Zehra: „Ich habe mich für Hamburg entschieden“

Tagein, tagaus wirbeln knapp zwei Millionen Menschen durch Hamburg. Begleitet von hvv switch fischen wir sie für einen Moment aus ihrem Alltag und lauschen ihren Geschichten. Diese Woche sind wir Zehra begegnet.

Protokoll: Rosa Krohn

 

„Ich bin 1974 in Eimsbüttel geboren und in Billstedt aufgewachsen, lebe also seit 47 Jahren in Hamburg. Meine Eltern kamen als Gastarbeiter aus der Türkei hier her. Zwischenzeitlich war ich selbst anderthalb Jahre in der Türkei. Ich hatte das Gefühl, hier nicht richtig Fuß gefasst zu haben, obwohl ich hier geboren und aufgewachsen bin. Das lag überwiegend an der damaligen pädagogischen Betreuung.

Deshalb habe ich es dann in der Türkei versucht, aber da war es doppelt so schwer – das Schulsystem war ein anderes und um die Zukunftsperspektiven stand es schlecht. Kurz vor meinem 16. Lebensjahr musste ich mich dann entscheiden: Komme ich wieder zurück oder verliere ich alle meine Rechte in Deutschland und bleibe in der Türkei.

 

„Ich sehe mich ein wenig in ihm“

 

Ich habe mich für Hamburg entschieden und es nicht bereut. Die Zeit in der Türkei hat mich gestärkt und ich habe hier nach und nach zu mir selbst gefunden. Hamburg ist eine sehr offene Stadt und ich fühle mich hier Zuhause. Nach meiner Rückkehr habe ich meinen Hauptschulabschluss und die mittlere Reife an einer Berufsschule gemacht und bin seit 1997 als Erzieherin tätig. Die Arbeit macht mir Spaß: Kinder sind so wie sie sind, sie sind ehrlich. Ich genieße die Zeit mit ihnen. Man ist auf einer Höhe mit ihnen und bleibt so selbst auf eine gewisse Art und Weise Kind.

Mein eigener Sohn ist jetzt auch 16 und da mein Mann aus Jordanien kommt und ich selbst einen türkischen Hintergrund habe, fragen wir ihn manchmal, wie er sich eigentlich fühlt – arabisch, türkisch oder deutsch? Er sagt dann immer: ‚Ich fühle mich wohl in Hamburg, es ist meine Heimat.‘ Auch wenn er sich Gedanken macht, wo er später zum Studieren hinwill, ist Hamburg immer eine Option. Ich sehe mich ein wenig in ihm. Er ist wie ich ein Kind der Stadt und es ist schön, eine Generation weiter so mit der Stadt verwurzelt zu sehen.“


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Metropolis Kino zeigt Kurzfilme aus Hamburg

Am 23. Januar 2022 lädt das Metropolis Kino zu „Der Animationsfilm in Hamburg hat viele Gesichter“ und widmet sich damit dem Kurzfilm. Gezeigt werden Animationskurzfilme von verschiedenen Hamburger Künstler:innen

Text: Felix Willeke

 

Zehn Filme in rund 100 Minuten gibt es bei der Kurzfilmmatinee „Der Animationsfilm in Hamburg hat viele Gesichter“ am 23. Januar 2022 um 11 Uhr im Metropolis Kino. Hamburg hat eine große Film- und Kinogeschichte. Das zeigt nicht zuletzt die aktuelle Ausstellung „Close-up“ im Altonaer Museum. Begleitend dazu sind im Metropolis Kino noch bis Mitte Juli zahlreiche Filme zu sehen. Mit „Der Animationsfilm in Hamburg hat viele Gesichter“ widmet sich das Kino einer besonderen Form dieser Kunst: dem Animationskurzfilm.

Zu sehen sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Animationskurzfilme Hamburger Künstler:innen. Darunter Filme unterschiedlichster Techniken und Längen. Neben dem Urgestein der Hamburger Filmszene Mariola Brillowska sind außerdem Hanna Nordholt, Fritz Steingrobe und Jim Lacy zu Gast. Moderiert wird die Matinee vom Kurator der neuen Animationsausstellung „Trickkiste und Wolkentheater“ im Altonaer Museum, Till Penzek.

„Der Animationsfilm in Hamburg hat viele Gesichter“, am 23. Januar 2022 um 11 Uhr im Metropolis Kino
Die Martinee ist eine 2G-Plus-Veranstaltung.

 

Vorgeschmack gefällig? Hier gibt’s den Kurzfilm „Stampede“:

 


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Musik ohne Grenzen: klub katarakt

Das internationale Festival für experimentelle Musik auf Kampnagel lädt auch 2022 seine Besucher:innen ein, neue Klänge zu entdecken

Text: Rosa Krohn

 

Klub katarakt auf Kampnagel steht für experimentelle Musik, die sich nicht nur einem Nischenpublikum, sondern allen erschließen und öffnen soll – unabhängig von Alter, Herkunft und musikalischem Fachwissen. Zurückzuführen ist der Name des internationalen Festivals für experimentelle Musik auf einen Verein von Kompositionstudierenden der Hamburger Musikhochschule. Er wurde 1992 zum Zweck der Aufführung ihrer Stücke an fachfremden Orten – oft in Spielstätten der Club- und Rockszene – gegründet. Im Januar findet nun schon die 17. Ausgabe des Festivals statt, das seit 2009 auf Kampnagel veranstaltet wird. Schwerpunkte sind dieses Mal raumbezogene Musik sowie langgehaltene Klänge.

 

Von Elektro bis Percussion

 

Das Festival wird am 19. Januar von der elektroakustischen Band Lange// Berweck//Lorenz eröffnet. Das 2014 gegründete Trio hat es sich neben der Mitarbeit an neuen Projekten zu eigen gemacht, elektronische Werke aus der Vergangenheit zu restaurieren und sie auf der Bühne neu zum Leben zu erwecken. Weitere Höhepunkte in den darauffolgenden drei Festivaltagen sind Auftritte wie der des Perkussionisten Gustavo Costa und des Gitarrenensembles The Interstring Project. Nach der nicht selten kitschigen traditionellen Weihnachtsmusik, heißt es also Mitte Januar auf Kampnagel: Ohren und Geist öffnen für die vielseitige, unendlich weite Welt der Klänge.

19. – 22. Januar 2022; kampnagel.de
Das Festival findet als 2G-Plus-Veranstaltung statt.

Hier gibt‘s den Trailer zum klub katarakt-Festival 2022:


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2022. Das Magazin ist seit dem 22. Dezember 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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„Eine erhebliche Belastung“

Die Corona-Pandemie hat den Hamburger Schulalltag auf den Kopf gestellt. Ein Schulleiter, eine Lehrerin, ein Mitglied einer Elternkammer und eine Schülerin erzählen, wie sie die vergangenen fast zwei Jahre erlebt haben

Interviews: Rosa Krohn

 

Oliver Lerch

Schulleiter Gyula Trebitsch Schule, Tonndorf

Oliver Lerch_Credit Nathalie Beliaeff-klein

Oliver Lerch: „Bestehende Konzepte mussten weiterentwickelt werden“ (Foto: Nathalie Beilaeff)

SZENE HAMBURG: Herr Lerch, was war für Sie die größte Herausforderung während der Pandemie?

Oliver Lerch: Die größte Herausforderung bestand sicherlich darin, die Kommunikation mit allen Beteiligten aufrechtzuerhalten. Es war uns wichtig, dass wir miteinander im Gespräch bleiben, alle notwendigen Informationen transportieren und Schule in dieser herausfordernden Zeit möglich machen. Hierzu mussten bestehende Unterrichtskonzepte weiterentwickelt und neue Bausteine angelegt werden. Hinzu kommt, dass wir gerade in der Anfangsphase schnell auf tagesaktuelle Anlässe reagieren mussten, zumal die Halbwertzeit von Informationen gerade in den ersten Monaten der Pandemie gering war. Später ging es dann darum, die Schule so sicher wie nötig zu machen und gleichzeitig so wenig Einschränkungen wie möglich zu schaffen: Wegekonzepte, Desinfektion, Masken und so weiter.

Wie gut waren Sie vorbereitet ?

Wir sind ein sehr engagiertes Kollegium und unsere Schülerinnen und Schüler liegen uns am Herzen. In den Phasen des Lockdowns, aber auch während der verschiedenen Wechsel-Modelle haben wir stark davon profitiert, dass wir bereits eine digitale Kommunikationsplattform etabliert hatten. Wir konnten unsere Schülerinnen und Schüler darüber via E-Mail erreichen, mit einem Aufgabentool Material und Arbeitsaufträge bereitstellen oder in Videokonferenzen Unterricht gestalten. Wir haben unsere technische Ausstattung schnell verbessert und konnten Laptops beziehungsweise Tablets in die Ausleihe geben, haben aber auch eine Präsenzbeschulung angeboten.

Was hat sich durch die Pandemie an Ihrer Schule verändert?

Das Kollegium hat sich auf dem Feld der Digitalisierung weitergebildet: Kompetenzen wurden gefestigt, neue Tools wurden entdeckt, Micro-Fortbildungen haben Kolleginnen und Kollegen vom Einsatz bestimmter Programme überzeugt und der Einsatz digitaler Medien ist noch selbstverständlicher geworden. Zudem haben sich alle Beteiligten noch mehr darüber gefreut, wenn sie vor Ort sein konnten und Schule als Begegnungsstätte wahrgenommen wurde.

 

Patrizia Rittich

Lehrerin und stellvertretende Schulleiterin Elisabeth Lange Schule, Harburg

Patricia Rittich Credit Gudrun Garke-klein

Patrizia Rittich: „Ganz ehrlich, vorbereitet war niemand“ (Foto: Gudrun Garde)

SZENE HAMBURG: Frau Rittich, was war für Sie die größte Herausforderung während der Pandemie?

Patrizia Rittich: Wir als Kollegium mussten mit ständigen Änderungen umgehen. Zwar wurden diese, so gut es ging, rechtzeitig kommuniziert, dennoch war es eine große Unsicherheit in der Schülerschaft, ob sie zum Beispiel am Montag wieder in die Schule kommen durften oder weiterhin im Fernunterricht bleiben sollten. Im Laufe der Zeit kamen die ganzen Bestimmungen von der Behörde immer frühzeitiger, sodass das Kollegium sich besser auf Änderungen einstellen konnte. Eine der großen Herausforderungen war ein einheitliches Vorgehen im Fernunterricht – die Verständigung auf ein Medium und nicht: „Jeder kocht seinen eigenen Brei!“ Die familiären Voraussetzungen waren so vielfältig und damit auch so unterschiedlich, dass die Schule zunächst auch viele Familien mit Leihgeräten versorgen musste. Immerhin ist dies in unserer Schule sehr gut durch großzügige erste Spenden und dann den Digitalpakt der Behörde gelungen.

Die größte Herausforderung letztlich war, der Bildungsgerechtigkeit gerecht zu werden, was viele aus unserem höchst engagierten Kollegium sehr stark belastet hat. Herausfordernd war ebenfalls, dass manche Familien nicht die Betreuung der Kinder zu Hause leisten konnten, sodass viele Schülerinnen und Schüler in der Schule beschult werden mussten. Für das Kollegium war dies natürlich eine zusätzliche Herausforderung, denn der Fernunterricht sollte dennoch nach einem reduzierten Stundenplan stattfinden. Herausfordernd war für das Kollegium aber auch, eine familiäre Situation mit einem parallelen Homeschooling der Klassen durchzuführen und nicht zu vergessen: große finanzielle Sorgen derer, die sich nicht im Beamtenstatus befanden!

Wie gut waren Sie vorbereitet?

Ganz ehrlich, vorbereitet war niemand. Wir gingen mit dem Wissen um einzelne Corona-Fälle in die Märzferien und in der zweiten Woche überschlugen sich die Ereignisse. Selbst die Schulleitung wusste erst am letzten Freitag der Märzferien, dass die Schulen vorerst geschlossen bleiben und hat am Wochenende alles vorbereitet, sodass das Kollegium gut informiert in die erste Phase der Schulschließung gehen konnte. An Vorbereitung war nicht zu denken. An unserer Schule war die Kommunikation über die Mails mit den Schülerinnen und Schülern gut gesichert, aber die Lehreraccounts brachen noch am letzten Sonntag der Märzferien vollständig zusammen. Durch die konstante Kommunikation mit der Schulleitung war das Kollegium im Boot und stets informiert, aber vorausgesehen hat niemand diese extreme Situation.

Was hat sich durch die Pandemie an Ihrer Schule verändert?

Besonders durch die digitale Ausstattung sind wir in der Digitalisierung Meilensteine vorangekommen, die sonst nicht stattgefunden hätten. Vor allem Teamzeiten und Konferenzen haben hervorragend nach anfänglichen Schwierigkeiten geklappt und werden auch heute noch teilweise digital durchgeführt. Die Unterrichtsentwicklung hat durch die Ausstattung mit iPads durch die Schulbehörde einen enormen Schub erhalten. Leider darf man aber auch eine erhebliche Belastung innerhalb des Kollegiums durch Quaran tänemaßnahmen innerhalb der Familien und die Schnelltests und psychische Belastung in der Bewältigung der Pandemie sowie der sozialen Kontaktarmut vieler Schülerinnen und Schüler nicht verschweigen.

 

Ulrich Matthies

Mitglied im Elternrat Stadtteilschule Helmuth Hübener, Barmbek-Nord

Ulrich Matthies Credit Jonny Matthies-klein

Ulrich Matthies: „Jetzt muss umgestellt werden“ (Foto: Jonny Matthies)

SZENE HAMBURG: Herr Matthies, wie schwierig war es für Sie, Ihre Kinder in der Pandemie zu begleiten?

Ulrich Matthies: Unsere Schule, die Stadtteilschule Helmuth Hübener, ist eigentlich gut im Digitalbereich aufgestellt. Allerdings gab es zum Anfang Probleme mit dem WLAN in der Schule. Die Schulleitung hat dieses Problem aber beseitigt. Ich habe drei Kinder. Unsere Wohnung ist für Distanzunterricht eigentlich nicht ausgelegt. Die Wohnung ist zu klein. Es gibt auch keine Arbeitszimmer für drei Kinder. Während des Distanzunterrichts waren wir mit fünf Personen zu Hause. Hierfür war unser privates WLAN zu schwach und wir haben aufgerüstet.

Konnten Ihre Kinder ihr Leistungsniveau halten?

Die Schule hat überwiegend Unterricht nach Stundenplan angeboten. Außerdem hat die Schule Kindern ohne Hardware Leihgeräte zur Verfügung gestellt. Kinder ohne WLAN haben Prepaid-Karten von der Schule für ihre Handys bekommen. Einige Lehrkräfte konnten besser als andere Lehrkräfte mit dem neuen Medium umgehen. Hier gab es durchaus Qualitätsunterschiede. Meine Kinder haben wohl nur überschaubare Lernlücken aufzuweisen. Der Distanzunterricht wurde auch ganz unterschiedlich von meinen Kindern aufgenommen. Einschätzung von „total gut“ bis „eher schlechter“.

Inwieweit konnten die Lehrer Ihren Kindern durch diese Zeit helfen?

Die Schule hat sich relativ schnell auf MS Teams eingestellt. Hier gibt es fertige Strukturen und dieses Programm ist in der Wirtschaft weit verbreitet. Allerdings muss unsere Schule jetzt umrüsten. Die weitere Nutzung von MS Teams wird vom Hamburger Datenschutzbeauftragten untersagt. Bei Nichtumsetzung werden der Schulleitung private Konsequenzen angedroht. Also muss jetzt umgestellt werden.

 

Maya Lucia Freiesleben

Schülerin Gymnasium Altona

Maya Lucia Freiesleben Credit Motionphotos-klein

Maya Lucia Freiesleben: „Ich habe gelernt, selbstständiger zu arbeiten“ (Foto: Motionphotos)

SZENE HAMBURG: Maya Lucia, was habt ihr am meisten vermisst in der Pandemie?

Maya Lucia: Am meisten vermisst in der Pandemie beziehungsweise den längeren Lockdown-Phasen, habe ich den Kontakt zu meinen Freunden und Freundinnen und sonstigem sozialen Umfeld, Rausgehen, meinen alten Alltag, Abwechslung, die Unbefangenheit und Leichtigkeit. Eine der längeren Lockdown-Phasen war ja von Dezember 2020 bis Mai 2021, und gerade da war es sehr schwierig für uns Schüler und Schülerinnen, positiv und motiviert zu bleiben. Erst hieß es, wir blieben nur ein paar Wochen im Lockdown und dann zog sich das Ganze über Monate. Also hat teilweise auch eine Art von Perspektive gefehlt. Die Schüler und Schülerinnen haben sich den alten Alltag und Unterricht zurückgewünscht, da es für viele schwieriger war, von zu Hause allein zu arbeiten und viele schöne Aspekte am Schulalltag, wie die gemeinsamen Pausen, sind natürlich auch weggefallen.

Habt ihr euch mit euren Sorgen und Nöten von den Lehrern und Lehrerinnen immer verstanden gefühlt?

Alle Lehrer und Lehrerinnen hatten einen sehr unterschiedlichen Umgang mit den Sorgen und Nöten der Schüler und Schülerinnen. Dennoch haben die meisten darauf geachtet, sehr offen zu kommunizieren, sodass wir immer mit unseren Problemen auf sie zukommen konnten. Einige Lehrer und Lehrerinnen haben Einzel-Telefonate angeboten, oder kleine „Check-up“-Runden gemacht, wo jeder mal was beitragen sollte und konnte. Andere haben im Unterricht in Breakout-Räumen ein wenig Zeit zum privaten Austausch gelassen, oder sich auch mal Feedback zum Unterricht geben lassen. Ein paar Lehrer und Lehrerinnen haben sehr darauf geachtet, unseren Schulalltag abwechslungsreicher zu gestalten und haben auch mal alternative und kreativere Aufgaben gestellt und sind auf das gegebene Feedback eingegangen. Ich glaube, viel war am Anfang auch noch echt holprig im Online-Unterricht, weil alle noch sehr unsicher waren und niemand wirklich einschätzen konnte, wie lange wir noch zu Hause bleiben müssen. Aber das hat sich auch mit den Wochen eingespielt.

Was habt ihr aus dieser Zeit für die Zukunft gelernt?

Ich habe für mich persönlich gelernt, selbstständiger zu arbeiten, mir meinen Alltag besser zu strukturieren und mir auch mal kleine Pausen einzubauen, in denen ich mal rausgehe und mich mit Freunden und Freundinnen treffe. Gerade jetzt, in der kommenden Abiturphase und auch später für das Studium, ist das sehr hilfreich. Ich habe auch gelernt, meinen Alltag ein bisschen mehr wertzuschätzen und mir dann Hilfe zu holen, wenn ich sie brauche und generell offener über meine Probleme zu sprechen.

Mehr über das Hamburger Schulleben in der neuen SZENE HAMBURG Schule. Das Magazin ist seit dem 10. Dezember 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2022. Das Magazin ist seit dem 22. Dezember 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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„Es ist keine Option, mit Nazis auf die Straße zu gehen“

Unter dem Motto „Solidarität und Aufklärung statt Verschwörungsideologien“ ruft das Bündnis gegen Rechts in Hamburg für Samstag, den 15. Januar 2022 zum Gegenprotest auf. Mitorganisator Janwillem van de Loo im Gespräch über Anti-Corona-Demos, Verständnis für die Unzufriedenen und eine vermeintliche Spaltung der Gesellschaft

Interview: Henry Lührs

 

Hallo Janwillem, nehmen wir an, ein Freund möchte gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gehen. Wie reagierst du?

Janwillem van de Loo: Ich würde erst einmal Verständnis zeigen, wenn man frustriert und mit der aktuellen Situation unzufrieden ist und seinem Unmut Luft machen will. Es ist aber überhaupt keine Option, mit Nazis und Verschwörungsideologen auf die Straße zu gehen. Der Weg aus der Krise führt über die Impfung. Sie senkt die Zahl der lebensbedrohlichen Verläufe. Diese sind der Grund, warum wir diese ganzen Maßnahmen überhaupt ergreifen müssen. Also lieber Freund, gehe nicht auf die Corona-Leugner-Demo, sondern auf die Demo des Hamburger Bündnis gegen Rechts.

Was plant ihr?

Wir treffen uns um 12:30 Uhr am Bahnhof Dammtor, um uns – den aktuellen Corona-Auflagen entsprechend mit Masken – in Blöcken aufzustellen. Geplant ist dann ein Demonstrationszug durch die Innenstadt.

 

Auch Rechtsextreme auf den Straßen

 

Die Demonstration wurde von einem breiten Bündnis sehr plötzlich angekündigt, war das ein spontaner Entschluss, nachdem am 8. Januar 14.000 Teilnehmer:innen bei der Demo gegen die Corona-Maßnahmen in Hamburg teilgenommen haben?

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts ist schon seit Jahren dabei, die Verschwörungsideologen-Szene zu beobachten. Auf der Website des Hamburger Bündnis gegen Rechts haben wir schon 2020 davor gewarnt, dass Nazis die Stimmung ausnutzen, um ihre rechte Gesinnung zu verbreiten.

Als Jusos waren wir unter anderem mit der Grünen Jugend im Dezember 2021 auf der Straße. Auch die Demonstration am 15. Januar ist schon etwas länger geplant. Dafür werden von DGB bis hin zu kleinen Gruppen über 80 Organisationen auf die Straße gehen.

Einige haben die Meinung, dass man den Corona-Protesten gar nicht so viel Aufmerksamkeit schenken sollte…

Ich glaube, dass man immer, wenn Nazis auf die Straße gehen, dagegenhalten muss. Wir dürfen in Deutschland niemals zulassen, dass Nazis sich Raum nehmen. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts hat zum Beispiel auf Twitter dokumentiert, dass die NPD mit einem eigenen Banner und Block am Start ist. Auch die AfD Bürgerschaftsfraktion ist in voller Stärke mit dabei. Außerdem sind Reichsfahnen unterwegs und alles aus dem rechten Spektrum geht auf die Straße. Das kann nicht sein.

Glaubst du, dass das so auch in der breiten Bevölkerung aufgefasst wird?

Ich glaube, grundsätzlich schon. Ich will keine Aussage dazu treffen, wie das Mehrheitsverhältnis auf dieser Demonstration ist. Da laufen sicher auch viele mit, die einfach mit dem Status quo unzufrieden sind. Aber man sollte es eben besser wissen.

 

„Das ist ein Bündnis der Ignoranz“

 

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Janwillem van de Loo ist Mitorganisator der Demo und Co-Sprecher des Arbeitskreises gegen Rechts der Jusos und SPD in Hamburg (Foto: Jan Kopankiewicz)

Auch dank der Demonstrationen steht Vorwurf der Spaltung der Gesellschaft im Raum. Nimmst du eine Spaltung wahr?

Man nimmt eine Polarisierung und einen raueren Tonfall wahr. Bei der Spaltung haben wir das Bild im Kopf, dass da ein Spalt durch die Mitte geht. Aber das ist nicht der Fall, sondern es krümelt irgendwo am Rand so ein kleiner Spalt. Jeden Tag lassen sich in Deutschland mehr Menschen erstimpfen, als Menschen auf Corona-Demos gehen.

Wovon die Corona-Leugner und auch Nazis aber profitieren, ist, dass man immer abwägen muss, ob man sich in verschiedenen Gruppen und Räumen trifft, wenn man Corona ernst nimmt. Deswegen werden vermutlich viele Leute, die große Sympathien mit unserem Protest haben, trotzdem nicht kommen. Das kann ich ein Stück weit verstehen, auch wenn wir alle Corona-Auflagen erfüllen werden und maximal vorsichtig sind. Das ist ein strukturelles Problem und macht es vermutlich überhaupt möglich, dass Nazis in einer Stadt wie Hamburg rumlaufen, was eigentlich undenkbar ist.

Bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen treffen verschiedenste Milieus aufeinander. Welchen gemeinsamen Nenner kannst du erkennen?

Ich glaube, es ist die Frustration über die Gesamtsituation. Ein gemeinsamer Nenner ist aber augenscheinlich auch Ignoranz. Es ist einigen Leuten scheinbar egal und sie wollen sich nicht damit auseinandersetzen, mit wem sie da auf die Straße gehen. Den Nazis ist wiederum offenbar egal, dass dort Leute mit Regenbogenfahnen sind. Darüber hinaus eint sie, dass sie wissenschaftliche Fakten genauso ignorieren wie den Fakt, dass sie mit ihren Aktionen Menschen in Lebensgefahr bringen und ein zusätzliches Risiko schaffen. Das ist ein Bündnis der Ignoranz.

 

Anti-Corona-Demo untersagt

 

Am 13. Januar 2022 hat die Stadt die geplante Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Hamburg untersagt. Welchen Einfluss hat das auf euren Gegenprotest?

Wenn die Corona-Leugner samt ihren Mitläufern von NPD, AfD und anderen weiter die Auflagen der Demonstration nicht einhalten und dadurch Menschenleben gefährden, ist es nur folgerichtig, dass deren Demo nicht stattfinden darf. Unsere Demonstration wird sich an alle Auflagen halten und ein Zeichen für Solidarität setzen – egal ob Corona-Leugner auf der Straße sind oder nicht.

Wird denn bei eurem Protest auch berechtigte Kritik an dem politischen Umgang der Corona-Krise geäußert?

Ich glaube, wir sind mit dem Gegenprotest ein sehr heterogenes Bündnis. Ich bin Teil der SPD, die ja viele der konkreten politischen Entscheidungen mitentwickelt und mitträgt. Wir haben sicherlich eine andere Kritik als Teile der Partei Die Linke oder Antifaschistische-Gruppen. Was uns aber entschieden eint, ist ein Zeichen setzen zu wollen für Solidarität, für Vorsicht und dafür, dass Leute diese Pandemie und die wissenschaftlichen Fakten ernst nehmen.

 

Soziale Krise?

 

In eurem Aufruf heißt es „Die Corona-Krise hat auch die soziale Krise verschärft.” Inwiefern?

Die Vermögensungleichheit hat in der Pandemie noch einmal zugenommen. Menschen, die auf niedrig bezahlte Jobs angewiesen sind, sind von der Pandemie stärker betroffen. Menschen in der Gastronomie beispielsweise mehr als der Aktienfondsmanager. Wer auf 200 Quadratmetern wohnt, hat es in Quarantäne natürlich einfacher als jemand, der auf 30 Quadratmetern wohnt.

Ist das auch ein Grund dafür, dass es mittlerweile Menschen gibt, die sich eigentlich der linken Szene zuordnen, jetzt aber an den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen teilnehmen?

Nein, wenn das Soziale wirklich ihr Anliegen wäre, würden sie auf unsere Demo gehen. Die wenigen „Linken“ unter den Coronaleugnern haben denke ich andere Gründe. Die ganze Pandemie war für die radikalen Linken, die eigentlich meist staatskritisch sind, eine sehr große Herausforderung. Sie sehen vor allem staatlich-repressive Maßnahmen grundsätzlich sehr kritisch. Jetzt haben wir aber eine Pandemie, in der es sehr wichtig war, repressiv vorzugehen, um gerade die Schwachen zu schützen. Dem mit Abstand größten Teil der radikalen Linken ist es gelungen, sich in dieser Zeit gerade zu machen und sich auf den Kern ihrer Ideologie, den Schutz und die Gleichheit und Gleichwertigkeit der Menschen zu konzentrieren.

Eine grundsätzlich große Skepsis gegenüber dem Staat wurde hier – wo es nötig war – berechtigterweise überwunden. Die Corona-Demos wirken gewissermaßen wie ein Test: ‚Kann man auch als radikaler Linker aus einem Schwarz-Weiß-Denken rauskommen, wenn die Umstände sich verändern?’ Ein paar können es nicht. Für die ist der Staat dann trotzdem immer der böse, selbst wenn er teilweise die richtigen Maßnahmen ergreift, um die Schwächsten zu schützen. Wenn diese Leute dann noch mit Nazis auf die Straße gehen, finde ich, passt das Etikett Links auch nicht mehr.

Was ist für dich der wichtigste Grund am Samstag auf die Straße zu gehen?

Ein Zeichen zu setzen, dass wir Demonstrationen, bei denen unwidersprochen Nazis mitlaufen, nicht akzeptieren. Wir können zeigen, dass es eine breite Mehrheit ist, die hinter den Corona-Maßnahmen steht und es wichtig findet, mit den wissenschaftlichen Fakten angemessen umzugehen.

Ich muss aber auch nochmal ganz explizit sagen: Dort läuft die NPD mit einem eigenen Banner über den Jungfernstieg in Hamburg. Das kann nicht sein! Das sollte weder vorübergehend noch in schwierigen Zeiten tolerabel sein.

keine-stimme-den-nazis.org


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Nicolaas Schmidt: „Da entstehen echte Momente“

Nicolaas Schmidt zeigt in seinem Film „FIRST TIME [The Time for All but Sunset – VIOLET]“ zwei junge Passagiere, die die U3 komplett durchfahren und bis auf einen Satz kein Wort verlieren. „First Time“ wurde mit dem Deutschen Kurzfilmpreis 2021 „Sonderpreis für mittellange Filme“ ausgezeichnet

Interview: Markus Gölzer

 

SZENE HAMBURG: Nicolaas Schmidt, Gratulation zum Deutschen Kurzfilmpreis. Der dritte Hauptdarsteller von „First Time“ ist die U3. Warum?

Nicolaas Schmidt: Ich hatte damals viel Zeit im Haus verbracht. Abends, wenn die Sonne mein Fenster erreichte, kam so ein Drang: Ich muss noch raus! Die letzten Sonnenstrahlen! Wo ich wohnte, gab es außer dem Parkdeck der „Hamburger Meile“ keine größere Freifläche, wo so spät noch wärmende Strahlen den Boden erreichten. Da blieb nur die U3. Die fährt oft hoch und im Kreis. Man hat immer irgendwo einen Moment, in dem die Sonne auch zum Sunset ins Gesicht strahlt. Der Ausgangspunkt zum Film war, die Goldene Stunde zu dokumentieren. Auf diesen Rundfahrten kam mir die Idee zu der Geschichte, die entsteht, indem man – hoffentlich – das präsente Hafenpanorama wiedererkennt, das die Protagonisten zweimal durchfahren. Der Zuschauer bemerkt die Kreisfahrt, die keinen Sinn ergibt, wenn man sich fortbewegen will. Mindestens einer von beiden will nicht aussteigen– warum?

Bei aller Kürze hat der Film etwas Meditatives.

Das liegt wohl an der Redundanz des Musiksamples im ersten Track. Durch Wiederholungen, Loops hatte ich bereits in früheren Kurzfilm-Experimenten eine Inhaltslosigkeit hinbekommen, die Abdriften oder Meditieren ermöglicht, aber zunächst den Zuschauenden fordert – man muss sich darauf einlassen können. Ein guter Slowloop schafft das. Dieser Spagat ist das Interessante für mich am Kurzfilm. Narrative Sachen finde schwierig im klassischen Kurzfilm bis 15 Minuten Dauer, da bleibt kaum Zeit, Inhaltslosigkeiten oder Banalitäten einzusetzen. „First Time“ geht über 49 Minuten. Da konnte ich ein wenig narrativ arbeiten und dennoch mit diesen Mittel spielen.

 

„Mich interessieren Sachen, die man nicht einordnen kann“

 

Das Intro mit dem Coke-Clip aus den Achtzigern, der mit Robin Becks „First Time“ die Jugend feiert, fand ich etwas lang.

Ich wollte neben einem Werbeclip als Vorfilm, dass man schon eine erste Hürde nimmt für das, was danach kommt. Mit der Musik und der ultrakitschigen Werbeästhetik funktioniert das super. Die Bilder ähneln sich alle auch so schön. Wenn man es schafft, die Werbung durchzugucken, schafft man auch den Film. Und es gibt diesen krassen Kontrast – Coke Commercial vs. the real thing.

Deine Filme wie das bereits 2017 erschienene Sequel von „First Time“, „Final Stage“, spielen oft in Übergangssituationen: in der S-Bahn, am Bahnhof, auf den Korridoren einer Mall. Oder auch im Herbst, nach Trennungen oder in der Pubertät.

Mich interessieren vor allem Graubereiche, Ambivalenz, die man nicht so einfach einordnen kann. Deshalb auch keine Junge-Mädchen-Konstellation. Wenn es Zuschauende schaffen, sich darauf einzulassen, finde ich es richtig, auch ein Angebot zu machen, ins Grübeln kommen – rein optional. Filme können super inspirierend sein. Ich denke, das ist etwas Schönes. Doch mittlerweile gibt’s ja kaum noch Momente, wo man die Muße und die Zeit dafür hat. Kino hat da mega Potenzial. Dochbei vielen Filmen muss man 100 Prozent dabei sein, um den Handlungsstrang oder etliche davon zu kapieren. Oder es gibt so viel Action, dass man gar nicht abtauchen kann. Dann ist der Film vorbei, und zack, ist man wieder im echten Leben. Was bleibt da hängen?

 

Eine Liebesgeschichte? Villeicht

 

Nicolaas Schmidt Credit Nicolaas Schmidt-klein

Erhielt den Deutschen Kurzfilmpreis 2021: Nicolaas Schmidt (Foto: Nicolaas Schmidt)

Bei „First Time“ bleibt die Frage hängen, ob es eine Liebesgeschichte ist. Vielleicht.

Deshalb möchte ich diese Frage besser nicht beantworten. Ja, vielleicht ist das nur eine weitere Liebesgeschichte.

Oder einfach eine konzeptionelle Videoarbeit oder ein Experimentalfilm? Tragödie? Oder gar Komödie? Mir wurde schon gesagt, dass es komische Momente gibt. Oder Kapitalismuskritik? Im Abteil hängt ein ein Poster von „Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit“, einer Platte von „Ja Panik“.

Dieses Plakat ist das Filmposter eines früheren Kurzfilms meines guten Freundes Ray Juster und mir. Wir haben echte Werbung damit überklebt. Bei der Montage des Films fanden meine Dramaturgin Anne Döring und ich den Spruch schwierig, weil zu eindeutig.

Der Film scheint ohne Schnitt durchgefilmt zu sein.

Nicht jede U3 fährt unterbrechungsfrei im Kreis. Manchmal muss man in Barmbek umsteigen. Ich hatte mir daher eine Schnittmöglichkeit offen gehalten. Wir sind aber durchgefahren im Kreis.

 

Freiraum für Zufälle

 

Waren die anderen Fahrgäste auch Schauspieler?

Es gibt die beiden Schauspieler und etliche Statisten. Die haben wir auch gebraucht, um das Wagenabteil abzublocken vor den echten Passanten. Das war auch das Spannende, zu probieren: Klappt es oder kommen Leute rein. Da entstehen echte Momente, die hätte man sich nicht besser ausdenken können. Das finde ich interessant: Was passiert, mit dem entsprechenden Risiko. Die erste der drei Fahrten war zur Probe. Die zweite war gut, aber es war etwas zu früh. Da wollte die Sonne noch nicht so (lacht). Die dritte Fahrt hat geklappt, mit sehr viel Glück natürlich. Aber wenn alles exakt vorbereitet, alle möglichen Problemstellen gecheckt sind und das meiste feststeht, kann man so ein Risiko eingehen. Wir wussten genau, welches Abteil wir benutzen, wo die Bahn hält, wie viel Zeit zwischen den Stationen ist, wann was passiert – da kann man auch Freiraum für Zufälle lassen.

Was gab es für Zufälle?

In der U-Bahn-Station St. Pauli hält der Zug vor einem Kiosk. Der füllt exakt das Fenster aus. Der genaue Standpunkt des Abteils beim Halten war in der Dopplung dann wohl Glück. Das Interessante ist auch der dokumentarische Aspekt: Diesen Kiosk gibt’s mittlerweile nicht mehr. Die Werbeposter auf den Bahnsteigen sind natürlich auch Zeitdokumente. In einem anderen Moment steht ein Passant ziemlich im Hintergrund am Gleis. Wie künstlich platziert und sehr einsam dabei. Wäre das inszeniert, hätte man es eventuell platt gefunden. Ebenfalls ganz toll: In der Station Hamburger Straße ist eine Bank zentriert im Fenster-Bild, auf der zwei erwachsene Männer nebeneinandersitzen – wunderbar korrespondierend zu den beiden Jungs in der Bahn. Aber: nicht geplant. Da gab es viele Sachen.

 

Zu sehen – hoffentlich bald

 

Auch die Musik spielt eine wichtige Rolle.

Ja, den ersten Instrumental-Track „Delta Roth“ in einem Album meines früheren HFBK-Kommilitonen Iason Joumkos zu entdecken, war wichtig für den Film. Er hat den Song dafür noch verlängert und für den zweiten Teil des Films darauf einen weiteren Track „Omega Roth“ komponiert.

Aktuell stehen in Hamburg keine Festivals an, auf denen „First Time“ gezeigt werden könnte. Kann man ihn wenigstens schon im Netz sehen?

Leider nein. Es geht darum, den Film komplett unterbrechungsfrei schauen zu können, nicht aufzugeben und bestenfalls abzutauchen. Ich möchte möglichst vielen Menschen die Chance dazu geben. Wie gesagt, man muss sich erst mal darauf einlassen und dazu braucht es Kino – den Raum, die anderen Zuschauer, die Dunkelheit, die Soundanlage. Ich hoffe sehr, es wird sich hier ein Festival in 2022 finden, denn wegen Corona gab es nicht mal eine kleine Teampremiere in Hamburg.

endjoy.org/firsttime


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2022. Das Magazin ist seit dem 22. Dezember 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Film in Hamburg – gedreht wird immer

In Hamburg wird gedreht – oft und gerne. Welche Ecken in der Stadt zu welcher Geschichte passen und wo es sich filmisch durch die Zeit reisen lässt, das weiß Alexandra Luetkens. Sie ist Film Commissionerin bei der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und berät Filmemacher aus aller Welt

Text: Hedda Bültmann 

 

Hollywood zu Besuch auf St. Pauli: Philip Seymour Hoffman trifft sich auf einen Drink mit Robin Wright in der Rooftopbar 20up des Empire Riverside Hotels. Das kann passieren, wie hier für den Film „A Most Wanted Man“. Auch in „Der Morgen stirbt nie“ hat Hamburg einen Auftritt, bekannt ist vor allem die Szene, in der James Bond (Pierce Brosnan) auf das Dach des Atlantic Hotel flüchtet. Und auch die Landungsbrücken und der Blick auf den Hafen schaffen es als Kulisse immer wieder in große internationale Produktionen, aber auch Arthouse Filme.

 

Von langer Hand vorbereitet

 

Die Liste der Streifen, die zumindest teilweise hier gedreht wurden, ist lang. Seit 2000 kümmert sich Alexandra Luetkens gemeinsam mit ihrer Kollegin Christiane Dopp als Film Commissionerin bei der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein unter anderem um Anfragen, Drehorte und Beratung. Sie hat schon einige Kreative vom Filmstandort Hamburg überzeugen können.

Wie die von „The Story of My Wife“, auf Deutsch „Die Geschichte meiner Frau“ – ein Liebesdrama, das in den 1920er-Jahren in Hamburg und Paris spielt. Der Film feierte im Juli dieses Jahres auf den Filmfestspielen von Cannes seine Weltpremiere. Doch bereits Anfang 2018 hat Alexandra Luetkens die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi, den Kameramann, die Szenenbildnerin und die Berliner Produktionsfirma Komplizen Film im Namen der Filmförderung nach Hamburg eingeladen, und ist mit ihnen in einem Kleinbus durch die Stadt gefahren – an all die Plätze, die von einem Hamburg in den 1920ern erzählen könnten. Am Ende haben Enyedi die vielfältigen Möglichkeiten überzeugt, sodass sie dann 2019 elf Tage hier gedreht hat, unter anderem natürlich in der Speicherstadt. Aber auch an der Trostbrücke, im Atlantic Hotel, im Museumshafen und auf den Fleeten, wo im Film historische Barkassen fahren.

Setfoto TSOMW Speicherstadtfleete_Copyright Hanna Csata-klein

Zeitreise: Die Speicherstadt wurde für die Dreharbeiten von „The Story of My Wife“ in die 1920er verlegt (Foto: Hanna Csata)

 

„Die historischen Aufnahmen waren sehr aufwendig“

 

Die MOIN Filmförderung hat die Film Produktion in Hamburg mit 450.000 Euro unterstützt, wobei diese wiederum rund eine Million Euro in Hamburg ausgegeben hat. In der Vorbereitung arbeitete Luetkens eng mit dem Motivaufnahmeleiter zusammen: von ersten Motiv-Vorschlägen über logistische Organisation bis zu den notwendigen Behördengängen.

„Die historischen Aufnahmen waren sehr aufwendig. Die öffentlichen Bereiche mussten weiträumig abgesperrt werden, damit zum Beispiel die Pferdekarren durch die Speicherstadt fahren konnten, ohne dass moderne Autos das Bild durchkreuzten“, erzählt sie. „Wir haben weit im Voraus angefangen alles vorzubereiten, Termine mit den städtischen Behörden vereinbart und auch mit der Port Authority, um die Motivaufnahmeleitung zu unterstützen, dann die Drehgenehmigungen einzuholen.“ Doch es habe sich gelohnt. „Hamburg sieht in dem Film so fantastisch aus, es macht einfach Freude, das zu sehen“, schwärmt die Commissionerin, „und für uns von der Filmförderung ist es eine schöne Bestätigung, dass von hier, aus diesem Projekt heraus, solch großartige Bilder um die Welt gehen.“

 

Hamburgs Plus: die Vielseitigkeit

 

Mehr als 500 öffentliche Plätze in der Stadt sind als potentzielle Drehorte in der Datenbank der MOIN Filmförderung erfasst. Hamburg selbst ist wie eine Leinwand, auf die vieles projiziert werden kann. Zuletzt verlegte Alexandra Luetkens kurzerhand Duisburg nach Hamburg. Die Firma Weydemann Bros, die 2019 den erfolgreichsten Arthouse Film „Systemsprenger“ verantwortet hat, hat für einen im nächsten Jahr geplanten Film eine Förderungszusage bekommen. Und da sie zwar gerne in Hamburg drehen möchten, aber die Geschichte in Duisburg spielt, hat Alexandra Luetkens alle passenden Ecken, wie zum Beispiel das südliche Wilhelmsburg, rausgesucht. Denn was Hamburg als Filmstandort besonders auszeichnet, ist die Vielseitigkeit. „In Deutschland ist es die Stadt mit den meisten Grünflächen einerseits, andererseits gibt es hier viel Industrie. Dann ist da die urbane HafenCity mit ihrer modernen Architektur, dem alteingesessenen Reichtum entlang der Elbchaussee oder rund um die Alster. Und durch den Hafen hat Hamburg ein internationales Flair“, erklärt sie.

Setfoto The Story of My Wife_Copyright Hanna Csata-klein

Damit keine Filmfehler passieren, wird bei Drehs oft weiträumig abgesperrt (Foto: Hannah Csata)

 

Der Kiez ist nicht mehr das, was er einmal war

 

Nach wie vor ist aber vor allem auch die Reeperbahn mit ihrem Rotlichtviertel weltweit bekannt und Anziehungspunkt. „Die Nachfrage nach St. Pauli verläuft im Hinblick auf die letzten Jahre immer in Wellen“, meint Luetkens, „aber gerade in diesem Jahr war der Kiez wieder sehr gefragt.“ Aktuell drehe Amazon die (nicht geförderte) Serie „Luden“, die auf dem St. Pauli der 1980er-Jahre spielt. Eine weitere hier ansässige Geschichte, die gerade in Arbeit sei und die von der Filmförderung unterstützt werde, sei die Amazon Miniserie „German Crime Story: Gefesselt“ über den Säurefassmörder Lutz Reinstrom. Historische Stoffe, die ein vergangenes St. Pauli zeigen. „Auch wenn es immer noch viele ursprüngliche Ecken gibt, hat sich der Kiez stark verändert im Vergleich zu dem klassischen Rotlicht- und Prostitutionsviertel der 90er-Jahre“, so Luetkens, „Er ist viel mehr eventisiert, aber auch das kann für andere Projekte passen und wird gebraucht.“

 

Soul Kitchen – ein Zeitzeugnis

 

Alexandra Luetkens_2021_(c) A. Luetkens-klein

Alexandra Luetkens ist seit 2000 Film Commissionerin für Hamburg (Foto: Alexandra Luetkens)

Als Film Commissionerin verfolgt sie sehr aufmerksam die städtische Entwicklung: „Die Stadt verändert sich ja ständig, es entstehen neue Stadtteile wie zwischen HafenCity und den Elbbrücken oder alte Hafenindustrie wie in Steinwerder verschwindet und wird durch andere Bauten ersetzt.“ Die Gentrifizierung und der Verdichtungsprozess haben auch Auswirkungen auf Hamburg als Filmstadt: „Es wird auch aus filmischer Sicht zu viel abgerissen. Alte Bausubstanz geht verloren, vieles, was interessant ist.“ Das thematisierte Hamburgs Kult-Regisseur Fatih Akin bereits 2009 in „Soul Kitchen“, in dem ein Restaurantbesitzer sich in schlechten wirtschaftlichen Zeiten gegen einen Immobilienhai wehren muss.

Der Film ist mittlerweile auch ein Zeitzeugnis, denn die Soul Kitchen-Halle, in der ursprünglich Kulturveranstaltungen stattfanden, wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen und verfällt. Auch die Astra Stube unter der Sternbrücke, in der sich Zinos (Adam Bousdoukos) und Lucia (Anna Bederke) betrinken, ist akut vom Abriss bedroht, da die Brücke erneuert werden soll. Doch: „Wir brauchen auch die abgerockten Ecken, subkulturelle Räume, um die Inhalte von Krimis oder gesellschaftliche Randgruppen darzustellen“, erklärt Alexandra Luetkens. „Ein Drehort muss nicht immer glatt und schön sein.“ So sei auch eine vermeintlich hässlich wirkende Location ein attraktives Motiv und: „Ein Ort braucht nur gewisse logistische Voraussetzungen, ansonsten kann alles, was sich mit Fantasie umgestalten lässt, ein tolles Filmmotiv sein.“

 

Wahrzeichen locken Stars

 

Um so erfreulicher ist es, dass auch neuere Wahrzeichen von Hamburg große internationale Stars nach Hamburg locken. In dem Film „Drei Engel für Charlie“ von Elizabeth Banks aus dem Jahre 2019 – unter anderem mit Kristen Stewart – ist die Elbphilharmonie als einer der zentralen Orte zu sehen. „Dass diese große US-Produktion in Hamburg gedreht hat, war ein persönliches Highlight“, erzählt Luetkens. „Dass das möglich war, haben viele tolle Leute erwirkt und auch wir haben uns dafür sehr reingehängt.“

Der Film habe eine enorme Wirtschaftskraft in die Stadt und weltweite Aufmerksamkeit gebracht. Auch wenn Blockbuster nicht für die Art der Filme stehen, für die die Filmförderung bekannt ist. Das sind eher Arthouse-Filme wie für viele der Hamburgfilm überhaupt, „Absolute Giganten“ von Sebastian Schipper. Diesen hat Alexandra Luetkens sofort vor Augen, wenn sie durch den Alten Elbtunnel schlendert: „Ich weiß, das ist ein Klassiker, aber für mich ist er einer der schönsten Drehorte in Hamburg.“ Und ihr Lieblings-Hamburgfilm? „Gegen die Wand“ von Fatih Akin. Der Film hat nach all den Jahren immer noch diese Power und einen enormen Druck“, sagt sie. „Sobald er losgeht – mit der Autofahrt durch den Elbtunnel zu dem Song ,I Feel You‘ von Depeche Mode – bekomme ich Gänsehaut.“


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Impfstellen in Hamburg – eine Übersicht

Während sich die Omikron-Variante des Corona-Virus ausbreitet, wird weiter fleißig geimpft. Wo und wann man sich in Hamburg impfen lassen kann – ein Überblick

Text: Felix Willeke

 

Seit Ende August das große Impfzentrum in den Messehallen geschlossen hat, hat die Stadt Hamburg sein Impfangebot ausgeweitet. Wer sich heute in der Hansestadt seine Auffrischungsimpfung (den sogenannten Booster) holen möchte oder sich erstmalig gegen das Corona-Virus impfen lassen will, hat drei Möglichkeiten:

    1. Bei den Hausärzt:innen nachfragen oder zu anderen niedergelassenen Ärzt:innen gehen.
    2. Eine Impfung ohne Termin in einem städtischen Impfzentrum holen oder
    3. einen Termin für eine Impfung in einem Krankenhaus oder einer anderen medizinischen Einrichtung machen.

Für die Frage „Wann kann ich mich impfen lassen“ gilt: In Hamburg sind alle ab 18 Jahren berechtigt, sich boostern zu lassen, wenn der vollständige Impfschutz seit mindestens 3 Monaten besteht – bei einer Erstimpfung mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson schon nach 4 Wochen. Kinder von 5 bis 11 Jahren können sich im Corona-Kinderimpfzentrum in der Pasmannstraße impfen lassen, Termine gibt es unter hamburg-impft.de. Zu einer Auffrischungsimpfung wird insbesondere vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Omikron-Variante geraten, einen Überblick über die aktuellen Corona-Zahlen und -Maßnahmen in Hamburg gibt es bei SZENE HAMBURG.

 

Niedergelassene Ärzt:innen

 

Wer sich gegen das Corona-Virus impfen lassen möchte, sollte sich zuerst bei seinem:r Hausärzt:in informieren, ob diese:r eine Impfung anbietet. Alternativ gibt es bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg eine Übersicht über Arztpraxen, die gegen das Corona-Virus impfen. Außerdem sind hier ebenfalls Praxen verzeichnet, die Kinder ab fünf Jahren impfen.

 

Städtische Impfzentren

 

Wer sich in Hamburg sofort impfen lassen möchte, kann ohne Termin in ein Impfzentrum der Stadt gehen:

  • Hamburg-Mitte
    Impfzentrum im Bezirksamt Mitte, Caffamacherreihe 1-3, So 11 – 16:30 Uhr
  • Hamburg-Nord
    Impfzentrum im EKZ Hamburger Meile, Hamburger Straße 27, Di – Sa 12 –17:30 Uhr
  • Wandsbek
    Impfzentrum Friedrich-Ebert-Damm, Friedrich-Ebert-Damm 160a, Di & Do 14 – 19:30 Uhr
  • Bergedorf
    Impfzentrum Chrysanderstraße 4, Di & Fr 14 – 19:30 Uhr & Bethesda Krankenhaus Bergedorf, Glindersweg 80, Mo & Mi 14 – 19:30 Uhr
  • Harburg
    Harburg Acarden, Lüneburger Str. 39, Mo – Mi & Fr 12 – 18 Uhr & ab dem 15. Januar 2022 auch im Impfzentrum Neugraben, Am Johannisland 2, Sa 15 – 20:30 Uhr
  • Altona
    Impfzentrum Kühnehöfe, Tasköprüstraße 1-3, Mo, Di & So 13 – 18:30 Uhr
  • Eimsbüttel
    Impfzentrum Hamburg-Haus, Doormannsweg 12, So 14 – 19:30 Uhr

Für diese Impfzentren gilt: Alle bieten Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen für Personen ab 18 Jahren an. Während der Öffnungszeiten sind Impfungen ohne Termin möglich, es kann jedoch zu langen Wartezeiten kommen. Außerdem gibt es mobile Impfteams. Eine Übersicht über das städtische Angebot gibt es auf hamburg.de oder täglich aktuell auf twitter.com/senat_hamburg.

 

Krankenhäuser und andere Einrichtungen

 

Wer sich mit Termin in einem Krankenhaus oder einer anderen medizinischen Einrichtung impfen lassen möchte, kann einen Termin über das Serviceportal der Stadt Hamburg machen. Dieses Impfangebot richtet sich entweder an alle, nur an Kinder oder Jugendliche oder an Menschen über 30 Jahre:

Impfmöglichkeit für Kinder ab 12 Jahren ohne Vorerkrankungen und alle Erwachsenen

  • Agaplesion Diakonieklinikum
  • Asklepios Klinik Altona
  • Asklepios Klinik Harburg
  • Asklepios Klinik Nord-Heidberg
  • Asklepios Klinik Wandsbek
  • Bundeswehrkrankenhaus
  • Israelitisches Krankenhaus
  • Zentrum für Impfmedizin

Impfmöglichkeit nur für Kinder ab 5 Jahren

Zusätzlich zum Corona-Kinderimpfzentrum in der Pasmanstraße 1 gibt es in den folgenden Krankenhäusern exklusiv für Kinder die Möglichkeit, sich impfen zu lassen:

  • Altonaer Kinderkrankenhaus (geimpft werden Kinder bis 11 Jahre)
  • Helios Mariahilf Klinik Harburg (geimpft werden Kinder bis 11 Jahre)
  • Katholisches Kinderkrankenhaus Wilhelmstift (geimpft werden Kinder bis 11 Jahre)
  • Kinder UKE (geimpft werden Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre)

Impfmöglichkeit nur für Erwachsene ab 30 Jahren (nur Auffrischungsimpfungen)

  • Albertinen-Krankenhaus
  • Ambulanzzentrum des UKE / (Uni) Turmweg
  • Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
  • Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus
  • HOCHBAHN Impfzentrum

Eine Impfung mit Termin ist ebenfalls in den Asklepios-Kliniken Barmbek, St. Georg und dem Westklinikum Hamburg in Rissen möglich. Die Terminvereinbarung erfolgt über das Portal der Asklepios-Kliniken.


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