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Achter Teil: Die glorreichen 8 – Monika Fuchs

Acht Frauen, eine Branche: Wir haben grandiose Hamburgerinnen getroffen, die jeden Tag aufs Neue die Gastroszene aufmischen. Mit Pizza und Pasta, mit Fleisch und Wein – und mit viel Leidenschaft: #8 mit Monika Fuchs.

Monika Fuchs, 79, hat mit 53 Jahren ihren damals gut bezahlten Job als Journalistin gekündigt, um das Catering für Hamburger Fernsehstudios zu übernehmen. Insgesamt 20 Jahre kochte sie für die Teams von Kerner und Beckmann. Danach in Rente zu gehen, machte Monika Fuchs nicht glücklich. Also gründete sie vor ein paar Jahren den wohl coolsten Supperclub der Stadt. Jeden Freitag serviert sie rund zwanzig Gästen ein mehrgängiges Abendessen – in ihrem Wohnzimmer. Ihre Kinder und Enkelkinder spannt sie beim Kochen und als Kellner mit ein. Ans Aufhören denkt sie trotz ihres Alters nicht: „Meine Kinder meinen, dass sei alles zu anstrengend für mich, aber ich liebe meine Gäste! Und welche 79-Jährige hat schon jeden Freitag eine große Party bei sich zu Hause?“

Foto: Philipp Schmidt

Text: Jennifer Meyer


Essen+Trinken 2017/18 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG ESSEN + Trinken 2017/2018. Das Magazin ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Siebter Teil: Die glorreichen 8 – Johanna Pröpstl

Acht Frauen, eine Branche: Wir haben grandiose Hamburgerinnen getroffen, die jeden Tag aufs Neue die Gastroszene aufmischen. Mit Pizza und Pasta, mit Fleisch und Wein – und mit viel Leidenschaft: #7 mit Johanna Pröbstl von Besonders Hamburg.

Johanna Pröpstl, 41, ist Hamburgs Design- und Foodmarkt-Expertin. 2006 initiierte die dreifache Mutter Besonders-schön und damit einen der ersten Craft-Märkte Hamburgs. Eigentlich hatte die damalige Ergotherapeutin nur nach einer Plattform gesucht, um ihre selbst genähten Taschen zu verkaufen; Dawanda und Co gab es noch nicht. Was als kleiner Markt mit 15 Ständen begann, ist heute eine Institution der Hamburger Marktkultur. Als sie vor gut sechs Jahren ihre heutige Geschäftspartnerin die Designerin Congsu He traf, entschieden die beiden, das Konzept um einen Foodmarkt zu erweitern – die Geburt von Besonderslecker. „Essen ist so ein leidenschaftliches Thema. Wir hatten einfach das Gefühl, dass es eine gute Idee ist, kleinen, feinen Genussmarken eine Plattform zu bieten.“ Die Nachfrage gibt ihnen recht: Mit ihrem lebendigen Rahmenprogramm sind die Besonders-Märkte sehr beliebt.

Foto: Philipp Schmidt

Text: Jennifer Meyer

www.besonders-hamburg.de

 


Essen+Trinken 2017/18 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG ESSEN + Trinken 2017/2018. Das Magazin ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Sechster Teil: Die glorreichen 8 – Julia Bittner

Acht Frauen, eine Branche: Wir haben grandiose Hamburgerinnen getroffen, die jeden Tag aufs Neue die Gastroszene aufmischen. Mit Pizza und Pasta, mit Fleisch und Wein – und mit viel Leidenschaft: #6 mit Jill Bittner von der Pizzeria Jill.

Jill Bittner, 33, ist seit dem ersten Bissen verliebt in neapolitanische Pizza. Für Jill ist diese, trotz Tradition, irgendwie neu, anders und besonders lecker. Deshalb eröffnete die Mutter einer kleinen Tochter im Juli 2016 das Jill – ein Restaurant, in dem die neapolitanische Pizzakultur zelebriert wird. Sein Zuhause hat der Laden in den ehemaligen Räumen des Schanzensterns gefunden. Das kommt nicht bei jedem gut an. Fenster werden eingeschlagen, hin und wieder fliegen Farbbeutel. „Da ich in der Schanze großgeworden bin und die ganze Bewegung kenne, verstehe ich den Gegenwind. Aber ich sehe auch mich, mit meinem individuellen Konzept. Ich habe meine komplette Existenz auf diese Karte gesetzt. Damit passe ich nicht in das klassische Feindbild dieser Szene.“ Deshalb beweist Jill Durchhaltevermögen: Viel Arbeit ist sie bereits aus ihren vorherigen Gastro- und Hoteljobs gewohnt – und für ihren eigenen Laden arbeitet sie umso motivierter.

Foto: Philipp Schmidt

Text: Jennifer Meyer

www.facebook.com/pizzajill

 


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Fünfter Teil: Die glorreichen 8 – Stephanie Döring

Acht Frauen, eine Branche: Wir haben grandiose Hamburgerinnen getroffen, die jeden Tag aufs Neue die Gastroszene aufmischen. Mit Pizza und Pasta, mit Fleisch und Wein – und mit viel Leidenschaft: #5 mit Stephanie Döring vom Weinladen Tvino.

Stephanie Döring, 34, hat mit 16 Jahren die Schule geschmissen, um eine Ausbildung zur Hotelfachfrau im Fünf-Sterne-Hotel Louis C. Jacob und danach ihren Weinsommelier in London zu machen. Es folgte: eine Anstellung bei Fernsehkoch Gordon Ramsay. Für ihn eröffnete sie neun Restaurants in sechs Ländern. Während ihrer Zeit auf einem südafrikanischen Weingut kam ein Angebot aus Hamburg: Ein großer Weinhändler suchte nach einem frischen Konzept, das eine junge Zielgruppe anspricht. Der Auftrag war wie gemacht für Stephanie Döring. So entstand erst die Website Tvino und später der gleichnamige Weinladen in St. Pauli. Den rockt sie seit 2016 mit einem kleinen Team – und beweist, dass Wein alles andere als spießig ist: „Wir arbeiten fast ausschließlich mit jüngeren Weingütern und bieten Weine an, bei denen die Kombi aus Geschmack, Design und interessantem Winzer stimmt.“

Foto: Philipp Schmidt

Text: Jennifer Meyer

www.tvino.de

 


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Vierter Teil: Die glorreichen 8 – Martina Harms

Acht Frauen, eine Branche: Wir haben grandiose Hamburgerinnen getroffen, die jeden Tag aufs Neue die Gastroszene aufmischen. Mit Pizza und Pasta, mit Fleisch und Wein – und mit viel Leidenschaft: #4 mit Martina Harms von der Fleischerei Harms.

Martina Harms, 52, sagte vor der Hochzeit zu ihrem Mann: „Ich heirate dich eigentlich nur, weil deine Eltern eine Fleischerei haben.“ Dass sie diese einmal gemeinsam mit ihrem Mann übernehmen würde, hätte sie damals nicht gedacht. Heute kann man sich die Metzgerei in Eppendorf ohne die Hamburgerin nicht mehr vorstellen. Mit jeder Menge guter Laune und viel Fachwissen verkauft Martina Harms nicht einfach nur Fleisch, sondern gibt ihren Kunden auch Tipps für die Zubereitung. Sie möchte Menschen wieder dazu bringen, zu kochen und sich in der Küche auszuprobieren. Fleisch muss bewusst konsumiert werden, sagt Martina Harms: „Man kann nicht erwarten, dass ein Tier artgerecht gehalten wird, und der Bauer einen anständigen Preis für sein Tier bekommt, wenn das Kilo Fleisch bloß ein paar Euro kostet.“ Auch den Trend „Nose to Tail“ begrüßt sie sehr: „Ich finde es gut, dass die Leute wieder mehr nach Innereien fragen. Da bewegt sich etwas in die richtige Richtung.“

Foto: Philipp Schmidt

Text: Jennifer Meyer

www.fleischerei-harms.de

 


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Dritter Teil: Die glorreichen 8 – Sylviane Caressa

Acht Frauen, eine Branche: Wir haben grandiose Hamburgerinnen getroffen, die jeden Tag aufs Neue die Gastroszene aufmischen. Mit Pizza und Pasta, mit Fleisch und Wein – und mit viel Leidenschaft: #3 mit Sylviane Caressa von Au Quai.

Sylviane Caressa ist Geschäftsführerin des Restaurants Au Quai und Genussmensch durch und durch: „Ich koche und esse unheimlich gerne, auch meine gesamte Familie ist sehr leidenschaftlich, wenn es um das Thema Essen geht.“ Bei einer italienischen Mutter und einem französischen Vater ist das kein Wunder. Sylviane Caressa eröffnete vor 16 Jahren gemeinsam mit ihrem Bruder das Au Quai in der Großen Elbstraße in Hamburg. Mittlerweile ist das Restaurant mit internationaler Küche und direktem Elbblick eine Institution in Hamburg. Ihre Inspiration holt sie sich mitten aus dem Leben: Die Gastronomin hat bereits in mehr als zehn Ländern gelebt. Weitere sollen folgen: „Ich will die Welt kennenlernen, in der ich lebe. Wer will schon dumm sterben?“

Foto: Philipp Schmidt

Text: Jennifer Meyer

www.au-quai.de


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FoodSZENE: Mut zum Rest

Jasmin unterwegs #7: Lebensmittelpreise rutschen in den Keller. Ein Überangebot nährt die Wegwerfgesellschaft. Wen juckt’s schon, wenn die Großpackung Rosenkohl für 50 Cent in der Tonne landet? Was vielen Verbrauchern nicht bewusst ist: Am Ende zahlen sie drauf. Über Wertschätzung, Regionalität und Resteverwertung sprachen wir mit der Spitzenköchin Cornelia Poletto

SZENE HAMBURG: Wir zahlen zu wenig für Lebensmittel. Ist uns dadurch eine gewisse Wertschätzung abhanden gekommen?
Cornelia Poletto: Das Gefühl habe ich schon manchmal. Ich würde mir wünschen, dass wir Lebensmitteln mehr Respekt entgegenbringen. Dazu gehört auch, sich nicht immer nur die Rosinen herauszupicken und den Rest wegzuwerfen. Beim Rinderfilet etwa versuche ich immer, auch die weniger „attraktiven“ Stücke oder auch Innereien zu verwenden. Und wenn am Ende aus den Knochen eine leckere Suppe wird.

Wie kann man Erzeuger und Verbraucher näher zusammenbringen?
Ich kaufe so häufig es geht auf dem Markt oder auch direkt beim Erzeuger ein. Natürlich ist das etwas aufwendiger, weil man seinen Einkauf vielleicht nicht jederzeit und nicht immer um die Ecke erledigen kann. Aber die Mühe lohnt sich. Denn in der Regel schmecken regionale, frische Lebensmittel einfach besser als das, was man beim Discounter in der Auslage findet.

Von welchen Betrieben in und um Hamburg kaufen Sie gerne direkt ein?
In Hamburg direkt gibt es natürlich wenig, aber auf den Wochenmärkten findet man regionale Produzenten – von Galloway-Rindern über Sylter Austern, Muscheln, Fisch und sogar Sylter Meersalz. Auch ein Besuch des Käsemarktes auf dem Kiekeberg ist ein Fest. Milchprodukte und Butter liebe ich von der Molkerei Horst.

Wir werfen viel zu viele Lebensmittel weg. Auch Obst und Gemüse, das einfach nur nicht mehr appetitlich aussieht. Wie kann man das vermeiden?
Die alte Regel: Niemals hungrig einkaufen gehen! Ein kleiner Wochenplan ist hilfreich, gerade beim Einkauf von Obst und Gemüse. So kann man vermeiden, zu viel einzukaufen. Häufig hapert es bei der Haltbarkeit von Obst und Gemüse auch an der Lagerung. Tomaten zum Beispiel haben im Kühlschrank nichts verloren und Äpfel bewahrt man am besten separat auf, weil sie ein Reifegas abgeben, das umliegendes Obst schneller verderben lässt. Grundsätzlich müssen Lebensmittel keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, aber das Auge isst natürlich mit. Im Restaurant muss ich da selbstverständlich strenger aussortieren als zu Hause. Mich persönlich stört es aber nicht, wenn Obst und Gemüse kleine Macken haben.

Viele Reste wie Stiele von Kräutern oder Gemüse- und Obstschalen sind essbar. Besteht Aufklärungsbedarf in Bezug auf die Verarbeitung von Lebensmitteln?
Ganz bestimmt sogar! Ich bin manchmal ganz erstaunt, wie wenig Produktwissen die Menschen haben. Aber das ändert sich. Kochsendungen tragen zum Beispiel dazu bei, indem sie Ideen liefern, wie man aus Resten und Abschnitten noch spannende Gerichte zaubern kann. Häufig braucht es auch einfach eine kleine Portion Mut: Wie schmecken Stiele, Schale und Co. eigentlich? In den meisten Fällen steckt in ihnen ganz viel Aroma. Schon mal eine Salatsuppe aus einem nicht ganz so knackigen Exemplar gekocht? Schmeckt großartig!

Wie gut klappt Resteverwertung in der Gastronomie?
Wir Gastronomen sind bereits beim Einkauf gefordert. Wer jede Woche Unmengen an Lebensmitteln wegwirft, plant schlichtweg falsch. Ich ordere lieber kleinere Mengen, dafür aber täglich. So kann ich auch viel besser auf die Wünsche meiner Gäste eingehen.

Sie unterstützen die Aktion „Zu gut für die Tonne“. Was kann man da lernen?
An der Initiative finde ich toll, dass sie ganz praktische Tipps gibt, was jeder Einzelne im Alltag tun kann, um den Umgang mit Lebensmitteln zu verbessern. Auf der Seite zugutfuerdietonne.de gibt es zum Beispiel einen Partyplaner, mit dem man ein Buffet für eine bestimmte Anzahl von Gästen planen kann, ohne dass Essen übrigbleibt. Ich habe auch ein Reste-Rezept beigesteuert, das Pasta vom Vortag und ein paar Überbleibsel aus dem Kühlschrank zu neuem Leben erwecken.

Interview: Jasmin Shamsi

Foto: www.studiolassen.de

Mehr zu Food Waste unter www.szene-hamburg.com/foodszene-food-love-statt-food-waste


Who the fuck is…

Foto: Philipp Jung

Unsere Kollegin Jasmin Shamsi schlemmt sich für uns durch Hamburg. Als Foodredakteurin schlägt ihr Herz für Kultur und Kulinarik – die zwei großen Ks, für die sie brennt. „Sie hängen eng miteinander zusammen und befinden sich im ständigen Austausch“, sagt sie. Für uns spürt sie die Geschichten über Macher und Marken auf und serviert sie brühwarm und immer neu gewürzt – online und in jeder Ausgabe der SZENE HAMBURG.

jasmin.shamsi@vkfmi.de

 


 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG, April 2018. Das Magazin ist seit dem 29. März 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

 



 Achtung, vormerken! Am 19. April erscheint unsere neue Ausgabe der SZENE HAMBURG Essen+Trinken. In der 31. Ausgabe des Gastro-Guides gibt’s noch mehr Wissenswertes zu Zero Waste und regionale Küche. Außerdem: die Top-Neueröffnungen und 600 Restaurants im Test – wie immer anonym, kritisch und unabhängig. Ab dem 19. April im Zeitschriftenhandel und unter www.szene-hamburg.com/onlineshop.

Zweiter Teil: Die glorreichen 8 – Eliane Neubert

Acht Frauen, eine Branche: Wir haben grandiose Hamburgerinnen getroffen, die jeden Tag aufs Neue die Gastroszene aufmischen. Mit Pizza und Pasta, mit Fleisch und Wein – und mit viel Leidenschaft: #2 mit Eliane Neubert von elliKOCHT.

Eliane Neubert, 37, ist Köchin, Foodstylistin, frischgebackene Mama und bekannt als: elliKOCHT. Mit 30 schmiss die Frau mit den Streifen ihren Job in einer Werbeagentur, um sich ganz dem Kochen zu widmen. Von klassisch bis ausgefallen – Elli Neubert kann beides. Abgehobene Küche ist aber nicht ihr Ding: „Ich finde es schade, dass Essen so oft am Innovationsgrad gemessen wird. Das ist in meinen Augen unnötig. Essen muss glücklich machen und nicht jeden Tag neu erfunden werden. Ich will nichts dörren oder in Heu wickeln, damit es gut schmeckt. Gute Zutaten und Liebe beim Kochen sind das, was am Ende zählt.“

Foto: Philipp Schmidt

Text: Jennifer Meyer

www.ellikocht.de

 


Essen+Trinken 2017/18 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG ESSEN + Trinken 2017/2018. Das Magazin ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Erster Teil: Die glorreichen 8 – Nina Kämpf

Acht Frauen, eine Branche: Wir haben grandiose Hamburgerinnen getroffen, die jeden Tag aufs Neue die Gastroszene aufmischen. Mit Pizza und Pasta, mit Fleisch und Wein – und mit viel Leidenschaft. Den Anfang macht Nina Kämpf von Mama aempf.

Nina Kämpf, 24, arbeitet als freie Foodjournalistin – unter anderem für den Hamburg-Blog von Mit Vergnügen, das starke Frauenmagazin Barbara und den Fernsehsender Kabel 1. Im Herbst 2017 erwartet die junge Hamburgerin ihr erstes Kind und schreibt darüber ganz und gar ehrlich auf ihrem Blog Mama aempf. Aber: Nina Kämpf will keine dieser Influencer mit perfektem Instagram-Kanal werden: „Ich möchte auch nach außen sein, wie ich bin, mein eigenes Ding machen und schreiben, wie es mir gefällt.“ Authentizität steht für sie an erster Stelle – denn das fehle vielen Printmedien heute. Für sie auch der Grund, warum einige Blogs so erfolgreich sind. Ob sie für immer im Journalismus bleiben möchte, weiß Nina Kämpf noch nicht. „Vielleicht mache ich irgendwann doch noch eine Kochausbildung.“

Fotos: Philipp Schmidt

Texte: Jennifer Meyer

www.mamaaempf.com

 


Essen+Trinken 2017/18 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG ESSEN + Trinken 2017/2018. Das Magazin ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Momo: Esst mehr Ramen!

Die Schanze hat jetzt auch ihre Ramen-Bar. Und die ist alles andere als fad!

Ganz schön verschachtelt, mit Betonung auf schön, ist die neue Ramen-Bar in der Margaretenstraße an der Grenze zur Schanze. Es geht treppauf und treppab. Das hat was. Ohne Reservierung (kann man erst ab 4 Personen) wird man zu den Stoßzeiten nach einer kurzen Wartezeit in die Kellerbar geführt. Schwarze Wände, warmes Holz und HipHop – hier kann man erst mal ankommen, sich aufwärmen und aus der Karte einen Aperitiv wählen. Als uns die Bedienung dann nach oben bringt, wissen wir schon, was wir wollen und können gleich bestellen.

Schwupps haben wir auch schon die traditionelle Vorspeise Edamame (4 Euro) auf dem Tisch. Die Sojabohnen puhlend schauen wir uns um. Wir sitzen im mittleren von drei Räumchen an einem Zweiertisch in der oberen Etage. Neben uns eine aufwendige japanische Wandbemalung. Das Team hat sich bei der Inneneinrichtung sehr viel Mühe gegeben. Graffiti-Künstler sollen extra eingeflogen worden sein.

Schwupps stehen auch schon unsere Ramen vor uns, auf Shoyu- und Miso-Basis, alles andere als fad. Wir verschwenden keinen weiteren Gedanken ans Interieur und sind mit den Sinnen ganz beim Essen. Angenehm bissfeste Nudeln baden in einer kräftigen Brühe, das Eigelb zerfließt, die recht dicken Chashu-Scheiben (Schweinebauch, 12 Euro) sind butter-zart.

Japanischer Kartoffelsalat? Haben wir noch nie gegessen. Er kommt serviert als eine feste Kugel an geraspelten Möhrchen, mit deutlicher Gewürzgurkennote und hohem Mayonnaiseanteil (5 Euro). Ja. Kann man machen. Momo, die dritte Ramen-Bar in Hamburg, bringt das Soulfood gekonnt in die Schanze und hat dabei sehr viel richtig gemacht.

Text: Alessa Pieroth

Foto: Pascal Kerouche

Momo-Ramen: Margaretenstraße 58 (Eimsbüttel), Di-So 18–22 Uhr www.momo-ramen.de

 


 Dieser Text ist ein Auszug aus der Titelgeschichte von SZENE HAMBURG, Februar 2018. In unserem Magazin finden Sie noch mehr interessante Beiträge über den Stadtteil. Es ist seit dem 26. Januar 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!