(12.5.) Kunst, Viviane Sassen, Deichtorhallen, 19 Uhr

Die niederländische Fotografin Viviane Sassen (Abb.: Four shoes, 2005) hat geschafft, wovon viele träumen: sie fotografiert Kampagnen für Marken wie Stella McCartney, Miu Miu oder Adidas – und stellt gleichzeitig in Museen weltweit aus. Gemeinsam mit der großen Andreas-Mühe-Schau eröffnet heute ihre Werkserie Umbra, was Schatten heißt, und es ist genau dieses Spiel mit Licht und Schatten und mit Formen am Rande der Abstraktion, das sie in kürzester Zeit so bekannt gemacht hat. / SD

Deichtorhallen / Internationales Haus der Photographie
12.5.17, 19 Uhr

/Foto: © Viviane Sassen

(12.5.) Theater, Kay Ray Late Night, Gruenspan, 23.45 Uhr

Eigentlich findet die Kay Ray Late Night immer am ersten Freitag im Monat statt. Aber wie heißt es so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel. Was bleibt, ist die Tatsache, dass der schrille Comedian auf der Bühne ein Überraschungspaket abliefern wird.

Je nach Gemütslage wird es skurril bis anzüglich und auch die Dauer des Abends bleibt bis zum Schluss ein Geheimnis. Tickets für heute Abend gibt es ab 19,95 Euro. / REM

Gruenspan
12.5.17, 23.45 Uhr

(11.5.) Film, Brazil, Savoy, 20.30 Uhr

Eine Filmperle, die endlich wieder auf der großen Leinwand zu bewundern ist. Der Savoy Film Club zeigt Brazil in der Originalversion

Terry Gilliams Spielfilm aus dem Jahr 1985  ist eine groteske Dystopie, schwarzhumorig, ein wahnwitziger Bilderrausch. Der kleine Angestellte Sam Lowry arbeitet für das allmächtigen „Informationsministeriums“  in einer düsteren, bürokratisierten und technisierten Welt. In seinen Träumen trifft er als geflügelter Held in schimmernder Rüstung eine blonde Schönheit in wallendem Weiß. Im wirklichen Leben möchte er gerne unauffällig leben. Bis er aufgrund einer einer folgenschweren Verwechslung in die Mühlen der Justiz gerät.

Savoy
11.5.17, 20.30 Uhr

(11.5.) Theater, Abdelkarim, Markthalle, 20 Uhr

Abdelkarim wusste jahrelang nicht, was er eigentlich ist. Ein deutscher Marokkaner, ein marokkanischer Deutscher oder einfach nur abschiebewürdig?

Mittlerweile weiß er es: Er ist ein Deutscher gefangen im Körper eines Grabschers. Aber Abdelkarim hat sich um den Gesellschaftsteilnahmeschein bemüht. Und er hat es geschafft: Er ist der wichtigste Mann in Deutschland. Er ist der „Staatsfreund Nr. 1“!
Von der Jugendkultur, über das Leben in der Bielefelder Bronx bis hin zu tagesaktuellen und gesellschaftspolitischen Themen spinnt Abdelkarim gleichermaßen irritierende wie feinsinnige Geschichten. Ist das nun Comedy oder Kabarett? Es ist vor allem eins: saukomisch.
Abdelkarim ist Stammgast im TV mit gefeierten Auftritten u.a. bei der „heute show“, „Die Anstalt“, „TV total“ und seiner eigenen Reihe „StandUpMigranten“. Sein erstes Solo-Liveprogramm „Zwischen Ghetto und Germanen“ war vielerorts ausverkauft und wurde von der Presse mit Lobeshymnen überhäuft. Ausgezeichnet mit einigen der renommiertesten deutschen Kabarettpreise ist er heute in der Markthalle zu sehen. / Foto: Guido Schröder

Markthalle
11.5.17, 20 Uhr

(11.5.) Film, offbeat: infinity – lighting the future, Resonanzraum, 20 Uhr

Vom 6. bis 12. Juni steigt das 33. KurzFilmFestival Hamburg. Doch schon im Mai gibt’s diverse leckere Anschmeckerli, zum Beispiel „Deframed – ein flickernd experimenteller Filmabend“ am 29.4. und 20.5. im Golem oder auch das „Vorflimmern“ zum 19. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival am 6. Mai (B-Movie). Und: „offbeat: infinity – lighting the future“, ein mal heiterer, mal düsterer Kurzfilmabend mit Zukunftsvisionen aus unterschiedlichen kulturellen Perspektiven. / MAS

Resonanzraum
Feldstraße 66,
11.5.17, 20 Uhr

(11.5.) Musik, Tom Schilling & The Jazz Kids, Nochtspeicher, 20 Uhr

Eine Bühne ist nicht genug. Schauspieler, die singen, gibt es wie Sand am mehr – scheinbar reicht eine Bühne nicht, egal wie groß das Gesangstalent ist.

Immerhin: Manche gehen ehrlich mit ihrer, nun ja, Begabung um, etwa Tom Schilling, der sagt, er texte und komponiere schon seit vielen Jahren, natürlich, aber der auch zugibt: „Ich bin ein Anti-Sänger.“ Kriegen nicht viele heraus, einen solchen Satz.

Zusammen mit seiner Berliner Band The Jazz Kids macht Schilling dennoch melancholische Popmusik und hat kürzlich sein Debütalbum veröffentlich: „Vilnius“. Und das ist, Schauspielkollegen aufgepasst, gar nicht mal so schlecht. / EBH

Nochtspeicher
11.5.17, 20 Uhr

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(10.5.) Musik, Heinrich von Handzahm, Frau Hedi, 19.30 Uhr

Ein Mann, viele Rollen: Er ist Moderator unserer Kultur Talk Reihe So oder So, Autor und Musiker: Heinrich von Handzahm. Der Singer/Songwriter ist ein musikalischer Geschichtenerzähler,  nimmt den Hörer mit auf die Milchschaumplantagen Berlins, erklärt den Großstadt-Nomadinnen, warum Affairen kein Happy End haben, Mr Right nicht auf Ü-40-Parties abhängt und dass in jedem guten Ehemann ein kleiner Kachelmann steckt. Ein einschmeichelnder Sound mit klugen Texten, der wunderbar zum sanften Schaukeln einer Frau Hedi über die Wellen der Elbe passen dürfte.

Frau Hedi
10.5.17, 19:30 – 21:30 Uhr

(7.5.) Kunst, Kunstlift, Stresemannstraße 100, 17 Uhr

Auch in diesem Monat geht es kunstvoll hoch und runter: Hamburgs kleinste Galerie Kunstlift zeigt in der Gruppenschau „Alltagskarten reloaded“ wie Sabine Kullenbergs tägliche Zeichnungen, Fotografien, Malereien, die sie wie Karten faltet, weitergeführt, okkupiert oder verfremdet wurden. Von zwölf Künstlern, zu denen Anette Höhne, Thomas Kälberloh, Kai Teschner und Susanne Sander gehören.

Stresemannstraße 100,
7.5.17, 17–22 Uhr

(10.5.) Musik, Missincat, Prinzenbar, 20 Uhr

Immer in Balance. Sie kann beides – rau und dramatisch, lieblich und verspielt. Nach dem Release ihres dritten Albums (2015) gibt es nun wieder neue Missincat-Musik. Die fünf Songs auf ihrer „Forces“-EP hat Caterina Barbieri mit befreundeten Künstlern der Berliner Musikszene geschrieben, jeder Song mit anderen Einflüssen und ihrer Stimme als Konstante. Vorreiter ist die Single „Made of Stone“- mit zuerst sanften Klängen, die sich zu aufregenden Crescendi aus Klavier, Cello und Vibraphon aufbauen. Die Songs balancieren auf dem feinen Grat zwischen leisen Singer-Songwriter-Erzählungen und luftigen Pop-Songs, die schnell glücklich machen. / MM / Foto: Christoph Voy 

Prinzenbar
10.5.17, 20 Uhr

(9.5.) Musik, Miyavi, Gruenspan, 20 Uhr

Der japanische Gitarrist Miyavi kehrt nach Deutschland zurück und präsentiert sein im Herbst 2016 erschienenes Album „Firebird“.

Mit seinen beiden letzten Alben „The Others“  (2015) und dem aktuellen Werk „Firebird“ (2016) hat er sich  internationale Anerkennung erworben. Aber auch seine zahlreichen Kollaborationen (u.a. mit der US-Rockband Good Charlotte um die Brüder Joel und Benji Madden, mit den Finnen Lovex sowie dem französischen DJ/Dance-Produzenten Yuksek) haben ihn über Japans Grenzen hinaus bekannt gemacht. Ohne Berührungsängste vor Veränderungen erfindet er sich immer wieder neu, versteht es, einen spannenden Sound zu kreieren und sich selbst zu steigern. Mit seinen Bühnenpräsentationen, den Experimenten in verschiedenen Musikstilen –  von Jazz, Rockpop bis HipHop – und seinem außergewöhnlichen Gitarrenspiel hat Miyavi mehr als einmal die internationale Musikszene aufgemischt.

Gruenspan
9.5.17, 20 Uhr