(24.9.) Musik, The Beautiful Girls, Nochtspeicher, 21 Uhr

Nein, hier handelt es sich nicht um Bikinischönheiten, denen die die Gitarren verführerisch vor den schlanken Taillen baumeln.

The Beautiful Girls aus Astralien – das sind drei bärtige Typen, die vor allem für eines stehen: einen Hang zum Hängen. Ihre Songs, die sich zwischen Roots-Reggae, Dub und Rock abspielen, sind so dermaßen entspannt, dass sie einen schnell an die schneeweißen Strände der Band-Heimat spülen. Natürlich, schnörkellos melodiös und eben ein bisschen wie ein Kurzurlaub zum Hören. / EBH

24.9., Nochtspeicher, 21 Uhr

The People vs G20. Eine Film-Collage über den Gipfel

Ja, wir haben schon viele Bilder vom G20-Gipfel gesehen. Die Dokumentation „The People vs G20“ von Film Fatal, einer Gruppe junger, kreativer Filmschaffender aus St. Pauli, ist dennoch sehenswert

Die Filmemacher haben die Ereignisse vor und während des Gipfels mit der Kamera begleitet, waren mittendrin – und haben daraus nun eine gekonnt aufbereitete, 27-minütige Collage geschaffen.

 

Keine wackeligen Handybilder, sondern hervorragend fotografierte Eindrücke mit einem fantastisch guten Blick für kleine, aber spannende Details. Mehr Infos zur Gruppe und aktuellen Screenings unter www.facebook.com/stpaulizoo

/Maike Schade / Bilder Premiere: Tobias Neugeschwender / Filmstills: Film Fatal

Wir empfehlen: Nehmt euch die Zeit und schaut rein. Lohnt sich!

 

„Musik an. Welt aus.“ Philharmonisches Orchester Cottbus spielt in Hamburg

Alexander Knappe spielt mit dem Philharmonischen Orchester Cottbus im Mehr! Theater in Hamburg. Und wir verlosen 3×2 Tickets für das Event

Erstmalig brachten Singer/Songwriter Alexander Knappe und das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus ihre gemeinsame Bühnenshow „Musik an. Welt aus.“ im Oktober des vergangenen Jahres nach Hamburg. Ihr Konzert im Audimax war innerhalb weniger Wochen ausverkauft. Aufgrund der riesigen Nachfrage wird das Crossover-Konzert aus frischem deutschsprachigen Pop und Klassik in diesem Jahr mit neuen und bekannten Gästen wieder in Hamburg aufgeführt.

Und zwar am Samstag, 9. September, im Mehr! Theater am Großmarkt.

„In Hamburg haben wir im vergangenen Jahr ein absolut großartiges Konzert erlebt. Der Zuspruch und die positive Resonanz haben uns selbst beeindruckt. Uns war sofort klar, dass wir wieder nach Hamburg kommen“, freut sich Alexander Knappe.

Seit 2013 gibt es die Kombination aus philharmonischen Klängen und Pop-Songs unter Leitung des Dirigenten Evan Christ in jährlich zwei – immer ausverkauften – Konzerten im Staatstheater zu erleben. Dabei wartet das Konzert immer wieder mit Überraschungen auf:  Plötzlich steht ein Opernchor auf der Bühne, oder mitten im musikalischen Rausch der zwei Welten spielt die Titelmusik eines Hollywood Blockbusters.

Hinzu kommen hochkarätige Gäste. Bei den vergangenen Konzerten kamen Künstler wie Johannes Oerding, Wincent Weiß, Alexa Feser oder Joel Brandenstein zusätzlich auf die Bühne.

Und in diesem Jahr? Ihr könnt es live erleben. Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Oder bei uns zu gewinnen!

Wir verlosen 3×2 Tickets für das Konzert am Sonnabend, 9. September 2017, 20 Uhr, im Mehr! Theater.

  • Mail senden an verlosung@vkfmi.de
  • Betreff: Musik an. Welt aus.
  • Einsendeschluss: 1. September, 23.59 Uhr

Viel Glück!

 

Bosse im Interview: „St. Pauli war für mich der Himmel“

Unsere Leute: Der Wahl-Hamburger Bosse bespielt in diesem Sommer erstmals die Trabrennbahn. Ein Gespräch über seine frühe Vorliebe für St. Pauli, Amore als Anker und das anstehende „Riesending“

Interview: Erik Brandt-Höge / Foto: Benedikt Schnermann

SZENE HAMBURG: Bosse, wann war dir klar: du und Hamburg, das könnte eine
Verbindung für länger sein?

Bosse: Schon als Teenagertourist war St. Pauli für mich der Himmel. Alternative Musik, Freiheit und Fußball. Da bin ich schnell angedockt.

Als du dann von Berlin nach Hamburg gezogen bist, warst du bereits etablierter Künstler. Denkst du, das Ankommen in der Hamburger Musikszene wäre dir sonst schwerer gefallen als einst in Berlin?

Bosse

Ich bin vor vielen Jahren wegen der Amore hierher, eher antizyklisch, da viele Hamburger Musiker damals nach Berlin gezogen sind. Ansonsten ist die Musikszene ein Dorf.

Du lebst am Stadtrand, hast zudem einen Platz mit Wohnwagen an der Elbe. Klingt fast wie ländliches Leben in der Stadt – oder trifft man dich, wenn du nicht tourst oder aufnimmst, auch regelmäßig in den dichter besiedelten und City-nahen Vierteln?

Ich mag den Stadtrand vor allem wegen der Elbe. Als unser Kind zur Welt kam, sind wir von der Annenstraße nach draußen gezogen. Es gibt trotzdem ein Büro auf St. Pauli und die ganzen Freunde. In Ottensen häng ich auch oft.

Und dein Musikeralltag? Wo und wie findet der statt? Wo wird z.B. geprobt? Wie muss man sich den Probenraum und das Studio vorstellen?

Wir proben einmal zu Beginn der Tour. Proberaum gibt es also nicht. Ich habe auch kein Studio. Nix hab ich. Mir reicht zum Schreiben ein Textbuch und eine Gitarre, da bin ich mobil und ungebunden. Feste Räume machen für meinen Job keinen Sinn. Am liebsten arbeite ich im Wohnzimmer, wenn keiner zu Hause ist, oder unterwegs.

Was die Hamburger Auftrittsorte betrifft, kommt nach der Sporthalle, die du bereits vor Jahren gefüllt hast, nun noch die Trabrennbahn dazu. Sind die ganz großen Shows in deiner Wahlheimat Hamburg besonders euphorisierend oder besonders Lampenfieber erregend oder schlichtweg Respekt einflößend?

In Hamburg waren die Konzerte schon immer besonders, egal ob in der Freiheit, in der Sporthalle oder im Knust. Die Trabrennbahn ist wirklich ein Riesending. Hätte keiner gedacht, dass wir die mal bespielen. Ich freue mich auf ein paar tolle Gäste auf der Bühne und über Boy und die Mighty Oaks. So einen Abend muss man als Musiker genießen, ohne Angst oder Stress in der Birne.

Hättest du etwas dagegen, wenn irgendwann das Millerntor-Stadion als Auftrittsort auch noch dazukäme?

He, he. Nicht durchdrehen.

Bumm Bumm: Magical Mysterie

Die Rückkehr des Karl Schmidt ist der Untertitel der Fortsetzung von Sven Regeners „Herr Lehmann“. Regisseur Arne Feldhusen erzählt in der Verfilmung die Geschichte eines sympathischen Anti-Helden – und feiert mit einer „Magical Mystery Tour“ das Leben, die Liebe und ein Stück deutsche Musikgeschichte: Techno. Am 31. August startet der Film in den Kinos. Das Abaton zeigt den Film im Rahmen eine Preview bereits am 28. August. Maike Schade hat mit dem Regisseur Arne Feldhusen über den Film gesprochen

Text & Interview: Maike Schade / Foto: xDCM / Gordon Timpen

Als die Mauer fiel, wankte auch Karl Schmidt: Er zertrümmerte seine Kunstwerke, wurde von seinem Kumpel Frank ins Urban-Krankenhaus geschleppt. Das war in „Herr Lehmann“, Leander Haußmanns genialer Verfilmung von Sven Regeners gleichnamigen Debütroman.

Jetzt ist er zurück: In „Magical Mystery“, der Verfilmung von Regeners Fortsetzungsroman.

Dieses Mal war Arne Feldhusen, preisgekrönt für „Stromberg“ und den „Tatortreiniger“, der Chef am Set. Und deshalb fühlt sich der Film auch ganz anders an als seinerzeit „Herr Lehmann“. Der taucht auch gar nicht mehr auf, im Mittelpunkt steht Karl Schmidt, grandios verkörpert von Charly Hübner.

Detlev Buck, der 2003 diese Rolle spielte, ist dennoch dabei – als steinreicher Chef des Techno-Labels Bumm-Bumm. Zusammen mit seinem Kumpel Raimund hat Ferdi eine Tour mit DJs durch Deutschland organisiert. Nur der Fahrer fehlt – und da kommt Karl, den sie nur Charly nennen, gerade recht: Als ehemaliger „Multitox“ muss er sowieso nüchtern bleiben.

Denn Karl ist zurück aus der Geschlossenen. Er lebt in einer therapeutischen Drogen-WG in Hamburg, jobbt als Aushilfshausmeister in einem Kinderkurheim. Wechselt Glühbirnen, entpropft verstopfte Klos, versorgt den heimeigenen Minizoo. Die Pillen hat er unlängst abgesetzt; der Blick ist dennoch trüb und leer. Als sein Sozialarbeiter Werner ihn zum sportlichen Urlaub in die Lüneburger Heide schicken will und im Kinderkurheim ein neuer Hausmeister eingestellt wird, entschließt er sich, den Job als Fahrer anzunehmen.

Es ist herrlich mitzuerleben, wie der schmerbäuchige Anti-Held auf der Reise nach und nach Selbstvertrauen gewinnt.

Während er morgens die zugedröhnten, zerfeierten, durchgeknallten DJs aus den Klubs klaubt, den Transporter mit der Bumm-Bumm-Meute über Köln, Hamburg, Bremen, München und ein norddeutsches Dorf mit unaussprechlichem Doppelnamen lenkt, ein Meerschweinchen beerdigt und fast einen psychotischen Schub erleidet, findet er zurück zu sich, ins Leben und zur Liebe. „Magical Mystery“ hat einen traumhaften Cast und ist gespickt mit absurd komischen Details und Dialogen.

Vor allem aber erzählt der Film eine leise, kleine, berührende Geschichte – und feiert mit einem großartigen Soundtrack und fetten Beats ein Stück deutscher Musikgeschichte.

Maike Schade hat mit Regisseur Arne Feldhusen über seinen Film gesprochen.

„Wer all diese absurden Details sehen will, jedes Wort des Romans liebt, den kann ich nicht befriedigen.“

SZENE HAMBURG: Arne, das ist dein erster „historischer“ Film. Wie bist du dazu gekommen?

Arne Feldhusen: Das ist eine lange Geschichte … Ich kenne Charlotte Goltermanns Namen schon sehr lange. Sie ist ja die Frau von Sven Regener, und mittlerweile macht sie für Filme musikalische Beratung. Aber früher, in den 90er Jahren, hatte sie in Hamburg ein Label, Ladomat 2000, ein Sublabel von L’ âge d’ Or. Die haben sich um die neue elektronische Musik gekümmert, aber aus einem Alternative-Umfeld heraus. Und dabei kam ein Mix raus, den ich total spannend fand. Ich hatte jede Ladomat-Platte! International waren die auch richtig erfolgreich. Der Song „From Disco to Disco“ am Ende des Films ist zum Beispiel so ein Ladomat-Song, und der war damals in Italien auf Nummer 1. Die Legende Charlotte Goltermann, die kannte ich damals also schon. Und als wir beim „Stromberg“-Film dann zusammengearbeitet haben, bei dem sie musikalische Beratung gemacht hat, hat sie mir den Roman gegeben. Er hat mich sofort angesprochen.

Was daran?

Nicht unbedingt das Musikalische, auch wenn man sich daran erinnert, weil man dabei war. Ich wollte keinen Musikfilm machen. Musik ist für mich total wichtig, sowieso, aber nur, um etwas zu unterstützen. Aber einen reinen Musikfilm, nein … Hast du das Gefühl, dass es das geworden ist?

Nein. Die Musik ist nur der Rahmen. Für mich ist das zum einen eine Liebesgeschichte. Vor allem aber die Geschichte von einer … äh, wie heißt das? … Ins-Leben-Zurückfindung.

Das ist schön. Dann ist es so geworden wie gedacht. Was mich vor allem bei diesem Buch gepackt hat, sind die Dialoge. Und die Figuren. Wenn er da über vier Seiten einen fast dadaistischen Dialog von Chaoten gibt, der eigentlich keinen Sinn hat, dann aber irgendwie ja doch. Das Ganze ist ja irgendwie eine Geschichte, bei der man denkt: Wo ist denn da die Geschichte? Aber dann merkt man, dass es eine Entwicklung ist, die genug Geschichte hat. Ich glaube, ich fühlte mich dem auch so nahe, weil Sven das ja auch aus der Distanz beschreibt. Ich war ja auch nie wirklich in der Techno-Szene, auch wenn ich manchmal aufgelegt habe, aber Sven hat da ja quasi eingeheiratet. Er ist immer Rockmusiker gewesen und hat sich das mit einem Astra von der Seite aus angeguckt. Dadurch hat er diese gute Distanz, die ich wichtig finde. Sie ist nicht groß, er war ja mittendrin, aber sie ist da. Auf gute Weise.

Sven Regener hat auch das Drehbuch geschrieben. Hat er dir am Set dann reingebratzelt?

Nein. Das geht auch nicht. Wir haben zusammen am Drehbuch gearbeitet – also, ich bin kein Autor, das ist ausschließlich Sven. Ich habe nur gesagt: Ja, das geht in die richtige Richtung, das kann man machen, da würde ich nochmal drüber nachdenken. Und als es  dann losging, hatte ich natürlich noch Fragen über Details, die ihm und auch Charlotte wichtig sind, es ist ja ihre Welt. Aber dann ist das irgendwann abgeschlossen, und dann beginnt meine Reise. Die können sich dann auch zurücklehnen, für mich ist der größte Druck am Set sowieso, dass ich will, dass es dem Autor gefällt.

Nicht dem Zuschauer?

Nein. Also klar, natürlich muss es dem Zuschauer gefallen. Ich mache ja sowieso nur Unterhaltung.

Nur?

Ja … Aber das ist anders. Ich muss mich erst mal selber auf etwas Neues einlassen, und hoffe gleichzeitig, dass ich die Zuschauer mitnehmen kann. Vorher aber muss ich dem Autor das Gefühl geben, dass ich verstanden habe, was er eigentlich sagen will. Das heißt nicht, dass ich alles genau so mache wie im Buch. Das funktioniert hier sowieso nicht, dieses Buch könnte man nicht eins zu eins verfilmen. Wer all diese absurden Details sehen will, jedes Wort des Romans liebt, den kann ich nicht befriedigen. Sondern nur den, der die Idee dahinter versteht und Bock drauf hat. Ich wollte auch nicht in diesem Regener-Haußmann-Buck-Kosmos von „Herr Lehmann“ rühren, sondern eher ein bisschen dagegen anstinken. Aber in dem Moment, wo Buck dabei war, ging das schon nicht mehr (lacht).

Magical Mysteriy

Arbeitsfoto; Arne Feldhusen (Regie)

Warum ist er denn dann dabei? Und warum ist er nicht Karl Schmidt, wie in „Herr Lehmann“?

Dass er dabei ist, ist etwas anderem geschuldet. Es war überhaupt nicht der Plan, dass Buck am Set seinem Alter Ego von früher begegnet. Für die Rolle von Karl Schmidt ist er mittlerweile auch einfach zu alt, der durfte ja nur ein paar Jahre älter sein als damals und nicht in dem Alter, in dem Buck jetzt ist. Aber das war auch nie Thema. Ich brauchte einen Ferdi, jemanden, der aus einer sehr lockeren Zeit kommt, ein bisschen hippiesk, der unbedingt noch dieses Gemeinschaftsstiftende will und eine Gruppe anführen kann. Das hat Buck sowieso alles. Und auch eine gewisse Traurigkeit, aber trotzdem etwas unfassbar Optimistisches, Fröhliches. Er ist jemand, der die anderen zusammenbringt. Das war für die Truppe etwas unheimlich Wichtiges.

Die reale Truppe? Oder die im Film?

Beides, das kann man nicht trennen. In dem Moment, in dem ich eine Geschichte mit solchen Individuen erzähle, erzähle ich sie mit Schauspielern, die ähnlich sind.

Die waren also in den Drehpausen genauso ein Chaotenhaufen wie im Film?!

Ja … (seufzt). Und deswegen war es auch so wichtig, dass das passt. Wenn man sich auf Leute stürzt, die eben mal das Maul aufreißen, sozusagen, dann muss man das eben auch ein bisschen lenken. Dann musst du dich beim Casting auch von Schauspielern verabschieden, die zwar großartig sind und eigentlich auch gut passen, aber die Truppe aus diesen sehr speziellen Persönlichkeiten nicht homogen machen. Ist mir irgendwie geglückt.

Ihr geht ja jetzt auf Kino-Tour. Wer passt denn dann auf euch auf?

Na, Buck(lacht)! Nein, ich weiß nicht, am Set war ich ja sehr, zu sehr in der Funktion des Regieführenden. Ich dachte oft: Schade, ich würde jetzt gern mit denen mehr Spaß haben. Aber ich musste mich die ganze Zeit zu sehr auf die Arbeit konzentrieren. Das wird jetzt definitv anders, wenn wir zusammen unterwegs sind.

Die Tanz- und Partyszenen wirken sehr authentisch. Wie habt ihr das so gut hinbekommen?

Das ist tatsächlich nicht so einfach, in vielen Filmen wirkt das eigentlich nur peinlich. Weil es ein enormer Aufwand ist. Bei uns haben sich die Tänzer vorher stundenlang eingetanzt. Aber das war mir eben wichtig. Gerade, wenn man die Szene kennt und mag, ist der Anspruch, es real wirken zu lassen, besonders hoch.

Ich habe den lustigen Äpfel-Pflück-Tanz vermisst …

Mir ging es ja nicht darum, die diversen Tanzstile damals zu zeigen. Ich wollte nicht noch einmal aufreißen, was damals alles neu und aufregend war. Das Thema wird ja durchaus behandelt, zum Beispiel durch diese riesigen Handys, die damals aufkamen. Aber ich wollte keinen Museumsfilm machen, es ging mir um Charlys Geschichte. Dass es da jemanden gibt, der in der richtigen Zeit den richtigen Schritt tut. Es ist viel wichtiger, was es mit Charly macht, wenn er zum ersten Mal wieder in einen Club kommt. Es geht um ein Gefühl und nicht um die Art, wie die da tanzen.

Trotzdem habt ihr eine Reihe damaliger Techno-Stars dabei: Westbam, Hans Nieswandt, Justus Köhncke, die Voigt-Brüder. Warum stehen die – bis auf Nieswandt –  nicht auch mal am Plattenteller?

Nein, es ging nicht darum, dass man die auflegen sieht. Die sind jetzt 20 Jahre älter, die müssen jetzt nicht nochmal die flotten DJs von damals spielen. Ich finde es viel besser zu sagen: Du bist jetzt hier der Gyros-Mann. Oder der Buchhändler. Für diejenigen, die sie aber vielleicht trotzdem erkennen, ist das bestimmt schön. Es schlägt eine Brücke von damals zu heute.

Habt ihr deshalb auch entschieden, nicht die Originalmusik von damals zu verwenden, sondern einen Soundtrack zu komponieren?

Genau. Wir brauchten ja unheimlich viel Musik, hatten aber nur ein sehr überschaubares Budget. Alle Künstler haben deshalb einfach das Gleiche bekommen, und das war nichts, womit man jetzt die große Mark macht. Deshalb freue ich mich besonders, dass so viele mitgemacht haben. Erobique zum Beispiel, also Carsten Meyer aus Hamburg, oder Westbam, Modeselektor und Deichkind. Die haben den „HalluHillu“-Hit von den HostiBros gemacht. Das ist ein Track, der früher vielleicht ja sogar ein Hit geworden wäre. Heute kann man das eigentlich nur lustig finden.

Ab 31.8.17 im Kino,  Preview am 28.8.17 im Abaton, 20 Uhr

Gewinnt 2×2 Konzertkarten für Amsterdam Klezmer Band, Sommer in Altona, 20 Uhr


Was Mitte der 1990er Jahre mit Straßenmusik in Hollands Hauptstadt begann, füllt inzwischen  Konzertsäle und Festivalgelände – überall auf der Welt. Aber ihre „street credibility“ hat sich die Amsterdam Klezmer Band (AKB) dennoch bis heute bewahrt.
Auf „Oyoyoy“, Nummer 14 in der laufenden Albumzählung, spielt die Formation einmal mehr ihre ureigene Variante des „Progressive Klezmer“ mit Ecken und Kanten, mit rauen Stellen und Widerhaken. 
Sobald sie in Tracks wie „Ringdingding“, „Cocek à la Kopyt“ und „Pure Pepper“ so richtig loslegt, gibt es auf Seiten der Zuhörer kein Halten mehr. Besser die Tanzschuhe anziehen!

Sommer in Altona, Amsterdam Klezmer Band, 30.8.17,  20 Uhr

 

Wir verlosen 2×2 Gästelistentickets für die Amsterdam Klezmer Band

Wie könnt Ihr mitmachen? Na so:

  • Mail senden an verlosung@vkfmi.de
  • Betreff: Amsterdam Klezmer Band
  • Einsendeschluss: 28.8.17, 10 Uhr

Bitte gebt euren vollständigen Namen an. 

Wir verlosen 2×2 Tickets: Der Fall Böse – das letzte Fest

Zeit ist eine seltsame Veranstaltung!

Das Ergebnis einer langen, steinigen Reise: Der Fall Böse (DFB) macht Schluss. Und lässt es noch einmal richtig krachen: am 29.September 2017 im Grünspan. Und ihr könnte dabei sein. Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze.

Nach 20 Jahren, 650 Shows in 10 Ländern auf 3 Kontinenten, ist das 7. und letzte Studio-Album der Band im Oktober 2016 erschienen. Jetzt ist die Geschichte offenbar auserzählt: „Es scheint alles gesagt, was wir sagen wollten“, heißt es von den Musikern. „Zudem sehen wir uns nicht mehr in der Lage, diese Band weiterhin mit diesem Aufwand an Energie zu betreiben, die sie benötigt und verdient.“ Doch „halbe Kraft“ ist kein charakteristisches Merkmal von DFB. Darum endet die Geschichte mit einer fetten Party genau dort, wo sie begann. Auf St. Pauli!

Dort hatten sich die Musiker 1996 bei den Dreharbeiten zu einem Low-Budget-Film um den drogenabhängigen Privatdetektiv „Joachim Böse“kennengelernt. Ursprünglich sollten sie dort die  Filmmusik einspielen, übernahmen aber kurzerhand auch noch sämtliche Rollen. Der Film floppte grandios.

Die Songs allerdings nicht. Sie tauchten immer wieder in TV-Spots und Kinofilmen auf. Und so gründete also der Zufall die Band und nannte sie „Der Fall Böse“.

Ihr erster Plattenboss wurde kurz vor Veröffentlichung ihres Debut-Albums, aufgrund von Verstrickungen in mafiöse Geschäftsstrukturen, von Interpol gesucht und tauchte unter.

In den darauffolgenden Jahren tourte die Band ohne Pause. Die Wege führten sie von Europa aus, quer über den gesamten Erdball. Von Mexiko bis Australien. Sie produzierten Album um Album; machten Filme. Highlights und Rückschläge. Vom leeren Provinzclub ins Vorprogramm von „Die Ärzte“.  Doch der Mainstream nahm nie wirklich nennenswerte Notiz – vielleicht auch ganz gut so.

Jede Geschichte hat ein Ende. Dieses ist (nicht) böse.

Der Fall Böse,

29. September 2017, Grünspan, Einlass: 19 Uhr

www.derfallboese.de , www.facebook.com/derfallboese

 Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze für das Konzert am 29.September 2017 im Grünspan! Und damit der Style passt, gibt’s jeweils 2 Fan-T-Shirts dazu.

Wie könnt Ihr mitmachen? Na so:

  • Mail senden an verlosung@vkfmi.de
  • Betreff: Der Fall Böse
  • Einsendeschluss: 29.08.17, 10 Uhr

Bitte gebt Eure T-Shirt-Größe an und, falls die Shirts vorher versandt werden sollen, auch den vollständigen Namen und die Adresse.