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Club Award 2018: Eine Krone für den Club

Weit über 11.000 Veranstaltungen, geschätzte vier Millionen Besucher. Die Hamburger Liveclub-Szene brummt. Clubkombinat und Kulturbehörde finden das ausgezeichnet und vergeben die Club Awards 2018

Manch Clubbetreiber mag sich eben erst von den Silvesterfeierlichkeiten erholt haben, da steht bereits das nächste große Nachtleben-Event ins Haus. Am 25. Januar werden im Docks die Hamburger Club Awards verliehen. Bereits zum achten Mal gibt es die begehrten Trophäen. „Auch 2018 verschafft der Award den Leistungen der Clubszene die notwendige Aufmerksamkeit“, meint Lucas Paradies vom Clubkombinat. „Er bringt all diejenigen zum Feiern zusammen, die trotz zahlreicher Bedrohungslagen allabendlich mit Herzblut und Idealismus dafür sorgen, dass Clubgängerinnen eine schier endlose Zahl an Live-Konzerten und Partys erleben können“.

Und genau das soll belohnt werden. Im Rahmen der Verleihung werden Awards in Kategorien wie Bester neuer Club, Stärkste Newcomer-Förderung oder Clubnacht des Jahres verliehen. Das im letzten Jahr überarbeitete Jury-Verfahren, setzt auch diesmal auf die Schwarmintelligenz von rund 250 Personen aus der Hamburger Musikszene. „Es steht vor allem für mehr Fairness und Transparenz im Auswahlprozess,da persönliche Präferenzen weniger ins Gewicht fallen“, so Paradies. „Aus der Clubszene erreichte uns vielfach das Feedback, dass eine solche Ehrung nunviel mehr bedeutet“. Für den Award Beliebtester Musikclub des Jahres gilt das schon lange. Er wird seit jeher vom Publikum vergeben: Auf der Seite des Clubkombinats kann jeder noch bis zum 21. Januar für seinen persönlichen Lieblingsladen stimmen und seinem Club die Krone verleihen.

Text: Ole Masch

Foto: Ulrike Schmidt

Abstimmen unter award.clubkombinat.de

Hamburger Club Award – Das sind die Gewinner

Jetzt ist es amtlich und die besten Clubs dieser Stadt gekürt. Der Hamburger Club des Jahres ist der resonanzraum

Club hoechster Innovationsgrad

Keiner der anderen Clubs konnte dem resonanzraum diesen Preis streitig machen. Denn keiner legte im vergangenen Jahr ein innovativeres Programm hin als der Raum im Feldstraßenbunker, so die Jury. Die Kombination aus klassischem Konzertsaal und Clubelementen bietet vollkommen neue Perspektiven. Kampf den Schubladen eben. Von Werkstätten über Philosophie-Gespräche zu Elektronik-Reihen ist hier ein Raum der Resonanz entstanden, in dem 2016 über 80 Konzerte stattfanden.

Der Publikumspreis ging an den Club-Frischling in der Szene: An das neu gegründete Moloch in der Hafencity. Das Moloch lockt mit seinem Musikprogramm nicht nur nachts und Indoor, sondern gerne auch mal tagsüber unter freiem Himmel tanzwillige Menschen auf neues Terrain. Das scheint anzukommen.  Insgesamt nahmen rund  6400 Hamburger am Online-Voting für ihren Lieblingsclub teil.

Und das sind die weiteren Gewinner

Club des Jahres mit der stärksten Hamburger Newcomerförderung: Astra Stube,

Seit Dezember 2015 ist die Astra Stube ein Förderverein, der im Kern 15 Leute umfasst, die sich um Tresen, Booking, Tontechnik und Durchführung kümmern. Dieses neue Konzept war die Chance, die Astra Stube zu erhalten. Der Grund für das Mitwirken ist Leidenschaft für und Lust an Musik- und Mikrokultur, nicht Geld.

Konzert des Jahres: Knust, 40 JAHRE KNUST – DAS JUBILÄUM  am 05.08.2016  mit Kettcar, Adam Angst, Fortuna Ehrenfled, Liza & Kay sowie dem Hamburger Kneipenchor.

Fremdveranstalter/Clubpromoter: OHA MusicSeit 2013 ist die Hamburger Agentur als Kollektiv aktiv, 2016 veranstalteten sie über 90 OHA! Konzerte und vermittelten mit der hauseigenen Booking-Abteilung vielen Hamburger Live-Künstlern bundesweit Aufritte.

Clubnacht des Jahres: Waagenbau, Sternbrücken[bamˈbuːlə] am 2.07.2016).  „Drinnen, draußen, umsonst“: Unter diesem Motto bewiesen die Clubs der Sternbrücke wieder einmal, dass man zusammen eben mehr erreichen kann. Angesichts der Bedrohung durch die beabsichtigte Brückensanierung haben sich nahezu alle Clubs, Bars sowie verschiedenen Veranstalter zusammengetan, um ein einzigartiges Projekt auf die Beine zu stellen: die „Sternbrücken[bamˈbuːlə]“. 6 Floors, 27 Acts.

Festival des Jahres: Hafenklang, 20 Jahre Hafenklang Festival  am 5.08.2016. Das 20-jährige Bestehen des Clubs wurde gleich zwei Tage lang gefeiert. Hierzu wurde nicht nur im Hafenklang, sondern auch im Uebel und Gefährlich und auf dem Gelände des Schröderstift e.V. ein Programm mit Konzerten und Parties für tagsüber und nachts zusammengestellt. / REM / Fotos: Ulrike Schmidt