(22.9.) Musik, Lùisa, Mojo Club, 23:30 Uhr

Dass Hamburg auch musikalisch das Tor zur Welt ist, zeigt sich vor allem, wenn beim ReeperbahnFestival Hunderte etablierte und neue Musiker die Bühnen von St. Pauli erobern. Eine von ihnen ist Lùisa, die es mit ihrer kraftvollen Stimme und einer Menge Durchsetzungskraft schon fast bis zum Durchbruch geschafft hat.

Was es bedeutet, als Frau im Musikbusiness Fuß zu fassen und ob diese vielen José-Gonzáles-Vergleiche sie eigentlich stören, hat die Singer-Songwriterin uns im Interview erzählt. Ihr Credo kam dabei auch zur Sprache – und es ist genauso wunderbar wie ihre Musik: „Schreib’ für dich. Nicht für den Erfolg.“

/ MT

Mojo Club
22.9.17, 23:30 Uhr (Reeperbahn Festival)

(21.9.) Theater, „Gut gegen Nordwind“, Theater das Zimmer, 20 Uhr

Die Eigendynamik des Internets zeigt sich hier von der schönen Seite. Als Emmi ein Zeitschriften-Abo kündigt, verirrt sich ihre E-Mail aufgrund eines Fehlers in der Adresse in Leos Posteingang. Leo hat zwar keine Ahnung, worum es geht, antwortet ihr dennoch höflich, worauf Emmi ihm wiederum antwortet. Der Beginn einer langen elektronischen Brieffreundschaft , in der die beiden immer mehr sich und ihr Leben offenbaren.

Im Laufe der zig E-Mails entsteht natürlich der Wunsch, sich real und tatsächlich zu treffen. Aber was, wenn es nicht funkt? Bleibt die Freundschaft erhalten oder ist der Zauber verflogen? Das Abwägen zwischen potentieller Liebe und bestehender Freundschaft macht eine Entscheidung fast unmöglich.

Autor Daniel Glattauer verleiht den Figuren einen charmanten Wortwitz und verbannt jeglichen Kitsch, der bei diesem Thema naheliegend wäre. Keine „Romeo und Julia“-Dramatik, sondern eine bodenständige Romanze, bei der es Spaß macht mitzufiebern, egal, ob die beiden zusammenfinden oder auch nicht.

/ HED

Theater das Zimmer
21.9.17, 20 Uhr (Premiere)

(21.9.) Kunst, David Bowie / Masayoshi Sukita: 40th Anniversary of Heroes, aplanat Galerie, 19 Uhr

In diesem Jahr wäre David Bowie 70 geworden – und vor 40 Jahren hat er mit „Heroes“ eines seiner größten Meisterwerke veröffentlicht. Der begnadete Musiker, der sich als Ziggy Stardust und Thin White Duke immer wieder neu erfand, war aber auch eine Muse für Fotokünstler wie Masayoshi Sukita. Er war Bowies Lieblingsfotograf und hat auch das legendäre Coverbild zu „Heroes“ geschossen. In der aplanat Galerie sind ab heute einige Bilder aus dieser Zusammenarbeit zu sehen.

Etwa 35 Motive werden gezeigt, die im Zeitraum von 1973 bis 1977 entstanden sind. Sie bilden Bowie in seiner ganzen Exzentrik ab und sind in unterschiedlichen Größen erhältlich.

/ MT / Foto: Sukita

aplanat Galerie
21.9.17, 19 Uhr (Vernissage)

Die Ausstellung findet vom 22. September 2017 bis 23. Dezember 2017 statt und ist geöffnet Donnerstags und Freitags, 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr, sowie nach telefonischer Vereinbarung. Der Eintritt kostet zehn Euro pro Person.

(21.9.) Kunst, „Honey, I rearranged the collection“, Kunsthalle, 18 Uhr

Unter dem Titel „Honey, I rearranged the collection“ präsentiert die Kunsthalle zu verschiedenen Themen ausgesuchte Arbeiten der Sammlung. Zur Zeit umkreist die Schau „Help me Hurt me“ zwischenmenschliche Beziehungen.

Gezeigt werden u.a. Nan Goldins ikonische Dia-Arbeit „The Ballad of Sexual Dependency“, 1992 (Abb.) oder Gerhard Richters Bilderzyklus „S. mit Kind“. Heute führt die Kuratorin Dr. Brigitte Kölle durch die Ausstellung.

/ SD / Abbildung: Nan Goldin

Kunsthalle Hamburg
21.9.17, 18 Uhr

(21.9.) Musik, Emily-Mae Lewis, Miller, 16 Uhr

Sie ist jung, talentiert und findet gerade ihren Platz in der Musikszene mit wunderbaren Stücken. Die Singer-Songwriterin EmilyMae Lewis war bereits mit Pohlmann und Y’akoto auf Tour – und spielt nun auf dem Reeperbahn Festival.

Im Interview mit SZENE HAMBURG verrät die 18-Jährige, die kürzlich sogar beim Musikwettbewerb Krach + Getöse ganz oben auf dem Treppchen stand, wie sie mit der Last ihres zunehmenden Erfolgs umgeht.

/ MT

Miller
21.9.17, 16 Uhr (Reeperbahn Festival)

Im Zuge des Reeperbahn Festivals spielt Emily auch am Sa, 23.09.2017, um 22 Uhr in der Haspa Filiale, Reeperbahn 70.

(20.9.) Literatur, Frank Goosen: „Was ist da los?“ – neue Blogs und Stories, Fabrik, 20 Uhr

Auf seiner Tour durch Deutschland kommt der Schriftsteller und Kabarettist am 20. September auch nach Hamburg. Nicht nur in seinen Büchern erzählt der Bochumer Frank Goosen gern Geschichten von zuhause, auch in kabarettistischen Leseshows plaudert er über den Alltag im Ruhrpott, über Fußball und natürlich über Omma, von der er seine humoristische Sichtweise auf die Welt geerbt hat.

In seinem neuen Programm „Was ist da los?“ wundert er sich über die schwer verständlichen Absurditäten der Welt und versucht ein wenig Ordnung in das Chaos zu bringen, vom fachfremden Publikum im Fußballstadion bis zu den renitenten Rentnern in der Bäckerei. Dabei stellt er so existenzielle Fragen wie „Wieso bekommen immer nur die anderen die schönen Frauen?“ und „Darf man in einem veganen Hotel nach Schnitzel googeln?“.

/ KAL / Foto: Ira Schwindt

Fabrik
20.9.17, 20 Uhr

(20.9.) Film, „Die Pfefferkörner …“, Abaton, 15 Uhr

Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs“ lautet der Titel des ersten Spielfilms zur preisgekrönten Hamburger Kinder-Fernsehserie. Auch im Kinoabenteuer lösen die cleveren Kids einen Kriminalfall – der auf einer Klassenreise in die Südtiroler Alpen beginnt und zurück nach Hamburg führt.

Auch wenn der Serien-Background spürbar ist, ist Christian Theede ein spannender, humorvoller Familienfilm zu einem ernsten Thema – die kriminellen Machenschaften mancher Mineralwasserkonzerne – gelungen. Prima für Kinder ab ca. acht Jahren (FSK0).

/ MAS / Foto: Wild Bunch Germany

Abaton
20.9.17, 15 Uhr

(20.9.) Kunst, „Trespassing“: Gruppenschau mit Alicja Kwade, Affenfaust, 15 Uhr

Spannender Besuch in St. Pauli. In der Gruppenschau „Trespassing“ steht eine Arbeit von Alicja Kwade im Mittelpunkt. Die 38-jährige Künstlerin, die 1972 im polnischen Kattowice geboren wurde, gehört schon seit einigen Jahren zu den Kunststars Berlins und gerade sind ihre spiegelnden „Welten- Linie“ auf der Biennale in Venedig zu sehen.

Im Boros-Kunstbunker präsentierte sie Kieselsteine, die in Diamentenform geschliffen wurden, im Haus am Waldsee wandelte sie Utopien, die auf der 4. Dimension Einsteins beruhen, in Installationen um. Während andere intuitiv drauflosarbeiten, vertieft sie sich erst einmal in Theorien, in philosophische Abhandlungen, in die Schriften Heisenbergs oder eben die Relativitätstheorie – und erforscht anschließend die Erscheinung der Welt selbst.

In der Affenfaust Galerie ist ihr Glühbirnen-Dialog „Übergabe“ zu sehen – und Arbeiten von zwölf weiteren Künstlern, darunter Baldur Burwitz, 1010, Yooree Young und Magda Krawcewicz.

/ SD / Foto: Courtesy of the Alicja Kwade and KÖNIG GALERIE, Screenshot via Facebook (Affenfaust)

Affenfaust
20.9.17, 15-19 Uhr

Die Gruppenausstellung „Trespassing“ ist noch bis zum 23.9. in der Affenfaust zu sehen.

(19.9.) Film, Unerhört! Musikfilmfestival, 21 Uhr

Conny Plank. Er produzierte legendäre Alben von Kraftwerk, DAF und den Eurythmics. Immer auf der Suche nach dem echten, richtigen Klang. Doch wer war der 1987 verstorbene Tontüftler, der angeblich David Bowie aus seinem Studio wies?

Sein Sohn Stephan und Filmemacher Reto Carduff haben Planks Geschichte nachgespürt – die daraus entstandene Doku „Conny Plankthe Potential of Noise“ ist nicht nur eine Reise durch die Musik der 70er- und 80er-Jahre, sondern auch eine würdige Eröffnung des diesjährigen Unerhört! Musikfilmfestivals, das von 19. bis 23. September mit dem Reeperbahn Musikfestival stattfindet. Fünf Tage, drei Kinos (Metropolis, Studio-Kino, B-Movie), 24 Filme, 24 internationale, hochkarätige Neuerscheinungen mit Schwerpunkt Musik, und das erstmals auch im Contest: Eine Jury wählt den besten Film.

Die Entscheidung dürfte nicht einfach werden, denn unter den Anwärtern sind Filme wie das durchgeknallte „Aim for the Roses“ von John Bolton oder auch die niederländisch-belgische Produktion „To Stay AliveA Method“ von Erik Lieshout: Hier liest Iggy Pop aus einem Essayband Michel Houellebecqs und philosophiert mit ebenjenem darüber. Eine Online-Kartenreservierung wird empfohlen, Inhaber eines Reeperbahn-Festivalbändchens können die Filme (am jeweiligen Gültigkeitstag) kostenlos gucken.

/ MAS

Metropolis Kino, Studio-Kino, B-Movie
19.9.17, 21 Uhr

Hier geht’s zum Programm.

(19.9.) Musik, Camille, Mojo Club, 20 Uhr

Dass moderner Pop auch mit klassischen Chansons harmonieren kann, ist hierzulande noch nicht bei vielen bekannt. Camille ist eine Sängerin und Songschreiberin, die genau das ändern könnte.

Sie singt Chansons, aber auch Pop-Stücke in englischer Sprache und changiert stilistisch von Soul bis Klassik. In diesem Jahr ist ihr Album „Ouï“ erschienen, mit dem sie nun auf Tour geht.

Eine musikalische Reise, die den Horizont erweitert.

/ MT

Mojo Club
19.9.17, 20 Uhr