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WohnSZENE – Mit Stil in die neue Wohnung

(Sponsored) Jeder, der schon mal umgezogen ist, kennt das Gefühl: Das Ein- und Auspacken kann schon mal etwas anstrengend werden – das Einrichten des neuen Zuhauses hingegen macht Spaß und ist inspirierend zugleich. Interior-Bloggerin Sarah Ramroth erzählt uns hier und auf www.wohnfreude.de – dem informativen Lifestyle-Blog der Sparda-Bank Hamburg – wie sich mit Kreativität und guter Organisation die neue Wohnung stillvoll einrichten lässt.

Hej,

in meinem letzten Beitrag habe ich mich mit dem Thema Umzug und den dazugehörigen To-dos beschäftigt. Die beinhalten ja meist eher die Dinge, die leider viel Geld kosten (Umzugswagen, Halteverbotsschilder & Co.), um die man aber auch leider nicht herumkommt. Viel schöner sind da doch die To-dos, die bei einem Umzug anfallen und für die jeder nur allzu gerne Geld ausgibt! Okay. Jeder ist jetzt wahrscheinlich auch wieder übertrieben, aber ich denke die meisten von uns lieben es, sich neue Möbel auszusuchen. Bevor es allerdings zum Schweden & Co. geht, um mal nicht nur Kerzen zu kaufen, sollte man sich im Vorfeld vielleicht einige To-dos überlegen.

Während in der alten Wohnung noch die Farbe weiß dominierte, sind jetzt dank einer dunkelblauen Wand viele Messingakzente eingezogen. Foto: Sarah Ramroth

Ich habe bei meinen letzten Umzug verschiedene To-do-Listen (insgesamt waren es vier) angelegt, um den Überblick zu behalten. Es gab zwei Listen, die sich sowohl mit der alten als auch der neuen Wohnung beschäftigt haben und auf denen jeweils stand, was alles erledigt werden muss. Zusätzlich habe ich zwei Listen geführt, die mir ein wenig mehr am Herzen lagen. Auf der einen habe ich alles notiert, was ich an Möbelstücken und Krimskrams verkaufen möchte. Auf der anderen stand, welche Möbel oder Deko ich mir gerne neu kaufen möchte. Diese Liste war so gesehen das Herzstück meiner Umzugs-To-do-Listen! Sie war wirklich nicht schwer vollzubekommen, da für mich feststand, dass ich nicht vieles aus meiner alten Wohnung mit umziehen lassen wollte.

Die Idee, sich komplett neu einzurichten, klingt für die meisten von uns wahrscheinlich sehr verlockend. Im nächsten Atemzug stellt sich dann allerdings die Frage, woher man das Geld dafür nehmen soll. Und genau das ist der Grund, weshalb viele wieder von dem Gedanken abweichen, bei einem Umzug in neue Möbel zu investieren und doch lieber die alten Möbel mit umziehen lassen. Schließlich ist man ja nicht Krösus und hat mal eben ein paar Tausender auf dem Konto über. In diese Falle wollte ich diesmal allerdings nicht tappen! Es musste somit ein Plan her, wie ich mir meine neuen Möbel finanziere!

Text & Foto: Sarah Ramroth

 Dieser Text ist ein Auszug aus Sarahs Beitrag Einrichten – mit Stil in die neue Wohnung. Weiter geht’s bei www.wohnfreude.de, das Hamburger Online-Magazin rund ums Bauen, Wohnen, Finanzieren mit freundlicher Unterstützung der Sparda-Bank Hamburg eG.


Who the fuck is…

Sarah Ramroth gibt auf wohnglueck.hamburg und  @wohnglueckhamburg (Instagram) seit über einem Jahr praktische Einrichtungstipps und verbindet sie mit ihrer Liebe zu Hamburg. Einmal pro Monat berichtet sie über Hamburger Wohnthemen für www.szene-hamburg.com und www.wohnfreude.de.

Billstedt Spezial: Der Masterplan

Von außen verschrien als Beton- Ghetto, ist das Quartier bei seinen Bewohnern beliebt. Ein Blick auf Mümmelmannsberg, der Teil Billstedts, der bis 2020 noch besser werden soll.

Jamal hievt die Clementinenkisten aus dem Wagen, drei Stück schafft er auf einmal. Angestrengt, das Kreuz durchgedrückt, aber lächelnd, trägt er sie in den Laden, ordnet sie zentimetergenau im Obstregal ein. Jetzt noch die Bananen, die Mangos, Kiwis und Zitronen, dann ist das Auto leer. Jamal atmet nun doch tief durch. Erst mal einen Tee. „Muss ja immer voll sein“, sagt der 47-Jährige, „und immer frisch.“ Der Shop des Afghanen ist im Erdgeschoss eines 13-stöckigen Betongiganten, direkt gegenüber des U-Bahnhofs Mümmelmannsberg. Ein winziger bunter Punkt auf der ansonsten blassen Fassade. Jamal rührt in seinem dampfenden Glas, während seine Mitarbeiter frische Fladenbrote aus dem Ofen ziehen. Pfirsichwölkchen werden eins mit denen von frisch Gebackenem. Auch Torten kann man bei Jamal kaufen, in einer Glasvitrine stehen ein ganzes Dutzend bereit: pinkfarbene für den Kindergeburtstag, hochgetürmte für die Hochzeit, Fußballvereinswappen. „Das Gute ist: Meine Kunden sind nicht nur Afghanen, sondern Leute aus vielen verschiedenen Ländern. Aus ganz Mümmelmannsberg.“

100 Millionen für 18.600

Mümmelmannsberg: Quartier. Foto: Michael Kohls

Das Quartier ist im Umbruch, frische Fassaden stehen derzeit noch im Kontrast zum Graubraun der 70er Jahre. Foto: Michael Kohls

Auf 2,8 km² stehen den 18.600 Menschen im Quartier 7.300 Wohnungen zur Verfügung, rund 4.700 davon werden von der SAGA bewirtschaftet. Durchschnittliche Nettokaltmiete: 4,85 Euro je Quadratmeter. Das ist vergleichsweise supergünstig, in St. Pauli werden längst Mietpreise ab 12 Euro gezahlt. Und die SAGA investiert. Laut des Masterplans des Unternehmens fließen zwischen 2013 und 2020 satte 100 Millionen Euro in die Modernisierung des Bestands. Die grauen Wohntürme thronen teils bereits seit den frühen 1970er Jahren im östlichsten Teil der Stadt, direkt an der Grenze zu Schleswig-Holstein. Es gehe nun darum, die „Energieeffizienz zu verbessern sowie Architektur und Wohnqualität zeitgemäß zu erneuern“, sagt SAGA-Sprecher Gunnar Gläser. Der städtebauliche Mittelpunkt des Quartiers, das EKZ mit seinen drei Hochhäusern, hat die Runderneuerung bereits fast hinter sich. Hier gibt es neben einem Ärztehaus auch einen Seniorentreff, ein Seniorenheim, Wohnen für behinderte Menschen sowie Gewerbeeinheiten. Vollversorgung von der Medikation bis zum Haarschnitt.

„Nationalität spielt keine Rolle“

Zahlen und Fakten MümmelmannsbergWer eine SAGA-Wohnung bekommt, wird entgegen David Erkalps Wunsch (das ausführliche Interview mit dem Vorsitzenden der CDU Billstedt findet ihr in der Szene Hamburg Februar-Ausgabe auf Seite 22) nicht nach Herkunft entschieden. Gläser: „Nationalität spielt keine Rolle. Jeder hat die Möglichkeit, eine Wohnung von uns zu erhalten.“ Was für Gesamt-Billstedt gilt, nämlich ein Anteil der Bürger mit Migrationshintergrund von mehr als 50 Prozent, gilt auch für Mümmelmannsberg. Doch anders als die politische Problematisierung und Vorverurteilung von außen wird vor Ort eher von der Situation geschwärmt. Anne (21), Auszubildende, ist in Mümmelmannsberg aufgewachsen, kennt das Image vom perspektivlosen Ghetto seit Jahren: „Es gibt immer noch dieses Brennpunkt-Klischee. Wenn ich Leuten aus anderen Stadtteilen erzähle, dass ich aus Mümmel komme, sagen viele: ‚Oh, was!? Muss ja voll schlimm sein!‘ Dabei hat sich der Stadtteil positiv entwickelt. Ich habe jedenfalls keine Angst, wenn ich nachts alleine durch die Straßen gehe.“ Dafür spricht auch die Statistik. Billstedt, somit auch Mümmelmannsberg, liegt in Sachen Straftaten 17 Prozent unter dem Hamburger Durchschnitt. Auch Student Tim (29) wurde in Mümmelmannsberg groß und lernte den Schulterschluss der Kulturen früh schätzen: „Niemand musste sich Sorgen machen, dass dabei etwas schiefgehen könnte. Jeder kann mit jedem gut klar kommen, das merkt man hier sofort, weil es hier eben so ist.“ Ein Stadtteilwechsel für mehr Lebenskomfort wäre nicht nötig.

Tapetenwechsel hebt die Stimmung

Ein Gang entlang der Siedlungsbauten zeigt aktuell zwei Mümmel-Gesichter. Das der 70er mit seinen bleichen, rauen Fassaden, deren Ränder wie vergilbtes Papier einen dringend nötigen Tapetenwechsel anzeigen. Jedes karge, blattlose Gestrüpp davor besitzt mehr Farbe. Und dazwischen das neue, schon modernisierte: strahlend weiße Außenwände, bunte Markisen über den Balkonen, befüllte Blumenkübel. Das SAGA-Engagement fruchtet, scheint die Stimmung zu heben, auch wenn die Mieter in der Zeit bis zur Fertigstellung mit Verzögerungen und auch Lärm rechnen mussten. „Wichtig war es, alles transparent für die Bewohner zu gestalten“, meint Gläser, „wir standen immer in Kontakt.“ Was noch folgen soll, ist der Abriss des alten Kaufhauses, dessen Erdgeschoss derzeit mit Holz verkleidet, das Geländer besprüht ist. Geplant ist ein Neubau, der zum Quartiermittelpunkt werden soll. „Derzeit befindet sich die SAGA Unternehmensgruppe diesbezüglich in den letzten Abstimmungen mit der Bauherrin und dem Bezirk“, so Gläser.

U-Bahn als Anker

Shop-Besitzer Jamal. Foto: Michael Kohls.

Freut sich über den Schulterschluss der Kulturen in Mümmelmannsberg: Shop-Chef Jamal. Foto: Michael Kohls.

Im Gegensatz zu anderen Großwohnsiedlungen, etwa Steilshoop, hat Mümmelmannsberg einen weiteren wichtigen Vorteil: die eigene U-Bahn-Station. Nicht länger als 20 Minuten dauert der Weg in die City, er wirkt wie ein Anker für die Bewohner, ein Zeichen, dass sie vollends zu Hamburg gehören. Und wem gerade nicht nach Großstadt ist, der ist ebenso schnell im Grünen: Das Naturschutzgebiet Boberger Niederung ist direkt nebenan, genau wie die Bille und das am Ufer liegende Kleingartengebiet. Im Quartier selbst soll das Projekt „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ des Senats für Wohnungsneubau sorgen. Es tut sich was in Hamburgs verschrienem Osten, und man nimmt es Jamal ab, wenn er sagt: „Ich fühle mich zu Hause. Nicht, weil hier viele andere Afghanen sind, sondern weil hier viele andere Nationen und natürlich auch viele Deutsche sind. Oft heiraten Menschen aus dem einen Land welche aus dem anderen. Könnte nicht besser laufen.“

Text: Erik Brandt-Höge

Fotos: Michael Kohls

 


 Dieser Text ist ein Auszug aus der Titelgeschichte von SZENE HAMBURG, Februar 2018. In unserem Magazin finden Sie noch mehr interessante Beiträge über den Stadtteil. Es ist seit dem 26. Januar 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!