Verlosung: 2×2 Kino-Tickets für die Premiere von „Starting 5“

Der Film „Starting 5“ begleitet den ehemaligen Profi-Basketballer und Sozialarbeiter bei der Umsetzung des Baus der Hamburger Inselparkhalle – ein Kampf gegen den zerstörerischen Kreislauf von Erfolg und Geld im Profisport

Marvin Willoughby ist als Basketball-Profi 35 mal für die deutsche Nationalmannschaft aufgelaufen. Nach seiner Karriere macht er Sozialarbeit in Hamburger Brennpunkten und fördert die talentiertesten Spieler der Stadt. Zusammen mit Freunden holt er 2014 den Profi-Basketball zurück nach Hamburg. Wenn der Film STARTING 5 beginnt, hat Marvin den Großteil ihrer Vision verwirklicht: in der neu gebauten Inselparkhalle verbinden die Hamburg Towers Sozialarbeit mit Profisport.

Doch die Dimensionen des Projekts sind riesig: eine millionenschwere Halle und endlose Verhandlungen mit Politikern, Sponsoren und Spieleragenten setzen ihm zu. Marvin Willouhgby kämpft – mit sich selbst und anderen. Mit Hamed, dem Trainer der Towers, mit Lenny und Louis, zwei der größten Talente Deutschlands, die aus der Jugendarbeit des Vereins hervorgegangen sind.

Die Hamburg Towers dürfen nicht das gleiche Schicksal erleiden wie der Handball und die Freezers und wieder sang- und klanglos von der Bildfläche des Profisports verschwinden. Doch für sportlichen Erfolg braucht man Geld – und für Geld sportlichen Erfolg. Ein Kreislauf, an dem man eher zerbricht, als dass man ihn brechen kann.

 

STARTING 5 begleitet Willoughby und die Towers durch eine ganze Saison, in der es darum geht, ob die Towers aus der Pro-A Liga in die BBL und damit in die erste Liga aufsteigen werden. Und es ist eine wichtige Saison auch für die jungen und hoffnungsvollen Spieler Lenny und Louis, die als Hamburger Jugendliche bei den Towers mit dem Basketball in Berührung kamen. Jetzt stehen beide vor dem Beginn ihrer Profikarriere und müssen sich zum Ende der Saison entscheiden, ob sie bei den Towers bleiben oder zu anderen Vereinen der ersten Liga wechseln.

Der Film feiert am 30. März 2017 seine Premiere im Cinemaxx am Dammtor. Am 6. April startet er in den deutschen Kinos.

Fotos:  Copyright: CURLYPICTURES GmbH & Co. KG)

Wir verlosen 2×2 Tickets für die Premiere dieses Hamburg-Films am 30. März um 20 Uhr. Einfach eine Mail senden an verlosung@vkfmi.de. Einsendeschluss: 24.3.17, 16 Uhr. Betreff: Starting 5. Viel Glück!

 

 

Redaktionskonzert Session 2 mit Tim Vantol

Yeah! Nachdem uns Spaceman Spiff als Auftakt zu unserer Redaktionskonzert-Reihe beehrte, stattet uns jetzt Tim Vantol einen Besuch ab. Und Ihr könnt dabei sein. Wir verlosen 10×2 Gästelisten-Plätze für dieses einmalige Konzert unter Freunden!

Wir freuen uns wie Bolle: Am 21. März um 19 Uhr wird der großartige Niederländer Tim Vantol in unserer Redaktion spielen. Der Mann ist nicht nur optisch eine Augenweide, vor allem musikalisch hat er einiges drauf. Der Singer / Songwriter aus Amsterdam vereint in seiner Akustik-Musik Punkrock und Folk. Das wird ein unvergessliches Erlebnis, ein feiner Konzert-Abend unter Freunden.

Wie immer sind die Plätze für das Konzert limitiert und nur per Los erhältlich. Aber um auch denen, die nicht live dabei sein können, eine Freude zu bereiten, werden wir das Konzert über Facebook und Instagram live übertragen.

Ihr wollt live dabei sein? Wir verlosen 10×2 Gästeplätze. Sendet uns eine Mail mit dem Betreff „Tim Vantol“ an verlosung@vkfmi.de. Einsendeschluss ist Sonntag, 19.März 2017 um 23.59 Uhr. Viel Glück!

So klingt Tim Vantol

Und so war es beim letzten Mal

 

 

 

Verlosung: 2×2 Plätze für die Sofar Sounds am 19. März

Am kommenden Sonntag, 19.03.17, findet die nächste Sofar Sounds Edition in Hamburg statt. Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze für die Session

Sofar Sound Sessions Hamburg

Foto: Julia Haucke

Musik verbindet. Und das beweisen die Sofar-Konzerte im doppelten Sinne. Zum einen, weil die kleinen Konzertabende regelmäßig Musikfans zusammenführen, um ohne Vorbehalte und Schubladen für zwei bis drei Stunden den unterschiedlichsten Künstlern zu lauschen. Man muss sich auf Sofar einlassen, schließlich weiß man nie, wer spielt. Auch der Veranstaltungsort wird erst 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben. Eine musikalische Überraschungstüte.

Sofar Sound Sessions Hamburg

Foto: Julia Haucke

Zum anderen sind die Sofar Konzerte eine internationale Bewegung. Rund um den Globus finden derzeit in insgesamt 326 Städten regelmäßig Musik-Sessions statt. Größte Community derzeit: Istanbul. Die Konzerte finanzieren sich durch Spenden.

 

In Hamburg findet die nächste Session am 19. März um 19 Uhr statt. Wer dabei sein will, kann sich um Tickets bewerben. Oder bei unserer Verlosung mitmachen!

 

Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze für diesen exklusiven Konzertabend! Sendet uns eine Mail mit dem Betreff „Sofar“ an verlosung@vkfmi.de. Einsendeschluss: Freitag, 17.3.17, 10 Uhr.

Die Gewinner werden am Sonnabend vom Sofar-Team per Mail über die genauen Koordinaten des Events informiert. Ein erster Tipp: Die Location ist in Altona, erreichbar mit der S1, S2, S3, RE, IC, ICE) oder mit dem Bus, Bahnhof Altona, 1, 2, 15, 20, 25

Das Sofar-Team bittet um Pünktlichkeit. Start der Veranstaltung ist 18.45 – 19 Uhr. 

Sofar Sound Sessions Hamburg

Foto: Julia Haucke

Festival „Theater der Welt“– vom 25. Mai bis 11. Juni in Hamburg

Das internationale Festival „Theater der Welt“ findet seit 1989 erstmals wieder in Hamburg statt. Der Vorverkauf startet in diesen Tagen

An 18 Tagen werden rund 30 prägende Produktionen aus aller Welt gezeigt: Schauspiel, Performance, Tanz, Literatur, aber auch das crossover mit bildender Kunst, Film und Musik. Hamburgs Herz ist der Hafen, ein Ort der Ankunft und des Aufbruchs, ein Ort geprägt von Fernweh und Heimatsehnsucht, von Aufbruch und Entdeckerlust. Von diesem Gedanken ausgehend, werden dort, neben dem Thalia Theater und Kampnagel, neue Spielorte entstehen.

Den Anfang macht „Children of Gods“ vom Regisseur Lemi Ponifasio im Kakaospeicher. Eine bildgewaltige Neuproduktion, die das Leben der zahllosen Kinder aus Kriegsregionen reflektiert. Mit Performerinnen aus Neuseeland, Samoa und der HipHop Academy, einem Projektchor mit über 200 Sängern und Musikern der Hamburger Staatsoper entsteht ein musiktheatrales Projekt über den Neuanfang und den Widerstand.

Auf Kampnagel verhandelt der Choreograph Bruno Beltrão in „Borders“ (Arbeitstitel) die Bedingungen der Migration und die Bedeutung geschlossener Grenzen. Inspiriert von geopolitischen Bewegungsströmen legen die Tänzer mehr als vier Kilometer auf einem riesigen Laufband zurück – Ein Symbol der Straße, der laufenden Zeit und der Rastlosigkeit. Ein Plädoyer für die Freiheit aus zeitgenössischem Tanz versetzt mit dem Habitus von Street-, Breakdance und HipHop.

Eine Deutschlandpremiere vom „Odéon – Théâtre de L’Europe“ kommt ins Thalia Theater. Ivo van Hove inszeniert mit „Vu du Pont“ Arthur Millers sozialrealistische Tragödie über das Leben des Dockers Eddie Carbone und seiner Immigranten-Familie, die im goldenen Westen ihr Glück sucht. Dabei verknüpft er soziale Realitäten, familiäre Dramen und große Weltthemen.

Im Thalia Zelt spielt Publikumsliebling Peter Jordan gemeinsam mit Leonard Koppelmann in Jules Vernes Abenteuerroman „In 80 Tagen um die Welt“. In einem irrwitzigen Wettlauf gegen die Zeit demonstriert Jordan sein komödiantisches und musikalisches Können. Ein spleeniger Engländer wettet mit der Londoner Akademie der Wissenschaften, dass es ihm gelingen wird, in achtzig Tagen die Welt zu umrunden. Was könnte eine passendere Location sein, als der Hafen?

Diese vier Produktionen sind bereits im Pre-Sale, alle anderen Vorstellung sind ab dem 24. März im Verkauf.

Theater der Welt, 25.5.–11.6.17. Mehr zum Programm gibt es hier.

Filmperle im März: Die letzten Männer von Aleppo

Am 16. März startet der preisgekrönte Film „Die letzten Männer von Aleppo“ in den Kinos

Zu alltäglich sind die Bilder zerbombter Häuser, zahl- und gesichtsloser Verletzter und Toter in Syrien geworden, als dass sie noch wirklich betroffen machen würden. „Die letzten Männer von Aleppo“ setzt einen Gegenpol, ein filmisches Statement gegen die Alltäglichkeit des Grauens.

Filmemacher Feras Fayyad und sein dänischer Co-Regisseur und Cutter Steen Johannessen haben fast zwei Jahre lang drei Männer der zivilen Hilfsorganisation “Weißhelme” bei ihren Rettungsversuchen in den Trümmern von Aleppo begleitet. Die daraus entstandene Doku zeigt nicht nur das Grauen, die Verzweiflung und Trauer der Einwohner von Aleppo. Sie ist auch ein eindringlicher Schrei eines gemarterten Volkes nach Hilfe. Sehenswert und eine unserer Filmperlen im März. / MAS

ab 16.3.2017 im Kino 

Foto: Rise And Shine Cinema

Besser scheitern. Interview mit Regisseur Alexander Riemenschneider

Brüche im Leben müssen nicht immer Sinn machen. Wie ein Jugendlicher damit umgeht, zeigt der Regisseur Alexander Riemenschneider in seinem neuen Stück am Jungen Schauspielhaus

SZENE HAMBURG: Das Stück heißt „Das hier ist kein Tagebuch“. Was ist es denn?

A. Riemenschneider: Mit diesem Satz beginnt der Roman. Der 16-jährige Bou schreibt ihn in ein Heft, um ja nicht den Eindruck eines Tagebuches zu erwecken. Bou wird fünf Jahre nach dem Selbstmord seiner Mutter von einer Depression eingeholt, die ein Teil seiner verspäteten Trauerarbeit ist. Er geht nicht mehr raus, trinkt manchmal zu viel und vor allem spricht er nicht mehr mit seinem Vater, sondern kommuniziert nur noch über Zettel. Sein Vater zwingt ihn schließlich, täglich zu schreiben, um sein eigenes Verhalten zu reflektieren. Und während des Schreibens entsteht eben doch ein Tagebuch.

Der Roman erhielt 2016 den Jugendliteraturpreis. Was zeichnet dieses Buch aus?

Die Autorin Erna Sassen trifft einen tollen Ton, der zynisch, verwundbar und auch lustig ist, aber nie betroffen. Entgegen der Schwere des Themas ist der Ton sehr zugänglich. Das ist mir so noch nicht begegnet.

Wie setzt du das auf der Bühne um? Ein Tagebuch-Text ist ja erstmal kein Theaterstück …

Was passiert beim Tagebuch schreiben? Ich setze mich mit meinen Gedanken und Gefühlen auseinander. Und so wird Bou nicht einfach den Zuschauern sein Tagebuch vorlesen, sondern wir wollen einen Denk- und Fühlraum erschaffen, in dem wir seine Gefühlszustände, sein Inneres zeigen. Deshalb spielen drei Schauspieler die Rolle von Bou. Dadurch können gleichzeitig verschiedene Ebenen entstehen, zeitliche wie emotionale. Zum Beispiel kann es sein, dass der eine Bou schreibt, während der zweite müde rumliegt. Die unterschiedlichen emotionalen Zustände, die gleichzeitig in Bou stattfinden, machen wir über die drei Ichs sichtbar, was Sprache nicht ausdrücken kann. Gerade in der Trauerarbeit spielen körperliche Zustände eine große Rolle.

Was war das schwierige bei der Umsetzung?

Auf jeden Fall der Sprung vom Roman zum Theater. Was ist die visuelle und sinnliche Erfahrung, die ich auf die Bühne bringen kann? Welche Form der Veröffentlichung ist für dieses intime Thema die Richtige? Was kann ich darüber erzählen und welche Berechtigung habe ich, darüber zu sprechen, auch wenn ich selbst in keiner Depression stecke.

Warum wolltest du über dieses Thema sprechen?

Ich wollte schon lange über Trauer sprechen, als vielleicht stärkster Ausdruck für die Brüche in unserem Leben. Momente, in denen es nicht weitergeht. Heutzutage kann man in unserer Gesellschaft zwar über das Scheitern reden, aber dieses ist meist mit dem Gedanken des Wiederaufstehens verbunden. Ein flapsiges Beispiel ist der Firmenchef, der aufgrund seines Burnouts seinen Job aufgeben musste, und im Nachhinein in einer Vortragsreihe berichtet, was er daraus gelernt habe und warum er jetzt ein anderer Mensch sei. Aber eigentlich kämpft er wieder, nur auf andere Weise, um Erfolg und Anerkennung.

Wie scheitert man richtig?

Natürlich ist es toll, wenn Menschen es schaffen, sich aufzurappeln und weiterzugehen. Doch es gibt auch Brüche im Leben, die einfach Brüche sind. Und dann geht nichts weiter. Das Scheitern muss nicht immer irgendwohin führen und es macht auch nicht immer einen Sinn. Und auch das ist in Ordnung. Aber das gestehen wir uns selten zu. Ebenso geht es uns mit unserem Verhältnis zu Schmerz. Dieser muss auch erst einmal da sein dürfen, bevor es weitergehen kann. Der Schmerz gehört gerade in einem Trauerfall zur Verarbeitung dazu.

Harter Stoff …

Es ist ein harter Stoff, aber man kann das Thema des Stücks auch andersherum formulieren. Wie tief die Liebe zu einem Menschen sein kann.

Ich will davon erzählen, dass es auch in ausweglosen Situationen Begegnungen gibt, die einen zwar nicht über alles hinwegretten, die aber zeigen, zu welcher Größe oder Liebe der Mensch fähig ist.

Das sind bei Bou Pauline, in die er sich verliebt, und sein Vater. Und es geht um die Stärke des Lebens. Denn eine endgültige Heilung von der Trauer wird es nicht geben, der geliebte Mensch wird immer tot bleiben. Es geht darum, dieses Loch zu akzeptieren, um dann weitermachen zu können.

Das klingt sehr komplex. Holt ihr Jugendliche ab 14 Jahren damit ab?

Ja, auf jeden Fall. Denn das Buch ist ja aus der Sicht eines 16-jährigen geschrieben, der sich nicht als traumatisierten Jungen begreift, sondern über sein alltägliches Leben als 16-jähriger erzählt. Wie ist es mit seiner Klasse läuft, worauf er Bock hat, über das Verhältnis zu seinem Vater und welches Mädchen er gut findet. Dahinter spürt man die Leere, die seine Mutter hinterlassen hat. Die Schwere kommt eher durch die Hintertür.

Das hier ist keine Tagebuch. Das Stück feiert am 18. März 2017 im Jungen Schauspielhaus seine deutsche Erstaufführung. Weitere Vorstellungen: 20./21.0317 Mehr Infos finden Sie hier.

Information: Alexander Riemenschneider

Geboren 1981, studierte Germanistik, Musik- und Medienwissenschaft in Bonn. Im Mai 2009 schloss er sein Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg mit einer Inszenierung von Camus’ »Caligula« auf Kampnagel in Hamburg ab. Für seine Inszenierung »Von Mäusen und Menschen« am Jungen SchauSpielhaus Hamburg wurde er 2010 mit dem Rolf-Mares-Preis ausgezeichnet und für den FAUST-Theaterpreis in der Kategorie Kinder- und Jugendtheater nominiert. Seine Adaption des Romans »Der Schaum der Tage« von Boris Vian, die am St. Pauli-Theater uraufgeführt wurde, erhielt Einladungen zu mehreren europäischen Festivals. Er arbeitete am Theater in Oldenburg und Bonn, am Prager Kammertheater, am Deutschen Theater Berlin und am Residenztheater München. Seit 2012 inszeniert er regelmäßig am Theater Bremen.

Interview: Hedda Bültmann / Foto: Philipp Schmidt


Hedda Bültmann SZENE HAMBURG

Rast derzeit von Premiere zu Premiere: Hedda Bültmann, unsere Ressortleiterin Theater.

60 Jahre Savoy. Die Geburtstagsfeier

Mit den zahlreichen Hamburger OV-Freunden feiert das Kino am 14. März 2017 sein 60-jähriges Bestehen – und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück

Savoy

Das Savoy Filmtheater von Innen.

Im Sommer wurde das traditionsreiche Filmtheater Savoy am Steindamm in Hamburg wiedereröffnet. Als Kino für Filme in der Originalversion erfreut sich das Filmtheater seitdem eines großen und stetig weiter wachsenden Stammpublikums. „Der Kinosaal
des SAVOY ist beeindruckend und einer der schönsten Filmtheatersäle Hamburgs“, schwärmt einer, der es wissen muss: Hans-Joachim Flebbe.

Als er das Kino übernahm, hatte es seit der zwischenzeitlichen Bespielung durch das Metropolis-Kino leer gestanden. Der Kino-Visionär glaubte aber an den Standort und an den Erfolg – mit Originalversionen.

Flebbe investierte und legte die Leitung des Kinos in die Hände von Gary Rohweder, der als ehemaliger Teaterleiter des Streit’s Filmtheaters unter den Freunden von originalsprachlichen Filmen in Hamburg bereits bestens bekannt war. Mit dem neuen Savoy schuf Hans-Joachim Flebbe ein besonderes Kino. Per Digitalprojektion inklusive D-Technik und mit einer aufwendigen Tonanlagen wird die riesige Leinwand bespielt. Zeitweise, sofern verfügbar, sogar mit Filmen auf 70 mm – ein Alleinstellungsmerkmal in der Hamburger Kinoszene.

Davor genießt das Publikum auf bequemen Ledersesseln mit beweglichen Rückenlehnen und großem Reihenabstand die Filme – und kann im Logenbereich sogar die Füße hochlegen wie zu Hause auf dem Sofa. Darüber hinaus zählen eine Garderobe und ein Lounge-Bereich mit Bar zu den Glanzpunkten des „neuen Savoy“.

TODD-AO.Darum erlebt der analoge 70mm-Film seinen zweiten Frühling

Savoy

Bild aus dem Jahr 1958

Als „modernstes Filmtheater Europas“ war das Savoy zur Eröffnung der erste Todd-AO-Filmpalast. Die Filme werden auf einer stark gekrümmten Leinwand gezeigt, was dem Todd-AO-Verfahren extrem guttat. Das Publikum sitzt so scheinbar mitten im Geschehen.

Aber was genau heißt TODD-AO? Der Name Todd-AO ist auf den Erfinder Michael Todd zurückzuführen. Er hatte damals für und mit der American Optical Co. (AO) das Breitwandverfahren entwickelt.  Dabei wurde mit Weitwinkel-Objektiven auf 65mm-Negativfilm gefilmt, auf 70mm-Film kopiert und auf eine gekrümmte Großbildwand projiziert. Der Vorteil: die Bildqualität, die im vollen Format Auflösungen bis 16k erreichen kann.

Allerdings ist die Produktion sehr teuer, weshalb das Verfahren nur noch sehr selten angewandt wird. Quentin Tarantino zum Beispiel verhalf der Technik zu einem zweiten Frühling und drehte seinen Film „ The Hateful Eight“ mit analoger Kamera.

Dieser 70mm-Film wurde deutschlandweit nur in vier Kinos überhaupt gezeigt, darunter das Savoy. Denn das hatte zum Filmstart erneut einen 70mm-Projektor installiert. Mit „Dunkirk“ kommt im Sommer voraussichtlich der nächste 70mm-Neustart ins Savoy, das in Hamburg mit dieser Projektion das einzige Kino ist.

Darüber hinaus ist aber auch geplant, Klassiker in 70mm zurück auf die große Leinwand zu bringen. „Das Thema ist für uns eine tolle Verbindung zur Geschichte und Tradition des Hauses, auf dieses Alleinstellungsmerkmal sind wir sehr stolz“, freut sich auch Theaterleiter Gary Rohweder. Und das kann er auch sein – in der Tat kann kein anderes Kino in Hamburg noch den analogen 70mm-Film, der von Filmemachern auch als „Camera Porn“ bezeichnet wird.

Savoy

Quentin Tarantino ist übrigens nicht der einzige, der wieder auf diese Technik setzt. Auch Christopher Nolan filmte „Interstellar“ analog und begeisterte die Cineasten. „Analoger Film hat etwas Magisches“, sagte Tarantino damals. Und diese Magie fehle dem digitalen Film.

Die Geburtstagsfeier

Savoy

Savoy Filmtheaterleiter Gary Rohweder. Foto: Philipp Jung

Am Dienstag, dem 14. März 2017, will Theaterleiter Gary Rohweder ab 18 Uhr mit seinen Gästen auf das Jubiläum anstoßen. Um 20 Uhr zeigt das Savoy „Das Boot“ als Director’s Cut. Zeit, abzutauchen in magische Kinowelten. Happy Birthday!

Fotos: Savoy / Philipp Jung (Porträt Gary Rohweder) 

 

 

 

Drake. Wir verlosen VIP-Tickets für das Hamburger Konzert

Am Freitag, 10. März, ist Drake in der Barclaycard Arena zu Gast. Wir verlosen 6×2 Logentickets für das Mega-Konzert

Der Rapper Drake erreichte mit seinem letzten Album „Views” als erster Künstler das Rekordergebnis von einer Milliarde Streams auf Apple Music. Er hält den Rekord der meisten Nummer-Eins-Hits in den Billboard R&B/Hip-Hop Charts und verkauft rund um den Globus Arenen aus.

Anknüpfend an seine erfolgreiche Summer Sixteen-Tour durch die USA geht der Grammy-Gewinner und platinausgezeichnete Sänger Drake jetzt auf The Boy Meets World-Europatour. Am Freitag steht der Künstler in Hamburg auf der Bühne. Ein Konzert der Extraklasse, das ihr live und mit bester Sicht exklusiv mit erleben könnt.

SZENE HAMBURG und Barclaycard  verlosen gemeinsam 6 x 2 exklusive Gästelistenplätze für die Barclaycard-Loge am 10.März 2017. Senden Sie eine E-Mail mit dem Stichwort „Drake“, dem Vor- und Nachnamen beider Gäste (inklusive Geburtsdatum) bis zum 09.03.17, 16 Uhr,  an verlosung@vkfmi.de. Viel Glück!

Barclaycard Arena
Sylvesterallee 10 (Eidelstedt)
Einlass: 18:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

gute aussichten in den Deichtorhallen

Im 13. Jahr von gute aussichten wählte die Jury sieben Arbeiten aus. Vom 10.3- 1.5.2017 sind sie in den Deichtorhallen zu bewundern

77  Einreichungen aus 32 Institutionen erreichten die Jury des Wettbewerb gute aussichten – junge deutsche fotografie 2016/2017.  Und das sind die Gewinner

gute aussichten

Foto Miia Autio, Variation of White, www.guteaussichten.org

Miia Autio // Variation of White // Fachhochschule Bielefeld

Dunkelhäutige Frauen und Männer in bunter Kleidung bevölkern die Porträts von Miia Autio und verorten diese Menschen in unserem westlichen Blick nahezu instinktiv in Afrika. Irritation erregt jedoch sofort ein roter Punkt an der immer gleichen Stelle.

Auch die röntgenartige Optik, die sich in „unser“ Bild drängt, signalisiert, dass unser Eindruck und der wahre Bildgegenstand vielleicht nicht übereinstimmen. Denn nicht das Positiv, sondern das Negativ wurde für den Abzug verwendet. Und dieses sorgt dafür, dass wir schwarze Menschen sehen, die in Wirklichkeit weiß sind. Ein genetischer Defekt hat aus ihnen Albinos gemacht, was in Tansania mit dem Glauben an magische Kräfte verknüpft ist und die Betroffenen zu Außenseitern der Gesellschaft stempelt.

So behandelt ‚Variation of White‘ in erster Linie das sub­jektive Sehen und das Entstehen von Bildern in unserem Kopf, das nach vergleichbaren Mustern abläuft wie die Bildung von Vorurteilen.

gute aussichten

Foto Chris Becher, Boys, www.guteaussichten.org

Chris Becher  // Boys // Kunsthochschule für Medien Köln

Um vorgefertigte Bilder und klischeebehaftete Meinungen geht es in ‚Boys‘ von Chris Becher. Dieses Sujet ist ein besonderes Minenfeld, denn Menschen, die professionell ihren Körper anbieten, umgibt in der Vorstellung der „Normalbürger“ ein schmuddeliges, zwiespältiges Image.

Es ist schnell die Rede von einem halbseidenen Milieu mit zwielichtigen Protagonisten. Dabei handelt es sich um ein Gewerbe, das so alt sein dürfte wie die Welt. Je nach kulturhistorischem, politischem oder religiösem Kontext schwankt die öffentliche Meinung zwischen Akzeptanz, Ablehnung, Kriminalisierung oder Verfolgung. All dieses hat Chris Becher mit seiner fotografischen Feldstudie elegant umschifft.

Indem er uns männliche Sexarbeiter auf gleicher Augenhöhe in sachlichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigt, lenkt er unseren Blick auf die Menschen, die im Fokus seiner Untersuchung stehen. Und indem er jegliche Bewertung bewusst vermeidet, öffnet er auch unseren Blick für eine wertfreie Betrachtung.

gute aussichten

Foto Carmen Catuti, Marmarilo, www.guteaussichten.org

Carmen Catuti // Marmarilo // Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Marmor, Gold, Samt und Seide sind Materialien, die in sakralen Kontexten zur Inszenierung von Heiligkeit und Spiritualität dienen. Ihre Kostbarkeit illustriert göttliche Allmacht und Präsenz.

Hinzu gesellt sich ein Kanon von Formen, Gesten und Haltungen, der sich im Lauf der Jahrhunderte in der christlichen Bildpraxis etabliert hat. Auf dieses Dreigespann aus Material, Geste und Form referiert ‚Marmarilo‘ (georgisch für Marmor). Gegliedert in zwölf Werkgruppen, befragt, zitiert und interpretiert Carmen Catuti die Zeichensprache religiöser Repräsentanz.

So schimmert das Blau als Verweis auf das Göttliche im Bildnis einer jungen Frau, in einem Faltenwurf oder als Dekor für liturgische Artefakte. Gegenspieler ist das Rot, in der Bibel die Farbe für Sünde und Sühne, verknüpft mit Strafe, Krieg und Tod. Im Rot schließt sich der Kreis, ganz im bildhaften Sinne des Wortes – als Metapher und als Versprechen des Ewigen.

gute aussichten

Foto Andreas Hopfgarten, Die Weltesche Yggdrasil, www.guteaussichten.org

Andreas Hopfgarten // Die Weltesche Yggdrasil oder die Suche nach einer verlorenen Erinnerung // Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Aus Briefen, Dokumenten, Erzählungen, Fotos und anderen Fundstücken konstruierte Andreas Hopfgarten‚ ,die verlorene Erinnerung‘ seiner Familie aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und unmittelbar danach.

Ein hybrides Puzzle mit vielen Leerstellen, das er, einem Archäologen gleich, Stück für Stück ausgräbt, zusammensetzt und mit eigenen Bildern und Objekten füllt. Hopfgartens Vorgehensweise kann als exemplarisch gelten, speist sich unsere Erinnerung doch aus einer Vielzahl von Bruch- und Versatzstücken gelebten Lebens.

Sich erinnern ist nie ein faktischer Akt, sondern ein Hineintauchen in die Sedimente unserer Seele. Dorthin, wo wir Angst, Freude, Glück, Liebe, Schmerz und Verlust vergraben, alles  Erlebte speichern wie in einer Blackbox. Ein Geruch, ein Klang, ein Bild vermögen diese Box zu öffnen und uns zu vergegenwärtigen, dass Erinnerungen tief verwurzelt sind in unserem Sein ­– wie die ‚Weltesche Yggdrasil‘, der Weltenbaum, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umgreift.

gute aussichten

Foto Holger Jenss, Last Chance Junction, www.guteaussichten.org

Holger Jenss // Last Chance Junction // Kunsthochschule Kassel

Ein weißer Europäer fährt nach Afrika – das erweckt in uns Bilder von Forschern und Eroberern, von „Wilden“, denen Kolonialisten Kultur brachten, von Versklavung, Hunger und Krieg, von Dr. Grzimek, Safari und postkolonialer Afrikaromantik.

Nichts von alledem hat Holger Jenss aus Ghana mitgebracht, und doch steckt all das in ‚Last Chance Junction‘. „Critical Whiteness“ ist eines der Stichwörter, dem Jenss auf die Spur kommen wollte. Er war in Ghana die Minderheit. Der Weiße, der mit einem Blick nach Afrika kommt, in den unausweichlich all jene Bilder eines Kontinents geflossen sind, der seit der Antike von fremden Mächten heimgesucht wird. So setzt sich Jenss in (selbst)ironischer Weise mit diesen Sedimenten unseres kollektiven (Bild-)Gedächtnisses auseinander und nimmt dabei nicht nur seine eigene kulturelle Aneignung, sondern auch die kuriose Verinnerlichung der weißen Kultur seitens der Afrikaner aufs Korn.

gute aussichten

Foto Quoc-Van Ninh, Tenebrae, www.guteaussichten.org

Quoc-Van Ninh // Tenebrae // Hochschule für Künste Bremen

Was aktuell moralisch wie politisch für gehörigen Sprengstoff sorgt und zwischen den verschiedenen Fronten zu einem Granulat aus bizarren An- und Aussprüchen zermahlen wird, betrachtet Quoc-Van Ninh in ‚Tenebrae‘ trotz seiner inneren Zerrissenheit mit einer gewissen Gelassenheit. Er hat die gratwandlerische Aufgabe, sich zwischen drei verschiedenen Kulturkreisen zu bewegen: Sein Vater ist Vietnamese, seine Mutter aus China und er in Deutschland geboren und aufgewachsen.

Es begleite ihn stets ein Gefühl der Fremde, sagt er, und ich möchte ihm zurufen: „Mich auch!“, bin ich mir doch gar nicht so sicher, ob ich stets auf jene Kultur referieren möchte, die qua Geburt und Familienhintergrund nur deutsch ist.

Quoc-Van Ninh ist gerade ob dieses Hin-und-her-Geworfenseins ein gelungenes Beispiel dafür, dass Integration immer dann gelingt, wenn nicht verlangt wird, alle „fremden“ kulturellen Wurzeln zu kappen. Die subjektive Verortung ist bisweilen unbestreitbar schwer, aber sie ist integrativer Bestandteil jeder Sozialisation. Es ist gut, Quoc-Van Ninh in die dunkle Welt seines gefühlten Andersseins zu folgen,erzählt sie uns doch in jedem Fall auch etwas über uns selbst.

gute aussichten

Foto Julia Steinigeweg, Ein verwirrendes Potenzial, www.guteaussichten.org

Julia Steinigeweg // Ein verwirrendes Potenzial // Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Puppen haben eine lange Tradition – im Kinderzimmer wie in der Kunst. Im Kinderzimmer wird spielerisch das Leben an ihnen geübt. In der Kunst dienen sie als Modell, als Artefakt oder Objekt, als Projektionsfläche oder als lebensechte Skulptur. Julia Steinigeweg untersucht ein Phänomen, das irgendwo dazwischen angesiedelt ist: Lebensgemeinschaften mit Puppen – als Partner- oder Kindersatz, möchte man instinktiv hinzufügen und bezweifelt sogleich, ob dies so stimmt.

Viele Gründe können Menschen dazu bewegen, ihr Leben mit einem lebensechten, aber nicht lebendigen Gegenüber zu verbringen. Die Rollen zwischen Mensch und Puppe jedenfalls sind klar verteilt. Einerseits. Anderseits stellt sich die Frage, in welche Art der Beziehung ein erwachsener Mensch zu einem leblosen Objekt treten kann und will. Und wie reagieren wir auf ein solches Phänomen? Kinder jedenfalls lieben und hassen ihre Puppen, behandeln sie wie ihresgleichen und benehmen sich ihnen gegenüber manchmal auch sehr schlecht. Also durchaus: ‚Ein verwirrendes Potenzial‘.

Haus der Fotografie in den Deichtorhallen, 10. März bis 1. Mai 2015

 

Tipp: Der Katalog zu gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography 2016/2017 stellt die sieben Preisträger und ihre Arbeiten in Wort und Bild vor. Stefan Becht & Josefine Raab (Herausgeber),  224 Seiten, über 380 Abbildungen, 24,90 Euro, Sieveking Verlag, München

Serie: Eimsbüttel. Der Delphi Showpalast

Früher Glitzer-Partys, heute Familien-Revues und Firmenfeiern: Wie aus dem Trinity der Delphi Showpalast wurde

Samstagabend war Diskozeit. Vor dem Trinity an der Eimsbütteler Chaussee glitzerte es, hell bis grell bekleidete Menschen stiegen aus Limousinen direkt ins Scheinwerferlicht, das wie ein Heiligenschein über dem Club-Eingang lag. Wer hier her kam, dem war Glamour garantiert, ach was: ein ganzer Glamour-Palast.

Als eine Art Hamburger „Studio 54“ war das Trinity geplant. Auch in Eimsbüttel sollten ausschweifende Promi-Partys mit Nebel- und Lasershows stattfinden, selbst wenn 1978, als der Trinity-Startschuss fiel, die Hansestadt alles andere als eine Disko-Metropole, sondern vielmehr für Rockmusik bekannt war. Es passierte also etwas, und die erhofften Stars und Sternchen kamen, ob Grace Jones (der Legende nach nackt auf einem Schimmel einreitend) oder Madonna (angeblich mit einer Schampus-Bestellung, für die auch noch die benachbarten Bars leergekauft werden mussten). Sogar Depeche Mode traten 1982 im Trinity auf, Eintrittspreis: 15 Mark an der Abendkasse.

Soweit, so die große Zeit des Trinity. Womit die Betreiber nämlich nicht gerechnet hatten: mit den 90ern. Menschen wie Michael Ammer hatten es vom Trinity-Türsteher bis zu ungekrönten Feierkönigen der Stadt gebracht. Ausgeh- und Musikvorlieben änderten sich. Drogen wurden der neue Pop. Und die Geschäftemacher der 54-Kopie waren sich immer uneiniger. 1992 wurde der einst so schimmernde Club endgültig dicht gemacht.

Delphi Showpalast

Einst floss hier der Champagner in Strömen: der Delphie Showpalast. Foto: Philipp Jung

Wenn der Vorhang fällt

Der letzte Trinity-Vorhang war gefallen – nicht aber der finale für die Räumlichkeiten. Das Trinity – vor der Disko-Ära bereits Kino und Tanzsaal – wurde umgebaut, ja geradezu runderneuert und heißt seit nunmehr 17 Jahren Delphi Showpalast. Das Ehepaar Angela und Horst Altlinger hatte übernommen und aus dem Dancefloor ein Bankett gemacht, mit Tischen und Stühlen für rund 300 Besucher sowie 140 weiteren oben auf den Rängen. Das groß angelegte DJ-Pult war einer noch größeren Bühne gewichen, auf der fortan eine Musikrevue stattfand. Die momentane Produktion: „Forever Young“, mit Ensemble-Mitgliedern wie Ex-„Deutschland sucht den Superstar“-Sieger Mehrzad Marashi und der ebenfalls ehemaligen TV-Castingshow-Teilnehmerin Silvia Amarú. Auch zu sehen auf der Delphi-Showbühne ist Sohn Aron Altlinger (Foto). „Ich bin hier aufgewachsen“, erzählt der 24-Jährige mit Stolz in den Augen, „war schon zu Schulzeiten jeden Abend in den Shows. Mit 13 stand ich zum ersten Mal selbst auf der Bühne, spiele bis heute auch bei den Vorstellungen mit, genau wie meine Eltern.“

Mit „Wie krass bist du denn“ gibt seit einigen Wochen auch noch eine regelmäßig stattfindende Talentsuche im Delphi.

Comeback als Mini-Las-Vegas

Neben den Auftritten plant Aron alles, was im Delphi-Gastrobereich passiert, hilft am Tresen und an den Tischen, ist im Ticketverkauf involviert. Die Jahre im Showpalast empfindet er als enorm bereichernd, wenn auch nicht als derart spannend, wie es sich Außenstehende womöglich vorstellen: „Klar habe ich hier die ein oder andere Privatparty gefeiert. Es ist schon cool, wenn man zu seinen Freunden sagen kann, ‚komm, wir gehen noch zu mir!’, und dann ist da eine eigene Bar mit Tanzmöglichkeit. Allerdings konnte und kann ich hier nie nur ans Feiern denken, dazu ist das alles in meinem Kopf zu sehr mit Arbeit verknüpft.“ Und die wurde zuletzt nicht weniger. Mit „Wie krass bist du denn“ gibt seit einigen Wochen auch noch eine regelmäßig stattfindende Talentsuche im Delphi. Sänger, Tänzer, Comedians, Clowns – hier können sich angehende Bühnenstars erstmals vor Publikum und einer Jury beweisen, in der einer natürlich nicht fehlen darf: „DSDS“-Marashi. Außerdem können Firmen den Laden für ihre Feiern nutzen und einen Abend lang im Mini-Las-Vegas von Eimsbüttel bespaßt werden. Spätestens dann kommt er wieder ein wenig auf, der alte Disko-Charme. „Neulich haben wir eine Party für eine polnische Gruppe veranstaltet. Es gab sieben Stunden Live-Musik, der Wodka floss in Strömen, eine wirklich wilde Nacht“, sagt Aron.

Ob er das alles für immer machen und Delphi ganz übernehmen möchte, weiß er noch nicht. Derzeit studiert er nebenher noch BWL. Keine schlechte Basis, um die Show-Geschäfte auch in Zukunft am Laufen zu halten.

Text: Erik Brandt-Höge / Fotos: Philipp Jung