SZENE HAMBURG #unplugged… mit Dorit Jakobs

Perserteppich, Yuccapalmen, Lichterketten und gute Geschichten: Das ist das Rezept für die ­SZENE HAMBURG-Redaktionskonzerte. In unseren Räumen waren unter anderen schon Fotos, Y’akoto, Vivie Ann, Frøkedal und EUT zu Gast und haben vor SZENE-Lesern und -Redakteuren Akustik-Sets gespielt.

Die nächste Künstlerin, die zu uns kommt, ist Dorit Jakobs, 34, gebürtige Bremerhavenerin und seit sieben Jahren Wahlhamburgerin. Jakobs ist besonders gut darin, ihre Gefühlswelten ungeschönt zu erzäheln und mit ohrwurmigen Melodien zu verbinden. Verziert mit dem feinen Sound von Jakobs’ Stimme ist das Popmusik im besten Sinne, nachzuhören auf ihrem zu Beginn des Jahres erschienenen ersten Album: „Im Aufruhr der Lethargie“ (Grand Hotel van Cleef).

/ EBH / Foto: Simon Puschmann

 Wir verlosen 12×2 Gästelistenplätze!

Wie könnt Ihr mitmachen? Na so:

  • Mail senden an verlosung@vkfmi.de
  • Betreff: Dorit Jakobs
  • Einsendeschluss: 26.9.18, 10 Uhr

Los geht’s am Dienstag, den 28. September 2018, um 19:00 Uhr in der Gaußstraße 190c.


So war’s beim letzten Mal bei SZENE HAMBURG #unplugged:

SZENE HAMBURG REDAKTIONSKONZERT MIT … EUT aus Holland

Heute live aus unserer Redaktion: EUT ! 🎉Am Mittwoch, den 19.9. um 20 Uhr im Häkken und am Donnerstag, den 20.9. um 14 Uhr in der SkyBar vom Molotow habt ihr im Rahmen des Reeperbahn Festivals noch einmal die Möglichkeit EUT live zu erleben. 👏

Gepostet von Szene Hamburg Stadtmagazin am Dienstag, 18. September 2018

Live bei uns in der Redaktion: Frøkedal und John Winston Berta!

Gepostet von Szene Hamburg Stadtmagazin am Dienstag, 11. September 2018


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Momentaufnahme – der Transsexuellenstrich in der Schmuckstraße

Die Schmuckstraße auf St. Pauli ist Hamburgs Zentrum für transsexuelle Prostituierte. Außenstehende wissen meist nur wenig vom Treiben in der Szene. Beobachtungen eines Vorbeischlendernden.

Sie ruft mir vom Fenster aus etwas auf Spanisch zu. Vermutlich etwas Schnippisches oder Anrüchiges, ihr Ton ist jedenfalls selbstbewusst, aggressiv, herausfordernd. Dabei rudert sie so heftig mit den Armen, als versuchte sie, mich durch die Kraft der Telekinese nach oben zu ziehen. Wüsste ich es nicht besser, könnte ich sie, die ja eigentlich ein „Er“ ist, tatsächlich einfach nur für eine „Sie“ halten – mit den langen, blond gefärbten Haaren, dem weichem Gesicht, dem bauchfreien Top und der übertriebenen Schminke im Gesicht. Ich lächle verlegen und winke ab, ehe ich weitergehe. „Aaaaaaah“, seufzt sie wütend und enttäuscht von meiner Tatenlosigkeit, schmeißt noch ein spanisches Schimpfwort hinterher und drückt mit ihrer rechten Hand ihre Hüfte nach vorne, während sie mit der linken weiter wie eine exzentrische Hollywood-Diva aus den 50er-Jahren raucht.

Wer öfter an der „Taverne Bar Donatella“ in der Schmuckstraße vorbeigeht, kennt solche Szenen zur Genüge. Sie gilt als das Zentrum für die Prostitution durch Transsexuelle in Nordeuropa, die meisten der Prostituierten stammen aus Südamerika, einige sollen einen illegalen Aufenthaltsstatus haben. Noch immer gilt die Szene in der Schmuckstraße als isolierte Community, in die Außenstehende keinen tiefer gehenden Einblick haben. Die Taverne Bar und die Wohnungen darüber – eine Wohngemeinschaft, in der ausschließlich transsexuelle Prostituierte wohnen – sind der erste Anlaufpunkt in Hamburg für jene, die Sex mit Transsexuellen suchen. Die Schmuckstraße zweigt wie eine geheime Seitengasse von der Großen Freiheit auf Höhe der St. Joseph Kirche ab. Während der Name klingt, als gehöre sie zu einem Schickimicki-Stadtteil, entpuppen sich Teile der Umgebung allerdings als ziemlich schmucklos.

Die Schmuckstraße in St. Pauli Foto: Sophia Herzog

Die Schmuckstraße in St. Pauli Foto: Sophia Herzog

Der Gehweg ist schmuddelig, von der ohnehin schon brüchigen Gründerzeit-Fassade der Taverne bröckelt der Putz ab und direkt gegenüber lärmt die Simon-von-Utrecht-Straße. Dazwischen liegt nur die kleine Hundewiese, auf der drei potenzielle Kunden umgeben von leeren Schnapsflaschen, benutzten Kondomen und jeder Menge Hundekot herumlungern und die Prostituierte, die sich an ihrem Fenster zur Schau stellt, begutachten.

Die Männer, die hier so vereinzelt und mit einigen Metern Abstand voneinander stehen und erwartungsvoll Richtung Fenster blicken, sind keine Transsexuellen. Der Anblick verblüfft mich und widerspricht meinem Vorurteil über die Kunden von transsexuellen Prostituierten. Einer von ihnen trägt einen gut sitzenden Anzug mit Krawatte und hat sorgfältig gescheiteltes Haar, wie ein Banker. Der zweite sieht aus wie ein braver Referendar mit seinem Babyface, der braunen Cordhose, dem gestreiften Polohemd und der Brille. Und der dritte könnte ein ganz normaler Familienvater mittleren Alters sein.

“Der Anblick widerspricht meinem Vorurteil über die Kunden von transsexuellen Prostituierten.”

Allerdings scheint keiner von ihnen hineingehen zu wollen. Vielleicht warten sie darauf, dass sich auch die anderen Transsexuellen an ihre Fenster stellen. Doch das Geschäft scheint zur Mittagszeit zu dösen. Abends, wenn die Dämmerung eintritt, ist das anders. Ganz anders: An jedem Fenster über der Taverne steht dann eine Prostituierte und posiert, jedes Zimmer leuchtet farbig. Manchmal hebt eine von ihnen in Captain-Morgan-Pose ihren Fuß auf das Fensterbrett und präsentiert einen ihrer lachsfarbenen High Heels. Andere präsentieren stolz ihre für Transsexuelle typisch langen Beine und die mit Silikon aufgepumpten Hinterteile, die aussehen, als hätten sie zwei Kissen in ihre Hotpants gestopft. Und natürlich heben sie ihre riesigen Silikonbrüste für die Männer auf der Hundewiese hervor, die sich mittlerweile in Scharen aufgestellt haben.

Darunter wieder biedere Bürger und Anzugkerle, aber nun auch stämmige Rockerkerle in Lederjacken und sichtbar kaputte Gestalten in zerrissenen Jeanswesten. Und es kommt auch mal vor, dass ein roter Ferrari vor der Tür steht. Aber nicht jeder Freier muss die Prostituierten zuerst begutachten. Manchmal erkennt man Stammkunden schon aus 50 Metern Entfernung, wenn sie mit strammem und bestimmtem Gang, die Hände an den Rucksackschnallen, schnurstracks auf die Taverne zugehen.

Zur Mittagszeit sieht man aber auch die Anwohner, die nichts mit der Transsexuellen-Szene zu tun haben. Was durch die Fokussierung auf die Taverne leicht vergessen wird: Die Schmuckstraße liegt ansonsten in einem ganz normalen Kiez. Wenige Meter weiter grenzt die Talstraße an, mit einem Budni, einem Getränkemarkt und diversen Handyshops. Und direkt neben der Taverne steht ein Neubau mit Wohnungen, in denen auch Familien leben.

“Die blond gefärbte Transsexuelle raucht wie eine exzentrische Hollywood-Diva.”

Als ich am Nachmittag auf dem Rückweg wieder an der Taverne vorbeigehe, stehen keine Freier mehr auf der Hundewiese. Die blond gefärbte Transsexuelle aber steht noch immer oben am Fenster, noch immer raucht sie wie eine exzentrische Hollywood-Diva. Wieder ein Zuruf, wieder auf Spanisch, wieder mit diesem herausfordernden Grinsen. Ich winke wieder ab und presse ein „Gracias“ heraus, das mehr Deutsch als Spanisch klingt. Darüber muss auch sie herzlich lachen, sie wirft mir einen Kussmund zu und winkt zum Abschied.

Text: Ulrich Thiele
Fotos: Sophia Herzog


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 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, September 2018. Das Magazin ist seit dem 30. August 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

 

 

 

 


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Eatery Sessions – Vier Läden für Hunger und Durst

Hunger und Durst stillen, Festivalspecials abgreifen und Newcomer entdecken! Zusammen mit Haspa Musik Stiftung und Reeperbahn Festival präsentieren wir die Eatery Sessions. Ob mit oder ohne Festivalpass – in diesen vier Restaurants und Cafés spielt die Musik. Die Festival-Specials sind während des gesamten Festival-Zeitraums und nur mit Bändchen erhältlich.

1) Playground Coffee

Scotch & Water, Playground Coffee, 20.9. um 15 Uhr.

Nein, hier handelt es sich nicht um ein Café mit ausschweifender Kinderecke, Sackhüpfen und Um-die-Wette-Schaukeln. Mit dem Namen von Playground Coffee will Inhaber Veljko Tatalović bezeugen, dass Café für ihn ein Abenteuerland ist. Seine Gäste sollen sich austoben und ausprobieren können: mit verschiedenen Röstungen, Aufgussverfahrungen oder Aromen. Der in Hamburg geröstete Kaffee aus fairem und nachhaltigem Handel tropft in dem kleinen, modern eingerichteten Laden auf St. Pauli direkt in eure Tassen und lässt jede Spur von Festival-Müdigkeit sofort verfliegen.
Reeperbahn Festival-Special: 1 Espresso Tonic für nur 3,90 Euro oder 1 Cold Brew für 2,80 Euro

2) Grilly Idol

Preary, Grilly Idol, 19.9. um 15 Uhr.

An Burgerläden mangelt es in Hamburg schon lange nicht mehr – und Grilly Idol gehört zu den Besten. Die selbsternannte Burger-Manufaktur macht alle Soßen selber und brutzelt auf ihrem Grill nur Rindfleisch in Bio-Qualität. Auch Veganer und Vegetarier werden hier ohne Probleme fündig und glutenfreie Burgerbrötchen gibt es für Gäste mit entsprechender Unverträglichkeit. Langweilig wird die Auswahl nie: Kreative Kreationen wie der Asia-Burger in Bao-Brötchen oder Kraut mit Erdnüssen und Cranberries sorgen für den nötigen Festival-Energieschub. Den gibt es am Wochenende schon ab zehn Uhr mit fluffigen Pancakes, Rührei oder Frühstücks-Burrito.
Reeperbahn Festival-Special: 1 Cheeseburger mit Kartoffelfritten, Classic Krautsalat und Ketchup/Mayo plus 1 Getränk (Fritz, VCA, Ratsherrn Pils 0,33l) für nur 16 Euro

3) Überquell

Keele, Überquell, 22.9. um 15 Uhr.

Craftbeer ist, im wahrsten Sinne des Wortes, in aller Munde. Im Überquell direkt an der Hafenstraße kann man die hauseigenen Bierkreationen zur echten neapolitanischen Pizza genießen. Die wandert, so wie sie sein soll, innen weich und außen Knusprig direkt aus dem Steinofen auf die Teller. Lust auf was Süßes? Unbedingt die Dessert-Pizza mit Schokocreme probieren und genießen – Am besten bei Sonnenschein auf der Terrasse des Überquells. Denn abseits des Reeperbahntrubels eignet sich die chillige Location gut für eine kleine Programmpause, um mit Blick auf den Hafen zu verschnaufen.
Reeperbahn Festival-Special: Ein kleines helles Original zu jeder Pizza pro Person oder alternativ eine Saftschorle (jeweils 0,3l)

4) Kopiba

Poems For Jamiro, Kopiba, 21.9. um 14 Uhr.

Lange Nacht gehabt? Die kleine Kaffeerösterei kopiba verschafft da Abhilfe: mit Kaffeekreationen wie dem Early Byrd oder dem Deathpresso hat die Rösterei die perfekten Wachmacher für das lange Festivalwochenende parat. Der kleine Gastraum ist gemütlich und duftet herrlich nach den Kaffeebohnen, die im Hinterzimmer in einer Trommel aus den 60er Jahren frisch geröstet werden. Und zum Frühstück bringt das freundliche Personal hausgemachte Waffeln, Marmeladen und Aufstriche an den Tisch. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt, die Atmosphäre ist angenehm entspannt: Hier verbringt man gerne die frühen Morgenstunden. Passend dazu lautet das Motto der Rösterei „Schlafen kannste, wenn du tot bist“ – oder zumindest erst nach dem Reeperbahnfestival.
Reeperbahn Festival-Special: Auf alle Getränke, die Deathpresso enthalten gibt es 50 Prozent Rabatt. Zudem kostet eine Tüte Deathpresso-Bohnen (250 Gramm) in der Festival-Edition nur 5 anstatt 6,50 Euro

/HED /Beitragsbild: Florian Trykowski

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Heinz Strunk – Furchtbar gute Kurzgeschichten

Mit „Das Teemännchen“ veröffentlicht Heinz Strunk seine erste Kurzgeschichtensammlung. Ein Gespräch über das Elend der schweigenden Mehrheit, sexuelle Frustration und über den Einfluss des Schriftstellers Botho Strauß.

Nach „Der goldene Handschuh“ legt Heinz Strunk mit „Das Teemännchen“ wieder ein Stück Hochliteratur vor: Die Texte sind ungeheuer dicht, Strunks Sprache boxt. Viele Charaktere sind wie so oft bei ihm Verlierertypen, die „schweigende Mehrheit“, wie er sie nennt. Strunk empfängt in seiner Dachgeschosswohnung in der Hamburger Sternschanze. Wer einen Spaßvogel erwartet, wird enttäuscht. Strunk ist ernst und nachdenklich. „Furchtbar“, sagt er mehrmals während des Gesprächs und schaut kopfschüttelnd zu Boden. Irgendwann fängt es an zu regnen. „Furchtbar“, sagt er wieder, als er nach draußen blickt.

SZENE HAMBURG: Heinz Strunk, über Leonard Cohens „Songs of Love & Hate“ haben Kritiker geschrieben, die Rasierklingen sollten direkt mit dem Album geliefert werden. Das ließe sich auch über Ihr Buch sagen.

Heinz Strunk: Weil es so schwermütig ist?

Ja, bei den meisten Geschichten schnürt sich einem das Herz zusammen. Zum Beispiel bei der adipösen Möchtegern-Bloggerin, die „zittert von dem Bedürfnis, umarmt, liebkost, gewärmt zu werden“ und sich vor lauter Liebesbedürftigkeit von einem Mann erniedrigen und sogar in den Mund pinkeln lässt.

Die Geschichte ist wirklich furchtbar. Ich habe die beschriebene Frau tatsächlich kennengelernt. Ich habe im Text natürlich versucht, die Spuren zu ihr zu verwischen.

Ach, die Geschichte ist nicht mal reine Fiktion?

Nein, viele der Geschichten beruhen auf wahren Begebenheiten. „ Das Teemännchen“, die titelgebende Geschichte, ist auch wahr. Ich habe früher in Winterhude gewohnt, dort gab es diesen jungen Mann, der einen Teeladen aufgemacht hat und grandios gescheitert ist, weil ihm alle vitalen Funktionen fehlten: Kreativität, Tatendrang, Selbstvertrauen. Und „Borstelgrilleck“ ist eine übertriebene Verdichtung der Geschichte einer Frau, die ein klassisches „sexy Girl“ war, bis sie in besagtem Grilleck anfing zu arbeiten. Nach zehn Jahren in dem Schuppen war nicht mehr viel von ihr übrig.

Die Charaktere, die Sie beschreiben, sind oft körperlich deformiert und übergewichtig, leben isoliert und werden von einer großen Erschlaffung heimgesucht. Dem gegenüber stehen die jungen Selbstoptimierer, die fit und voller Tatendrang sind. Was reizt Sie so an diesem Kontrast?

Ich habe mir keine großen Gedanken darüber gemacht, der Kontrast entspringt schlichtweg meinen Beobachtungen. Ich wohne hier in der Sternschanze, wo der Anteil attraktiver, modisch gekleideter Menschen relativ hoch ist. Aber wenn ich nur einmal über den Dom gehe, in irgendeine Einkaufsstraße oder in eine Autobahnraststätte, dann begegne ich wahnsinnigem Elend. Es ist nicht mein groteskes Fehlempfinden und ich picke mir auch nicht selektiv die Deformierten, Hässlichen heraus.

Aber einen gewissen Hang zu denen, deren Körper und Leben zerfallen, können Sie doch nicht leugnen.

Vielleicht weil ich selber lange Zeit mit viel Elend zu tun hatte.

Sie sind in Harburg aufgewachsen, einem nicht gerade exklusiven Hamburger Stadtteil.

Die tristen Jahre in Harburg waren prägend, ich habe in der Zeit viel Trauer und Verzweiflung erlebt. Mit 19 war ich wegen Depressionen in Therapie, ich habe meine kranke und depressive Mutter gepflegt. Die letzten vier Jahre in meiner Wohnung, vollgepumpt mit Psychopharmaka. Als sie starb, war ich 35 Jahre alt.

Fühlen Sie dadurch mit Ihren Charakteren?

Ja. Es ist nicht meine Absicht, mich über RTL-II-Freaks lustig zu machen. Was wäre das für ein dämlicher Ansatz? Als ich angefangen habe, „Der goldene Handschuh“ zu schreiben, wusste ich noch nicht, wohin die Reise geht. Am Ende hatte ich Mitgefühl für Fritz Honka. Die Gerichtsreporterin Peggy Parnass sagte einmal: Honka, das ärmste aller armen Würstchen, hatte auch noch das Pech, zum Mörder zu werden. Für mich ist das der Satz der Sätze.

Bei manchen Charakteren ist es schwer, Mitgefühl zu entwickeln. Etwa bei den zwei Barkeepern, die betrunkene, wehrlose Studentinnen nach Hause zerren und missbrauchen – aus Rache, weil die hübschen Mädchen sie „bei klarem Bewusstsein mit dem Arsch nicht angucken würden“. Dieses Motiv der Rache taucht öfter auf. Gibt es dafür einen konkreten Hintergrund?

Es gab mal einen Fall in Hamburg: Drei junge Kerle aus Bergedorf sind die ganze Nacht über die Reeperbahn gezogen, waren total besoffen und haben Mädchen angebaggert, wurden aber von einer nach der anderen abserviert. Morgens um sechs haben sie dann in der S-Bahn-Station Reeperbahn zwei Mädchen stellvertretend für alle Mädchen, bei denen sie nicht landen konnten, vor die S-Bahn geschubst.

„Der Grad an Frustration war schon enorm. Das ging über viele Jahre so.“ – Heinz Strunk

In Ihren harten Beschreibungen sexueller Frustration ähneln Sie Michel Houellebecq …

Bei „Unterwerfung“ ist mir aufgefallen, dass Houellebecq sprachlich nicht an Großmeister wie J. M. Coetzee heranreicht. Aber gerade sein erster Roman „Ausweitung der Kampfzone“ war sicherlich ein großer Einfluss. Beim Lesen dachte ich: Endlich schreibt das mal jemand auf. Das war ein Aha-Erlebnis, in dem ich mich wiedergefunden habe. Ich war als junger Mann in einer ähnlichen Situation, als ich in dieser Tanzkapelle war. Ich stand auf der Bühne in einem seltsamen weißen Smoking und mit Akne im Gesicht. Ich war quasi nicht vorhanden, während sich vor mir auf der Tanzfläche das bunte Treiben und Flirten abspielte. Der Grad an Frustration war schon enorm. Das ging über viele Jahre so. Ich konnte damals nicht davon ausgehen, dass mein Schicksal eine positive Wendung nehmen würde. Ich bin mit 23 in der Kapelle eingestiegen. Als ich gefeuert wurde, war ich 35. Das sind entscheidende Jahre, in denen andere sich ins Leben stürzen. Für mich waren es furchtbare Jahre.

Wann wurde es besser?

Als „Fleisch ist mein Gemüse“ überraschend zum Erfolg wurde. Davor gab es allenfalls Achtungserfolge.

Die Erleichterung muss groß gewesen sein.

Natürlich. „Fleisch ist mein Gemüse“ erschien im Oktober 2004. In den Monaten vor dem Erscheinen habe ich nichts, wirklich nichts verdient. Ich dachte damals: Das war’s jetzt. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass dieses Buch mit einem leicht abseitigen Thema über eine norddeutsche Tanzkapelle zum großen Bestseller werden würde.

An einer grundsätzlichen Schwermut hat der Erfolg nichts geändert, sagten Sie einmal.

„Der Mensch kommt fertig gestimmt zur Welt“, hat der Dramatiker Botho Strauß gesagt. Sehr günstige oder sehr ungünstige Bedingungen können natürlich einen großen Einfluss auf ein Leben haben. Aber grundsätzlich ist es eine Frage des Wesenskerns, ob jemand morgens immer fröhlich aufsteht oder sich wie ich in den Tag hineinkämpfen muss. Daran ändert Erfolg wenig.

Stichwort Botho Strauß. Welchen Einfluss hatte der Schriftsteller Ihres Lebens, wie Sie ihn mal nannten, auf Ihre Entscheidung für die kurze Form?

Ich habe am liebsten seine Kurzprosa gelesen, allein deswegen ist ein gewisser Einfluss vorhanden. Die Idee des Auslassens und des Aussparens gefällt mir. Gerade die grotesken und fantastischen Geschichten sind von Strauß beeinflusst. „Der kleine Herr Diba“ zum Beispiel, der das Klo hinuntergespült wird. Oder der „Lehrer i.R. Paul-Günther Korsen“, der jeden Morgen als Zwerg aufwacht und im Laufe des Tages zum Riesen heranwächst, ehe er nachts im Schlaf wieder schrumpft.

Wie hat Strauß sich eigentlich zu Ihrer Anthologie mit Ihren Lieblingstexten von ihm geäußert?

Er hat mir zweimal geschrieben und sich bedankt. Er kannte mich gar nicht, weil er sich in völlig anderen Sphären bewegt. Aber er hat sich meinen Roman „Junge rettet Freund aus Teich“ – der damals leider völlig untergegangen ist – gekauft. In dem Buch geht es um meine Kindheit und Jugend. Er hat mir daraufhin sehr, sehr nett und verbindlich geschrieben, dass ihm das Buch gefallen hätte. Was mich wiederum sehr gefreut hat.

Strauß ist auch ein Außenseiter, wie viele Ihrer Figuren – wenn auch auf ganz andere Art und Weise. Was sagen Sie zu dem Negativimage, mit dem er behaftet wird?

Strauß lebt ja in der Einöde in der Uckermark und wird entweder gar nicht mehr beachtet oder verlacht. Im Grunde ist er seit dem Essay „Anschwellender Bocksgesang“ unten durch. Ich finde das unfair, es hat etwas Unbarmherziges, wenn ein so großer Schriftsteller zur Persona non grata erklärt wird.

Text & Interview: Ulrich Thiele
Foto: Dennis Dirksen

Heinz Strunk: „Das Teemännchen“, Rowohlt Verlag, 208 Seiten, 20 Euro


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, September 2018. Das Magazin ist seit dem 30. August 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


 

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SZENE HAMBURG Redaktionskonzert mit … EUT aus Holland

Und wir starten wieder in eine neue Runde! Nach dem magischen Abend mit Frøkedal und John Winston Berta wird es diesmal wild und laut in unseren Redaktionsräumen: mit dem Quintett EUT aus Holland.

Der #unplugged-Auftritt im Büro in der Gaußstraße ist schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das, was in den nächsten Tagen noch kommt. Die Indierocker spielen  auch im Rahmen des Reeperbahnfestivals 2018 am Mittwoch, 19.9. um 20 Uhr im Häkken und am Donnerstag, den 20.9. um 14 Uhr, in der SkyBar vom Molotow.

 Wir verlosen 12×2 Gästelistenplätze!

Wie könnt Ihr mitmachen? Na so:

Los geht’s am Dienstag, den 18. September 2018, um 19:30 Uhr in der Gaußstraße 190c.


So war’s beim letzten Mal bei SZENE #unplugged:

Live bei uns in der Redaktion: Frøkedal und John Winston Berta!

Gepostet von Szene Hamburg Stadtmagazin am Dienstag, 11. September 2018

Gepostet von Szene Hamburg Stadtmagazin am Donnerstag, 26. Juli 2018


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Ring & Wrestling – Göttersoap in der Staatsoper

Eine Telenovela auf der Opernbühne nennt sich, logisch, „operanovela“. Das neue Serien-Format der Staatsoper „Ring & Wrestling“ startet mit fünf Folgen. SZENE HAMBURG sprach mit dem Regisseur Dominik Günther, selbst ehemaliger Wrestler.

SZENE HAMBURG: Dominik Günther, „Der Ring des Nibelungen“ mit jenem Ring zusammenzubringen, in den die Wrestler steigen, liegt nicht unbedingt auf der Hand. Ist der Begriff Ausgangspunkt für Gemeinsamkeiten?

Dominik Günther: Nein, da gibt es andere. Beides ist martialisch, kraftvoll und nutzt Pathos. Eine Soap dreht sich meist um eine Familie, in diesem Fall sind es die Götter aus Wagners Opern: Wotan, seine Ehefrau Fricka, Wotans Tochter Brünnhilde, die er allerdings mit Erda zeugte, und Donner, ein Security-Mann, der in Brünnhilde verliebt ist. Zu dieser Riege stoßen in jeder Folge neue Gäste, wie man das aus Telenovelas kennt. Freya, zum Beispiel, Frickas Schwester.

“die klassische Oper mit der Hamburger Subkultur verbinden”

Inhaltlich geht es ja da weiter, wo Wagner aufhört: Den Göttern dämmert’s, dass sie nicht mehr gebraucht werden, doch das wollen sie nicht hinnehmen…

Walhall ist abgebrannt, die Götter sind auf der Flucht, wollen aber ihre Macht unbedingt zurückgewinnen. Dabei soll ihnen ein Held, ein neuer Siegfried helfen. Hier kommen die Wrestler aus der Kultveranstaltung „Rock & Wrestling“ von St. Pauli ins Spiel. Kandidaten wie The One and Only und Pinkzilla bewerben sich, aber auch Haidi Hitler, die große Wagner-Kennerin.

Wird es eine Persiflage auf Wagner-Opern?

Nein, wir nehmen die Arbeit sehr ernst, das Genre wird keineswegs niedergemacht. Mich als Regisseur interessieren dabei verschiedene theatralische Ausdrucksformen. Wrestling hat viel von einer griechischen Tragödie, vom Kampf Gut gegen Böse. Es sind Haltungen, die gegeneinander antreten. Ich wollte die klassische Oper mit der Hamburger Subkultur verbinden.

“Richard Wagner hätte Quadrophonie genutzt”

Was passiert musikalisch oder: Wie viel Wagner bleibt?

Anteilig kann ich das nicht benennen. Der musikalische Leiter Leo Schmidthals, bekannt als Bassist der Band Selig, nimmt Puzzleteile aus Wagner-Kompositionen. Die spielt ein fünfköpfiges Orchester live, verfremdet durch elektronische Musik. Ich bin sicher, auch Richard Wagner hätte Quadrophonie genutzt, wenn er die Chance gehabt hätte – er war Künstler. Außerdem ist Punkrock aus der Westling-Szene zu hören sowie Rezitative aus den Opern, also in beiden Fällen extreme Musik.

Die einen singen göttergleich, die anderen bewegen sich in ihrem Metier, wie verbinden sie sich?

Die Opernsänger entwickelten während der Proben eine Affinität zum Wrestling, sie wollten wissen, wie es möglich ist, jemanden auf den Kopf zu knallen, ohne ihm das Genick zu brechen. Dahinter stecken ja Tricks, eine bestimmte Technik und choreografierte Bewegungsabläufe, wie beim Ballett. Darsteller aus beiden Metiers erzählen Geschichten auf der Bühne, spielen Theater.

Haben Zuschauer ohne Kenntnisse des Wagner-Kosmos den gleichen Genuss?

Ganz sicher, jeder Abend wird spektakulär. Wir erzäh­len keine Story à la Nibelun­gen. Vielleicht haben Wagner­-Kenner manchmal mehr da­ von, weil sie in Pinkzilla den Drachen Fafner oder Facetten von Alberich in Wotan er­kennen, aber andererseits gibt es auch Anspielungen auf die Wrestling­-Szene.

Für seinen „Ring des Nibelungen“ sah Wagner vier Abende vor, Sie planen fünf Folgen von „Ring & Wrestling“ an aufeinander folgenden Samstagabenden; wird erwartet, dass das Publikum dranbleibt?

Zu Beginn erzählt immer jemand, was bisher geschah, man kann also jederzeit ein­steigen.

“Das Publikum ist eingeladen, Position zu beziehen”

Wrestling hat eine große Fangemeinde, und Wagner-Musik Legionen von Anhängern – aber gibt es eine Schnittmenge im Publikum?

Vielleicht jetzt noch nicht. Aber das Publikum über­nimmt bei „Ring & Wrestling“ ja ebenfalls eine Rolle, es spielt die Fans der jeweiligen Helden und ist eingeladen, Position zu beziehen, seine Favoriten anzufeuern. Ich hoffe sehr, dass sich Zuschauer aus beiden Bereichen treffen.

Wird schließlich ein Siegfried-Nachfolger gefunden?

Ich will nicht zu viel ver­raten. Aber: Am Ende ist ein neues Walhall in Sicht!

Interview: Dagmar Ellen Fischer
Beitragsfoto: Frank Egel

Opera stabile, Premiere am 7.9., 15., 22., 29.9. www.staatsoper-hamburg.de


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, September 2018. Das Magazin ist seit dem 30. August 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Donnerbar – Die Reinkarnation des Kleinen Donner

Reinkarnation: Der Kleine Donner ist zurück. In den Räumen der ehemaligen Bar Rossi öffneten David Struck und Felix Piechotta Anfang August ihr neues Wohnzimmer – die Donner Bar.

Dröhnende HipHop Beats, Schweiß, der von der Decke tropft, ein von Zigarettenrauch verqualmter, überfüllter Raum. Das sind Erinnerungen an den Kleinen Donner, den Kellerclub unter dem Haus 73 in der Sternschanze. Im Dezember 2017 musste die beliebte Underground-Disco schließen. Grund waren andauernde Lärmbeschwerden der Nachbarn.

Nun kommt die Hamburger Hip-Hop-Perle im neuen Gewand zurück: Etwa 200 Meter weiter öffnete der Donner endlich wieder seine Türen. Und es hat sich viel verändert. Die neue Location, direkt an der Max-Brauer-Allee, Ecke Schulterblatt sieht mit einladenden Glasfronten und hübsch dekorierter Außenterrasse so gar nicht mehr nach dem etwas ranzigen, authentischen Untergrund-Club von früher aus. Einzig das schlichte Blitz-Logo über dem Eingang lässt Besucher wissen: Der Donner ist wieder da.

Donnerbar: Schwingende Hüften trotz kleiner Tanzfläche

Auch von Innen erinnert nur wenig an den Kleinen Donner: Der einladende Tresen, ordentlich bestückt mit einer großen Auswahl an Spirituosen bildet das Herzstück der Donner Bar. Die Einrichtung ist dunkel und schlicht aber stilvoll gehalten. Die Tanzfläche verhältnismäßig klein. Auch eine Woche nach der großen Eröffnung ist die Bar am Samstag schon zu früher Stunde gerappelt voll.

Das Konzept scheint aufzugehen: Der Übergang von entspannter Afterwork-Atmosphäre zum ausgelassenen Feiern verläuft fließend. Dass die Musik nicht ganz so laut ist, wie man es aus dem Donner kennt, scheint niemanden zu stören. Die kleine Tanzfläche platzt auch so aus allen Nähten. Musikalisch setzt der DJ an diesem Abend auf eine gute Mischung aus bekannten Tracks und Underground. Amerikanischer Hip-Hop, durchbrochen von dem einen oder anderen deutschsprachigen Song lässt das Publikum die Hüften schwingen.

Alte Leuchter, neue Bar.

SZENE HAMBURG: David, ihr seid mit dem neuen Laden von Club auf Barbetrieb umgestiegen. Warum?

David Struck: Als klar wurde, dass wir den Kleinen Donner am Schulterblatt nicht weiterführen können, haben wir den Laden zur Cocktail-Bar Chambre Basse umgebaut und trotzdem weiterhin nach einer Clubfläche gesucht. Das hat leider nicht geklappt. Entweder stimmte der Preis oder die Lage nicht. Nach einigen Exilveranstaltungen über dem PAL hatten wir schon mehr oder weniger damit abgeschlossen den Donner weiterzuführen – bis wir über diese Location gestolpert sind.

Wie ging es weiter?

In erster Linie wollten wir einfach die Fläche übernehmen, ohne zunächst ein Konzept zu haben. Nach langen Verhandlungen konnten wir den Laden bekommen und haben angefangen uns Gedanken zu machen. Den gleichen Club konnten wir nicht machen, weil wieder zu viel Nähe zu den Nachbarn besteht. Wir sind dann zu dem Schluss gekommen, den Donner wieder aufzumachen, aber eben als Bar und Nachbarschaftskneipe. Wir öffnen sieben Tage die Woche ab 17 Uhr. Am Wochenende werden wir spielen, worauf wir Bock haben, um auch die Leute abzuholen, die unsere Musik hören wollen – nur eben etwas leiser. Im Prinzip also ein neues Konzept aus dem Alten heraus.

Könnt ihr musikalisch dann noch das gleiche liefern wie im Kleinen Donner oder passt ihr euch dem Mainstream an?

Josi Miller, Trettmann-DJ, die auch am Eröffnungswochenende aufgelegt hat, war schon früher oft bei uns. Die würde ich musikalisch eher in den Underground einordnen. Im Prinzip haben wir in dem Bereich nicht viel verändert. Natürlich gibt es die Schwierigkeit, unser altes Booking fortzuführen. Im Donner hatten wir oft internationale Gast-DJs, die wir gerade so mit dem Clubeintritt querfinanzieren konnten. Das wird uns hier nicht mehr möglich sein, weil wir keinen Eintritt nehmen. Das Ambiente hat sich schon verändert.

Wolltet ihr weg vom Kellerclub-Image?

Weiß ich gar nicht. Das war alles recht ungeplant. Wir haben keinen Innenarchitekten beauftragt und gesagt, was wir haben wollen oder so. Ein Kumpel, der Architekt ist, hilft uns da ein bisschen. Im Prinzip schauen wir uns einfach die Fläche an und gucken, was möglich ist und unseren Geschmack trifft. Wir greifen zum Beispiel mit dem Holz das Donner-Thema ein bisschen auf. Aber wollen uns natürlich auch weiterentwickeln. Die Kronleuchter sind tatsächlich noch aus der Bar Rossi, die einfach so geil sind, dass wir sie haben hängen lassen. Wir wollen mit unserer Einrichtung nicht irgendein Image verkörpern – machen das eher so, wie wir auch unsere Wohnungen einrichten würden.

Das Schulterblatt weist eine immense Bardichte auf. Gerade mit Läden wie der Katze nebenan eine riesen Konkurrenz. Wie wollt ihr euch durchsetzen?

Ich glaube das passiert von alleine. Mir würde jetzt kein Laden auf dem Schulterblatt einfallen, der ein ähnliches Konzept hat. Klar, es ist eine Bar und es gibt Getränke, aber musikalisch gibt es nichts Vergleichbares hier auf der Ecke – außer vielleicht die Bernstein Bar, die großartig ist, aber selbst da sind jetzt keine wirklichen Überschneidungspunkte. Außerdem sehen wir das eher als Symbiose, nicht als Konkurrenz. Je mehr Läden in eine ähnliche Richtung gehen wie wir, desto besser eigentlich. Die Szene ist groß genug.

Am Eröffnungswochenende war der Laden gerammelt voll. Wie habt ihr das Publikum wahrgenommen?

Am Freitag war so ziemlich jeder da, den wir kennen. Ob vom Sehen oder persönlich. Das war wirklich krass. Samstag war es ein bisschen anders, weil das Spektrum Festival parallel lief. Es war schon ein bisschen mehr vom klassischen Schanzenpublikum am Start. Die haben natürlich auch mitbekommen, dass wir da sind und wollten den Laden mal auschecken. Aber grundsätzlich würde ich schon sagen, dass wir wieder mehr auf das Donner-Publikum zählen als mit dem Chambre Basse.

Ihr tretet ein großes Erbe an. Die Bar Rossi war jahrelang eine regelrechte Institution in der Schanze. Wie steht ihr mit eurem Laden zu den Veränderungen und der laufenden Gentrifizierung im Viertel?

Schwieriges Thema. Ganz klar treten wir hier in große Fußstapfen. Die Rossi war, würde ich behaupten, eine der erfolgreichsten Bars in ganz Hamburg. Das Thema Wandel des Viertels ist nicht einfach zu beurteilen. Alles verändert sich. Wir sind nicht die größten Kritiker was das angeht. Wir versuchen einfach das zu machen, worauf wir Bock haben und freuen uns, wenn es Leute gibt, die da auch Bock drauf haben. Solange das der Fall ist, machen wir weiter.

Text & Interview: Eylin Heisler
Fotos: Ole Masch

Donner Bar, Max-Brauer-Allee 279, Mo-So ab 17 Uhr


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, September 2018. Das Magazin ist seit dem 30. August 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


 

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Filmfest Hamburg – Mehr als politisch unbequem

Das Filmfest Hamburg (27. September bis 6. Oktober 2018) präsentiert sich wieder “politisch unbequem” und startet mit einer neuen Kategorie, in der ausschließlich deutsche Produktionen gezeigt werden –  die Sektion „Große Freiheit“. Was es sonst noch Neues zu sehen gibt, erfahrt ihr hier.

Deutsches Kino ist schon lange nicht mehr nur klamaukige Komödie. „Dass das deutsche Kino durchaus so spannend sein kann wie die große weite Welt haben Filme wie „Western“, „Wild“, „Vor der Morgenröte“ etc. in jüngster Zeit wieder bewiesen und so wollten wir unseren Anspruch an ein neugieriges und andere Erzählformen ausprobierendes Programm auch in eine eigene Reihe für Deutsche Kinofilme fließen lassen“, sagt Kathrin Kohlstedde, Programmverantwortliche beim Filmfest Hamburg. Etwa ein Dutzend Filme (die endgültige Anzahl stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest) werden deshalb um den neuen, mit 25.000 Euro dotierten Hamburger Produzentenpreis „Deutsche Kinoproduktion“ ins Rennen gehen. Der Name der Reihe, „Große Freiheit“, soll hierbei Programm sein, wie Filmfestleiter Albert Wiederspiel betont: „Der Sektionsname ist nicht nur eng mit der Stadt Hamburg verbunden. Er sagt auch aus, was wir uns für den deutschen Film wünschen: eine möglichst große erzählerische Freiheit mit viel Lust an anderen Themen und Sichtweisen.“

Das gilt selbstverständlich auch für alle anderen Sektionen. Da das Hamburger Filmfest kein A-Festival ist, das eine gewisse Anzahl von Weltpremieren zeigen muss, kann das Team aus dem Vollen schöpfen und auswählen, was es als sehenswert erachtet, ohne dabei Quoten erfüllen zu müssen. Das Ergebnis ist ein buntes Programm aus ­aller Welt, darunter viele Filme, die es sonst nicht in die Hamburger Kinos schaffen werden. Doch auch wenn es ein Publikumsfestival ist, sind alle gezeigten Filme Welt-, Europa-, Deutschland- oder zumindest Hamburg-Premieren, zu denen zahlreiche Gäste eingeladen sind. Einige der Filme sind bereits ausgezeichnet, so bekamen beispielsweise „Dogman“, „I Do Not Care If We Go Down In History As Barbarians“ und „Butterflies“ ins Cannes, Karlovy Vary und Sundance Preise verliehen.

Noch etwas ist Chef Wiederspiel bei der Ausrichtung des Festivals wichtig: „Als Privatperson fällt es mir schon schwer, nicht immer und überall politisch Stellung zu beziehen. Da ist es nur selbstverständlich, dass ich auch ein politisches Filmfest veranstalten möchte. Politisch heißt in diesem Fall, dass wir viele Filme haben, die die politische Weltlage reflektieren. Dass wir gerne Filme zeigen, die politisch unbequem sind. Und von politisch denkenden Regisseuren gemacht sind.“ So zeigt das Filmfest Hamburg mit „Leto“ von Kirill Serebrennikov und „Drei Gesichter“ von Jafar Panahi zwei Werke von Filmemachern, die trotz politischer Repression den Mut haben, in ihren Arbeiten die Einflussnahme auf das Leben und das künstlerische Schaffen selbst zum Thema zu machen. Ebenfalls spannend: „Mario“ (Sektion: Kaleidoskop) von Marcel Gisler, der am 2. Oktober in Anwesenheit des Regisseurs, der beiden Hauptdarsteller und der Mannschaft des FC St. Pauli Deutschlandpremiere feiert. Der in der Schweiz produzierte Film, der auch in Hamburg spielt, nähert sich einem Tabuthema und zeigt die Lebensrealität homosexueller Männer im Profifußball. Als die Anfrage zur Mitwirkung an den FC St. Pauli kam, musste man dort nicht lange überlegen, sagt Andreas Rettig, Geschäftsführer des FC St. Pauli: „Wir sind Überzeugungstäter und haben die Regenbogenfahne nicht aus Marketinggründen auf unserem Dach. Wir wollten unseren Teil dazu beitragen, dass auf das Tabu­thema Homosexualität im Profifußball aufmerksam gemacht wird.“

Und sonst? Neben „Große Freiheit“ gibt es in elf weiteren Sektionen rund 130 Filme zu ­sehen, vom popcorntauglichen Gefühlskino über Dokumentationen bis hin zu künstlerischen, höchst anspruchsvollen Essay- und Arthouse-Filmen. Ankerpunkt ist wie immer das Festivalzentrum (am Allende-Platz), in dem es Workshops, Diskussionen und Partys geben wird. Das vollständige Programm wird am 11. September bekannt gegeben.

Text: Maike Schade 
Foto: Hype Film


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, September 2018. Das Magazin ist seit dem 30. August 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Top 8 – Hamburgs beste Event-Locations von edel bis günstig

Gibt es einen Garant für eine gelungene Party? Klar: die Location! Damit euer Fest gelingt, empfehlen wir euch diese acht besten Hamburger Mietlocations: Von edel bis hip, von kostspielig wie Goldkrönchen bis günstig wie Flohmarkt-Schmuckstück – hier lässt es sich prima feiern. Alle hier bei uns, im wunderschönsten Hamburg.

1) Rolling Taste Room – Kreativ, regional, authentisch

Industriecharme trifft auf traditonelle Favourites. Die Eventlocation im Störtebeker-Haus glänzt mit Liebe zum ungewöhnlichen Detail: Originales Interieur aus dem 19. Jahrhundert trifft auf Comiclook. Die Showküche und Bar auf der einen Seite, Musikanlage auf der anderen – der Rolling Taste Room ist eine Konzept-Eventlocation mit allem, was bis zu 80 Gästen einen wunderbaren Abend verspricht.
Seit wann gibt es die Location? 2014. Umfangreiche Renovierung im Januar 2017
Wie viele passen rein? 50 Personen an großen Tafeln, 80 Personen als Stehparty
Für welche Anlässe geeignet? Jede lockere Veranstaltung: Geburtstage, Hochzeit, Produkt­präsentation, Tagung, Goldene Hochzeit …
Catering zubuchbar? Machen wir selbst
Preise: Auf Anfrage
Mindestverzehr: 1.500 Euro pro Veranstaltung
Reinungspauschale? 150 Euro
Security? Wird nicht benötigt

Rolling Taste GmbH Borstelmannsweg 143 (Hamm) Telefon: 60 53 38 20 

 

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2) Goldmarie (Bernsteinzimmer) – Eventlocation im Herzen von St. Pauli

Das Bernsteinzimmer im Souterrain der Loca­tion hat Platz für bis zu 50 Personen. Du kannst die Goldmarie aber auch komplett mieten … Den Empfangsbereich und die Flure teilen sich alle Feiernden, dafür gibt es auch zwei Stempel für die Orientierung – die Abende im gediegenen Goldmarie-Ambiente sind nämlich so fein, dass die Drinks mit den Lieben dort gleich doppelt so gut schmecken.
Seit wann gibt es die Location? 2013
Wie viele passen rein? 150 Thronsaal mit Empfangsbereich, 100 Bernsteinzimmer mit Empfangsbereich. Die Räume sind einzeln buchbar.
Für welche Anlässe geeignet? Geburtstage, Firmenfeiern, Veranstaltungen aller Art
Catering zubuchbar? Ja, frei wählbar, gerne aber von Die Leckeren
Preise: Moderat, es gibt Vorzugspreise für Gastgeber
Mindestverzehr: 450 Euro im Thronsaal, 250 Euro im Bernsteinzimmer
Reinungspauschale? Die Reinigung ist in der Raummiete von 150 Euro enthalten.
Security? 50 Euro anteilig für jeden Raum

Die St. Pauli „Amt der Nacht“ GmbH Hamburger Berg 11 (St. Pauli) Telefon: 0160 90 36 15 19 

 

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3) Theater im Zimmer – Klassizistische Villa mit toller Atmosphäre

Das historische Gebäude im Stile des Dänischen Klassizismus aus dem frühen 19. Jahrhundert umfasst ganze 600 Quadratmeter. Dazu kommt ein exorbitanter Garten – 350 Meter von der Alster entfernt. Eine Party im altertümlichen Gemäuer begleitet das Event-Team auf Wunsch mit Liveband, DJ, klassischem Ensemble oder sogar einer Improvisations-Theater-Show. Kultur-Location at it’s best für die Feiermeute mit Anspruch …
Seit wann gibt es die Location? Das Haus wurde 1829 gebaut
Wie viele passen rein? Bis zu 200 Personen
Für welche Anlässe geeignet? Firmenevents, Hochzeiten und Theater
Catering zubuchbar? Ja, große Liste an Business- und Privat-Caterern
Preise: Auf Anfrage
Mindestverzehr: Nein
Reinungspauschale? Auf Anfrage
Security und Service? Auf Anfrage

Alsterchaussee 30 (Harvestehude) Telefon: 44 88 44 Mobil: 0152 08 69 63 74 

 

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4) Pony Bar – Ungezwungen, gemütlich, vielfältig, studentisch

Am Campus der Universität Hamburg finden sich tagsüber Studenten, Professoren und Passanten zum Kaffee-Techtelmechtel ein. Doch der Slomo-Schein trügt: Die hübsche Location im Grindelviertel verwandelt sich zu später Stunde in „Hamburgs kleinstes Kulturzentrum“. Das Programm steht ganz im Sinne der Kultur- und Nachwuchsförderung, aber auch der legendären Privatpartys für Geburtstagskinder und andere Party-People.
Seit wann gibt es die Location? Seit 2004
Wie viele passen rein? Die Größe des Raumes beträgt in etwa 40 qm, es stehen gemütliche Sitzplätze für ca. 15 bis 20 Personen zur Verfügung. Im gesamten Raum finden bis zu 60 Personen Platz.
Für welche Anlässe geeignet? Privatpartys, Firmenfeiern, Präsentationen, Konzerte
Catering zubuchbar? Extern ja
Preise: Studentenpreisniveau
Mindestverzehr: Nein
Reinungspauschale? Nein
Security? Nein

Allende Platz 1 (Rotherbaum) Telefon: 42 83 87 89 5 E-Mail: info@ponybar.de ponybar.de

 

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5) Nachtigall – Entspannt …

Im Herzen des Kiezgeschehens und am Rande des Hamburger Bergs liegt ein wunderschön verwunschener Ort. Es ist die Nachtigall. Hört sich so märchenhaft an, wie es ist. In den puristisch gehaltenen Räumen der Eventlocation geht es nur um eines: dass ihr ein Fest feiert, von dem ihr euren Enkelkindern noch erzählen könnt. Geburtstag, Weihnachtsfeier, Klassentreffen – oder unkonventionelle Hochzeit, das hauseigene Tresenpersonal, ein waschechter Türsteher und ein DJ-Pult für eure eigene Playlist – all das ist im ziemlich fairen Mietpreis inbegriffen …
Seit wann gibt es die Location? August 2015
Wie viele passen rein? 50 bis 100 Personen
Für welche Anlässe? Jeder Anlass ohne Bestuhlung
Catering? Ja, von Die Leckeren aus Hamburg
Preise: Bier 2,70 bis 3 Euro und Longdrinks zwischen 6,20 und 6,80 Euro
Mindestverzehr: 450 Euro
Reinungspauschale und Miete: (inkl. DJ-Equipment) 150 Euro
Security: 50 Euro

Hamburger Berg 21 (St. Pauli) Telefon: 83 20 02 66 

 

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6) Fabrik der Künste – Kunst- und Kulturzentrum

Drei Geschosse für ein Event im Zeichen der Kultur. Wo sonst Präsentationen neuer Designerprodukte stattfinden oder Künstler die Räume als Atelier benutzen, da kannst du deine avantgardistische Megaparty feiern. Das Gemäuer wurde 2007 aufwendig restauriert, die alten Produktions- und Lagerräume designorientiert umgebaut – aber der Charme des alten Gebäudes ist erhalten geblieben. Eine besondere Eventlocation für alle, die Platz brauchen, Kultur lieben und keine Lust auf überkandidelte Goldstuckräumchen haben. Chapeau – das sieht aus!
Seit wann gibt es die Location? Die Fabrik der Künste wurde 2007 gegründet
Wie viele passen rein? ca. 250 Personen (Reihenbestuhlung auf einer von zwei Ebenen)
Für welche Anlässe geeignet: Ausstellungen, kulturelle Veranstaltungen, Fotoshootings, Tagungen, Seminare/Vorträge, Workshops
Catering zubuchbar? Ja und an kein Catering gebunden
Preise: Variabel
Mindestverzehr: Nein
Reinungspauschale: 250 Euro
Security: Auf Anfrage

Fabrik der Künste (HafenCity) Kreuzbrook 10/12; Telefon: 86 68 57 17 

 Fabrik-der-Kuenste

7) Sturmfreie Bude – Charmantes Apartment, urban wie ein Kreativspot

In der Küche nicht nur kochen, sondern gastronomisch durchdrehen, auf der XL-Couch nicht nur entspannen, sondern gekonnt abdriften, nicht nur Feierabendbier, sondern auf der Dachterrasse aufs Leben anstoßen … klingt nach einem privaten Märchen, ist aber buchbar! Die inspirierende Location der Sturmfreien Bude kannst du für die Feier mit deinen Freunden buchen.Vielleicht ist eines der Apartments im angesagten Karoviertel ja sogar die richtige Entscheidung für den nächsten Junggesellenabschied. (symb. Abb.)
Wie viele passen rein? Bis zu 50 Personen
Für welche Anlässe geeignet? PR-Events, Seminare, Kochevents, Privatpartys
Catering zubuchbar? Vermietung nur in Kombination mit den Partner-Caterern Hobenköök, Rolling Taste oder Traiteur Wille
Preise: Bis zu fünf Stunden kosten 950 Euro, fünf bis neun Stunden kosten 1.400 Euro, jede weitere angefangene Stunde kostet zusätzlich 120 Euro
Mindestverzehr: Pro Person halbtags 16 Euro, ganztags 23 Euro
Reinungspauschale? Nein
Security und Service? 20 Euro pro Servicekraft und Stunde, aber on demand

Lübecker Str. 1 (St. Georg) / Flora-Neumann-Str. 6 (Karolinenviertel) Telefon: 43 21 40 60 

 

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8) Sky Lounge – Feiern im Herzen Hamburgs

Über den Dächern Hamburgs in einem der angesagtesten Spots feiern – herrlich. Die Sky Lounge im SIDE Hotel kann man exklusiv mieten, wenn einen die Feierlaune packt. Im achten Stock gelegen, bekommen deine Gäste hier nicht nur exzellentes Catering im Stile von „endless – sophisticated BBQ’s“ mit Dry-aged-Steak, einer enormen Auswahl erlesener Weine, frischer Craft Biere und leckerer Cocktails sowie feinsten Desserts, sondern auch die frische Luft des Hamburger Himmels geboten – und die große Fensterfront eröffnet einen kongenialen Blick über unsere Hafen­metropole.
Seit wann gibt es die Location: seit 2001
Wie viele passen rein? 80 für den Empfang, 45 fürs Dinner
Für welche Anlässe geeignet? Dinner, Empfänge, Präsentationen
Catering zubuchbar? Ja, das Meatery Event Erlebnis
Preise: Raummiete ab 2500 Euro, Dachterrasse zusätzlich zu nutzen… Menü ab 69€
Mindestverzehr: Raummiete als Basis
Reinungspauschale? nein
Security und Service? Zusätzlich buchbar

Drehbahn 49 (Neustadt) Telefon: 30 99 95 45 E-Mail: bankett@side-hamburg.de

 

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SZENE HAMBURG Feste Feiern 5/ 2018

 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG FESTE+FEIERN 2018/19. Das Magazin für alle Fragen rund ums Feiern ist seit dem 31. August 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop erhältlich! 


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Frisch im Oberhafen: Die Hobenköök ist eröffnet!

Gutes Zeug Kartoffel, Möhren und Co. vom Bauern aus der Region landen direkt in den Körben der Markthalle – eine bis spätabends geöffnete Alternative zu den Wochenmärkten.

Seit dem 10. August 2018 hat die Hobenköök Tür und Tor für Genießer geöffnet. In der zu Plattdeutsch „Hafenküche“ gibt es neben zahlreichen Produkten aus Manufakturen und von Höfen aus der Region, besondere Gemüse der Saison, die es nur selten in einen normalen Supermarkt schaffen. „Gelbe Karotten, weiße Bete, Zitronengurken – ich koche damit bereits seit Jahren und alle haben mich ständig gefragt, wo es die zu kaufen gibt. Meine Antwort war immer die gleiche: auf dem Wochenmarkt“, so Thomas Sampl.

Doch die meisten, mit denen er darüber sprach, sagten ihm, dass sie zu den typischen Marktzeiten bei der Arbeit seien. Der Spitzenkoch und Initiator der Markthalle sah ein Problem, für das in Hamburg bisher noch niemand eine Lösung gefunden hatte. Unterstützt von seinen Partnern und Gastronomen Neele Grünberg und Frank Chemnitz entwickelte er deshalb das neuartige Konzept der Hobenköök. Die bietet ab jetzt ein typisches Wochenmarktsortiment mit Produkten aus der Region – bis abends und am Wochenende. So können auch Hamburger, die erst um 20 Uhr aus dem Büro kommen noch gute und außergewöhnliche Lebensmittel einkaufen.

Doch Fans von regionaler Küche können hier nicht nur shoppen, sondern im Restaurant der Markthalle auch speisen. Damit wurde ein schöner Ort zum Genießen und die Lösung für ein weiteres Problem geschaffen: Denn wo Lebensmittel verkauft werden, werden sie in der Regel auch weggeschmissen.

Thomas Sampl und sein Team wollen genau das vermeiden. So werden köstliche Menüs aus den Sachen gekocht, die woanders wohl ein paar Tage später im Müll landen würden. Ein Konzept, das schmeckt.

Text und Foto: Jennifer Meyer, Jupiter Union

www.hobenkoeoek.de, Stockmeyerstraße 43, Mo-Sa 10–20 Uhr.


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