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Rindchen schlemmt – Der perfekte Sommergarten

Nicht nur das wunderschöne Ambiente lockt unseren Kolumnisten Gerd Rindchen ins Hygge nach Nienstedten.

In einem wunderschönen, verwunschenen Sommergarten am Reetdachhaus sitzen, exzellente Küche ohne ChiChi genießen und dazu außergewöhnliche und überdies bezahlbare Weine entdecken: Das recht neue „Hygge“ im ehrwürdigen Landhaus Flottbek macht’s möglich. Die Crew von Küchenchef Thomas Nerlich beherrscht die ganze Klaviatur von der unkomplizierteren „Bar Food“-Karte mit würzigem Pulled Pork Burger mit Röstzwiebeln (12 Euro) oder hervorragend angemachtem Tatar vom Weiderind (Vorspeise 16, Hauptgang 26 Euro) bis hin zu kreativen Vorspeisen wie Allerlei vom Blumenkohl mit jungen Salatherzen und wilden Rotgarnelen (15 Euro) und Klassikern der hanseatischen Hochküche wie Tranche vom Steinbutt mit Erbsenpüree, Kopfsalat und Queller (34 Euro) oder Hamburger Stubenküken mit Rahmkohlrabi und Karottenpüree (22 Euro). Erlebnishungrigen MitbürgerInnen lege ich dringlichst das Nerlich’sche Dreigang-Überraschungsmenü für faire 36 Euronen ans Herz. Eine Klasse für sich ist die Weinberatung und die Weinkarte, vom ausnehmend freundlichen Ex-Sternesommelier Lennart Wenk enorm kundig und, eher hamburg-unüblich, sehr interessant und abwechslungsreich zusammengestellt. Dabei wurde sogar ziemlich fair kalkuliert. So gibt es die legendäre fränkisch-trockene Scheurebe von Max Müller I für 29 € pro Flasche, ein veritables Großes Gewächs (2011 Niersteiner Orbel von St. Antony) ist für 48 Euro zu haben. Wer keine Lust auf Wein hat bekommt leckere hausgemachte Limonaden oder erstklassig gemixte Drinks von Barchef Alexander Wagner. Und wenn es draußen wieder (nicht auszudenken aber unabwendbar) kalt und ungemütlich wird? Dann schart sich alles im gemütlichen Gastraum um den warmen Kamin.

Text: Gerd Rindchen

Hygge im Hotel Landhaus Flottbek: Baron-Voght-Straße 179 (Nienstedten), Telefon 040.82 27 41 60; www.hygge-hamburg.de

Noch mehr „Rindchen schlemmt“?


Gerd Rindchen im Rindchen's Weinkontor. Foto:

Gerd Rindchen im Rindchen’s Weinkontor.

Gerd Rindchen ist Gründer von Rindchen’s Weinkontor. Seit 25 Jahren verkostet er Weine nach dem Prinzip „Bestes Preis-Genuss-Verhältnis“. In der SZENE HAMBURG wendet er dieses Prinzip jeden Monat auch auf die Küchen dieser Stadt an.

 

 

 


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 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juni 2018. Das Magazin ist seit dem 26. Mai 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Pimp my Local Kitchen #1 – Unterwegs mit der Kitchen Guerilla

Altes Land, Nord- und Ostseeküste, Vier- und Marschlande: Das Hamburger Umland versorgt uns mit knackigem Gemüse, Obst, frischem Fisch und Fleisch. Für die Dreharbeiten eines neuen Serienformats reisen Koral Elci und Kumpel Adam Bousdoukos durch Norddeutschland, um Produzenten und deren Küche vorzustellen. Für die SZENE HAMBURG plaudern sie aus dem Nähkästchen und verraten ihre Rezepte.

 

SZENE HAMBURG: Koral, wo geht’s heute hin?

Koral Elci: Unser Ziel ist der Gasthof Ahrens in Kuhstedt. Dort treffen wir Inhaber Ulf Ahrens, der den Betrieb in vierter Generation führt. Ein super Typ!

Welches Hamburger Gericht steht auf dem Speiseplan? 

Steckrübeneintopf, ein Klassiker der norddeutschen Küche.

Was ist der Kitchen-Guerilla-Twist? 

Wir pimpen das Ganze im Latino Style: Neben Salz, Pfeffer und Lorbeere fügen wir Chimichurri hinzu. Wie man die argentinische Kräutersauce zubereitet, haben wir in einem Video erklärt.

Woher kommen die Produkte? 

Das Gemüse kommt vom Gut Wulfsdorf und das Fleisch hat mir heute Kevin von der Fleischerei Jacob gebracht. Er liefert mir genau die Ware, die ich brauche, wenn ich spontan sein will.

Die Herausforderung des Tages?

Wir haben Brennholz, eine Schaufel, einen Leinensack, ein Backblech und etwas Küchenwerkzeug dabei. That’s it!

Interview: Jasmin Shamsi
Fotos: Seren Dal

Gasthof Ahrens in Kuhstedt Foto: Seren Dal

Ort des Geschehens: der Gasthof Ahrens in Kuhstedt


Rezept 1 – Im Erdloch gegartes Fleisch

    • 1 Stück Schweinebauch (ca. 1,5  Kilo)
    • 1 Weißkohl (davon die großen Kohlblätter)
    • Wurzelgemüse
    • Etwas Lorbeer, Thymian und Rosmarin
    • Salz, Pfeffer, Wacholderbeeren

Ein Loch für das Backblech buddeln (ca. 50-60 cm tief). Die Schwarte vom Schweinebauch aufschlitzen und mit Salz und Pfeffer einreiben. Das Blech mit der Hälfte der Kohlblätter bedecken, darauf das Suppengemüse und den Schweinebauch legen. Mit Kräutern bestreuen und die restlichen Kohlblätter darüber ausbreiten. Steine (z.B. Kiesel- oder Backsteine) in das Loch legen, so dass der feuchte Boden nicht die Kohle abkühlt. Für das Feuer langbrennende Hölzer verwenden (z.B. Eiche).

Das Backblech auf die Glut legen, darüber einen Leinensack drapieren und das Ganze mit Erde bedecken. Nach fünf bis sechs Stunden rausholen.

Schweinebauch im Freien schneiden; Foto: Seren Dal

Die Outdoor-Küche ist eröffnet

Schweinebauch auf dem Backblech, Foto: Seren Dal

Fleisch rösten im Erdloch, Foto: Seren Dal

Sobald die Glut entfacht ist, kann das Backblech rauf

Schweinebauch mit Kohl aus dem Erdloch Foto: Seren Dal

Stunden später haben der Schweinebauch und das Wurzelgemüse schöne Röstaromen aufgenommen


Rezept 2 – Steckrübeneintopf

      • 1 Kilo Knochen
      • 1 Kalbszunge
      • 1 Bund Suppengemüse
      • 2 Gemüsezwiebeln
      • 1 Steckrübe
      • 3 Möhren (bunt)
      • 2 Gelbe Beete
      • 2 Ringelbeete
      • 1 EL Tomatenmark
      • 1 Maiskolben
      • 2 Äpfel
      • Salz, Pfeffer, Lorbeer, Chimichurri

Zwiebel und gewürfeltes Gemüse in Öl anrösten, Tomatenmark hinzugeben und mit Wasser aufgießen. Die Kalbszunge, Lorbeer, Salz und Pfeffer hinzugeben. Köcheln lassen bis die Zunge gar ist, diese dann beiseitelegen. Äpfel in Scheiben schneiden und in der Pfanne mit Zucker karamellisieren. Kalbszunge in Scheiben schneiden und den Schweinebauch aus dem Erdloch in der Pfanne scharf anbraten. Suppe in Teller gießen und das Fleisch, die karamellisierten Äpfel und Chimichurri hinzugeben.

Zutaten für den Steckrübeneintopf Foto: Seren Dal

Zwiebel, Äpfel, bunte Möhren, Ringelbeete und Gelbe Beete kommen aus der Region

Foto: Seren Dal

der Schweinebauch aus Rezept 1 wird angebraten

Der Schweinebauch aus Rezept 1 wird nach dem Garen im Erdloch scharf angebraten

Steckrübeneintop aus der Outdoor-Küche von der Kitchen Guerilla, Foto: Seren Dal

Mit wenigen Mitteln ist ein köstlicher Steckrübeneintopf entstanden; Foto: Seren Dal

Die Kitchen Guerilla genießt den Schweinebauch und Rübeneintopf Foto: Seren Dal

Im Freien schmeckt es doppelt gut: Koral und Adam nach getaner Arbeit. Guten Appetit!


Koral Elci von den Kitchen Guerilla Foto: Seren Dal

Foto: Seren Dal

Koral Elci ist Mitbegründer der Kitchen Guerilla. Zusammen mit seinem Bruder Onur Elci reist er um die Welt, um (Ess-)Kulturen und Menschen zusammenzubringen. Im Basecamp in Hamburg-Altona werden die Fäden für die verschiedensten Projekte gezogen. Die beiden Kitchen Guerilleros kennen viele tolle Produzenten und wissen, wie man an die besten regionalen Produkte kommt. Kitchen Guerilla


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Bedrohte Räume #24: Der fliegende DB-Salon schließt

Niemand soll mehr reden!

Mannheim – Hamburg und kein Wort von Katz zu Maus!, murmelt der vornehme Herr, dem ich den Schrankkoffer auf den bundesdeutschen Bahnsteig wuchte. „Von Mannheim bis nach Hamburg- Altona – das ist eine Strecke!“ Ich nicke zustimmend und reiche ihm die Hand zum Ausstieg. Die Stufen sind zu tief für einen Herrn um die 90.

„Früher, da haben wir gequatscht, gegessen und geliebt im Abteil. Die ganze Bude war in Stimmung, da wurde auch schon mal eine Flasche Wein geköpft. Die Revolution gebar ihre Kinder. Heute, da starren alle nur in eine Richtung!“ Ich händige ihm seinen Schirm aus, englisches Fabrikat nicht ohne Schick, und empfehle mich. Doch der Herr hängt sich rein. „Wissen Sie, dass die Bahn die Zugabteile abschafft?“, sneakt er sich ran. „Ja, ich hörte davon. Mehr Profit pro Quadratmeter. Kapitalismus eben.“ Der Herr ist dagegen.

„Junge Frau, die wollen einfach nur Ruhe im Karton. Sie wollen uns mundtot machen. Entfremdung. Einsamkeit. Anonymität.“ Er trötet ins Taschentuch und trocknet seinen beachtlichen Zinken in einer Wischbewegung, die Nachahmer verdient. „Die Bahn will, dass wir alle hintereinander sitzen wie die Pennäler, ohne Konspiration und Gemeinschaft. Dass wir allein bleiben, damit wir keine Dummheiten machen. Vereinzelung ist Programm. Divide et impera!“ Der Herr spannt den Schirm und spaziert ohne Gruß davon. Auf dem ersten Absatz der Rolltreppe dreht er sich noch einmal um und ruft „Viva la revolución!“.

Ich winke, lächle und erinnere mich an damals: „Ist hier noch frei?“ und „Ja gern, setzen Sie sich!“ Das war der Schlüsselmoment, der darüber entschied, ob die Fahrt angenehm verlief oder zur Qual wurde. Man witterte Speise- und Körperdüfte. Tupperdose, Leberwurst und hartgekochte Eier. Schuhe aus und ab in den Kniekontakt. Wir hatten Sex im Zugabteil hinter vorgezogener Gardine. Eine intime Gemeinschaft auf Rädern. Ich schloss Bekanntschaften, die entschieden, ob das Zugabteil vom engen Raum zur verriegelten Gefängniszelle wurde oder eben nicht. Es war ein Panoptikum der Blicke. Eine ratternde Talkshow ohne Moderator. Es war ein WIR.

Kein Wort von Katz zu Maus? Vereinzelung. Anonymität. Entfremdung. Der Schirm hat Recht! Im trauten Heim auf Schienen, finde ich mein Glück nur noch allein.

Das intime Zugabteil, das es in vielen Regionalzügen ohnehin nicht mehr gibt, stirbt wie das Testbild und die Telefonzelle. Es ist ein bedrohter Raum. Denn die Bahn schafft klammheimlich und kontinuierlich unsere geliebten, lauschig zusammengewürfelten Begegnungen ab. Mehr Sitze, weniger Talk. Die Bahn vereinzelt. Sie kappt die Knospen der Konspiration zugunsten digitaler Gehirnwäsche und Großraumbüros ohne Dialog. Sie ist schuld am Elend der einsamen Herzen, dem Gleichmut und dem fehlenden Widerstand.

Und während wir mit In-Ear, Handy und Laptop am Diskurshungertuch nagen, sollen bis ins Jahr 2023 alle Züge der Deutschen Bundesbahn ohne Abteile fahren. Der Schirm und ich sind dagegen. „Viva la revolución!“

Eure Raumsonde

Andrea


Who the fuck is…

Andrea Rothaug Szene Hamburg Stadtmagazin

Foto: Katja Ruge

Andrea Rothaug ist eine musikalische Raumsonde mit Hang zum Wort, Kulturmanagerin, Autorin, Dozentin, Veranstalterin, Präsidentin. Was diese Frau so alles treibt, erfahren Sie unter www.andrearothaug.de

 


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juni 2018. Das Magazin ist seit dem 26. Mai 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Max Frisch fragt… Simon Urban

In unserer Reihe „Max Frisch fragt…“ kommt der alte Meister der Literatur mit den Wortkünstlern der Gegenwart ins Gespräch. Dieses Mal mit Simon Urban. Für seinen Debütroman „Plan D“ wurde er mit dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet. Sein zweiter Roman „Gondwana“ über die Weltreligionen erschien 2014. Wir verkürzen uns die Wartezeit auf sein drittes Werk mit diesem Interview…

Lernen Sie von einer Liebesbeziehung für die nächste?

Absolut. Aber leider nie, wie ich es vermeiden kann, meine Lieblingsfehler immer und immer zu wiederholen.

Wissen Sie, was Sie brauchen?

Aktuell ein Klavier mit Silence-Funktion, das Ende dieses Winters und eine Frankreich-Reise mit meiner Mutter. Generell viel mehr Zeit zum Schreiben, weniger Arbeit in der Werbung und ab und zu eine gute Foie Gras. Davon abgesehen ist das Aufdieweltbringen von originellen Ideen für mich sicher eine Art solider Zwang. Egal, in welchem Beruf.

Möchten Sie wissen, wie sterben ist?

Als gelungene Mischung aus Atheist und Agnostiker (je nach Tagesform)kann ich darauf sehr gut verzichten. Ein vollkommen schmerzfreier Tod, nach dem man garantiert wieder heil zurückgeholt wird, wäre allerdings eine spannende Erfahrung. Da ließe sich auch eine schöne Folge „Black Mirror“ draus machen.

Gibt es Freundschaft ohne Affinität im Humor?

Ich habe Freunde, über die ich beim besten Willen nicht lachen kann.Ihr Humor ist in meinen Augen – hart ausgedrückt – banal, hilflos, uninspiriert. Trotzdem kann ich mich darauf erstaunlich gut einstellen, denn diese Leute besitzen zweifellos andere hervorragende Eigenschaften. Ich nehme das also ohne größere Schmerzen hin, denke aber häufig: In einer Partnerschaft wäre mir das völlig unmöglich.Wem wären Sie lieber nie begegnet? Ich würde jetzt ja gerne sagen: dem Arschloch, das uns seine Wohnung verkauft hat –aber wenn ich dem nicht begegnet wäre, würden wir noch auf 38 Quadratmetern in Dulsberg hocken und hätten keine Badewanne.

Sind Sie sich selber ein Freund?

Da bin ich mir absolut sicher. Ich bin immer für mich da.

Interview: Jenny V. Wirschky

Mehr aus dieser Reihe:


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2018. Das Magazin ist seit dem 28. April 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Rindchen schlemmt – Ganz gegen das Klischee

Das Ni Hao lockt mit chinesischer Spitzenküche unseren Food-Kolumnisten Gerd Rindchen aus Eimsbüttel bis ins ferne Wandsbek.

Vor rund 24 Jahren wanderten die drei damals blutjungen Gebrüder Chen, gebürtig in China, aber vorher in Holland ansässig, nach Hamburg ein. Das Ziel: Der Hansestadt ein hochwertiges Res­taurant mit kompromissloser chinesischer Spitzenküche zu bescheren. Ungefähr seit dieser Zeit zählt das Ni Hao, wenngleich aus Eimsbütteler Sicht im fernen Wandsbek gelegen, zu unseren absoluten Lieblings­restaurants. Besonders gerne essen wir hier die authentischen, abwechslungsreichen und überaus preiswerten Menüs, die jeweils ab zwei Personen zum Teilen für alle angeboten werden. Am meisten Spaß machen diese aber am runden Drehtisch ab vier Personen, wenn die zahlreichen Schälchen und Schüsselchen munter hin- und hergeschoben werden. Immer wieder spannend ist das Überraschungsmenü: Hier gibt es erst kalte und dann warme chinesische Vorspeisen, danach ein paar Hauptgerichte nach Tageswahl von Küchenchef Julian Chen und ein Überraschungsdessert. Hier haben wir schon viele spannende neue Entdeckungen gemacht und der Preis (27,50 Euro pro Nase), ist eingedenk des gemeinhin Gereichten eher ein Sozialtarif.

Wer gerne vorher wissen möchte, was er auf dem Teller hat, und einen Hauch pikanter Schärfe nicht scheut, dem empfehle ich wärmstens das Sichuan-Menü (32,50 Euro): Hier folgt auf in Teeblättern ge­rösteter Ente, die in Pfannkuchen eingerollt wird, eine der Signature Dishes des Hauses, eine klassische sauer-scharfe Suppe. Im Hauptgang gibt es dann Rinderfiletstreifen auf Szechuan-Art und die wahrlich königlichen Hühnerwürfel ­Palast-Art mit Chili und Cashewkernen, bevor das Ganze recht konventionell mit Früchten und Eis ausklingt (mit Desserts haben es die Chinesen eh nicht so).

Zu den herausragenden Hauptgerichten, falls man kein ganzes Menü möchte, zählen gedünsteter Schweinebauch mit fermentiertem Senfkohl auf Shanghai-Paksoi (16,90 Euro) oder das in Öl gekochte Rinderfilet mit Sichuan-Gewürzen auf Shanghai Paksoi. Schön ist auch, dass das Ni Hao ein Restaurant von zeitloser Eleganz bar jeglicher Asia-Folklore ist und so auch in den Trendvierteln von London oder New York stehen könnte. Alles in allem ist die Küche so abwechslungsreich und voller geschmacklicher Intensität und Tiefe, dass ich hier locker drei bis vier Mal die Woche essen könnte – wenn es nicht gerade in Wandsbek wäre … 

Text: Gerd Rindchen

 Wandsbeker Zollstraße 25-29 (Wandsbek), Mo-So 12–23 Uhr, facebook.com/NIHAO.wine.and.food/


Gerd Rindchen im Rindchen's Weinkontor. Foto:

Gerd Rindchen im Rindchen’s Weinkontor.

Gerd Rindchen ist Gründer von Rindchen’s Weinkontor. Seit 25 Jahren verkostet er Weine nach dem Prinzip „Bestes Preis-Genuss-Verhältnis“. In der SZENE HAMBURG wendet er dieses Prinzip jeden Monat auch auf die Küchen dieser Stadt an.

 

 


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2018. Das Magazin ist seit dem 28. April 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

BierSZENE – Craft Beer auf Reisen

1700 Kilometer, ein Mann, ein Fahrrad und ein Kasten Hamburger Bier. Kreativling und Bierliebhaber Nico Heimann ist noch bis Anfang Juni für das „Projekt Bottle Post on Pedals“ auf großer Fahrradtour durch Frankreich, Belgien, die Niederlande und Deutschland. Seine Mission: Die Leidenschaft für handwerklich gebrautes Bier mit anderen Menschen teilen. Da sind wir doch dabei!

Eine Art Kulturaustausch für Biernerds – so könnte man wohl beschreiben, was bei „Bottle Post on Pedals“ zurzeit passiert. Nico Heimann ist seit knapp zwei Wochen im Namen der Braugasthäuser Dolden Mädel in Berlin und Binz, Altes Mädchen in Hamburg sowie das Fritz in Greifswald und Stralsund unterwegs. 26 Tage und 1700 Kilometer sind für die Tour geplant. Auf seinem Weg durch Frankreich, Belgien, die Niederlande und Deutschland macht er Halt bei befreundeten Brauereien – um sie zu besuchen und um Flaschen seines Bieres, das er im Anhänger umherfährt, gegen deren Biere zu tauschen.

 Ein Wegbier mit Geschmack

Gebraut wurde das Bier von den Küchenchefs der verschiedenen Braugasthäuser unter der Leitung von Ian Pyle, Kreativbraumeister der Ratsherrn Brauerei in Hamburg. Die Idee war es, ein Bier zu kreieren, das grundsätzlich jedem schmeckt und doch etwas ganz Besonderes und Mutiges hat. Nicht zu hopfenbetont, nicht zu malzig, vielleicht etwas Beeriges, fast Säuerliches – und definitiv gut trinkbar. Schnell landete die Brew-Crew mit diesen Vorlieben in der belgischen Bierküche. So entstand ein Farmhouse Ale, das sich durch Frische und einen schlanken Körper auszeichnet. Kurzum: Sommer im Glas, den man zurzeit in jedem der Partner-Braugasthäuser am Hahn findet.

Bottle on Pedals

Jeden Tag ein neuer Brauer: Auf seiner Reise schließt Nico viele Freundschaften mit anderen Biernerds.Foto: Bottle post on Pedals

Foto: Bottle on Pedals

Große Liebe: Der Drahtesel macht ganz schön was mit. Foto: Bottle post on Pedals

Auf seiner Tour begleiten kann man Nico Heimann auch – via Facebook und Instagram. Hier teilt er täglich Fotos und Videos seiner fast einmonatigen Reise und spricht über Bier, Brauereien und Berge, die er mit seinem Drahtesel erklimmen muss.

Ich finde, ein tolles Projekt, das Durst auf mehr macht.

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel


Daniel Ehlich

Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

Bedrohte Räume #23: Grünanlagen, Flipflops und ein Povoll!

Kaum benetzt der erste Sonnenstrahl die Hansestadt, schon fummelt der Hamburger die Flipflops raus. Ab geht’s zum DOSEN-Saufi kaufen. Dazu EINWEGgrill, PLASTIKflaschen und jede Menge KOTeletts, Würstel und lecker naschfertige Salate aus dem Kühlregal.

Und nun ab in die Grünanlage. Chillen. Decke raus, Würstel aus der Packung und Grill angeschmissen. Kaum freut er sich über das selbstgemachte Essen, erhebt sich der Hamburger, grabscht den Rhododendron, bricht ihm das Genick und tritt ihn in Stücke. Feuer fertig. Licht an. Weiter grillen.

Wenn der gemeine Hamburger dann nachts schön satt und betrunken ist, will er zügig seine Sachen packen. Er ist da praktisch veranlagt, er nimmt nur mit, was 100% ihm gehört. Den Kubikmeter Plastikmüll lässt er zurück. Ist ja alles leer. Aber er schwärmt am nächsten Tag den Kollegen vor: „Gestern im Park hab ich so richtig schön am Feuer gesessen, Holz gehackt, mal ganz regional gegessen.“ Er erinnert sich nicht mehr an Mutter, die ihn lehrte: „Ein voller Mülleimer, mein Kind, bedeutet, du musst deinen Scheiß selbst mit nach Hause nehmen!“ und „Gib nicht so an!“

Ja, so sinnierte ich, als ich heute morgen meine Eichhörnchenfriends im Park an einem verkohlten Stück Würstel knabbern hörte, ein paar Ratten an einem toten Eichhörnchen nagen sah und neben dem überquellenden Mülleimer 10 Packungen Rattengift fand.

Ja, so kam ich zu dem Schluss, dass die Sonne dem Hamburger jeden Sommer ein gehöriges Loch in die Birne fräst. Ein Sommerloch. Jeder kleine Intellekt krepiert sofort, jedes gute Benehmen wird kurzgebraten. Der Hamburger erinnert nicht, dass PLASTIK TÖDLICH ist für diesen Planeten, dass DOSEN für die ERDERWÄRMUNG mitverantwortlich sind, dass HORMONfleisch giftig ist und EINWEGgrills der schlimmste TOXICMIST sind. Der Hamburger genießt schwerelos.

Und so machte ich mich an die Arbeit, um für den bedrohten Raum „Grünanlage“ Folgendes von der Stadt zu erbitten:

  1. Hamburg – stell’ bitte von April bis Oktober sehr große Müllcontainer in alle Parks.  Getrennt nach Plastik, Papier, Glas, Kompost.
  2. Dazu helfen Gebotsschilder: Müll wegwerfen nur von 6.15h-6.16h erlaubt.
  3. Und baut endlich mehr Grünanlagen, sonst werden wir sauer.
  4. Wenn 1-4 nicht helfen, dann bitte Arschloch-Schilder verschenken und fiese Povolls verteilen.

Eure Raumsonde

Andrea


Who the fuck is…

Andrea Rothaug Szene Hamburg Stadtmagazin

Foto: Katja Ruge

Andrea Rothaug ist eine musikalische Raumsonde mit Hang zum Wort, Kulturmanagerin, Autorin, Dozentin, Veranstalterin, Präsidentin. Was diese Frau so alles treibt, erfahren Sie unter www.andrearothaug.de

 


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2018. Das Magazin ist seit dem 28. April 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Bedrohte Räume #18: Abriss der HafenCity 2067?

Die Uhr tickt: Hat nach 37 Jahren des Hanseviertels letztes Stündchen geschlagen? Ein Hamburger Investor soll bereits Pläne für einen Abriss präsentiert haben.

Letzte Woche war ich bei unserem architektonischen Leckerbissen, der HafenCity, zu Kaffee und Kuchen an die Elbe geladen. Unsere HafenCiddy – der Nabel der Stadt zwischen Alster und Elbe, Heimat der Elbphilharmonie,  maritimes Denkmal, Loveletter und Streitaxt der Stadtplaner. Gab ja viel Gerummel vorab, doch jetzt, da ist sie richtig schön! Mit Speicherstadt, Baakenhafen, Magellan-Terrassen – herrlich. Und wie die Straßennamen tönen: Hongkongstraße, Osakaallee, Vasco–da-Gama-Platz. Klingt wie Herkunft und Zukunft zugleich. International, modern, eine Futureworld, die doch bodenständig nach Zimt und Pfeffer duftet und die HafenCity schon heute mit ihrer zukünftigen Bedeutung identifiziert.

Umso mehr freu ich mich auf schwarzen Saft und Zitronenkuchen mit ihr und ihren Spacekollegas Hanseviertel, Deutschlandhaus, City-Hof und Co, die eine Selbsthilfegruppe für gefährdete Räume gegründet haben, um frische Bisswunden zu verarzten und Präventionsdiagnostik zu betreiben. Unsere schöne neue Lady wird da wohl eher die tröstende Gastgeberin sein, mutmaße ich, doch weit gefehlt.

Als das junge Ding mich hereinbittet, sieht sie eher verheult als fresh aus. PMS? Ich blicke durch den Raum. Nein, auch die Menopause-Bauten starren verquollen aus der Wäsche. „Was ’n los, HafenCity?“ Ich rühre im Bohnenglück. „Wir diskutieren gerade meinen Abriss 2067!“ Sie zieht nicht gerade vornehm den Rotz hoch. „Von einigen Häusern platzt hier schon der Lack. Geschäfte und Gehwege sind empty, die Kunden im Netz. Die Uhr tickt gegen mich –wie beim Deutschlandhaus oder jetzt sogar beim Hanseviertel!“

Ich lasse meinen Blick durch den Raum schweifen und erblicke das feine Hanseviertel in Hütchen und Pelz: „Ich bin erst 37 Jahre alt und soll nun zum Schafott!“ Daneben verschüttet das Deutschlandhaus vor Entrüstung ein bisschen Kaffee:„Ich habe in diverse Faceliftings und Bodytunes investiert, ich sehe besser aus denn je, und jetzt soll alles umsonst gewesen sein?“ Das Hanseviertel verliert die Contenance: „Sie wollen uns umbringen, öffentliche Hinrichtungen sind in Hamburg an der Tagesordnung!“

„Leute, das kann doch alles nicht wahr sein! Der Abriss des City-Hofs ist schon eine frevelhafte Tragödie. Aber ihr seid modern und wunderschön! Das frühmoderne Deutschlandhaus ist so geschichtsträchtig wie die Finanzdirektion am Gänsemarkt. Und du, Hanseviertel, bist doch erst 1980 geboren! Du bist vollkommen staubfrei, außerdem gelungen mit deinen konkaven Klinkerkurven. Allein dein Glockenspiel, die Glaskuppelfenster, der Rundbau mit schwimmender Weltkugel aus Granit.“ Die drei blicken mich aus hohlen Augen an.

Doch, es kann sein, denke ich später. Das hier ist Hamburg 2017. Rot-grüner Senat. Erst bauen sie den Elbtower, dann wird die Innenstadt sterben und sie werden anfangen, der HafenCity die Zähne aus dem Zahnfleischzu reißen. Vorher müssen aber eventuell noch die Finanzdirektion und lieber das Chilehaus dran glauben. Und die Politik leckt dann wieder den Speichel der Investoren auf, um daraus schöne neue Logistikzentren zu bauen. Deshalb: Geht doch mal wieder bummeln, Leute, und ruft vorm Rathaus: „Gut Holz,Herr Scholz!“ Oder schreibt ihm besser einen Brief. Mief!

Eure Raumsonde

Andrea

Beitragsbild: Panoramio – HH Oldman


Who the fuck is…

Andrea Rothaug Szene Hamburg Stadtmagazin

Foto: Katja Ruge

 

 

Andrea Rothaug ist eine musikalische Raumsonde mit Hang zum Wort, Kulturmanagerin, Autorin, Dozentin, Veranstalterin, Präsidentin. Was diese Frau so alles treibt, erfahren Sie auf Ihrer Website

Bedrohte Räume #6. Der Schnackomat im öffentlichen Raum

Nur 20 Pfennig und meine Welt war gelb. Andrea Rothaug über die Ära der Münzfernsprecher

Nur 200 Meter lang war er, der Weg von der Haustür zur gelben Kabine mit Strippe, Drehscheibe und zerfledderten Telefonbüchern, in der wir heimlich qualmten und die ersten Gehversuche in Sachen Gagbranche starteten.

„Halloooooo??? Haaaaaallo??? Ja, wer is’ denn da?“ näselte es aus dem Hörer.

„Guten Tag, Frau Schnipkoweit, hier ist der Chef von Karstadt. Sie haben bei uns einen Vibrator bestellt!“

„Was? Iiiiich? Nie im Leben? Das war ich nicht!“

„Doch, Frau Schnipkoweit, das waren sie und wir bringen Ihnen den jetzt vorbei!“

„Nie im Leben, Ihr Schweine!“ Frau Schnipkoweit schlug den Bakelit-Hörer auf die sogenannte Gabel.

Ach, schön war das, damals in der Ära des Münzfernsprechers. Anonyme Anrufe. Nur 20 Pfennig und meine Welt war gelb.

Ich war derart verknallt in diese Schnackomaten, dass ich später verschiedenste Szenarien der auf einen Quadratmeter beschränkten Lebensführung entwarf. Urlaub in der gelben Zelle: Ich schaffte zwei Nächte. Grillen in der Kabine: Ich schaffte keine 10 Minuten. 24 Stunden Disko: machbar ohne rauchen. Meine liebste Gymnastik aber war der Versuch, zu ermitteln, wie viele Menschen in der Mini-Klause Platz finden. Mehr als sieben Leute – unmöglich. Es folgten Mini-Bibliothek, Erbsen-Büro, Eigentumszelle, Tindertreff oder Käseplattenhort. Doch dann schlich sich die Digitalisierung ins Revier: Vom Telefonhäuschen zur offenen Telefonhaube TelHb82, auch für Rollstuhlfahrer geeignet, war es nur ein Hüpfer. Es folgte die TeleCom-Terrorzelle in Chromenta, natürlich nur mit Karte zu bedienen, bis hin zum faden Metallpfosten mit Sprechgerät, der nun so gar keinen intimen Komfort mehr bot.

Es ist vorbei mit der schallgedämmten gelben Zelle und der herrlich veratmeten Spuckeluft. Vorbei auch die Zeit der Zelle als Quelle der Kunst: Inspector Spacetime und der Doktor reisen stets in Telefonzellen, Harry Potter & Mr. Weasly reisen per Telefonzelle ins Zaubereiministerium und Melissa Benoist kann ohne die Kabine nicht mehr in ihr Alter ego Supergirl schlüpfen. Sind wir verloren?

Keineswegs! Ich werde jetzt die Wiederbelebung der Telefonschatulle als Kulturbox initiieren, mit Ausstellungen, Flash Mobs, Musik, Büchern, kurz allem, was mit Kultur und Anfassen zu tun hat. Verschwiegenes Telefonieren im öffentlichen Raum? Das geht ab heute in Dixieklos, da sparen wir Zeit, frönen dem Multitasking und haben neben Mund, Augen und Ohren auch noch die Nase im Team!

Eure Raumsonde Andrea Rothaug

Foto oben: Fotolia


Who the fuck is…

Andrea Rothaug Szene Hamburg Stadtmagazin

Andrea Rothaug

Andrea Rothaug ist eine musikalische Raumsonde mit Hang zum Wort, Kulturmanagerin, Autorin, Dozentin, Veranstalterin, Präsidentin. Was diese Frau so alles treibt, erfahren Sie auf  Ihrer Website

 

 

 

 

 


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Jannes Wochenrückblick Vol. 79: Livemusik

Man muss sich ab und zu mal bewußt machen, in was für einer spannenden Musikstadt wir hier leben. Findet unser Kolumnist Jannes

In der vergangenen Woche hatte ich zum Beispiel folgende Vergnügen:

Montag: Weihnachtskonzerte unserer Uptone-Bands auf dem Weihnachtsmarkt in Barmbek. Supermuckelig und superschön.

Mittwoch: clubkinder Klanglabor in der Barbarabar. Jeden Mittwoch spielen junge Musiker im Rahmen unserer Förderung auf dem Hamburger Berg.

Mittwoch: Verleihung des Hamburger Musikpreises HANS in der Markthalle

Freitag: Geheimkonzert von Miu in der größten Location der Stadt. un-glaub-lich! Hintergrund: Unser clubkinder Klanglabor ist eine Förderung für lokale Musiker. Ratet mal, wer eine der allerersten Künstler war, die wir 2012 im Klanglabor hatten. Was für eine schöne Geschichte!

Freitag: beste Unterhaltung mit den Suicide Girls im Gruenspan

Samstag: Bei unserem clubkinder Verein haben wir 2015 nicht nur sofort die Flüchtlingshilfe in die Vereinssatzung aufgenommen, sondern auch sehr schnell »Welcome Dinner« veranstaltet, bei denen zehn Hamburger zehn Geflüchtete zum Essen einladen und dabei und danach Beziehungen eingehen. Eine dieser Beziehungen hat Samstagabend im Frachtraum in Eimsbüttel ein rührendes Konzert gegeben.

Samstag: clubkinder Klanglabor goes Mercedes me Store: unsere Freunde von John Monday waren der Abschluss unseres Booking-Jahres im Store am Ballindamm.

Jannes Vahl Kolumne Szene HH

Foto: miu zaucke photography

Sonntag: Bei Sepultura im Docks habe ich Alban vom Rock Café St. Pauli getroffen, der mir von seinen großen Plänen und von einem Metalfestival im Dezember im Gruenspan erzählt hat. Außerdem Sven vom Home of Burlesque, der mir von der Aftershowparty der Suicide Girls bei ihm im Laden erzählt hat. 48 Stunden zu spät! Man kann halt nicht alles mitbekommen. 🙂

 Hamburg, was hast Du bloß für eine tolle Musikkultur!

 Habt einen schönen Start in die Woche, wir lesen uns Montag wieder, 

Jannes

 Foto: Zaucke Photography / pexels (oben)

Who the fuck is… Jannes Vahl*?

Jannes Kolumne SZENE HAMBURG

Foto: Julia Schwendner

Seine Vision von und für Hamburg 
Kein Schwarz und Weiß, Kreativität Tag und Nacht, Natur grün und blau. 
Sein Rezept zum Runterkommen bei zu hohem Lebenstempo 
Meditation. Basketball. Radfahren. 
Sein Karma-Cocktail für ein korrektes Leben 
Rumcola. Und jeden Tag versuchen, ein besserer Mensch zu sein.  ?

 

*Jannes Vahl ist Clubkinder-Gründer und Inhaber der Agentur Polycore.Und gibt jede Woche bei uns seine persönliche Sicht auf seine Woche.


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