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Kuchen, Cocktails, Bier, Geschrammel

Sich die Hafenkante geben: Salon Stoer, neuer Treffpunkt am Hamburger Fischmarkt

Wie das so ist: „Menschen sitzen zusammen und denken sich lauter Quatsch aus“. Mitte August eröffnete am Fischmarkt in der ehemaligen Bar Cabana (davor Havanna Bar) der Salon Stoer. Doch Geschäftsleiterin Rebecca Raddatz beschreibt hier mitnichten das Konzept des Ladens, sondern antwortet auf die Frage zum Namen: „Stoer war am Anfang in der Auswahl, obwohl wir ursprünglich auf keinen Fall etwas mit Hafen oder Fisch machen wollten. Irgendwie sind wir immer wieder darauf zurückgekommen und Salon hat dann als Gegenpol zum etwas harschen Wort das Rennen der Synonyme gewonnen“.

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Je banaler die Namensgebung, desto interessanter der Inhalt. Mit Eike Wulf (Mutter/Kitty) und Thomas Unguraitys (Nachtasyl/Kitty) haben zwei erfahrene Gastronomen ihr Knowhow an die Hafenkante gebracht. Die neuen Besitzer präsentieren eine Mischung aus Kneipe, Bar und Café mit wechselndem Musikprogramm. Neben Kuchen und Eiscocktails am Nachmittag, lädt der Abend zum gepflegten Alkoholkonsum. Hohe Decken, dunkle Holzbar und der verkachelte Tresen erinnern ein wenig an ein Wiener Kaffeehaus. Das Publikum ist bunt gemischt. Zudem gibt es et- was, das in letzter Zeit gastronomisch vor allem Touristen vorbehalten war: Einen herrlichen Blick auf Elbe und Hafen!

„Momentan reicht das musikalische Programm von Shoegaze über Jazz, HipHop oder Elektro bis hin zu Mambo und Gitarrengeschrammel. Was es nie geben wird, ist Schlager und das Beste der 80er, 90er und von heute“, erklärt Raddatz, „genauso wenig wie politisch fragwürdigen Scheiß“.

Als Programmauszug für Oktober bedeutet dies Tim Boo Ba (8.10.), der Shoegaze Punk Rock ’n’ Roll-Abend „Satan Said Dance“ (15.10.) oder Elevate Ecky (21.10.). Immer sonntags ab 15 Uhr legen DJs auf.

Text: Ole Masch / Foto: HFR

Salon Stoer
Fischmarkt 6
Mo-Sa ab 14 Uhr, So ab 9.30 Uhr