ByteFM-Kolumne Vol. 3: Kraftwerk kommt

Die “Godfathers of Electro” spielen in Hamburg. Monique Schmiedl orakelt, wie sich ihr Konzert anfühlen wird

“Kraftwerk? Was willst du denn bei Kraftwerk? Du hörst die doch gar nicht?”

“Naja, wer weiß, wie lange die’s noch machen. Da muss ich die natürlich sehen!”

Oha. Ich stelle mir gerade vor, wie ein Großteil der Konzertbesucher aus dieser Motivation heraus zum Hamburg-Gig der “Godfathers of Electro” gehen. Was wird das für eine Stimmung? Wie kann so ein Konzert aussehen? Wie wird es sich anfühlen? Aber der Reihe nach: Kraftwerk haben gerade mit viel Furore und großer Medienpräsenz ihre neue Tour im November angekündigt. Auch Hamburg wird bespielt – Ende November im ausverkauften CCH. Hurray! A once in a lifetime chance.

Binnen zwei Stunden nach Ankündigung zeigte mir Facebook an, dass 12 meiner Freunde an der Veranstaltung teilnehmen. Kurz zur Erinnerung: Der Vorverkauf war zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal gestartet. Funfact: Nicht einer meiner Facebookfreunde hat Kraftwerk geliked. Sind das alles Die-Gelegenheit-muss-man-beim-Schopfe-packen-Konzertbesucher? Wissen die, dass Kraftwerk gar nicht mehr wirklich Kraftwerk ist, weil Gründungsmitglied und Brain Florian Schneider nicht mehr dabei ist?

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole – Was wird das wohl für ein Konzert? Die ersten drei Songs Bombenstimmung, weil alle ganz aufgeregt sind und sich wie Bolle freuen, die Jungs noch schnell gesehen zu haben, bevor sie nicht mehr Musik machen? Handys in die Luft und jede Sekunde mitfilmen? Könnte ja für die Ewigkeit sein. Eieiei, in Kraftwerks Schuhen möchte ich nicht stecken. Die legen besser ein Knüller-Konzert hin und reißen alle mit.

Aber ganz ehrlich: Wirklich Sorgen, dass die “Jungs” das nicht schaffen, mach ich mir nicht. Schließlich schöpft das Quartett aus einem Oevre, dass sich kaum vergleichen lässt. Neben den – nennen wir sie liebevoll – Sensations-Touristen, werden sich Liebhaber und Fanatiker einfinden. Die werden den Abend annektieren und jene Band feiern, die für die Prägung, wenn nicht gar Gründung eines ganzen Genres verantwortlich ist.

Kraftwerk in Hamburg. Dass ich das noch erlebe!

Text: Monique Schmiedl

 

Who the fuck are ByteFM & Monique Schmiedl?

Monique Schmiedl_ByteFM

ByteFM ist moderiertes Internetradio mit handverlesener Musikauswahl, Sammelbecken für Musiknerds und Auffanglager für Kulturjunkies. Hier leben Journalisten, Musiker, Kenner und Liebhaber gemeinsam ihre Liebe zur Musikkultur jenseits der Mainstream-Hitgarantie. Monique Schmiedl ist Teil dieses Geklüngels. Ob Nerd oder Junkie – ohne Musikkultur geht bei ihr nichts. Stets den Schreiber-Stift am Anschlag, ist Monique mit offenen Ohren und Augen in Hamburgs Musikszene unterwegs. Für die Liebe zur Stadt, für sich, für euch, für ByteFM und für SZENE HAMBURG.

Die flexible Familie Lizajous

Das Kollektiv aus Akrobaten, Wissenschaftlern, Medienkünstlern und Musikern zwischen Hamburg und Barcelona kommt ins Sprechwerk

Lissajous-Figuren sind Kurvengraphen. Sie entstehen durch die Überlagerung zweier harmonischer Schwingungen. Und wenn es dabei zu einer leichten Abweichung kommt, dann entsteht der faszinierende Effekt einer langsam rotierenden Figur in 3D. Man kann das als Sinnestäuschung auffassen, aber auch wesentlich bedeutungsvoller als eine Ästhetik der Physik.

Familie Lizajous LaRed Hmaburg

So sieht es auch die Familie Lizajous, ein avantgardistisches, interdisziplinäres Kollektiv aus Wissenschaftlern, Medienkünstlern, Musikern und Akrobaten zwischen Hamburg und Barcelona. Sie verstehen Licht und Schall als physikalische Schwingungen und übersetzen diese zu einer ganz eigenen Art der Ästhetisierung des Raums in Beleuchtung und Klang – Überraschungen sind inbegriffen.

Familie Lizajous Hamburg

In “LaRed – Das Netz”, dem neuesten Stück der Familie Lizajous, verbindet sich die spielerische Offenheit des Cirque Nouveau mit virtuellen Elementen. Auf der Suche nach dem autonomen Selbst geraten Akteure, sphärische Musik und Gesang in ein faszinierendes Wechselspiel, in welchem alles miteinander verbunden zu sein scheint.

Text: Reimar Biedermann

Hamburger Sprechwerk
Klaus-Groth-Straße 23 (Borgfelde)
29.–30.5., 20 Uhr

Elbjazz-Clubnacht (29.+30.5.)

Zum 6. Mal findet das Elbjazz-Festival statt. Zum 1. Mal wird auch Nachtschwärmern ein Programm geboten

Die Pressekonferenz im Jazzclub Hadleys ist bis auf den letzten Platz besetzt. Diejenigen, die gleich ans Mikro treten, haben einiges dafür getan, ein großes Medienecho herzustellen. Es gibt Neuigkeiten: Die Elbjazzer wollen ihr Programm einem breiteren Publikum schmackhaft machen. Erklärtes Ziel der Veranstalter: für Menschen interessanter zu werden, die bis jetzt mit Jazz nicht viel anfangen konnten.

An erster Stelle steht das genreübergreifende musikalische Programm, welches auf mehrere Spielorte entlang der Elbsüdseite verteilt wurde und den Hafen erneut in eine riesige Bühne für Livemusik verwandeln soll. Doch auch das Rahmenprogramm wurde in diesem Jahr massiv ausgebaut. Neben einem erweiterten gastronomischen Angebot, für das die hiesige Foodtruck-Szene eingeladen wurde, oder einem umfangreichen Kinderprogramm wird das Elbjazz-Festival bis zum Sonntag auch an verschiedenen Orten der Stadt präsent sein.

Besonders spannend für Nachtschwärmer ist die Premiere der Elbjazz-Clubnacht. Wenn gegen 23 Uhr auf dem Hauptgelände bei Blohm + Voss die Lichter langsam ausgehen, zieht der Festival-Tross vom Süden der Stadt in den Norden. “Die Clubnacht bildet den Abschluss und die Möglichkeit, bis in den Morgen zu tanzen”, freut sich Festivalchefin Tina Heine. “Die Stadt wird eingebunden und Clubs bringen aus ihrer Szene heraus Programmpunkte ein.”

Die Ausweitung des Begriffs “Jazz” zeigt sich hier besonders deutlich. Mit Golem, Mojo, Nochtwache, Prinzenbar, Resonanzraum sowie Uebel & Gefährlich sind gleich mehrere Läden beteiligt, die mit dem Genre eher nicht in Verbindung gebracht werden. Während es im Mojo-Jazz-Café noch recht genrenah zugeht und dort Freitag- und Samstagnacht verschiedene Elbjazz-Künstler zur Open Jam Session laden, öffnet sich das Musikfeld zwei Stockwerke tiefer mit Deep-House-Afroklängen von Boddhi Satva oder einem Auftritt der HipHop-Formation The Mouse Outfit.

ElbJazz Festival Hamburg Atmo

Foto: Frank Jasper

Auch in anderen Clubs spiegelt sich die vielfältige musikalische Bandbreite. Da reicht das Programm von zeitgenössischem Garage House von xxxy in der Nochtwache über futuristischen Space-Pop der Band Pollyester im Golem bis hin zu klassischer Kompositionstechnik vermischt mit dem Rums einer Kick Drum von Seth Schwarz in der Prinzenbar.

Im Turmzimmer des Uebel & Gefährlich gar präsentiert das Festival mit „District66“ eine neue Veranstaltungsreihe des Clubs, die sich auf Techno in allen Facetten fokussiert und die mit Ronald Albrecht und Andre Kronert zwei Headliner zu Gast hat, bei denen Fans der härteren elektronischen Gangart auf ihre Kosten kommen.

Wie das noch zum Elbjazz passt, erklärt Wiebke Pranz, Bookerin vom Golem und verantwortlich für den Clubrahmen, so: “Das Elbjazz versteht sich als Festival, bei dem die musikalische Basis im Jazz wurzelt, das aber auch für andere Genres die Grenzen öffnet. Wir freuen uns, wenn nicht nur der klassische Jazzfan mit dem Elbjazz in Kontakt kommt, sondern auch junge Leute, die mit der Clubkultur vertraut sind. Es war uns daher wichtig, dass die Clubs ein Programm machen, womit sie ihre Zielgruppe erreichen. Ein Jazzabend im Uebel & Gefährlich würde da wenig Sinn machen.”

Der Clou: Die Clubnacht ist nicht nur für Festivalbesucher im Preis enthalten, sondern für jeden anderen zugänglich. “Es wird ein gesondertes Clubticket geben, mit dem man in beiden Festivalnächten durch die teilnehmenden Clubs ziehen kann”, so Pranz. Ob sich am Ende Vater und Tochter beim Tanzen in der Prinzenbar treffen, wird sich zeigen. Für das Nachtleben der Stadt ist die Elbjazz-Clubnacht auf jeden Fall eine Bereicherung.

Text: Ole Masch

29.–30.5., Festival und Clubnacht

Habe Idee, suche Investoren

Crowdfunding: Planst du noch oder sammelst du schon? Hamburgs Kreative und Gründer haben die Schwarmfinanzierung für sich entdeckt. Einige Projekte im Überblick

Da ist sie, die genialste Idee aller Ideen. Mit ihr bekommt das Leben einen Sinn. Damit gelingt der Durchbruch. Oder die Welt wird schlicht ein bisschen besser. Wie tragisch, wenn es bei ihrer Umsetzung schlicht an der Finanzierung scheitert. Wie gut, dass es einen Weg gibt, die eigene Idee sponsern zu lassen. Dieser Weg führt an den Banken vorbei und man kann gleichzeitig ausloten, ob den Leuten gefällt was man vor hat.

Die Rede ist von Crowdfunding. So funktioniert die Schwarmfinanzierung: Auf Onlineportalen wie Startnext, Kickstarter oder auf Nordstarter (speziell für Hamburg) stellt man sein Projekt in Text und Video vor, gibt eine Zielsumme an und legt fest, was die Investoren bekommen, wenn sie in die eigenen Träume investieren. Dann startet die Kampagne – und das große Zittern: Kommt genug Geld zusammen für das erste Album, die eigene Aalzucht, das Baumhaushotel oder wovon auch immer die Menschen träumen?

Mittlerweile findet man auch viele Projekte aus Hamburg in den Listen. Ein Beispiel aus dem Nachtleben: Die Hasenschaukel in der Silbersackstraße wurde mittels Crowdfunding vor der Schließung bewahrt. Wir haben uns weiter umgeschaut und spannende Hamburger Projekte gefunden.

1) Hanseatische Materialverwaltung (HMV): “Ein Fundus für alle”

Status: aktiv | Seit zwei Jahren gibt es den gemeinnützigen Fundus im Oberhafen. Das Team rettet ausrangiertes Material, hochwertige Requisiten und Bühnenbilder großer Theater und Filmsets vor der Entsorgung und verleiht sie an kreative Projekte. Die Ausleihgebühr ist gering und die Halle, in der die bunte Sammlung untergebracht ist, kostenintensiv im Unterhalt. Nun will die HMV die entstandene Finanzierungslücke mittels Crowdfunding schließen. Die Kampagne endet am 30. Juni.

 

2) Edition Umbruch

Edition_Umbruch_Presse_02Status: aktiv | Vier Masterstudentinnen der HAW Hamburg (Department Design) suchen Unterstützung für den Druck ihrer Publikation “Edition Umbruch” – ein hochwertiges Buch in limitierter Auflage. Darin soll es um das Publizieren im digitalen Zeitalter und die Rolle des Gestalters gehen. Zu Wort kommen bekannte Menschen aus der Gestaltungsszene und dem Verlagswesen, unter anderem Experten von Die Zeit, Neon, Stiftung Buchkunst, und Paperlux. Die Kampagne endet am 15. Juni.

 

3) KEBAP

Status: abgeschlossen | Die Abkürzung steht für KulturEnergieBunkerAltonaProjekt. Eine Gruppe aktiver Hamburger möchte den “leerstehenden Betonklotz” in der Schomburgstraße 6 bis 8 sinnvoll nutzen – als Raum für Kultur, für eine dezentrale Energieerzeugung und einem Nachbarschaftsgarten auf dem Dach. Der Bunker ist Eigentum des Staates. Damit die Stadt Hamburg ihn kaufen könnte, müssen eine Machbarkeitsstudie, eine formelle Bauvoranfrage und ein Nutzungskonzept initiiert werden. Bis dahin will man in einem KEBAPmobil vor Ort präsent sein um Veranstaltungen zu organisieren, die Hochbeete vor dem Bunker zu bewirtschaften und Informationen zu verbreiten. Für das Projekt wurden die benötigten 3.850 Euro gesammelt.

 

4) Fahrradgarderobe

Status: aktiv | Die zwei Hamburger Gründer Helen Schepers und Michael Kellenbenz wollen mehr Menschen motivieren, mit dem Fahrrad zu Veranstaltungen zu fahren. Ihre Fahrradgarderobe (Foto oben) garantiert eine sichere Aufbewahrung der Zweiräder – so haben Diebe keine Chance. Zudem soll ein Reparaturservice und eine Ladefunktion für E-Bikes angeboten werden. Beim Reeperbahn Festival, der Altonale, dem Dockville Festival und dem Wilhelmsburger Insellauf kam die Garderobe schon zum Einsatz. Nun möchte das Team expandieren und braucht Investoren. Die Kampagne läuft noch bis zum 26. Mai.

 

5) Leerstandsmelder.de

Status: abgeschlossen | Die größte deutschsprachige Plattform zum Thema “Leerstand” wird ehrenamtlich betrieben. Online, in einer interaktiven Übersichtskarte, kann jeder vermerken, wo in seiner Stadt Gebäude leerstehen. So wird Transparenz geschaffen und in Ballungsräumen, in denen Wohnungsnot herrscht, auf Missstände hingewiesen. Die Betreiber des Portals (in Hamburg ist das der Gängeviertel e.V.) wollen einen “sozial gerechteren und nachhaltigeren Umgang mit dem räumlichen Potential von Leerständen anregen”. Die Plattform braucht dringend eine technische Erweiterung und soll als App nutzbar gemacht werden. Die dafür benötigten 10.000 Euro wurden erfolgreich eingesammelt.

Foto: Hinrich Carstensen

Frühlingsfest im Oberhafen (23.+24.5.)

Die Hanseatische Materialverwaltung feiert Geburtstag mit Livemusik, Skurrilitäten-Flohmarkt, Schießbude und “Saufi Saufi”

Ein paar Treppenstufen führen in eine andere Welt: Sie besteht aus Las Vegas-Leuchtreklame, Riesenkassetten, Oma-Kommoden, einer Armee alter Spielautomaten und Gasmasken. In was für einem Kabinett der Skurrilität sind wir hier gelandet? Dem, der Hanseatischen Materialverwaltung (HMV)!

Der gemeinnützige Fundus im Hamburger Oberhafen ist seit zwei Jahren eine Art Auffanglager für ausgediente Requisiten und Kulissen, deren Entsorgung jedem Freund absonderlicher Gegenstände das Herz brechen würde. Gegen eine günstige Gebühr kann man die kleinen und großen Objekte hier ausleihen – kreative, soziale und gemeinnützige Projekte dürfen diesen Dienst in Anspruch nehmen.

Am Wochenende (23. + 24. Mai) feiert das Team der HMV Geburtstag – mit einem großen Frühlingsfest. Da  wird einiges geboten: Livemusik und ein großer Fundusflohmarkt, die Lichtbildkiste ist vor Ort (Fotos schießen mit Perücke und Hut), die mobile Hochzeitskapelle St Pauli Chapel of love fährt vor, in Lottas Schießbude kann man analoge Ballerspiele zocken. Der KANDIE SHOP sorgt für Waffeln und Bonbons, Volkers Kaffeeklappe für ambitionierte Schnittchen, Marc von der Nowa Huta serviert Blinis und Langos.

Parallel zum ersten Festtag startet die Crowdfunding-Kampagne “Ein Fundus für alle? – Nur mit Euch!”. Das Projekt benötigt finanzielle Hilfe von außen, um weiter bestehen zu können. Unterstützer werden belohnt – mit Wundertüten, Fundstücke aus den heiligen Hallen aber auch eine Privatparty im dekorierten HMV-Wohnmobil “Tiffy” kann gebucht werden. Ausnahmsweise alles eine Frage des Geldes…

Text: Lena Frommeyer
Foto: Christina Hansen

Hanseatische Materialverwaltung
Stockmeyerstraße 41-43 (Oberhafen)
23. + 24.5., Eintritt: 2 Euro

Straßenfest: 10–20 Uhr
Fundusflohmarkt: 10–16 Uhr

Jannes Wochenrückblick Vol. 6

Kolumne: Der Tag danach – Resümee eines Feierwochenendes, ohne Stimme und mit sieben Stempeln auf der Hand

Ich darf hier Sonntag für Sonntag berichten, was mich in der vergangenen Woche in Hamburg bewegt hat. Wenn Pfingsten ist, ausnahmsweise auch mal am Montag. Gestern habe ich vergessen zu schreiben, weil ich einen imposanten Kater und sieben Stempel auf der Hand hatte anstatt Gehirn oder Stimme. Dafür gibt es einen guten Grund.

Das lange Wochenende war bis an den Rand gefüllt mit Open Airs, die Hanseatische Materialverwertung lud zum großen Geburtstagsfest, die “Hallo Festspiele” feierten Premiere, es war ESC, FCP und HSV spielten gegen den Abstieg und das Wetter hatte zwischen Regenschauern und Sonnenbrand nun wirklich alles zu bieten. Umgeben von diesem Wust an Events haben wir mit unserem clubkinder e.V. ein Festival in zwölf Locations auf unsere zerschlissenen Jeans-Beinchen gestellt.

Die beteiligten Clubs und Bars haben tolle Künstler mit und für uns gebucht. Ismail und Tobias, zwei sagen-wir-mal populäre Hamburger DJ-Kollektive, standen bei den Opening-Nächten im Baalsaal und Uebel & Gefährlich am Pult (mit den Jungs von Moonbootica und Digitalism), Samstag ging es weiter auf dem MS Stubnitz mit ILL und dem Hafenklang. Insgesamt haben wir von Donnerstag bis Sonntag gefeiert.

Wunderschön an diesem Wochenende war für mich der Hilfsaspekt, das gemeinsame Anpacken für eine gute Sache: Die Eintritssgelder fließen in Hilfe für unbegleitete jugendliche Zuwanderer. Wir sammeln gerade die Spendendosen der Locations ein, damit wir wissen, wie viel für das Projekt mit dem Deutschen Kinderschutzbund zusammengekommen ist.

Das alles ist eine Leistung von vielen – dem Team, den Helfern, allen, die mitgefeiert haben. Ungefähr jedes Hamburger Medium hat über uns berichtet, zig Freunde tauschten ihre Profil- und Titelbilder auf Facebook aus und zeigten sich solidarisch. Vielen Dank dafür!

Habt einen schönen Start in die Woche, ich schau jetzt die Simpsons und bestelle Asiatisch, wir lesen uns Sonntag wieder, Jannes

Who the fuck is Jannes?

Jannes Vahl hat den gemeinnützigen Verein Clubkinder e.V. gegründet. Mit Konzerten, Partys oder Events sammelt er Spenden für soziale Projekte in Hamburg, beispielsweise mit der Tagebuchlesung. Außerdem leitet er die Kreativagentur Flutlotsen mit Büro auf St. Pauli. Mit seinem Compagnon Joko setzt er hier Projekte um. Jannes Vahl hat 5.000 Facebookfreunde, trinkt Craft-Bier, mag die Band Pearl Jam und versendet digitale Herzchen. In seiner neuen Kolumne berichtet er jeden Sonntag über ein Hamburger Thema, das ihn in der letzten Woche beschäftigt hat.

Foto: Julia Schwendner

Hamburger Festivalsommer

Open Air 2015: Hamburg geht raus! Von HipHop bis Elektro, von Poetry bis Rock von Festival bis soziale Galerie – dieser Sommer hat viel zu bieten. Ein Überblick

Elbjazz Festival

Magische Klänge unter Kränen. Inzwischen ist es eine Erfolgsgeschichte geworden: Zum sechsten Mal läuft am 29. und 30. Mai das ELBJAZZ Festival mit diversen Bühnen auf der Werft Blohm+Voss und in hafennahen Locations. Auch das Programm kann sich wieder sehen lassen, auch wenn die Superstars des Jazz fehlen. Es gibt jedoch eine ganze Reihe Musiker und Ensembles zu entdecken wie Baptiste Trotignon und Edward Perraud. Auch mit einer Reihe bekannter Namen wartet das Festival auf: Marc Ribot, Rolf Kühn, Erlend Øye, Enrico Rava, Jacky Terrasson, Jon Hassell und Michael Wollny werden mit Sicherheit für magische Momente sorgen. Wenn dann auch noch das Wetter mitspielt, kann es ein tolles Jazz-Wochenende werden. / OEH
29.–30.5., Blohm+Voss und weitere Locations

Bajazzo Zeltfestival

Kunst und Konzerte beim Bajazzo Zeltfestival, u. a. mit Die Sterne, Curse, The Age Of Sound
29.5.–5.7., Schanzenpark

Broken Forms Open Air

H.O.S.H. und Daniel Stefanik kommen zum Broken Forms Open Air, Aftershow in der Villa Nova
30.5., Cablesport Arena Pinneberg, 12 Uhr

Blurred Edges

Das Blurred Edges Festival für aktuelle Musik
5.–20.6, diverse Locations

Grünanlage

Die Elbhalbinsel Entenwerder verwandelt sich in diesem Sommer zum Open Air-Mekka (siehe Foto). Jemand, der seit vielen Jahren weiß, dass man in Rothenburgsort unter freiem Himmel herrlich feiern kann, ist auch diesmal mit von der Party-Partie. Im Gegensatz zu vielen neuen Veranstaltern bleibt die Grünanlagen-Crew um Jörg Hill dem alten Motto treu: umsonst (!) & draußen. Für ihr erstes Open Air seit Eröffnung des eigenen Villa Nova-Clubs hat sie sich gleich mehrere Größen der elektronischen Szene eingeladen. Neben dem Hamburger Duo Extrawelt, das für seine melodischen Techno-Sets bekannt ist, spielt mit Oliver Huntemann eine weitere Institution deutscher elektronischer Tanzmusik. Auch die Grünanleger H.O.S.H., Jay Pauli und Mike Peppel sind am Start. Und wer nach 22 Uhr weitertanzen will, für den steigt die Aftershow-Party natürlich im eigenen Laden in der Talstraße 9.
6.6., Entenwerder, 14 Uhr

Bunker Slam Open Air

Wie? Keine DJs? Keine Bands? Ja, Mann. Open Air geht auch anders – und ist mindestens genauso gut. Den Bunker Slam, der sonst genau da ist, wo ihr gerade denkt, zieht’s nach Entenwerder. Zu Tausenden und Abertausenden wollen sie kommen, die Fans des Wortgewandten – glaubt man zumindest einem einschlägigen sozialen Medium. Zu Recht, denn an der frischen Luft kann das Gehirn die wortgenialen Zeilen der Poetry-Slammer gleich noch viel besser aufnehmen. Der Bunker Slam ist eines der etabliertesten Events in Deutschland. Aus allen Himmelsrichtungen pilgern die Poeten deshalb jeden Monat in die Hansestadt. Beim Open Air dabei ist unter anderem Slammer-Koryphäe Patrick Salmen, Michel Abdollahi wird moderieren. Ein Konzert drängt sich übrigens doch dazwischen: Enno Bunger spielt live. Und auch bei seinen Texten lohnt sich das genaue Hinhören.
13.6., Entenwerder, 14 Uhr

Stil vor Talent Festival

Oliver Koletzki, HVOB und Klangkünstler kommen zum Stil vor Talent Festival
14.6., Entenwerder, 14 Uhr

Daughterville Festival

Hamburger Jugendliche organisieren das eintägige Daughterville Festival nun schon zum dritten Mal. DJs und Bands spielen hier live – unter anderem das hiesige Schwestern-Duo JOCO.
4.7., Dockville-Gelände, Wilhelmsburg

Wutzrock

Eine Institution des Hamburger Festivalsommers ist ohne Frage das Wutzrock. Zum 37. Mal (!) findet das Event für den guten Zweck statt. Gefestivalt wird am Eichbaumsee in Allermöhe, bei Bergedorfs Neubausiedlungen – wo damals alles begann. Für die Jugend gab es dort in den Siebzigern keine Sozialeinrichtungen, und so vereinten sich die jungen Linken für ein selbstverwaltetes Haus. Für mehr Aufmerksamkeit sollte ein Fest her – so groß wie Woodstock: Wutzrock war geboren – solidarisch, nicht kommerziell, gegen Sexismus und antifaschistisch. Bis heute ist das so. Zugesagt in diesem Jahr haben bisher Die Letzte Instanz, Neonschwarz, Adam Angst und Messer. Ein Kinderfest, Theater und Kleinkunst gehören sowieso dazu, und schon können die drei Tage mit Rock, Punk, Ska und Reggae losgehen.
24.–26.7., Eichbaumsee, 10 Uhr

Millerntor Gallery

Soziales Kulturevent: Namhafte Kunstschaffende, darunter Clemens Behr und Herakut, treffen im Rahmen der Millerntor Gallery auf vielversprechenden Nachwuchs. Das Thema des diesjährigen Kunst-, Musik- und Kulturfestivals lautet “Unfamiliar” – das Potenzial der Perspektiven.
2.–5.7., Millerntor-Stadion des FC St. Pauli

Live Circus

Alle Farben und Wankelmut kommen u.a. zum Live Circus auf die Halbinsel
11.7., Entenwerder, 14 Uhr

Moonbootica

Open Air von und mit den DJs KoweSix und Tobitob alias Moonbootica
12.7., Entenwerder, 14 Uhr

Habitat

Für Nachtschwärmer und Bassfetischisten ist das Habitat Festival der natürliche Lebensraum
17.–19.7., Hohenlockstedt

MS Artville Richtfest

Unter anderem treten Ratkat und Tilman Tausendfreund beim MS Artville Richtfest auf
25.7., Wilhelmsburg, 16 Uhr

Rabatz Open Air

Das Rabatz Open Air steht für feinen Techno und House
25.7., Landhaus Walter, 12 Uhr

MS Artville

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Vogelball, MS Artville (Foto: Sarah Bernhard)

Sommer, draußen, Wilhelmsburg, Hafenromantik, Freiraum: Die MS Artville vereint auf dem Kunstcamp die schönsten Seiten Hamburgs – und gleich mehrere Open Airs, die uns in eine noch schönere Welt katapultieren sollen. Von local heroes wie Speckmann (Beykin) oder Tilman Tausendfreund bis zu den gehypten Cookachoo aus Holland sorgt die MS Artville für eine Kreuzfahrt von Electronica nach Techno. Fast den ganzen Sommer über wird auf dem Gelände getanzt: Beim ers-ten Sonnenfeste (5.7.) Anfang Juli schallt die Katermukke – und das noch vor dem Richtfest. Später sieht man sich wieder im Butterland (2.8.) oder bei der Königin der Artville-Veranstaltungen, dem Vogelball (1.8.), zu dem wieder junges Federvieh in Scharen erwartet wird. Insgesamt acht Mal lockt die MS Artville mit Open Airs in den Süden der Stadt – und wir sollten dem Ruf folgen.
25.7.–9.8., Alte Schleuse 23

Spektrum

Was das Spektrum des Spektrums angeht, ist das Spektrum ziemlich einmalig in der Hamburger Open-Air-Festival-Welt. Alles Gute mit Beat darf mitmachen. HipHop trifft auf Electronica und UK Bass und eben alle anderen Spielarten. Deutschrap gibt dabei den Ton an: K.I.Z., Schwesta Ewa, Audio88 & Yassin und Chefket spielen live. Dope D.O.D., Kate Tempest, Skepta oder Coely verleihen den beiden Bühnen dann internationalen Sprechgesang-Flair. Und Siriusmode-selektor, ein Projekt des Duos Modeselektor und Produzent Siriusmo, drückt uns beat- und basstechnisch auch noch schön eins rein. Eine dritte Stage wird von den Musiknerds der Red Bull Music Academy kuratiert. Electronica steht hier auf dem Plan. Großartig Gefrickeltes von Lapalux oder Manchester-Warehouse-Feeling mit Andy Stott gibt’s auf die Ohren. Jetzt soll noch mal
einer sagen, da wäre nichts für ihn dabei – und das Line-up ist Ende April noch nicht einmal komplett!
1.8., Dockville-Gelände, 12 Uhr

A Summer’s Tale

Patti Smith, Damien Rice, Belle & Sebastian kommen unter anderem zum A Summer’s Tale
5.–8.8., Luhmühlen

Hamburger Kultursommer

Cro und Revolverheld gestalten den Hamburger Kultursommer
18.–30.8., Trabrennbahn

MS Dockville

Der Klassiker unter den Hamburger Festivals südlich der Elbe mit José González, Friska Viljor, Blomqvist (live), der Antilopen Gang und vielen mehr
21.–23.8., Wilhelmsburg

Soul im Hafen

Neue Location für das entspannte Musikfestival Soul im Hafen. Es treten auf: das  John Butler Trio, Flo Mega & The Ruffcats, Malky und viele mehr
29.8.,Mehr! Theater am Großmarkt

Reeperbahn Festival

Hamburgs großes Clubfestival wird 10 Jahre alt. Gefeiert wird das auf St. Pauli mit einer Piñatas gefüllt mit Konzerten, Konferenzen, Ausstellungen, Workshops, Filmvorführungen und Literatur-Veranstaltungen.
23.–26.9., Reeperbahn und drumrum

Texte: Andra Wöllert, Ole Masch

Mit Liebe zum Fahrrad

Impressionen von den Altonaer Bicycle Days – die Welt ist schöner, wenn man von Fahrrädern umgeben ist

Was hat zwei Räder, eine Klingel und peest sowohl über Straße als auch Gehweg? Easy: das Fahrrad. Auch in Hamburg satteln immer mehr Menschen auf Pedalpower um.

Wir haben uns an diesem Samstag (23.5.) bei den Altonaer Bicycle Days umgeschaut. Kurz nach 12 Uhr, als sich langsam der ekelige Sprühregen verzog und sich die ersten Menschen an die frische Luft trauten.

Im und rund um das Haus Drei bewunderten wir opulente Rikschas, Rennräder und schwerfällige alte Schätze mit Gaslampen. Der Altonaer Bicycle-Club hat da eine feine Ausstellung zusammenbekommen.

Und wir haben auf dem angeschlossenen Flohmarkt mit den Menschen gesprochen, die ihre Garagen geplündert haben und Sättel, Rahmen, Pedale oder Bremsgriffe auf ihren Tischen ausbreiteten. Auch komplette Räder wurden angeboten – zu ziemlich fairen Preisen.

Am Sonntag (24.5.) kann man sich hier wieder umsehen und beispielsweise einen Kaffee trinken. Der Erlös fließt in die Erhaltung der Roten Flora. Wir sind nun wieder zu Hause – und um eine Hinterradfelge und einen totschicken roten Ledersattel reicher.

Text: Lena Frommeyer

August-Lütgens-Park (Altona)
23.+24.5., 12 bis 19 Uhr

Impressionen

(Klicken zum Vergrößern)

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Kinderbühne frei!

Auf Kampnagel begegnen sich Generationen in zwei Theaterstücken aus Hamburg: “Gans der Bär” und “Nimmer & Nimmermehr”

Ausgrenzung aufgrund von Andersartigkeit – ein zeitloses Thema. Um es bühnen- und kindgerecht aufzubereiten, braucht es Experten. Zu ihnen gehören “Meine Damen und Herren” – ein Theater-Ensemble mit geistig behinderten Schauspielern – und “Hajusom”, eine Performance-Gruppe aus jugendlichen Flüchtlingen. Dafür haben sich die Beiden eines der besten Kinderbücher vorgenommen: „Gans der Bär“.

Wen auch immer kleine Gänse nach dem Schlüpfen als Erstes erblicken, den adoptieren sie als Muttertier. Dass es im preisgekrönten Bilderbuch zufällig einen ausgewachsenen Bären trifft, der die Wahl auf keinen Fall annehmen will, sorgt im Laufe der Geschichte für allerlei Unverträglichkeiten. Doch am Ende siegt der Wunsch des winzigen Vogels nach Zugehörigkeit zum wilden Raubtierriesen.

Beim Erarbeiten des Theaterstücks mit Puppen und Livemusik brachten Grundschüler zweier Hamburger Schulen ihre Vorstellungen von Andersartig- und Gemeinsamkeiten ein. Eine sehr persönliche Bühnenfassung ist für Zuschauer ab acht Jahren herausgekommen – Gans anders eben.

Einer ähnlichen Thematik widmet sich die Hamburger Choreografin Antje Pfundtner. Sie will herausfinden, wie sich Erwartungen von Kindern und Erwachsenen an ein Theaterstück unterscheiden. Im vergangenen Jahr zeigte sie das Stück “Nimmer” für Kinder ab sechs Jahren über das Verschwinden von Dingen.

Für den zweiten Teil “Nimmer & Nimmermehr” befragte sie Kinder und Erwachsene nach ihren unterschiedlichen Erfahrungen mit dem Verschwinden. Diese Bühnenfassung gibt nun beiden Generationen genug Raum, einander sowie verschwundenen Dingen zu begegnen. Aber können sie sich tatsächlich eine Aufführung teilen? Oder müssen die einen oder die anderen zeitweise verschwinden, damit der Genuss für die jeweils andere Altersgruppe größer wird?

Text: Dagmar Ellen Fischer
Foto: Christian Martin

Kampnagel
Jarrestraße 20 (Winterhude)
Gans der Bär: 29.–31.5.
Nimmer & Nimmermehr: 8.–10.5.

ByteFM-Kolumne Vol. 2: Bitte loslassen!

Tanzen im Museum. Genial! Monique Schmiedl besuchte die “Junge Kunstnacht”. Dort waren die Leute aber mehr mit ihren fancy Turnschuhen beschäftigt, als mit den Künsten

Die Ernüchterung kam mit einem Elektrobeat – laut und hart. Zwischen impressionistischer Malerei, feministischer Avantgarde-Kunst und szenigem DJing brüllte mir der Realismus ins Gesicht: Es geht schon lange nicht mehr um die Künste! Es geht um Selbstdarstellung, um sehen und gesehen werden, um Schau-ich-hab-jetzt-auch-diese-fancy-Turnschuhe.

Man stelle sich vor, man befinde sich im Mai 2015 in der Kunsthalle bei “Junge Kunstnacht. Avantgarde”. Jener Veranstaltung, die sich dadurch auszeichnet, dass sie die Künste miteinander vereint – vornehmlich bildende Kunst und Musik. Da ist die Musik der Catcher – Tanzen im Museum! Was für eine Idee. Was für ein genialer Streich der Intermedialität. Wie naheliegend und abstrus zugleich.

Da stehe ich nun, inmitten dieser Party. Zwischen Arty People und Kunstliebhabern, zwischen vermeintlich Gleichgesinnten und stellt fest: Es geht nicht um die Musik. Der DJ ist wirklich gut, die Stimmung ok, der Alkohol fließt. Und doch: Niemand gibt sich der Klangkunst hin. Niemand lässt los und tanzt einfach nur. Niemand genießt das Flair und die Atmosphäre und einfach sich selbst. Stattdessen wird gezuppelt, geguckt, sich in Stellung gebracht, abgecheckt, beäugt und belächelt.

Neben mir taucht der Kunstliebhaber auf und tröstet: Auch der bildenden Kunst wurde wenig Achtung geschenkt. Auch hier schauten die Menschen durch Handykameras auf die Gemälde. Auch hier ist das Ich wichtiger als die Kunst.

Wir gucken uns an und lachen – lass sie doch rumstehen und gut aussehen, lass sie sich doch unwohl fühlen und sich vergleichen, lass sie doch ihre Bilder in die digitalen Sphären schießen und alle drei Sekunden nach einem neuen Like suchen. Wir sind hier, um zwei so ungleiche und doch so gleiche Künste zu feiern. Nur wir. Und die Gemälde. Und der Elektrobeat.

Text: Monique Schmiedl

Who the fuck are ByteFM & Monique Schmiedl?

Monique Schmiedl_ByteFM

ByteFM ist moderiertes Internetradio mit handverlesener Musikauswahl, Sammelbecken für Musiknerds und Auffanglager für Kulturjunkies. Hier leben Journalisten, Musiker, Kenner und Liebhaber gemeinsam ihre Liebe zur Musikkultur jenseits der Mainstream-Hitgarantie. Monique Schmiedl ist Teil dieses Geklüngels. Ob Nerd oder Junkie – ohne Musikkultur geht bei ihr nichts. Stets den Schreiber-Stift am Anschlag, ist Monique mit offenen Ohren und Augen in Hamburgs Musikszene unterwegs. Für die Liebe zur Stadt, für sich, für euch, für ByteFM und für SZENE HAMBURG.