57. hanseboot – Diese Segler gehen in Hamburg vor Anker

Im Sandtorhafen können in diesem Jahr schicke Segelschiffe und Riesen-Yachten bestaunt werden

Vom 29. Oktober bis zum 6. November lockt die 57. hanseboot internationale Gäste und Wassersportliebhaber nach Hamburg. Doch nicht nur in der Halle, auch im Sandtorhafen können Motorboote, Segelyachten oder Katamarane bestaunt werden. Live, im Wasser, wo sie hingehören. Das Gelände zwischen Speicherstadt und neuer Elbphilharmonie ist Kulisse für die In-Water hanseboot. Und diese beheimatet beeindruckende Besucher!

Schon am Montag, 24. Oktober, macht das größte Segelschiff in der In-Water hanseboot fest: Direkt von Southampton nach Hamburg schippert die Oyster 825. Sie ist mit ihren 25 Metern Länge wohl nicht nur das größte, sondern auch das luxuriösesten Schiff. Kostenpunkt der Superyacht: rund 5 Millionen Euro. Premiere in Hamburg feiert auch die niederländische Serienyacht Bestevaer 45ST Pure von KM Yachtbuilders. Sie wird nach Werftangaben erstmals nicht komplett „custom-built“ sein, sondern als Serien-Yacht gebaut. Rumpf- und Kielform, der Decksalon und die Position der wasserdichten Schotten stehen bei der Pure bereits von vornherein fest. Nach wie vor kann der Interessent aber zwischen verschiedenen Kielversionen wählen.Von Schweden in den Sandtorhafen reist auch die Najad 450 CC. Der 13,50 Meter über Alles lange Cruiser fällt auf jeden Fall auf.

Große Segler mit moderner Technologie treffen auf zwei berühmte Charterschiffe: die Loth Lorien und J.R. Tolkien

 Sie blicken auf eine bewegende Geschichte zurück. Die Loth Lorien wurde 1907 im norwegischen Bergen gebaut, fuhr ursprünglich als Herings-Logger, bis Jaap van der Rest die zuverlässige Arbeiterin 1989 erwarb und sie bis 1992 zum Zweimast-Logger mit moderner Takelage ausstattete. Im Winter 2001/2002 erfolgte ein erneuter Umbau zum 3-Mast-Gaffeltopschoner.

Dass der luxuriöse Gaffeltop-Segelschoner J.R. Tolkien früher Mal ein Schlepper gewesen ist, mag man heute kaum noch glauben. 1994 erfolgte der Umbau zum Segelschoner. Besucher können sich auf Schiffsführungen freuen, und wer sich traut, klettert auf den Mast und beobachtet das Treiben im Hafen von oben.

Die In-Water hanseboot im Sandtorhafen ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab Messegelände verkehrt ein kostenloser Bus-Shuttle zum Hafen und zurück. Abfahrt Montag bis Freitag ab 10 Uhr am Eingang Mitte, ab 12 Uhr dann zwischen den Messehallen B5 und B6. Die letzte Abfahrt vom Sandtorhafen ist täglich um ca. 18:15 Uhr.

Fotos: ©Hamburg Messe und Congress/hanseboot

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ab 29. Oktober

werktags von 12 bis 20 Uhr, am Wochenende von 10 bis 18 Uhr

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Klein & Fein – Konzerte im Plattenladen

Im “About Songs & Books” gibt es ein neues Live-Format: Jever in the Box. Los geht’s am 27.10.2016

In Hamburg steckt viel Musik. Auch abseits der großen Bühnen hat diese Stadt ein reichhaltiges Portfolio an Bands und Beats zu bieten. Das Ladenlokal About Songs & Books, Mini-Buch-und-Plattenladen des Labels DevilDuck Records und des mairisch Verlags, widmet sich den musikalischen Perlen, den großen wie auch den kleinen, in und außerhalb Hamburgs.  

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Ende Oktober kredenzen uns die Macher dort vor Ort eine neue Konzert-Reihe: Jever in the Box heißt es. Der Titel verrät zweierlei: 1.) Es gibt einen Sponsor und jener hat mit Hopfen zu tun, und 2.) es handelt sich um eine kleine, schnuckelige Veranstaltung. Klar, denn das Ganze findet im Store in der Schwenckestraße statt. Rund 30 Leute passen dort laut Veranstalter rein. Das Ziel ist es, im intimen Rahmen Bands und Publikum zusammenzubringen. Man spielt hier voll-akustisch. Unverstärkt, aber mit viel Herz. Circa drei Mal im Jahr soll diese Veranstaltung Hamburg bereichern. Für den Anfang…

Stichwort Anfang: Den machen The Marble Man. Dahinter verbergen sich Mastermind Josef Wirnshofer, Folkpop-Musiker und Singer/Songwriter, und seine feste Begleitband. Die Jungs kommen eigentlich aus Traunstein, sind aber derzeit mit neuem Album auf Tour. Ein perfektes Date zum Kennenlernen! /REM / Foto (Band):skull3!

About Songs & Books
Schwenckestrasse 68
27.10.2016, 19.30 Uhr


 

 

 

SZENE Hamburg E+T – die Focacceria-Jungs aus Ottensen

In Ottensen kennt man sie als mobiles Küchenkommando Kitchen Guerilla. Nun eröffnen die Brüder Koral und Onur Elci Hamburgs erste Focacceria „Bonassola“. Ein Beitrag aus dem wichtigsten Gastro-Guide dieser Stadt –  SZENE Hamburg Essen+Trinken

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„Wir lieben Teig!“ (Koral Elci)

Koral Elci kocht mit Leidenschaft. Uns klärt er über seine Liebe zu Teig auf. Und warum diese seine Ehe befeuert hat.

Was ist eine Focacceria?

Mehr Bäckerei als Pizzeria. Focaccia ist aber ein ähnliches Produkt wie Pizza, etwas dicker und fluffiger. Es gibt in Italien verschiedene Sorten von Sizilien bis Ligurien, dort werden sie auch als Brot verkauft. Man kann Focaccia aufschneiden und belegen oder füllen.

 

„Meine Frau meinte: ‘Koral, vergiss Pizza. Wenn du das hier nachmachst, dann heirate ich dich.‘”

Woher stammen eure Rezepte?

Aus Genua. Hier ist die Focaccia knuspriger und flacher als anderswo. Sie ist nicht so heftig, sehr saftig und hat eine Olivenöl-Note. Diese ganze Focaccia-Idee stammt von meiner Frau. Seit sie klein ist, macht sie Urlaub in einem Dorf namens Bonassola. Wir waren frisch verliebt und sie brachte mir ein Stückchen Focaccia mit. Ich habe mich sofort in das Produkt verknallt: nur Teig, in den eine besondere Art von Frischkäse eingebacken wird. Ganz pur, keine Tomatensauce. Bamm! Meine Frau meinte: „Koral, vergiss Pizza. Wenn du das hier nachmachst, dann heirate ich dich.“

Wie ging es weiter?

Mein Bruder und ich dachten bereits lange Zeit über ein Konzept nach, um unabhängig von Kitchen Guerilla 
einen Laden aufzumachen, der auch an weiteren Standorten funktionieren könnte. Nach der Focaccia-Erfahrung haben wir uns für diese Form der italienischen Bäckerei entschieden. Wir lieben Teig! Das Produkt ist vielseitig. Man kann damit alle Mahlzeiten gestalten. Als es konkret wurde, habe ich mich im letzten Sommer mit dem besten Bäcker Bonassolas getroffen. Antonio backt in der dritten Generation. Er betreibt zusammen mit seinem Sohn drei Läden in zwei Städten. Mit meinem Mittelstufen-Italienisch habe ich ihn überzeugen können, sich als Bäcker an unserem Laden zu beteiligen. Er und sein Sohn sind nun teilweise in Italien und teilweise hier, um unser Personal auszubilden.

Wie wird das „Teig zu 
allen Tageszeiten“-Konzept in Ottensen umgesetzt?

Morgens gibt es kleine belegte Focaccia, süße Sachen und Brot zum Mitnehmen. Mittags kann man sich verschiedene Stücke Focaccia und Tartes aussuchen. Die Tartes erinnern an Quiche sind fast alle vegetarisch, mit viel Ei und Parmesan zubereitet und mit Mangold, Zwiebeln, Reis, Zucchini oder Artischocken gefüllt. Sehr geile Sachen. Die Stücke legen wir auf die Waage, nach dem Gewicht berechnet sich der Preis. Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen und abends fördern wir die Aperitivo-Kultur.

Was bedeutet das?

Was ich in Italien liebe und hier vermisse, nach Feier-
abend einen Americano, Negroni oder Gin Tonic zu bestellen und dazu Kleinigkeiten serviert zu bekommen. In Deutschland geht man riesig essen und danach in die Kneipe saufen. Das ist nicht meins, das habe ich sieben Jahre lang als Betreiber des Familieneck in Ottensen erlebt. In unserem Laden kann man einen Cocktail trinken, später einen Wein und dazu Focaccia essen. So verbringt man einen gemütlichen Abend, der nicht so lange geht. Um 22 oder 23 Uhr gehen wir dann alle nach Hause.

/ Lena Frommeyer

Bonassola, Große Rainstraße 20 (Ottensen), Mo-S0 von  8–22 Uhr


 SZENE-HAMBURG-ESSEN-TRINKEN-kleinMehr News und Stories aus Hamburgs Welt der Gastronomie findet ihr in der aktuellen Ausgabe von

SZENE Hamburg Essen+Trinken, erhältlich am Kiosk oder hier!

Verlosung. Silje Nergaard live im Scandic Hamburg Emporio

Im Rahmen der Freundeskreis in Concert-Veranstaltung tritt die Silje Nergaard am 4. November live im Scandic Hamburg Emporio auf

Als Silje Nergaard das erste Mal nur von zwei Gitarristen flankiert auf Tournee ging, war die Überraschung groß. So klein die Band, umso größer der musikalische Auftritt. Das gilt zumindestens im Falle Neergard.

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Die norwegischen Sängerin wurde hierzulande zu einer Galionsfigur des modernen skandinavischen Pop-Jazz. Ihr Debut hatte Pat Metheny durch seine Mitwirkung beträchtlich angeschoben, heute ist sie – 15 Plattenveröffentlichungen später – eine der Großen ihres Genres. Eine  Songschreiberin und Sängerin, der sanft perlende Balladen genauso liegen wie die großen Nummern des American Songbook. Heimische ist genauso ihr Zuhause wie Knaller aus dem Rock und Pop. Was sie zusammen mit ihren beiden Gitarristen Havar Bendiksen und Hallgrim Bratberg auf die Bühne bringt, ist schlicht eine gekonnte Mischung aus Jazz, Funk, Pop, Balladen, Folklore, Gesangskunst und Fingerfertigkeit. Und, bei aller Professionalität: Der Spaß bleibt nie auf der Strecke!

Wann? Freitag, 4. November 2016
Wo: Scandic Hamburg Emporio
Dammtorwall 19

Einlass:  18 Uhr
Tickets: 29 Euro unter anderem hier erhältlich

SZENE Hamburg verlost 3×2 Tickets für das Konzert von Silje Nergaard am 4. November 2016. Einfach eine Mail mit dem Betreff “Silje” schreiben an verlosung@vkfmi.de

Bitte den Namen und die vollständige Adresse angeben. Einsendeschluss ist der 28.10.2016, 10 Uhr.

 

 

 

Hilfe bei Krebs – Wir alle können Helden sein

Andrea Voß hat einen Verein für Krebskranke Helden in Deutschland gegründet. Auch in Hamburg ist er aktiv

Die Botschaft des Vereins ist klar definiert: Nicht aufgeben. Ein großes Wort. Denn wer erlebt hat, wie sich diese Krankheit in die Biographien, in den Alltag von Betroffenen und deren Angehörige frisst, der weiß, wie schwer es ist, in dieser Situation aufrecht zu bleiben. Mit Krebs zu leben, ist ein Martyrium. Ein täglicher Kampf ums Überleben. Wer sich trotzdem sagt: “Ich will Spaß. Trotz Krebs”, der ist ein Held.

Initiatorin Andrea Voß bei der Preisverleihung "Heldin des Alltags"  im Hamburger Theater Kehrwieder, Oktober 2016

Initiatorin Andrea Voß bei der Preisverleihung “Heldin des Alltags” im Hamburger Theater Kehrwieder, Oktober 2016

Genau das ist das Motto von Voß’ Verein “Wir können Helden sein!”.  Wir können Spaß haben! Trotz Krebs! Und wir können Erkrankten diesen bereiten. Auch das macht uns zu Helden.

Hinter diesem Namen verbirgt sich die Idee, einen Erlebnisverein für junge Erwachsene mit und nach Krebs zu bilden und nach vorne zu bringen. “Ich selber habe bereits zweimal den Lymphdrüsenkrebs besiegt und unter dem Namen „Chemocookie“ einen Blog geführt”, erzählt sie auf der Website des Vereins. Eine starke Frau, die ihrer Krankheit stets offensiv begegnete und unter anderem in dem Projekt „Echt Wir” mit dem WDR öffentlich in Form einer Reportage thematisierte.

Wie funktioniert der Verein?

“Wir können Helden sein” sammelt Spenden und bindet Sponsoren, um erkrankten jungen Erwachsenen in diesen schwierigen Zeiten wieder die Freude am Leben zurück zu bringen. Die Betroffenen sind meist durch ihre lange Erkrankung finanziell vom kulturellen und sozialen Leben ausgeschlossen. Ein schöner Konzert-, Musical, Theater oder Comedyabenden kann hier mental Berge versetzen!

Andrea Voß selber kommt aus Willich, doch ihr Verein hat in Hamburg bereits Wurzeln geschlagen, sammelt Veranstaltungen und organisiert Events, an denen Betroffenen teilhaben können.

Eines dieser Events ist die “Night of Freestyle”  am 29.10.2016, die erstmals in Hamburg, in der Barclaycard Arena, stattfindet. DieFreestyle-Show holt die besten Extremsportlern und einige der verrücktesten Athleten dieses Planeten in unsere Stadt.  Egal ob auf Motocross Maschinen, Mountain Bikes, Quads, Schneemobilen, BMX Bikes oder mit dem Buggy – die Fahrer springen mit allem über die Rampen, was Räder hat, unterstützt von einem gigantischen Pyro- und Laser-Spektakel.

Wie können Interessierte an dieser Veranstaltung teilhaben? 

Wer in Hamburg lebt, zwischen 18 und 40 Jahren ist und ein Betroffener von Krebs ist, kann sich jetzt bis zum 21.10.2016 beim Verein um Karten für den Event “Night of Freestyle” bewerben. Und zwar für sich und eine Begleitperson. Für die Karten einfach eine Mail senden an info@wir-koennen-helden-sein.de. Es gibt 3×2 Karten zu vergeben. Wenn die Anzahl der Bewerber die Ticketzahl überschreitet, werden die Plätze zwischen den Interessenten verlost.

 

Ihr wollt helfen? Ihr habt Idee? Oder seid an Krebs erkrankt?

Wenn Ihr Betroffen seid, oder einen Betroffenen kennt und Ihm einen Wunsch erfüllen möchtet, der etwas mit einem Erlebnis, Konzert, Wellnesstag, Shopping, Ausflug zu tun hat, meldet euch unter wunsch@wir-koennen-helden-sein.de und gebt die Einzelheiten zu eurer Geschichte und eine Kontaktnummer einer euch nahestehenden Person an.

Für Näheres zum Verein auch auf Facebook:. 


Beitrag des Vereins zum Weltkrebstag

 

Jannes Wochenrückblick Vol. 73: Goldener Herbst

Ab jetzt immer Montags! Jannes’ Wochenrückblick. Die Kolumne auf SZENE-Hamburg.com

Jannes liebt Knobeln und Kegeln mit Senioren. Mit seiner Omi spielte er immer Räuber-Rommée, bei Oma und Opa wurde gekniffelt. Was für tolle Stunden!

Ich persönlich liebe alte Menschen. Zumindest eine ganze Menge an und von ihnen. Geschichten aus sechs bis zehn Jahrzehnten zum Beispiel. Ruhe. Wochenenden. Sonntagsbraten. Die Tatsache, dass sie allenorts in Großstädten wie Hamburg diejenigen sind, die Pakete annehmen, Blumen versorgen, Kuchen backen und über alles im Haus Bescheid wissen. Alte Menschen sind beinahe heilig für mich. Ihre Ausstrahlung. Ihr Wissen. Ihre Erfahrung. Ihre Lebensleistung.

Bei unseren gemeinnützigen Aktivitäten legen wir deshalb immer auch einen Fokus auf das Thema. Erstens, weil viele von uns Dinge wie Kniffeln, Kegeln oder den Humor von Heinz Erhardt und Loriot teilen. Zweitens, weil hiesige Vereine wie Wege aus der Einsamkeit oder Freunde alter Menschen klasse Arbeit in Hamburg machen. Drittens, weil wir auch alle mal alt werden. Und uns dann freuen, wenn junge Menschen uns helfen und Gesellschaft leisten. Und uns fragen, was wir so erlebt haben. Wie das Schreckgespenst Flüchtlingskrise plötzlich überwunden wurde. Wie dadurch ein sozialer Zusammenhalt in Deutschland aufkam, der allen Bedürftigen zu Gute kam.

Habt einen schönen Start in die Woche, wir lesen uns Montag wieder, 

Jannes

Foto: Julia Schwendner

Jannes Vahl HamburgWho the fuck is Jannes?

Jannes Vahl hat den gemeinnützigen Verein Clubkinder e.V. gegründet. Mit Konzerten, Partys oder Events sammelt er Spenden für soziale Projekte in Hamburg, beispielsweise mit der Tagebuchlesung. Außerdem leitet er die Kreativagentur Polycore. Mit seinem Compagnon Joko setzt er hier Projekte um. Jannes Vahl hat 5.000 Facebookfreunde, trinkt Craft-Bier, mag die Band Pearl Jam und versendet digitale Herzchen. In seiner Kolumne berichtet er jeden Montag über ein Hamburger Thema, das ihn in der letzten Woche beschäftigt hat.

 


Was bisher geschah 

 

Open Audition im Mehr! Theater für Tänzer / Sänger

Der Starlight Express rollt durch Deutschland – und sucht neue Darsteller! Im Hamburger Mehr! Theater am 18.10.2016

Bereits seit 28 Jahren läuft das Musical im eigens erbauten Theater in Bochum. Seither waren 16 Millionen Zuschauer zu Gast. Ein Ende ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Man sucht neue Talente. In Form einer Open Audition können sehr gute Tänzer mit ausgezeichneter Stimme ihr Talent beweisen und so ein Platz bei den Callbacks in Bochum am 25. Oktober 2016 ergattern. Gesucht werden sowohl Frauen als auch Männer für folgende Rollen:

  • Rusty: ca. 20-30 Jahre alt; muss sich gut bewegen können; mit exzellenter zeitgenössischer Popstimme; sehr großer Stimmumfang (bis B)
  • Greaseball: ca. 20-30 Jahre alt; Rockstimme bis zum hohen G; Sehr cooler, starker Elvis-Typ
  • Caboose: ca. 20-30 Jahre alt; sehr guter Tänzer; zeitgenössische Popstimme bis As (möglichst Falsett)
  • Electra: ca. 20-30 Jahre alt; guter Sänger mit poppiger Bruststimme bis As und starkem Falsett; guter Tänzer
  • Papa: ca. 30-60 Jahre alt; Rhythm & Blues Stimme. Leicht ”verlebte” Stimmfärbung; Scat-Singing von Vorteil; Bariton mit sicherer Höhe bis B
  • Hip Hopper: ca. 20-35 Jahre alt; ”Street-Dancer” mit guter Körperbeherrschung; gute Tänzer mit Gesangsstimme; turnerische Fähigkeiten von Vorteil
  • Pearl: ca. 20-30 Jahre alt; gute Tänzerin mit zeitgenössischer Popstimme. Sehr großer Stimmumfang mit Bruststimme bis E und sicherer Mischung aus Brust- und Kopfstimme bis F
  • Dinah: ca. 20-25 Jahre alt; gute Tänzerin mit exzellenter Country-/Westernstimme; Bruststimme bis mind. E
  • Dinah: ca. 20-25 Jahre alt; gute Tänzerin mit exzellenter Country-/Westernstimme; Bruststimme bis mind. E
  • Ashley: ca. 20-30Jahre alt; gute Tänzerin; zeitgenössische Popstimme mit rauchiger Färbung; Bruststimme bis E; sehr sexy

Gesucht werden professionelle Künstler, Erfahrungen im Rollschuhlauf sind allerdings nicht vonnöten. Präsentiert werden müssen vor Ort zwei vorbereitete Gesangsstücke (Ballade und Rocksong). Bitte Tanzkleidung und Knieschoner mitbringen.
Weitere Informationen gibt es unter:
Tel.:  0234 – 50 60 20 / E-Mail: casting2017@starlight-express.de

Mehr! Theater am Großmarkt
Banksstraße 28
18.10.2016
10:00 Uhr Damen
12:30 Uhr Herren

Der Druck-Raum von St. Georg

Glaube, Liebe, Straßenkampf. In unserer Oktober-Ausgabe stellen wir euch den Stadtteil St. Georg vor. Dieses Mal: das Drob Inn

Seit 29 Jahren holt das Drob Inn die offene Szene von den Straßen St. Georgs. Am Rande des Viertels können Drogenabhängige ganz legal Drogen nehmen. Auch wer aussteigen will, bekommt hier Hilfe

Ali ist ungeduldig. Schimpft leise vor sich hin und knüllt das nächste Papiertuch zusammen auf den blutigen Berg vor ihm. Sein linker Arm liegt ausgestreckt auf dem Metalltisch, um den Oberarm ein knallroter Abbinder, in der Armbeuge eine blutgefüllte Spritze. Dass hier Kokain drin ist, ist nicht mehr zu erkennen. Es will nicht in die Vene, Ali wird sauer. Haut auf seinen Arm, zieht die Spritze raus, versucht es wieder und wieder. „Ali, du musst fertig werden“, ruft Luisa vorsichtig, aber bestimmt. Die 29-Jährige arbeitet seit sechs Jahren im Konsumraum des Drob Inns und weiß: „Drängeln macht es noch schlimmer. Wer Kokain spritzt, ist sehr verbissen.“ Sanft legt sie Ali die Hand auf die Schulter. Dass es nicht gesund ist, sich verklumptes Blut zurück in die Venen zu schießen, weiß er. Abhalten kann sie ihn trotzdem nicht. Aber sie kann Tipps geben: „Filtere das wenigstens einmal und dann versuchst du es noch ein letztes Mal. Vielleicht solltest du dann einfach alles wegwerfen.“ 80 Euro. Für nix. Das will Ali nicht. Tut es schließlich dann aber doch.

Neun weitere Plätze sind um Ali herum besetzt. Frauen, Männer, Junge, Alte, Kaputte, Gestriegelte – Drogensucht kennt keine Grenzen. Sie sitzen am Tisch und unterhalten sich wie andere bei Kaffee und Kuchen – nur dass sie nebenbei ihr Heroin aufkochen und spritzen. Alis Problem interessiert hier niemanden. Es ist Alltag im Konsumraum. Im Rauchraum nebenan sitzen fünf weitere Abhängige. Wer fertig ist, räumt seinen Müll weg und geht. Der Durchlauf ist groß, die Schlange vorm Konsumraum lang. Wer Drogen konsumieren will, bekommt im Drob Inn alles, was er dafür braucht. Nur den Stoff müssen die Abhängigen mitbringen. Am Tresen geht es zu wie beim Bäcker: „Ich hätte gern eine Spritze, einen Löffel, zwei 16er Kanülen, ein hautfreundliches Pflaster, einmal Ascorbin, Tupfer, Papiertuch und einen Abbinder“, sagt Martina und ergänzt: „Shore.“ Luisa macht einen Strich hinter Heroin, der 89. an diesem Nachmittag.

Wie viele Abhängige hierherkommen, weiß niemand so genau, da sie die Einrichtung auch anonym nutzen können. „Wir notieren uns nicht die Namen, sondern zählen nur die Kontakte im Konsumraum und die konsumierten Drogen“, betont Einrichtungsleiter Peter Möller. Rund 520 sind das am Tag. Mehr als 140.000 Kontakte im Jahr – „eine Inanspruchnahme, die es so im ganzen Land nicht gibt“, sagt Möller und zeigt auf den Vorplatz des Drob Inn. Etwa 180 Süchtige sitzen hier in der Sonne unter den Bäumen. „Manche Menschen glauben, es gäbe keine offene Drogenszene mehr in Hamburg. Aber sie ist noch genauso da, sie ist nur hier.“

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27. Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg (LSFH)

IV-Stigma, queerer Sex und die Suche nach Solidarität sind die Schwerpunktthemen.

Die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg finden zum 27. Mal statt – und sind damit nicht nur das älteste, sondern mit rund 15.000 Besuchern auch das größte queere Filmfestival Deutschlands. Mehr noch: Sie sind Treffpunkt, Diskussionsplattform und sicherer Raum für homo-, bi-, trans- und intersexuelle Menschen. Und alle anderen auch.

In mehr als 130 Kurz- und Langfilmen gibt’s aktuelle queere Kinokunst zu sehen. Neben Filmen, Vorträgen und Diskussionen zu den drei Schwerpunkten „Bildet Banden!“, „Un/Detectable – HIV und AIDS 2016“ und „Come as you are“ stehen unter anderem die Kurzfilmreihe „Made in Germany“ und das internationale Gastprogramm „Shifts in Queer Living“ auf dem Programm. Und, klar: Party und jede Menge Musik gibt es auch.

Los geht es am 18. Oktober auf Kampnagel mit dem Eröffnungsfilm „Kiki“ über Voguing- Wettbewerbe der schwarzen und Latino-LGBTIQ-Community in New York. Die Abschlussgala findet am 23. Oktober im Metropolis Kino statt, hier werden auch die Wettbewerbssieger gekürt.  / SH

 

Savoy – Kino in Bestform

Glaube, Liebe, Straßenkampf. In unserer Oktober-Ausgabe stellen wir euch den Stadtteil St. Georg und seine Bewohner vor. Dieses Mal: das Savoy

Es ist ein Kino mit langer Tradition. Und mit einer wechselhaften Geschichte: Seit seiner ersten Eröffnung 1957 wurde das Savoy Filmtheater immer mal wieder geschlossen, war Schnäppchenmarkt und Bollywood-Kino und einige Jahre auch mal Ausweichtheater für das Metropolis.

Doch seit der Wiedereröffnung 2013 hat es sich seinen Platz in der Hamburger Kinolandschaft zurückerobert. „Wir haben unser Ziel erreicht und sind heute das Kino für Originalfassungen in Hamburg“, freut sich Theaterleiter Gary Rohweder. Auf dieser Basis will er das Standing weiter ausbauen. So werden längst nicht nur Blockbuster gezeigt, sondern auch Filmklassiker und einmal im Monat die Vorstellungen des English Theatre aus London. Was dort auf der Bühne gezeigt wird, findet in Hamburg seinen Weg direkt auf die Leinwand. An Halloween zum Beispiel lehren Jonny Lee Miller und Benedict Cumberbatch die Zuschauer das Gruseln. Beliebt bei allen, die auf Überraschungen stehen: die Friday-Late-Night-Sneak-Show. Dabei gibt’s freitags einen ganz neuen Film bereits vor dem offiziellen Deutschlandstart zu sehen. Welcher das ist, wird vorher nicht verraten.

Etabliert hat sich auch der Queer Movie: „Strike a Pose“, eine Doku über Madonnas Tänzer, steht am 24. Oktober auf dem Programm. Was macht das Savoy über die Originalfassungen hinaus so besonders? 324 riesige Ledersessel – zum Teil zum Liegen – vor einer 8×20 Meter großen Leinwand, 50er-Jahre Flair bei neuester Ton- und Projektionstechnik und ein exklusiver Barbetrieb – ein Kinoparadies jenseits der engen Multiplex-Säle. Wie wichtig ist die Lage in St. Georg? „Wir profitieren hier extrem von den vielen Hotels im Viertel –  und damit von den Touristen aus aller Welt.“ / ILO / Foto: Philipp Jung

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