Tazzi Pizza – 450 Grad & 90 Sekunden

Weniger ist manchmal mehr: Statt extravaganter Beläge serviert die neue Pizzeria Tazzi auf St. Pauli neapolitanische Klassiker ohne viel Schnickschnack.

Text & Fotos: Sophia Herzog

Pizza ist eine ernste Angelegenheit – vor allem für die Neapolitaner, die in den Achtzigern die „Associazione Verace Pizza Napoletana“ ins Leben riefen, um die Tradition des beliebten Teigfladens zu wahren. Seit 2017 steht die „Kunst des neapolitanischen Pizzabackens“ sogar auf der Liste der immateriellen Weltkulturgüter, inklusive strenger EU-Normen zu Zutaten und Herstellung. Diese Originalversion ist die Königsdisziplin der Pizza. Das muss schon gut sein, was sich neapolitanische Pizza nennt

Am Pizzaklassiker versucht sich jetzt auch das neu eröffnete Restaurant Tazzi Pizza auf St. Pauli – mit Erfolg. Hinter dem Konzept stecken Harsha, Vijay, Marco und Simone, sie haben die Räumlichkeiten des ehemaligen Le Kaschemme übernommen. Das Besitzerquartett hat sich mit dem Foodtruck „Curry it up“ und der indisch-mexikanischen Fusionsküche des Roots in Ottensen bereits einen Namen gemacht. Für Tazzi Pizza haben sie sich jetzt Holzofen und Pizzaschaufel zugelegt. Eine naheliegende Idee: Als gebürtiger Italiener kann Koch Simone auf genügend Erfahrungen mit der neapolitanischen Backkunst zurückgreifen. Ein bisschen St. Pauli-Flair muss aber trotzdem sein, auf die Außenfassade des Restaurants wurde deshalb mit schwarz-weißem Graffiti der Tazzi-Schriftzug gesprüht. Auch die Inneneinrichtung passt mit viel Holz, roten Backsteinwänden und einer gefliesten Theke in den modernen Stil der umliegenden Gastro-Angebote.

Tazzi Pizza auf St. Pauli ist neopalitanische Pizza aus Hamburg Foto: Sophia Herzog

Immer im Blick: die offene Küche

Wir bekommen an einem trubeligen Samstag gerade noch einen Platz an einer langen Bank im vorderen Bereich des Restaurants – die Einzeltische sind schon besetzt. Das ist zwar nichts für intime Dinner-Dates, dafür fühlt man sich aber gleich wie zu Gast bei einer italienischen Großfamilie, so herzlich und entspannt ist die Atmosphäre. Wir können beobachten, wie die Pizzen im Minutentakt in den großen Holzofen geschoben werden. Im Gegensatz zu anderen Pizza-Restaurants bietet das Tazzi keine spektakulären Kombinationen von Belägen, sondern konzentriert sich auf das Wesentliche: die Klassiker. Einzige Ausnahme bilden dabei einige wenige Specials und die Eigenkreation des Hauses, eine mit Aktivkohle gefärbte Pizza mit Meeresfrüchten (14 Euro). Im heißen Ofen werden die Pizzen nur für 90 Sekunden gebacken und bilden dabei die typischen, leicht angebrannten Luftbläschen im Teig. Der Rand ist herrlich locker und leicht, in der Mitte ist die Pizza dünn und saftig.

Besonders bei der Margherita (8 Euro) kommt die frische Tomatensoße zur Geltung. Dass die angepriesenen karamellisierten Zwiebeln der Thunfischpizza (9 Euro) eher als knackige, rohe Zwiebelstückchen serviert werden, ist im ersten Moment enttäuschend. Da sie der Pizza aber einen angenehmen, leicht säuerlich-scharfen Kick geben, ist das aber schnell verziehen. Dazu passt der obligatorische Negroni mit seiner guten Balance zwischen bitter und süß. Wer von der Auswahl auf der Speisekarte nicht überzeugt sein sollte, kann seinen Lieblingsbelag auf einer Tafel vorschlagen – mit etwas Glück werden hier sogar Pizza-Träume wahr…

Rendsburger Straße 14 (St. Pauli); www.facebook.com/tazzi.pizza


Dieser Beitrag stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2019. Das Magazin ist seit dem 21. Dezember 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop und als ePaper erhältlich! 


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Club Award – die besten Bühnen der Stadt

Das Hamburger Clubkombinat zeichnet die besten Musikbühnen der Stadt aus. Auch in diesem Jahr kann das Publikum für seinen Lieblingsladen abstimmen.

Text: Ole Masch

Neues Jahr, neue Runde. Am 24. Januar verleiht das Clubkombinat den Hamburger Club Award. Zum neunten Mal werden die begehrten Trophäen an (dann) ausgezeichnete Musikbühnenbetreiber und Veranstalter vergeben. Bereits Ende November startete die Bewerbungsphase für Kategorien wie Musikclub des Jahres, stärkste Newcomerförderung oder das beste Konzert. Eine Jury bestehend aus über 200 Personen der Hamburger Musik- und Medienwirtschaft, unter anderem von SZENE HAMBURG, wählt die Preisträger per Punktevergabe.

 

Green Clubs und die „zerbrochene Gitarre“

 

Erstmals in diesem Jahr, wird der Preis für den Green Club des Jahres vergeben. „Die Einführung dieser Kategorie ist der Versuch, das Engagement der Clubszene für eine zukunftsfähige Entwicklung sichtbar( er) zu machen“, erklärt Clubkombinat-Geschäftsführer Thore Debor. „Es gewinnt derjenige, der die Fachjury in den sechs Handlungsfeldern Licht, Technik und Energie, Gastronomie & Catering, Reinigung & Hygiene, Produktion & Büro, Mobilität und besonderes Engagement zur Integration von Umweltthemen, überzeugt.“

Der Vorstand des Clubkombinats verleiht zudem einen Ehrenpreis an eine Person oder Institution, die sich besonders für die Hamburger Clubkultur und ihr Fortbestehen eingesetzt hat und den Negativpreis „Zerbrochenen Gitarre“, der auf Missstände in der Clublandschaft aufmerksam macht.

Und natürlich darf in diesem Jahr auch das Publikum selbst abstimmen und den beliebtesten Musikclub des Jahres küren. Auf den Seiten des Clubkombinats sind Hamburgs Clubgänger ab sofort aufgefordert, für ihren Lieblingsladen abzustimmen. Das Voting läuft bis 20. Januar. Vier Tage später folgt die große Preisverleihung mit einer Gala im Docks.


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Hört der Welt zu! – die Lessingtage am Thalia Theater

Lessingtage: Zum zehnten Mal findet am Thalia Theater das internationale Festival für eine offene Gesellschaft statt und vereint die unterschiedlichsten Stimmen. Wie das auf der Bühne aussieht, erzählt die Chefdramaturgin Julia Lochte.

Interview: Hedda Bültmann
Foto: George Udeze

Julia Lochte setzt sich für den Toleranzgedanken ein

SZENE HAMBURG: Julia Lochte, das diesjährige Motto der Lessingtage ist „Hear Wor(l)d!“. Was bedeutet das?

Der Titel ist aus dem Namen eines zentralen Gastspiels entwickelt, „Hear Word! Naija Woman Talk True“, in dem Schauspielerinnen aus Nigeria erzählen, was die Frauen in ihrer Heimat bewegt. Wir haben daraus „Hört der Welt zu!“ gemacht. Wir wollen die Vielstimmigkeit zulassen, auch Stimmen, die sonst nicht gehört werden. Das ganze Festival ist ein Plädoyer für die offene Gesellschaft, entgegen der Ausgrenzungsmechanismen, die leider überall entstehen. Das Theater entwickelt eine große Kraft, wenn es so viele Stimmen aus den verschiedensten Ländern versammelt.

Die Stücke erheben eine Stimme, um auf ein bestimmtes Thema aufmerksam zu machen?

Ja, oder sie sind in sich selbst schon vielstimmig. Das russische Gastspiel „Who is Happy in Russia“ ist eine der großen Inszenierungen von Kirill Serebrennikov, der im Moment mundtot gemacht werden soll. Er befindet sich gerade in einem Prozess und steht schon lange unter Hausarrest. Trotzdem arbeitet er unter schwierigsten Bedingungen, kommuniziert nur über seine Anwälte. Aber sein Gogol Center in Moskau spielt weiterhin. Deshalb ist es so wichtig, dass das Stück auch außerhalb von Russland gezeigt wird.

Ebenso haben wir zwei Exil-Ensembles eingeladen. Collective Ma’louba mit syrischen Geflüchteten, die hier in Deutschland leben, reden über ihre Exil-Situation, und das Exil-Ensemble vom Maxim Gorki Theater Berlin zeigt die „Hamletmaschine“ von Heiner Müller.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die postkoloniale Emanzipation …

Der Postkolonialismus ist ja generell ein Thema. Wir zeigen zwei Stücke aus Afrika. Es ist uns wichtig, die Menschen, die es direkt betrifft, über sich und ihre Emanzipationsgeschichte sprechen zu lassen und ihnen Gehör zu verschaffen.

 

Seht hier den Trailer zu den Lessingtagen am Thalia Theater

 

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Noch 3 Tage! #vorfreude #lessingtage #lt19 #Thaliatheater #thaliagauß #uaidw #thaliainternational #moinhamburg #theaterinhamburg

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Worauf habt ihr bei der Auswahl der Produktionen geachtet?

Joachim Lux, Emilia Heinrich und ich kuratieren gemeinsam das Festival. Mindestens einer von uns hat die Produktion gesehen, die in Frage kommt und dann besprechen wir uns. So entsteht ein Programm, das natürlich immer in Gedenken an Lessing mit einer offenen Gesellschaft und dem Toleranzgedanken zu tun hat.

Was muss ein Stück mitbringen, damit ihr euch dafür entscheidet?

Sie dürfen sehr unterschiedlich sein. In der Gaußstraße zeigen wir zum Beispiel eine Tanztheater-Truppe aus dem Libanon, die das Stück „#minaret“ über die Zerstörung von Aleppo auf die Bühne bringt. Es zeigt, mit welchen anderen Mitteln als denen des Sprechtheaters künstlerische Formulierungen entstehen können. Beirut stellen wir, neben Hamburg und New York, auch auf der Langen Nacht der Weltreligionen vor.

Der Abend dreht sich um das Zusammenleben der verschiedenen Religionen in der Stadt. Dazu wird die deutsch-amerikanische Autorin Deborah Feldman kommen, die in ihrem Buch „Unorthodox“ erzählt, wie sie in der ultraorthodoxen jüdischen Glaubensgemeinschaft der Satmarer im New Yorker Stadtteil Williamsburg aufgewachsen ist.

Lessingtage „Hört der Welt zu!“: Thalia Theater,  18.1.–2.2.19


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Meet the Resident – VUUDUU

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Resident-DJs vor, diesmal: VUUDUU (Resource / Ohne kommerziellen Wert) – präsentiert von Hamburg Elektronisch.

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman
Foto: Katja Ruge

SZENE HAMBURG: Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Technoider, hypnotischer Ravesound.

Was war dein bisher größter Moment als DJ?

Im Tresor und in der Griessmuehle.

Deine Release des Monats?

OHNE 002 / Ohne kommerziellen Wert (Release 21.1. – Vinyl only).

 

 

Wen würdest du gerne mal (wieder) in Hamburg sehen?

Helena Hauff.

Was sind für dich Hamburgs Stärken?

Viele einzelne Underground-Crews bilden die Szene in Hamburg.

Und die Schwächen?

Konfetti und Seifenblasen.

Was ist dein Lieblings Ort in Hamburg?

Mein Studiokollektiv.

Auf wen sollte man in Hamburg momentan ein Auge haben?

RO/AD, Strathy, Katja Ruge (nicht nur für ihre Fotos), Marie Lung, Lucinee, Lifka, aitch, STUTE.

Welcher Gig war bisher dein Favorit?

Am meisten Spaß habe ich im PAL und natürlich bei meiner eigenen Reihe Resource.

Wo kann man dich als nächstes hören?

Am 25.1. im Uebel & Gefährlich mit Dr. Rubinstein.

 

 Hört hier ein aktuelles Set von VUUDUU


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Cadus: Club-Netzwerk für Hilfe auf der Balkanroute

Aus dem Umfeld von Hafenklang und Off the Radar Festival engagieren sich Menschen wie Thomas Lengefeld, um Tausenden auf der Balkanroute Gestrandeten über den Winter zu helfen. Spenden werden dringend benötigt. Auch feiern hilft.

Text: Jan Paersch
Fotos: Christoph Löffler

Sebastian Kurz frohlockte: „Wenn die Flüchtlinge sehen, dass es kein Durchkommen nach Europa gibt, werden die Ströme weniger werden“, so der österreichische Bundeskanzler im Februar 2016. Kurz darauf wurde in einer Konferenz aus EU-Staaten und Westbalkan-Ländern offiziell beschlossen, die sogenannte Balkan-Route zu schließen. Problem gelöst, alle zufrieden?

Anfang 2017 konstatierte der Tagesspiegel, der Andrang sei ungebrochen, der Weg lediglich „schwieriger, teurer und brutaler geworden“. Über Griechenland, Albanien und Montenegro führt die Route die Geflüchteten bis an die EU-Außengrenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien. Dort ist Endstation.

„Wenn die Kroaten dich erwischen, schlagen sie dich, nehmen dir das Geld ab, zerbrechen deine SIM-Karte und bringen dich wieder nach Bosnien zurück“, zitiert die „Zeit“ einen Marokkaner, der im Juli 2018 in der Grenzstadt Velika Kladuša gestrandet war. Dort gab es vier Toiletten und zwei Duschverschläge – für mehr als 500 Menschen. Seitdem hat sich die Lage noch verschlechtert.

 

„Wir wollten die Netzwerke der Partyszene für Hilfsaktionen nutzen“

 

Im Dezember 2018 ist die Situation in Sarajevo angespannt. „Die Menschen verbrennen alles, was sie finden, um sich zu wärmen“, beschreibt Thomas Lengefeld die Lage in der bosnischen Hauptstadt, 250 Kilometer südlich der Grenze. „Die Geflüchteten hausen in der Wildnis, zum Teil in besetzten Häusern. Bosnien lässt niemanden mehr aus Sarajevo heraus oder schickt Menschen in Bussen zurück.“

„Wir sind es gewohnt, viele Leute zu versorgen“, Thomas Lengefeld

Thomas Lengefeld ist keiner, der um seine Taten großes Aufsehen macht. Der ruhige Mann mit Hoodie und blauroter Wollmütze ist der Typ, der einem den Kaffee bezahlt, ohne es zu erwähnen. Der Hamburger gehört zum Verein Off the Radar (OTR), der jeden Sommer das gleichnamige Festival in der schleswig- holsteinischen Provinz durchführt. Lengefeld, seit Jahren als Booker im Hafenklang tätig, hat die Geschäftsführung inne. „Musik war schon immer Vehikel neuer Strömungen, aber auch konkreter Ideen“, schreiben die OTR-Macher auf der Homepage.

Die Idee in diesem Fall: Die Festival-Skills für höhere Ziele benutzen. Lengefeld: „Wir wollten nicht nur Müll und verkaterte Leute hinterlassen, sondern versuchen, die Netzwerke der Partyszene zu nutzen, um auf unsere Zwecke hinzuweisen. Wir sind es gewohnt, auf freiem Feld viele Leute zu versorgen. Im Winter aber werden Generatoren, Gaskocher und Kochtöpfe nicht genutzt.“

Off the Radar sammelte Geld und Equipment für das Projekt NoBorder-Kitchen, das sich auf den griechischen Inseln und der Balkanroute für Geflüchtete engagierte. Später schloss man sich dem Berliner Verein Cadus an.

Die Hilfsorganisation gründete sich 2014 aus dem Umfeld des Fusion Festivals und der Berliner Clubszene. Ihr Geschäftsführer, der lange Jahre in leitender Funktion im Rettungsdienst arbeitete, hat sich vor allem die Hilfe zur Selbsthilfe auf die Fahnen geschrieben. Cadus begann 2014 mit Erste-Hilfe-Kursen in Nord-Syrien. Dort sind auch vier Jahre später noch zwei Lkws als mobile Krankenhäuser unterwegs. Cadus – der Name kommt von einer syrischen Wüstenblume. Es ist eine sehr robuste Distel, die nur einmal im Jahr blüht.

 

„Die großen NGOs sind in Sarajevo kaum sichtbar“

 

Bosnien-Herzegowina hatte nach Schätzungen der UNHCR allein bis zum Juli 2018 mehr als 10.000 Neuankömmlinge zu verkraften. Und noch immer kommen mehr. Im November ist der erste Schnee gefallen. „Der Winter ist kälter als in Deutschland“, sagt Thomas Lengefeld. „Die Geflüchteten in Sarajevo laufen mit Flipflops herum und haben schwere Erfrierungen. Dazu kommen die Traumatisierungen.“ Cadus ist mit einem ausgebauten Sprinter und einem Pick-up vor Ort, ein 50 Jahre alter Unimog soll zum Duschwagen umgerüstet werden. Parallel zur Essensausgabe wurden schon in der ersten Woche 200 Bedürftige medizinisch versorgt.

Neben Ärzten braucht Cadus auch Logistiker und Crowdmanager, denn, so Lengefeld: „Man muss schauen, dass niemand bei der Ausgabe untergebuttert wird.“ Müssten Rotes Kreuz und Co. nicht eigentlich in Sarajevo helfen? „Die großen NGOs sind dort kaum sichtbar“, sagt Lengefeld. „Die sind auf die Politiker angewiesen. Die sehen nicht, wie wichtig es wäre, sich auf den Weg zu machen.“

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Medizinische Hilfe vor Ort: Cadus in Sarajevo

Bis Ende Februar läuft das Projekt zunächst, die Kosten für drei Monate belaufen sich auf etwa 80.000 Euro – medizinisches und technische Equipment, das bereits vor Ort ist, nicht enthalten. Thomas Lengefeld wird Anfang Januar nach Bosnien reisen. „So etwas Sinnvolles habe ich das ganze Jahr nicht gemacht.“

Um bis zum Ende des Winters in Sarajevo vor Ort sein zu können, braucht Cadus Geld. Damit könnte die Organisation auch speziellere Stationen aufbauen, darunter eine Gynäkologie oder einen radiologischen Bereich.

Wer Cadus unterstützen mag, kann neben Spenden noch etwas anderes tun: Feiern. Der Verein Off the Radar spendet einen Großteil seines Jahresüberschusses an humanitäre Projekte. Vom gleichnamigen Festival, 2019 vom 25. bis 28. Juli, wird also auch Cadus profitieren. In der Hoffnung, dass 2019 weniger Menschen mit Flipflops durch den Schnee laufen müssen.

CADUS – Redefine Global Solidarity e.V.: Spendenkonto: CADUS e. V. Volksbank Berlin, IBAN DE55 1009 0000 2533 5240 04, BIC BEVODEBBXXX


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SZENE #backstage … mit Oxen

Unsere Konzertreihe SZENE #backstage geht mit Oxen am 15. Januar in eine neue Runde! Wenn ihr dabei sein wollt, schreibt uns eine E-Mail! Wir haben 12×2 Gästelistenplätze frei! Und darum geht’s:

Zwei Schwedenhappen für ein Redaktionskonzert! Die beiden Wahl-Stockholmer Erik und Stefan nennen ihre Band Oxen und machen Musik, die hier ein bisschen nach den Pixies, da etwas nach MGMT klingt. Und eine Vorliebe für die Beatles ist den beiden auch noch anzuhören.

/ EBH

 Wir verlosen 12×2 Gästelistenplätze für SZENE #backstage mit Oxen!

Wie könnt Ihr mitmachen? Na so:

Los geht’s am Dienstag, den 15. Januar 2019, um 19:00 Uhr in der Gaußstraße 190c.


Perserteppich, Yuccapalmen, Lichterketten und gute Geschichten: Das ist das Rezept für die ­SZENE HAMBURG-Redaktionskonzerte. In unseren Räumen waren unter anderen schon Fotos, Y’akoto, Vivie Ann,  EUT  und ZIBBZ zu Gast und haben vor SZENE-Lesern und -Redakteuren Akustik-Sets gespielt.

So war’s beim letzten Mal bei SZENE HAMBURG #backstage:

ZiBBZ bei SZENE #backstage

Jetzt live bei uns in der Redaktion: ZiBBZ! 🎉Morgen, 30.11.18, im Häkken.

Gepostet von Szene Hamburg Stadtmagazin am Montag, 29. Oktober 2018

SZENE HAMBURG REDAKTIONSKONZERT MIT … EUT aus Holland

Heute live aus unserer Redaktion: EUT ! 🎉Am Mittwoch, den 19.9. um 20 Uhr im Häkken und am Donnerstag, den 20.9. um 14 Uhr in der SkyBar vom Molotow habt ihr im Rahmen des Reeperbahn Festivals noch einmal die Möglichkeit EUT live zu erleben. 👏

Gepostet von Szene Hamburg Stadtmagazin am Dienstag, 18. September 2018

Top 4 – Wo man in Hamburg das beste Labskaus essen kann

Die einen lieben Labskaus, die anderen scheuen sich davor – alles Kopfsache. Denn das traditionelle Hamburger Gericht kann so köstlich sein.

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Beitragsfoto: 127071 / Pixabay

1) Das Dorf

Gehobene deutsche Küche mit Zutaten aus der Region bietet das Restaurant Das Dorf in St. Georg. Das original Hamburger Labskaus wird aus bestem Kalbsfleisch hergestellt. Auch die anderen Klassiker werden uns hier nicht vorenthalten: Rinderrouladen, Wiener Schnitzel und krosse Bratkartoffeln.

Lange Reihe 39 (St. Georg); www.restaurant-dorf.de

 

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2) Oberhafenkantine

Früher holten sich die Hafenarbeiter ihre Frikadellen in dem windschiefen Häuschen am Eingang zum Oberhafenquartier. Heute gibt es hier ehrliche deftige Hausmannskost wie Labskaus aus nachhaltigen und regionalen Zutaten. Das Labskaus wird traditionell mit saurem Gemüse, Rollmops und Spiegelei serviert.

Stockmeyerstraße 39 (HafenCity); www.oberhafenkantine-hamburg.de

 

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3) Old Commercial Room

Der Old Commercial Room versteht sich als Labskaus-Botschafter. Na, besser gehts ja nicht. In der überladenen nostalgischen Pub-Atmosphäre wird Labskaus als Hauptgericht oder kleine Vorspeise zum Kennenlernen serviert. In beiden Varianten ein Festschmaus.

Englische Planke 10 (Neustadt); www.oldcommercialroom.de

 

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4) Schifferbörse

In dem urigen Restaurant Schifferbörse kommt traditionelle norddeutsche Küche auf den Tisch. Da darf Labskaus auf der Speisekarte natürlich nicht fehlen. Es schmeckt genauso, wie wir es lieben: Kräftig und deftig.

Kirchenallee 46 (St. Georg); www.schifferboerse-hamburg.de

 

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Diese Topliste stammt aus unserem Gastro Guide. Der Gastro Guide SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019 ist am 19.4.2018 erschienen und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


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Top 10 – Hamburgs beste Franzbrötchen 2018/19

Wer hat das Franzbrötchen erfunden? Und wann? Waren es Bäcker im 19. Jahrhundert, als Hamburg unter französischer Besatzung stand? War es der Franz’sche Bäcker 1825 im damals dänischen Altona? Oder trifft eine ganz andere der vielen Franzbrötchen-Theorien zu? Das wissen wir bei der SZENE auch nicht – aber wir wissen, wo es die besten Franzbrötchen gibt. Mhhh!

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Beitragsfoto: Sabrina Pohlmann

1. Backecht

Franzbrötchen von Backecht gehören zu den besten in Hamburg

 

Die Franzbrötchen werden bei Backecht wie alle anderen Brote und Brötchen handwerklich hergestellt. Sie schmecken leicht nach Marzipan, das ist zwar nicht das Original, dafür schmeckt es vorzüglich!

Grindelhof 64 (Rotherbaum); www.backecht.de

2. Café Luise

Das Café Luise in Fuhlsbüttel ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Kein Wunder, die Franzbrötchen sind eine perfekte Symbiose aus Zimt und karamellisiertem Zucker. In dem Familienunternehmen werden auch Brot, Brötchen, Kuchen und Torten mit frischen Zutaten ohne Zusatzstoffe gebacken. Neben der Bäckerei mit Verkaufsraum und wenigen Tischen gibt es die Gute Stube – ein richtig nettes Café, in dem auch Frühstück serviert wird.

Erdkampsweg 12 (Fuhlsbüttel); www.cafe-luise-baeckerei.de

3. Café Reinhardt

Dass hier nix aus der Backfabrik kommt, ist dem Franzbrötchen anzusehen. Das wird in der hauseigenen Bäckerei des Café Reinhardts nämlich gedrückt statt gedreht und landet bei Bäckerei-Wettbewerben immer weit oben. Vollkommen zu Recht, denn das zuckrige Gebäck kann mit der genau richtigen Menge an Zimt auftrumpfen, ist außen knusprig und innen herrlich matschig-fluffig. Love it!

Poppenbüttler Hauptstraße 37 (Poppenbüttel); www.cafe-reinhardt.de

4. Die kleine Konditorei

Seit 1964 beglückt die Konditorei die Hamburger mit handgemachten Franzbrötchen, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurden. Zu Recht! Das Prachtstück besticht durch den fluffigen Teig und die genau richtige Menge Zimt. Geradezu perfekt.

Lutterothstraße 9 (Eimsbüttel); www.kleine-konditorei.com

5. Elbgold

Foto: Elbgold

Bei Elbgold kann man das Franzbrötchen mit Kaffee aus eigener Röstung kombinieren Foto: Elbgold

Die hausgemachten Franzbrötchen von Elbgold sind eine Hommage an die Backkunst. Lecker klebrig, perfekt zimtig! Aufgeschnitten sehen die Franzbrötchen hier übrigens aus wie kleine Kunstwerke: Der Zimt ziert den Teig, als sei er mit dünnem Pinsel zärtlich aufgemalt. Wir brauchen Nachschub! Schnell!

Lagerstraße 34c (Sternschanze); www.elbgold.com 

6. Franz & Friends

Der Name ist Programm: Bei Franz & Friends dreht sich alles um die Hamburger Zimtschnecke. Hier gibt es die größte und ausgefallenste Auswahl, die Franzbrötchen sind mit Kürbiskernen, Bananen oder Apfelmus belegt. Ein echter Genuss!

Wandelhalle, Glockengießerwall 8 (Altstadt)

7. Junge Die Bäckerei

Ein Glück gibt es Junge Die Bäckerei 45 mal in Hamburg. So muss man nicht lange nach den richtig guten Franzbrötchen suchen. Wahre Franz-Fans lieben das süße Gebäck von Junge für das matschige Innere und die knusprige, karamellisierte Oberfläche. Noch süßer ist die Variante mit Schokolade. Junge hat alles richtig gemacht.

Mönckebergstraße 16 (Altstadt); www.jb.de

8. Mutterland

Franzbrötchen Top 10: Mutterland

Der Spezialitätenladen “Mutterland” bietet auch Franzbrötchen an. Foto: Mutterland

Der beliebte Hamburger Feinkostladen hat natürlich neben leckeren Spezialitäten auch ein “Franz” im Angebot. Allerdings sieht das Franzbrötchen eher aus wie eine schöne Zimtschnecke. Kein Problem für uns, denn in Saftigkeit bleibt das Gebäck von Mutterland ungeschlagen.

Ernst-Merck-Straße 9–11 (St. Georg); www.mutterland.de

9. Rohlfs Bäckerei

Rohlfs Bäckerei versorgt die Liebhaber in und um Hamburg mit frischen Franzbrötchen. Die werden am Abend vorbereitet, reifen über Nacht und werden am nächsten Morgen in den Filialen abgebacken. Das schmeckt, so saftig und zimtig wie wir es lieben.

Winterhuder Marktplatz 13 (Winterhude); www.rohlfs-baeckerei.de

10. Schmidt und Schmidtchen

Seit 1950 hat sich die Traditionsbäckerei Schmidt in Ottensen stetig vermehrt. Zum Glück gibt es die extrem leckeren Franzbrötchen nach Hamburger Original-Rezept heute an vielen Standorten in ganz Hamburg. Auf dem Schulterblatt kann man sein Franzbrötchen ganz gemütlich im Café genießen.

Schulterblatt 73 (Sternschanze); www.schmidt-und-schmidtchen.de


Diese Topliste stammt aus dem Gastro Guide. Der Gastro Guide SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019 ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


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Und das sind die Top 10 aus dem letzten Jahr: 

 

Wissen, was gut ist #5 – Gärtnerei Sannmann

Wir haben regionale Lebensmittel-Erzeuger besucht, die uns Rede und Antwort stehen. Hier kommt Teil 5 unser Serie “Wissen, was gut ist”.

Gärtnermeister Thomas Sannmann engagiert sich mit Herzblut für hochwertige und regionale Lebensmittel. Seit über 200 Jahren betreibt die Gärtnerei Sannmann ihren landwirtschaftlichen Betrieb im Landschaftsschutzgebiet der Vier- und Marschlande. Seit 1986 wird hier auch nach Demeter-Richtlinien angebaut. Ob Kräuter, Fruchtgemüse oder Wildsalate: Gemeinsam mit seinem Team baut Sannmann mehr als 40 Produkte in bester Bioqualität an.

Das ganzjährig angebotene Sortiment findet man auf der Homepage der Gärtnerei. Dazu gehören auch alte, fast vergessene Tomatensorten wie die Vierländer Platte. Die Produkte können sowohl vor Ort als auch in ausgewählten Naturkost-Fachgeschäften, auf Hamburger Bio-Wochenmärkten oder über den Onlineshop bezogen werden.

“Wir wollen der Erde mehr zurückgeben, als wir nehmen.”

Mit der Verwendung natürlicher Dünge- und Pflanzenschutzmittel und dem Anbau einer vielfältigen Fruchtfolge garantiert Sanmann einen gesunden, nährstoffreichen Boden. Er ist überzeigt, dass das die wichtigste Grundlage einer jeden Gärtnerei ist. “Unser Gärtner-Motto ist Lebenskraft für Mensch und Erde. Mit dem Demeter-Anbau wollen wir gesunde Lebensmittel erzeugen und der Erde mehr zurückgeben, als wir nehmen.”

Thomas Sannmann freut sich über jeden neugierigen und interessierten Kunden, dem er seine Philosophie näherbringen kann. Zeit für Austausch gibt es bei den regelmäßig stattfindenden Festen, Führungen und Veranstaltungen in seiner Gärtnerei. Der Hofladen, in dem man frisches, saisonales Gemüse, Saatgut und Jungpflanzen findet, hat jeden Samstag von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Text: Mira Eggerstedt
Foto: Philipp Schmidt

Ochsenwerder Norderdeich 50, 21037 Hamburg; www.sannmann.com


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Wissen, was gut ist #4 – Das Gut Wulksfelde in Tangstedt

Wer sich mit guten und ehrlichen Lebensmitteln beschäftigt, will wissen, wo sie ihren Ursprung haben. Deswegen haben wir fünf regionale Erzeuger besucht. Hier kommt Teil 4 unser Serie „Wissen, was gut ist“, in der wir euch das Gut Wulksfelde vorstellen.

Geschäftsführer Rolf Winter und Leiterin der Tierhaltung Ulrike Schreiber stehen stellvertretend für das gesamte Team von 160 festen Mitarbeitern und ca. 40 Saisonarbeitern des Guts Wulksfelde in Tangstedt. Es liegt direkt vor den Toren Hamburgs und wird seit 1989 konsequent ökologisch bewirtschaftet. Auf den Äckern des Guts wachsen Gemüse und Getreide, Kartoffeln und Erdbeeren (auch zum Selberpflücken).

Rund um den Hof leben außerdem 250 Rinder der robusten Rasse Limousin und Deutsch Angus. Auch die Schweine haben jede Menge Platz zum Ausleben ihres Wühltriebs und die rund 2.350 Legehennen und ihre 40 Hähne leben in zwei Mobilställen, die regelmäßig auf frische Grasnarben verschoben werden.

Als Vorzeigebetrieb ist das Gut Wulksfelde auch ein beliebtes Ausflugsziel: „Mit unseren Veranstaltungen bieten wir den Hamburgern eine tolle Möglichkeit, mit der ökologischen Landwirtschaft, der Natur und mit uns in Kontakt zu kommen“, sagt Winter.

Das hofeigene Restaurant, der Hofladen und das Café sind besonders an den Wochenenden sehr gut besucht. Gut so, denn schließlich steht der Betrieb für eine transparente Landwirtschaft zum Anfassen. Hofführungen, Märkte und Feriencamps für Kinder gehören ebenso zum Programm wie die Möglichkeit, einen der vorbepflanzten, biozertifizierten Gemüseäcker für eine Saison selbst zu bewirtschaften – eine Kooperation mit dem Anbieter Ackerhelden.

Ein Acker mit einer Fläche von 40 Quadratmetern kostet für eine Saison (Mai bis November) 199 Euro und versorgt bis zu drei Erwachsene mit Biogemüse.

Text: Mira Eggerstedt
Foto: Philipp Schmidt

Wulksfelder Damm 15-17, 22889 Tangstedt/Hamburg; www.gut-wulksfelde.de


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