(12.10.) Nachtleben, Twit One – Project: Beatmaker, Häkken, 20 Uhr

Eine Kölsche Jung gibt sich die Ehre und vor allem das Mic, uns in Hamburg mit einer Flut an Reimen zu beglücken: Twit One spielt live im Häkken. Der Rapper hat sich vor allem in der Underground-Szene einen Namen gemacht und hängt da unter anderem mit Hulk Hodn und MemyselfandI für die Sendung „Radio Love Love“ ab oder mit Miles Bonny, Retrogott und Sylabil Spill für fette Collabos.

Bald wissen wir, wie sich das live anhört und ob einer von den genannten der noch geheime Special Guest ist.

/ AW

Häkken
12.10.17, 20 Uhr

 

(13.10.) Kunst, Dark Matter: Art meets Science, Desy, 19 Uhr

Alles begann auf einer Party. Zufällig trafen dort Prof. Dr. Christian Schwanenberger und die Künstlerin Tanja Hehmann aufeinander und entdeckten beim Bier, wie ähnlich Künstler und Wissenschaftler arbeiten, wenn sie das Unbekannte erforschen.

Und da Schwanenberger als Leitender Wissenschaftler am Desy arbeitet, dem Deutschen Elektronen-Synchrotron, das sich mit seinen Beschleunigeranlagen naturwissenschaftliche Grundlagenforschung betreibt, Eigenschaften von Materie untersucht und zu Photonen forscht, entstand die Idee, dort Kunst und Wissenschaft zusammenzubringen. Und welches Thema eignet sich da besser als die Dunkle Materie, deren Existenz eine der großen offenen Fragen ist. Schließlich hat den Stoff , aus dem 80 Prozent der Materie im Universum bestehen, noch niemand gesehen.

Eine Performance aus Wissenschaft und Kunst

„Art meets Science: Dark Matter“ haben die beiden die Schau genannt, in der man nicht nur die Arbeiten von 14 Künstlern sehen, sondern auch das Desy selbst entdecken kann. In der Vorhalle zur Hera-Ringanlage, im Auditorium und auf dem Außengelände ist die Kunst verteilt und Guides lotsen einen hin. Zu den präzisen Versuchsanordnungen von Marcel Große, der selbst Teilchenbeschleuniger baut und zum Beispiel Kurzschlüsse sichtbar macht. Zu den Installationen von Jana Schumacher, die sich mit unkontrollierbaren Phänomenen beschäftigt, der Malerei von Tanja Hehmann selbst, die Möglichkeiten, Unsichtbares wie Energie, sichtbar zu machen. Zu sehen sind ihre Bilder in technischem Gerät, das sieben Stockwerke nach unten fährt. Und während Baldur Burwitz eine „Kollision der anderen Art“ installiert, lässt Chris Pfeil im Hera-Tunnel sein Soundgerät Dark Matter erklingen.

Die Ausstellung sei wie eine Performance, sagt Tanja Hehmann, denn ausgestellt wird mitten im laufenden Betrieb des Desy und alles entsteht in einem dynamischen Prozess, bei dem Wissenschaft und Kunst auch in diesem Sinne wirklich aufeinandertreffen.

/ SD

Desy Forschungszentrum, Notkestraße 85
13.10.17, 20:30 Uhr

Weitere Informationen finden sie hier – um Anmeldung wird gebeten

(12.10.) Nachtleben, Tara Transitory a.k.a. One Man Nation, Kampnagel, 22 Uhr

Bekanntermaßen ist kaum ein Ort, kaum ein kultureller Kontext so geeignet für Neuverortung und Neuauslotung von Geschlechterrollen und -verständnis wie der Club. Zwischen dunkler Ecke und grellem Stroboskop ist jede Katze grau und doch bunter als ein Pfau. Zumindest gilt das vielerorts hierzulande, während in zahlreichen anderen Ländern jede andere als die vermeintlich klar biologisch zugewiesene GenderInterpretation auf Unverständnis, Hass und Gewalt stößt. Nicht zuletzt an Südostasien muss man dabei denken, sodass als besonders gefeiert gehört, wer hier mutig zur eigenen geschlechtlichen Komplexität steht.

Einer der wichtigsten Player der lokalen Szene ist die Performance-Künstlerin Tara Transitory aus Singapur (wo etwa Homosexualität illegal ist), bekannt für ihr Musikprojekt OneManNation. In einem  irren, aggressiven Mix aus Klangschnipseln, Drone-Sounds, JazzSamples und zerpflücktem Hard-Tech entsteht ein Gegenentwurf zum gestreamlineten Club-Soundtrack unserer Zeit. Vermutlich in der ersten Reihe: die Queercore-Truppe Gladbeck City Bombing, die sich an der gleichen Thematik abarbeitet, dafür aber neben Tara Transitory vergleichsweise brav vorgeht und heute supportet – nicht weniger gut und wichtig!

/ Friedrich Reip / Foto: Miriam de Saxe

Kampnagel
12.10.17, 22 Uhr

(12.10.) Musik, Welcome Music Session, Zinnschmelze, 20 Uhr

Wenn eine Kunst Menschen zusammenbringen kann, dann ist es die Musik – vor allem, wenn man sie zusammen spielt. Heute begrüßen wieder talentierte Musiker in der Zinnschmelze Geflüchtete in der Nachbarschaft mit einer Jam Session. Zuhören, mitmachen oder einfach ins Gespräch kommen sind strengstens erwünscht. Arne Theophil wird den Abend moderieren, der in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater und der Initiative Welcome to Hamburg Barmbek stattfindet.

Der Eintritt ist frei!

/ MT 

Zinnschmelze
12.10.17, 20 Uhr

(12.10.) Sonstiges, Zahnloser Tiger? Denkmalschutz …, Haus der Patriotischen Gesellschaft, 19 Uhr

Schilleroper, Bunker und City-Hof: Wie ernst nimmt Hamburg seinen Denkmalschutz? Politiker kommen heute mit Bürgern im Haus der Patriotischen Gesellschaft über diese zentralen Fragen der Entwicklung Hamburgs ins Gespräch. Denn der Umgang mit historischen Bauten ist natürlich immer ein Umgang mit der Geschichte der Stadt.

Geladen sind Sprecher der Fachausschüsse für Kultur in der Bürgerschaft und Stadtentwicklung: Olaf Duge (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Dirk Kienscherf (SPD), Jörn Kruse (AfD), Jens Meyer (FDP), Heike Sudmann (DIE LINKE) und Dietrich Wersich (CDU). Elinor Schües vom Denkmalrat gibt zunächst eine Einführung und erklärt den Status Quo.

/ MT 

Haus der Patriotischen Gesellschaft
12.10.17, 19 Uhr

(11.10.) Musik, Cold Specks, Nochtspeicher, 20 Uhr

Die zwischen Großbritannien und Kanada pendelnde Künstlerin könnte mit ihrer souligen Stimme sicherlich so manche Kirche füllen. Das wäre gar nicht so unwahrscheinlich, tritt sie doch aus Rücksicht auf ihre religiösen Eltern nur unter dem Pseudonym Al Spx ans Licht der Öffentlichkeit. Nach einigen Konflikten mit ihnen hat sie sich jedoch dafür entschieden, in die Welt hinauszufahren und beglückt diese jetzt mit der ersten sie umfassenden Tournee.

Und die Gelegenheit, sich durch dieses rare Gemisch aus kraftvollem Gesang, tiefsinnigen Texten und elektronischer Untermalung in andere Gefühlswelten bringen zu lassen, kommt wahrscheinlich nicht so schnell wieder.

/ LS

Nochtspeicher
11.10.17, 20 Uhr

(11.10.) Literatur, „Die Legende von Sleepy Hollow“, Bucerius Kunst Forum, 20 Uhr

Hanjo Kesting (Kommentierung) und Thomas Sarbacher (Lesung) führen die Zuhörer durch die literarische Frage unseres Seins: Erfahren, woher wir kommen. Große Erzählungen der Weltliteratur mit Washington Irving. Seine Erzählung „Die Legende von Sleepy Hollow“ erschien 1820 als Teil seines „Skizzenbuches“ und steht am Anfang der amerikanischen Literatur. Den darin lebenden Hauptfiguren huldigte die Wissenschaft immer wieder als Archetypen und schrieb Irving damit auch die Prägung der amerikanischen Kulturgeschichte zu.

/ JVW

Bucerius Kunst Forum
11.10.17, 20 Uhr

(11.10.) Film, „Das Gasthaus an der Themse“, Hafenbahnof, 20 Uhr

Sessel, Popcorn, Dolby-Surround. Schadet nicht, muss aber auch nicht. Wie wäre es stattdessen mit Atmosphäre? Im Oktober startet Julia Meyer-Grieben (Programmchefin der film altonale) im Hafenbahnhof das „SpelunkenKino“: Einmal monatlich gibt’s hier in den Herbst- und Wintermonaten zur Lokalität passende Filme zu sehen.

Los geht es mit der Edgar-Wallace-Verfilmung „Das Gasthaus an der Themse“ von 1962, wo die Mörderjagd in eine Hafenspelunke führt … Der Eintritt ist frei.

/ MAS

Hafenbahnhof
11.10.17, 20 Uhr

(10.10.) Literatur, Die Türsteher-Lesung: Betrunkenen-Bingo, Nochtspeicher, 19:30 Uhr

Wenn Kiezgäste eines gut können, dann ist das Alkohol trinken. Die Wirkung so einer Nacht hinterlässt aber nicht bei jedem die gleichen Spuren: Manche werden gesprächig, andere versteht kein Mensch mehr, vielen kommen auf (vermeintlich) geniale Ideen und nicht wenige verfallen von jetzt auf gleich in einen tiefen Dornröschenschlaf. Türsteher kennen sich mit den Typen von Kieztrinkern wohl am besten aus, und deshalb haben drei von ihnen das BetrunkenenBingo entwickelt, von dem sie heute im Nochtspeicher erzählen.

/ MT / Foto: Bildwald

Nochtspeicher
10.10.17, 19:30 Uhr

(10.10.) Sonstiges, Let’s talk about trash, Stückgut, 20 Uhr

Kann es eine Zukunft ohne Müll geben? Eine Gesellschaft im Überfluss erkennt man nicht zuletzt daran, dass auch übermäßig viel weggeworfen wird – zulasten von Umwelt und Natur. Ein neues Bewusstsein für diese Problematik schaffen Läden, die ihre Produkte möglichst ohne Verpackung anbieten. Im Stückgut in Altona findet heute ein Gespräch mit einem Mitarbeiter der Stadtreinigung statt, bei dem Hamburger alle ihre Fragen zu den Themen Müllentsorgung, Recycling und Nachhaltigkeit stellen können.

Let’s talk about trash, baby!

/ MT

Stückgut (Am Felde 91) 
10.10.17, 20 Uhr