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BierSZENE – 5 Craft-Biere, die auch Nicht-Biertrinkern schmecken

Wir haben doch alle diesen einen Freund oder diese eine Freundin, die glauben, dass sie kein Bier mögen. Für mich als Biersommelier ist das natürlich kein haltbarer Zustand und ich glaube fest daran: Bier nicht zu mögen ist nicht möglich, man hat einfach nur noch nicht das richtige getrunken. Deshalb habe ich meine Top 5 der Biere zusammengestellt, die auch Nicht-Biertrinkern schmecken. Versprochen!

1) Salonsozialist von Landgang (Hamburg, Deutschland)
Für Fans von fruchtigen Cocktails

Ein Weizenbock, der durch die gewisse Spritzigkeit und Noten von Banane und weißem Pfirsich eher ein Böckchen ist. Der mundet auch Biertrinkern, die eigentlich keine sind.

Salonsozialist. Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

2) Onkel Herbert von Onkel (Düsseldorf, Deutschland)
Für Weißwein-Trinker

Eine Berliner Weisse mit Rhabarberpüree: Meine Freundin ist eingefleischter Weintrinker, aber für Onkel Herbert macht sie schon mal eine Ausnahme. Weich, leicht säuerlich und dabei fruchtig – herrlich!

Onkel Herbert. Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

3) Grand Cru von Rodenbach (Roeselare, Belgien)
Für Rotwein-Genießer

Dieses „Bier“ wurde wie ein Wein gekeltert und verschnitten. Schon aufgrund der Verarbeitungsweise erinnert wenig an den uns bekannten Biergeschmack. Säuerlich, weich und feinperlig auf der Zunge und der Geschmack von Traube, Sherry und Balsamico ist auch am Start.

Grand Cru. Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

4) Cali-Belgique IPA von Stone Brewing (Berlin, Deutschland)
Für Freunde von tropical Cocktails

Eine spezielle belgische Hefe-Art macht dieses Bier zu einem süß-würzigen IPA mit einem Hauch von Karibik. So ein IPA habt ihr noch nicht getrunken, versprochen!

Cali Belgique. Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

5) Schokobär von Veto (Feucht bei Nürnberg, Deutschland)
Für Liebhaber von heißer Schoki mit Schuss

Ein Schokoladen-Stout wie es im Buche steht: leicht süßlich, verdammt schokoladig und dabei unheimlich weich.

 

Schokobär. Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

 

Mindestens eins dieser Biere wird auch Nicht-Biertrinker davon überzeugen, dass Craft Beer eigentlich etwas ziemlich Tolles ist. Einfach ausprobieren. Euer Mut wird belohnt werden, da bin ich mir sicher.

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel


Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE: Charity Beer

Diese Biere trinkt ihr für den guten Zweck!

Dass man richtig Spaß dabei haben kann, etwas Gutes zu tun, wissen Hamburger spätestens seit den Clubkindern (tolle Truppe!). Wenn es jetzt nur noch die Möglichkeit gäbe, gut gebrautes Craft Beer zu trinken und gleichzeitig anderen zu helfen … Überraschung! Genau die gibt es. Und ihr könnt bereits an diesem Januarfreitag damit starten. Wer, wie, wo, wann, was? Das erfahrt ihr hier.

Zu den alten Hasen im Charity-Beer-Bereich gehören ohne jede Frage die Macher von Stone Brewing. Foto: Stone Brewing

Zu den alten Hasen im Charity-Beer-Bereich gehören ohne jede Frage die Macher von Stone Brewing. Die Berliner setzen dabei auf lokales Engagement, vor allem in Berlin und Mariendorf wollen sie die Welt täglich ein kleines bisschen besser machen. „Im Dezember haben wir zum Beispiel 1.700 Euro an wirBERLIN gespendet, ein Verein, der sich für mehr Lebensqualität im öffentlichen Raum engagiert“, erklärt mir Colin Lenz von Stone Brewing. „Und bei unserem CANtoberfest gingen für jedes verkaufte Dosenbier 25 Cent an einen gemeinnützigen Verein aus Berlin.“ Auch in Zukunft will sich das Team von Stone Brewing engagieren. So unterstützen sie zurzeit unter anderem die Aktion Alles im Fluss, die sich für saubere Ufer und Gewässer in Berlin einsetzt. Auf jeden Fall eine gute Sache, die man mit einem hohen (aber dennoch natürlich verantwortungsvollem) Konsum von Stone-Bier unterstützen sollte.

In der La Trappe Klosterbrauerei in Berkel-Enschot brauen Trappisten Mönche seit 1884 Klosterbiere. Foto: Felix Valentin

Auch unseren Nachbarn in Holland war Bierbrauen allein nicht genug. In der La Trappe Klosterbrauerei in Berkel-Enschot brauen Trappisten Mönche seit 1884 Klosterbiere. Seit jeher wollen die sie dort auch Gutes mit ihren Bieren bewirken; ein Teil des Ertrags kommt stets einem wohltätigen Zweck zugute. In Zusammenarbeit mit verschiedenen sozialen Einrichtungen bieten sie Menschen mit Abstand zum Arbeitsmarkt Arbeit in der Brauerei an. Außerdem unterstützen sie eine Abtei in Uganda, wo Mönche für die Bevölkerung vor Ort Projekte im Landbau, im Bildungssektor und im Gesundheitswesen ins Leben rufen. Mein Tipp also: Beim nächsten Holland-Trip einen Abstecher in das Kloster wagen. Vor allem der Biergarten ist in den Sommermonaten ein absolutes Highlight.

Hobby Brau. Foto: Henning Angerer

Doch auch in Hamburg bekommen wir das mit dem Charity Beer langsam hin. HobbyBrau, ein bunt gemischter Haufen von Hobbybrauern aus Hamburg, nimmt mit seinen spannenden Mini-Suden mehrmals pro Jahr an Craft-Beer-Veranstaltungen teil, bei denen man verschiedenste Biere gegen eine Spende probieren kann. Die Erlöse gehen immer an eine soziale Einrichtung. Auch heute am Freitag, den 26. Januar 2018, kann man ihre alternativen Biere wieder kosten: Im Salon über dem Galopper des Jahres zeigen die Hobbybrauer, was Vielfalt im Braukessel wirklich bedeutet. Und auch noch ein paar letzte Tropfen der Roten Hanse von And Social Drinkers befinden sich hier am Hahn. Also: Kommt ran da.

In diesem Sinne: Rettet die Erde – sie ist der einzige Planet mit Bier! Stößchen!

Euer Daniel

 


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE – Ein Bier für ein besseres Hamburg

Gute Sache: Das erste Charity Beer von And Social Drinkers geht kommende Woche an den Hahn. Das limitierte Craft Beer schmeckt nicht nur grandios, sondern macht Hamburg ein kleines bisschen besser.

Ein leichter Körper, der von feiner Säure umspielt wird. Dieses komplexe Aroma, das an Kirschen, Strauchblüten und Basilikum erinnert. Eine dezente Schärfe, die den Geschmack gekonnt abrundet. Die Rote Hanse ist ein bemerkenswertes Red Sour IPA – nicht nur, weil es La Bamba auf eurer Zunge tanzt, sondern auch, weil es euch die Möglichkeit gibt, beim Biertrinken etwas Gutes für Hamburg zu tun. Klingt toll? Ist es auch! Denn die Rote Hanse wurde speziell für den guten Zweck gebraut.

Es ist ein Charity Beer: das Red Sour Beer die Rote Hanse. Foto: Jennifer Meyer

Die Idee dazu kommt von And Social Drinkers. Ein bunter Haufen von Biernerds, die die Leidenschaft für Craft Beer teilen – und ja, auch ich gehöre seit der ersten Stunde im Frühling 2017 dazu. Gemeinsam unseren Bierdurst zu stillen und zu Fachsimpeln war uns aber bereits nach kurzer Zeit zu langweilig. Ein Projekt musste her, etwas, dass Hamburg zeigt, dass man mit Craft Beer viel Schönes und Gutes erreichen kann. Dafür arbeiten wir ab sofort regelmäßig mit kleinen Kreativbrauereien zusammen, brauen mit ihnen ein einzigartiges Bier und verkaufen dieses für gemeinnützige Zwecke in Hamburg. Unser erstes Charity Beer haben wir mit Jens Block und Jens Hinrichs von Bunthaus aus Wilhelmsburg kreiert: die Rote Hanse.

Das Bier ist stark limitiert. Gerade einmal 110 Liter gibt es von dem besonderen Hopfentropfen. Wer ein Glas davon abbekommen möchte, sollte beim Fassanstich am Donnerstag, den 18. Januar 2018 dabei sein. Ab 18 Uhr fließt es dann an den Hähnen des Alten Mädchen, des Bunthaus Schankraums, des Galopper des Jahres und des Landgang Schankraums – natürlich nur so lange der Vorrat reicht. Der Erlös geht an das Hamburger Kinderhospiz Sternenbrücke.

Wir sehen uns an der Biertheke.

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel

Fotos: Jennifer Meyer


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

 

BierSZENE – Daniels Jahresrückblick

Hallo liebe Biertrinker, zack ist Weihnachten schon wieder vorbei. Und auch 2017 ist quasi schon Schaum von gestern. Zeit, um sich die vergangenen Monate noch einmal auf der Zunge zergehen zu lassen – und um einen kleinen Blick ins neue Jahr zu wagen. Was geht ab in 2018? Hamburg, Bier und Bunthaus!

 

Rückblick: Tschüss, du schönes Zweinullsiebzehn!

Bunthaus Brauerei: Jens und Jens starten durch

Ein Höhepunkt 2017 ist für mich ganz klar, was Jens Block und Jens Hinrichs von der Bunthaus Brauerei in Wilhelmsburg auf die Beine gestellt haben. Seit diesem Jahr fließt das Bunthaus-Bier dank der neuen Abfüllanlage nicht nur in Flaschen, sondern auch aus den eigenen Hähnen – und zwar im Bunthaus Schankraum im ehemaligen Verdüsungswerk des ebenfalls frisch gebackenen Kulinarischen Campus Wilhelmsburg.

Jens Block und Jens Hinrichs, die Brauer der Bunthaus Bauerei. Foto: Bunthaus

Der Kulinarische Campus Wilhelmsburg im Wasserwerk am Inselpark. Foto: Kulinarischer Campus

Der Bunthaus Schankraum. Foto: Bunthaus

Seit der Eröffnung im September hat sich der Schankraum zum feucht-fröhlichen Treffpunkt der Wilhelmsburger entwickelt und ich kann jeden Hamburger nur empfehlen: Ab auf die Elbinsel! Jeden Donnerstag und Freitag ab 18 Uhr erwarten euch dort feinstes Fassbier, abgefahrene Spezialsude (Probiert die wechselnden Sauerbiere!) und richtig gutes Essen. Denn Jens Block ist nicht nur Jung-Brauer (und studierter Diplom-Biologe), sondern auch ein kreativer Koch und tischt wechselnde Schmankerl auf – von Smørrebrød, Polynesian Hot Dog und Irish Stew bis Käsespätzle und Labskaus. Der Bunthaus Schankraum: Was für ein Geschenk für Wilhelmsburg!

Winter Beer Day & Microbrew Year

Auch das Jahresende hatte mächtig Umdrehungen. Mit 3.000 Besuchern, 20 Brauereien und 130 Bieren (!) haben die Winter Beer Days 2017 mal wieder bewiesen: Die Craft-Bier-Szene in Hamburg bebt! Wir Hanseaten haben einfach richtig Bock auf gutes Bier, Lust auf Neues und vor allem verstehen wir, warum Craft Bier jeden verdammten Cent wert ist.

Schwere Jungs von elbPaul. Foto: Henning Angerer

Full House beim Winter Beer Day 2017. Foto: Henning Angerer

Zum Wohl. Foto: Henning Angerer

 

Dank euch können sich die Brauer austoben, sich an große Kreationen oder abgefahrene Microbrews wagen. Sie können Biere in Fässern lagern, ungewöhnliche Aroma-Kombinationen ausprobieren und direkt von euch erfahren, ob hopp oder top. Diese unglaubliche Entwicklung der Craft-Beer-Szene macht auch mich als Biersommelier, als den Typen, der all diese Biere an den Mann und an die Frau bringt, so stolz. Danke für dieses Vertrauen, Hamburg!

Ausblick: Was geht ab in 2018?

Von jungen Böcken und 1.000 Bieren

Das große Zeitalter des Craft Beers geht weiter – im neuen Jahr, mit neuen Bieren und grandiosen Festen. Im Frühjahr stehen die Spring Beer Days in den Schanzenhöfen an. Dann rücken wieder Brauereien aus ganz Europa mit ihren jungen Böcken an. Mindestens so spannend wird natürlich auch, was Jens und Jens von Bunthaus für neue Projekte und Biere aus dem Braukessel zaubern.

Für mich persönlich geht’s dann im April erstmals als Juror zum Meiningers International Craft Beer Award 2018. Dort wollen fast 1.000 Biere aus der ganzen Welt verkostet und bewertet werden. Zur „Erholung“ reise ich dann im Mai nach Kopenhagen zur Mikkeller Beer Celebration, um rauszufinden, was die skandinavischen Craft-Beer-Brauer so treiben. Vielleicht ist das ja auch was für eure Frühlingsferien …

Try the Tripel: Meine Bierempfehlung zum Jahreswechsel

Keine Kolumne ohne Bier-Empfehlung. Deshalb gibt es zum Abschluss dieses BierSZENE-Jahres natürlich noch den Sud meines Herzens für euch: Probiert den Ratsherrn Dreizack – und zwar JETZT! Der belgische Triple ist eine limitierte Winter-Edition – und damit das perfekte Bier für den Jahreswechsel und ein spitzen Last-Minute-Geschenk für Bierliebhaber (erhältlich u. a. bei uns im Alten Mädchen oder im Craft Beer Store).

Ratsherrn Dreizack – Das Belgische Triple. Foto: Ratsherrn

In diesem Sinne: 2018 kann kommen! Rutscht fein rein ins neue Jahr – mit großem Durst und gutem Bier.

Euer Daniel

 


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

 

BierSZENE: 5 Biere, die du diesen Winter nicht verpassen darfst

Winter is coming! Also machts euch muckelig, bewaffnet euch mit Flaschenöffnern und kommt auf die dunkle Seite des Bieres …

…denn schwer, cremig und tiefschwarz ist in dieser Saison mal wieder sehr angesagt. Welche der zahlreichen Winter-Craft-Biere ihr auf keinen Fall gegen Glühwein eintauschen solltet, erfahrt ihr hier. Und ein paar davon könnt ihr sogar am Samstag, den 25. November 2017 beim Winter Beer Day (#WBD2017) kosten.

1) Xocoveza – Stone Brewing Berlin

Kakao, Vanille, Kaffee, Chili, Zimt und Muskat – all diese Aromen und noch ein paar mehr findet man in diesem herrlichen Mokka-Stout. Dieses ursprünglich mexikanische Rezept bringt Schärfe in die winterliche Kälte und wärmt herrlich von innen!

 

2) Lumberjack – Ratsherrn Brauerei (#WBD2017)

Mach den Holzfäller für mich, Baby! Ein winterliches Ale aus dem Hause Ratsherrn darf in dieser Liste natürlich nicht fehlen. Das obergärige Ale besticht durch eine feine Kräuter- und Fruchtnote. Dadurch, dass es im Lagertank auf Eichenholzchips gereift ist, entwickelt es tolle Aromen, die an Vanille und holzige Noten erinnern.

 

3) X-Mas Ale – Circle 8 Brewery (#WBD2017)

Unser liebster englischer Brauer aus Alsterdorf gehört hier einfach hin. Nikhil Jani bezaubert uns mit Orange, Zitrone, Muskatnuss, Fenchel, Nelken und Sternanis. Ja, ihr ahnt richtig: Nikhil hat quasi Lebkuchen verflüssigt und in Flaschen abgefüllt. Das Beste – dieser Lebkuchen hat kuschelige 4,7 Prozent Alkohol und kann damit gemütlich unter dem Christbaum getrunken werden. Bei uns im Mädchen wird das Ale während der gesamten Adventszeit vom Fass verfügbar sein. Willkommen im Winterhopfenland!

4) Hoppy Christmas – Brew Dog

Der schottische Brauhund legt uns ein hopfiges und optisch leckeres IPA unter den Weihnachtsbaum. Darin befindet sich der US-Hopfen Simcoe, der alleinig in der Hopfengabe Verwendung findet. Das gibt dem IPA vor allem Aromen, die an Citrus, Papaya und Pinie erinnern. Eine Hopfendröhnung, die auch unseren Hopheads ein harmonisches Weihnachtsfest beschert.

5) Salonsozialist – Landgang Brauerei (#WBD2017)

Die Weihnachtszeit ist eine besinnliche Zeit. In dieser muss geradezu gefrönt und geschlemmt werden. Damit das möglichst jeder kann, braut Sascha und das Team der Landgang Brauerei jedes Jahr in der Voradventszeit den Salonsozialisten für die Arbeiterklasse. In diesem Weizendoppelbock kommt eine Champagner Hefe zum Einsatz, die dem Bier feine Noten verleiht und an weißen Pfirsich und Rosinen erinnern. Der spezielle Bock für jedermann!

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel

/Fotos: Henning Angerer


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 11 Jahren in Norddeutschland, seit 4 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 3 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE: Warum zur Hölle ist Craft Beer eigentlich so teuer?

Diese Frage hat sich wahrscheinlich jeder von euch schon gestellt, als er vor den Regalen seines Lieblings-Bierhändlers stand. 5,99 Euro für ein 0,33-Flaschenbier? Warum zum Teufel ist das so teuer?! Ist doch nur Bier, oder? Nicht ganz. Es ist vor allem ein Hopfensmoothie mit viel, viel Inhalt.

Massenproduziertes Bier ist billig hergestellt, aus 08/15-Zutaten gebraut und waaaahnsinnig verwässert. Daher schmeckt es nur nach wenig oder im schlimmsten Fall – wie bei Oettinger – auch mal nach Klo. Bei guten Bieren ist es nicht anders als bei guten Speisen: Will man, dass mehr und vor allem gute Zutaten drinstecken, muss man dafür auch tiefer in die Tasche greifen. Die Craftbrauer unseres Vertrauens benutzen also gefragte, qualitativ hochwertige und deshalb teure Rohstoffen, um uns ein leckeres Bier zu kredenzen.

Jede Menge gute Tropfen: In Hamburger Fachgeschäften wie dem Craft Beer Store kommen keine Massenprodukte ins Regal.

HOPFEN – das grüne Gold

Der Preis für Hopfen wird auf dem internationalen Markt von Angebot und Nachfrage bestimmt. Da die Craft-Beer-Szene in den vergangenen Jahren in vielen Ländern gewachsen ist, sind auch die Nachfrage nach besonderen Hopfensorten und somit auch ihre Einkaufspreise gestiegen. Prominentes „Opfer“ ist der Citra-Hopfen aus den USA: Er ist mega beliebt unter den Hopheads und daher sehr teuer geworden in den letzten Jahren. Ein Kilo Citra kostet um die 80 bis 90 Euro. Noch vor ein paar Jahren lag der Preis bei weniger als der Hälfte! Auch Dry Hopping (auf Deutsch: Hopfenstopfen) liegt im Trend. Wie der Name vermuten lässt, braucht man für dieses Verfahren jede Menge Hopfen – auch das macht das fertige Bier am Ende natürlich teurer.

MALZ – ein teurer Spaß

Im Mittelalter galt Weizenbier als Getränk der Fürsten und Könige. Klar, damals war das vor allem der Knappheit dieses edlen Getreides geschuldet, aber so ein Körnchen kann auch heutzutage noch recht teuer sein. Wird es lange veredelt oder – wie bei Rauchmalzen – zusätzlich behandelt, kann dies die Geldbörse des Braumeisters gut strapazieren. Zudem stecken in fast jedem Craft Beer deutlich mehr Malze als bei industriell hergestelltem Bier.

LAGERUNG – weniger Kopp, mehr Kosten

Einen weiteren Faktor stellt die Lagerung von Jungbier in Gärtanks da. Aus Kostengründen verweilt industriell gefertigtes Bier meist eine Woche in der Lagerung. Die Lagerung stellt unter anderem sicher, dass Alkaloide, die wir nicht im Bier haben wollen, auf natürliche Weise herausgefiltert werden. Ja, das sind die bösen Fuselstoffe, die für unser Kopfaua am Folgetag zuständig sind. Je länger man dem Bier Zeit zum Ruhen gibt, desto besser und sauberer ist es am Ende. Unter dem Gütesiegel Slow Brewing haben sich mittlerweile sogar Brauereien zusammengeschlossen, die für eine langsame und schonende Brauweise stehen.

Das teuerste Bier der Welt

… kommt übrigens aus Bayern. Woher auch sonst? Bei Schorsch Bräu wird ein Eisbock produziert, der einen Alkoholgehalt von 57 Prozent erreicht. Dies geschieht durch Einfrieren eines ohnehin schon alkoholreichen Bockbiers. Durch die lange Lagerung von mindestens vier und bis zu sechs Monaten, erreicht der Eisbock sein hohes Alkoholvolumen. Er ist damit das stärkste und mit knapp 100 Euro für 0,2 Liter auch das teuerste Bier der Welt. Und soll ich euch was sagen? Der teure Tropfen lohnt sich richtig!

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel

/Fotos: Henning Angerer


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

 

 

BierSZENE: Diese 6 Biere MUSST du probieren!

Hamburg, halt dich fest: Ich verrate euch die „Biere meines Lebens“. Diese sechs glorreichen Sude haben mich in den letzten Jahren einfach umgehauen – und glaubt mir, ich habe viele Biere probiert. SEHR viele. Die Besten der Besten gibt’s jetzt. Hier. Für euch. Und los!

1. Hoppebräu: West Coast IPA

Was für eine Hopfengranate! Das West Coast IPA von Markus Hoppe aus Oberbayern ist sehr jung (geb. 2017) und mächtig feierwütig. Schluck für Schluck verwandelt das American IPA deinen Gaumen in eine Karibik-Party: super süffig, mega weich, fein perlig. Aber Vorsicht: Im Abgang schlagen die 90 IBU durch und kleben präsent bitter im Rachen. Kein Getränk für Hopfenspießer!

2. McGargles: Fancy Frank’s Lager

Das Glück der Iren liegt – in diesem Bier! Fancy Frank’s Lager ist ein absolutes „Must-drink“ von der grünen Insel. Toll würzig, schön schlank und dazu noch super selten, denn die McGargles-Familie hat sich mit dem Lager an einen für Irland ganz und gar untypischen Bierstil gewagt. Lagertest bestanden – und wie!

West Coast IPA, Vancouver Weisse und Clear Alcohols Are For Rich Women On Diets

3. Bierfabrik: Clear Alcohols Are For Rich Women On Diets

Sebastian Mergel von der Berliner Bierfabrik ist für mich der „King of Barrel-aged Beer“ und mit diesem fassgelagerten Rauchbier hat der Brauer und frühere Winzergeselle (!) endgültig Heldenstatus erreicht. Das Geheimnis: Sebastian hat seinen Rauchbock The Swanson für 4 Monate in einem Holzfass aus amerikanischer Eiche gelagert; vorher reifte darin noch Pinot Noir aus der Pfalz. Das Ergebnis: ein butterweicher Bock, ein schokoladig-fruchtig-herber Gaumenstreichler – einfach ein Traum (mit einem seeeeeeehr langen Namen).

Der „King of Barrel-aged Beer“: Sebastian Mergele von der Berliner Bierfabrik

4. Ratsherrn: Dreizack

Dieses Bier ist eine Offenbarung! Und für mich der geilste Coup von Ratsherrn-Braumeister Ian Pyle. Das Belgian Tripel fährt mit 8,4 % Vol. voll auf. Diesen hohen Alkoholgehalt schmeckt man null, stattdessen tanzt der Dreizack fruchtig und weich über die Geschmacksknospen. Und das Allerbeste: Aus erster Bierquelle weiß ich, dass die neue Charge des Dreizacks kurz vor Abfüllung steht. Ab November fließt er wieder – im Craft Beer Store von Ratsherrn oder beim Bierdealer deines Vertrauens.

5. Steamworks: Vancouver Weisse

Sauerbiere sind in – und dieses Sauerbier ist der Kracher! Die Vancouver Weisse wird von Steamworks in Kanada im Berliner Stil gebraut und mit frischen Himbeeren fermentiert. Es entsteht: ein trockener, saurer Hochgenuss. Die Himbeeren kommen erst im Abgang, dann aber volle Pulle zur Geltung. Insidertipp: Ich habe noch drei Fässer des limitierten Sondersuds im Alten Mädchen auf Vorrat. Come in and drink out.

Katerfrühstück Vanilla Stout, Fancy Frank’s Lager und Dreizack

6. Schoppe Bräu: Katerfrühstück Vanilla Stout

Holy Shit! Dieses Katerfrühstück knallt mit 12 Prozent und der ultimativen Vanilledröhnung. 200 Vanilleschoten haben die Brauer von Schoppe Bräu aus Berlin mühsam per Hand ausgeschabt und daraus dieses Imperial Vanilla Stout zusammengebraut. Würzig, zimtig, nelkig, geil: Dieser teuflisch gute Kater lohnt sich.

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel

PS: Die Zusammenstellung dieser Liste basiert auf meinem persönlichen Ranking bei Untappd. Über Jahre hinweg habe ich jedes Bier sorgfältig verkostet, bewertet und nun für euch meine absoluten Favoriten herausgefiltert.

 /Fotos: hfr


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

 

 

BierSZENE. Bunthaus Schankraum: Läuft bei dir, Wilhelmsburg!

Sie sind Hamburgs Sauerbier-Pioniere – und die einzigen Elbinsel-Brauer der Stadt: Jens und Jens von der Bunthaus Brauerei haben Wilhelmsburg endlich wieder eigenes Bier geschenkt. Das fließt jetzt auch im frisch eröffneten Bunthaus Schankraum. Und bald in Flaschen! Ich habe die beiden in ihrem neuen Taproom besucht.

Foto: Bunthaus

In Wilhelmsburg geht’s ab! Das ehemalige Wasserwerk am Inselpark hat sich in den letzten Monaten in den Kulinarischen Campus verwandelt – für Events, Genuss und Bier! Ins alte Verdüsungs-Gebäude auf dem Wasserwerk-Gelände ist nämlich nicht nur das Café Schmidtchen eingezogen, sondern Ende September auch die Bunthaus Brauerei mit ihrem allerersten Schankraum.

Aus fünf Hähnen läuft jetzt jeden Donnerstag und Freitag ab 18 Uhr bestes Craft Beer. Dazu gibt’s passende Snacks und ordentlich Nachbarschafts-Schnack.

Bunthaus

Jens Hinrichs

Hinter Bunthaus stecken die Brauer Jens Block und Jens Hinrichs. Beide leben seit Jahren in Wilhelmsburg: „Für uns war deshalb klar: Wenn wir eine Brauerei aufmachen, dann natürlich in unserem Viertel. Das gilt auch für unseren Schankraum“, erzählt mir Jens Hinrichs, während ich staunend durch den Raum blicke.

Bunthaus

Jens Block

Was für ein irrer Ort! An den Wänden haben Zeit und Wasser eine geniale Patina erzeugt, dazu Eichenholzfußboden, Holzmöbel – und gutes Bier natürlich.

Kulinarischer Campus. Wir gehen dann mal wieder studieren. Foto: Kulinarischer Campus

Im Kommen: Wilhelmsburger Flaschen-Bier

„Wilhelmsburg ist ein Dorf. Man kennt sich, man trifft sich. Jetzt eben auch bei uns im Schankraum. Die Leute wollen Wilhelmsburger Bier trinken.“ Kein Wunder also, dass Jens und Jens auch in den kommenden Wochen weiter aufdrehen: Über Crowdfunding haben sie gerade die Finanzierung für eine eigene Flaschenabfüllanlage erfolgreich abgeschlossen. Ab Ende Oktober gibt es ihr Bier – vom fancy IBA bis zur crazy Gose – endlich auch zum Mitnehmen.

„Wir planen außerdem einen klassischen Brew extra für Wilhelmsburg. So einen, den sich die Leute dann auch gerne mal beim Kiosk rausholen“, verrät Jens.

Außerdem setzten sie auf Foodpairing und holen sich wechselnde Biere von befreundeten Brauern an den Hahn. „Wir wollen einfach die Biervielfalt feiern.“

Richtig so.

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel

Bunthaus Schankraum / Wasserwerk Wilhelmsburg / Kurdamm 24 / Hamburg / Donnerstag + Freitag ab 18 Uhr

 /Fotos: Bunthaus/Kulinarischer Campus/ hfr


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

 

BierSZENE: Sauer macht lustig

Biersommelier Daniel Elich über the next big Bier-Trend: Sauerbier. Klingt komisch, ist aber phänomenal lecker

Sauerbiere – das können viele verschiedene Braustile sein. Charakteristisch ist aber bei allen (Achtung: Überraschung!) der säuerliche Geschmack. Dieser kommt von der Milchsäure, die neben Alkohol und Kohlensäure während der Gärung entsteht.

Alle, die jetzt denken, „Was haben diese durchgedrehten Craft-Beer-Irren da jetzt schon wieder verbrochen?“, dürfen sich kurz entspannt zurücklehnen. Denn das sauer-köstliche Zeug war in früheren Zeiten schlicht normal.

Die Möglichkeiten der Pasteurisierung (= Abtöten von Keimen und Mikroorganismen) sorgten dafür, dass der säuerliche Geschmack Ende des 19. Jahrhunderts aus deutschen Bieren verschwand. Dabei wäre sogar fast die Berliner Weisse verloren gegangen. (Wir hätten dich sehr vermisst!)

Umso schöner, dass Brauer aus der ganzen Welt diesen Geschmack wieder aufleben lassen. Für manche mag dieser Trend etwas gewöhnungsbedürftig sein, für andere ist er die erfrischende Bieroffenbarung schlechthin.

Ich zähle (wie so oft) zu den Letzteren und präsentiere euch voller Stolz meine aktuellen Lieblingssauerbiere und etwas Passendes zu Futtern dazu. Viel Vergnügen.

Ratsherrn & Zagovor – Apricot Uprising
Sauerbier

Apricot Uprising

Ein Sauerbier nach Berliner Art, in Hamburg gebraut. Ein ordentlicher Weizenanteil und Milchsäurebakterien sind bei diesem leckeren Ding am Start. Die russische Brauerei Zagovor hat der Hamburger Brauerei Ratsherrn Pfirsiche mitgebracht, die schnurschtracks in den Braukessel gewandert sind. Herausgekommen ist ein leichtes, einsteigerfreundliches Sauerbier. Wieso? Es überfordert nicht mit zu viel Säure. Die fruchtigen Aprikosennoten schmeckt man deutlich.

Dazu: Omas Aprikosen-Sahne-Torte ist der Knaller zu diesem Bier. Sauer und süß machen verdammt lustig!

Buddleship – Aufklärung

Sauerbier

Die andere Hamburger Brauerei mit einem tollen Gose! Trocken, leicht salzig und herrliche Noten, die an Limette und Minze erinnern. Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Kombination liebe? Aus gutem Grund in den letzten Wochen ausverkauft und ab heute wieder im Handel erhältlich. Das Wochenende kann kommen!

Dazu: Buddleship und Hafen? Passt… Meine Empfehlung daher: Ein leckeres Fischbrötchen an den Landungsbrücken (Brücke 10!) und dazu eine Aufklärung, besser geht’s nicht!

Stone Brewing – White Geist Berliner Weisse

Sauerbier

Die Hauptstadt, auch in Sachen Craft Beer, darf hier natürlich nicht fehlen. Mit dem „White Geist – Berliner Weisse“ braut Stone Brewing ein Sauerbier, welches recht vollmundig für eine Weisse ist und nach reifen gelben Äpfeln schmeckt.

Dazu: Apfelkuchen mit Boskoop Äpfeln aus dem Alten Land.

 

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE – Angeberwissen: 5 Fakten über Hopfen, ohne die Biernerds nicht weiterleben können

Liebe Craft-Beer-Fans,

beim Thema Hopfen drehen in der Craft-Beer-Szene gelegentlich alle ein bisschen durch – im positivsten Sinne und natürlich völlig zu Recht. Denn die kleinen Knospen sind geschmacklich ganz groß. In Deutschland ist gerade Hopfenernte angesagt.

Genau die richtige Zeit, um sich mit dem grünen Gold ein bisschen näher zu beschäftigen. Merkt euch fleißig, was ihr gleich lest. Denn mit folgende Fakten könntet ihr eure Dates heute Abend maßlos von euch beeindrucken oder euren Freunden zeigen, dass ihr definitiv der coolste Checker unter den Biertrinkern seid.

Es ist also nicht übertrieben, wenn ich sage, dass diese Liste euer Leben für immer verändern könnte.

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1) Das größte deutsche Hopfenanbaugebiet liegt in Hallertau.

Wo? Genau! Das fast 19.000 Hektar große Hopfenanbaugebiet liegt jeweils zur Hälfte in Ober- und Niederbayern. 83 Prozent des deutschen Hopfens haben hier ihre Wurzeln. Das entspricht gut einem Drittel der weltweiten Hopfenernte. Bereits seit dem 8. Jahrhundert wird in der Hallertau Hopfen angebaut.

2) Hopfen wächst bis zu 2,1 Meter pro Woche.

Hopfen ist eine Kletterpflanze, die bis zu 30 Zentimeter pro Tag wächst. Kein Wunder, dass man für solch wuchernden Pflanzen früher jede Menge Erntehelfer brauchte. Bis zu 200.000 Hopfenzupfer kamen jedes Jahr in der Erntezeit in die Hallertau. Mit den Erntemaschinen in den 1950er Jahren gingen aber auch die Erntehelfer. Heute schaffen Familienbetriebe die Ernte oft allein – moderne Technik macht es möglich.

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3) Bei Hopfen benutz man nur den weiblichen Teil der Pflanze – bei Cannabis auch.

Hopfen und Cannabis gehören beide zur Familie der Hanfgewächse. Bei Cannabis machen ausschließlich die unbefruchteten, weiblichen Knospen high oder stoned. Das ist bei Hopfen ganz ähnlich: Nur die weiblichen Blüten enthalten Hopfenöle, Bitter- und Gerbstoffe, die essentiell fürs Brauen sind. Deshalb werden die weiblichen Pflanzen streng von den männlichen Pflanzen getrennt, die sie bestäuben könnten.

4) Rund 700 Hopfensorten gibt es auf der Welt

Etwa 200 Sorten davon werden auch tatsächlich zum Brauen benutzt – Tendenz steigend. Botaniker und Hopfenbauer kreuzen gerne verschiedene Hopfen, um ausgestorbene Sorten wiederzubeleben oder um neue zu kreieren.

5) Crystal, Sorachi Ace und Galaxy sind nicht die Kinder von Jamie Oliver, sondern Aromahopfen

Klassische Hopfen (Bitterhopfen) verleihen Bier seinen typisch bitteren Geschmack. Aromahopfen hingegen lösen komplexere Geschmacksnoten aus und verleihen vielen modernen Craft Bieren Charakter. Sie besitzen einen eher geringen Anteil an Bitterstoffe. Da aber auch die in einem Bier benötigt werden, braucht man von ihnen im Verhältnis mehr zum Brauen als von Bitterhopfen. Durch einen hohen Anteil an Aromaölen, die für den blumig-fruchtigen Facettenreichtum sorgen, sind Aromahopfen aber auch teurer als Bitterhopfen. Einer der Gründe, warum kommerzielle Brauereien sie nicht so oft verwenden. In der Craft-Beer-Szene wird für solche Aromabomben allerdings gerne einmal der eine oder andere Groschen mehr ausgegeben.

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!