(7.5.) Shakey Graves, Nochtspeicher, 20 Uhr

Einer für alles

Zigarette, Hut, Gitarre, Fußtrommel. Mehr benötigte Shakey Graves anfänglich nicht, um seinen stampfenden, wüstensandtrockenen und trotzdem wunderbar melodischen Mix aus Folk, Blues und Rock ’n’ Roll vorzutragen. Der Mann aus Austin, Texas, der eigentlich Alejandro Rose-Garcia heißt, brauchte keine Band, keine Loops, nichts, um ziemlich groß aufzuspielen. Mittlerweile ist aus dem musikalischen One-Man-Entertainment ein Trio geworden, das Rose-Garcias Stil fortführt, nun natürlich mit noch wuchtigeren Arrangements. (EBH)

SZENE HAMBURG verlost 2×2 Gästelistenplätze. Schickt einfach eine E-Mail mit Stichwort „Shakey Graves“ bis 5.5. an verlosung@vkfmi.de

Nochtspeicher
Bernhard-Nocht-Straße 65
7.5., 20 Uhr

Foto: Ben Weatherston

(6.5.) „Stay with me“, Gängeviertel (Fabrik), 15 Uhr

„Es war Hoffnung. Der Geist der Solidarität, die Herausforderung, Seite an Seite zu stehen. Dann … Nichts hat sich geändert. Wir zogen uns von der Außenwelt zurück. Jetzt sind wir müde. Ist es möglich, sich an diese Hoffnung noch einmal zu erinnern? Wir müssen irgendwo anfangen …“

Im Frühling/Sommer 2013 sind Hundertausende in Istanbul auf die Straßen gegangen, um gegen die Regierung zu protestieren. Mehrere Menschen starben – getötet von der Staatsgewalt. Jetzt zeigt die Ausstellung „Stay with me“ im Gängeviertel Notizbücher von 85 Künstler*innen, die darin ihre Erinnerungen an die Gezi-Proteste verarbeiten. Der Titel „Stay with me” beschreibe laut Veranstalter „den Moment letzter Anstrengung, in dem die Hoffnung zu schwinden drohte.“ (AW)

Fabrik
Valentinskamp 34 (Neustadt)
6.5., 15 Uhr
Ausstellung vom 29.4. bis 8.4.
Öffnungszeiten: Di–So 15–19 Uhr

(6.5.) Hafengeburtstag Take A Disco, Frau Claudia, 19.30 Uhr

Während sich die Touris beim Hafengeburtstag gegenseitig auf die Füße treten, könnt ihr euren Feierabend heute ganz gediegen mit einer steifen Brise im Haar und einem kühlen Drink in der Hand an Bord der schönsten Perle der Elbe verbringen. Auf Frau Hedis „Frau Claudia“ erwarten euch jede Menge liebevoll ausgewählte Underground Disco-Perlen unter freiem Himmel, während ihr auf der alten Dame gemächlich durch den Hamburger Hafen schippert, vorbei an Kränen, Kuttern und dem bunten Treiben am Ufer. Besser könnte das Wochenende nicht beginnen! (IV)

Frau Hedis „Frau Claudia“
St. Pauli Landungsbrücken, Brücke 10, Innenkante
6.5., 19.30 Uhr

(6.5.) Stummfilmtage: Der Mann mit dem Laubfrosch, Metropolis Kino, 20 Uhr

Fast die Hälfte aller Filmproduktionen in den 1910er- und 20er-Jahren waren Kriminal- und Detektivgeschichten, auch wenn sie vom eher engstirnigen Bildungsbürgertum als gefährlicher Schund abgetan wurden. Das Metropolis Kino zeigt in seinen Stummfilmtagen bis 18. Mai knapp 20 Krimis aus jener Zeit, häufig mit Live-Musikbegleitung. Den Auftakt macht „Der Mann mit dem Laubfrosch“ von Gerhard Lamprecht (1928). Begleitet wird die schwarzweiße Mord-Geschichte von Robert Masou (Kontrabass), Beatrice Gamza (Gitarre), Frank Posiadly (Trompete) und Hans-Christoph Hartmann (Saxophon). (MAS)

Metropolis Kino
Kleine Theaterstraße 10
6.5., 20 Uhr

(5.5.) EGO-Air, Ballinstadt, 14 Uhr

Diynamic Himmelfrei

Vor 10 Jahren gründeten Adriano Trolio und Mladen Solomun die Hamburger Diynamic-Dynastie. Mittlerweile hat sich das Label zu einem Globalplayer für elektronische Musik entwickelt. Erste Gelegenheit dieses Jubiläum in Hamburg zu feiern, ist auf der Veddel. Auch in diesem Jahr heißt es „kein Mai ohne EGO-Air“, wenn die nach dem eigenen Ex-Klub benannte Freiluftveranstaltung gleich mit mehreren Aushängeschildern der House-Familie zu Gast ist. Neben Big-Boss Solomun, stehen Kollektiv Turmstraße und Organisatorin Magdalena (Foto) an den Plattenspielern. Der Sommer kann kommen! (OMA)

BallinStadt – Auswanderermuseum Hamburg
Veddeler Bogen 2
5.5., 14 Uhr

(5.5.) Kommando Himmelfahrt: Geisterbahn, Kampnagel, 19.30 Uhr

Geisterbahn HamburgDas Kommando Himmelfahrt, bekannt für großformatige Musiktheaterproduktionen, baut mit „Geisterbahn“ zum ersten Mal eine begehbare Installation auf Kampnagel. Doch der Geist der freien Gruppe, Zukunftsvisionen und Mythen zu untersuchen und diese zurück auf die Gegenwart zu projizieren, bleibt erhalten. Mit musikalischer Unterstützung vom Ensemble Resonanz und Friedrich Liechtenstein widmen sie sich dem französischen Radikalaufklärer, dem ebenso verrufenen wie visionären Arzt-Philosophen Julien Offray de la Mettrie (1709-1751). (HED)

Kampnagel
Jarrestraße 21
5.5., 19.30–21.30 Uhr, Einlass alle 30 Min.

(2.5.) Tausend neue Töne, Grüner Jäger, 19.30 Uhr

Jeden Song beim Konzert mitzuträllern, ist das eine, was Live-Gigs so schön macht – ganz neue Musik zu entdecken, ist das andere. „Tausend neue Töne“ ist ein Format, das uns an ungehörte, aber sehr hörenswerte Musik heranbringen will. Dieses Mal sind Patient Patient aus Paderborn mit ihren selbst ernannten Dreamy Rock Tunes dabei, Last Night Venture aus Kopenhagen spielen abgespacten Psychedelic Post Rock und ähnlich wie die Dritten im Bunde, Tragwyte aus Hamburg. Eins ist versprochen: Im Grünen Jäger werden ganz neue Töne angeschlagen – tausende. (AW)

Grüner Jäger
Neuer Pferdemarkt 36
2.5., 19.30 Uhr
Ticket: 5 Euro

(4.5.) Love & Rockets, Prinzenbar, 24 Uhr

Dieser Mai klotzt mit Feiertagen wie kein zweiter Monat und das kommt vor allem dem Nachtleben zugute. Partyperlen am Mittwoch? Kein Problem, wenn am Tag darauf Himmelfahrt gefeiert wird. Das dachten sich auch Love & Rockets Drum ’n’ Bass und haben sich die Prinzenbar für eine dicke Ladung britischen Bums gebunkert – genauer gesagt tiefer Halftime und Minimal Drum ’n’ Bass, der euch von den fittesten Protagonisten der Szene hierzulande kredenzt wird: Survey aus Berlin oder Love Charles, Steyr und Benzin von Hoch10. Lasst die Bass-Rakete in der Prinzenbar steigen! (AW)

Prinzenbar
Spielbudenplatz 19
4.5., 24 Uhr

(3.5.) Alice Phoebe Lou, Knust, 21 Uhr

Superstar der Fußgängerzone

Wenn man es clever anstellt, dann kann man heutzutage als Musiker bekannt werden, ohne auch nur einmal sein Zimmer zu verlassen. Es scheint jedoch, dass junge Musiker lieber wieder den unbequemen Weg gehen wollen und ihre Karriere einfach auf der Straße starten. Zu ihnen gehört auch die 22-jährige Alice Phoebe Lou, die seit 2013 öffentliche Orte in ihrer Wahlheimat Berlin bespielt und mit Gitarre und rauchiger Stimme regelmäßig Hunderte von Passanten in ihren Bann zieht. Die Südafrikanerin, die bisher alle Angebote großer Plattenlabels abgelehnt hat, ist in der Hauptstadt bereits eine lokale Berühmtheit. Höchste Zeit also, dass auch andere Städte in den Genuss ihrer großartigen Performance kommen! (KGR)

Knust
Neuer Kamp 30
3.5., 21 Uhr

(4.5.) ObenUntenAlles, Uebel & Gefährlich + Terrace Hill, 24 Uhr

Warum nicht den folgenden Feiertag buchstäblich nehmen und mit dem Fahrstuhl in die beiden höchsten Traditions-Clubs der Stadt düsen? Am Abend vor Himmelfahrt lohnt es sich besonders. Das Motto ObenUntenAlles wird im Uebel & Gefährlich wörtlich genommen. Für einmaligen Eintritt geht’s ins Turmzimmer, in den Ballsaal des Bunkers sowie zum benachbarten Terrace Hill, wo ein umfassendes elektromusikalisches Programm geboten wird. Unvollständige Highlights: Molle aka Mollono.Bass, Schaefer & Søn, Benet Rix (Foto), Pauls Büro, Chris Kistenmacher, FABS#, Tom Eye und viele mehr. (OMA)

Uebel & Gefährlich und Terrace Hill
Feldstraße 60
4.5., 24 Uhr