Meßmer Momentum: Teehaus muss schließen

Das beliebte Tee-Erlebniszentrum in der HafenCity stellt seinen Betrieb bis Ende März 2021 ein. Der Grund für die Schließung sind die anhaltenden Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen.

Der Betreiber des Meßmer Momentum, die Laurens Spethmann Holding, erklärte die Schließung damit, dass das Teehaus aufgrund der erneuten Einstellung des Betriebes im Lockdown light und absehbarer auch längerfristiger Auswirkungen wirtschaftlich nicht mehr tragbar sei.

„Mit großem Bedauern haben wir uns dazu entschieden, das Meßmer Momentum bis Ende März 2021 zu schließen“, so das Unternehmen in einem Statement im Hamburger Abendblatt. Den 21 Beschäftigen des beliebten Teehauses, die sich bereits in Kurzarbeit befinden, steht damit die Kündigung bevor.

 

Aus für das beliebte Tee-Erlebniszentrum in der HafenCity

 

Das Meßmer Momentum bestand elf Jahre lang als Tee-Erlebniszentrum am Kaiserkai in der HafenCity. Zu den über 250 Teesorten konnten hier auch Kuchen, Sandwiches und Gebäck verköstigt werden. Außerdem gehörten Tee-Schulungen und verschiedene Events sowie ein Shop mit den hauseigenen Marken zum Programm des Teehauses.

 

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Bar war gestern: Lidl-Kampagne empört Gastronomie

Eine Jobkampagne des Lebensmittel-Discounters brüskiert aktuell Barbesitzer und Gastronomen. Mit dem Slogan „Bar war gestern“ warb Lidl auf seinen Social-Media-Kanälen um neue Mitarbeiter.

Dieser offensive Aufruf zum Branchenwechsel führte umgehend zu Verärgerung in der Gastro-Szene, die sich vor allem über das Timing beschwert: „Unsensibler geht es nicht. Gerade in dieser Zeit, wo jeder Unternehmer der Gastrobranche alles tut, um seine Mitarbeiter zu halten, ist die Kampagne von LIDL ein absolutes No-Go“, empört sich die Initiative Leere Stühle über die Kampagne, die dazu aufrufe der gebeutelten Gastronomie den Rücken zu kehren.

 

 

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Wachsende Unsicherheit durch den Lockdown light

 

Mitten im Lockdown light haben Mitarbeiter des Gastgewerbes mit wachsender Unsicherheit zu kämpfen, denn trotz Kurzarbeitergeld ist die Zukunft ihrer Arbeitsplätze häufig ungewiss. Bars und Restaurants bleiben mindestens bis zum Jahresende geschlossen, ein Verlängerung des Lockdowns ist aufgrund anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen nicht unwahrscheinlich.

Die Initiative Leere Stühle ist eine Aktion von Gastronomen, Hoteliers und Veranstaltern in Deutschland, die seitens der Bundesregierung eine feststehende Entschädigungsregelung der Branche sowie Festlegungen zur Existenzsicherung fordert.

Lidl reagierte auf die Kritik an der„Bar war gestern-Kampagne mit der Löschung des Aufrufs. Eine Entschuldigung an die gebeutelte Gastronomie erfolgte seitens des Discounters bislang nicht.

 

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Planetarium: Direktor Thomas W. Kraupe feiert Jubiläum

Planetarium-Direktor Prof. Thomas W. Kraupe im Interview zum 20-jährigen Dienstjubiläum über „eine schlafende Prinzessin“, den Umbau des Hauses und weitere große Pläne

 Interview: Erik Brandt-Höge

 

Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetarium Hamburg

Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetarium Hamburg (Foto: Wolfgang Koehler)

SZENE HAMBURG: Prof. Thomas W. Kraupe, erstmal herzlichen Glückwunsch zum Direktoren-Jubiläum! Erinnern Sie sich noch an Ihre Hauptziele, als Sie vor 20 Jahren Ihre Arbeit im Planetarium begannen?

Prof. Thomas W. Kraupe: Auf jeden Fall! Eines meiner Hauptziele war es, den monumentalen Wasserturm weiter zu erschließen. Das Gebäude, diese „Kathedrale des Kosmos“, erschien mir damals wie eine schlafende Prinzessin und der Wassertank ganz oben wie eine echte Schatzkammer. Es gab da Räume hinter Türen, die die Öffentlichkeit noch gar nicht kannte. Ich dachte: „Da kann man ja noch richtig viel gestalten!“ Immerhin haben wir mittlerweile auch gut die Hälfte des Turms erschlossen, auf den neuesten Stand gebracht und sogar angebaut.

Was zählte denn in den ersten Jahren zu Ihren größten Erfolgserlebnissen?

Nachdem ich mir ein gutes Netzwerk geschaffen hatte, um stark genug zu sein, wirklich etwas zu bewegen, stellten sich bald einige Erfolge ein. Zum Beispiel, was die Öffnung des Hauses betraf. Bis 2000 war das Planetarium nur mittwochs, freitags und sonntags geöffnet. Einzig Schulklassen kamen an jedem Werktag vormittags rein. Es hieß dazu, dass die Hamburger samstags nicht ins Planetarium gehen würden. Doch tatsächlich wurde der Samstag dann rasch der wichtigste Besuchstag für uns. Wir haben den Spielplan erweitert und mehr Veranstaltungen aufgenommen, insbesondere auch mehr für Familien und Kinder getan. Unser neues Ziel musste es sein, über die Hobby-Astronomen hinaus möglichst viele Menschen für das Planetarium zu gewinnen – und das ist uns durch das breitere Angebot auch schnell gelungen. Zudem konnten wir nach einer ordentlichen Gebäudeanalyse und viel Planung bereits 2002 den ersten Umbau des Hauses starten. Dabei haben wir mit neuer Digitaltechnik das Planetarium geradezu revolutioniert.

 

Durch Raum und Zeit

 

Was war in Ihren Augen der Kern dieser Revolution?

Ich denke, es war und ist die inhaltliche und technische Weiterentwicklung des Planetariums zu einem eindrucksvollen „Rundumtheater”. Als „Unendlichkeitsraum” führt es die Wahrnehmung und Gedanken der Besucherinnen und Besucher durch Raum und Zeit, mitten hinein in das kosmische Geschehen und vermag wie kein anderes Theater die ganz großen Zusammenhänge und Geschichten unserer Existenz zwischen Urknall und Ewigkeit erlebbar zu machen. Durch vielfältige neue Brückenschläge zwischen Wissenschaft, Kunst und Kultur konnten wir den Besuchern dabei ganz neue Blickwinkel auf unsere Welt und das Weltall eröffnen. Und unser Angebot wurde mehr als gut angenommen: Die Besucherzahl hat sich kurz darauf verdreifacht.

Wird Ihnen neben dem sehr speziellen, weil sehr schwierigen Jahr 2020 noch ein weiteres Jahr in Ihren ersten 20 Direktoren-Jahren besonders in Erinnerung bleiben?

Sicherlich das Jahr 2004, gleich nach der ersten Modernisierungsphase. Es gab damals einen riesigen Ansturm aufs Planetarium. Ein Wahnsinns-Erfolgsjahr, das uns zeigte, dass wir Herz und Verstand der Besucherinnen und Besucher gleichermaßen erreicht haben mit unserem neuen Konzept.

Gibt es auch etwas, das Sie unbedingt noch schaffen wollen, und womit sich Ihre anfänglichen Ziele vollends erreichen ließen?

Wenn wir auch den oberen Gebäudeteil mit dem Wasserkessel erschließen und die Sammlung von Aby Warburg wieder ins Haus holen könnten, so wäre mein großer Traum von damals, 2000, voll erfüllt. Das stoße ich auch gerade an, es gibt schon Pläne der Architekten, und demnächst wollen wir das Vorhaben Förderern und Stiftungen, Bund und Ländern vorstellen. Es wäre ein großer Wurf für das Haus, wenn das gelingen würde – sogar von internationaler Bedeutung.

planetarium-hamburg.de


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Im Test: Grundkiste vom 100/200

Im Lockdown light wird besonders die Gastronomie erneut auf die Probe gestellt und antwortet mit viel Kreativität. Das Ergebnis: tolle To-go-Angebote und At-Home-Boxen. Diesmal haben wir die Grundkiste Hamburg der 100/200 Kitchen ausprobiert.

 

Die Bestellung

  • Restaurant: 100/200 Kitchen
  • Bestellung: Grundkiste Hamburg
  • Personenanzahl: Nicht eindeutig
  • Preis: 90 Euro

 

So kommt die Grundkiste vom 100/200 an

Wer wie Sternekoch Thomas Imbusch eng mit Landwirten, Fischern und Erzeugergemeinschaften zusammenarbeitet, weiß die Qualität ihrer Produkte und die harte Arbeit, die dahinter steckt, zu schätzen. Wenn die Profiküchen allerdings kalt bleiben, bleibt die Frage, wer ihnen die Produkte abnimmt. Die Idee hinter der sogenannten Grundkiste der 100/200 Kitchen ist so einfach wie genial: Der Erzeuger bleibt nicht auf dem Trockenen sitzen, der Koch kann seine Mitarbeiter bezahlen und die Gäste kommen weiterhin in den Genuss der viel gelobten Küche von Thomas Imbusch. Das berichtet mir der junge Service-Mitarbeiter vor meiner Wohnungstür, der in der Zeit des Lockdowns mit dem Firmenwagen an die 200 Kartons pro Monat voll Leckereien durch die Gegend fährt und den Kunden für ihre Unterstützung dankt.

Die Bestellung der Grundkisten, die über das Reservierungssystem Tock abgewickelt wird, ist einfach und unkompliziert. Für die Lieferung werden 15 Euro veranschlagt, wobei eine Abholung ebenfalls möglich wäre. Für mich keine Option, da ich weder ein Auto besitze, noch im Umkreis des Restaurants wohne. Eine Zusammenarbeit mit dem Elektro-Shuttleservice Moia sei im Gespräch gewesen, erzählt der Service-Mitarbeiter, jedoch an deren Preisangebot gescheitert.

 

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Pesto, Pastrami, Fischklöße: Das 100/200 verarbeitet Top-Zutaten von lokalen Erzeugern (Foto: Szene Hamburg)

 

Das ist in der Box drin und so wird es zubereitet

Erster Eindruck: Da hat sich jemand sehr viel Mühe gemacht. Das liebevoll zusammengestellte Rundum-sorglos-Paket für’s ganze Wochenende mit handgeschriebenen Zettelchen, mehreren Gläschen mit appetitlich aussehenden Inhalten (Pesto, Pastrami, Quarkbutter, Wildleberwurst, etc.), in Beuteln vakuuminierten Suppen, Klößen und Braten, einem Sauerteigbrot und einem vom Koch persönlich unterschriebenen Brief hat etwas sehr Erbauliches. Die mitgelieferte Anleitung für Freitag, Samstag und Sonntag ist verständlich, einfach gehalten und passt auf ein Blatt Papier. Das gefällt mir, da wird nicht lange geschwafelt und man kann sofort aktiv werden.

Am Freitag schneidet man einen Beutel mit Suppe und einen Beutel mit Fischklößen auf – fertig. Am Samstag schraubt man die Gläser auf und schiebt das Brot ein paar Minuten in den Ofen – fertig. Am Sonntag schneidet man den Beutel mit dem Sauerbraten auf und kocht eventuell noch ein paar extra Kartoffeln dazu – fertig. Man kann (fast) nichts falsch machen – außer vielleicht die Suppe zu lange auf dem Herd stehen zu lassen.

 

Einfach, aber oho

Bei aller Einfachheit überzeugen die Qualität und der Geschmack der Produkte durchweg. Die Fischklöße von der traditionsreichen Fischereiwirtschaft Reese etwa sind vollmundig und saftig, das hausgemachte Pesto ist unglaublich frisch und aromatisch, das Schnittlauchöl ein echter Hingucker und der Sauerbraten, der durch die mehrtägige Marinierzeit so zart ist, dass er auf der Zunge zergeht, hat eine feine, sehr erfrischende Säure.

 

Eine Empfehlung wert?

Die Grundkiste der 100/200 Kitchen ist zweifellos ein heißer Tipp. Warum? Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Man kann nur erahnen, wie viel zusätzliche Arbeit in das Einkochen, Einlegen, Passieren, etc. der verschiedenen Top-Zutaten gesteckt wurde. Die Zubereitung in der eigenen Küche stellt kaum einen Aufwand dar. Da alles schön eingeschweißt und verschraubt ist, muss man sich nicht auf den Tag genau an die Anleitung halten. Und: Die Auswahl ist bodenständig und bedient alle Geschmäcker.

Zwei Minuspunkte gibt es aber doch noch: Nirgendwo auf der Website wird darauf hingewiesen, dass die Kisten eigentlich nichts für Vegetarier sind. Muss ja auch nicht, aber ein Hinweis wäre schon schön. Außerdem ist unklar, für wie viele Personen die Gourmet-Box gedacht ist. Für zwei Personen reicht es allemal, zum Abendbrot am Samstag kann man sich sogar noch ein, zwei Freunde nach Hause einladen.

/JS

 

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Verkaufsoffene Samstage: Hamburger Kinos unterstützen

Die Kinos sind für unbestimmte Zeit im zweiten Lockdown. Damit sie die schwere Zeit unbeschadet überstehen, könnt ihr sie mit dem Kauf von Kinogutscheinen oder Dauerkarten unterstützen. Einen hübschen Kinokalender gibt es gratis dazu.

 

Verkaufsoffene Samstage im Dezember

Da die Kinos mit großer Wahrscheinlichkeit auch im Dezember vom Teil-Lockdown betroffen sein werden, planen sie zwei gemeinsame verkaufsoffene Samstage: Am 5.12. und 12.12. jeweils 14 bis 17 Uhr werden die Kinos ihre Ticketkassen vor Ort öffnen und Geschenkgutscheine, Dauerkarten, Popcorn und andere Adventsüberraschungen bereithalten. Die teilnehmenden Kinos werden diese Aktion auf ihrer Homepage bekannt geben.

 

Hamburger Kinokalender

Kinokalender_2021

Der Hamburger Kinokalender 2021

Die Hamburger Kinolandschaft wird erstmals in einem Jahreskalender fotografisch dargestellt. Die Präsenz des Ortes Kino wird auf diese Weise ganzjährig in viele Wohnzimmer, Küchen oder Büroräume getragen. Im Fokus stehen dabei nicht nur Kinosäle, sondern auch die Außenfassade, das Kinofoyer oder Detailobjekte, die die Individualität des einzelnen Kinos herausstellen. Der Kalender in Postkartengröße ist ab dem 5. Dezember in allen teilnehmenden Kinos bei einem Kauf von Kinogutscheinen oder anderen Ticketangeboten des jeweiligen Kinos kostenfrei erhältlich. /NF 

 

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Corona in Hamburg: Aktuelle Entwicklungen

Hier fassen wir für euch die aktuellen Entwicklungen und geltenden Corona-Regelungen für Hamburg zusammen.

 

Mittwoch, 02. Dezember 2020

In Hamburg wurden 326 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 93,8 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 329 Menschen stationär behandelt.

 

Dienstag, 01. Dezember 2020

In Hamburg wurden 289 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 95,7 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 320 Menschen stationär behandelt.

 

Montag, 30. November 2020

In Hamburg wurden 150 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 101,1 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 312 Menschen stationär behandelt.

 

Freitag, 27. November 2020

In Hamburg wurden 252 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 116,3 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 309 Menschen stationär behandelt.

 

Donnerstag, 26. November 2020

In Hamburg wurden 360 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 122,1 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 314 Menschen stationär behandelt.

 

Mittwoch, 25. November 2020

In Hamburg wurden 363 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 137,9 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 312 Menschen stationär behandelt.

Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten haben sich beim Corona-Gipfel auf folgende Maßnahmen geeinigt:

  • Kneipen, Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sollen zunächst bis zum 20. Dezember geschlossen bleiben
  • Der Groß- und Einzelhandel bleibt geöffnet, allerdings mit Maskenpflicht vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen
  • In Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern soll sich höchstens eine Person je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten. Bei Geschäften, die größer sind, darf auf die zusätzliche Fläche dann höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche kommen.
  • Private Zusammenkünfte sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt und in jedem Fall auf fünf Personen zu beschränken
  • Das Silvesterfeuerwerk auf belebten Plätzen und Straßen wird untersagt
  • Maskenpflicht im Unterricht ab der 7. Klasse, abhängig von den regionalen Corona-Zahlen

 

Dienstag, 24. November 2020

In Hamburg wurden 392 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 131,7 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 311 Menschen stationär behandelt.

 

Montag, 23. November 2020

In Hamburg wurden 237 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 133,4 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 320 Menschen stationär behandelt.

 

Freitag, 20. November 2020

In Hamburg wurden 362 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 139,4 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 315 Menschen stationär behandelt.

 

Donnerstag, 19. November 2020

In Hamburg wurden 659 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 148,5 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 310 Menschen stationär behandelt.

 

Mittwoch, 18. November 2020

In Hamburg wurden 246 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 148,5 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 311 Menschen stationär behandelt.

 

Dienstag, 17. November 2020

In Hamburg wurden 424 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 156,4 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 306 Menschen stationär behandelt.

  • In Hamburg gelten die Kontaktbeschränkungen von maximal zehn Menschen aus zwei Haushalten nun auch explizit in Fahrzeugen. Bei Versammlungen ab 100 Teilnehmenden müssen Masken getragen werden.

 

Montag, 16. November 2020

In Hamburg wurden 185 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 156,3 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 273 Menschen stationär behandelt.

 

Freitag, 13. November 2020

In Hamburg wurden 535 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 167,9 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 282 Menschen stationär behandelt.

 

Donnerstag, 12. November 2020

In Hamburg wurden 660 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 165,3 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 292 Menschen stationär behandelt.

  • Der Hafengeburtstag 2021 ist abgesagt. Das teilte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann heute mit. Die Pandemieentwicklung sei zu unklar, um ein Event mit einer Million Besuchern durchzuführen.

 

Mittwoch, 11. November 2020

In Hamburg wurden 396 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 164,5 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 283 Menschen stationär behandelt.

 

Dienstag, 10. November 2020

In Hamburg wurden 422 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 164,1 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 264 Menschen stationär behandelt.

  • In der heutigen Landespressekonferenz gab Sozialsenatorin Melanie Leonhard bekannt, dass zur Entlastung der Gesundheitsämter eine “Task Force” aufgebaut werde. In der neuen Zentrale in Wandsbek sollen langfristig bis zu 250 Mitarbeiter an der Kontaktnachverfolgung arbeiten.

 

Montag, 09. November 2020

In Hamburg wurden 298 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 165,9 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 240 Menschen stationär behandelt.

 

Freitag, 06. November 2020

In Hamburg wurden 485 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 153,0 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 235 Menschen stationär behandelt.

 

Donnerstag, 05. November 2020

In Hamburg wurden 647 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 149,1 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 227 Menschen stationär behandelt.

 

Mittwoch, 04. November 2020

In Hamburg wurden 388 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 135,5 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 222 Menschen stationär behandelt.

 

Dienstag, 03. November 2020

In Hamburg wurden 456 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 136,4 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 204 Menschen stationär behandelt.

  • Die öffentliche Maskenpflicht wurde auf weitere Plätze und Straßen ausgeweitet. Diese 15 Orte sind dazugekommen: Ottenser Hauptstraße, Muharrem-Acar-Brücke (ZOB), das Umfeld des Bahnhofs Altona, Kirchenallee, Heidi-Kabel-Platz, Hachmannplatz, Steintordamm, Steintorwall, Mönckebergstraße, Spitalerstraße, Straße Barkhof, Gerhard-Hauptmann-Platz, Ida-Ehre-Platz, Lange Mühren, BergstraßeMehr Infos zu Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen findet ihr unter hamburg.de/coronavirus/aktuelles

 

Montag, 02. November 2020

In Hamburg wurden 251 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 128,2 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 163 Menschen stationär behandelt.

 

Freitag, 30. Oktober 2020

In Hamburg wurden 410 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 121,8 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 150 Menschen stationär behandelt. Ab 13:00 Uhr informiert Senat in einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage:

 

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Die Zahl der Neuinfektionen ist leicht gesunken, die Inzidenz allerdings gestiegen: In Hamburg wurden 390 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 119,2 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 148 Menschen stationär behandelt.

 

Mittwoch, 28. Oktober 2020

In Hamburg wurden 404 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 113,2 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 149 Menschen stationär behandelt.

Nach der heutigen Bund-Länder-Konferenz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verkündet. Ab Montag, 02.11. gelten bundesweit folgende Beschränkungen:

  • Gastronomie, Bars und Clubs müssen schließen
  • Freizeit-Veranstaltungen werden abgesagt.
    Auch Theater, Opern oder Konzerthäuser müssen schließen
  • Es dürfen sich maximal 10 Personen aus zwei Hausständen treffen
  • Schulen und Kitas sollen offen bleiben
  • Freizeit- und Amateursportbetriebe müssen schließen
  • Profisport soll ohne Zuschauer stattfinden. Das gilt auch für die Fußballbundesliga
  • Die Regeln sollen ab Dezember wieder gelockert werden

 

Dienstag, 27. Oktober 2020

In Hamburg wurden 300 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 102,5 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 140 Menschen stationär behandelt.

 

Montag, 26. Oktober 2020

In Hamburg wurden 339 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 97,5 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 105 Menschen stationär behandelt.

 

Freitag, 23.10.2020

Die Zahl der Corona-Infektionen hat erneut einen Rekord erreicht: In Hamburg wurden 360 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 75,1 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 92 Menschen stationär behandelt. In einer Pressekonferenz informierte der Senat über folgende Beschlüsse:

  • Der Winterdom ist abgesagt
  • Ab Montag gilt eine Begrenzung von privaten Feierlichkeiten auf 10 Personen und 2 Haushalte (Für Patchwork-Familien gilt eine Ausnahmeregelung)
  • Nach wie vor gilt die Sperrstunde von 23 bis 5 Uhr in allen gastronomischen Betrieben. Hinzu kommt ab Montag ein Alkoholausschankverbot von 5 bis 10.00 Uhr, um „Frühclubs“ zu verhindern.

Die gesamte Pressekonferenz könnt ihr hier sehen:

 

Donnerstag, 22.10.2020

Die Zahl der Corona-Infektionen hat einen neuen Rekord erreicht: In Hamburg wurden 276 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 64,6 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zur Zeit werden 79 Menschen stationär behandelt.

 

Mittwoch, 21.10.2020

Die Zahl der Corona-Infektionen ist in Hamburg ähnlich hoch wie gestern: Heute wurden 201 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz liegt damit bei 58,9 Fällen pro 100.000 Einwohner (in 7 Tagen). Zur Zeit werden 72 Menschen stationär behandelt.

  • Gesundheitsminister Jens Spahn ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der CDU-Politiker begibt sich in Quarantäne.

 

Dienstag, 20.10.2020

Die Zahl der Corona-Infektionen ist erneut stark angestiegen: Heute wurden 204 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz liegt nun bei 55,4 Fällen pro 100.000 Einwohner.

In einer Pressekonferenz informieren Bürgermeister Peter Tschentscher, Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard und Innensenator Andy Grote über die aktuelle Lage:

 

Montag, 19.10.2020

Hamburg überschreitet 50er-Warnwert: Die Gesundheitsbehörde meldet 93 Neuinfizierte. Damit steigt die Anzahl der Neuinfektionen auf 50,6 Fälle pro 100.000 Einwohnerin den letzten sieben Tagen. Bund und Länder hatten letzte Woche beschlossen, dass schärfere Regeln greifen müssen, wenn dieser Grenzwert in Regionen überschritten wird. Dazu gehört, dass privaten Feiern auf maximal zehn Teilnehmer aus höchstens zwei Hausstände begrenzt werden. Eine Sperrstunde für die Gastronomie gilt in Hamburg bereits seit Samstag.

 

Sonntag, 18.10.2020

Heute wurden 162 Neuinfektionen gemeldet. Der Inzidenzwert (Infektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen) liegt somit bei 49,8. Ab einem Inzidenzwert von 50 sollen schärfere Regelungen greifen (siehe unten).

 

Freitag, 16.10.2020

  • In Hamburg gilt ab morgen (Samstag, 17.10.2020) zwischen 23 und 5 Uhr eine Sperrstunde für Gaststätten sowie ein Alkoholverkaufsverbot.
  • Auf privaten Feiern, die drinnen stattfinden, sind bis zu 15 Personen erlaubt. Außerhalb der eigenen Wohnung sind Treffen mit bis zu 25 Menschen erlaubt.
  • Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze sind im Freien mit bis zu 100 Teilnehmern und in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 Teilnehmern zulässig.

Zusätzlich wird empfohlen, körperliche Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Seit gestern wurden 160 weitere Neuinfektionen in Hamburg gemeldet. Damit gibt es in Hamburg 42,2 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Ab 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern gelten stärkere Beschränkungen (siehe unten).

Aktuelle Zahlen im Überblick findet ihr unter hamburg.de/corona-zahlen

 

Donnerstag, 15.10.2020

Bund und Länder haben sich auf einheitlichere Regelungen im Umgang mit der Corona-Pandemie geeinigt. Je nachdem, wie hoch das Infektionsgeschehen ist, greifen unterschiedliche Regelungen:

  • In einer Region mit mehr als 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche soll die Maskenpflicht auch im öffentlichen Raum gelten, wenn Menschen eng beisammen sind. In Hamburg wurde dies bereits am Montag umgesetzt.
  • Bei mehr als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner könnte es eine weitere Ausweitung der Maskenpflicht geben. Außerdem soll dann eine verbindliche Sperrstunde ab 23 Uhr gelten. Private Feiern sollen auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt werden.

Außerdem gilt ab sofort auch in Hamburg eine neue Test-Verordnung:

  • Kontaktpersonen ersten Grades können sich kostenlos testen lassen
  • Das Personal stationärer Pflege-Einrichtungen soll regelmäßig wöchentlich getestet werden
  • Schnelltests sollen eingeführt werden für regelmäßige Reihentestungen in Pflege-Einrichtungen, Krankenhäusern und (Zahn-)Arztpraxen

Weitere Informationen zu Corona-Tests findet ihr unter hamburg.de/faq-tests

 

Montag, 12.10.2020

Ab heute, Montag den 12.10.2020, gilt in Hamburg eine erweiterte Maskenpflicht. Grund hierfür sind die steigenden Infektionszahlen. Auch unter freiem Himmel muss auf folgenden Straßen und Plätzen zu bestimmten Uhrzeiten eine Maske getragen werden:

  • Alma-Wartenberg-Platz und umliegende Straßen (Fr+Sa 19-03 Uhr)
  • Schulterblatt und umliegende Straßen (Fr+Sa+Feiertags 20-00 Uhr)
  • Reeperbahn / Hans-Albers-Platz und umliegende Straßen (Fr+Sa+Feiertags 18-04 Uhr)
  • Landungsbrücken (Mo-Fr 06-18 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr)
  • Mühlenkamp (täglich 12-01 Uhr)
  • Steindamm / Strahlsunder Straße / Steintorplatz 8 (täglich 12-22 Uhr)
  • Ballindamm 40 /täglich 15-18 Uhr)

Weitere Infos und Spezifikationen findet ihr unter hamburg.de/coronavirus

 

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Im Test: Taco Box To Go von der Mexiko Strasse Taquería

Im Lockdown light wird besonders die Gastronomie erneut auf die Probe gestellt und antwortet mit viel Kreativität. Das Ergebnis: tolle To-go-Angebote und At-Home-Boxen. Wir haben die DIY Taco Boxen To Go von der Mexiko Strasse Taquería ausprobiert.

Die Bestellung

  • Restaurant: Mexiko Strasse Taquería
  • Bestellung: DIY Taco Box To Go
  • Personenanzahl: 2 Personen
  • Preis: 27, 30 Euro

 

Tacos für zu Hause zum Selbstabholen

Tacos für zuhause? Das müssen wir testen! Die DIY Taco Boxen der Mexiko Strasse Taquería können nur direkt vor Ort auf St. Pauli oder am Eppendorfer Standort abgeholt werden. Einen Lieferdienst gibt es nicht. Wir entscheiden uns für die Filiale in der Detlev-Bremer-Straße und sind zu diesem Zeitpunkt (Freitag Mittag) die einzigen, die sich hier ihre Tacos abholen. 

Unsere Wahl fällt auf die Pollo con Mole und die Garlic Cauliflower Fresh DIY Taco Box To Go sowie die Guacamole Clásico To Go. Alles ist hübsch und recht nachhaltig verpackt: Hier kommt kaum Plastik zum Einsatz. Die Behälter für die warmen und kalten Zutaten bestehen stattdessen aus dunkler Pappe. Und tatsächlich hält diese auch überraschend gut warm. Selbst nach einer halben Stunde Heimweg halten wir ein erneutes Aufwärmen der heißen Komponenten für unnötig.  

 

Zarte Hähnchenbrust, gerösteter Blumenkohl und Sesamkrokant: Wir basteln uns Tacos

Alles ist komplett verzehrfertig und die Tacos bereit zur Zusammenstellung. Daher machen wir uns direkt fleißig ans Basteln. Als Taco-Laien wissen wir nicht so recht, in welcher Reihenfolge und Menge die einzelnen Zutaten in die kleinen Tortilla-Fladen gehören – und eine Anleitung ist in den Boxen nicht zu finden. Die Mole und Salsa erscheinen uns zunächst ein wenig zu sparsam abgefüllt worden zu sein, letztendlich sind die Mengen in Kombination mit der Guacamole aber perfekt abgestimmt. 

Geschmacklich hat es uns besonders die zarte Hähnchenbrust angetan, die in der angesagten Pulled-Variante daherkommt. Der Krokant aus Sesam und Erdnuss sorgt für süße Highlights in der würzigen, aber nicht zu scharfen Zusammenstellung des Pollo con Mole Taco. Auch ein paar Salatblätter sowie Lauchzwiebeln gehören hier dazu.

Die vegetarische Version mit geröstetem Blumenkohl, Chili-Kichererbsen und eingelegtem Rotkohl weiß mit den verschiedenen Geschmackskomponenten ebenso zu begeistern. Alle einzelnen Zutaten sind hochwertig verarbeitet und ausgesprochen lecker.  

 

Unser Fazit zu den Taco Boxen

Nach einer halben Stunde ist der Bastel-Spaß vorbei und wir sind satt und glücklich über ein neues Food-Erlebnis. Dennoch würden wir den DIY Boxen sofort einen Besuch im Restaurant vorziehen. Die eigenständige Zusammenstellung der Tacos hat uns ein wenig überfordert, das würden wir beim nächsten Mal gerne wieder entspannt den Profis überlassen. 

Insgesamt sind die DIY Taco Boxen der Taquería eher etwas für einen geselligen Abend mit Freunden, zu pannenanfällig ist das Beladen der kleinen Teigfladen – das eignet sich nicht bedingt für ein schickes Candle-Light-Dinner oder die schnelle Mittagspause. Für eine Taco-Party in den eigenen vier Wänden können wir die DIY Boxen der Mexiko Strasse aber definitiv weiterempfehlen!

/BD

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Jürgen: „Wir leben einen Angstporno“

Tagein, tagaus wirbeln knapp zwei Millionen Menschen durch Hamburg. Wir fischen sie für einen Moment aus ihrem Alltag und lauschen ihren Geschichten

Interview & Text: Max Nölke

 

„Wenn uns dieses Jahr eines gelehrt hat, dann, dass man jahrelang planen und alles richtig machen kann, innerhalb kürzester Zeit kann aber auch alles einstürzen. Ich hätte gerne gute Ratschläge, aber im Endeffekt bringen sie einen nicht weit. Die Zukunft ist so dermaßen ungewiss. Jeden Tag starten wir von vorne.

Angst braucht man davor aber nicht haben. Wenn ich mich so umschaue, herrscht viel zu viel Geschrei und Drama in diesen Zeiten, alles wirkt hysterisch, ja fast als würden wir einen Angstporno leben.

Die Medien rufen tagtäglich zu einer neuen Apokalypse aus, über Social Media entstehen neue Dynamiken und Emotionen, was die Nachrichtenlage angeht – das ist alles nicht gesund. Dabei mache ich mir weniger Sorgen wegen des Virus, Donald Trump oder anderer Themen. Es ist vielmehr die Polarisierung, die mich besorgt. Es gibt die Wutbürger und die Gutbürger. Und was ist dazwischen? Die Mitte, die alles etwas entspannter und realistischer sieht, die Leute, die die Bedrohungslage einschätzen und mit denen man reden kann? Ich habe im Gefühl, sie schwindet.

Gut, das Jahr war scheiße, auch für mich. Ich bin selbstständig, arbeite als Grafiker – aber ich arbeite. Meine Tochter findet keinen Studienplatz, weil alles überfüllt ist – dann eben nächstes Jahr. Irgendwann sind meine Kinder aus dem Haus – aber noch habe ich sie bei mir. Es ist doch alles gut. Warum soll ich mich jetzt aufregen? Weiter geht es eh immer.

Man kann in diesen Zeiten Fatalist werden oder das Beste draus machen. Die Hauptsache ist, dass man aktiv bleibt. Auch in meinem Alter noch. Am Ball bleiben, jeden Tag lernen, Veränderung voranbringen und sich weiterbilden. Aber vor allem: entspannt bleiben.

Manchmal hilft da auch einfach, einen guten Kaffee in der Schanze zu trinken und die letzten Sonnenstrahlen abzugreifen bevor der Schmuddelwinter kommt. Und dann haben wir es doch alle geschafft: Dann beginnt ein neues Jahr.“


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Hinter den Kulissen: Im Backstage der Stadt

Um die Backstage-Bereiche der Clubs ranken sich oft wilde Legenden. In Pandemie-Zeiten sind auch sie verlassen. Eine Bilderserie

Text: Ole Masch

 

Die Musikclubs wurden von der Corona-Pandemie hart getroffen und bleiben nach wie vor geschlossen. Um Nachtschwärmern trotzdem einen Einblick in ihre Lieblingsorte zu bieten, zeigt SZENE HAMBURG Fotos von Räumen, die Besucher in der Regel nicht zu sehen bekommen: Die Backstage-Bereiche. Entstanden ist eine starke Bilderserie verwaister Räume. Um zu verdeutlichen, wie lange sie als wichtiger kultureller Bestandteil bereits fehlen, zeigen Bildunterschriften, wer sich hier als letztes und zu welchem Anlass aufgehalten hat.

 

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Fundbureau: Seit dem 7. März ist zu. Damals waren die Racing Snails vom Gaggalacka-Festival geladen (Foto: Claudia Mohr)

 

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Hafenklang: Zuletzt saßen hier die Mitglieder der Band Blaue Bume aus Dänemark, die am 12. März das letzte Konzert vor Corona spielten (Foto: Claudia Mohr)

 

Baalsaal-Backstage-credit-Claudia-Mohr

Baalsaal: Yulia Niko legte hier zuletzt am 14. März bei Electronic Red Light auf (Foto: Claudia Mohr)

 

Astra-Stube-Backstage-credit-Claudia-Mohr

Astra Stube: Am 12. März spielten Ryskinder aus Israel vor knapp 60 Leuten. Support war Grundeis aus Hamburg. Einen Tag später wurde, zunächst auf eigene Initiative hin, geschlossen (Foto: Claudia Mohr)

 

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Waagenbau: Am 7. März wurde hier die letzte Party gefeiert. Bei VER:Bunden spielten Martha von Straaten & Bebetta (Foto: Claudia Mohr)

 

Yoko-Backstage-credit-Claudia-Mohr

Yoko: Bei der großen b2b Nacht „Affaire d`amour“ spielten 3 DJ-Teams die ganze Nacht House Musik. Kurz darauf wurde dicht gemacht (Foto: Claudia Mohr)

 

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Terrace Hill: Letztes Konzert war Blind Ego am 2. März. Nach dem Social Developers Club am 7.3. wurde abgeschlossen (Foto: Claudia Mohr)

 

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Molotow: Der letzte Künstler im Laden war der Hamburger Poetry Slammer Hinnerk Köhn am 12. März mit seiner Solo- Show „Bitter“. Die letzte Band Pyogenesis am 6. März. In den zurückliegenden dreieinhalb Monaten hätten eigentlich knapp 100 Bands hier im Backstage abgehangen (Foto: Dorothea Bader)

 

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Mojo: Unmittelbar vor dem Lockdown, am 8. März, gab es für Blues-Rockstar Marcus King Getränke im Backstage (Foto: Ole Masch)

 

Turtur-Backstage-credit-Claudia-Mohr

Turtur: Am Donnerstag den 12. März gab es das letzte Mal Open Decks mit Tischtennis, Kicker, Techno & Oldies bei Lümmelkiez (Foto: Claudia Mohr)


Szene_Juli_2020_Cover SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juli 2020. Das Magazin ist seit dem 27. Juni 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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Fischmarkt und Corona: Aale-Dieter auf 180

Monatelang musste der Fischmarkt pausieren, war schlichtweg nicht erlaubt wegen Corona. Jetzt soll er wieder stattfinden – ganz anders als gewohnt, was Händlern wie Aale-Dieter ziemlich missfällt

*Dieser Artikel wurde geschrieben, als man davon ausging, dass der Fischmarkt mit entsprechendem Hygienekonzept wieder stattfinden kann. Am 12. November 2020 teilte das Bezirksamt Altona mit, dass die Wiedereröffnung des Hamburger Fischmarkts erneut verschoben wird. 

Text: Erik Brandt-Höge

 

Fischmarkt-Aale-Dieter-Credit-SZENE-HAMBURG

Dieter Bruhn alias Aale-Dieter (Foto: SZENE HAMBURG)

Blau-weißes Streifenhemd, rote Hosenträger, die Haare nach hinten gegelt: So steht er da, Dieter Bruhn alias Aale-Dieter, um fünf Uhr morgens in seinem Wagen draußen auf dem Fischmarkt. Und er legt direkt los. „Komm’ mal ran, meine kleine Zuckerschote, ist doch alles vom Feinsten hier, alles oberstes Regal!“

Eine Frau löst sich lachend aus der Menge vor Bruhns Wagentheke, ergreift seine ausgestreckte Hand – und hat innerhalb weniger Sekunden eine Tüte mit Aal und Lachs in der anderen. „Kostet eigentlich 30 Euro, ist ja nur das Beste“, meint Aale-Dieter, „aber weißt du was, du kriegst das alles für 20, meine Lütte.“

Eine Szene, wie sie der Fischhändler seit 62 Jahren kreiert. So lange ist er schon auf dem Fischmarkt, und so lange schon wird er geliebt von seinen Kunden, die teils von weit her anreisen, nur um seine Schnacks mal live zu hören. Doch mit Pandemie-Beginn war Schluss mit Schnacks.

Aale-Dieters Wagen, ja der gesamte Fischmarkt hatte dicht. Eine 300-jährige Stadttradition wurde von Corona unterbrochen. Für den 82-Jährigen nicht nur der Wegbruch seines Geschäfts, sondern auch einer für ihn wichtigen Aufgabe: „Mir fehlt es, was für Hamburg, meine Stadt, zu tun“, sagt er im Gespräch mit SZENE HAMBURG.

Dass die zuvor zigtausend sonntäglichen Fischmarkt-Besucher nicht mehr zusammenkommen können – logisch. Ebenso, dass es vernünftige Konzepte braucht, um den Fischmarkt wieder stattfinden lassen zu können. Solche Konzepte meint das Altonaer Bezirksamt nun auch erarbeitet zu haben.

In Kurzform bedeuten sie: Der Fischmarkt startet nicht mehr von 5 bis 9.30 Uhr, sondern von 11 bis 15 Uhr. Es gibt lediglich einen Ein- und einen Ausgang. Erlaubt sind 60 Händler und 500 Besucher, überwacht von allerhand Sicherheitskräften. Alles voraussichtlich ab November (Stand 23.10.).

 

Aale-Dieter plädiert dafür, den Händlern mehr zu vertrauen

 

Was Aale-Dieter davon hält? Nicht viel. Genau genommen: gar nichts. Vor allem die späte Ansetzung bringt das Markt-Urgestein geradezu auf die Palme: „Fischmarkt von 11 bis 15 Uhr – das ist doch Schwachsinn, da krieg ich so eine Krawatte!“ Schließlich sei das die Zeit für Kaffee und Kuchen, sicher aber nicht für frischen Fisch.

Und überhaupt: Die politische Begründung für die Maßnahme, nämlich dass man damit Betrunkene vom Kiez und aus der Schanze fernhalten könne, sei einfach falsch. Aale-Dieter: „Die Betrunkenen kommen doch schon lange nicht mehr. Das war früher mal so, aber der Fischmarkt hat sich in den vergangenen 25 Jahren extrem gewandelt. Heute ist er von 5 bis 7 Uhr wenig frequentiert, und um 7 kommen die ganz normalen Marktgänger. Stress gibt es da gar keinen.“

Seiner Ansicht nach sei die „verschwindend geringe Anzahl von Ständen“ schon in Ordnung, auch Maskenpflicht und Abstandsregeln seien notwendig, ebenso ein paar Polizisten, die kontrollieren. Ansonsten solle man aber den Händlern vertrauen, das Geschehen schon in den Griff zu kriegen, denn: „Wir sagen schon was, wenn jemand sich nicht an die Regeln hält, und die Leute hören auch auf uns.“

Gesundheit sei das höchste Gut, sagt Aale-Dieter immer wieder. Daran gebe ist nichts zu rütteln. Nur müsse die „Sorge um Gesundheit in ein vernünftiges Verhältnis gesetzt werden“. Ob der Spaßmacher in blau, weiß und rot bei der Fischmarkt-Wiedereröffnung genauso viel Freude haben und verbreiten wird wie in Nicht-Corona-Zeiten, bleibt demnach fraglich.

Fischmarkt Hamburg 


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, November 2020. Das Magazin ist seit dem 29. Oktober 2020 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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