Krach & Getöse

Jurymitglied Heinz Strunk erklärt, wie man gewinnt. Der 4. Mai ist die Bewerbungsfrist für den Hamburger Musikerpreis

Über 200 Bands bewerben sich jedes Jahr für den Hamburger Musikerpreis. In diesem Jahr hören die Musiker Heinz Strunk, Y’akoto, Meret Becker, Tim Neuhaus, die ehemalige Krach & Getöse Preisträgerin Lùisa und Radiomoderator Jan Clausen die Demofiles durch. Sie wählen nach Fantasie, musikalischem Potenzial und Begabung aus.

Bis zum 4. Mai können sich Bands noch bewerben. Am 3. Juni werden die Gewinner gekührt, die für ein Jahr ein nettes Förderbrett bekommen: Es winken unter anderem Slots beim Reeperbahn Festival, Sziget (Budapest), MS Dockville, Lunatic Festival (LG), ein Aufnahmewochenende in den Clouds Hill Studios und ein Preisgeld.

Zwei Fragen an Andrea Rothaug, Geschäftsführerin von RockCity Hamburg e.V.

Wie ging es für Preisträger wie Tonbandgerät oder Spaceman Spiff weiter?

FUCK ART, LET’S DANCE! spielten beispielsweise auf der SXSW inTexas, Austin. Tonbandgerät tourten durch die USA. Parasite Single standen als Supportband (u.a. von The Dø oder Clean Bandit) auf großen Bühnen, Kid Decker tourt mit den Mighty Oaks um den Globus und auch Spaceman Spiff, LOIFIOR oder Sophia Kennedy sind heute vielen ein Begriff.

Nach welchen Kriterien sucht ihr eure Jury aus?

Die Jury ist eine unbestechliche, gut aussehende, musikbegeisterte Jury aus Musikerinnen und Musikern. Die Leute verstehen einfach was von Musik, und darum geht’s uns. Musikwirtschaftliche Aspekte sind bei der Auswahl nebensächlich.

Zwei Fragen an Jurymitglied Heinz Strunk

Was muss eine junge Hamburger Band können, damit du sie gut findest?

Schöne Harmonien, schöne Melodien, perfekt am Instrument, angenehme, nicht verwahrloste Erscheinungen.

Bist du bestechbar und wenn ja, wie?

Ich bin zu reich, um bestechlich zu sein, würde erst bei Summen ab 30.000 Euro aufwärts schwach werden. Und das kann von denen ja keiner aufbringen.

Fotos: Andreas Hornoff, Kerstin Groh, Mathias Bothor Photoselection