(4.3.) Nachtleben, Weird, Docks, 24 Uhr

Club-Festival. Zur zwölften Auflage des „Weird“-Festivals wird wieder einmal das große Besteck aufgefahren. In Docks, Prinzenbar und Ziegelsaal gehen auf insgesamt vier Floors satte 15 Acts vor Anker. Dazu Lightshow, Weird-Deko, Videomapping, das ganze Pipapo für eine angemessene Sause. Die DJ-Liste spannt dabei einen spannenden Bogen von Miyagi bis Soul Button, von Thyladomid bis Oliver Schories. Top-Act des elektronischen Qualitätsgaranten: Jan Blomqvist, der smarte Clubsouler aus Berlin, dessen Sound die schroffen Kanten glatt schleift und schlafwandlerisch sicher den richtigen Soundtrack für die cremige Peaktime findet. / MF

Docks
4.3.17, 24 Uhr

(4.3.) Nachtleben, Gorgon City, Waagenbau, 24 Uhr

Deephouse mit Pop-Touch. Das Produzentenduo Matt Robson-Scott und Kye Gibbon alias Gorgon City hat sich mit entspannten Deep-House-Tracks mit Pop-Touch einen Namen gemacht und mit „Ready For Your Love“ sogar einen echten Mainstream-Hit gelandet. Doch die Londoner arbeiten nicht nur fürs Airplay, sondern stellen sich auch weiterhin an die Decks der internationalen Clubszene und protegieren dabei obendrein lokale Favoriten. An diesem Abend sind das Jeudi-Begründer und Baalsaal-Resident Davidé sowie Bass-Spezi Shakes Milano. / FR

Waagenbau
4.3.17, 24 Uhr

(3.3.) Nachtleben, Somnium, Hafenklang, 24 Uhr

Tanzbare Beats. Frei nach dem Motto „Wir sehen uns in unseren Träumen“ bittet die Somnium-Crew wieder zum Tanz – wer sich aber gedanklich schon auf sein kuscheliges Kopfkissen freut, wird schnell eines Besseren belehrt. Ganz im Gegenteil wird hier die Nacht zum Tag gemacht, wenn sich Hidden Empire, Commander Love, Bruno & Paavo mit weiteren illustren Nachtschwärmern an den Plattentellern abwechseln. Unkontrollierbare Beats begleiten die tanzfreudige Meute durch die traumhafte Nacht bis zum Frühstück, unsanft geweckt wird hier niemand. / KF

Hafenklang
3.3.17, 24 Uhr

(3.3.) Musik, Ten Fé, Nochtspeicher, 19.30 Uhr

Die Boys mit dem Masterplan. Seit sie sich vor einigen Jahren beim Musizieren in der Londoner U-Bahn kennengelernt haben, arbeiten Ben Moorhouse und Leo Duncan kontinuierlich an ihrem Rockstar-Traum. Doch von der U-Bahn-Plattform in den Rock’n’Roll-Olymp ist es ein steiniger Weg, und so sollte ihnen ein Förderprogramm für junge Künstler den Aufstieg erleichtern. Professionelles Auftreten, Businesstalk, hippes Styling – all das hat man Ten Fé in einem langfristigen Coaching beigebracht. Keine Nachhilfe brauchte das Elektro-Pop-Duo dagegen im Fach Performance. Auf der Bühne sind die zwei, die sich für ihre Live-Shows Verstärkung am Schlagzeug und der Gitarre holen, bereits wahre Vollprofis. / KGR / Foto: Kate Bellm

Nochtspeicher
3.3.17, 19.30 Uhr

(2.2.) Musik, Alpines, Häkken, 20 Uhr

Dark-Pop mit Konzept. Wer dieser Tage mit dem Bandmodell „gemischtgeschlechtliches Elektro-Pop-Duo“ für Aufsehen sorgen will, muss sich schon ein bisschen was einfallen lassen. Das dachten vermutlich auch Catherine Pockson und Bob Matthews aus Süd-London, die mit ihrem gemeinsamen Projekt Alpines großen Wert auf die visuelle Inszenierung legen. Ihre klare und einfache Formensprache beim Artwork und ihrer Videokunst geht dabei Hand in Hand mit ihrem glasklaren, futuristischen Neo-R&B, der in seinem Minimalismus zuweilen an Bands wie The xx denken lässt, in seinen dramatischen Momenten dank der charismatischen Stimme von Pockson aber auch an Kate Bush erinnert. / KGR

Häkken
2.2.17, 20 Uhr

(3.3.) Theater, Australischer Frost, Monsun Theater, 20 Uhr

Mutter zu werden löst nicht bei jeder Frau Glückseligkeit aus. Aber darf das überhaupt sein? „Australischer Frost“ widmet sich dem Tabuthema, dass Mutterschaft nicht immer erfüllend ist, sondern auch überfordernd sein kann. Der Autor Clemens Mädge stellt die Komplexität der Beziehung von Müttern zu ihren Töchtern dar. Missstände werden vertuscht im gegenseitigen Verhältnis, aber auch im Umgang mit sich selbst. Und gelernte Verhaltensmuster machen es schwer Beziehungsstrukturen neu zu denken. / HED/ Foto: Monsun Theater

Monsun Theater
3.3.17, 20 Uhr

(3.3.) Nachtleben, Dusty-Donuts, Mojo Club, 23 Uhr

Erst kürzlich berichtete Mojo-Betreiber Leif Nüske im SZENE-Interview, dass der Club seine Vinyl-Getriebenheit vertiefen werde. Mit dem Dusty-Donuts-Abend hält er dieses Versprechen.

Bereits zum zehnten Mal feiert die Crew des in Hamburg, Berlin und London beheimateten Labels ihr neuestes Release. Edit-Maestro Jim Sharp sowie die Old School DJ Legenden Marc Hype und Mirko Machine zelebrieren dies mit HipHop & Funk, flankiert von Naughty Nmx’ Golden Era Hits und feinsten Boogiebreaks von Runex. / OMA

Mojo Club
3.3.17, 23 Uhr

(2.3.) Kunst, European Photo Exhibition Award 03, Deichtorhallen, 19 Uhr

Eröffnung der Ausstellung zum European Photo Exhibition Award 03: In den Deichtorhallen sind die Gewinner-Arbeiten zwölf junger europäischer Fotografen zum Thema „Shifting Boundaries“ zu sehen. Darunter die Arbeiten von Jakob Ganslmeier (Abb.: Lovely Planet Poland) aus Bielefeld und Robin Hinsch aus Hamburg. Ein Best-of junger Fotografie und wie sie Europa mit seinen sich verändernden Grenzen sieht, auf andere Kulturen blickt, auf Menschen und Landschaften. / SD / Foto:  © Jakob Ganslmeier

Deichtorhallen
2.3.17, 19 Uhr

 

(2.3.) Film, Der junge Karl Marx, Abaton, 20 Uhr

Fast jedem ist es ein Begriff, kaum einer hat’s gelesen: „Das Kapital“, Hauptwerk des sozialistischen Vordenkers Karl Marx. Wie sich die Position des Jahrhundertphilosophen bis zu seinem Opus Magnum entwickelte – darüber will das Biopic von Raoul Peck Aufschluss geben. Im Fokus steht die Freundschaft mit Friedrich Engels, Koautor des „Kommunistischen Manifests“ und späterer Herausgeber des „Kapitals“. Obwohl aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen stammend – Marx verarmter Sohn eines konvertierten Juden, Engels wohlhabender Spross eines Textilfabrikanten – finden sich die beiden genialen Geister am Vorabend der industriellen Revolution zusammen, um mit ihren subversiven Thesen den Funken zu entfachen, der wenig später die Welt in Brand setzen soll.

Dass dieser Funke nicht auf den Zuschauer überspringt, liegt weniger an der Besetzung des in gefällige Sepiatöne getauchten Historiendramas. Der auf politisch-historische Stoffe abonnierte August Diehl gibt als junger Draufgänger-Denker eine routiniert souveräne Vorstellung, auch der bislang vor allem aus dem Dortmunder „Tatort“ bekannte Stefan Konarske und die aparte Vicky Krieps sind als Engels und Jenny Marx nicht uncharismatisch.

Die echte Annäherung an den Mann hinter dem berühmtesten Rauschebart der Geistesgeschichte bleibt Regisseur Peck allerdings schuldig, was auch an dem eng gesteckten Zeitrahmen liegt, auf den er sich beschränkt. So erleben wir den jungen Marx ausschließlich als nimmermüden, kompromisslosen Heißsporn, der ohne größere Krisen und Konflikte seinen Weg zur weltweit gehörten Koryphäe absolviert. Dabei hat es diese Krisen und Konflikte, Salz in der Suppe eines Biopics, im Leben des Karl Marx ja durchaus gegeben. Anstatt diese einzuarbeiten, entscheidet sich Peck für ein geradliniges, aber oberflächliches Porträt. Und auch die kommunistische Idee bleibt für den nicht akademischen Kinogänger nicht viel mehr als das Gespenst, als das sie Marx und Engels im legendären ersten Satz des „Kommunistischen Manifests“ bezeichneten. / KJ

Regie: Raoul Peck. Mit August Diehl, Stefan Konarske, Vicky Krieps.

Premiere mit August Diehl am 2.3., Abaton Kino, 20 Uhr

Abaton
2.3.17, 20 Uhr

(2.3.) Stadtleben, Online Marketing Rockstars, Messe, bis 3.3.17

Das OMR-Festival ist vom 2. – 3. März 2017 in Hamburg zu Gast, dieses Mal in der Messe. 25.000 Besuchern werden in diesem Jahr erwartet. 

Bei der Expo präsentieren sich etablierte und aufstrebende Unternehmen aus der Digital-Marketing-Branche. Am Donnerstag, dem ersten Festival-Tag, präsentieren sich  in zwei Hallen alle 200 Aussteller. Die Premium-Aussteller sind zusätzlich am Freitag in Halle A3 anzutreffen. Nebenbei finden an beiden Tagen über 50 Masterclasses, Panels auf der Expo Stage, Guided Tours sowie eine feine Expo-Party am Donnerstag statt. Am Freitag findet zusätzlich die Konferenz, das Herzstück des Festivals, statt.

Mittlerweile ist das Event das größte seiner Art in Europa und bringt globale Top-Leute nach Hamburg. Auch 2017 wird die Konferenz wieder Inspiration, Einschätzungen, Ausblicke, anekdotisches Wissen und value for money liefern. Ganz neu: Die Konferenz kommt im Stile einer Late Night Show daher. Am Freitagabend startet abschließend die legendäre Aftershow Party mit Konzert und DJ-Line-up.
Wer kein Ticket ergattern konnte, kann die Veranstaltungen Online verfolgen.
OMR
2.-3.3.17, Uhrzeiten: siehe Timetable