(15.3.) Musik, Winterreise, Oberhafen, 18 Uhr

Was passiert, wenn Schuberts “Winterreise” von einer Frau gesungen wird?

Durch die Stimme von Altistin Jale Papila (Foto) entsteht ein ganz neuer Blick auf diesen Liederzyklus der schon von nahezu allen bedeutenden Liedsängern und Sängerinnen interpretiert wurde. Die Erzählung der berühmten Liebesgeschichte aus der weiblichen Sicht bringt spannende Wandlungen zu diesem Feierabendkonzert im Oberhafen.

Oberhafen
15.3.17, 18 Uhr
Abendkasse und kleiner Imbiss ab 17 Uhr

 

 

(12.3.) Stadtleben, Indoor Flohmarkt, Goldbekhaus, 10 Uhr

Es lockt wieder der Indoorflohmarkt ins Goldbekhaus. Bobbycar und Kidsklamotte: Hier geht es um die Kleinen. Wer also Schränke und Spielkisten füllen möchte und die Garderobe auffrischen möchte, sollte sich am Sonntag von 10-13 Uhr nach Winterhude aufmachen. Stattfinden wird der Markt in der Halle und auf der Bühne zum Hof. Der Eintritt ist frei.

Goldbekhaus
12.3.17, 10 Uhr

(14.3.) Film, Zwischen den Jahren, Abaton, 20 Uhr

Gerade noch auf der Berlinale, jetzt im Abaton: Regisseur Lars Henning kommt zur Hamburg-Premiere seines Dramas Zwischen den Jahren und bringt Catrin Striebeck, im Film die neue Liebe des Protagonisten Becker (Peter Kurth), mit. Der hat vor fast 20 Jahren bei einem Einbruch zwei Menschen getötet. Jetzt ist Becker wieder in Freiheit, rackert sich ab, will sich ein ehrliches Leben aufbauen. Doch dann trifft er Dahlmann, dessen Frau und Tochter er damals erschoss. Und Dahlmann will Rache. / MAS

Abaton
14.3.17, 20 Uhr

(12.3.) Theater, Lust. Frauen + Fiktion, Lichthof, 19 Uhr

Eine Performance über sexuelle Biographien und unerhörte erotische Phantasien von Frauen. Frauen und Fiktion überschreiten Schamgrenzen, brechen mit Tabus und geben der alltäglichen Lust eine Bühne. Ob dark dirty talk, ein Bildband bedeutender Orgasmen oder Perlen perverser Sexphantasien – sie umarmen die Stereotypen und erweitern gemeinsam mit ihnen die erogenen Zonen. Sie finden die Hot Spots im Publikum und streifen dabei G-Punkte, -Flächen und -Zonen. Von Foucault bis Tinder machen sie mehr als einen intellektuellen Striptease und füllen dabei euer Bildarchiv mit verqueerten Bildern der Lust. Ein Gespräch. Ein Tanz. Eine Einladung auf den spannenden Spielplatz der weiblichen Lust.

Lichthof
12.03.17| 19 Uhr
Karten 18 / 12 / 8 €
 Foto: Paula Reissig

(14.3.) Musik, Joshua Radin, Gruenspan, 20 Uhr

Ende Januar erschien sein neues Album, jetzt ist er auf Tour in Deutschland. Singer-Songwriter Joshua Radin, der mit seiner Ballade “Winter” von seinem Debütalbum melancholische Töne unter die Gags der Serie ‘Scrubs-Die Anfänger’ legte, kann mittlerweile so viel mehr. So spielt er sich mit seiner sanften Stimme und untrüglichem Gespür für Folk-Songs nicht nur in die Herzen der treuen Fans. /MM

Gruenspan
14.3.17, 20 Uhr

(11.3.) Stadtleben, Marktzeit Bier & Wurst, Fabrik, 9.30 Uhr

Stellten sich im Dezember beim “Coffee & Cake” noch acht Kaffeeröstereien, sechs Patisserien und Konditoreien sowie Kaffee-Importeure vor, hieß es zu Jahresbeginn “Cheese & Wine” mit einer Vielzahl von Käserein und Winzern aus Norddeutschland. Am 11. März heißt es Bier & Wurst. Rotbier, Weißbier, Schwarzbier, hanseatisches Porter, Ale, Pale Ale und India Pale Ale, Böcke, Doppelböcke, pechschwarze Stouts. Inzwischen kann der Hamburger zwischen etwa 100 einheimische Bieren wählen. Es geht also nicht nur um die Wurst sondern auch ums Bier, wenn die Marktzeit ihre Tore öffnet. Der Eintritt ist frei.

Fabrik
11.03.17, 9.30-15.30 Uhr

(13.3.) Film, Die Norm, Abaton, 20 Uhr

Ist dabei sein wirklich alles? Diese Dokumentation zeigt eindrucksvoll, wie die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele und der Druck Leistung zu bringen das Leben von Hochleistungssportlern beeinflusst. Über einen Zeitraum von 20 Monaten begleitete Regisseur Guido Weihermüller ausgewählte Spitzensportler vom Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein auf ihrem Weg zu den Olympischen Sommerspielen 2016.  /MM

 

Abaton Kino
13.3.17, 20 Uhr

(6.3.) Film, Moonlight, Abaton, 20 Uhr

“Schwuchtel” rufen die Mitschüler dem neunjährigen Chiron (Alex R. Hibbert) hinterher. Der schwarze schmächtige Junge mit Spitznamen ‘Little’ hat keine Ahnung, was das Wort bedeutet. Er ist den farbigen Kids seines Alters körperlich unterlegen, sie hänseln und quälen ihn. Juan (Mahershala Ali), ein kubanischer Drogendealer, nimmt das verschüchterte schweigsame Kind unter seine Fittiche. In der sich spontan entwickelnden Vater-Sohn-Beziehung spürt Chiron zum ersten Mal jene fürsorgliche Geborgenheit, die ihm seine alleinerziehende drogensüchtige Mutter nie geben konnte.

Dies ist ein Miami weitab vom Glamour. Gewalt, Armut und Kriminalität prägen den Alltag. Aber der afroamerikanische Regisseur und Autor Barry Jenkins unterläuft die herkömmlichen Sehgewohnheiten, er inszeniert das Porträt seines Protagonisten nicht als düsteres Sozialdrama oder harten Thriller sondern in leuchtenden saturierten Pastelltönen und dem Grün tropischer Vegetation. Glück, Schmerz und Schrecken vermischen sich wie Fiebervisionen miteinander. Entstanden ist eine atemberaubende poetische, radikal opulente Bildsprache als Gegenstück zum Neorealismus.

“Moonlight” ist einem Triptychon gleich in drei Kapitel gegliedert. Es erzählt von den entscheiden Momenten im Leben Chirons, von Einsamkeit, Verrat, Verlust, der Angst vor den eigenen Gefühlen und der Identität schwarzer Schwuler in den sozial schwachen Gegenden Amerikas. Juan fährt mit seinem Schützling ans Meer, lehrt ihn, sich vom Wasser tragen zu lassen, als Mittelpunkt der Welt zu erfahren. Die Szene erinnert an Taufe und Erlösung. Ihr Crack bezieht Chirons Mutter über Juan. Jenkins weiß um die Widersprüche im Dasein des Helden, er selbst ist hier aufgewachsen.

Die Wirklichkeit ist brutal, die Augenblicke des Glück seltsam fragil. Das Geräusch der Wellen am nächtlichen Strand, der magere schlaksige Teenager Chiron (Ashton Sanders) wird es nie vergessen. Der erste Kuss, seine große Liebe Kevin, sie endete bevor sie begann als Albtraum.

Nochmals sind zehn Jahre vergangen. Der Protagonist (grandios Trevante Rhodes) nennt sich jetzt Black, war im Knast, ist heute ein muskelbepackter Gangster mit Goldgrills. Kevin hat ihn angerufen, er möchte ihn sehen. Es geht um Schuld und Vergebung, in den Augen von Chiron liegt noch immer die Ängstlichkeit und Verletzbarkeit jenes neunjährigen Jungen. Vertrauen zu Menschen, noch hat er es nicht gefunden. / Anna Grillet

Der Film erhielt bei den diesjährigen Oscarverleihungen den Preis als “Bester Film”. Im Kino ab 9.3.17, Preview im Abaton am 6.3.17 um 20 Uhr!

Foto: © A24 / DCM

Abaton
6.3.17, 20 Uhr

(9.3.) Theater, Ich kann nicht Mehr, SchauSpielHaus, 20.30 Uhr

Der Regisseur René Pollesch inszeniert seine Texte immer selbst, so auch „Ich kann nicht mehr“ (Foto: Darsteller Daniel Zillmann). Er sagt über das Stück: „Die Leute lieben das, wenn man die Theatersituation transparent macht. Was es zum Beispiel mit dem Theaterlicht auf sich hat. Das ist der romantische Bezug. Aber es gibt ja auch noch einen anderen. Die Leute lieben das, wenn sie merken, dass Stücke (…) eigentlich von Leuten gemacht werden, die in einer Lebenssituation sind, wo sie auch nicht weiterwissen. Hamlet ist eigentlich ein nicht aushaltbarer Zustand.“ / HED /Foto: Niklas Vogt

Schauspielhaus
9.3.17, 20.30 Uhr