 12 (Wilhelmsburg) ab 13.30 Uhr

 

Mit Federn beschmückt und pfauenhafter Eleganz tänzelt das Völcken (Oder Vögelchen) durch die Nacht. Unterlegt von elektronischem Vogelgezwitscher kommt der Abend sehr schnell und auch die Nacht-Eulen gesellen sich hinzu.

Alte Schleuse 23 (Wilhelsmburg), 16 Uhr

 

Alles in Butter ! An einem Sonntag im August kann es wohl nichts Schöneres geben als ein Tag im Freien zu verbringen. Bis zum Morgengrauen mit nie enden wollender Musik.

Alte Schleuse 23 (Wilhelmsburg) 14 Uhr

 

Radikal-ästhetisch und poptheoretisch-interessant – so die Beschreibung der Tanz-, Theater-, Musik-Performances vom und im Kampnagel und weiteren Standorten. Hier werden aktuelle Themen der Medienwelt auf besondere Art und Weise gestaltet und vorgestellt.

Jarrestraße 20 (Winterhude) Anfangszeiten zwischen 17 & 20 Uhr

Moderat, Flume, SOHN – das Line-up hat einiges zu bieten in diesem Schnapsjahr. Augen und Ohren offen halten!

Schlengendeich 12 in Wilhelmsburg

 

Metal nach Maß. Hier wird kontrolliert abgerockt und geheadbangt, unter anderem mit Bullet for my Valentine und Megadeth.

Großmarkt, Hamburg

 

Beim St. Pauli Winzerfest präsentieren sechs deutsche Winzer ihre Weine aus eigener Herstellung auf dem Spielbudenplatz. Auch fürs Leibliche Wohl ist gesorgt, mit Speisen und Live-Musik.

Spielbudenplatz , St. Pauli

Bosse in Münster. Foto: Christian Glatthor / Rocketchris Photography

Sommer im Freien mit Kunst und Konzerten, unter anderem an der Trabrennbahn Bahrenfeld. Bislang bestätigte Acts sind Bosse (26.8.) und Deichkind (25.8.).

Trabrennbahn Bahrenfeld

 

Heiße Rhythmen, Trommeln und lecker authentisches Essen. Beim Afrikafestival wird mit viel Liebe der ganze Kontinent repräsentiert.

Große Bergstraße (Altona-Altstadt), Fr 16, Sa 13, So 12 Uhr

 

25 Jahre „Die Sterne“ ! Das wird nicht irgendwo gefeiert, sondern in der Stadt wo alles seinen Anfang hatte. Unterstützung bekommen die Jungs der Hamburger Schule von Madsen, Polyester und weiteren Bands. Am besten packt ihr euren Nachbarn und die nette Verkäuferin von nebenan ein- denn es müssen schließlich alle mit.

2.9., Stade

Festival

Biegsam im Park. Yoga. Wasser. Klang

Ruhe, in sich kehren, den inneren Mittelpunkt finden. Yoga verspricht die vollkommene Zufriedenheit. Am schönsten ist es draußen in der Natur, für einen Städter ein- im wahrsten Sinne des Wortes- schweres Pflaster. Im Botanischen Garten von Hamburg gibt es jedoch die Möglichkeit dem Alltagstrott zu entfliehen. Mit Massagen, Meditationsübungen und einem Markt wird das Herz eines jeden Sonnengrüßerls beglückt.

Planten un Blomen (Neustadt)

 

Mitten in der City, kein Eintritt und Astra in Massen. Das verkaufte Bier finanziert die Bands, die an den Tagen ordentliche Rock-Shows abliefern.

Rathausmarkt ab 10 Uhr

Reeperbahnfestival

Kunst und Musik auf dem Reeperbahn Festival

Wenn es wettertechnisch wieder schlechter wird, gibt es um die Reeperbahn herum nochmal ein paar ganz heiße Termine. In diesem Jahr ist Kanada das Partnerland des Club-Festivals. Eine bunte Mischung aus Jam-Sessions in Plattenläden, Kellerkonzerten, Lesungen und Kunstinstallationen.

20. – 23.9. rund um die Reeperbahn

Beitragsbild: Ulf Duda

Premiere am Altonaer Theater: Sophia, der Tod und ich

Sophia, der Tod und ich basiert auf Thees Uhlmanns Debüt-Roman. Am 30. April feiert das Roadmovie Premiere im Altonaer Theater 

Über seinen Debütroman sagt der Musiker Thees Uhlmann, dass er den wahrscheinlich längsten Monolog über Erdbeermarmelade in der Literaturgeschichte vollbracht habe, und außerdem es geschafft habe, keine Ortsnamen zu verwenden, keine Handys, kein Internet, nur Himmelsrichtungen, und zudem fast keine Marken zu nennen.

Ansonsten geht es in der Geschichte um das Leben, den Tod und die sehr kurzen Zeitfenster der Erkenntnis. Nachdem der Tod an der Tür des Mannes klopfte, um diesen mitzunehmen, entspinnt sich zwischen ihm, dem Mann und seiner Ex-Freundin Sophia eine aberwitzige Diskussion um Himmel und Hölle, die besten Trinksprüche und das depressive Jobprofil des Todes. Als der Mann den Wunsch äußert vor seinem Tod noch Abschied von seinem achtjährigen Sohn zu nehmen, den er seit langem nicht mehr gesehen hat, macht sich das skurrile Trio auf eine merkwürdige Reise. / HED

Mit: Hannelore Droege, Detlef Heydorn, Manuel Klein, Stephan Möller-Titel, Joseph Reichelt, Anjorka Strechel

Beitragsbild: Foto G2 Baraniak

Altonaer Theater, 30.4.17 (Premiere), bis 10.6.17

SZENE testet: Basil & Mars in Hamburg Rotherbaum

Das „Alsterufer 1“ ist als Adresse ja schon mal ’ne Hausnummer, der man erst mal gerecht werden muss. Martin Lohr und Joachim Mars (Betreiber der populären Marsbar in Eppendorf) sind das Wagnis in dem verglasten Neubau eingegangen – und es scheint aufzugehen

Basil & Mars

Tüchtig in der Küche. Foto: Basil & Mars

Wir sitzen in dem großen und hohen Raum etwas abseits an Bistro-Tischen, alle anderen an normalen tiefen Tischen. Aber ein Platz hat echten Highlight-Charakter: der lange Tresen unter Kupferleuchten mit Blick in die offene Küche. Hätten wir das vorher gewusst, wir hätten uns diesen Tisch gewünscht.

Basil & Mars

Tresenplatz in der gehobenen Klasse. Die Bar. Foto: Basil & Mars

Die Preise sind eine ziemliche Ansage, die meisten Hauptgerichte tummeln sich um die 30 Euro. Da scheint die „Chefs Selection“ ein guter Deal zu sein: sechs Gerichte von der Karte als kleinere Portion für 38 Euro. Eine schöne Möglichkeit, die Küche kennenzulernen. Es wird so ziemlich alles aufgetischt, was gerade angesagt ist: unter anderem Asiatisches (Sashimi), Mediterranes (geröstete Garnelen) oder Deutsches (Geschmortes vom Weideochsen). Das klingt vielleicht etwas beliebig, ist aber gut umgesetzt, wie der Abend zeigen wird.

Basil & Mars

Ohlala. Der Blick in die Cocktailkarte lohnt sich. Foto: Basil & Mars

Bis zum ersten Gang dauert es leider mehr als 45 Minuten, danach aber stimmt das Timing. Den Beginn macht ein sehr gut abgeschmecktes Thunfischtatar mit Schnittlauch und zwei leckeren Tupfern: Avocadocreme und Sesam-Mayonnaise mit asiatischem Touch. Der schwächste aller sechs Gänge sind die marinierten Artischocken. Sie sind nachlässig geputzt, daher stellenweise leicht holzig und die lauwarme Vinaigrette ist einfach zu zahm, um aus diesem Gericht noch etwas Aufregenderes zu machen. Die Rote-Bete-Ravioli mit zitroniger Meerrettich-Buttersauce sind schon ein kleiner Schritt nach oben.

Man kann sich zu zweit einen netten Abend machen, allzu tiefgründige Themen dürften es angesichts der Lautstärke aber nicht leicht haben.

Ein richtiger Volltreffer ist dann aber das kross gebratene Wolfsbarschfilet. Mit der leichten Säure einer karamellisierten Limettenscheibe, crunchig gebratenen Bröseln und einem intensiv-fruchtigen Tomatenragout ist das Ganze ein schöner kleiner Ausflug raus aus dem Hamburger Regen in mediterrane Gefilde. Der kräftige „Klosterberg“-Riesling (0,1 Liter 5 Euro) passt gut dazu, insgesamt jeweils vier beziehungsweise fünf offene rote und weiße Weine stehen auf der Karte.

Basil & Mars

Im Wein liegt die Wahrheit. Hier lagert sie…Foto: Basil & Mars

Bei Gang Nr. 5 ist das Kartoffelpüree zu den Entrecôte-Streifen zwar eher unauffällig, dafür ist das Fleisch exzellent. Durch kräftiges, perfekt dosiertes Braten bei hoher Hitze hat sich eine dünne Kruste gebildet, die fast so knusprig wie die eines guten Brathähnchens ist. Der Cheesecake zum Abschluss ist so, wie er sein muss: oben cremig, unten knusprig. Dem dazugehörigen Kirschkompott eine Spur Ingwer zu verpassen, ist eine sehr schöne Idee.

Der Service bleibt (fast zu) locker: „alles Roger?“, lautet die etwas lapidare Frage nach jedem Gang. So lange man sie aber wie hier in den meisten Fällen mit „ja“ beantworten kann, geht das in Ordnung.

Das Publikum scheint dem Preisniveau gewachsen zu sein, Style spielt eine unübersehbare Rolle. Das macht es aber keineswegs unangenehm, so gibt es eben nicht nur auf den Tellern etwas Schönes zu sehen.

Basil & Mars

Nachlässig geputzt und enttäuschend: die Artischocken. 

Man kann sich zu zweit einen netten Abend machen, allzu tiefgründige Themen dürften es angesichts der Lautstärke aber nicht leicht haben. Viel besser eignet sich der Laden für einen schönen Abend mit Freunden. Dafür sind die Voraussetzungen bestens.

 / getestet von Benjamin Cordes / Fotos: Basil & Mars

Basil & Mars: Alsterufer 1 (Rotherbaum), Mo-Fr 9-24, Sa 12-24 Uhr, Telefon 41 35 35 35; www.basilundmars.com

Interview: Y’akoto, die Reisende

Y’akoto, 27, wurde in Hamburg geboren und ist in Ghana aufgewachsen. Im Interview spricht sie über musikalische Einflüsse von Barmbek bis zur Küste Afrikas, und sie erklärt, warum sie mit ihrem Protest-Song „Reception“ nicht im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg auftreten wird

SZENE HAMBURG: Paris, Stockholm, Los Angeles, Dakar – du bist in vielen Städten zu Hause. Welchen Stellenwert hat Hamburg, dein Geburtstort, da aktuell? 

Y’akoto: Einen großen! Hier leben ein Teil meiner Familie und meine Freunde. Da ich gerade mein Album in Deutschland veröffentliche und für Promo unterwegs bin, bin ich auch viel hier und freue mich immer, wenn ich in meine Hamburger Wohnung komme.

Ist Hamburg für dich auch mit Musik am engsten verknüpft? Oder inspiriert dich die afrikanische Küste dann doch mehr als St. Pauli? 

Die Musikszene in Hamburg mit ihren vielen Clubs und Genres, ja allein die Diversität in meinem Stadtteil Barmbek war, ist und bleibt eine Inspirationsquelle für mich. Schon in meiner Schulzeit habe ich Musik in Hamburg gemacht, schreibe, komponiere und produziere hier nach wie vor. Die Musikszene in den afrikanischen Küstenmetropolen hat eine andere Ästhetik und Message. Sie bietet mir deshalb eine zusätzliche Ausdrucksmöglichkeit. Ich bin genauso gerne dort wie in Hamburg.

Wie muss man sich dein musikalisches Arbeiten hier vorstellen?

Das ist unterschiedlich. Bei gutem Wetter liege ich gerne mal lange im Stadtpark herum und lasse die Ideen, die ich dort und während meiner langen Spaziergängen in meiner Barmbeker Ecke bekomme, in mein Songbook einfließen.

Zu Hause am Küchentisch entsteht natürlich auch mal etwas, und gelegentlich bin ich mit meinen Freunden im Studio.

Und wo sind deine Lieblingsauftrittsorte in der Stadt? Ist der Stadtpark, wo du im August spielen wirst, vielleicht nicht nur eine Inspirationsquelle, sondern mit seiner Freilichtbühne auch wie gemacht für dich und deine Konzerte? 

Hamburg bietet einiges! Meine Konzerte im Knust, auf Kampnagel, in der Fabrik und im Mojo habe ich alle sehr genossen, weil es alles tolle Locations sind. Und die Stadtparkbühne ist für mich einfach nur „wow!“. Dort kommt meine Musik tatsächlich sehr gut zur Geltung.

Wird man dich und deinen neuen Protest-Song „Reception“ vielleicht auch schon etwas früher in Hamburg hören? Schließlich steht im Juli der G20-Gipfel in der Stadt an, wäre ja ein guter Zeitpunkt, um Zeilen wie „no time to fake it, we can make it“ zu singen. 

Am Vorabend des Gipfels findet ja ein kostenloses Konzert statt. Ich würde gerne aktiv dabei sein, aber wie soll das gehen? Die G20 der Musik haben den Slot ja einfach mal schön unter sich aufgeteilt: Goldplay, Herbert Grönemeyer, Ellie Goulding, The Chainsmokers …

/ Interview: Erik Brandt-Höge / Foto: Julia Kiecksee

Das Album  „Mermaid Blues“ (Warner) ist im Handel erhältlich  Konzerttermin Hamburg: 19.8.2017, Stadtpark, 19 Uhr. Mehr Infos auch hier

BierSZENE: 5 Angeberfakten zum Tag des Bieres

Am Sonntag ist der Tag des Bieres. Nein, was sage ich, der FEIERTAG des Deutschen Bieres. Für mich als Biersommelier also quasi der wichtigste Tag des Jahres

Am 23. April vor genau 501 Jahren wurde das deutsche Reinheitsgebot proklamiert – und gilt seitdem per Gesetz. Vom Reinheitsgebot kann man halten, was man will, aber: Bier ist immer ein guter Grund zum Feiern.

BierSzene

Bier & Whiskey? Geile Idee. Nicht lang schnacken, machen!

Damit ihr am Sonntag mit Wissen klotzen könnt, gibt’s hier fünf astreine Angeberfakten für euch

  1. In Bier stecken bis zu 2.000 Aromen. Da kann Wein mit seinen schlappen 500 Aromen einpacken – Spirituosen mit 300 bis 400 sowieso. Was so geschmacklich im Bier steckt? Von Kaffee, Schokolade und Lakritz bis hin zu Toast, Heu und Gletschereis-Bonbons, in Sachen Aromavielfalt ist bei Bier (fast) alles drin.
  2. Whisky und Bier sind unzertrennlich. Denn: Die Herstellung beider Getränke ist anfangs identisch – bei beiden wird Getreide vermälzt. (So nennt man den kontrollierten Keimvorgang, bei dem aus Getreide Malz entsteht.) Es gibt Traditionsbetriebe in Schottland, die nur Braumeister anstellen. Nicht zum Bierbrauen, sondern um aus ihnen beste Whiskey-Brennmeister zu machen.

By the way: Schenkt euch mal ein torfiges Porter ein (16–17 Grad warm) und trinkt ein Gläschen Jonny Walker Double Black dazu – naturlement auch bei Zimmertemperatur. Beide schaukeln sich durch ein ähnliches Aromaprofil toll gegenseitig auf. Mega, sag ich euch!

  1. Die belgische Bierkultur wurde 2016 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt – als erste Biernation überhaupt. Begründung: Unser Nachbarland trumpft mit einer enormen Biervielfalt (1.500 Biersorten!), seiner langen Biertradition und einer hochlebendigen Bierkultur mit regionalen Brauereipraktiken, Festen, Vereinigungen und mehr im ganzen Land auf.
  2. Weltweiter Marktführer in Sachen Bier ist: China. Im Reich der Mitte wurden 2012 mehr als 490 Millionen Hektoliter Bier hergestellt. Deutschland schafft es mit seinen 94,6 Millionen Hektolitern nur auf Platz 5 – und selbst von dem hier gebrauten Bier wird über eine Million nach China exportiert.

 

5. Der weltweit renommierteste Bierwettbewerb ist der World Beer Cup . Alle zwei Jahre treffen sich tausende von Brauereien in Boulder, Colorado, und batteln sich in rund 100 Kategorien. 2016 gingen ganze 1.907 Brauereien aus 55 Ländern mit insgesamt 6.596 Bieren  an den Start. Das Motto: „Die Qualität und die Vielfalt von Bieren aus der ganzen Welt beweisen, dass exzellentes Brauhandwerk keine Grenzen kennt.“ Das nenn ich mal echte Völkerverständigung.

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel

Fotos: Henning Angerer (Beitragsbild) /  www.instagram.com/bieronkelhh/


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder. Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen@bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!