Silent Demo Hamburg: Friedlicher Protest

Am Samstag, den 4. Juli, setzen mehr als 1000 Demonstranten bei der „Silent Demo“ am Jungfernstieg ein Zeichen gegen Hass und Rassismus.

Die Demonstration war ursprünglich für den 26. Juni angesetzt, wurde aber aufgrund von Unwetter um eine Woche verschoben. Heute stehen trotz leichtem Regen über 1000 Menschen in der abgesperrten Straße am Jungfernstieg. Angemeldet waren 700 Leute. Da die Demonstration aber friedlich verläuft, muss die Polizei nicht damit drohen, die Veranstaltung – wie am 06. Juni – abzubrechen.

Da große Menschenansammlungen in Zeiten der Corona-Pandemie ein Risiko darstellen, ist die „Silent Demo“ eine statische Demonstration und kein Marsch. Um die Abstandsregeln einzuhalten, wurde mithilfe von Absperrband der Jungfernstieg in sieben Blöcke eingeteilt, in denen jeweils bis zu 75 Personen stehen dürfen. Nicht alle Demonstranten halten sich daran. Viele stehen am Rand oder in den Korridoren zwischen den Blöcken. Immer wieder weisen die Veranstalter daraufhin, dass in den hinteren Blöcken noch ausreichend Platz ist. Tatsächlich bleibt der hinterste Block so gut wie leer. Zu weit entfernt ist man dort von den Rednern.

 

Redner teilen ihre Erfahrungen zum Thema Alltagsrassismus

 

Abigail, eine der Veranstalterinnen, berichtet zu Beginn von einer Demonstrantin, die bei der „Silent Demo“ am 6. Juni von Polizisten mit einem Schlagstock verletzt wurde. Dieses Mal soll es nicht zu Ausschreitungen kommen. Als Abigail den Erfahrungsbericht eines jungen Mädchens vorliest und dieses Fallbeispiel mit den ersten drei Artikeln des Grundgesetzes vergleicht, bricht sie in Tränen aus.

Nach einigen Rednern, die ihre Erfahrungen zum Thema Alltagsrassismus teilen, gibt es einen Open Floor, bei dem jeder die Möglichkeit hat, zu sprechen. Dieses Angebot wird von einigen genutzt. Ein Rapper performt spontan ein paar seiner selbst geschriebenen Texte zu der Debatte. Ein anderer Demonstrant kritisiert die Veranstaltung und meint, dass es nicht reiche für „Awareness“ zu sorgen, sondern Menschen aufgeklärt werden müssten. Seine Nachfolgerin entgegnet, dass sie es als einen guten ersten Schritt ansehe, Aufmerksamkeit zu schaffen, allerdings vermisse sie bei der Demonstration ihre „schwarzen Brüder und Schwestern“ und wundere sich darüber, dass sie fast mehr hellhäutige Protestierende wahrnimmt.

 

Viele junge Menschen demonstrieren

 

Besonders viele junge Menschen sind an diesem Samstag zusammengekommen. Die achtzehnjährige Harriet Freund möchte mit ihrem Protest einen Wandel in der Gesellschaft unterstützen: „Durch die Geschehnisse in den vergangenen Wochen ist mir Alltagsrassismus viel bewusster geworden. Vorher habe ich mich als hellhäutige Deutsche gar nicht mit meinen Privilegien beschäftigt. Jetzt schon.“ Ihre Freundinnen nicken zustimmend.

Zum Schluss wird die Tonbandaufnahme von den letzten Minuten vor George Floyds Tod vorgespielt. 8 Minuten und 46 Sekunden knien alle Demonstranten mit erhobenen Fäusten auf dem Boden, während aus den Lautsprechern die Stimme Floyds über den Jungfernstieg hallt. /kis

 

Mehr Infos und Updates zu weiteren Demonstrationen unter @silent_demo_hamburg

 

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Rassismus: Gegen die Unterschwelligkeit

Nach dem Mord am Afroamerikaner George Floyd protestierten 14.000 Hamburger gegen Rassismus und Polizeigewalt. Denn struktureller sowie Alltagsrassismus sind auch in Hamburg allgegenwärtig

Text: Basti Müller

 

Am Samstag, 6. Juni, demonstrieren mehrere Tausend Menschen auf dem Jungfernstieg, doch es ist still. Für (gefühlte) acht Minuten und 46 Sekunden. So lang hatte der Polizist Derek Chauvin Ende Mai im amerikanischen Minneapolis auf dem Hals von George Floyd gekniet, sodass dieser später aufgrund der gewaltsamen Festnahme im Krankenhaus verstarb. Im Leid wiederholte der 46-Jährige die Worte „I can’t breathe“ („Ich kann nicht atmen“), bis er bewusstlos wurde – ein mutmaßlicher Mord, festgehalten auf einem Video, das um die Welt ging und auch in Hamburg ein Fass zum Überlaufen brachte. Es beweist: Rassismus ist allgegenwärtig.

Angemeldet war der Protest „Nein zu Rassismus! Gemeinsam sind wir stark!“ als Silent-Demo mit 525 Teilnehmern. Schnell wird klar, dass die Zahl nicht einzuhalten ist. Die Menschen protestieren aber friedlich. Für die Opfer des Rassismus ragen sie Fäuste in die Luft, es wird zu „They Don’t Care About Us“ getanzt und zu „Where Is The Love“ gesungen. Die Polizei bittet die Anmelderin, Audrey Boateng, die auch durch die Corona-Richtlinien nun illegale Versammlung zu beenden. Boateng kooperiert, steigt auf das Podium, bedankt sich bei den Mitdemonstranten. Sie ruft „No justice“. „No peace“ hallt es zurück. Jedoch scheitert der Versuch, die Demonstration zu beenden.

14.000 Menschen befinden sich nun am Ufer der Binnenalster, fast das 27-Fache der angemeldeten Teilnehmer. Dennoch duldet die Polizei die Versammlung bis 18 Uhr, zumal sich die Masse in einer zweiten Kundgebung am Rathausmarkt verteilen könne.

Am Freitag zuvor protestierten mehr als 3.000 Hamburger vor dem US-Konsulat gegen Rassismus und Polizeigewalt. Auch hier gewährte die Polizei die gegen die Corona-bedingten Mindestabstände verstoßenden Demonstranten, eine Auflösung hätte das Infektionsrisiko erhöht. Alles verlief friedlich.

 

Über 30 junge Menschen festgehalten

 

Anders am Samstagabend. Die Polizei kommuniziert freundlich über Lautsprecher, die Versammlung auflösen zu wollen. Schließlich kommt es zu Ausschreitungen, auf Twitter meldet die Hamburger Polizei den „Bewurf auf Polizeikräfte mit Gegenständen“. In Videos im Netz lässt sich eine kleine, zum Teil aggressive und vermummte Störergruppe erkennen. Die Beamten warnen, nicht in Mitleidenschaft polizeilicher Maßnahmen gezogen zu werden. „A.C.A.B.“, ruft einer, dann fliegen Flaschen vor die Füße der über die Bergstraße kommenden Polizisten. Im Schlepptau haben sie zwei Wasserwerfer-Fahrzeuge, auch Pfefferspray und Tränengas kommen zum Einsatz. Dann beginnt es zu regnen. Der Jungfernstieg habe sich zum Ende der Veranstaltung so in ein Spannungsfeld zwischen 600 vorrückenden Beamten und einer aggressiv protestierenden Gruppe von 200 Menschen verwandelt, sagte eine Sprecherin der Polizei gegenüber dem NDR.

 

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Foto: Sebastian Peters/ Blaulicht-News

 

Der Einsatz am Jungfernstieg sorgt weniger für Furore, als das, was danach passiert. Gegen 20 Uhr werden laut Zeit Online am Hauptbahnhof, gut einen Kilometer von den vorausgegangen Ausschreitungen entfernt, 35 junge Menschen in Gewahrsam genommen, viele von ihnen haben Migrationshintergrund, sind unter 18, der jüngste soll sogar erst 13 Jahre alt gewesen sein. Sie werden mit erhobenen Händen über eine Stunde lang an die Wand gestellt, dürfen weder telefonieren, noch auf die Toilette. Zeit Online zufolge zeigen einige ihre Einkaufstüten und Kassenbons vor, dürfen darum gehen.

 

„Ich glaube, wir sind sehr behutsam […] vorgegangen“

Polizeipräsident Ralf Martin Meyer

 

Die Übrigen werden mit dem Verdacht auf Landfriedensbruch, Körperverletzung und andere Delikte festgehalten, dann mit HVV-Bussen in das Polizeikommissariat 42 in Billstedt gebracht, wo mit ihnen unterschiedlich umgegangen worden sein soll. Einige haben sich bis auf die Unterwäsche entkleiden müssen und seien erst nach Mitternacht entlassen worden, wenige haben früher nach Hause gekonnt. Bisher soll den Jugendlichen nichts nachgewiesen worden sein. Die Kritik, sie hätte „Jagd“ auf Demoteilnehmer genommen, hat die Polizei bereits zurückgewiesen. Beim Hamburg Journal antwortete Polizeipräsident Ralf Martin Meyer auf die Anschuldigungen: „Ich glaube, wir sind sehr behutsam und sehr verhältnismäßig vorgegangen“, und ordnete im Folgenden die angeblichen Taten politischer Motivation zu: „Ich sehe das Risiko, dass hier eine linksextremistische Organisation, die das als schwarzer Block angezettelt hat, die Jugendlichen in die Auseinandersetzung hineingezogen hat und jetzt versucht, das bürgerliche Thema Anti-Rassismus für sich zu gewinnen.“ Auch rechtfertigte die Polizei den Einsatz laut Taz wie folgt: „Nachdem diese Gruppe festgesetzt worden war, herrschte schlagartig Ruhe in der Innenstadt.“

 

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Foto: Sebastian Peters/ Blaulicht-News

 

Der Vorfall polarisiert dennoch. Zum einen könnte man meinen, die Polizei habe nach Tatverdacht gehandelt. Zum anderen wirken der Ort des Einsatzes, fernab des Jungfernstiegs, und der Zeitpunkt des Zugriffs, zwei Stunden nach dem Auflösen der Demonstration, willkürlich und durch Zeugenaussagen in Medienberichten äußerst fragwürdig. Ein Lichtblick, als Meyer sagt, dass auch die Polizei sich mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen müsse. Ernüchterung, als er verspricht, die polizeieigene Beschwerdestelle auszubauen. Wer verpfeift schon gern einen Kollegen oder riskiert seinen Job in wirtschaftslabilen Zeiten? Von einer polizeiunabhängigen Beschwerdestelle sprach Meyer jedenfalls nicht. Der Einsatz steht unterdessen weiter in der Kritik.

 

(Alltags)Rassismus in Hamburg

 

Für Aufsehen sorgte im vergangenen Jahr zum Beispiel der Fall eines falschparkenden Franzosen in Hamburg-Horn. Das Video von „NDR Panorama“ zeigt, wie drei Polizisten einen Mann mit dunkler Hautfarbe mit dem Gesicht nach unten auf den Asphalt drücken. Der Falschparker, dessen Auto abgeschleppt werden sollte, habe versucht, sich zu entfernen und wurde daraufhin festgehalten. Unverständlich dabei ist, warum die Beamten mit solcher Brutalität vorgehen.

Auch zu denken ist an den 34-jährigen Kameruner William Tonou-Mbobda, der 2019 in der psychiatrischen Abteilung des Universitätsklinikums Eppendorf fixiert wurde, unbestätigten Berichten zufolge das Bewusstsein verloren haben soll und später auf der Intensivstation verstarb. Ein Todesfall, der bis heute nicht aufgeklärt wurde und einmal mehr die Debatte anstößt, wie sehr Rassismus nicht nur auf gesellschaftlicher, sondern auch auf institutioneller Ebene verankert ist.

Alltagsrassismus mache sich in verschiedenster Weise bemerkbar, sagt Schohreh Golian. Die 31-Jährige ist Kriminologin, Autorin und Fotografin in Hamburg und setzt sich beruflich und privat mit dem Thema auseinander. In der Exekutive beginne Rassismus laut Golian mit der Gewichtung von Polizeikontrollen in bestimmten Stadtgebieten wie in St. Georg oder in der Hafenstraße. „Das Spatial Racial Profiling bietet Räume, um unverhältnismäßig häufige Kontrollen von Menschen mit Migrationshintergrund zu legitimieren“, sagt die Wissenschaftlerin. Rassismus setze sich in der Stigmatisierung von Eigenschaften wie Armut oder Kriminalität fort und ende mit dem Ausblocken dieser Sachverhalte.

 

„Du merkst nicht, wie privilegiert du bist, wie unkenntlich der Rassismus ist.“

Schohreh Golian

Dass Menschen beim Hashtag „blacklivesmatter“ beispielsweise sofort in Abwehrstellung gehen, den Spieß umzudrehen versuchen, nenne man „reverse racism“ (umgekehrter Rassismus) oder „white fragility“ (weiße Zerbrechlichkeit). Genau darum geht es in dieser Debatte: Die Bekämpfung der seit Jahrhunderten andauernden Unterdrückung von Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe. Und der Vorzüge von Menschen mit weißer Hautfarbe, die sich tief in unsere Gesellschaft eingebrannt haben. „Du merkst nicht, wie privilegiert du bist“, sagt Golian, „wie unkenntlich der Rassismus ist.“

Rassismus zieht sich durch alle Lebensbereiche. Zur Bekämpfung reiche es laut Golian daher nicht aus, seine Priviligien zu kennen, „sondern sich auch dem eigenen Rassismus bewusst zu werden, den Betroffenen zuzuhören und ihnen zu glauben“. Anti-Rassismus sei Bildungsaufgabe, beginne aber bei jedem einzelnen von uns, ob beim Demonstranten, Polizisten oder Autoren dieses Textes, und besonders in den Dialogen im eigenen Umfeld, sagt Golian. „Denn wer schweigt, macht sich zum Mittäter.“


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Hamburger des Monats: Mark Pomorin, FC St. Pauli Spielerberater

Viele seiner Träume hat Mark Pomorin, 43, wahr werden lassen. Der ehemalige Spieler der Amateure des FC St. Pauli und heutige Spielerberater machte parallel zu seinem damaligen Job in einer Werbe­agentur das Abitur und ermuntert heute Hamburger Schüler, sich für eine Welt ohne Rassismus zu engagieren

Interview: Matthias Greulich

 

SZENE HAMBURG: Mark Pomorin, was berichtest du Schülern als Wertebotschafter der Bildungsinitiative „German Dream“?

Ich erzähle meine Lebensgeschichte. Welche Hürden ich überwinden musste. Ich will den Kids vermitteln, dass man mit jeder Hürde, egal wie hoch sie auch ist, umgehen kann.

Du bist 1976 in Hamburg geboren und mit acht Jahren mit deinen Eltern nach Ghana gegangen.

Das war am Anfang ein Kulturclash für mich. Ich habe auf Deutsch geträumt und viel geweint. Meine Eltern haben gesehen, dass es mir nicht gut ging. Sie wollten mir ein besseres Leben in Deutschland ermöglichen. Die Zeit in Ghana hat mich aber ein Stück weit geerdet. Als ich wieder in Hamburg war, habe ich alles mit anderen Augen gesehen. Ich war zwar sehr jung, aber das tat mir gut. Es tut mir bis heute gut.

Mit zehn Jahren bist du zu Pflegeeltern nach Hamburg gekommen. Sie adoptierten dich, starben aber kurz nach­einander an Krebs, als du 19 warst. Da warst du schon Fußballer beim FC St. Pauli.

Der Fußball hat mir Halt gegeben, ich konnte mich ablenken. Und ich habe Zusammenhalt im Mannschaftssport erfahren.

Mit Ivan Klasnić, einem deiner Mit­spieler aus dieser Zeit, und der ehemaligen Bundesligaspielerin Tuğba Tekkal warst du auf einem „Wertedialog“ in der Stadtteilschule Poppenbüttel.

Ivan ist einer meiner besten Freunde, selbst er wusste nicht so richtig viel von meiner Lebensgeschichte. Weil ich nicht damit hausieren gehe, aber davon erzähle, wenn ich gefragt werde. Seine Geschichte kennt man besser.

Er ist als erster Profi nach einer Nierentransplantation wieder zurück auf den Platz gekommen und hat jetzt seine dritte Niere bekommen. Die Familie Tekkal kenne ich über Jahre, der Kontakt ist nie abgerissen. Als mich Düzen Tekkal fragte, ob ich Wertebotschafter bei ihrer Initiative „German Dream“ werden wolle, war ich sofort dabei. Es ist genau die Message, die ich rüberbringen will.

 

„Wenn es nicht gut läuft, werden die Spieler beschimpft. “

 

Als die Filmemacherin und Autorin Düzen Tekkal in der NDR­Fernsehsendung „Das“ zu Gast war, wurde ein Beitrag eingespielt, der zeigt, wie du deine alte Schule in Horn besuchst.

Ich habe unseren Hausmeister Herrn Sievers wieder getroffen, der sagte, dass es dort auf der Schule keinen Rassismus oder Ausgrenzung gibt.

Das habe ich auch so erlebt. Wir waren viele Kids mit Migrationshintergrund, besonders in unserer Klasse. Und wir hatten ein Mädchen mit Glasknochen, das kleinwüchsig war. Wir haben sie ganz normal aufgenommen und behandelt. Das war also nicht nur ein Spruch, sondern wird dort auch gelebt. Dort habe ich nie Rassismus empfunden. Es gab nur gut und schlecht.

Anders war es beim Sport, wo man das immer mal wieder vom Gegenspieler gehört hat. Als ich beim FC St. Pauli in der Bundesliga-Nachwuchsrunde bei Hansa Rostock spielte, kam eins zum anderen.

Ist der Rassismus im Fußball seitdem weniger geworden?

Ich bilde mir ein, dass es nach wie vor gleich ist, was den Rassismus der Zuschauer betrifft. Wenn es nicht gut läuft, werden die Spieler beschimpft. Auf dem Platz sind allerdings heute mehr Kameras, sodass sich die Spieler mit Beleidigungen mehr zurückhalten.

Was ist mit den Bekenntnissen des DFB gegen Rassismus?

Das hält ignorante Menschen nicht davon ab, sich homophob oder rassistisch zu äußern. Von den Verbänden ist es gut gemeint, und es ist auch ein wichtiges Signal. Auch viele Vereine leben das vor. Aber es gibt eine Minderheit von Fans, die das nicht wollen.

Hast du strukturellen Rassismus erlebt?

Definitiv. Wenn man nicht zu den People of Color gehört, kann man das schwer nachvollziehen. Ein Beispiel: Nach einem Fußballspiel fuhren wir im Auto eines Mitspielers nach Hause. Wir trugen Trainingsanzüge. Wir wurden von der Polizei angehalten. Alles schön und gut.

Ich wurde aber als Einziger kontrolliert, die anderen durchgewunken. Das mag banal klingen, ist für mich aber Alltagsrassismus. Wenn man in der Bahn ein Erste-Klasse-Ticket hat, wird man beäugt nach dem Motto: „Die zweite Klasse ist aber drüben.“ Wenn ich telefoniere und mich mit „Mark Pomorin“ melde, denkt der Gesprächspartner, er redet mit einem großen blonden Mann. Beim ersten Meeting erscheine ich. Die meisten nehmen das mit Humor, für andere bricht eine Welt zusammen.

 

„Rassismus ist lange gewachsen und geht nicht von heute auf morgen“

 

Bringt es etwas, mit Rassisten zu reden?

Jeder ist in seinem Mikrokosmos ein Pionier und betreibt Aufklärungsarbeit. Sei es im Freundeskreis, wenn man dort Alltagsrassismus spürt und sagt: „Bis hierhin und nicht weiter.“ Das kann etwas bringen, wenn die Person sagt: „Das wusste ich ja gar nicht.“ Das ist die ständige Reaktion: „Ach so fühlst du dich.“

Nicht jeder kann mit einem Wertebot­schafter reden. Gibt es Biografien, die du empfehlen kannst?

Ich hatte eine Phase, in der ich mich selbst finden wollte, und las viel von und über Malcom X. Ein Buch,
das mich besonders gefesselt hat und immer noch fesselt, ist die Biografie von Nelson Mandela. Er beschreibt, wie man mit Menschen umgeht, die einem während der Apartheid Unrecht getan haben. Und er berichtet, wie er mit ihnen in einen Dialog tritt.

Was muss die Mehrheitsgesellschaft ler­nen?

Rassismus gibt es leider schon sehr lange. Der ist lange gewachsen und geht auch nicht von heute auf morgen. Das bedeutet, dass jeder Einzelne lernen muss, damit umzugehen. Die Gesellschaft muss dazulernen. Ich glaube, das passiert gerade.

Nach der „Black Lives Matter“­-De­monstration Anfang Juni in Hamburg gab es auch Kritik am harten Vor­gehen der Polizei gegen die teilweise sehr jungen Demonstranten.

Ich habe auch einige Polizisten im Bekanntenkreis. Man sollte nicht alle Beamten in einen Topf werfen. Ich bin auch wütend und habe mich bei Verallgemeinerungen erwischt. Das ist natürlich nicht so.

germandream.de


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Hinter den Kulissen: Im Backstage der Stadt

Um die Backstagebereiche der Clubs ranken sich oft wilde Legenden. In Pandemie-Zeiten sind auch sie verlassen. Eine Bilderserie

Text: Ole Masch

 

Während verschiedene kulturelle Einrichtungen peu à peu und mit starken Einschränkungen öffnen dürfen, bleiben Musikclubs nach wie vor geschlossen. Um Nachtschwärmern trotzdem einen Einblick in ihre Lieblingsorte zu bieten, zeigt SZENE HAMBURG Fotos von Räumen, die Besucher in der Regel nicht zu sehen bekommen.

Entstanden ist eine Bilderserie aus den seit den Corona-Schließungen verwaisten Backstage-Bereichen der Clubs. Um zu verdeutlichen, wie lange sie als wichtiger kultureller Bestandteil bereits fehlen, zeigen Bildunterschriften, wer sich hier als letztes und zu welchem Anlass aufgehalten hat. Um zu verhindern, dass diese Personen dort auch die letzten geblieben sind, kann weiterhin für die Rettungskampagne S.O.S. – Save Our Sounds auf Startnext gespendet werden.

 

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Fundbureau: Seit dem 7. März ist zu. Damals waren die Racing Snails vom Gaggalacka-Festival geladen (Foto: Claudia Mohr)

 

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Hafenklang: Zuletzt saßen hier die Mitglieder der Band Blaue Bume aus Dänemark, die am 12. März das letzte Konzert vor Corona spielten (Foto: Claudia Mohr)

 

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Baalsaal: Yulia Niko legte hier zuletzt am 14. März bei Electronic Red Light auf (Foto: Claudia Mohr)

 

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Astra Stube: Am 12. März spielten Ryskinder aus Israel vor knapp 60 Leuten. Support war Grundeis aus Hamburg. Einen Tag später wurde, zunächst auf eigene Initiative hin, geschlossen (Foto: Claudia Mohr)

 

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Waagenbau: Am 7. März wurde hier die letzte Party gefeiert. Bei VER:Bunden spielten Martha von Straaten & Bebetta (Foto: Claudia Mohr)

 

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Yoko: Bei der großen b2b Nacht „Affaire d`amour“ spielten 3 DJ-Teams die ganze Nacht House Musik. Kurz darauf wurde dicht gemacht (Foto: Claudia Mohr)

 

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Terrace Hill: Letztes Konzert war Blind Ego am 2. März. Nach dem Social Developers Club am 7.3. wurde abgeschlossen (Foto: Claudia Mohr)

 

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Molotow: Der letzte Künstler im Laden war der Hamburger Poetry Slammer Hinnerk Köhn am 12. März mit seiner Solo- Show „Bitter“. Die letzte Band Pyogenesis am 6. März. In den zurückliegenden dreieinhalb Monaten hätten eigentlich knapp 100 Bands hier im Backstage abgehangen (Foto: Dorothea Bader)

 

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Mojo: Unmittelbar vor dem Lockdown, am 8. März, gab es für Blues-Rockstar Marcus King Getränke im Backstage (Foto: Ole Masch)

 

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Turtur: Am Donnerstag den 12. März gab es das letzte Mal Open Decks mit Tischtennis, Kicker, Techno & Oldies bei Lümmelkiez (Foto: Claudia Mohr)


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Wirtschaftsbremse: Klima & Corona

Von der Pandemie scheint vor allem eine zu profitieren: die Natur. Aber macht der Klimawandel wirklich Pause? Ein Gespräch mit dem gebürtigen Hamburger und Meteorologen Prof. Dr. Mojib Latif vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel

Interview: Basti Müller

 

SZENE HAMBURG: Mojib Latif, Sie sind in den 50er und 60er Jahren in Hamburg aufgewachsen und haben die Sturmflut 1962 mitbekommen. War dies ein ausschlaggebender Punkt, dass Klimaereignisse Teil Ihrer beruflichen Laufbahn wurden?

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Foto: Hart aber Fair

Prof. Dr. Mojib Latif: Nein, das war es nicht. Ich war ja nicht direkt betroffen, aber ich kann mich noch gut an das Heulen des Windes erinnern. In der Schule haben wir Hilfsgüter aus Griechenland bekommen, die haben uns Korinthen geschickt. Vielen Menschen musste geholfen werden und gerade heutzutage, was die Solidarität zwi­schen den Ländern angeht, finde ich das rückblickend ganz schön.

Wenn diese Län­der heute etwas haben wollen, dann kommt immer gleich die Frage: Muss das wirklich sein? Nach dem Abitur studierten Sie erst zwei Jahre BWL, bis Sie die naturwissenschaftliche Laufbahn einschlugen, Meteorologie wählten und bei Klaus Hasselmann promovierten, der ja belegt hat, dass der Klimawandel menschengemacht ist …

Die Klimaforschung reicht weit bis ins vorletzte Jahrhundert zurück. Die ers­ten Berechnungen zur Erder­wärmung stammen aus dem Jahr 1896, das weiß bloß kaum jemand. Was Hasselmann Anfang der 1990er Jahre gemacht hat, ist, dass er den Menschen als Hauptverursacher der Erderwärmung entlarvt hat.

Das sich die Erde erwärmt, war jedem klar, aber es gab die Diskussion, ob das natürlich oder menschengemacht ist. Er konnte zeigen, dass zum überwiegenden Teil der Mensch verantwortlich ist. Das war der Durchbruch.

Wenn Sie auf die vergangenen Jahre zurückblicken, wie hat sich der Klimawandel in Hamburg und Deutschland bemerkbar gemacht?

Das ist ein schleichender Prozess. Wir sehen, dass sich Deutschland seit Beginn der Messungen deutlich erwärmt hat, eine Zunahme der ho­hen Temperaturen und einen Rückgang der kalten Tage.

Der letzte Winter war kein Winter, ich weiß nicht, ob wir an irgendeinem Tag Schnee hatten. Ich erinnere mich sehr gut, als ich Kind gewesen bin, war der Winter ein Winter, da habe ich meinen Schlitten he­rausgeholt und es gab Eisgang auf der Elbe.

60 Jahre später wird es offensichtlich: Hitze­perioden mit Temperaturen weit über 30 Grad Celsius und zunehmende Trockenheit. Hinzu kommt ein allmählich ansteigender Meeresspiegel, das wird auch für Hamburg ein Problem werden.

 

klima-kapitalismus

Ursachen des Klimawandels sind auch auf Hamburgs Straßen weiterhin Thema

 

Ist die Corona-Zeit und das damit einhergehende Ausbleiben der Volkswirtschaft, also die CO2-Bremse, genau das, was das Klima und die Menschheit gerade brauchen?

Nein, man kann das Klimaproblem nicht lösen, indem man die Wirtschaft ge­gen die Wand fährt. Der we­sentliche Punkt ist, dass wir gerade große Geldmengen in die Hand nehmen, um die Wirtschaft wieder hochzufahren. Das ist richtig so, aber diese Mittel müssen verwendet werden, um die Wirtschaft auch zukunftsfähig zu machen. Klimaschutz ist auch ein Beitrag, die Welt zukunftsfähig zu machen.

Wir sehen es an der deutschen Automobilindustrie. Die Zeit des Verbrennungsmotors ist abgelaufen. Es braucht neue Antriebe und es wäre wichtig, das Geld in die neuen Technologien zu stecken. Der Trick ist, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Zukunftsprojekte fördern und nicht den SUV.

Haben Sie Beispiele?

Das muss man mit er­neuerbaren Energien ändern. Es benötigt einen massiven Ausbau, gerade der Wind­energie. Die Netze müssen intelligenter und engmaschiger werden, damit man mit den erneuerbaren Energien gut umgehen und sie optimal nutzen kann. Der öffentliche Nahverkehr muss ausgebaut werden, der Güterverkehr auf die Schiene und weg von der Straße. In der Digitalisierung sehen wir gerade, wie schlecht wir in Deutschland aufge­stellt sind.

Auch hier in Hamburg habe ich kein besonders schnelles Internet. Ein Ding der Unmöglichkeit. Die Di­gitalisierung und künstliche Intelligenz sind die Zukunfts­themen auch im Hinblick auf Umwelt­ und Klimaschutz.

 

„Der CO2-Gehalt der Luft hat einen historischen Höchststand erreicht“

 

In einem NDR-Interview haben Sie davon gesprochen, dass die 2007 groß entfachte Klimadebatte durch die Wirtschaftskrise 2008 überschattet wurde. Ein Phänomen, das sich gerade wiederholt?

Die Debatte wurde damals durch Al Gore und seinen Film „Eine unbequeme Wahr­heit“ ausgelöst. Dann kam die Finanz­-, anschließend die Weltwirtschaftskrise. 2019 kam es wieder hoch durch Fridays for Future.

Auch der extreme Sommer 2018 in Deutschland, die Europawahl und Rezos Video haben dazu beigetragen. Jetzt ist das The­ma relativ weit weg. Bleibt das so, wäre das eine Katastrophe, der CO2­-Gehalt der Luft hat nämlich einen historischen Höchststand erreicht, trotz Corona und Lockdown. Na­türlich sinkt der Ausstoß, aber CO2 ist langlebig.

Nach er­sten Schätzungen werden wir 2020 vielleicht acht Prozent Reduktion beim weltweiten CO2-­Ausstoß haben. Das müssen wir aber jedes Jahr haben, ohne Corona, wenn man die Pariser Klimaziele einhalten will.

Experten meinen, dass wir durch Corona die Klimaziele 2020 der Bundesregierung erreichen könnten …

Das wäre vielleicht auch ohne Corona passiert. Das wird oft falsch dargestellt und alles auf Corona geschoben. Der entscheidende Schritt war im Jahr 2019, als der Preis pro Tonne CO2 im Rahmen des Europäischen Emissionshan­dels auf deutlich über 20 Euro pro Tonne stieg, in den Jah­ren davor krebste er bei fünf Euro herum.

Die Bepreisung hat dafür gesorgt, dass Kohle unrentabler und Gas rentabler wurde. Deswegen sind 2019 die Emissionen so weit gesun­ken, dass zu Beginn 2020, die Aussicht bestand, die 40 Pro­zent Minderung der Treib­hausgasemissionen gegen­ über 1990 zu erreichen.

Jetzt gehe ich davon aus, dass die Ziele mit Sicherheit erreicht werden. Das zeigt, wie wichtig eine CO2­-Bepreisung für alle Bereiche ist, die es ab 2021 in Deutschland geben wird.

 

„Die Sache ist seit 30 Jahren bekannt“

 

Wie könnte unsere Gesellschaft dazu gebracht werden, sich schneller zu verändern?

Wir müssen die Vorteile deutlicher machen. Gerade für Hamburg. Stellen Sie sich vor, der innerste Ring wäre autofrei. Natürlich würde es für Menschen mit Handicap und Lieferdienste Ausnahmen geben, aber eine autofreie Innenstadt hat doch etwas. Es stinkt nicht, es ist ruhig, man kann sich begegnen und hat mehr Fläche.

Der öffentliche Nahverkehr ist schon ganz gut, müsste aber weiter aus­gebaut werden. Andererseits finde ich, müssten die Prei­se dafür aber runter. Bus und Bahn sind schweineteuer in Hamburg. Das geht nicht, da muss man deutlich herunter, sonst wird das nicht attraktiv. Ich glaube, mit solchen Maß­nahmen könnte man Ham­ burgs Innenstadt wirklich autofrei bekommen und die Menschen würden es lieben, da bin ich mir sicher.

Können wir Rückschlüsse aus der Corona-Pandemie ziehen?

Erstens: Globale Krisen können nur alle Länder ge­meinsam meistern. Zweitens: Es gibt Rückschlüsse über Verschwörungstheoretiker und Klimaleugner. Bestes Bei­spiel ist Donald Trump, der gesagt hat, dass Corona „ein Scherz“ sei. Das Resultat se­hen wir, 90.000 Tote in den USA, die meisten weltweit. Da sieht man, dass die Plauderer und Populisten in Wirklichkeit keinen Plan haben.

Drittens: Diese Corona-­Krise ist nicht vom Himmel gefallen, die Wissenschaft hat lange gewarnt. Bestes Beispiel: Schutz­kleidung. In den Pandemie­ plänen steht, dass sie knapp werden kann. Trotzdem hat man die nicht eingekauft. Das steht alles in einer Bundes­tagsdrucksache aus dem Jahr 2013. Das gleiche gilt für die Klimakrise. Die Sache ist seit 30 Jahren bekannt. Trotzdem passiert, weltweit betrachtet, das Gegenteil.

Die beliebtesten Urlaubsziele der Hamburger sind die türkische Riviera, Mallorca, Ägypten. Was empfehlen Sie für dieses Jahr?

Die Ostsee. Am Schön­berger Strand gibt es weißen Sand und das Meer. Was will man mehr? Gut, das Wasser ist nicht so warm wie im Sü­den – aber dafür spart man sich die Flugreise.


Cover Szene Juni 2020 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juni 2020. Das Magazin ist seit dem 30. Mai 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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Top 5 – Ramen wie in Japan esst ihr in diesen Restaurants

Die Liebe zu der japanischen Nudelsuppe Ramen ist nach wie vor groß. Zu Recht. Ramen trösten nach einem stressigen Tag, bei Dauerregen oder einfach nur so – eben echtes Soul Food

Foto: Miguel Maldonado / Unsplash 

 

1) Aomame Ramen

Hier kann man seine Beine falten und im Schneidersitz an Tatami-Tischchen speisen. Wem das zu unbequem ist, kann natürlich auch die übliche Stuhl-Tisch-Variante wählen. Der ausgesprochen nette Laden besticht durch sein nerdig-charmantes Interieur. Sehr geschmackvoll wird hier die asiatische Popkultur zelebriert. Die japanischen Nudelsuppen schmecken herrlich aromatisch und auf der Karte stehen ungewöhnliche Drinks wie eine koreanische Milchbrause. Hier verbringt man gern Zeit.

Aomame Ramen: Veringstraße 155 (Wilhelmsburg)

2) Ramen Bar Zipang

Die Hanseperle aus dem Gastro Guide 2019 ist eines der besten Ramen-Restaurants der Stadt. Die Vor- und Zubereitung für die einzelnen Variationen brauchen hier einen ganzen Tag. Die Brühe ist weder zu fettig noch zu würzig, die selbst gemachten Nudeln haben Biss und sämtliche weiteren Zutaten wie das ultrazarte Schweinefleisch, das knackige Gemüse und das samtige Eigelb sind sorgfältig ausgewählt. Das schmeckt man.

Ramen Bar Zipang: Eppendorfer Weg 62 (Eimsbüttel)

3) Supa Panda Ramen

Warum serviert der chinesische Panda japanisches Essen? Wer weiß, der rennende Bär auf dem Logo jedenfalls verspricht rasante Bedie- nung. Und die Karte eine unglaubliche Vielfalt: Die berühmten Nudeln sind mit und ohne Brühe zu haben, Sushi in Varianten, die selbst Kenner überraschen, und Bowls in buntester Abwechs- lung. Besonderheit: japanische Reiskuchen, die nach grünem Tee schmecken.

Supa Panda Ramen: Weidestraße 129 (Barmbek) 

4) Takumi Ramen Station

Das kleine Restaurant versteckt sich im Souter- rain. Aber das passt zum Ambiente, das ange- lehnt ist an eine Izakaya, eine typische japanische Kneipe. Die Ramen sind wie sie sein sollten: Die Brühe, als Basis ist perfekt, großartige Nudeln und Beilagen, die durch ihren Eigengeschmack punkten und für sich stehen können. Fazit: Alle, die das japanische Nationalgericht lieben, werden auch das Takumi lieben.

Takumi: Große Rainstraße 20 (Ottensen)

5) Ume No Hana

Vietnam und Japan sind 4.000 Kilometer von- einander entfernt. In diesem Hamburger Restau- rant kommen sie sich näher: Hier steht neben dem japanischen Trend-Food Ramen auch deren vietnamesische Schwester Pho auf der Karte, die erstgenannte mit ihrem eher kräftigen, würzigen Geschmack, die zweite leichter und heller – eine so gut wie die andere.

 Ume no Hana: Thadenstraße 15 (St.Pauli)

 


Diese Topliste stammt aus dem Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN und ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


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Appetit auf mehr?

 

 

Top 10 – Wer backt Hamburgs beste Pizza?

Fluffig am Rand, der Boden dünn und mit herrlich fruchtiger Sugo bestrichen. Drauf kommt, was gefällt! Hier gibt’s die besten Pizzen der Stadt

 

Al Volo

 

Al-Volo_Pizza

 

Süditalienische Küche hat weitaus mehr zu bieten als die bekannten Klassiker: frittierte Risottobällchen zum Beispiel oder Bowls auf italienisch. Für Pizzas gilt dennoch: Spezielles Mehl kommt extra aus Italien nach Hamburg, ebenso wie Bresaola, der luftgetrocknete Rinderschinken.

Al Volo: Eppendorfer Weg 211 (Eimsbüttel), Telefon 43 27 59 24, Mo–So 12–23 Uhr

 

Bistro Italia

 

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Foto: Lukas Bato via Unsplash

 

Für Eppendorf untypisch: klein, bescheiden und erschwinglich. Dafür typisch italienisch: grün­weiß­-rotes Lebensgefühl und die Überzeugung, dass gutes Essen unverzichtbar ist. Hier werden die Teigfladen traditionell mit Tomatensugo bestrichen und reich­haltig belegt. Besonders beliebt: Pizza zum Mitnehmen – sonntagabends ist satt werden allerdings nur per Vorbestellung möglich.

Bistro Italia: Tarpenbekstraße 49 (Eppendorf), Telefon 28 78 27 60, Mo–Fr 12–22.30, Sa+So 15–23 Uhr

 

Die Pizzeria König

 

 

Die Auswahl an erlesenen Pizzakreationen wird bei Königs nur noch übertroffen vom ausgesuchten Weinangebot: In weiß, rot und rosé wird er aus nam­haften Anbaugebieten importiert, dem Piemont und der Lombardei, aber auch aus Sizilien und Kalifornien. Typisch Italienisches wie Pasta, Salate und Desserts sowie spezielle Kinderpizzas passen perfekt in den Stadtteil.

Die Pizzeria König: Bahrenfelder Straße 98 (Ottensen), Telefon 41 35 88 77, Mo–Sa 11.30–23.30, So 15–21 Uhr

 

Henry likes Pizza

 

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Foto: Henry likes Pizza

 

Til Schweigers Anwesen auf Mallorca hatte regelmä­ßig einen ungebetenen Gast: einen Esel namens Hen­ry, der gern vorbeischaute, wenn’s Pizza gab. So kam des Schauspielers zweites Hamburger Lokal zu seinem Namen, in dem man neben Henrys Lieblingsgericht auch Vorspeisen, Salate, Pasta, hausgemachte Mandelkekse und spanisches Eis probieren kann.

Henry likes Pizza: Papenhuder Straße 49 (Uhlenhorst), Telefon 24 89 92 00, Di–Do+So 17–23, Fr–Sa 17–0 Uhr

 

Pizza Social Club

 

 

Für den perfekten Genuss sorgt hier ein Gasofen, in dem die Pizzas ihren besonderen Geschmack be­kommen. Besonderheiten: Hier gibt es auch Burrata statt Mozzarella und Trüffel anstelle von Champignons. „Social“ ist hier wörtlich gemeint: viele Gäste, jede Menge Kontakt und keine Reservierungen. Süßes Special: Nutella­Pizza.

Pizza Social Club: Mühlenkamp 29 (Winterhude), Mo–Mi 11.30–23, Do–Fr 11.30–24, Sa 12–24, So 12–23 Uhr

 

ROK – Rock Our Kitchen

 

 

Hier geht beides: Sich vom Vorschlag auf der Karte überzeugen lassen, oder eine Pizza individuell zu­sammenzustellen. Ungewöhnliche Kombinationen und fantasievolle Ideen sind hier angesagt. Das gilt auch für Bowls, die beispielsweise Gojibeeren mit Granatapfelkernen und schwarzem Sesam zusammenführen.

ROK – Rock Our Kitchen: Lilienstraße 9 (Altstadt), Telefon 30 76 74 41, Di– Fr 11.30–23, Sa 13–23 Uhr

 

Sardegna Ristorante Paolino

 

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Foto: Aurelien Lemasson Theobald via Unsplash

 

Früher saß man bei Paolino an der malerischen Außenalster. Heute bietet der berühmte Hamburger Italiener seine Köstlichkeiten im Stadtinneren an. Gleich geblieben ist ein toller Service und die kundigen Empfehlungen bei der Wahl des Weins. Die Pizza liefert hier nur einen von vielen italienischen Momenten.

Sardegna Ristorante Paolino: Hudtwalckerstraße 16 (Winterhude), Telefon 33 98 30 18, Di–So 12–15 und 17.30–22 Uhr

 

Teigfabrik

 

 

Der Name ist wörtlich gemeint: Hier wird nur der Teig fabriziert, der Belag bleibt Sache des Gastes – aus einer großen Auswahl zwischen Anchovis und Zwie­beln. Sogar Basilikum und Oregano können eigen­händig geerntet und dosiert werden. Eindeutig für Liebhaber von dünnem knusprigen Pizzaboden!

Teigfabrik: Jarrestraße 57 (Winterhude), Telefon 17 28 44 88 77, Mo–Fr 12–15 und 17.30–22, Sa+So 16–22 Uhr

 

Vistro

 

 

Hamburgs erste vegane Pizzeria hat nicht nur die runden Lieblinge auf der Karte, auch italienische Klassiker, neu interpretiert und ganz ohne tierische Inhaltsstoffe: Pastagerichte mit Mandelsahne als Käseersatz und Pizza, die im Steinofen gebacken wird – mit knusprig­zartem Boden und viel frischem Gemüse. Der wunderbar cremige Mozzi auf der Mozart­-Pizza ist aus Cashewnüssen.

Vistro: Bramfelder Chaussee 265 (Bramfeld), Telefon 64 21 70 30, Di–So 12–22 Uhr

 

ZweiPunktNull

 

 

Eine neue Generation backt sich hoch in der Pizza­welt. In Zahlen: Der Teig kommt erst in den Kuppel­ofen, nachdem er 48 Stunden geruht hat, dann braucht er maximal 90 Sekunden bei 480 Grad. Das Spektrum reicht von Klassikern bis Avantgarde, von teuflisch peperoni­-scharf bis zur „Pizza Pink“ mit Honig­-Himbeer­-Dressing.

ZweiPunktNull: Friedensallee 20 (Ottensen), Telefon 34 96 74 66, Mo–Fr 12–15 und 17–22, Sa+So 16–22 Uhr


 SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN 2020. Das Magazin ist seit dem 3. April 2020 im Handel und auch im Online Shop erhältlich! 

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Bestes Restaurant in der Kategorie International: Salt & Silver

Lateinamerikanisches Soulfood: Das Salt & Silver Restaurant ist Testsieger in der Kategorie International

 

Text: Hannah Stollmeyer

Während wir an unseren spritzigen Cozy Nights aus Crémant, Apfelsaft, Zimt und Hibiskus (7 Euro) nippen, erklärt uns die freundliche Bedienung, dass das Salt & Silver eine neue Karte habe. Spoiler-Alarm: Das Restaurant direkt über dem Hafen hat immer noch eine der besten lateinamerikanischen Küchen Hamburgs. Mit feinsten regionalen und saisonalen Produkten bereitet das junge, hippe Team eine köstliche Ceviche aus rohem Adlersch (16 Euro) mit reifer Avocado und fruchtiger Mandarine für uns zu.

Mindestens genauso gut schmeckt die geräucherte Lachsforelle mit Forellenkaviar, Avocado und Chili-Öl auf hausgemachter Maistortilla (15,50 Euro). Doch dann geht es erst richtig los. Für unsere Tacos de Pescado (ab 2 Personen 42,50 Euro) sammeln sich mehr und mehr Schälchen mit Soßen und frischen Zutaten um einen knusprig gebratenen Loup de Mer, der Catch of the day.

Dazu bekommen wir einen Korb mit warmen Tortillas, kleinen Teigfladen aus Maismehl, die wir nach Belieben mit Fisch, Korianderreis, milder Salsa Roja, Zwiebeln und Limettensaft befüllen und so unsere Tacos selbst kreieren. Am meisten überrascht und begeistert uns die Salsa Matcha auf Rapsöl-Basis mit geröstetem Sesam, Pinienkernen, Hasel- und Walnüssen und getrockneten Chilis – geschmacklich ist sie leicht rauchig und scharf, nussig und fruchtig.

Wir haben viel Spaß dabei zu sehen, wer es schafft mehr Zutaten gleichzeitig unterzubekommen und die aufmerksame Bedienung versorgt uns stetig mit frischen Tortillas, um neue Taco-Variationen auszuprobieren. Schweren Herzens und vollen Magens müssen wir leider irgendwann aufgeben. Am Ende überzeugt uns die neue Karte absolut. Wie gesagt, Spoiler-Alarm: Hier schmeckt es super!

Salt & Silver 
St. Pauli Hafenstraße 136-138 (St. Pauli),
Di–Sa 18–1 Uhr (Küche bis 22 Uhr) 

 


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Bestes Restaurant in der Kategorie Gourmet: Wolfs Junge

Durchdacht, nicht verkopft: Das Wolfs Junge ist Testsieger in der Kategorie Gourmet

 

Text: Stevan Paul

Auf einem Kasten-Tray aus weichem Holz ist buntes Essiggemüse in einer rauen Tonschale angerichtet, begleitet von gehobeltem Entenschinken und Scheiben einer filigranen Roulade vom Hahn auf Porzellan – getoppt mit gebackenen Hahnenkämmen. Der Gruß aus der Küche mutet an wie ein winterliches Bento aus der Tradition der japanischen Kaiseki-Küche, in der die Speisen selbst, wie auch das ausgesuchte Geschirr und die Präsentation, von den Jahreszeiten erzählen.

Wir sitzen in einem jener jungen Restaurants, die Hamburg mittlerweile in Vielzahl kulinarisch prägen: dankenswerter Weise denken immer mehr Köche neuer Generation bewusst regional und saisonal, ohne sich dabei in ihrer Kreativität ausgebremst zu sehen. Das beweist an diesem Abend im gradlinig designten Wolfs Junge auch der nächste Gang: auf dem Grund einer Schale findet sich hausgemachter Seitan auf cremigem Kartoffelpüree, genial begleitet von knackig kühlen Forellen-Kaviar-Perlen und einem bei Niedrigtemperatur gegarten Onsen Ei, mit typisch cremiger Struktur.

Kürbis, Zucchini, Fenchel und vieles mehr: Spitzenkoch Sebastian Junge baut das Gemüse für Wolfs Junge selbst an (Bild: Mareike Suhn)

Die Küche im Wolfs Junge scheint grenzenlos, wie die folgenden Gänge zeigen. Etwa beim durchscheinend pointiert gegarte Stück vom Kabeljau, in süffiger Beurre Blanc Sauce mit Salz-Zitrone, fermentierten und frisch gehobelten Pilzen. Oder dieser unglaubliche Nose-to-tail-„Zwischengang“: hausgemachte Blutwurst mit Apfel und Senfsaat, die Blutwurst fein gewürzt, mit fleischigen Stücken von Zunge und Herz. Es geht, auch bei diesen beiden Tellern des von uns gewählten 5-Gang-Menüs (65 Euro), um eine Grundhaltung: alles wird verwertet, alles ist von Wert. Es ist eine Küche, in der man verstanden hat, dass Kochen auf dem Feld beginnt, im Stall. Der Bauer, der Fischer, der Jäger sind wichtig.

Dabei ist man im Wolfs Junge leiser als in vergleichbaren Restaurants in Hamburg und Berlin. Angenehm unaufdringlich und beiläufig wie der aufmerksame Service selbst werden hier die Werte des Teams um Sebastian Junge erst mal über Handwerk und Können vermittelt. Wer hinhört und nachfragt, kann aber viel lernen – über Erzeuger, Lieferanten und Wertschätzung. Dann erfährt man auch, wo das Teriyaki-Style geschmorte Huhn zum Gua Bao-Dampfbrötchen herkommt. Der Taiwanesische Klassiker wird hier mit koreanisch inspiriertem, wunderbar mildem Kimichi aus heimischen Gemüsen serviert.

Wie das gepickelte und fermentierte Gemüse zum Auftakt kommen auch diese von Biobetrieben aus dem nahen Hamburger Umland – und einer eigenen Gartenparzelle in Ochsenwerder. Dort baut Junge selbst Gemüsesorten nach biologisch-dynamischem Prinzip an. Zum Highlight des Abends gerät das butterzart gegarte Schwein vom Demeter Hof Klostersee in Grömlitz: ein saftiges Referenz-Schwein, an dem sich künftige Zubereitungen werden messen müssen.

Die formidable Weinbegleitung (44 Euro) macht den Abend rund wie der Streifen Dessertkuchen zum Abschluss, eine feine Schnitte aus Biskuit mit eingemachten Beeren und Holundercreme, dazu herb-säuerliches Rote-Bete-Sorbet. Still und leise hat sich Wolfs Junge seit der Eröffnung im Sommer 2018 zur Top-Adresse in Sachen hyperregionaler und nachhaltiger Genusskultur entwickelt, lässig und kreativ!

Am 14.7.2020 wird das Wolfs Junge nach längerer Pause wieder eröffnet!

Wolfs Junge 
Zimmerstraße 30, (Uhlenhorst),Telefon 040 20 96 51 57,
Di–Fr 12–14.30, Di–Sa 18–23 Uhr, (Küchenannahme bis 21 Uhr)

 


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Meet The Resident – Wrangel

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Resident-DJs vor, diesmal: Wrangel, 25 (Symbiosis) – präsentiert von Hamburg Elektronisch.

 Interview: Louis Kreye & Jean Djaman

 

SZENE HAMBURG: Dein Sound?

Techno mit Trance-, Hypno-, EBM- und Acid-Einflüssen.

Wie lautet die schrecklichste Gastfrage, die du mal bekommen hast?

Dieses mit der Handynotiz vor den Decks rumfuchteln.

Was war dein bisher größter Moment als DJ?

Das war das PAL-Debüt Anfang des Jahres. Aliha und ich haben das Closing gespielt und es ist nochmal richtig voll geworden. Es waren viele Freunde da, die alle mit uns diesen Moment gefeiert haben.

Welche ist für dich die Platte des Monats?

„Body changes are natural“ auf Mama told ya und natürlich die OHNED001 (auch wenns keine Platte ist).

Auf wen sollte man momentan ein Auge haben?

Aliha, aitch, Lucinee, Lifka, Vuuduu, Obverso und blutrot.

Hamburgs Stärken?

Die Szene ist noch recht klein und man hat schnell die Möglichkeit aktiv daran mitzugestalten.

Und die Schwächen?

Es gibt kaum Auswahl was die Clubs angeht und dadurch oft wenig Platz für Neues.

 

Hört hier ein aktuelles Set von Linus


Szene_Juli_2020_Cover SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juli 2020. Das Magazin ist seit dem 27. Juni 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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