Beiträge

Spring Beer Day – 5 Brauereien, die ihr nicht verpassen solltet

Am Samstag, den 21. April startet Hamburg mit dem Spring Beer Day in die Bierfestivalsaison 2018. Angestoßen wird mit über 90 frühlingsfrischen Hopfensmoothies von 22 Brauereien aus Deutschland und Europa. Da sich nur die richtig harten Jungs und Deerns unter euch durch alle probieren werden können, zeige ich euch in meiner neuen Kolumne, welche Biere und Brauereien ihr auf keinen Fall verpassen dürft.

 

1) Ugly Duck Brewing: Achtung, Ente im Anflug!

… und sie bringt tolle Biere mit. Die dänische Biervielfalt wirft mit dieser Brauerei ihren mächtigen Schatten auf Hamburg und zeigt uns deutschen Craft-Beer-Nachzüglern, was biertechnisch im Frühling so gehen kann.

Mein Tipp: Alles mit Früchten. Die waren schon im letzten Jahr DER HAMMER!

Ugly Duck Craft Beer

Letztes Jahr schon super: Ugly Duck. Foto: Ugly Duck

2) Bierfabrik Berlin: Gib mir Holz, Baby!

Wer meine Kolumne kennt, weiß bereits wie es weitergeht: Sebastian Mergel, Mitgründer und Braumeister der Bierfabrik, ist gelernter Winzer. Daher kommt sein Tankbier häufig mit Holzfässern in Kontakt. Das gibt den Bieren ihren einzigartigen Geschmack.

Mein Tipp: Die fassgelagerten Sauerbiere.

Berliner Bierfabrik

Das Bier aus der Berliner Bierfabrik wird meist in Holzfässern gelagert. Foto: Berliner Bierfabrik

3) BrewDog: Equity for punks!

Mit diesem Slogan startete BrewDog aus Ellon (Schottland) vor kurzem schon zum fünften Mal den Aufruf, Teil der großen BrewDog-Family zu werden. Jeder hatte die Möglichkeit, in die Brauerei zu investieren. Wer diese Chance verpasst hat, kann sich beim Spring Beer Day zumindest für einen Moment so fühlen, als ob er dazugehöre.

Mein Tipp: NEIPA und Frucht Ale.

Brew Dog Craft Beer

Auch beim Spring Beer Day: Schottisches Frucht Ale. Foto: Brew Dog

4) Straßenbräu: Gib mir Vielfalt!

226 unterschiedliche Biere in 2,5 Jahren – das zeichnet diese Brauerei aus und macht ihr in Berlin so schnell keiner nach. Braumeister Sebastian Pfister lebt hier seine kreative Ader völlig aus.

Mein Tipp: Fruchtbier und IPAs.

Vielfalt zeichnet diese Brauerei aus. Foto: Straßenbräu

5) Sudden Death Brewing: Absolutes Powerplay!

Olli und Ricky vom Timmendorfer Strand lieben zwei Dinge: Eishockey und Bier. Durch ihre regelmäßigen NHL-Besuche bei den Boston Bruins entdeckten sie ihre Leidenschaft für gutes Bier – und fingen in Deutschland direkt an zu brauen.

Mein Tipp: Pale Ale und IPA.

Sudden Death Craft Beer

Besonders gut schmeckt das Pale Ale von Sudden Death. Foto: Sudden Death

In diesem Sinne: Prost, Frühling!

Euer Daniel

Info: Spring Beer Day: 21.04., Lagerstraße 28b, 12–23 Uhr; Eintritt: 5 Euro


Daniel Ehlich

Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE: 5 Gründe, warum ihr unbedingt Hamburger Craft Beer trinken solltet

Wir Hanseaten gehören ja grundsätzlich eher zu den skeptischen Geschöpfen des Landes. Deshalb hat die Craft-Bier-Bewegung in Hamburg auch etwas später Einzug gehalten als in anderen Metropolen. Trotzdem entwickelt sich in unserer schönen Stadt gerade eine grandiose Craft-Bier-Szene, die in Zukunft unsere Gastronomie und unsere Art, Bier zu trinken maßgeblich beeinflussen könnte. Wie ihr das unterstützen könnt und warum das ganz toll wäre, erfahrt ihr hier.

1) Best beer is fresh beer

Bier ist ein Frischeprodukt, das Umwelteinflüsse wie Wärme, Sonne, Luft und Bakterien nicht mag; sein Geschmack kann sich dadurch verändern und im schlimmsten Fall wird es schlecht. Dies betrifft vor allem unfiltrierte, helle, hopfenbetonte Biere, wie zum Beispiel New England IPAs, IPAs, Pilsener und Lagerbiere. Also: Bier am besten ohne lange Transportwege bei Eurem Hopfendealer des Vertrauens vor Ort trinken. Frischeres und damit köstlicheres Bier habt ihr noch nie gekostet.

2) Support your local brewery

In Sachen kleine Brauereien herrschte in Norddeutschland über Jahrzehnte Ebbe. Bierbrauen lag hier oben vollständig in den Händen großer Industriebrauereien. Seit 2010 ändert sich das glücklicherweise langsam. Qualitativ hochwertige und vielseitige Biere sind bei Biertrinkern in der Region Hamburg wieder gefragt. Dies führte in den vergangenen Jahren zum größten Wachstum an Brauerei-Neugründung im bundesweiten Vergleich. Damit das auch so bleibt, brauchen die kleinen Brauereien mit Liebe zum Brauhandwerk eure Unterstützung.

3) Make Hamburg great again

Noch vor 500 Jahren war Hamburg bekannt für seine Biervielfalt. Bier galt als das wichtigste Exportprodukt unserer Stadt. So sprach man auch vom „Brauhaus der Hanse“. 2018 liegen wir bei der Anzahl der Hamburger Brauereien gerade so wieder im zweistelligen Bereich. Um jedoch europäische Städte wie London, Amsterdam oder Stockholm einzuholen, muss noch viel Bier aus Hamburger Hähnen getrunken werden. (Ja, das war ein Motivations-Appell!)

4) Support your local pub

Endlich nimmt in der Hamburger Gastronomie das Thema Craft Beer Fahrt auf. Das Alte Mädchen in den Schanzenhöfen feierte jüngst seinen fünften Geburtstag. Seit 2017 bereichert aber auch der Überquell Brewpub am Hafen die Szene, im Februar feierte das Malto in Altona Eröffnung und seit dem 5. April fließt auch im Oorlam in der Neustadt richtig gutes Bier. Bis Jahresende werden sich zudem die Wildwuchs Brauerei in Wilhelmsburg sowie ein bis zwei weitere Brewpubs dazu gesellen. Viele spannende Projekte, die so oder so Eure Unterstützung verdienen.

5) Past, present and future

Muss die Hamburger Bierzukunft eigentlich unbedingt wieder glanzvoll sein? Nun, nicht nur der Tradition unserer Stadt sind wir das eigentlich schuldig. Wir haben hier viel Raum für Innovation – etwas, das in der DNA einer Hafenstadt wie Hamburg fest verankert ist. Bier ist ein tolles Produkt, auch um als Speisebegleiter zu glänzen. Zudem kommen jedes Jahr zwei bis drei neue Bierstile, meist aus Übersee, hinzu, wie zuletzt die American Wild Ales oder das NEIPA. Innovation an den Braukessel ist also gefragt und dass auch Hamburg Neues kann zeigen Biere wie das Sour IPA „Rote Hanse“ von Bunthaus oder die „Rauchbirne“ – ein Rauchbier mit Birnenpüree – von Ratsherrn. Schritte in die richtige Richtung, aber da geht definitiv noch mehr, Hamburg!

In diesem Sinne: Prost! Auf die Frauen!

Euer Daniel


Foto: Altes Mädchen // Beitragsbild: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE – Neueröffnung: Bierbar Malto in Altona

Die guten Hopfentropfen von Birrificio Shanghait gab es in der Vergangenheit ausschließlich im Jimmy Elsass – bis jetzt. Denn seit kurzem hat die Hamburger Craft-Bier-Marke ihren eigenen Brewpub in Altona eröffnet. Biersommelier Daniel Elich hat für die SZENE Brauer Francesco und der neuen Bierbar einen Besuch abgestattet.

Gute Aussichten für die Hamburger Craft-Beer-Kultur: die Biere von Birrificio Shanghait bereichern die Szene. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Ein kleiner, puristisch eingerichteter Laden erwartet mich als ich die Tür zum Malto in der Max-Brauer-Allee öffne. Umso wärmer und herzlicher fällt die Begrüßung von Francesco und Antonio aus. Kaum habe ich es mir an der Bar gemütlich gemacht, versorgen mich die beiden mit meinem ersten frisch gezapften Bier an diesem Abend: ein American Pale Ale, gebraut von Francesco himself. Mega weiche Konturen, leicht bitter-süß und dabei herrlich tropisch fruchtig. Hammer Start. I like!

Schlicht, aber gemütlich: Das Malto glänzt mit Purismus. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Früher Croques. Heute Bier.

Eigentlich seien sie zu viert, berichtet Francesco. Mattia und Pedro fehlen und vervollständigen sonst das Vierergespann der Bierbargründer. Gut 1,5 Monate haben die vier Herren die Räume in Eigenregie renoviert. Wo jetzt aus acht Zapfhähnen richtig gute Kreativbiere fließen wurden noch vor kurzem Croques belegt. Bis die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres Hamburger wieder vor die Tür locken, soll auch der kleine Biergarten zum Hinterhof fertig sein.

Gastronom mit Herz: Brauer und Barbesitzer Francesco ist immer für ein Späßchen zu haben. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Die vier Barbesitzer kommen ursprünglich aus Italien und Spanien, ein Gespür für hochwertiges Essen und gute Getränke steckt also quasi in ihrer DNA. Das merkt man, sofort, wenn Sie erzählen, was sie in den kommenden Monaten noch mit dem Malto vorhaben: Sie wollen einen kleinen Ort schaffen, an dem tolles Bier und außergewöhnliche Weine ausgeschenkt und köstliche Kleinigkeiten gegen aufkommenden Bierhunger gereicht werden.

Läuft bei dir: Antonio ist einer der vier Barbesitzer. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Brauerinnen bevorzugt: Francesco sucht weibliche Unterstützung

Während mir Francesco das zweite Bier serviert (Ein Session IPA. Fruchtig-bitter, könnte aber vielleicht etwas mehr Körper vertragen, der die Aromen trägt.) erzählt er von weiteren Plänen für die Location. Bisher werden nämlich alle Birrificio-Shanghait-Biere auf einer Nanoanlage im Jimmy Elsass gebraut. Doch das soll sich in Zukunft ändern. Sobald wie möglich, möchte der Brauer und eigentliche Mathematiker eine eigene Brauanlage im Keller des Gebäudes. Das Bier könnte dann direkt aus Fässern im Untergeschoss an den Zapfhahn geleitet werden. Einen kürzeren Transportweg gebe es wohl kaum. Fürs Brauen sucht Francesco übrigens noch nach Unterstützung – am liebsten weibliche. „Brauen war früher ausschließlich Frauensache. Heute wird die Szene von Männern dominiert. Das finde ich schade“, so Francesco, mein drittes Bier zapfend. Das Panna Cotta IPA ist wieder meins: Ein sehr weiches Mundgefühl, ein milder bitter-süßer Geschmack, der von hellen Aromen von Ananas und Banane begleitet wird. Wirklich gut gemacht!

Birrificio Shanghait – da scheint dir die Sonne ausm Glas. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Klein, aber oho: Die Karte im Malto ist übersichtlich, kann aber was. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Birrificio Shanghait – for Hamburg only

Francesco hat genaue Vorstellungen, wie er sein Bier an Mann und Frau bringen will: „Ich möchte ein lokaler Anbieter sein. Bier ist ein Frischeprodukt, das – wenn du es auf einem gleichbleibend hohen Niveau anbieten willst – nur kurze Transportwege hinter sich legen kann. Klar freue ich mich auch, andere Gastronomien mit Bier zu beliefern, aber das wird mit meinen Bieren nicht über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus passieren.“ Sehr sympathische Ansichten hat der junge Mann aus L’Aquila aus Mittelitalien – und seine Biere habe ich sicherlich nicht das letzte Mal getrunken.

Malto: Max-Brauer-Allee 88 (Altona), Telefon 0151 65 12 33 91, Di-Do 17–23, Fr-Sa 17–1, So 16–22 Uhr; www.shanghait.beer

Stammgastfreundschaft: Fast täglich kommen Freunde auf ein Bier vorbei. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel


Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE – Ohne Frauen wäre gutes Bier undenkbar

Bier und Brauen ist reine Männersache? Von wegen! Allein die Geschichte zeigt, dass wir heute wohl kaum so gutes Bier hätten, wenn es keine Frauen gebe. Und auch die Bierfachfrauen von heute haben richtig was auf dem Bierkasten.

Rocken den Sudkessel: Cristal und Michèle sind aus dem Team der Berliner Berg Brauerei nicht wegzudenken. Foto: Berliner Berg

Im frühen Mittelalter war das Brauen Hausfrauensache. So trafen sich die Damen des Hauses nachmittags zu regelmäßigen Bier- statt Kaffeekränzchen, um den neuesten Hopfentropfen der Nachbarinnen zu probieren. Ab dem neunten Jahrhundert begannen dann die Nonnen in den Klöstern mit der Braukunst. Eine der bekanntesten: die Benediktinerin Hildegardis von Bingen. Sie erkannte, dass im Bier aufgrund der Wärmebehandlung Bakterien abgetötet werden und es damit die deutlich bessere Alternative zu Wasser war, das damals viele Menschen krank machte. (Good job, Hildi!)

Das Motto von Sophia Wenzel: „Alles, was man braucht, ist Durst!“ Foto: Anatol Kotte

Doch genug zur Geschichte. Schließlich tummeln sich auch in der Gegenwart viele grandiose Frauen mit ordentlich Durst auf Bier. Dazu gehören auf jeden Fall zwei Frauen von Berliner Berg. Michèle Hengst ist Geschäftsführerin in der angesagten Brauerei und mit jeder Menge Leidenschaft für gutes Bier bei der Sache, während Neuzugang Cristal Jane Peck den Berliner Sudkessel mit den wildesten Bierkreationen rockt. Und in Bayern wird die traditionsreiche Brauerei Pyraser von Marlies Bernreuther geführt, die – als sie 2009 die Brauerei von ihrem Vater übernahm – mit 31 Jahren Deutschlands jüngste Brauerei-Inhaberin war. Wer in dieser illustren Runde natürlich nicht fehlen darf? Sophia Wenzel. Die Frohnatur legte den Grundstein ihrer Biervernarrtheit als Sommelière im Alten Mädchen in Hamburg. Mittlerweile begeistert sie aber ganz Deutschland von ihrer Leidenschaft für Kreativbier und gilt als das weibliche Aushängeschild der jungen Craft-Beer-Szene.

Die Brauerinnen von Stone Brewing Berlin Elizabeth Parsons und Ann Marie Ahrens freuen sich wie Bolle auf die Aktion für Pink Boots Society. Foto: Stone Brewing Berlin

Ohne Frauen wäre – allen Vorurteilen zum Trotz – gutes Bier also undenkbar und die deutsche Kreativbierszene um einiges langweiliger. Um darauf hinzuweisen und sowieso, um alle Frauen am Weltfrauentag zu feiern, haben sich deutsche Brauereien übrigens verschiedene Aktionen überlegt. So kommen bei Stone Brewing Berlin am 8. März Brauerinnen aus ganz Deutschland zusammen und kreieren ein einzigartiges Pink Boots Society Bier. Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf geht an die Pink Boots Society und wird für Stipendien und andere Bildungsinitiativen speziell für Frauen in Brauereiberufen genutzt. (Mehr Infos zum Event auf Facebook)

Eine weitere schöne Aktion zum Weltfrauentag gibt es von der Brauerei Brew Dog, mit der sie auf den Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen aufmerksam machen wollen. So bekommen Frauen in ausgewählten Locations 23 Prozent Rabatt auf das Punk IPA. Im Alten Mädchen, im Galopper des Jahres, bei Blumen und Feinkost Schnalke und im Standard in Hamburg können Frauen in den kommenden zwei Wochen das Bier zum Protestpreis trinken. Schön, dass man so eine gute Sache mit köstlichem Bier verbinden kann.

In diesem Sinne: Prost! Auf die Frauen!

Euer Daniel


Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE: Charity Beer

Diese Biere trinkt ihr für den guten Zweck!

Dass man richtig Spaß dabei haben kann, etwas Gutes zu tun, wissen Hamburger spätestens seit den Clubkindern (tolle Truppe!). Wenn es jetzt nur noch die Möglichkeit gäbe, gut gebrautes Craft Beer zu trinken und gleichzeitig anderen zu helfen … Überraschung! Genau die gibt es. Und ihr könnt bereits an diesem Januarfreitag damit starten. Wer, wie, wo, wann, was? Das erfahrt ihr hier.

Zu den alten Hasen im Charity-Beer-Bereich gehören ohne jede Frage die Macher von Stone Brewing. Foto: Stone Brewing

Zu den alten Hasen im Charity-Beer-Bereich gehören ohne jede Frage die Macher von Stone Brewing. Die Berliner setzen dabei auf lokales Engagement, vor allem in Berlin und Mariendorf wollen sie die Welt täglich ein kleines bisschen besser machen. „Im Dezember haben wir zum Beispiel 1.700 Euro an wirBERLIN gespendet, ein Verein, der sich für mehr Lebensqualität im öffentlichen Raum engagiert“, erklärt mir Colin Lenz von Stone Brewing. „Und bei unserem CANtoberfest gingen für jedes verkaufte Dosenbier 25 Cent an einen gemeinnützigen Verein aus Berlin.“ Auch in Zukunft will sich das Team von Stone Brewing engagieren. So unterstützen sie zurzeit unter anderem die Aktion Alles im Fluss, die sich für saubere Ufer und Gewässer in Berlin einsetzt. Auf jeden Fall eine gute Sache, die man mit einem hohen (aber dennoch natürlich verantwortungsvollem) Konsum von Stone-Bier unterstützen sollte.

In der La Trappe Klosterbrauerei in Berkel-Enschot brauen Trappisten Mönche seit 1884 Klosterbiere. Foto: Felix Valentin

Auch unseren Nachbarn in Holland war Bierbrauen allein nicht genug. In der La Trappe Klosterbrauerei in Berkel-Enschot brauen Trappisten Mönche seit 1884 Klosterbiere. Seit jeher wollen die sie dort auch Gutes mit ihren Bieren bewirken; ein Teil des Ertrags kommt stets einem wohltätigen Zweck zugute. In Zusammenarbeit mit verschiedenen sozialen Einrichtungen bieten sie Menschen mit Abstand zum Arbeitsmarkt Arbeit in der Brauerei an. Außerdem unterstützen sie eine Abtei in Uganda, wo Mönche für die Bevölkerung vor Ort Projekte im Landbau, im Bildungssektor und im Gesundheitswesen ins Leben rufen. Mein Tipp also: Beim nächsten Holland-Trip einen Abstecher in das Kloster wagen. Vor allem der Biergarten ist in den Sommermonaten ein absolutes Highlight.

Hobby Brau. Foto: Henning Angerer

Doch auch in Hamburg bekommen wir das mit dem Charity Beer langsam hin. HobbyBrau, ein bunt gemischter Haufen von Hobbybrauern aus Hamburg, nimmt mit seinen spannenden Mini-Suden mehrmals pro Jahr an Craft-Beer-Veranstaltungen teil, bei denen man verschiedenste Biere gegen eine Spende probieren kann. Die Erlöse gehen immer an eine soziale Einrichtung. Auch heute am Freitag, den 26. Januar 2018, kann man ihre alternativen Biere wieder kosten: Im Salon über dem Galopper des Jahres zeigen die Hobbybrauer, was Vielfalt im Braukessel wirklich bedeutet. Und auch noch ein paar letzte Tropfen der Roten Hanse von And Social Drinkers befinden sich hier am Hahn. Also: Kommt ran da.

In diesem Sinne: Rettet die Erde – sie ist der einzige Planet mit Bier! Stößchen!

Euer Daniel

 


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE – Ein Bier für ein besseres Hamburg

Gute Sache: Das erste Charity Beer von And Social Drinkers geht kommende Woche an den Hahn. Das limitierte Craft Beer schmeckt nicht nur grandios, sondern macht Hamburg ein kleines bisschen besser.

Ein leichter Körper, der von feiner Säure umspielt wird. Dieses komplexe Aroma, das an Kirschen, Strauchblüten und Basilikum erinnert. Eine dezente Schärfe, die den Geschmack gekonnt abrundet. Die Rote Hanse ist ein bemerkenswertes Red Sour IPA – nicht nur, weil es La Bamba auf eurer Zunge tanzt, sondern auch, weil es euch die Möglichkeit gibt, beim Biertrinken etwas Gutes für Hamburg zu tun. Klingt toll? Ist es auch! Denn die Rote Hanse wurde speziell für den guten Zweck gebraut.

Es ist ein Charity Beer: das Red Sour Beer die Rote Hanse. Foto: Jennifer Meyer

Die Idee dazu kommt von And Social Drinkers. Ein bunter Haufen von Biernerds, die die Leidenschaft für Craft Beer teilen – und ja, auch ich gehöre seit der ersten Stunde im Frühling 2017 dazu. Gemeinsam unseren Bierdurst zu stillen und zu Fachsimpeln war uns aber bereits nach kurzer Zeit zu langweilig. Ein Projekt musste her, etwas, dass Hamburg zeigt, dass man mit Craft Beer viel Schönes und Gutes erreichen kann. Dafür arbeiten wir ab sofort regelmäßig mit kleinen Kreativbrauereien zusammen, brauen mit ihnen ein einzigartiges Bier und verkaufen dieses für gemeinnützige Zwecke in Hamburg. Unser erstes Charity Beer haben wir mit Jens Block und Jens Hinrichs von Bunthaus aus Wilhelmsburg kreiert: die Rote Hanse.

Das Bier ist stark limitiert. Gerade einmal 110 Liter gibt es von dem besonderen Hopfentropfen. Wer ein Glas davon abbekommen möchte, sollte beim Fassanstich am Donnerstag, den 18. Januar 2018 dabei sein. Ab 18 Uhr fließt es dann an den Hähnen des Alten Mädchen, des Bunthaus Schankraums, des Galopper des Jahres und des Landgang Schankraums – natürlich nur so lange der Vorrat reicht. Der Erlös geht an das Hamburger Kinderhospiz Sternenbrücke.

Wir sehen uns an der Biertheke.

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel

Fotos: Jennifer Meyer


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

 

BierSZENE: 5 Biere, die du diesen Winter nicht verpassen darfst

Winter is coming! Also machts euch muckelig, bewaffnet euch mit Flaschenöffnern und kommt auf die dunkle Seite des Bieres …

…denn schwer, cremig und tiefschwarz ist in dieser Saison mal wieder sehr angesagt. Welche der zahlreichen Winter-Craft-Biere ihr auf keinen Fall gegen Glühwein eintauschen solltet, erfahrt ihr hier. Und ein paar davon könnt ihr sogar am Samstag, den 25. November 2017 beim Winter Beer Day (#WBD2017) kosten.

1) Xocoveza – Stone Brewing Berlin

Kakao, Vanille, Kaffee, Chili, Zimt und Muskat – all diese Aromen und noch ein paar mehr findet man in diesem herrlichen Mokka-Stout. Dieses ursprünglich mexikanische Rezept bringt Schärfe in die winterliche Kälte und wärmt herrlich von innen!

 

2) Lumberjack – Ratsherrn Brauerei (#WBD2017)

Mach den Holzfäller für mich, Baby! Ein winterliches Ale aus dem Hause Ratsherrn darf in dieser Liste natürlich nicht fehlen. Das obergärige Ale besticht durch eine feine Kräuter- und Fruchtnote. Dadurch, dass es im Lagertank auf Eichenholzchips gereift ist, entwickelt es tolle Aromen, die an Vanille und holzige Noten erinnern.

 

3) X-Mas Ale – Circle 8 Brewery (#WBD2017)

Unser liebster englischer Brauer aus Alsterdorf gehört hier einfach hin. Nikhil Jani bezaubert uns mit Orange, Zitrone, Muskatnuss, Fenchel, Nelken und Sternanis. Ja, ihr ahnt richtig: Nikhil hat quasi Lebkuchen verflüssigt und in Flaschen abgefüllt. Das Beste – dieser Lebkuchen hat kuschelige 4,7 Prozent Alkohol und kann damit gemütlich unter dem Christbaum getrunken werden. Bei uns im Mädchen wird das Ale während der gesamten Adventszeit vom Fass verfügbar sein. Willkommen im Winterhopfenland!

4) Hoppy Christmas – Brew Dog

Der schottische Brauhund legt uns ein hopfiges und optisch leckeres IPA unter den Weihnachtsbaum. Darin befindet sich der US-Hopfen Simcoe, der alleinig in der Hopfengabe Verwendung findet. Das gibt dem IPA vor allem Aromen, die an Citrus, Papaya und Pinie erinnern. Eine Hopfendröhnung, die auch unseren Hopheads ein harmonisches Weihnachtsfest beschert.

5) Salonsozialist – Landgang Brauerei (#WBD2017)

Die Weihnachtszeit ist eine besinnliche Zeit. In dieser muss geradezu gefrönt und geschlemmt werden. Damit das möglichst jeder kann, braut Sascha und das Team der Landgang Brauerei jedes Jahr in der Voradventszeit den Salonsozialisten für die Arbeiterklasse. In diesem Weizendoppelbock kommt eine Champagner Hefe zum Einsatz, die dem Bier feine Noten verleiht und an weißen Pfirsich und Rosinen erinnern. Der spezielle Bock für jedermann!

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel

/Fotos: Henning Angerer


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 11 Jahren in Norddeutschland, seit 4 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 3 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE: Warum zur Hölle ist Craft Beer eigentlich so teuer?

Diese Frage hat sich wahrscheinlich jeder von euch schon gestellt, als er vor den Regalen seines Lieblings-Bierhändlers stand. 5,99 Euro für ein 0,33-Flaschenbier? Warum zum Teufel ist das so teuer?! Ist doch nur Bier, oder? Nicht ganz. Es ist vor allem ein Hopfensmoothie mit viel, viel Inhalt.

Massenproduziertes Bier ist billig hergestellt, aus 08/15-Zutaten gebraut und waaaahnsinnig verwässert. Daher schmeckt es nur nach wenig oder im schlimmsten Fall – wie bei Oettinger – auch mal nach Klo. Bei guten Bieren ist es nicht anders als bei guten Speisen: Will man, dass mehr und vor allem gute Zutaten drinstecken, muss man dafür auch tiefer in die Tasche greifen. Die Craftbrauer unseres Vertrauens benutzen also gefragte, qualitativ hochwertige und deshalb teure Rohstoffen, um uns ein leckeres Bier zu kredenzen.

Jede Menge gute Tropfen: In Hamburger Fachgeschäften wie dem Craft Beer Store kommen keine Massenprodukte ins Regal.

HOPFEN – das grüne Gold

Der Preis für Hopfen wird auf dem internationalen Markt von Angebot und Nachfrage bestimmt. Da die Craft-Beer-Szene in den vergangenen Jahren in vielen Ländern gewachsen ist, sind auch die Nachfrage nach besonderen Hopfensorten und somit auch ihre Einkaufspreise gestiegen. Prominentes „Opfer“ ist der Citra-Hopfen aus den USA: Er ist mega beliebt unter den Hopheads und daher sehr teuer geworden in den letzten Jahren. Ein Kilo Citra kostet um die 80 bis 90 Euro. Noch vor ein paar Jahren lag der Preis bei weniger als der Hälfte! Auch Dry Hopping (auf Deutsch: Hopfenstopfen) liegt im Trend. Wie der Name vermuten lässt, braucht man für dieses Verfahren jede Menge Hopfen – auch das macht das fertige Bier am Ende natürlich teurer.

MALZ – ein teurer Spaß

Im Mittelalter galt Weizenbier als Getränk der Fürsten und Könige. Klar, damals war das vor allem der Knappheit dieses edlen Getreides geschuldet, aber so ein Körnchen kann auch heutzutage noch recht teuer sein. Wird es lange veredelt oder – wie bei Rauchmalzen – zusätzlich behandelt, kann dies die Geldbörse des Braumeisters gut strapazieren. Zudem stecken in fast jedem Craft Beer deutlich mehr Malze als bei industriell hergestelltem Bier.

LAGERUNG – weniger Kopp, mehr Kosten

Einen weiteren Faktor stellt die Lagerung von Jungbier in Gärtanks da. Aus Kostengründen verweilt industriell gefertigtes Bier meist eine Woche in der Lagerung. Die Lagerung stellt unter anderem sicher, dass Alkaloide, die wir nicht im Bier haben wollen, auf natürliche Weise herausgefiltert werden. Ja, das sind die bösen Fuselstoffe, die für unser Kopfaua am Folgetag zuständig sind. Je länger man dem Bier Zeit zum Ruhen gibt, desto besser und sauberer ist es am Ende. Unter dem Gütesiegel Slow Brewing haben sich mittlerweile sogar Brauereien zusammengeschlossen, die für eine langsame und schonende Brauweise stehen.

Das teuerste Bier der Welt

… kommt übrigens aus Bayern. Woher auch sonst? Bei Schorsch Bräu wird ein Eisbock produziert, der einen Alkoholgehalt von 57 Prozent erreicht. Dies geschieht durch Einfrieren eines ohnehin schon alkoholreichen Bockbiers. Durch die lange Lagerung von mindestens vier und bis zu sechs Monaten, erreicht der Eisbock sein hohes Alkoholvolumen. Er ist damit das stärkste und mit knapp 100 Euro für 0,2 Liter auch das teuerste Bier der Welt. Und soll ich euch was sagen? Der teure Tropfen lohnt sich richtig!

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel

/Fotos: Henning Angerer


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!