Pils trinken im Wald

In der neuen Kneipe Wald am Großneumarkt fließt das Bier aus Kupferrohren ins Glas – die erste Tankbierbar Hamburgs

Pilze sammeln im Wald – kann man machen. Pils trinken im Wald – geht jetzt auch. Die Macher der ziemlich entspannten Korall Bar, einer Eckkneipe auf St. Pauli, ließen sich nun auch am Großneumarkt nieder. Wald heißt die erste Tankbierbar Hamburgs, die mit Kupferrohren, viel Holz und grünen Fliesen gemütlich und urig wirkt.

Früher betrieb Udo an dieser Adresse seine Kneipe Ost West. Es gab Bockwurst mit Stulle, Weinbrand-Cola und reichlich Deko aus der Zeit, als Deutschland geteilt war. Inklusive Honecker-Porträt. Die einen trauern um ihr ehemaliges Stammlokal, andere sind froh über den frischen Wind, den Iris Heitel und Beatriz Delgado López in den Laden bringen.

Ihr Konzept beruht auf einer Kooperation mit Pilsner Urquell. Das frisch gebraute, unpasteurisierte Bier wird direkt ab Brauerei innerhalb von 24 Stunden an das Wald geliefert. Hier fließt es aus großen kupferfarbenen Stahltanks direkt in die Zapfanlage und die Gläser der Gäste – ohne die Zufuhr von zusätzlicher Kohlensäure. Frisch und mild schmeckt dieses Bier.

Alternativ kann man sich sein Pils selbst zapfen, wenn man an dem langen Tisch mit der integrierten Anlage Platz nimmt. Anders als in der Raucherkneipe Korall Bar kann man im Wald auch etwas essen. Es gibt Suppen, frisches Brot mit Fässchenbutter, Salz, Oliven – und Stullen, ein bisschen wie früher bei Udo.

Text: Lena Frommeyer

Wald
Großneumarkt 45 (Neustadt)
Di-Fr ab 16 Uhr
Sa ab 12 Uhr