Ein Gründungsdirektor für das Deutsche Hafenmuseum

Das Deutsche Hafenmuseum auf dem Areal des historischen Schuppen 50A am Hansahafen hat mit Prof. Dr. Klaus Bernhard Staubermann seinen Gründungsdirektor und dieser steht vor großen Aufgaben

Text: Ronja Güldner

 

Am 1. November 2022 trat der Historiker Prof. Dr. Klaus Bernhard Staubermann seine Aufgabe als Direktor des Deutschen Hafenmuseums in Hamburg an. „Häfen waren für mich schon immer besonders faszinierende Orte.“, so Staubermann. Jetzt steht er auch als ein Teil des Direktionsteams der Stiftung Historischer Museen (SHMH) vor den nächsten Herausforderungen.

Entwicklung in Sicht

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Die Peking ist der Besucher:innenmagnet des Deutschen Hafenmuseum (©Mediaserver Hamburg/Martin Elsen, luftbild.fotograf.de)

2021 strömten rund 44.000 Besucher:innen ins Hafenmuseum. „Die aktuellen Besucherzahlen am Standort Schuppen 50A und auf der Peking zeigen, welche Faszination der Hafen ausübt.“, sagt Dr. Carsten Brosda, Hamburgs Senator für Kultur und Medien. Deswegen soll es nicht bei dem einen Standort bleiben. „Die Herausforderung, an zukünftig zwei attraktiven Standorten die historischen, gegenwärtigen und möglichen zukünftigen Zusammenhänge des Welthandels sowie die soziokulturellen Auswirkungen der damit verbunden Vernetzungen anschaulich zu machen, liegen bei Herrn Staubermann in fachlich hochqualifizierten Händen“, sagt Prof. Dr. Hans-Jörg Czech, Direktor und Vorstand der SHMH. Der zweite Standort für das Deutsche Hafenmuseum soll in dem geplanten Stadtteil Grasbrook entstehen. Der Bund stellt dafür 185,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Zwei Standorte, ein Museum

So soll das Museum zukünftig „Geschichte, Gegenwart und Zukunft des globalen Handels und der Globalisierung erzählen“, sagt Kultursenator Brosda. Die Entwicklung des Museums mit dem Highlight, der Viermastbark Peking, liegt ab sofort in den Händen von Prof. Dr. Klaus Bernhard Staubermann, der damit eines der anspruchsvollsten Museumsprojekte Europas verantwortet.

 


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Mit Pomp und Plüsch: Happy Birthday, Corny Littmann!

Was wäre Hamburg ohne Corny Littmann? Kulturell sicherlich völlig anders und deutlich langweiliger. Heute feiert er seinen 70. Geburtstag und SZENE HAMBURG gratuliert herzlich

Text: Marina Höfker

 

Als Theaterchef, Schauspieler, ehemaliger Präsident des FC St. Pauli und Aktivist hat er Hamburg und besonders die Reeperbahn mitgeprägt wie kaum ein anderer: Cornelius „Corny“ Littmann ist aus der Stadt nicht mehr wegzudenken. Der gebürtige Münsteraner kam mit 15 Jahren in die Hansestadt und machte schon früh auf sich aufmerksam. Mit der Theatergruppe „Brühwarm“ setzte sich Littmann, der sein eigenes Coming-Out mit 18 Jahren hatte, für schwule Emanzipation ein. Auch als Mitgründer des Tourneetheaters „Familie Schmidt“ macht er sich anschließend auf seinen Touren durch Deutschland weiterhin für die Rechte der Homosexuellen stark.

 

„Wir sind überzeugt, dass es in Hamburg Hunderte von Sumpfblüten gibt, die nur zum Blühen kommen müssen.“
Corny Littmann 1988 anlässlich der Eröffnung des Schmidt Theaters

 

Dabei stets an seiner Seite: Schauspieler und Travestiekünstler Ernie Reinhardt – alias Lilo Wanders –, mit dem er sich am 8. August 1988 den Traum vom eigenen Theater auf dem Hamburger Kiez erfüllte. Mit dem Schmidt Theater wollte Littmann vor allem unbekannteren Künstler:innen eine Bühne bieten. Zur Eröffnung sagte er damals der SZENE HAMBURG: „Wir sind überzeugt, dass es in Hamburg Hunderte von Sumpfblüten gibt, die nur zum Blühen kommen müssen.“

 

Über Nacht berühmt mit der „Schmidt Mitternachtsshow“

Bei einem Theater blieb es nicht: Nur drei Jahre später kam das Schmidts Tivoli hinzu, 2015 schließlich das „Schmidtchen“. Doch als Theaterchef und Regisseur der Hausproduktionen blieb Littmann keinesfalls nur hinter den Kulissen aktiv. So stand er unter anderem in „Das Geheimnis der Irma Vep“, „Fifty Fifty“ und „Die Schmidtparade“ auf der Bühne.

Bundesweite Berühmtheit erlangte er in den 1990er-Jahren als Herr Schmidt mit seiner „Schmidt Mitternachtsshow“, die im NDR Fernsehen gezeigt wurde. Hier blieb die Provokationen selten aus: So hielt er einmal ein Plakat der Deutschen Aidshilfe in die Kamera, auf dem zwei Männer beim Oralverkehr zu sehen waren.

Schmidt Theater (c) Ingo Boelter

Am 8. August 1988 eröffnete das Schmidt Theater (© Ingo Boelter)

Mit Corny Littmann zum Aufstieg

Das Theater war allerdings nie seine einzige große Leidenschaft. Von 2003 bis 2010 war er Präsident des FC St. Pauli und schaffte es nicht nur, den damals finanziell angeschlagenen Verein vor dem Konkurs zu retten. Unter seiner Präsidentschaft gelang sogar der Aufstieg von der Regionalliga in die Bundesliga.

Ob auf der Reeperbahn oder am Millerntor: Was Littmann anpackt, wird zum Erfolg. Dabei drückt er allem seinen pompösen, plüschigen und unverwechselbaren Stempel auf. Davon werden Hamburg und der Kiez hoffentlich noch lange etwas haben. Herzlichen Glückwunsch, Corny!


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Wir helfen! Heute: Sven Junge von der Mobilen Zahnarztpraxis des DRK

Viel hilft viel – zumindest, wenn es um Soziales geht. An den ersten drei Montagen im November 2022 lassen wir an dieser Stelle immer eine:n von drei Hamburger:innen zu Wort kommen, die sich besonders einsetzen und von ihrer Arbeit erzählen. Heute: Sven Junge von der Mobilen Zahnarztpraxis des DRK

Protokoll: Anarhea Stoffel

 

Sven Junge

Sven Junge, Zahnarzt bei der Mobilen Zahnarztpraxis des DRK

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„Einfach für den Menschen da sein, das ist sehr wichtig“, sagt Sven Junge von der Mobilen Zahnarztpraxis des DRK (©privat)

„Ich bin erst seit Kurzem im Team der Mobilen Zahnarztpraxis. Zum Zahnmobil des DRK Altona&Mitte bin ich im Grunde durch einen Artikel im ,Hamburger Abendblatt‘ gekommen, den meine Frau entdeckte. Das Einsatzteam, also die Besatzung des Fahrzeugs besteht aus dem Fahrer oder der Fahrerin, welche sich neben dem Fahren des Fahrzeugs auch um die Technik kümmert und die Patientenannahme durchführt. Als zweite Person organisiert Melanie Wiegers alles rund ums Fahrzeug, wie zum Beispiel die technischen Wartungen und Reparaturen. Der oder die Dritte im Bunde ist dann die Zahnärztin oder der Zahnarzt, in diesem Fall also ich.

Wir als Team der Mobilen Zahnarztpraxis widmen uns in erster Linie der Behandlung von Obdachlosen. Das sind oft Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben; Menschen, die in der Regel keine Krankenversicherung besitzen. Uns ist wichtig, dass auch sie eine gute medizinische Versorgung erhalten. Für mich als Zahnarzt steht natürlich als erstes die zahnmedizinische Behandlung im Fokus. Allerdings kommen hier oft Patienten her, die eine ganz besondere Art von Betreuung benötigen. Wir versuchen, die Patienten neben der medizinischen Behandlung auch psychologisch zu unterstützen, zuzuhören und Ängste, insbesondere der Behandlung, zu nehmen. Einfach für den Menschen da sein, das ist sehr wichtig.

„Oft denke ich dann, wie gut es mir doch geht“

In dieser Arbeit gibt viele Einzelschicksale, die mich berühren und sehr nachdenklich machen. Sehr oft erfahren wir eine ganz besondere Form der Dankbarkeit nach einer Behandlung. Das gibt einem sehr viel mehr, als man es im gewöhnlichen Alltag in einer Zahnarztpraxis erfährt. Die Arbeit im Zahnmobil ist für mich nicht die Routine. Immer wenn ich nach dem Einsatz im Zug sitze und nach Hause fahre, denke ich über die Menschen, denen ich eben begegnet bin, nach. Das beschäftigt mich sehr. Oft denke ich dann, wie gut es mir doch geht. Und ich frage mich, warum so viele Menschen in so prekären Lebenssituationen leben. Vielleicht können wir mit dem Zahnmobil einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität von ein paar Menschen erbringen, einfach die Welt ein bisschen besser machen. Ich hoffe, wir können dem einen oder anderen vielleicht einen schönen Tag bereiten, ihm zuhören und durch die Behandlung Schmerzen nehmen.“

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Seit Anfang Mai 2016 ist die Mobile Zahnarztpraxis des DRK unterwegs (©DRK Altona&Mitte)


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WM gucken trotz Katar?

Tausende Tote, eine vermeintlich korrupte Vergabe und trotzdem spricht der FIFA-Präsident von der besten WM aller Zeiten. Während er Werbung für sein Produkt macht, regt sich Protest, auch in Hamburg, denn nicht alle wollen wie üblich die WM zeigen

Text: Felix Willeke

 

Die Fußball-WM der Männer findet ab dem 20. November in Katar statt und die Liste an Kritikpunkten ist lang: tote Wanderarbeiter, die Verlegung in den Winter, Klimaanlagen in den Stadien, immense Kosten und eine von vermeintlicher Korruption geprägte Vergabe. Daher stehen viele Kneipen und Sportvereine vor der Frage: Zeigen wir die WM oder zeigen wir sie nicht?

#KeinKatarinmeinerKneipe

Schon seit Längerem ruft die Initiative @boycottqatar22 zum Boykott der WM auf. Unter dem Hashtag „KeinKatarinmeinerKneipe“ haben sich schon fast 200 Kneipen und Kultureinrichtungen in ganz Deutschland offiziell dazu entschieden, keine Spiele der WM zu zeigen – darunter auch rund zehn in Hamburg. Eine davon ist die Mathilde Bar in Ottensen und Eimsbüttel. „Die WM ist eine Marketingaktion für das Land Katar“, sagt Thomas Nast von der Mathilde „und an so einem Sportswashing wollen wir uns nicht beteiligen. Stattdessen setzt die Mathilde auf ein Alternativprogramm. So gibt es parallel zum ersten Abendspiel der Deutschen Mannschaft (am 1. Dezember um 20 Uhr) ein Konzert in der Mathilde in Eimsbüttel: „Zehn Prozent der Einnahmen spenden wir an diesem Abend an das Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus aus der Fanszene des FC St. Pauli“.

 

Aus klimatechnischen und auch moralischen Gründen ist die WM kaum vertretbar
Christiane Beck, Inhaberin des Bumblebee

 

Die Winter Games beim FC St. Pauli

Auch für den FC St. Pauli selbst „stand es nie zur Debatte, Spiele dieser FIFA-WM zu zeigen“, sagt Patrick Gensing, Pressesprecher des FC St. Pauli. Stattdessen bietet der Verein ebenfalls ein Alternativprogramm an, „um gemeinsam den Fußball zu leben und zu feiern – aber auch die Aufmerksamkeit zu nutzen, um auf politische und soziale Themen hinzuweisen“. So gibt es am Tag des Eröffnungsspiels in Katar am 20. November (in Deutschland auch Totensonntag genannt) in den Fanräumen des Millerntor-Stadions ab 18 Uhr die Podiumsdiskussion „Seenotrettung ist noch immer kein Verbrechen“. Dazu veranstaltet der Verein in seinem Clubheim die „Winter Games“ mit Konzerten, Lesungen und alten Spielen des FC St. Pauli.

 

Einige zeigen die WM

Doch nicht alle Kneipen und Bars schließen sich zu komplett einem Boykott an. So sind es für die Unabsteigbar (eine Fankneipe des HSV) auch wirtschaftliche Gründe: „Wir zeigen nur die Deutschlandspiele“, sagt Mario Drifte von der Unabsteigbar. „Als fußballgebundene Kneipe sind wir auf die Einnahmen angewiesen und ich gehe ohnehin davon aus, dass 80 Prozent der Menschen die Deutschlandspiele gucken werden. Trotzdem wissen wir auch, dass diese WM im Winter und die Vergabe nach Katar auf dem korrupten System FIFA beruht.“ Und einige Gastronom:innen wie Christiane Beck, Inhaberin des Bumblebee beim SC Concordia, sind sich noch unsicher: „Aus klimatechnischen und auch moralischen Gründen – wenn man alleine die toten Arbeiter betrachtet – ist die WM kaum vertretbar, aber letztendlich ist es auch ein sportliches Event. Wir überlegen daher, wenn es zum Viertelfinale oder noch weiter mit deutscher Beteiligung kommt, auch Spiele zu zeigen.“


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Die schönsten Weihnachtsmärkte der Stadt

Viele zieht es in der Vorweihnachtszeit nach draußen, nicht weil es etwa schön ist oder des Public Viewing zur Wüsten-WM ruft, sondern weil das Treffen mit Freund:innen und Familie auf dem Weihnachtsmarkt einfach dazugehört. Hier kommen zehn Märkte in und um Hamburg, die auch abseits der großen Klassiker einen Besuch wert sind

 

Adventsmesse Koppel 66

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Direkt bei Künstler:innen kaufen und Handwerk erleben, das geht am besten auf der Adventsmesse der Koppel 66 (©Michael Marczock)

Am 25. November ist es wieder so weit: Die Adventsmesse in der Koppel 66 öffnet wieder ihre Türen. An den vier Adventswochenenden präsentieren in diesem Jahr 55 Aussteller:innen jeweils freitags bis sonntags, von 11 bis 19 Uhr, ihre handgefertigten Taschen, Schmuck, Skulpturen, Leuchten, Schuhe, Textilwaren und vieles mehr. Auf drei Stockwerken und in den zwölf Ateliers der Koppel 66 finden die Besucher:innen Inspiration und vielleicht auch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk. Zur Eröffnung am 26. November verleiht die Koppel um 15.30 Uhr ihren Förderpreis, mit dem besondere handwerkliche und gestalterische Fähigkeiten der Gastaussteller:innen honoriert werden. 14 Tage später, am 10. Dezember, findet ab 12 Uhr eine Kunst-Design-Tombola statt, zu der ausgewählte Unikate der Aussteller:innen verlost werden. Und jeden Sonntagnachmittag begleitet Livemusik die Besucher:innen über die Messe. Der Eintritt kostet 3 Euro pro Person (Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt)

🎄 Adventsmesse Koppel 66: An den vier Adventswochenenden, Freitag bis Sonntag, jeweils von 11 bis 19 Uhr in der Koppel 66

 

Barmbeker Weihnachtsmarkt

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Ökologisch und voller schöner Schätze: der Öko-Weihnachtsmarkt am Museum der Arbeit (©Markt&Kultur)

Kleiner aber oho, so könnte man den Barmbeker Weihnachtsmarkt beschreiben. Der kleine Markt auf der Piazzetta-Ralph-Giordano unweit des U- und S-Bahnhof Barmbek ist ein echter Nachbarschaftstreff. Hier gibt es klassisch Glühwein und Bratwurst, aber auch der Spanferkelburger macht richtig satt. Dazu kommt allerlei Süßes von Crêpes über Mandeln bis zur klassischen Weihnachtsbäckerei. Wer nicht gerade einen Weihnachtsbaum shoppen geht, kann es sich in einer der beiden behaglichen Scheunen gemütlich machen – einer der kleinen klassischen Weihnachtsmärkte eben.
Ein besonderes Highlight im Stadtteil erwartet die Besucher:innen am ersten Adventswochenende: Gleich um die Ecke, vor dem Museum der Arbeit, ist vom 25. bis 27. November wieder Zeit für den ökologischen Weihnachtsmarkt. Hier gibt es ein großes Angebot an bestem Kunsthandwerk und leckerstem Bio-Essen. Wer nicht darauf warten will, kann ab jetzt bis Weihnachten immer von Freitag bis Sonntag (jeweils 16–21Uhr) Glühwein beim Kleinen Onkel des LüttLiv genießen.

🎄 Barmbeker Weihnachtsmarkt: Piazzetta-Ralph-Giordano, 17. November bis 30. Dezember, Mo–Sa 12–21 und So 12– 20 Uhr 
🎄 Ökologischer Weihnachtsmarkt
: Museum der Arbeit, 25. bis 27. November, Fr. 14–18, Sa 10–19 und So 19–18 Uhr

 

Bergedorfer Weihnachtsmarkt

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Der Bergedorfer Weihnachtsmarkt, das ist skandinavisches Winterfeeling pur (©Bergedorfer Weihnachsmarkt)

Bergedorf ist bei vielen Hamburger:innen völlig zu Unrecht nicht so richtig präsent, dabei hat der Stadtteil im Südosten eine wunderschöne Altstadt und bringt mit einem schönsten Weihnachtsmärkte der Stadt nordisch, kuschliges Feeling in die kalte Adventszeit. Von der Fußgängerzone bis zum Schloss Bergedorf gibt es vom 21. November bis 30. Dezember Lagerfeuer, rote Holzhütten und viel Gemütlichkeit. Denn der Bergedorfer Weihnachtsmarkt verwandelt alles in ein skandinavisches Weihnachtsmärchen. Dabei geht es auch kulinarisch nordisch zu. So gibt es von Lussebulle (weiche Brötchen mit Safran) über Æbleskiver (kleine dänische Lebkuchenpfannkuchen) und Risalamande (dänischer Milchreis mit Mandel) bis hin zu Köttbullar und norwegischem Flammlachs nahezu alles, was das Herz begehrt. Und wer ein bisschen genauer hinschaut, entdeckt versteckt im Tannenwald die Villa Kunterbunt, hier können Kinder basteln, backen und spielen.

🎄 Bergedorfer Weihnachtsmarkt: Von der Alten Holstenstraße bis zum Bergedorfer Schloss, vom 21. November bis 30. Dezember täglich 11–21 Uhr

 

Fleetinselweihnachtsmarkt

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Glühwein zwischen Elbe und Alster, das ist der Fleetinselweihnachtsmarkt (©Fleetinselweihnachtsmarkt)

Viele kennen die Fleetsinsel an der Stadthausbrücke vorm Biertrinken im Rheinischen Hafen oder weil sie mal im Steigenberger Hotel abgestiegen sind. Doch nicht nur zu Weihnachtszeit ist dieser Platz zwischen Alster und Elbe einer der schönsten der Stadt. Vom 21. November bis kurz vor Silvester ist hier der Fleetweihnachtsmarkt zu Hause. Die perfekte Alternative für alle diejenigen, denen die Weihnachtsmärkte am Rathaus oder Jungfernstieg zu trubelig sind. Neben Klassikern wie Glühwein gibt es auf der Fleetinsel auch zwei Segel-Oldtimer aus dem Museumshafen Oevelgönne, die im weihnachtlichen Lichterglanz erstrahlen. Während die Erwachsenen den Anblick der Segler bei einem Becher Glühwein genießen, kommen die Kinder bei einer Fahrt mit dem Kinderkarussell auf ihre Kosten.

🎄 Fleetinselweihnachtsmarkt: Fleetinsel an der Stadthausbrücke, 21. November bis 30. Dezember, Mo–Do 12–21, Fr–Sa 12–22 und So 12–21 Uhr

 

Harburger Weihnachtsmarkt

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Punsch in historisch-malerische Kulisse auf dem Harburger Weihnachtsmarkt (©WAGS Hamburg Events GmbH)

Auch Harburg hat zu Weihnachten eine historisch-malerische Kulisse zu bieten. Direkt vor dem 1892 erbauten Harburger Rathaus gibt es rund um die große Weihnachtstanne einen der größten Weihnachtsmärkte im Süden der Stadt. Hier duftet es nach Punsch, Schmlazgebäck und gebrannten Mandeln. Dazu gibt es täglich ein kleines Konzert, wenn der Sound der Turmbläser allabendlich über Markt schallt. Für die Kleinsten wird er Märchenhaft, wenn am 6. Dezember der Nikolaus vorbeischaut und die „Harburger Märchentanten“ die Kinder mit ihren Geschichten begeistern. Dazu gibt es natürlich auch allerlei Aktionen und verschiedenste Kunsthandwerker:innen und Vereine präsentieren sich auf dem Markt.

🎄 Harburger Weihnachtsmarkt: Auf dem Rathausplatz, 17. November bis 29. Dezember, Mo–Sa 11–21.30 und So 13–21.30 Uhr (Totensonntag 17 bis 21.30 Uhr & am 24./25.12. geschlossen)

 

Niendorfer Weihnachtsmarkt

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Hyggeligkeit am Tibarg: der Niendorfer Weihnachtsmarkt (©unsplash/Roman Kraft)

Wem Bergedorf zu weit ist, der findet in diesem Jahr auch wieder am Tibarg viel Hyggeligkeit. Die zur Weihnachtszeit von roten Holzhütten und skandinavischen Riesen-Tipis gesäumte Fußgängerzone am U-Bahnhof Niendorf-Markt lädt mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten zum Verweilen ein: Es gibt Deftiges, wie Germknödel, herzhafte Buchweizen Crêpes und leckere Bratwurst vom Schwenkgrill. Für die Süßen gibt es Schmalzkuchen, Nüsse und gebrannten Mandeln. Neu im Angebot sind 2022 die Dinkel-Pfannkuchen von „Goldmädchen“. Auch für die Kleinen ist am Tibarg so einiges geboten. Das Highlight ist dabei schon traditionell das nostalgische Kinderkarussell. Doch auch im neuen Wichtelwald gibt es einiges zu entdecken. Weihnachtsgeschenken stöbern können.

🎄 Niendorfer Weihnachtsmarkt: Am Tibarg, 23. November bis 24. Dezember, immer Mo–So 11–21 Uhr

 

Santa Pauli

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Geil, lecker und erotisch, das ist Santa Pauli (©Marius Röer)

St. Pauli ist anders und deswegen ist es auch nur logisch, dass es hier keinen der üblichen Weihnachtsmärkte gibt. Auf Santa Pauli, „Hamburgs geilstem Weihnachtsmarkt“, gibt es nicht nur ein StripZelt und Pornokaraoke. Hier wird auch Süßes mit Namen wie „Rotlicht-Ferkelei“ verkauft, es gibt anzüglichen Naschkram und wer will, kann auch das ein oder andere Spielzeug fürs Schlafzimmer erwerben. Das Highlight ist dabei aber die Atmosphäre selbst: Zwischen Stage Operettenhaus und Davidwache ist der Spielbudenplatz mit Holzspänen ausgelegt, was für warme Füße sorgt und die wohl beste Feuerzangenbowle der Stadt wärmt von innen. Besonders kuschelig wird es Jahr für Jahr auf dem Winterdeck auf der Bühne vorm Operettenhaus. Hier gibt es Glühwein und die traditionellen Apfelpunschsorten „Bordsteinschwalbe“ und „Nussknacker“.

🎄 Santa Pauli: Auf dem Spielbudenplatz, 14. November bis 23. Dezember, Mo–Mi 16–23, Do 16–24, Fr–Sa 13–1 und So 13–23 Uhr

 

Weihnachtsmarkt an der Apostelkirche

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Gemütlich und einfach schön: der Weihnachtsmarkt an der Apostelkirche (©Arne Buchholz & Stephan Bohn)

1894 erbaut, ist die Apostelkriche einer der Fixpunkte für die Menschen in Eimsbüttel. Nicht verwunderlich also, dass man hier zur Weihnachtszeit auch einen der schönsten Weihnachtsmärkte der Stadt finden kann. Hell erleuchtet strahlt die Kirche Abend für Abend im Viertel und lädt täglich ab der Mittagszeit auf seinen kleinen Markt. Hier gibt es neben allerlei Kunsthandwerk auch Musik, Lesungen und natürlich viel zu Essen und zu Trinken. Darunter die Klassiker wie Glühwein und Bratwurst, aber auch Flammkuchen, Waffeln, vegane Spezialitäten, gebrannte Mandeln, Schmalzgebäck und süßen, heißen Punsch. Für die Kinder ist dabei natürlich auch gesorgt.

🎄 Weihnachtsmarkt an der Apostelkirche: 17. November bis 22. Dezember, Mo–Mi 14.30–21, Do–Fr 14.30–22, Sa. 12–22 und So 12–22 Uhr

 

Winter Pride

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Anders und gerade deswegen the place to be: der Winter Pride (©Ahoi-Events)

Weihnachtsmärkte sind bunt und weit mehr als nur Last Christmas! Wer das nicht glaubt, kann sich bei der Winter Pride auf St. Georg überzeugen lassen. Neben einer bunten Glitzerdeko gibt es hier nicht die übliche Weihnachtsmusik, auf der Winter Pride sorgen jeden Freitag- und Samstagabend DJs für beste Weihnachtsstimmung. Dabei präsentieren sich hier viele Vereine und Gruppen aus der lesbisch-schwulen Community. Diese stehen von Montag bis Donnerstag auch für Gespräche bereit. Die größte Besonderheit bei der Winter Pride sind sicherlich die Miethütten. Drei Hütten warten täglich auf den Einzug kleiner und großer Gruppen zwischen 10 und 40 Personen. In diesem Sinne: Cheers!

🎄 Winter Pride: Lange Reihe/Ecke Kirchenallee, 21. November bis 20. Dezember, Mo–Do 12–22, Fr–Sa 12–24 und So 12–22 Uhr

 

Raus aus der Stadt: Weihnachten in Lüneburg

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Authentisch und ein echter Klassiker: der Historische Christmarkt in Lüneburg (©Mathias Schneide)

Auch südlich von Hamburg weihnachtet es. Besonders lohnt sich ein vorweihnachtlicher Ausflug nach Lüneburg. Einer der schönsten Weihnachtsmärkte Norddeutschlands wartet am Lüneburger Rathaus auf die Besucher:innen. In stimmungsvoll-winterlicher Atmosphäre gibt es allerlei Kunsthandwerk, duftende Lebkuchen und leckeren Glühwein. Natürlich dürfen auch Karussells und der Weihnachtsmann nicht fehlen. Ein besonderes Highlight sind die täglichen Weihnachtslieder, die vom Trompeter vom Turm des Alten Rathauses den Platz erfüllen.
Aber Weihnachten in Lüneburg wäre nichts ohne die reiche Historie der Stadt. So lädt der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt e.V. auch 2022 am 3. und 4. Dezember wieder zum Historischen Christmarkt rund um die alte St. Michaeliskirche. 200 Mitwirkende in historischen Gewändern entführen die Besucher:innen in das Lüneburg des 16. Jahrhunderts. Fern ab von Lichterflut, Lärm und Kommerz gibt es hier Esskastanien, Schmalzbrot und Renaissance-Bratwurst.

🎄 Lüneburger Weihnachtsmarkt: rund ums Lüneburger Rathaus, 23. November bis 31. Dezember, Mo-Sa 10–20 und sonntags ab 11 Uhr
🎄 Historischer Christmarkt Lüneburg: St. Michaeliskirche zu Lüneburg, 3. Dezember von 12 bis 19 Uhr und 4. Dezember von 11 bis 17 Uhr

 

🎄🎄 PS: Noch mehr Weihnachtsmarkt-Tipps, gibt’s bei unseren Kolleg:innen vom Genuss-Guide Hamburg! 🎄🎄


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Kristine Bilkau: „Das Schreiben ist wie eine Art Höhlenwanderung“

Mit ihrem aktuellen Buch „Nebenan“ stand die Hamburger Autorin auf der diesjährigen Shortlist für den Deutschen Buchpreis, den letztlich Kim de l’Horizon mit „Blutbuch“ gewann. Im Interview spricht Bilkau über die kreative Kraft der Leere, die Vorteile der sozialen Medien und die Sehnsucht nach Stabilität

Interview: Daniel Schieferdecker

 

SZENE HAMBURG: SZENE HAMBURG: Kristine Bilkau, Sie sind in Hamburg geboren und aufgewachsen. In einem Interview haben Sie mal gesagt, dass Orte das soziale Miteinander prägen. Welchen Einfluss hat die Stadt Hamburg auf Sie und insbesondere auf Ihren literarischen Output?

Kristine Bilkau: Hamburg ist für Literaturschaffende ein guter Ort, finde ich, weil es hier eine lebendige Szene gibt, mit vielen schönen, interessanten Veranstaltungsformaten und -orten. Das liegt vor allem an den Menschen, die das möglich machen mit ihren Ideen und ihrem Engagement, und daran, dass es die nötige finanzielle Förderung von der Stadt gibt. Nur die seit Jahren steigenden Mieten, die sind für Kunstschaffende in Hamburg ein Problem. Mit den steigenden Energiepreisen verschärft sich für viele die Situation noch.

Wie kommen Sie auf die Ideen für Ihre Bücher? Ist der Ausgangspunkt in erster Linie etwas in Ihnen selbst oder kommt die Eingebung eher von außerhalb?

Ich würde sagen: beides. Es sind Beobachtungen, die ich verarbeite, aus denen dann Figuren entstehen. Ein Text beginnt für mich immer mit den Figuren, irgendwann sind sie da, und ich muss sie erst einmal kennenlernen. Das bedeutet, dass ich am Anfang schreibe, um die Figur entstehen zu lassen. Von diesen Texten landet dann wenig im Roman, es bleibt eine verborgene Arbeit.

Wie war das konkret für Ihren Roman „Nebenan“?

Auch hier begann es mit den Figuren, Astrid und Julia, sowie der Region, die Gegend um den Nord-Ostsee-Kanal. Ich hatte für beide Figuren klare Ausgangsbilder: Astrid, die Ärztin, die zu einem Notfall gerufen wird und die Situation nicht klar einschätzen kann, muss entscheiden, ob sie die Polizei einschaltet. Julia, die im Garten steht, in ihr eigenes Haus blickt und dort kleine Kinder sieht, eine Familie, nach der sie sich sehnt.

 

„Ich finde es schön, mitzubekommen, woran die anderen gerade arbeiten“

Eine der beiden Protagonistinnen in „Nebenan“ verbringt viel Zeit auf Instagram und träumt sich auf diese Weise in die vermeintlich perfekten Leben, die ihr dort präsentiert werden. Welche Rolle spielen die sozialen Medien in Ihrem Leben?

Ich nutze soziale Medien vor allem, weil ich es wichtig finde, mit anderen Literatur- und Kunstschaffenden verbunden zu sein. Auch, um mich zu informieren, wenn es um Kunst und Ausstellungen, Literatur und Lesungen geht. Und soziale Medien können ein gutes Recherchemittel sein. Zum Beispiel auch, um vergessene Autorinnen und Künstlerinnen wiederzuentdecken.

„Was nehmen wir wahr? Wie ordnen wir das ein? Was blenden wir aus? Was verdrängen wir? Für mich gehört das zur Frage des sozialen Miteinanders dazu.“
Kristine Bilkau

In der (Pop-)Musik kommt man um den Einsatz sozialer Medien kaum herum. Wie ist das Ihrer Einschätzung nach im Literaturbetrieb?

Das lässt sich schwer sagen. Es gibt Autorinnen und Autoren, die soziale Medien für sich nicht nutzen und trotzdem ihre Leserschaft finden. Aber ich selbst finde es schön, mitzubekommen, woran die anderen gerade arbeiten, wo sie lesen, wenn das nächste Buch erscheint. Und es gibt auf Twitter und Instagram auch sehr engagierte Leute aus dem Buchhandel, auf deren Literaturtipps und -entdeckungen ich ungern verzichten würde.

 

Leere

Im Deutschlandfunk wurde sehr treffend bemerkt, dass es in „Nebenan“ sehr viel um Leere geht – seien es leer stehende Häuser oder die Leere in den Protagonistinnen. Finden Sie diese Feststellung treffend?

Ja, das kann man so sehen. Wobei es ja nur auf den ersten Blick eine Leere ist. Die ungenutzten Ladenräume sind Orte des Stillstands, die aber für Astrid mit Erinnerungen behaftet sind. Sie sieht dort noch das, was die Kleinstadt einmal war. Und das leere Haus der Nachbarn ist für Julia ein Rätsel. Sie ist gezwungen sich damit auseinanderzusetzen, mit den Menschen, die dort gewohnt haben. Beide, Julia und Astrid, schärfen ihren Blick auf ihr Umfeld, ihr Nebenan, und erfahren dabei etwas über sich selbst. Auch Gewalt spielt für beide Frauen eine Rolle, angefangen bei den auf den ersten Blick kaum sichtbaren, alltäglichen Nuancen, mit denen sie zu tun haben. Was nehmen wir wahr? Wie ordnen wir das ein? Was blenden wir aus? Was verdrängen wir? Für mich gehört das zur Frage des sozialen Miteinanders dazu.

War dieses Spiel mit der Leere von Anfang an intendiert?

Ja, ich habe von Anfang an über Leerstellen nachgedacht, wie sie sich auf die Figuren auswirken und was sie, unter dem Brennglas einer Kleinstadt, über die Gesellschaft aussagen können.

 

Die Fragilität des Miteinanders

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„Nebenan“ von Kristine Bilkau stand auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2022

Leere bedeutet ja, dass nichts da ist. Was ist am Nicht-vorhanden-sein so spannend, dass Sie es zum zentralen Bestandteil eines Buches gemacht haben?

Diese Leerstellen zeigen ganz fein die Brüche in unserem Miteinander. Die leeren Geschäfte im Stadtzentrum sind soziale Orte, sind ehemalige Begegnungsorte, und sie zeigen, wie empfindlich unser Miteinander ist, wie schnell es auf politische und ökonomische Veränderungen reagiert, wie wichtig es ist, da genau hinzusehen. Das leere Haus erzählt auch, wie zerbrechlich Geborgenheit sein kann. Der französische Philosoph Gaston Bachelard hat in seinem Buch „Poetik des Raumes“ sinngemäß gesagt: Ein Nest ist ein fragiler Ort, der Stabilität vortäuschen soll. Das hat mich beschäftigt, davon wollte ich erzählen. Die Figuren kreisen gedanklich um das leere Haus. Dabei setzen sie sich mit der Fragilität des Miteinanders auseinander – ob in einer Stadt, einem Dorf, einer Nachbarschaft oder unter dem eigenen Dach.

Kommt es manchmal vor, dass Sie sich beim Schreiben selbst neu entdecken, weil Sie sich vielleicht mit Themen auseinandersetzen, mit denen Sie sich vorher noch nie beschäftigt haben?

Das gehört für mich zum Schreibprozess dazu. Es sind Erkundungen, die in immer tiefere Schichten führen. Ich betrachte es manchmal wie eine Art Höhlenwanderung. Ich wage mich langsam vor, leuchte hierhin und dorthin, und entdecke dann erst, in was für einem Labyrinth ich mich befinde.

 

Das nächste Buch? Kommt im Frühling 2023

Ebenfalls zentral in „Nebenan“ ist das Gefühl von Unsicherheit. Haben Sie den Eindruck, dass dieses Gefühl in Anbetracht der derzeitigen Weltlage gesellschaftlich größer und präsenter geworden ist?

Ja. Ich glaube, dass die massiven sozialen und politischen Krisen weltweit dazu führen, dass da eine größere Sehnsucht nach Stabilität aufkommt. Und eine große Furcht vor Einsamkeit. In meinem Roman sind es Julias Sehnsüchte nach stabilen Beziehungen, nach einer Familie, von denen sie ganz eingenommen ist. Da wird der Rückzug ins Private sehr idealisiert; die überschaubare Welt, die man selbst gestalten kann. Anders bei Astrid und ihrem Mann Andreas, deren Blick wandert eher nach draußen, auf das kleine Miteinander in der Stadt, um das sie sich Gedanken machen.

Arbeiten Sie bereits an einem neuen Buch? Können Sie schon etwas darüber verraten?

Ich stecke gerade in den letzten Zügen an einem Buch über das Schwimmen, das nächsten Frühling erscheint. Es ist ein persönliches Buch über meine Liebe zum Wasser.

Kristine Bilkau: Nebenan, erschienen im Luchterhand Literaturverlag, 288 Seiten, 22 Euro


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Stephanie Lottermoser: Strukturierte Experimente

Stephanie Lottermoser ist Wahlhamburgerin – ein Gespräch über ihr neues Album „In-Dependence“ und den Spagat zwischen Singen und Saxofonspielen

Interview: Erik Brandt-Höge

 

SZENE HAMBURG: Stephanie, auf deinem neuen Album „In-Dependence“ ist der Titel Programm, es geht um das große Thema Unabhängigkeit. Die strebst du als Musikerin auch weiterhin in einer von Männern dominierten Branche an. Denkst du, es wird in den kommenden Jahren endlich bahnbrechende Veränderungen diesbezüglich geben?

Stephanie Lottermoser: Völlige Unabhängigkeit kann es ja gar nicht geben. Wir sind immer abhängig von verschiedenen Systemen, Beziehungen, Strukturen sowie inneren und äußeren Faktoren und Einflüssen. Die Unabhängigkeit, die ich anstrebe, ist eine, in der ich so frei wie möglich meine Musik weiterentwickeln, schreiben, veröffentlichen und auf die Bühne bringen kann. Auch hier bin ich von einem überwiegend männlichen System und männlichen Entscheidern umgeben, seien es Plattenfirmen, Veranstalter:innen oder Mitmusiker:innen. Bahnbrechende Veränderungen, denke ich, wird es erst geben, wenn alle Frauen überall auf der Welt ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben führen können.

 

Meine größte Erwartung an mich selbst: authentisch sein

Was wäre auf dem Weg dorthin das Wichtigste, was passieren müsste?

Bildung, Aufklärung, Kommunikation, Bereitschaft zur Veränderung und zum gesellschaftlichen Wandel, ein Infrage-Stellen traditioneller Werte- und Gesellschaftsmuster und vor allem eine Zusammenarbeit und ein gemeinsamer Diskurs von Frauen und Männern, von weiblich und männlich gelesenen Personen.

Im Vorfeld der Veröffentlichung von „In-Dependence“ hast du auch vom Ziel gesprochen, dich frei zu sagen von dem, wie andere deine Musik haben wollen. Ist es für dich eine große Herausforderung, dich wegzudenken von Erwartungen an deine Kunst?

Ich weiß nicht, ob man sich als musikschaffender Mensch überhaupt ganz davon frei sagen kann oder ob das erstrebenswert ist. Manchmal höre ich sehr viel Musik, phasenweise auch gar nicht. Sehr oft frage ich mich, wo die Melodien in meinem Kopf eigentlich herkommen, manchmal sind ganze Songs einfach so da, wie ein kleines Wunder. Und die größten Erwartungen an meine Kunst habe sowieso ich selbst. Wenn ich nach einem Konzert mit mir unzufrieden bin, kann mich auch ein Raum voller applaudierender Menschen nicht vom Gegenteil überzeugen. Meine größte Erwartung an mich selbst ist, authentisch zu sein mit dem, was ich spielen und aussagen möchte, und auch das findet ja immer im Spannungsfeld statt zwischen allem, was man schon erlebt und gehört hat und dem, was aktuell auf einen einprasselt.

 

Vom Wiedergeben und Improvisieren

Einmal mehr bist du jetzt als Saxofonistin wie als Sängerin zu hören. Wobei Unabhängigkeit vermutlich viel leichter in der Improvisation am Saxofon als mit einem Text, den es zu singen gibt, entsteht, richtig?

Es gibt viele Kollegen und Kolleginnen, die ganz fantastisch als Sänger:innen improvisieren und ohne Text eher klangmalerisch arbeiten. Das war nie so recht mein persönlicher Zugang. Ich liebe nicht nur Musik, sondern auch Sprache sehr, beides sind große Kunstformen. Insofern stimmt das – ich improvisiere auf dem Saxofon, und wenn ich singe, gebe ich Texte wieder, die ich vorher so geschrieben habe. Allerdings geht es in den Texten dann eben teilweise thematisch um das Thema Unabhängigkeit. Ich brauche diese Kombination aus Experimenten und klaren Aussagen für meine Musik.

Aufgenommen wurde das Album im Quartett. Ging es in der Produktion vor allem um deine musikalische Unabhängigkeit oder sollten alle Beteiligten gleich viele Freiheiten haben?

Ich wähle meine Mitmusiker:innen immer danach aus, mit wem ich mich auf der Bühne am freisten und gleichzeitig am sichersten fühle. Freiheit bedeutet ja nicht das Ausbleiben von jeglicher Struktur, sondern vielmehr eine Struktur, die einem erlaubt, völlig davon wegzugehen, weil sie trotzdem da sein wird. Vertrauen, aufeinander hören, Offenheit und natürlich Zuneigung spielen da auch eine große Rolle. Im Studio sieht das so aus, dass ich die Songs mitbringe und natürlich eine Vorstellung davon habe, wie sie klingen könnten. In der Umsetzung versuche ich, so offen wie möglich für Änderungen und Verbesserungen zu sein, die oftmals erst auftauchen, wenn alle gemeinsam daran arbeiten.

„In-Dependence“ ist am 18. November 2022 bei Leopard erschienen
Live gibt es Stephanie Lottermoser am 24. November um 20 Uhr im Knust zu sehen (Tickets ab 20 Euro)


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Südpol: Expedition Nachhaltigkeit

Beim diesjährigen Clubaward gewann das Südpol den Preis in der neuen Kategorie „Zukunft feiern“. Xenia Windauer, Vertreterin der Nachhaltigkeits-AG, über umgesetzte Maßnahmen im Feierkontext, notwendige Förderungen und darüber, was Clubbesuchende tun können

Interview: Ole Masch

 

SZENE HAMBURG: Xenia, Glückwunsch zum Clubaward. Wie hat die Jury die Wahl begründet?

Xenia Windauer: Wir freuen uns sehr darüber und möchten uns erneut ganz herzlich bei der Fachjury bedanken, dass unser Engagement gesehen wird. Sie hat bei der Verleihung hervorgehoben, dass der Südpol in vielen Bereichen nachhaltig agiert und dass es besonders schön ist mit anzusehen, dass dieses Engagement auch gleichzeitig Spaß machen kann. Die Bereiche, in denen wir uns engagieren, sind nicht nur ökonomisch, sondern vor allem auch mit sozialem Augenmerk verbunden.

Was macht ihr mit dem Preisgeld?

Das wird partizipativ innerhalb des Betreiber:innen-Kollektivs entschieden. Es stehen unterschiedliche Anschaffungen im Raum, wie zum Beispiel Solaranlagen und neue Speicher sowie die Splittung des Heizkreislaufes zur passgenauen Speicherung und im Hinblick auf den Sommer eine Anlage zur Regenwassergewinnung. Da es eine Vielzahl von Möglichkeiten für nachhaltigere Prozesse im Clubleben gibt, unterstützt uns das gewonnene Preisgeld für solche Investitionen.

Welche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt?

Wir nutzen von Anfang an Ökostrom und sind bei einer nachhaltig wirtschaftenden Bank. Neben einer primär regionalen Getränkekarte verzichten wir seit Jahren auf Strohhalme, Einwegschnapsgläser, Dosen und Plastikflaschen. Dazu haben wir eine eigene Eismaschine, um Lieferwege zu sparen. Kühlschränke, die Heizung oder andere Stromfresser laufen nur zu den Veranstaltungen und wir verwenden ausschließlich LEDs in der Lichttechnik. Auch das Booking ist ein Bereich, der im Fokus steht. Internationale Artists werden vornehmlich gebucht, wenn sie sich bereits in der Region oder auf Tour befinden. So kamen wir im Jahr 2019 auf nur fünf Flugbuchungen.

 

Awareness, Barrierefreiheit und Kompostklos

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Verringert Fußabdrücke: Südpol in Hammerbrook (©Juha Hansen/Spektral 3000)

Wo findet sich das soziale Augenmerk?

Im Bereich soziale Nachhaltigkeit klären wir bereits an der Tür über unsere sozialen Werte auf, es besteht seit Jahren ein Awareness-Team und wir sind ein barrierefreier Club. Durch den Einsatz von Rampen und einer barrierefreien Toilette ist es möglich, dass auch Menschen im Rollstuhl bei uns feiern können. Neben dieser Toilette haben wir seit diesem Jahr auch Missoirs und Kompoletten (Anm. d. Red.: Hockurinale und Kompostklos) im Außenbereich. Was an diesen Maßnahmen deutlich wird, ist, dass der Bereich Nachhaltigkeit komplex ist und manche Maßnahmen klein scheinen können. Doch in der Fülle haben sie einen Impact.

Dieser Impact ist begrenzt, wenn nur ein Club etwas tut. Könnt ihr Vorbild für andere sein und vernetzt ihr euch?

Wir können nicht nur für Clubs, sondern auch für Einzelpersonen Vorbild sein, um den Impact zu steigern. Jedoch liegt es in vielen Punkten auch an der Politik, um Barrieren für nachhaltiges Agieren abzubauen. Da denken wir an Förderungsmöglichkeiten, Bauvorschriften, Mietverträge und Weiteres. An dieser Stelle möchten wir noch einmal das Engagement des Clubkombinats Hamburg hervorheben – das nicht nur bei diesem Thema einen super Job macht. Wir sind zunächst mit den Hamburger Unterzeichnenden des Code of Conducts „Zukunft feiern“ über die runden Tische verknüpft und besuchen regelmäßig andere Läden, um uns auszutauschen. Unsere AG war vor einigen Wochen in Berlin auf dem Future Party Lab von Clubtopia, hat auf dem Reeperbahn Festival die Panels zum Thema Nachhaltigkeit besucht und nimmt nun an deren Green-ClubSchulung teil.

 

„Wir hatten von Anfang an ein Augenmerk auf nachhaltiges Handeln “

Im März wart ihr Erstunterzeichnende des erwähnten Code of Conducts. Was ist seitdem passiert?

Wir haben durch das Clubkombinat davon erfahren. Für uns war direkt klar, dass wir unterzeichnen werden, da wir im Projekt von Anfang an ein Augenmerk auf nachhaltiges Handeln haben und immer wieder nachhaltige Neuerungen umsetzen – bereits vor und unabhängig von der Unterzeichnung. Nach der Unterzeichnung haben wir die geforderte Ausgangsbilanz angefertigt, in der zahlreiche Handlungsfelder abgefragt werden. Darüber hinaus haben wir intern und extern kommuniziert, dass wir uns für mehr Nachhaltigkeit im Clubleben engagieren und haben interne monatliche Plenen, um den Prozess weiter voranzutreiben.

„Wir klären bereits an der Tür über unsere sozialen Werte auf“
Xenia Windauer, Vertreterin der Nachhaltigkeits-AG des Südpol

Wie bildet ihr euch in puncto Nachhaltigkeit fort und woher kommt euer Know-how?

Als kollektiv organisiertes Projekt werden in alle Prozesse die jeweiligen Gewerke wie Bar, Garderobe, Tür, Awarness et cetera und deren Knowhow einbezogen und so auch immer wieder Feedback gegeben. Darüber hinaus haben wir eine NachhaltigkeitsAG gegründet, die sowohl ein kollektives als auch privates Interesse an dem Thema und zudem auch Wissen aus verschiedenen Bereichen mitbringt. Dazu gehört beispielsweise ein Studienabschluss in Soziologie, jahrelanges Know-how durch Aktivismus, ehemalige Mitarbeit bei Greenpeace und das Wissen durch die eigentliche Arbeit bei den Stadtwerken. Ein Teil der AG lässt sich aktuell als Green-Club-Manager:in ausbilden. In diesem Rahmen werden explizite Konzepte entworfen, die im Umkehrschluss auch anderen Clubs und Kulturstätten dienen können.

 

„Besuchende können sich informieren und reflektieren“

Gab es bereits Förderungen und welche wären notwendig?

Wir haben die Missoirs und Kompoletten über eine Förderung bekommen. Auch die Förderung für unseren Außenbereich haben wir erhalten und diese beinhaltet, dass die Begrünung ausgebaut wird. Grundsätzlich sind wir als Kulturbetrieb auf Förderungen angewiesen, gerade für die Bereiche neue Dämmung, Erneuerung der Heizanlage, Anschaffung von Speichern et cetera. Aktuell suchen wir nach einer Förder- und Finanzierungsmöglichkeit, um möglichst noch in diesem Jahr eine Photovoltaikanlage installieren zu können. Bisher sieht es leider sehr mau aus. Wir hoffen eine Lösung zu finden, um das Vorhaben schnellstmöglich realisieren zu können.

Wir haben jetzt viel erfahren, was ihr als Club macht. Was können Besuchende tun?

Grundsätzlich: sich informieren und reflektieren. Dafür muss natürlich ein Zugang geschaffen werden, aber es erfordert ebenfalls eine gewisse Eigeninitiative. Auch wenn Feiern Spaß macht, sollte uns allen bewusst sein, welchen Fußabdruck wir damit hinterlassen. Veranstaltungen werden wahrscheinlich nie komplett nachhaltig sein, jedoch können wir alle etwas dafür tun. Das sind schon Kleinigkeiten, wie das Wasser nicht so lange laufen zu lassen, wenig Papier zu verbrauchen, den Müll vernünftig zu entsorgen beziehungsweise gar nicht erst so viel Müll zu produzieren. Ein achtsamer Umgang mit Ressourcen und miteinander, nicht mit dem Auto anzureisen und stattdessen das Fahrrad oder die Öffentlichen zu nutzen. Unsere Nachhaltigkeits-AG plant neben der Partizipation der Mitarbeitenden auch die Möglichkeit, Gäst*innen einzubeziehen und somit noch mehr auf das Thema aufmerksam zu machen.

 

Die nächsten Expedition Südpol:

  • Vom 18. November 2022 23:59 Uhr bis 20. November gibt es wieder die Expedition Südpol mit Musik von Andi Valent, Happy Haken (Live), Milo fever, Tony Dia und vielen mehr

Tickets für die Events gibt’s an der Abendkasse – und bitte vorher einen Corona-Test machen


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Faust: Jonglage origineller Regieeinfälle

Noch bis zum 20. November ist die Inszenierung von Charles Gounods Oper an der Hamburger Kammeroper zu sehen – mitunter diabolisch gut

Text: Dagmar Ellen Fischer

 

Selten sind sie, aber es gibt sie noch: Theaterabende, von denen man im besten Sinn völlig absorbiert wird. Charles Gounods Oper „Faust“ in der Inszenierung von Alfonso Romero Mora ist so einer. Hier stimmt einfach alles – und das liegt nicht zuletzt an der vorteilhaften Verstrickung aller Beteiligten.

Mit einer witzigen Idee zum Einstieg sichert sich Mora gleich zu Beginn die volle Aufmerksamkeit des Publikums: „Werther“ wird geprobt, auch ein GoetheWerk, aber sollte nicht „Faust“ …? Mora stellt seiner Inszenierung eine Goethes „Vorspiel auf dem Theater“ vergleichbare Szene voran, in der Heinrich Faust als Regisseur etabliert wird, der gründlich genervt von seinen „Werther“-Proben in jene Stimmung gerät, die für den Anfang der Oper gebraucht wird: Seines Lebens überdrüssig – „verflucht sei das Theater“, heißt es im Rezitativ abgewandelt – , mischt er sich den Gifttrank. Doch statt des erwarteten letzten Morgenrots erscheint Mephisto, um ihn mit einem Bild von Margarethe ins Leben zurück zu locken.

Originelle Einfälle und große Wertschätzung

Die bekannte Geschichte von Verführung, Verrat und Reue nimmt ihren Lauf, doch wird sie hier so übermütig und neu erzählt, dass man neugierig auf jede weitere Szene wartet. Selbstbewusst und frech jongliert Mora mit originellen Einfällen, dennoch ist in jedem Moment seine Wertschätzung für das Werk spürbar. Barbara Hass’ Bearbeitung des Stoffs ist die beste denkbare Grundlage, und dem musikalischen Leiter Ettore Prandi gelingt eine wunderbare Verschlankung auf rund zwei Drittel der originalen Partitur, wobei sechs Musizierende im Orchestergraben reichen. Und Ausstatter Jürgen Kirner schafft es, die kleine Bühne mit fantasievollen Elementen gefühlt um ein Mehrfaches auszudehnen. Sieben Darstellende singen und spielen mit spürbarer Leidenschaft, mitunter sogar diabolisch gut.

„Faust“ von der Hamburger Kammeroper, noch bis zum 20. November im Allee Theater
Tickets gibt’s ab 30 Euro


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Verlosung: Gewinnt 3×1 Rubbellos-Adventskalender von Lotto!

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SZENE HAMBURG verlost 3×1 Rubbellos-Adventskalender von LOTTO!

Kaum werden die Temperaturen kühler, steht auch schon Weihnachten vor der Tür. Und in dieser Zeit gibt es von LOTTO Hamburg 24-Mal die Chance auf Glück. Hinter jedem Türchen der Rubbellos-Adventskalender – erhältlich in zwei verschiedenen Hamburg-Motiven – wartet ein Rubbellos. Je nach Preisklasse des Kalenders ist ein Hauptgewinn von 10.000 Euro* oder sogar 50.000 Euro** möglich. Und wer kein Glück beim Rubbeln hat, der geht nicht ganz leer aus: hinter jedem Türchen gibt es zusätzlich einen Glücksspruch! Die beiden Rubbellos-Adventskalender sind in den Varianten Silber (27,95 Euro, 24 x 1 €-Lose) und Gold (35,95 Euro, 22 x 1 €-Lose & 2 x 5 €-Lose) ab sofort in jeder Hamburger LOTTO-Annahmestelle erhältlich. LOTTO Hamburg wünscht viel Glück!

Teilnahme ab 18 • Spielen kann süchtig machen • Hilfe unter check-dein-spiel.de -Whitelisted/GlüStV 2021
* Chance 1 €-Los 1 : 960.000,
** Chance 5 €-Los 1 : 900.000

Verlosung:

SZENE HAMBURG verlost 3×1 Rubbellos-Adventskalender „Gold“ von LOTTO

Wie ihr mitmachen könnt? Na so:

  • Mail senden an verlosung@szene-hamburg.com
  • „#Rubbellos-Adventskalender“ in den Betreff schreiben
  • Einsendeschluss: 30. November 2022, 12 Uhr

Bitte gebt für die Teilnahme euren vollständigen Namen an.

Viel Glück!


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