(27.7.) Topas – Gerät außer Kontrolle, Schmidtchen, 19 Uhr

Der Name seines Programms „Topas – Gerät außer Kontrolle“ sagt eigentlich alles. Topas kämpft sich durch die großen und kleinen Fragen der Menschheit: Wie funktioniert eine Penisverlängerung? Was gibt es im Swingerclub zu essen? Und wie gefährlich sind Rattan-Möbel wirklich? Ganz nebenbei packt der Stand-Up-Comedian aus, über den Sumpf der Show- und Eventbranche, von Musikalienhändlern und Crossover-Tenören. Sogar die Formel für den garantierten Show-Erfolg verrät er am Ende – die angeblich ganz einfach ist. (HED)

Schmidtchen
Spielbudenplatz
27.7., 19 Uhr

(22.7.) Rock & Wrestling, Hafenklang, 22 Uhr

Es weht ein frischer Wind durch die Wrestlingwelt. Nachdem die amerikanische World Wrestling Entertainment (WWE) – Hulk Hogans ehemals unter WWF firmierende Kampfschmiede – jahrelang die Zügel hat schleifen lassen, steht in neuen Shows wie „NXT“ das Erzählen guter Geschichten wieder auf dem Programm. Genau darauf versteht man sich bei der bissig politisierten „Rock & Wrestling“-Reihe im Hafenklang. Wir sind gespannt, worin die in den vergangenen Jahren abgewickelte Storyline um St. Paulis Esso-Häuser und fieses Spekulantentum in der jüngsten Ausgabe ihre Fortsetzung findet. Mit dem in den sozialen Netz- werken kommunizierten Slogan „Kein Wrestler ist illegal“ scheint die Stoßrichtung vorgegeben. Schrille Kandidaten gibt es wieder zu Genüge, wie Eddy The Iceman, The Green Bastard, Loony Lobster und nicht zuletzt Mathias der Zivildienstleistende(!). Live-Musik kommt unterdessen von der One-Man-Trash’n’Roll-Maschine Leadfoot Tea aus dem schwedischen Malmö und den Hamburger Helden The Beasts. Wer danach noch Luft zum Feiern hat, spaziert in den Goldenen Salon, wo (ohne Erhebung weiteren Entgelts) Siegerehrung und Aftershowparty steigen. Tickets gibt es übrigens ab 6. Juli im Komet auf St. Pauli zu ergattern. Alle anderen Vorverkaufsstellen sind schon ausverkauft. (FR)

Hafenklang
Große Elbstraße
22.7., 22 Uhr

Foto: Frank Egel

(22.7.) Sieben Jahre Grossstatttraum, Uebel & Gefährlich, 20 Uhr

Deutscher HipHop feiert gerade sein absolutes Revival. Da muss vor allem in Hamburg einiges gehen. Seit sieben Jahren ist der Grosstatttraum mittlerweile eine feste Größe in der Hansestadt – zum Gratulieren geben sich die alten Haudegen der Blütezeit die Ehre. Neben den prägenden Charakteren Curse, MC René und den Münchener Veteranen Main Concept steht mit Johnny Rakete ein würdiger Nachfolger auf der Bühne. Anschließend bringen die Betty Ford Boys und DJ Direction den Dancefloor zum Beben. (KF)

Uebel & Gefährlich
Feldstraße
22.7., 20 Uhr

(ab 22.7.) Duckstein Festival, HafenCity, 16 Uhr

Das Duckstein Festival ist eine gute Adresse für Freunde des malzigen Biergeschmacks und der Musik. Der Dar-Es-Salaam-Platz wird zur Bühne für unverstärkte Konzerte. Mit dabei ist das Acoustic-Trio Opportunity (24.7., Foto), drei tolle Stimmen, die Soul, Funk und Blues zelebrieren, ebenso wie Country und Americana. Nahe der Speicherstadt warten Straßentheater, Performances und Luftakrobatik auf seute Deerns un Keerls. Der Eintritt ist frei. (JVW)

HafenCity
Dar-es-Salaam-Platz
22.–31.7., Mo-Do ab 18, Fr ab 16, Sa-So ab 12 Uhr

(21.7.) Rob Lynch, Uebel und Gefährlich, 20 Uhr

„Sing your hearts out loud, tonight we forget our problems and in the morning we can work them out!“, wünscht sich dieser sympathische junge Mann aus London. Rob Lynch ist sein Name und weil er am Donnerstag im Uebel und Gefährlich spielt, können wir dem auch bald nachkommen. Wem das an Leichtigkeit noch nicht reicht, freut sich vielleicht über dieses Schmankerl: Lynch wird seine Musik mit eindringlicher Stimme, klaren Worten und herrlichen Sing-a-Longs nicht etwa in den Tiefen des Bunkers, sondern auf dessen luftigem Dach performen. Jetzt gibt es kein Argument mehr, seiner selbstlosen Einladung, Arm-in-Arm mitzugröhlen, durchzuhalten und weiterzumachen, nicht zu folgen. (AW)

Uebel und Gefährlich
Feldstraße
21.7., 20 Uhr

Foto: Maryam Hassan

(21.7.) Censored Voices, Kino 3001, 19 Uhr

Sommer 1967, Israel gewinnt den Sechstagekrieg. Der heute weltbekannte Schriftsteller Amos Oz wurde auf diesen Triumph hin gebeten, seine Erfahrungen als Soldat niederzuschreiben. Das literarisch bis dahin unbekannte Nachwuchstalent interpretierte den Auftrag auf eigene Weise: In den Kibbuzim des Landes interviewte er nur einen Monat nach Kriegsende Soldaten, die wie er an der Front auf der Seite Israels gekämpft hatten. Er wollte ein ungeschöntes Bild des Krieges erstellen. Das passte den israelischen Befehlshabern nicht. Die Tonbänder wurden fast 50 Jahre lang zensiert. Die jetzt erfolgte Freigabe nutzte Dokumentarfilmerin Mor Loushy. Sie ließ Oz und seine noch lebenden Interviewpartner ihre Stimmen von damals anhören – und filmte deren Reaktionen. „Censored Voices“ bleibt zum Glück ohne Kriegspathos – so, wie es der damals 28-jährige Amos Oz gewollt hat. (MIS)

Kino 3001
Schanzenstrasse 75
21.-24.7., 19 Uhr

(20.7.) Lionel Richie, Freilichtbühne im Stadtpark, 19 Uhr

Die Frage aller Fragen in dieser Freilichtbühnen-Saison: „Hello, is it me you’re looking for?“ Fragensteller ist in diesem Fall natürlich kein Geringerer als Schmusesänger Lionel Richie. Natürlich nicht erst seit diesem Sommer, sondern seit 1983, als der zur Frage passende Song ein weltweiter Hit wurde. Aber egal: Wenn einer Hits frisch halten kann, dann der US-Soulman, der immerhin vier Grammys und einen Oscar sein eigen nennen kann. (EBH)

Freilichtbühne im Stadtpark
Saarlandstraße 71
20.7., 19 Uhr

(19.7.) AnGEDICHTet, Kunstforum der Gedok, 19 Uhr

Literatur und Kunst gehen oft einher. Literatur ist sogar in vielen Fällen Kunst und Kunst aus der Literatur inspiriert. Diese Wechselwirkung zeigt die Ausstellung „AnGEDICHTet“ nun im Kunstforum der Gedok. Neben einer Austellung von vielen Künstlern gibt es Lesungen mit Ellen Sell, Maren Schönfeld oder Anna Würth – und zur Vernissage am Dienstag gesellt sich außerdem Kriztina Gyöpös am Klavier dazu. Diese Dreieinigkeit der Künste ist nur bei der Eröffnung zu erleben, die ganze Ausstellung geht aber bis zum 10. September. (AW)

Kunstforum der GEDOK
Koppel 66
19.7., 19 Uhr

(19.7.) Lesung: Schulhausroman, Literaturhaus Hamburg, 19.30 Uhr

Leseförderung durchs Schreiben: Seit sechs Jahren arbeiten Hamburger SchülerInnen mit bekannten AutorInnen im Klassenraum an eigenen Geschichten. Das soll nicht nur die Kreativität der Teenager wecken und das ein oder andere Erzähltalent aufdecken – selber Geschichten schreiben hilft darüber hinaus der Lesefähigkeit. Die Autoren fungieren als Mentoren, indem sie ihnen schriftstellerische Kniffe und viel Motivation mit auf den Weg geben. Zum Abschluss des Projektes werden die Geschichten vorgelesen – natürlich im Saal des Literaturhauses. Dieses Mal präsentieren die Autoren Till Raether mit der Klasse 8 h der Gyula-Trebitsch-Schule und Jan Christophersen mit der Klasse 8 d der Ida-Ehre-Schule ihre fertigen Schulhausromane vor. (AW)

Literaturhaus
Schwanenwik 38
19.7., 19.30 Uhr

Foto: Gunter Glücklich

(18.7.) Live Punk: Active Minds + Yacøpsæ, Hafenklang, 20.30 Uhr

Seit dreißig Jahren machen sie alles selbst: Active Minds sind ein Brüderduo aus dem englischen Scarborough und spielen mal melodischen, mal brachialen Punk. Die Hamburger Yacøpsæ servieren ebenfalls eine explosive Soundmischung, aber eher zwischen weißer Hai und Bombe mit brennender Zündschnur. So oder so im Hafenklang gibt es am Montag Punk Rock wie er im Buche steht. Und wie immer tagt ab 22 Uhr dann der Punkerstammtisch inklusive obligatorischem Tischtennis-Rundlauf!

Hafenklang
Große Elbstraße 84
18.7., 20.30 Uhr