(14.3.) Musik, Joshua Radin, Gruenspan, 20 Uhr

Ende Januar erschien sein neues Album, jetzt ist er auf Tour in Deutschland. Singer-Songwriter Joshua Radin, der mit seiner Ballade “Winter” von seinem Debütalbum melancholische Töne unter die Gags der Serie ‘Scrubs-Die Anfänger’ legte, kann mittlerweile so viel mehr. So spielt er sich mit seiner sanften Stimme und untrüglichem Gespür für Folk-Songs nicht nur in die Herzen der treuen Fans. /MM

Gruenspan
14.3.17, 20 Uhr

(11.3.) Stadtleben, Marktzeit Bier & Wurst, Fabrik, 9.30 Uhr

Stellten sich im Dezember beim “Coffee & Cake” noch acht Kaffeeröstereien, sechs Patisserien und Konditoreien sowie Kaffee-Importeure vor, hieß es zu Jahresbeginn “Cheese & Wine” mit einer Vielzahl von Käserein und Winzern aus Norddeutschland. Am 11. März heißt es Bier & Wurst. Rotbier, Weißbier, Schwarzbier, hanseatisches Porter, Ale, Pale Ale und India Pale Ale, Böcke, Doppelböcke, pechschwarze Stouts. Inzwischen kann der Hamburger zwischen etwa 100 einheimische Bieren wählen. Es geht also nicht nur um die Wurst sondern auch ums Bier, wenn die Marktzeit ihre Tore öffnet. Der Eintritt ist frei.

Fabrik
11.03.17, 9.30-15.30 Uhr

(13.3.) Film, Die Norm, Abaton, 20 Uhr

Ist dabei sein wirklich alles? Diese Dokumentation zeigt eindrucksvoll, wie die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele und der Druck Leistung zu bringen das Leben von Hochleistungssportlern beeinflusst. Über einen Zeitraum von 20 Monaten begleitete Regisseur Guido Weihermüller ausgewählte Spitzensportler vom Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein auf ihrem Weg zu den Olympischen Sommerspielen 2016.  /MM

 

Abaton Kino
13.3.17, 20 Uhr

(6.3.) Film, Moonlight, Abaton, 20 Uhr

“Schwuchtel” rufen die Mitschüler dem neunjährigen Chiron (Alex R. Hibbert) hinterher. Der schwarze schmächtige Junge mit Spitznamen ‘Little’ hat keine Ahnung, was das Wort bedeutet. Er ist den farbigen Kids seines Alters körperlich unterlegen, sie hänseln und quälen ihn. Juan (Mahershala Ali), ein kubanischer Drogendealer, nimmt das verschüchterte schweigsame Kind unter seine Fittiche. In der sich spontan entwickelnden Vater-Sohn-Beziehung spürt Chiron zum ersten Mal jene fürsorgliche Geborgenheit, die ihm seine alleinerziehende drogensüchtige Mutter nie geben konnte.

Dies ist ein Miami weitab vom Glamour. Gewalt, Armut und Kriminalität prägen den Alltag. Aber der afroamerikanische Regisseur und Autor Barry Jenkins unterläuft die herkömmlichen Sehgewohnheiten, er inszeniert das Porträt seines Protagonisten nicht als düsteres Sozialdrama oder harten Thriller sondern in leuchtenden saturierten Pastelltönen und dem Grün tropischer Vegetation. Glück, Schmerz und Schrecken vermischen sich wie Fiebervisionen miteinander. Entstanden ist eine atemberaubende poetische, radikal opulente Bildsprache als Gegenstück zum Neorealismus.

“Moonlight” ist einem Triptychon gleich in drei Kapitel gegliedert. Es erzählt von den entscheiden Momenten im Leben Chirons, von Einsamkeit, Verrat, Verlust, der Angst vor den eigenen Gefühlen und der Identität schwarzer Schwuler in den sozial schwachen Gegenden Amerikas. Juan fährt mit seinem Schützling ans Meer, lehrt ihn, sich vom Wasser tragen zu lassen, als Mittelpunkt der Welt zu erfahren. Die Szene erinnert an Taufe und Erlösung. Ihr Crack bezieht Chirons Mutter über Juan. Jenkins weiß um die Widersprüche im Dasein des Helden, er selbst ist hier aufgewachsen.

Die Wirklichkeit ist brutal, die Augenblicke des Glück seltsam fragil. Das Geräusch der Wellen am nächtlichen Strand, der magere schlaksige Teenager Chiron (Ashton Sanders) wird es nie vergessen. Der erste Kuss, seine große Liebe Kevin, sie endete bevor sie begann als Albtraum.

Nochmals sind zehn Jahre vergangen. Der Protagonist (grandios Trevante Rhodes) nennt sich jetzt Black, war im Knast, ist heute ein muskelbepackter Gangster mit Goldgrills. Kevin hat ihn angerufen, er möchte ihn sehen. Es geht um Schuld und Vergebung, in den Augen von Chiron liegt noch immer die Ängstlichkeit und Verletzbarkeit jenes neunjährigen Jungen. Vertrauen zu Menschen, noch hat er es nicht gefunden. / Anna Grillet

Der Film erhielt bei den diesjährigen Oscarverleihungen den Preis als “Bester Film”. Im Kino ab 9.3.17, Preview im Abaton am 6.3.17 um 20 Uhr!

Foto: © A24 / DCM

Abaton
6.3.17, 20 Uhr

(9.3.) Theater, Ich kann nicht Mehr, SchauSpielHaus, 20.30 Uhr

Der Regisseur René Pollesch inszeniert seine Texte immer selbst, so auch „Ich kann nicht mehr“ (Foto: Darsteller Daniel Zillmann). Er sagt über das Stück: „Die Leute lieben das, wenn man die Theatersituation transparent macht. Was es zum Beispiel mit dem Theaterlicht auf sich hat. Das ist der romantische Bezug. Aber es gibt ja auch noch einen anderen. Die Leute lieben das, wenn sie merken, dass Stücke (…) eigentlich von Leuten gemacht werden, die in einer Lebenssituation sind, wo sie auch nicht weiterwissen. Hamlet ist eigentlich ein nicht aushaltbarer Zustand.“ / HED /Foto: Niklas Vogt

Schauspielhaus
9.3.17, 20.30 Uhr

(9.3.) Kunst, Gute Aussichten, Deichtorhallen, 19 Uhr

Best-of junger deutscher Fotografie – Für den Wettbewerb der besten Arbeiten von Absolventen im Bereich Fotografie reichen die Hochschulen selbst Bilderserien ausgewählter Studierender ein. 32 deutsche Institutionen haben das in diesem Jahr mit 77 Positionen getan. Unter den sieben Preisträgern, die eine Jury, zu der unter anderem die Fotografin Herlinde Koelbl, der Artdirektor Mario Lombardo und Neon Bildchefin Amélie Schneider gehören, sind auch zwei Absolventen der HAW Hamburg: Julia Steinigeweg und Andreas Hopfgarten. Versucht man ein Thema auszumachen, das alle Positionen durchzieht, könnte man es das Fremde in allen seinen Ausprägungen nennen. Zwei der Preisträger sind nach Afrika gereist, wo sie selbst zu Fremden wurden, andere thematisieren die Fremde, die man in sich trägt – zu sehen in 280 Fotografien, in mehreren Videos, 78 laubgesägten Bäumen, Diaprojektionen und auch ein Duschvorhang spielt dabei eine Rolle. /SD /Foto: Holger Jenss – Last Chance Junction

Haus der Photografie/Deichtorhallen
Eröffnung 8.3.17,19 Uhr
Ausstellung ab 9.3.17

 

(9.3.) Film, The Silence of the Lambs, Savoy, 20.45 Uhr

Welcome back, Hannibal! Der Savoy Filmclub lässt Mr. Lecter los, und das in der Originalversion auf Riesenleinwand. Brrr. Der 1992 mit den fünf wichtigsten Oscars ausgezeichnete
Thriller von Jonathan Demme mit Jodie Foster und Anthony Hopkins als FBI-Agentenanwärterin Clarice Starling und psychopathischer Kannibale in den Hauptrollen geht so richtig schön unter die Haut. Zuhause lieber schon einmal für die Heimkehr das Kuscheltier bereitlegen!  /MAS / Foto: MGM

Savoy
9.3.17, 20.45 Uhr

(8.3.) Stadtleben, Poetry Slam Städte Battle, Thalia Theater, 20 Uhr

Wer hat die besseren Wortkünstler – Hamburg oder Berlin? Hier geht es nicht um die Texte oder die Performance, hier geht es um die Ehre. Vielleicht wird sich noch immer nicht klären, welche Stadt der bessere Platz zum Leben ist, aber in jedem Fall wird sich zeigen, welche Stadt sich für das nächste Jahr als wahre Hauptstadt des Poetry Slams bezeichnen darf. Durch den Abend leitet Michel Abdollahi, das Team Hamburg wird vertreten durch David Friedrich, Sven Kamin, Theresa Hahl und Andy Strauß. / Foto: Jan Brandes

Thalia Theater
8.3.17, 20 Uhr

(8.3.) Film, Wilde Maus, Abaton, 20 Uhr

Georg arbeitet als angesehener Musikkritiker bei einer Wiener Tageszeitung. Eines Tages wird er gekündigt. Fortan sinnt der 50jährige auf Rache. Er hilft seinem alten Schulkameraden Erich bei der Reparatur einer alten Achterbahn (mit Namen „Wilde Maus“) und dieser begleitet Georg bei den nächtlichen Feldzügen gegen den ehemaligen Chef. Was mit kleinen Mini-Anschlägen beginnt, gerät schon bald ziemlich aus dem Ruder. ,Wilde Maus‘ ist das Regie-Debüt von Kabarettisten Josef Hader, der auch die Hauptrolle spielt und das Drehbuch schrieb. / Foto: Wega Film / Majestic

Abaton Kino
Premiere 8.3.17, 20 Uhr

(11.3.) Musik, Johnossi, Docks, 19 Uhr

Zwei-Menschen-Bands können den klanglichen Wumms von Fünf-Menschen-Bands haben – das bewiesen von den Whites Stripes bis zu den Blood Red Shoes bereits zig minimal besetzte Rock-Formationen. Auch Johnossi haben sich in die Liste der Duos eingetragen, die mit nicht mehr als Gitarre, Schlagzeug und Stimmen eine überraschend starke Show auf die Bühne bringen. Johnossi-Songs wie „Man Must Dance“ und „18 Karat Gold“ besitzen ja auch eine geradezu gewaltige Hymnik. / EBH

Docks
11.3.17, 19 Uhr