Jannes Wochenrückblick Vol. 20

Kolumne: Bier, Bier, Bier. Oder: Wie zwischen Clubplanung und Brauereifest immer noch ein Rum-Cola passt

Meine vergangene Woche stand ganz im Zeichen des Bieres. Ein Traum für viele, ich weiß, ich bin allerdings eher als Rum-Cola-Trinker bekannt. In diesem Fall macht das aber nichts, denn es ging fast ausschließlich um besondere Sorten.

Montag

Abends wurden wir in eine Unterkunft für Zuwanderer zum Sommerfest eingeladen. Die Religion respektierend: nur Malzbier.

Dienstag

Nachtschicht. Eventplanung. Verein. Buchhaltung. Kundenmagazin. Präsentation. Zur Abstimmung einer Werbekampagne um 19.30 Uhr gab es immerhin ein Pale Ale aus Hamburg. Danach noch eins, als ich mich mit einer DJ für unseren neuen Club getroffen habe.

Mittwoch

Sushiabend mit meiner Schwester: Asahi, Adventure Times und American Horror Story. Die Alliteration ist aus Versehen passiert.

Donnerstag

Bromance-Abend in der neuen Schankwirtschaft in der Detlev-Bremer-Straße. Fünf Summer Wheat Ale von and Union und die köstlichsten Pork Ribs der Welt verköstigt.

Freitag

Moderation der 15. clubkinder Tagebuchlesung im Gruenspan: endlich ein Rum-Cola. Ok, vier.

Samstag

Start ins große Finale: Auf den Summer Craft Beer Days präsentierten 20 Brauer aus Hamburg und aller Welt 107 Biere. 107. Circa 37 habe ich geschafft. Allerdings in 0,1 Liter Portionen. Bestes Wetter, beste Gäste, beste Sorten und vor allem meine Liebsten Patrick, Axel und Tina – so macht selbst mir Bier Freude!

Sonntag

Diese Kolumne ist unter Einfluss von 0,0 Promille entstanden. Aber mit 0,5 Liter Mate.

Habt einen schönen Start in die Woche, wir lesen uns Sonntag wieder, Jannes

 

Foto: Julia Schwendner

Who the fuck is Jannes?

Jannes Vahl hat den gemeinnützigen Verein Clubkinder e.V. gegründet. Mit Konzerten, Partys oder Events sammelt er Spenden für soziale Projekte in Hamburg, beispielsweise mit der Tagebuchlesung. Außerdem leitet er die Kreativagentur Polycore mit Büro auf St. Pauli. Mit seinem Compagnon Joko setzt er hier Projekte um. Jannes Vahl hat 5.000 Facebookfreunde, trinkt Craft-Bier, mag die Band Pearl Jam und versendet digitale Herzchen. In seiner neuen Kolumne berichtet er jeden Sonntag über ein Hamburger Thema, das ihn in der letzten Woche beschäftigt hat.

“Wir sind schon zwei Laberköpfe”

Gloria, das ist das Pop-Duo bestehend aus TV-Quatschmacher Klaas Heufer-Umlauf und „Wir sind Helden-Bassist Mark Tavassol. Die beiden veröffentlichten jüngst ihr zweites Album „Geister“. Im Interview mit SZENE HAMBURG geht es überraschend ernst zu. Die beiden großen Themen: Liebe und Gesellschaft

SZENE HAMBURG: Klaas und Mark, seit ein paar Jahren seid ihr als Gloria eine Band, seit noch ein paar mehr Freunde. Worauf basiert die eigentlich: eure Freundschaft?

Mark Tavassol: Auf vielen Gesprächen! Wir sind schon Laberköpfe (lacht).

Erzählt ihr einander ganz offen von eurem Gefühlsleben?

Klaas Heufer-Umlauf: Ja, auf jeden Fall. Wir sprechen darüber, was uns berührt, und das sind in der Regel die beiden großen Themen, die jeden irgendwie berühren: Liebe und Gesellschaft.

Klaas, du hast mal gesagt, dass die Musik dich verletzbarer machen würde. Hast du dich an dieses Gefühl schon gewöhnt?

Klaas: Es stimmt, dass ich als Musiker etwas mehr die Hose runterlasse. Das passiert automatisch, weil es nicht mehr nur ironisch zugeht. Und ein bisschen unangenehm ist das tatsächlich. Wobei ich hoffe, dass dieses Unangenehme nie ganz weggeht, denn damit würde auch ein Stückweit die Intimität eines Songs oder Konzerts verloren gehen.

Glaubst du, dass du dich durch die Musik generell verändert hast? Durch immer mehr Zeit auch, in der du dich mit diesen ernsten Geschichten beschäftigst, die du für Gloria singst?

Klaas: Im Idealfall entwickelt man sich natürlich sowieso weiter, ob mit oder ohne Musik (lacht). Aber klar, durch so etwas wie Musik kann man eine Entwicklung schon etwas besser beobachten. Ein Song ist ja sehr greifbar, daran kann man einiges ablesen.

GLORIA Hamburg

Foto: Erik Weiss

Wie wichtig ist denn Gloria für euch beide aktuell?

Klaas: Man darf bei der Überlegung, warum man eine Band gründet, Platten raus bringt und auf der Bühne steht, nicht vergessen, dass das, was am meisten Spaß macht, immer noch das Musikmachen ist. Das geht bei diesem ganzen Pop-Zirkus immer ein bisschen unter. Viele denken, wir hätten zuerst die großen Hallen gebucht, bevor wir überhaupt einen einzigen Song geschrieben hatten.

Mark: Eine Band sollte einem immer genau so wichtig sein, wie sie einem Freude bereitet. Daher ist uns Gloria im Moment natürlich sehr wichtig.

Und wie war es anfänglich?

Klaas: Wir haben uns erstmal viele Jahre hobbymäßig getroffen und Musik gemacht, ohne die Intention zu haben, ein Album zu machen.

Das hättet ihr ja auch weiterhin so handhaben können. Vielleicht brauchtet ihr aber irgendwann die Öffentlichkeit, um noch mehr Spaß zu haben.

Mark: Wir wollten viel mehr den Spaß, den wir zu zweit schon hatten, konservieren. So ist damals auch das erste Album entstanden.

Und euer Bühnendrang? Hat der keine Rolle dabei gespielt?

Klaas: Ist doch klar: Jeder, der regelmäßig auf die Bühne geht, hat auch ein gewisses Bedürfnis, im Mittelpunkt zu stehen und sicherlich auch eine Veranlagung zur Egozentrik.

Wer das bestreitet, erzählt Quatsch. Wichtig ist bei all dem nur zu wissen, wo dieses Bedürfnis anfängt, und wo es aufhören sollte.

Wer von euch beiden ist denn die größere Rampensau?

Klaas: Ich glaube, wir haben beide das, was man einen An-und-Aus-Schalter nennt. Das ist uns auch sehr wichtig. Mir gehen die Leute auf den Sack, die nicht checken, wann es auch mal gut ist. Ich finde, es ist vollkommen in Ordnung, auch mal auf 120 Prozent zu drehen, aber eben nicht ständig und sobald mehr als zwei Leute im Raum sind. Das finde ich unerträglich.

Interview: Erik Brandt-Höge
Foto: K.Hintze

„Geister“ von Gloria erschien am 7.8.

Bunker vs. Barkasse (29.8.)

Elektronischer Samstag: beatbastelndes Nordlicht oder lieber tanzbarer Hafencruise?

Das beatbastelnde Nordlicht Peer Kusiv greift nach der Elektrokrone im Uebel & Gefährlich

Peer Kusiv hat den Sommer im Gepäck. Das Nordlicht, dem die Musikalität irgendwie schon in die Wiege gelegt wurde, steht für kreative Vielfalt und treibende Beats. Inspiriert durch HipHop, Jazz und auch gängige Popperlen landet er bei elektronischer Musik, die seine Leidenschaft wird – und das merkt man. Bei seinem melodischen Mix aus Samples und durchweg tanzbaren Sounds kann niemand einfach an der Theke stehen bleiben: Der Sommer will getanzt werden. Los!

Text: Kathrin Schwatlo

Uebel & Gefährlich
Feldstraße 66 (St. Pauli)
29.8., 24 Uhr

Hamburgs Electroswing Crew lädt zum tanzbaren Hafencruise

Sonst im Fundbureau beheimatet macht sich Hamburgs Electroswing Crew von der Sternbrücke auf in Richtung Elbe auf die MS Classic Queen. Für die Sause auf dem Feierdampfer wurde unter anderem Kalletti Club eingeladen. Auf dem diesjährigen Ferienkommunismus-Festival in Lärz haben sie den Wei dendom zum Beben gebracht. Absolut tanzbar und wirklich swingtastisch! Wer diese grandiöse Performance verpasst haben sollte, hat nun erneut die Gelegenheit. Aber aufgepasst: Tickets sind begrenzt.

Text: Ole Masch

MS Classic Queen
Große Elbstraße 128 (Altona-Altstadt)
29.8, 15 Uhr

Im Notfall für St. Pauli

Amateurfußball: Eine Regel verwandelt eiserne HSV-Fans in Teilzeit-Anhänger der Kiezkicker

Foto: HSV-Fans im FC St. Pauli-Fieber – Jan Haimerl, Florian Peters, Wolfgang Krause (von links)

Concordias Florian Peters atmet durch, als er sich beim Fototermin das braun-weiße Trikot überstreift. „Danke, St. Pauli“, sagt Peters. „Und bitte steigt nicht ab.“ Billstedts Wolfgang Krause und Barmbeks Jan Haimerl nicken. „Beim Fegen zu meinem 30. Geburtstag bin ich mit St. Pauli-Klamotten verschont worden. Nun ist es so weit“, sagt Haimerl. „Ich ertrage dieses einmalige Erlebnis wie ein Mann. Mein inneres Verhältnis zu St. Pauli ist gar nicht mehr so gespannt“, ergänzt Krause.

Peters, Krause und Haimerl sind HSV-Fans. Profifußball bedeutet für sie in erster Linie „Immer Erste Liga, HSV“. Doch Peters, Krause und Haimerl sind auch mit großer Leidenschaft im Hamburger Amateurfußball aktiv. Peters managt Oberliga-Aufsteiger Concordia (5. Liga), Krause den Landesligisten SC V/W Billstedt (6. Liga), Haimerl spielt für den Bezirksligisten Barmbek-Uhlenhorst II (7. Liga).

Paradox: Ihre Liebe zum Kampf um den Ball in unteren Spielklassen macht sie und viele weitere HSV-Anhänger im eher bürgerlichen Milieu des Hamburger Amateurfußballs zu Teilzeit-Anhängern St. Paulis. Schuld daran ist eine 2012 eingeführte Regel des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die bei einem Abstieg St. Paulis zum Zwangsabstieg von St. Pauli II (siehe Kasten) und damit zum Verlust von Aufstiegsplätzen für die Amateurkicker führen würde.

Unmittelbar betroffen davon war vergangene Saison Concordia: Der Verein konnte nur aufsteigen, weil St. Pauli in der 2. Liga blieb. „In unserem Verein wünschten viele HSVer St. Pauli erst den Abstieg“, erklärt Peters. „Als wir merkten, dass wir von St. Pauli abhängig sind, drehte sich die Stimmung. Es entstand eine richtige Welle im Verein“, beschreibt Peters die kuriosen Folgen. „Wir waren alle im Pauli-Fieber. Auch ich habe plötzlich Zweite Bundesliga geguckt. Ich hätte nie gedacht, dass ich St. Pauli mal die Daumen drücke.“

In dieser Saison bibbern Landesligist Billstedt und Bezirksligist Barmbek-Uhlenhorst II. Sie gelten als heiße Aufstiegskandidaten, ein Abstieg des FC St. Pauli könnte aber einen möglichen Aufstieg vereiteln. „Die Regel von 2012 ist völliger Blödsinn“, kritisiert Billstedts Manager Krause. „Ein Abstieg innerhalb der drei Profiligen darf keine Auswirkungen auf den Amateurbereich haben.“ Peters stimmt zu: „Für uns als Amateure ist es traurig, unseren Aufstieg nicht selbst in der Hand zu haben.“

Auch für Haimerl „ist diese Abhängigkeit keine schöne Situation“. Mit Einführung der Regel wollte der DFB die Anzahl der zweiten Mannschaften in den Regionalligen begrenzen. Es gelang nicht, die Anzahl ist nahezu unverändert. „Schon das Ziel ist falsch“, findet Peters. „Sport soll doch fair sein. Es ist ungerecht, dass St. Pauli II nur in der Regionalliga Nord spielen darf, wenn St. Pauli I nicht absteigt.“

Initiativen zur Abschaffung der umstrittenen Regel gibt es wohl nicht. Der Norddeutsche Fußball-Verband ließ unsere Presseanfrage unbeantwortet. Wer im Hamburger Amateurfußball aufsteigen will, darf sich also weiterhin St. Paulis Abstieg nicht wünschen. Peters, Krause und Haimerl beteuern, das würden sie sowieso nicht tun. „Der FC St. Pauli gehört einfach zu Hamburg und in die Zweite Bundesliga“, weiß Krause. Mindestens!

Text: Mirko Schneider
Foto: Josef Noveski

Regelwerk

Die ersten drei Fußball-Ligen in Deutschland sind Profi-Spielklassen. Ab der in fünf Staffeln aufgeteilten Regionalliga (4. Liga) beginnt der Amateurbereich. Zweite Mannschaften können bis in die 3. Liga aufsteigen. Sie dürfen, wenn sie sich sportlich qualifizieren, eine Liga tiefer spielen als ihre erste Mannschaft. Eine Ausnahme von dieser Regel beschloss der Deutsche Fußball-Bund 2012: Ein Verein, dessen erste Mannschaft in der 3. Liga spielt, darf keine zweite Mannschaft in der 4. Liga haben. Steigt der FC St. Pauli in die 3. Liga ab, muss der FC St. Pauli II aus der 4. Liga in die fünftklassige Oberliga Hamburg zwangsweise absteigen. Dort würde er einen Startplatz blockieren. Von der Landesliga (6. Liga) bis zur Kreisklasse (9. Liga) würde allen Hamburger Amateurligen ein Aufstiegsplatz verloren gehen.

 

 

 

 

 

Soul im Hafen (29.8.)

Drinnen spielt das John Butler Trio, draußen Mojo-DJs und es gibt einen Vintagemarkt – das Festival steigt im neuen Mehr! Theater am Großmarkt

Mit dem John Butler Trio aus Australien, der Bremer Soul-Lawine Flo Mega & The Ruffcats, der HipHop-Blaskapelle Moop Mama und den heiß gehandelten Newcomern Malky aus Leipzig lässt das Line-up der zweiten Ausgabe von Soul im Hafen den Puls der Genre-Fans höherschlagen. Dank Mojo-Club-Mastermind Oliver Korthals, Scrimshire vom Whawha 45 Record-Label und Co. werden vor der DJ-Stage ebenfalls gute Vibes am Start sein. Damit die nicht gleich nass geregnet werden, gibt es neben dem Außenbereich mit Essensständen und einem Soul- und Vintagemarkt auch eine neue Location, die Großmarkthallen, die dem unberechenbaren Hamburger Sommer trotzt – und gleichzeitig den Soul mitten in die Stadt bringt.

Text: Theresa Huth

Mehr! Theater am Großmarkt
Banksstraße 28 (Hammerbrook)
Beginn: 15.30 Uhr

Zeitplan

15.30–23.30 Uhr     MOJO DJ’S (Außenbereich)
17–17.30 Uhr            MALKY
18–19 Uhr                 FLO MEGA & THE RUFFCATS
19.30–20.40 Uhr    MOOP MAMA
21.15–22.45 Uhr      JOHN BUTLER TRIO

Aftershow-Party

Wer tagsüber nicht dabei sein kann, für den hält der Mojo Club abends einige Sahnestücke bereit. Bei der Aftershow-Party sind auch Nicht-Festivalbesucher herzlich willkommen. Neben Resident Ben Kenobi wird HipHop-Masterin und DJane-Urgestein Miss Leema an den Plattentellern stehen. Seit über zehn Jahren zeigt die Turntablistin unter anderem an der Seite von Das Bo, Jan Delay oder Samy Deluxe ihr Können und mixt nahezu alle Bereiche der sogenannten Blackmusic zu ihrem exklusiven Partysound. Groove garantiert!

Text: Ole Masch

Mojo Club
Reeperbahn 1 (St. Pauli)
29.8., 23 Uhr

Lazy Days by Miss Leema on Mixcloud

Pop-up-Ladenutopien (ab 28.8.)

Die Wilhelmsburger Ladenkrise ist offiziell beendet – zumindest wenn es nach den Machern dieses unterhaltsamen Festivals geht

Plötzlich steht die seit Jahren geschlossene Videothek in der Veringstraße voller Bananenstauden und Orangenbäumen. Und der verrammelte Kiosk ein paar Schritte weiter ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht – als Comicladen für Graphic Novels … Nein, das ist keine Halluzination, auch keine optische Täuschung, sondern Teil des Pop-up-Lädenfestivals in Wilhelmsburg. Eineinhalb Monate lang erwecken junge Einzelhändler, Designer und Kreative den Leerstand im Reiherstiegviertel zu neuem Leben. Mit ziemlich ungewöhnlichen Ideen.

So können Besucher des Speiselabors Wilhelmsburg Jens Block beim Züchten von Gourmetpilzen zusehen; in der „Nonstop Schwitzen-Bar“ (beides im Festivalzentrum, Veringstraße 16–18) werden schmackhafte Smoothies angerichtet – mithilfe von Fahrrad betriebenen Küchenmixern; und der „Slow Fashion Room“ (Fährstraße 71) steht für Secondhand- und Vintagemode sowie Kleidertausch.

Insgesamt werden zwölf Ladenflächen bespielt, dazu finden geführte Pop-up-Shoppingtouren statt, ein Foodtruck-Festival, der Kulturflohmarkt FlohZinn sowie Tresensport. Und wer weiß, vielleicht verwandelt sich so manche temporäre Installation dann in einen dauerhaften Laden.

Die Idee zum Lädenfestival hatte Marco Antonio Reyes Loredo (36) – Fernsehproduzent (Konspirative Küchen Konzerte), Wahlinsulaner und Stadtteilaktivist:

“Ich habe quasi ein gläsernes Büro in den Wilhelmsburger Zinnwerken und guten Kaffee. Darum kommen oft Leute zu mir und erzählen von ihren Geschäftsideen. Als mich mal ein Politiker fragte: ‘Haben Sie eine Ahnung, was wir mit den leerstehenden Läden in Wilhelmsburg machen können?’. Bis zum 4. Oktober blühen kleine, große, besondere Ladenutopien auf – im ehemaligen Sonnenstudio, im verwaisten Monopol-Theater und so weiter. Dazu gibt es ein Rahmenprogramm inklusive Tresensport – einer elektronischen Tanzgymnastik zur Rettung der guten alten Gardinenkneipe.”

Text: Julia Braune & Lena Frommeyer

28.8. bis 4.10.
Do+Fr 14–20, Sa+So 12–18 Uhr
verschiedene Orte im Reiherstiegviertel
Öffnungszeiten der einzelnen Läden: siehe Ladenkarte

Geliebter Schandfleck

Seit Mitte Juni brodelt es im Münzviertel. Zankapfel ist das Kollektive Zentrum, punkig „koZe“ getauft

Jahrzehntelang war das kleine Münzviertel nur ein brachliegender Schandfleck, ein Bermudadreieck zwischen den glitzernden Kommerzmeilen der Innenstadt, dem halb schwul-mondänen, halb türkisch-lebhaften St. Georg und dem drögen Hammerbrook im Süden, wo sich schon lange Stahlglasjünger ihre Kathedralen bauen.

Nun, mehr als 70 Jahre nach dem Feuersturm, hat das derzeit viele „billige Geld“ bemerkt, dass dieser Ort nur 100 Meter vom Hauptbahnhof entfernt ist – und drängt mit großer Macht in dieses sensible Gebiet. Die günstige Verkehrsanbindung lässt sich gut vermarkten, und wer nur zum Schlafen hier ist, den stört das Flair der Bahnhofsgegend wenig, die vielen Migranten und Obdachlosen, die Junkies und Cracksüchtigen, die hier ihren letzten Halt finden. Selbst der Verkehrslärm dringt nicht hinter die dicken Neubaufassaden.

Die engagierten Bewohner des kleinen Quartiers waren allerdings nicht untätig in den letzten 13 Jahren und machten aus den Nöten Tugenden. Werkstätten, Obdachlosencafés, Selbsthilfeinitiativen, Galerien, linke Kneipen und Kellerclubs sind entstanden. Unter anderem ein aktiver Quartiersbeirat und das Projekt Werkhaus haben über die Jahre eine ganz eigene, vom sozialen Gedanken getragene Infrastruktur mit kulturellem Gesicht geschaffen.

Diesem Engagement entsprang auch das Kollektive Zentrum, punkig „koZe“ getauft, das in letzter Zeit die Gemüter erhitzt und das sich in der einstigen Kita der ehemaligen Schule für Hörgeschädigte hinterm Hühnerposten eingenistet hat. Angemietet vom Quartiersträgerverein der Stadtteilinitiative Münzviertel: Kunstlabor naher Gegenden e.V., kurz KuNaGe, der sich obdachlosen Jungerwachsenen widmet, die „von sozialstaatlich-institutionellen Kontexten nicht (mehr) erreicht werden.“

Die 70 Quadratmeter im Erdgeschoss der ehemaligen Kita waren aber bald zu klein für die Flut von Gestrandeten und so erlagen die Aktivisten der verständlichen Versuchung, den weiteren großzügigen Leerstand mitzubenutzen. Davon war der Investor, die Hanseatische BauKonzept – HBK, nicht begeistert, und so tauschten die einen Schlösser, drohten mit Besetzung, die anderen mit Räumung und dem Bagger – glaubhaftes Drohpotential auf beiden Seiten.

KoZe Münzviertel

Entspanntes Beisammensein beim Münzviertelfest

Dabei hätte es soweit gar nicht kommen müssen, wäre die oft bemühte Partizipation, die Mitwirkung und -gestaltung der Anwohner von der Politik damals ernst gemeint gewesen. Bereits 2011, zwei Jahre bevor die Schule für Hörgeschädigte nach Othmarschen zog, gab es erste Planbuden, in denen die Münzviertler ihre Ideen zu einer Neugestaltung einbringen konnten.

Was sie nicht wussten: Das war nur ein Placebo. Die Stadt hatte das Grundstück längst der HBK versprochen, die solche Beteiligung nicht braucht. Deren „soziale Tat“ ist die Errichtung von Studentenappartements und kleinen Wohnungen für alleinerziehende Mütter. Aber die Studenten sind als Pendler und Nomaden für das Viertel nur bedingt interessant und für kleine Kinder gibt es wiederum wenig Struktur in einem Gebiet mit großen Straßen, hartem Elend und vielen Drogen.

Wer einen Blick in die bauliche Zukunft des Quartiers werfen will, der kann schon heute ein weiteres Studentenwohnheim bewundern, auch entwickelt und dann weiterveräußert vom Geschäftsführer der HBK, Dietrich von Stemm. Schon im Rohbau wirft der zwölfgeschossige Riegel lange, dunkle Schatten. Abweisend wie sein Name „SMARTments student“ wirkt ein erster, bereits fertiger Block oben an der Ecke Schultzweg/Hühnerposten.

Unten an der Verkehrsbrandung zur Amsinckstraße werden lukrative Hotels hochgezogen, auch um den Schall zu dämpfen. Die dort erreichte Geschosszahl begeistert den Bauherrn im Hinterland ebenfalls. Zwischen Münzstraße, Schultzweg und Norderstraße ist eine Gesamtfläche von 18.500 Quadratmetern Geschossfläche geplant.

Mittendrin die über hundert Jahre alte Knabenschule (oberes Foto), um die herum sich später die Schule für Hörgeschädigte gruppierte. Dieses Gebäude allein soll stehen bleiben, so die vertraglich getroffene Absprache zwischen der Stadt und HBK laut dem Vorsitzenden Günter Westphal vom Kunstlabor naher Gegenden. In diesem alten 1.200 Quadratmeter großen Backsteinhaus könnte mit immerhin 800 Quadratmetern die Zukunft des sozialen und autonomen Spirits liegen, der heute KuNaGe e.V. und koZe antreibt, obwohl die HBK (noch) meint, die Gruppe soll die 800 Quadratmeter für 2,5 Millionen kaufen. Weitere Gespräche stehen noch aus.

Schon jetzt als Gewinner sieht sich jedenfalls die konservative Opposition, die herrlich ihr Angst-Süppchen von „rechtsfreiem Raum“, „massiver Bedrohung“ und „zweiter Roter Flora“ kocht. Schlimm wird es, wenn diese Schimären kühles Handeln vereiteln. Die Themen Migration und Obdachlosigkeit, die das Quartier und das kollektive Zentrum so intensiv betreffen und beschäftigen, lassen sich am Stammtisch jedenfalls nicht verhandeln.

Text und Fotos: Georg Kühn

MS Dockville: Einhörner & Kuhmist

Das MS Dockville-Wochenende ist vorbei und wir finden immer noch Glitzer in allen Ritzen. So war das Festival

Wäre am Wochenende ein Einhorn durch die Wilhelmsburger Industriebrache getrabt, die Leute hätten nur kurz mit den Schultern gezuckt und ihm ein Bier angeboten. Fantastisches gehört schlicht zum Dockville dazu, zum quietschbunten Festivalalltag. Auf der Elbinsel flatterte drei Tage lang wieder Lametta in den Bäumen, Diskokugeln glitzerten in der Sonne, und Seifenblasen flogen durch die Luft – zum nunmehr neunten Male.

Der Dresscode an diesem Wochenende war klar definiert: Von jedem zweiten Rücken baumelte ein Turnbeutel. Die Mädels trugen kurze Jeansshorts, Blumen im Haar und Glitzer am ganzen Körper. Viele streckten geschmückte Regenschirme, Poolnudeln oder andere, von weiten sichtbare Erkennungszeichen in die Luft – so blieb die Gruppe zusammen, zwischen 25.000 Menschen ist auf Handykommunikation kein Verlass.

Alles erinnerte an das Coachella-Festival in der kalifornischen Colorado-Wüste – Kunst, Schmuck, ausgelassene Feierstimmung. Auf dem Gelände war es generell leicht, sich zu verlaufen, zu verlieren, aber auf gute Art und Weise. Die vorderen Areas, die Namen trugen wie Butterland und Nest, waren zwischen den Bäumen versteckt. Einmal abgebogen und durch die Büsche geschlüpft, fand man sich zwischen Ausdruckstänzern wieder. Hier ging es elektronisch zu.

Einen Fußmarsch entfernt lagen die Hauptbühnen. Die Sonne brannte auf freier Fläche und der plattgetrammelte Boden stank nach Kuhmist. Die Nase rümpfte man so lange, bis die Ohren abgelenkt wurden. Beispielsweise am Sonntag durch Benjamin Bookers Höllenblues aus der Punkgarage. Wobei, der beste Musiker in der Band war eigentlich der Schlagzeuge, irrer Typ. Später nahmen die deutschrappenden Orsons die Bühne auseinander, unterstützt von den Kindern des Sommercamps Lüttville.

Nach Sonnenuntergang flirrte der bizarr-elektronische Sound des dänischen Duos Rangleklods über die Köpfe der Besucher hinweg, wurde von den industriellen Bauten zurückgeworfen und schlug direkt in den Magen ein. Dort kribbelte es noch, wenn der schwedische Liedermacher José González mit sanfter Stimme und seiner Gitarre das Festival beendete.

Mit der S-Bahn fuhr man danach zurück ins echte Leben. Auf dem Bahnsteig verteilte ein Geschäftsmann aus Köln großzügig seinen Vorrat an Schokoriegeln. Zufrieden kauten die jungen Leute wie ausgehungert. An der Verpackung klebte Glitzer, den wird man wohl noch tagelang in Hamburg finden.

Text/Fotos: Lena Frommeyer & Andre Weber

 

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Jannes Wochenrückblick Vol. 19

Kolumne: Kluge Bücher oder warum intellektuelle Lesungen ein gewisses Gefahrenpotenzial besitzen

Ich mache euch heute ein Geständnis. Ich gehe nur auf Lesungen, die witzig sind. So wie die von Tim Sohr und Kathrin Weßling letzten Mittwoch. Ich mag zwar intelek… intellekt… schlaue Bücher und vor allem ihre Autoren, aber irgendwie schaffe ich es nicht, dafür 150 Minuten still sitzenzubleiben. Da lese ich lieber sonntags alleine.

Vielleicht liegt es daran, dass ich Angst habe, man könnte mir anmerken, dass ich für besonders starke Sätze zwei Wiederholungen und sieben Sekunden brauche. Das kann ich dem Vorleser schlecht sagen, vor allen anderen. “Können Sie das bitte noch einmal vorlesen? Das war zu klug für mich.” Würde ich sogar machen, aber dann verlieren die anderen Zuhörer sicher etwas an Freude.

Meine Mama geht ständig auf kluge Lesungen und fachsimpelt dann mit den Autoren, während sie gerade ihr Buch unterschreiben. Eine imposante Wand an Wissen hat sich daraus aufgebaut.

Ich mag lieber Rocko Schamoni, Tino Hanekamp oder Linus Volkmann – die sind auch klug aber in kürzeren Sätzen und auch gerne albern. Und ich mag Roger Willemsen, der diese Woche leider seine gesamten Auftritte 2015 wegen schwerer Krankheit abgesagt hat. Wie traurig. Vielleicht wäre er auch zu unserer Lesung gekommen. Nicht zu der Tagebuchlesung am Freitag, aber zu unserer Kooperation mit dem 1000 Zeichen Blog. Für den schreibt er auch. Hoffentlich bald wieder. Egal, ob witzig oder nicht.

Habt einen schönen Start in die Woche, wir lesen uns Sonntag wieder, Jannes

 

Foto: Julia Schwendner

Who the fuck is Jannes?

Jannes Vahl hat den gemeinnützigen Verein Clubkinder e.V. gegründet. Mit Konzerten, Partys oder Events sammelt er Spenden für soziale Projekte in Hamburg, beispielsweise mit der Tagebuchlesung. Außerdem leitet er die Kreativagentur Polycore mit Büro auf St. Pauli. Mit seinem Compagnon Joko setzt er hier Projekte um. Jannes Vahl hat 5.000 Facebookfreunde, trinkt Craft-Bier, mag die Band Pearl Jam und versendet digitale Herzchen. In seiner neuen Kolumne berichtet er jeden Sonntag über ein Hamburger Thema, das ihn in der letzten Woche beschäftigt hat.

Mairisch Verlag: Kein Unkraut

Wie schreibt man als kleiner Verlag schwarze Zahlen? Interview mit den Gründern Daniel Beskos und Peter Reichenbach

Mit cleveren Ideen bereichert der Indie-Verlag das Hamburger Literaturleben. Dafür wurde das Team jüngst mit dem Karl-Heinz-Zillmer-Preis ausgezeichnet. Zusammen mit Minimal Trash Art und Textem kann man sie bei Die lange Nacht der Independent Verlage im Nochtspeicher (29.8.) erleben.

SZENE HAMBURG: Seid ihr die ersten Hamburger, die diesen Preis bekommen?

Daniel Beskos: Ja. Die Stifter und die Jury kommen zwar aus Hamburg, aber es ist ein bundesweiter Preis. Umso cooler für uns.

Im Gegensatz zu anderen kleinen Verlagen schreibt ihr schwarze Zahlen. Wie habt ihr das geschafft?

Daniel: Wir sind langsam gewachsen. 2005 waren wir mit dem Studium fertig, haben Nebenjobs gemacht und viel Arbeit in den Verlag gesteckt. Das erste Geld haben wir wieder investiert. Wir bringen um die sechs Titel im Jahr heraus und machen nur Sachen, die wir selbst richtig gut finden und nach außen vertreten können wie die Bücher von Finn-Ole Heinrich oder zuletzt „Die Philosophie des Radfahrens“. Und wir sind Sparfüchse. Das Büro ist nicht teuer und wir haben keine teuren Wohnungen.

Sechs Bücher im Jahr ist nicht viel, oder?

Daniel: Nein. Aber wir kümmern uns sehr lange um unsere Autoren, organisieren Lesungen, bemühen uns um Stipendien für sie oder verkaufen Taschenbuchlizenzen. Wir wollen, dass sie von ihrem Beruf leben können, und versuchen ihnen das zu ermöglichen, indem wir möglichst viele Geldquellen für sie generieren.

Viele Verleger sprechen von Selbstausbeutung. Ist das für euch auch ein Thema?

Peter Reichenbach: Nein, so fühlt sich das nicht an. Die Arbeit macht uns ja Spaß.

Daniel: Wir haben eigentlich einen entspannten Arbeitstag. Es gibt natürlich anstrengende Phasen, wenn die Vorschau gemacht wird oder Titel in Druck gehen, aber wir machen, was wir wollen und wann wir wollen, und zahlen uns inzwischen ein ganz annehmbares Gehalt.

Wie seid ihr Verleger geworden?

Daniel: Wir haben in der Abi-Zeit angefangen, Lesungen zu organisieren. Eigentlich wollten wir zusammen Musik machen, aber haben schnell nur noch über die Songtexte geredet und fanden die viel interessanter. Dann haben wir in unserem Kulturzentrum eine Lesung veranstaltet, es kamen 70 Leute und das lief super. Das haben wir zwei Jahre lang jeden Monat gemacht. Später sind wir mit anderen Autoren durch ganz Deutschland gereist, haben in Kneipen Geschichten vorgelesen und abends gefeiert. Irgendwann hatten wir ganz viele Manuskripte und wollten sie auch veröffentlichen.

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Wollten eigentlich zusammen Musik machen: Daniel Beskos und Peter Reichenbach (v.l.n.r.)



Was für Musik wolltet ihr denn machen?

Daniel: Das waren die Neunziger. Ich hatte natürlich eine Grunge-Band (beide lachen).

„Mairisch“ bedeutet Unkraut im Hessischen. Wie kam es zu diesem Namen?

Peter: In Rottgau sagt man „Mairisch“ zu der Vogelmiere und das Wort wird auch pauschal für Unkraut verwendet. Diese unscheinbare kleine Pflanze mit weißen Blüten wird immer übersehen, aber ist eigentlich total hübsch. Das passt zu uns.

Daniel: Eines Tages saßen wir im Garten und tackerten die Bücher zusammen. Dann kam die Oma von irgendwem heraus und sagte, wir sollen den ganzen Literatur-Quatsch lassen und stattdessen lieber Mairisch aus dem Garten schaffen. Da mussten wir gerade den Verlag für eine kleine Messe anmelden und haben gesagt: Mairisch Verlag wäre ja witzig und das ist hängengeblieben. Es ist ganz schön, dass es so eine Bedeutung für uns hat, die nicht für jeden offensichtlich erkennbar ist.

Ist Hamburg eine gute Stadt für kleine Verlage?

Peter: Wir sind nach dem Grundstudium nach Hamburg gezogen und im Nachhinein war das auch die richtige Wahl. Wir haben hier Lesereihen wie Transit organisiert, die sehr gut aufgenommen wurden.

Daniel: Neben unzähligen Poetry Slams gibt es auch ein großes Publikum, das sich für Prosa interessiert, und da machen wir genau das Richtige. Ich habe das Gefühl, in Hamburg gibt es die Geduld, sich eine Geschichte erzählen zu lassen.

Welche Schwierigkeiten haben unabhängige Verlage heute? 

Daniel: Presse zu kriegen, wird immer schwieriger. Selbst Nischenmedien stürzen sich oft auf die gleichen Titel, die überall besprochen werden. Früher war es einfacher, mit einem Debütanten wahrgenommen zu werden. Außerdem kommt man schwer in die Buchhandlungen. Es ist natürlich nicht einfach für sie, aus dem Überangebot der Bücher etwas auszuwählen. Wenn man da nicht vertreten ist, dann hat man ganz automatisch weniger Leser.

Was macht ihr dagegen?

Peter: Eine Idee ist der Indiebookday, ein Tag, an dem Verleger, Buchhändler und Leser sich Bücher aus unabhängigen Verlagen empfehlen.

Wie funktioniert das?

Daniel: Es ist ein Event, zu dem sich Leute an einem bestimmten Datum zum Beispiel via Facebook einladen können. 2013 habe ich 200 Leute aufgerufen: Kauft ein Buch aus einem unabhängigen Verlag und postet das Cover oder ein Foto von euch mit dem Buch und dem Stichwort „Indiebookday“.  15.000 Leute haben etwas gepostet. Das haben die Buchhändler bemerkt und im nächsten Jahr Schaufenster, Büchertische oder Lesungen mit Indie-Verlagen vorbereitet. Ein paar Hundert Buchhändler haben mitgemacht, auch in Polen oder den Niederlanden. Wir haben ziemlich viel Presse bekommen. Nun hat sich das verselbstständigt. Wir stellen nur noch ein Plakat zur Verfügung und schauen, was passiert.

Peter: Verkaufsmäßig bringt das viel.

Daniel: Stimmt. In den letzten zwei Jahren haben mich Buchhändler angerufen und gesagt, dass es außerhalb der Weihnachtszeit ihr umsatzstärkster Tag wäre. Wir haben auch drei Preise dafür bekommen. Die Aufmerksamkeit ist da.

Interview: Natalia Sadovnik

Die lange Nacht der Independent Verlage
mit Mairisch, Textem und Minimal Trash Art
Nochtspeicher
Bernhard-Nocht-Str. 69a (St.Pauli)
29.8., 20 Uhr