Kalte Füße in Hamburg?

Je näher die kalte Jahreszeit rückt, desto größer wird bei vielen Menschen die Sorge vor einem Gasmangel. Wie reagiert die Politik auf bevorstehende Engpässe und steigende Kosten für Verbraucher:innen? Ein Interview mit Jens Kerstan, Senator der Hamburger Umweltbehörde

Interview: Anna Meinke

SZENE HAMBURG: Jens Kerstan, wie lautet Ihre Prognose für die kommenden
Herbst- und Wintermonate hinsichtlich der Versorgungsengpässe? Wird Heizen in Hamburg zum Luxus?

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Jens Kerstan, Senator der Umweltbehörde (Foto:Florian Besser)

Jens Kerstan: Wir befinden uns in einer schwierigen Lage. Deutschland bezieht mittlerweile 40 Prozent des Gasbedarfes aus Russland, die Lieferungen wurden um 80 Prozent gekürzt. Aber wir bekommen auch Gas vor allem aus Norwegen und Niederlande geliefert. Durch die vier geplanten LNG- Terminals könnten wir die Kürzungen des Russland-Gases im Wesentlichen ausgleichen. Aber von den vier Terminals gehen jetzt erst zwei an den Start. Wir müssen also wesentliche Einsparungen im Gasverbrauch vornehmen. Der EU-Notfallplan sieht eine Senkung des nationalen Gasverbrauchs um 15 Prozent vor. Dadurch könnten die Füllstände der europäischen Gasspeicher im Durchschnitt eine Höhe von etwa 80 Prozent erreichen. Wir in Hamburg wollen unseren bestmöglichen Beitrag leisten, diese Ziele zu erreichen.

„Ich gehe fest davon aus, dass niemand in Hamburg frieren müssen wird“

Jens Kerstan

Ich gehe fest davon aus, dass niemand in Hamburg frieren müssen wird. Die Haushaltskunden sind nach EU-Recht geschützte Kunden, das heißt, wenn nötig wird zuerst in der Industrie und der Wirtschaft rationiert. Aber auch dort wird niemandem das Gas komplett abgedreht. Erst wenn das nicht ausreicht, also quasi alle Stricke reißen, würde auch bei den Haushaltskunden rationiert. Aber das sehe ich zurzeit nicht.

Uns ist allen bewusst, dass die Energiepreise durch die Decke gehen. Und ich kann nur an alle Hamburgerinnen und Hamburger appellieren, den Energieverbrauch zu reduzieren und wenn möglich, monatlich einen Betrag zurückzulegen, um sich auf die Jahresabrechnungen in diesem Bereich vorzubereiten. An dieser Stelle möchte ich davor warnen, Heizlüfter anzuschaffen. Denn Strom zum Heizen kostet vier Mal so viel wie Gas. Und wenn Heizlüfter im großen Stil eingesetzt werden, kann es in einzelnen Straßenzügen das Stromnetz überlasten.

Auf der Website der Umweltbehörde werden den Hamburger:innen Energiespartipps für zu Hause ans Herz gelegt. Werden die Anstrengungen von Privathaushalten allein ausreichen, um ohne kalte Füße durch die Wintermonate zu kommen?

Nein, es wird eine gemeinsame Kraftanstrengung vonnöten sein – von Politik, Industrie, Wirtschaft und von allen Hamburgerinnen und Hamburgern. Wir haben zu Beginn der Woche den 25-Punkte-Energiesparplan der Stadt vorgestellt. Anfang September werden wir eine große Kampagne starten, an der sich neben der Stadt unter anderem auch die Kammern, die Wirtschaft und die Verbände beteiligen werden. Dabei geht es auch darum, mehr Informationen und Hilfestellungen für die Hamburgerinnen und Hamburger und Gewerbetreibenden zu bieten.

„Es ist klar, dass alle an einem Strang ziehen müssen, damit wir gut durch den Winter kommen“

Jens Kerstan

Es ist klar, dass alle an einem Strang ziehen müssen, damit wir gut durch den Winter kommen und um einer drohenden Gasmangellage entgegenzuwirken. Wir wollen aber auch vermeiden, dass Hamburg als Industriestandort und große Unternehmen in unserer Stadt in Schwierigkeiten geraten, weil sie im Falle einer Gasmangellage nur noch gedrosselt produzieren können.

Energiesparen hin oder her – wenn die Bürger:innen demnächst die rasant steigenden Energiekosten zahlen müssen, werden viele vor großen finanziellen Problemen stehen. Wie wird den Hamburger:innen bei explodierenden Kosten geholfen?

Es werden generelle finanzielle Hilfen wie zum Beispiel das Energiegeld von der Bundesregierung bereitgestellt. Wir in Hamburg prüfen derzeit, ob es rechtlich möglich ist, die vom Bund beschlossene Gas-Umlage nicht auf die Fernwärme und Gaskunden der städtischen Energiewerke (HEnW) umzulegen.

Auch bereiten wir einen Härtefallfonds nach dem Vorbild Niedersachsens vor, um auch die Kundinnen und Kunden privatwirtschaftlicher Unternehmen zu unterstützen, wenn Sie die Umlage nicht zahlen können. Zudem sind wir in Gesprächen mit den Energieversorgern, dass es bei Zahlungsverzug zu keinen Sperrungen von Strom und Gas in diesem Winter kommen soll. Alle diese Maßnahmen dienen dazu, eine Notlage zu vermeiden. Wir werden niemanden im Stich lassen.

Der Bundeskanzler bezeichnete die aktuelle Energiekrise als „sozialen Sprengstoff “
– gerade die Ärmsten unserer Gesellschaft leiden unter den massiven Preissteigerungen. Befürchten Sie, dass sich soziale Ungleichheiten in Hamburg im Zuge der Krise verstärken werden?

Die Energiekrise, verursacht durch den Angriffskrieg in der Ukraine und den Erpressungsversuchen von Putin, betrifft jeden. Die Preissteigerungen sind allerorts spürbar. Wir werden in Hamburg alles tun, um diese Krise sozial gerecht zu meistern.

Andere Bundesländer legen bereits Energiesparpläne vor, die auch die Beheizung und nächtliche Beleuchtung öffentlicher Gebäude sowie die Industrie in den Blick nehmen. Wie sieht hier der Plan für Hamburg aus?

Wir als Senat, als Verwaltung, nehmen eine Vorbildfunktion in dieser dramatischen Situation ein und haben einen umfangreichen 25-Punkte-Plan zum Energiesparen vorgelegt. Darin geht es unter anderem um die Senkung der Raumtemperatur in den öffentlichen Gebäuden auf die gesetzlich vorgegebene Mindesttemperatur von 20 Grad, um das Abschalten von Warmwasser, um die Reduzierung der Beleuchtung an öffentlichen Gebäuden und in Parks- und Grünanlagen sowie bezirklichen Sportanlagen außerhalb der Nutzungszeiten.

Wir werden den Betrieb von Brunnenanlagen, der Alsterfontäne, der Wasserspiele in Planten un Blomen einstellen – um nur ein paar Punkte zu nennen. Als Industriestandort haben wir in Hamburg einen vergleichsweise hohen Energieverbrauch. Die Industrieunternehmen in Hamburg verbrauchen ein Drittel des Gases. Es ist also auch für unseren Wirtschaftsstandort wichtig, dass es nicht zu einer Gasmangellage kommt.


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Hydrospektive 2022: Kulturfestival auf der Alster

Das Kampnagel Sommerfestival mit dem  „Hydrospektive – das fluide Alster Spectaculum auf der Alster“ vom 29. August bis zum 7. September verlängert

Text: Katharina Stertzenbach

 

Zehn Tage lang das Sommerfestival auf Kampnagel durch das „Hydrospektive“ verlängert und lockt mit Lesungen, Konzerten, Theaterstücken und Performances Besucher:innen aufs Wasser. Das heißt im Klartext: die Bühne schwimmt im Wasser auf der Außenalster und auch die Festival-Besucher:innen werden von Booten aus die Veranstaltungen miterleben. Zu hören und sehen gibt es dann vom 29. August bis 7. September täglich ab 20:30 Uhr Lesungen, Vorträge und Musik von zum Beispiel den Sidewalk Strings, Stella Sommer, Carsten Meyer besser bekannt als „Erobique“, Tino Hanekamp und vielen mehr.


Das komplette Festival ist kostenlos, inklusive Verleih der Kanuboote. Die Plätze sind allerdings sehr begrenzt.

hydrospektive.com


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Genuss entdecken: Der Tag des offenen Weins am 10. September

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Am 10. September lädt der Tag des offenen Weins wieder zur Entdeckertour durch Hamburgs Weinlandschaft

Um 14 Uhr entkorkt, kurz darauf gerochen und nur einen Moment später umhüllt der edle Tropfen den Gaumen. So oder ähnlich geht es den Weinfans am 10. September 2022 von 14 bis 18 Uhr in Hamburg.

Beim Tag des offenen Weins lässt sich am besten die bunte Vielfalt deutscher Qualitätsweine entdecken. Für nur fünf Euro gibt es drei heimische Weine zum Verkosten.

Insgesamt sind acht Hamburger Weinspezialisten mit dabei. Darunter unter anderem Mosel Wein in der Gärtnerstraße mit einem Blick auf ihr Spezialgebiet, das Ludwig von Kapff Weinlager Eimsbüttel, das mit seiner Weißweinexpertise glänzt und Wein-Port.de – Der Hafen feiner Weine, die einen Blick in die Welt der Cuvées eröffnen. Dazu kommen Weinhandlungen in den Bezirken Nord, Mitte und Altona. Genaue Infos zu den teilnehmenden Weinhändlern gibt es unter weinentdecker-werden.de.

Jetzt, wo alle Infos da sind, steht einem genussvollen 10. September beim Tag des offenen Weins mit dem Deutschen Weininstitut nichts mehr im Wege.

Ungewollte Abschiedsparty in der Schaltzentrale

Die legendären Partys in der Schaltzentrale sind bald passé: Am Samstag den 27. August 2022 wird im Rahmen der Hallo Festspiele in der Location mit Bands und DJ-Sets ein letztes Mal gefeiert

Text: Katharina Stertzenbach

Seit 2015 findet das Hallo-Festival auf dem Gelände des stillgelegten Kraftwerk Bille in Hammerbrook statt. Das Festivalformat bietet internationalen und lokalen Künstler:innen eine Bühne, fernab von vorgefertigten Strukturen. Dieses Jahr wird vom 25. bis 28. August auf dem Geländer der Rudervereinigung Bille gefeiert.

Stadtteilbureau „Schaltzentrale“

Aus der Organisation der Hallo-Festspiele heraus, gründete sich 2016 das experimentelle und künstlerisch ausgerichtete Stadtteilbureau „Schaltzentrale“. Diese nutzt das Vorderhaus des ehemaligen Kraftwerks Bille als Versammlungsort für Anwohner:innen. Somit dient die Schaltzentrale als Arbeits- und Ausstellungsraum und bildet eine Plattform des Austausches über alternative Formen von Stadtentwicklung.

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Lange hat die Hallo-Crew um einen fairen Verkauf gekämpft. Jetzt müssen sie die Schaltzentrale bis Ende des Jahres verlassen (Foto: Hallo:Schaltzentrale)

Neue Investoren und keine Einigung

Das Projekt „Schaltzentrale“ wurde von der Stadt und dem ehemaligen Kraftwerk-Besitzer gefördert. Die neuen Investoren des Gebäudes wollen dem experimentellen Stadtteilbureau allerdings nur 200 Quadratmeter zur Verfügung stellen. Diese Fläche ist der Hallo-Crew zu klein, deswegen müssen sie nun die Räumlichkeiten zum Ende des Jahres verlassen.

Am kommenden Samstag, 27. August 2022, wird dann im Rahmen der Hallo-Festspiele ein letztes Mal in der Schaltzentrale bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

hallohallohallo.org


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Hopfy Birthday, Ratsherrn!

Seit 2012 wird in der Schanze das Bier der Kult-Brauerei gebraut. Zum zehnjährigen Jubiläum lädt Ratsherrn am 26. und 27. August zum Hoffestival in die Schanzenhöfe ein

Text: Katharina Stertzenbach

Zehn Jahre ist es her, dass die Hamburger Brauerei Ratsherrn mitten in den denkmalgeschützten Schanzenhöfen zum ersten Mal ihr Bier abgefüllt haben. Das will gefeiert werden – und zwar ein ganzes Wochenende lang! Darüber hinaus ist eine Sonderedition geplant, die die einzelnen Hamburger Stadtteile auf den Flaschen-Etiketten abbildet – eine Hommage an die schönste Stadt der Welt.

Ein echter Familienbetrieb

„Historisch war Bier immer ein Kirchturm-Geschäft, diese Tradition greifen wir nun wieder auf und freuen uns auf zahlreiche Besucher anlässlich unseres zweitägigen Hoffestivals. Besonders stolz sind wir, dass mit Finanzsenator Dr. Andreas Dressel ein echter ‚Ratsherr‘ den exklusiven Festakt eröffnen wird“, sagt Niklas Nordmann, einer der beiden Geschäftsführer. Mit seinem Geschäftspartner Florian Weins leitet er Hamburgs größte inhabergeführte Brauerei, die zu 100 Prozent in Familienhand liegt.

Vom Edel- zum Kultbier

Ratsherrn wurde bereits 1951 als Edelmarke der Elbschlossbrauerei in Hamburg-Nienstedten eingeführt. 1970 war es, nach eigenen Angaben, bereits das meistverkaufte Premium-Pils in Hamburg und hielt seitdem einen kartellrechtlich bedingten Dornröschenschlaf.

2005 erwarb Oliver Nordmann die Vertriebs- und schließlich auch die Markenrechte, initiierte einen Relaunch und positionierte die Marke schwungvoll in der Stadt- und Gastroszene. 2012 erfolgte die Eröffnung der Brauerei in den Schanzenhöfen.

Das Angebot wurde erweitert – vom Hellen über ausgefallene Variationen wie „Matrosenschluck“ und „Moby Wit“ bis hin zu Merchandising-Artikeln, Brauereiführungen und Bier-Events und Kooperationen mit den Online Marketing Rockstars (OMR). 2013 folgte die Eröffnung des Craft Beer Stores. Hinzu kamen die eigenen Gastronomiekonzepte, „Altes Mädchen“, die „Ratsherrn Bar“ im hippen Winterhude und das „Lokal“ in Eimsbüttel. Die Biermarke mit dem Ratsherrn auf dem Logo ist überall, wo das Leben tobt. Wer sich zum Jubiläum austoben möchte, ist herzlich dazu eingeladen.

ratsherrn.de


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Chrissie: „Ich muss keinem Ideal entsprechen“

Tagein, tagaus wirbeln knapp zwei Millionen Menschen durch Hamburg. Für SZENEzeigen fischen wir sie für einen Moment aus ihrem Alltag und lauschen ihren Geschichten. Diese Woche sind wir Chrissie begegnet

Protokoll: Katharina Stertzenbach

,,Ich bin seit zehn Jahren Schauspielerin, das läuft mal mehr und mal weniger erfolgreich. Was aber immer kommt, ist die Frage: ‚Oh, wo sehe ich denn dann mal?‘ Das ist auf die Dauer wirklich nervig. Um als Schauspielerin erfolgreich zu sein, braucht es eine fundierte Ausbildung – am besten staatlich –, die richtigen Beziehungen und Glück. Was aber viele häufig vergessen und auch ich gerade erst festgestellt habe: Fast am wichtigsten ist Selbstwert und ein gutes Verständnis für sich selbst. Ohne das nützen dir die besten Kontakte nichts. Selbstvermarktung ist heute unglaublich wichtig. Egal ob mit oder ohne Agentur, du musst jeden Tag etwas für deine Karriere machen. Die Erkenntnis hat bei mir gedauert. Ich war zwischendurch tatsächlich aber auch eine faule Sau.

Das Schönheitsideal-Problem

Mittlerweile habe ich gelernt mich zu mögen. Vor Kurzem war das noch anders. Das war eine andere Chrissie, die gefallen wollte. Das ist auch wieder so ein Schauspiel-Problem: Zu Anfang möchtest du gefallen und in möglichst viele Rollen reinpassen. Ich hatte damals lange blonde Haare. Irgendwann meinte mein Friseur: ‚Mach die Haare ab, die brauchst du nicht.‘ Und ich dachte mir zunächst so: ‚Ja klar ich, als weiblich gelesene, absolute Blondine, immer gefärbt, das wäre ein Fehler.‘ Doch er hat mich überzeugt und ich habe mir die Haare abrasiert. Das war krass. Diese Veränderung hat mir den letzten Kick gegeben. Auf einmal kamen interessantere Anfragen rein. Am Ende musst du als Schauspielerin keinem Schönheitsideal entsprechen. Das habe ich lange genug versucht.

Von Feuchtgebieten zur Erkenntnis

Denn letztendlich kommt alles zu seiner Zeit, daran glaube ich. Die Tür, die sich öffnet, ist in dem Moment auch die richtige. Ich bin mit Anfang zwanzig ins Schauspielbusiness eingestiegen. Ohne Plan und ohne Erfahrung. Am Anfang wurden mir viele Türen zugeschlagen. Das tat jedes Mal weh. Doch die Absagen haben mich letztendlich auch geschützt. Das beste Beispiel ist vielleicht dieses: Ich stand in der engeren Auswahl für die Hauptrolle in der Verfilmung von Charlotte Roches Roman „Feuchtgebiete“.

Ich hatte mich insgeheim schon darauf gefreut, mein Gesicht auf einer großen Kinoleinwand zusehen. Schlussendlich habe ich die Rolle nicht bekommen und war echt niedergeschlagen. Aber mittlerweile bin ich fein damit. Es wäre vielleicht auch nicht richtig gewesen. Ich weiß jetzt, dass, wenn ich eine Absage bekomme: Es liegt nicht an mir. Eine Ablehnung bedeutet keine Abwertung meiner Person. Es ist eben nur eine Tür, die nicht aufgegangen ist, dafür gibt es eine neue Chance. Diese Erkenntnis hat lange gedauert. Aber jetzt bin ich mir sicher, dass sich damit auch neue Türen öffnen werden.“


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Drei Wochenenden Kultur des Nordens

Mehr als 400 Künstler:innen aus zehn nordeuropäischen Ländern kommen zum NORDEN – The Nordic Arts Festival 2022

Text: Philine Burmeister

Vom 25. August bis zum 11. September 2022 findet in Schleswig, am idyllischen Strand des Ostseefjords Schlei, das NORDEN – The Nordic Arts Festival statt und bringt das Lebensgefühl des europäischen NORDENS auf die Königswiesen. Aufgrund der Gestaltung des genreübergreifenden Kulturprogramms sowie der familiären, nachhaltigen und barrierefreien Ausrichtung ist das Festival einzigartig in Europa. Das NORDEN bietet einen kreativen und spannenden Querschnitt aus aktueller Musik, Literatur und Film, Kunst und Straßentheater sowie zahlreiche Workshops und sportliche Aktivitäten.

Musik und vieles mehr

Die fantastische Ostseelandschaft, die kreative Küche und das zeitlose Design, noch dazu eine lebendige Kulturszene. Die Sehnsucht nach diesem Lebensgefühl und die dazugehörigen Geschichten sind der Antrieb hinter dem NORDEN – The Nordic Arts Festival. Auf insgesamt zwei Bühnen, einem Kulturzelt sowie einem Atrium, der Manege im Park und einem Kinozelt findet das gesamte Programm statt. Die zahlreichen Workshops in den Scheunen laden ein zum Mitmachen und Entdecken. In typisch roten skandinavischen Holzhäusern werden Speisen und Getränke ebenso wie Kunst- und Designhandwerk angeboten.

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Malerisch: Das NORDEN – The Nordic Arts Festival direkt an der Schlei (Foto: Lucas Martens/Norden Festival)

Eine Plattform für Künstler:innen

Nach der Premiere im vergangenen Jahr haben die Veranstalter auf vielfachen Wunsch das Format NORDPOP weiterentwickelt – sozusagen ein Festival im Festival. NORDPOP22 bringt bekannte Musiker:innen mit Newcomer:innen aus Norddeutschland zusammen und bietet eine Plattform, um sich untereinander auszutauschen. Die Sterne, Cäthe, Husten und viele mehr werden auf den Bühnen auf den Königswiesen begeistern. In diesem Jahr sind erstmalig auch Künstler:innen aus den Niederlanden zu Gast auf dem NORDEN. Der Rapper Anoki sowie die Band The Cool Quest spielen am zweiten Festivalwochenende. Auch aus dem Baltikum und Skandinavien sind namenhafte Künstler:innen dabei.


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Kulturempfang 2022: Die Szene lebt!

Beim zweiten Kulturempfang von SZENE HAMBURG schauten die Gäste optimistisch auf die Kultursaison 2022/23

Text: Katharina Stertzenbach

Nach der langen pandemie-bedingten Dürrezeit für die Kultur wurde es Zeit, die Hamburger Kulturszene zusammen zu bringen, zu feiern und zu zeigen: Die Szene lebt!

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Die Geschäftsführer von SZENE HAMBURG, Mathias Forkel (l.) und Tanya Kumst (r.) freuen sich auf eine erfolgreiche Kultursaison 2022/23 (Foto: Johanna Zobel)

Zu diesem Anlass kamen rund 300 Gäste zum Kulturempfang von SZENE HAMBURG. In den Gaußhöfen, Tür an Tür mit dem Thalia Gaußstraße, ist die Redaktion des größten und ältesten Kulturmagazins Hamburgs. Grund genug genau hier auf eine erfolgreiche neue Kultursaison 2022/23 anzustoßen. Unter den Gästen waren neben Kulturschaffenden auch bekannte Gesichter aus Politik, Wirtschaft und Gastronomie.

SZENE HAMBURG Geschäftsführer Tanya Kumst und Mathias Forkel betonten zum Auftakt, dass die Kulturszene mit ihrer engagierten, kreativen und vielfältigen Arbeit den Zuspruch der Menschen verdient. Die Spielzeit 2022/23 sei eine, die die Menschen endlich wieder in vollen Zügen genießen können. Und zeigt jetzt schon, wie vielfältig die Kulturszene der Hansestadt ist und welches Potential in ihr steckt.

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Gute Gespräche in schöner Atmosphäre beim Kulturempfang 2022 (Foto: Johanna Zobel)

Bestes Essen und gute Musik

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Das leckere Essen beim Kulturempfang made by Cotidiano (Foto: Johanna Zobel)

Mit Indie-Pop Sounds von Anna Wydra und Band wurde bis spät in den Abend geschnackt, gefeiert und geschlemmt. Mini-Burger, Bowls und Sandwiches vom Cotidiano trafen dabei auf Eis von Milk Made Iceream, Kaffee von den Hanseatic Coffe Roasters. Natürlich durfte bei so einem Hamburger Fest neben fritz kola, bestem Magnus-Wasser, Ratsherrn Bier und Wein von Rindchen‘s Weinkontor auch der obligatorische Helbing nicht fehlen.

Ein rundum gelungener Auftakt für die Kultursaison 2022/23.

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Livemusik gab es beim Kulturempfang von Anna Wydra und Band (Foto: Johanna Zobel)

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Bergedorf: Zehn Mal wunderschön

Bergedorf im Hamburger Südosten wird viel zu oft übersehen, wenn von der Hansestadt die Rede ist. Dabei hat der Bezirk so einiges zu bieten: Von einer bewegenden Geschichte über in Hamburg seltene Fachwerkhäuser bis zum einzigen Schloss der Stadt

Das Bergedorfer Schloss

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Mitten im Zentrum steht das Bergedorfer Schloss (Foto: Mediaserver Hamburg/www.leemaas.de)

Was wäre Bergedorf ohne sein Schloss? Das im 13. Jahrhundert als Wasserburg an der Bille angelegte Schloss ist das einzige auf Hamburger Stadtgebiet erhaltet Gebäude seiner Art. Heute ist hier das Museum für Bergedorf und die Vierlande beheimatet. Die Dauerausstellung bietet einen Rundgang durch 850 Jahre regionale Geschichte. Dazu kommen Wechselausstellungen zu sozialgeschichtlichen Themen und Ausstellungen von Bergedorfer Künstler:innen. Außerdem ist das Bergedorfer Schloss eine einmalige Location für Veranstaltungen aller Art. Dazu zählen zweifelsohne auch die Schlosskonzerte. Wer nach diesem Anblick des Schlosses von historischen Bauten noch nicht genug hat, für den gibt es mit dem Schloss Reinbek nur wenige Kilometer entfernt, gleich hinter der Stadtgrenze, einen Residenzbau des herzoglichen Hauses Schleswig-Holstein-Gottorf aus dem 16. Jahrhundert zu bestaunen.

Einkaufen und Flanieren

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Die St. Petri und Pauli Kirche, ein Kleinod in der Fußgängerzone am Sachsentor (Foto: Ulrich Pinkernell)

Bergedorf wurde im zweiten Weltkrieg nicht so sehr zerstört wie andere Teile Hamburgs. Dadurch sind hier neben dem Schloss auch viele alte Gebäude erhalten geblieben. Dazu zählen auch die vielen Fachwerkhäuser am Sachsentor. Die Straße ist Synonym für die Bergedorfer Fußgängerzone und Haupteinkaufsstraße. Das Shoppingparadies beginnt am Bergedorfer Bahnhof, führt über den Serrahn und das Bergedorfer Schloss bis zum Mohnhof. Trotz des großen Shoppingcenters gleich um die Ecke haben sich hier viele Geschäfte gehalten und nach der Umgestaltung im Jahr 2004 zieht das Sachsentor heute mehr Menschen denn je an. Vorbei an der St. Petri und Pauli Kirche mit ihrem im 18. Jahrhundert erbauten Kupferturm gibt es jeden Dienstag und Freitag auch den klassischen Wochenmarkt direkt nebenan. In der Fußgängerzone selbst sind neben größeren Ketten auch echte Perlen zu finden. Darunter seit 1986 die Buchhandlung Sachsentor und seit wenigen Jahren nach seinem Umzug auch den Weltladen Bergedorf.

Boberger Dünen

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Sand in der Stadt: die Boberger Dünen (Foto: Marco Arellano Gomes)

Am Nordufer des früheren Elbstromtals zeugen einige alte Dünenlandschaften von der früher unbebauten Landschaft. Eine der bekanntesten und beliebtesten sind die Boberger Dünen. Das weitläufige Naturschutzgebiet im Nordwesten Bergdorfs liegt im Stadtteil Lohbrügge. Über 350 Hektar erstreckt sich das Gebiet und ist neben Wald und Dünen auch von seinem See geprägt. Der besonders beliebte Badesee ist 7,9 Hektar groß und maximal 11,5 Meter tief und wird durch Grundwasser gespeist. Daher rührt auch seine sehr gute Badequalität. Besonders im Sommer ist die Badestelle am nordöstlichen Ufer ein beliebtes Ausflugsziel. Am Südufer haben auch die Freund:innen des FKK ihren Platz. Doch auch wer nicht Baden will, kann die Boberger Dünen entweder durchwandern oder für einen Abstecher in die Luft nutzen. Der Hamburger Aero-Club Boberg bietet ab hier Mitfluggelegenheiten in seinen Segelfliegern an.

Jazz

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Bergedorf kann Jazz (Foto: unsplash/theo eilertsen photography)

Hamburg kann Jazz, das wissen mittlerweile alle. Doch das Bergedorf hier auch einiges zu bieten hat, ist noch viel zu vielen verborgen geblieben. In dem kleinen Stadtteil gibt es gleich zwei Locations mit richtig gutem Jazz in Angebot. Einer der beiden ist der White Cube Bergedorf. Der Club liegt etwas versteckt im Gewerbegebiet, ist aber nur knapp einen Kilometer vom Bahnhof Bergedorf entfernt. 2017 wurde das eigentliche Loftgebäude zu einem Club umgebaut. Pro Monat gibt es im Schnitt drei Konzerte im White Cube, hinzu kommen die mittlerweile etablierten Jamsessions. 

Deutlich mehr Geschichte hat indes der Jazzclub-Bergedorf. Seit 1963 verbinden die Jazzfreunde die beliebte Musik mit dem Stadtteil. Nach dem Tod ihres Gründers sind sie aktuell ohne feste Spielstätte. Doch das bedeutet nicht, dass es keine Konzerte gibt. Aktuell laden sie zumeist zu den kleinen Gigs ins Bergedorfer Schloss.

Aber auch darüber hinaus gibt es immer wieder kleine Jazzkonzerte im Stadtteil, so zum Beispiel im Kulturhaus Serrahn oder in der Lola.

Die Lola

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Die Lola ist eine Institution in Bergedorf (Foto: LOLA)

Das Kulturzentrum Lola gehört zu Bergedorf wie die Elbphilharmonie zu Hamburg. Seit 1992 gibt es das Haus. Weniger als einen Kilometer vom Bahnhof entfernt finden regelmäßig Konzerte, Comedy-Veranstaltungen, Kindertheater, Infoveranstaltungen, Initiativentreffen, Kurse und Workshops für Jung und Alt statt. Als Kulturzentrum ist die Lola darüber hinaus auch in jedem Jahr Spielstätte beim renommierteren Hamburger Comedypokal. Mittlerweile gehören auch das Improtheater „Anne Bille“ und die „Lola Band“ fest zum Repertoire. Hinzu kommen an jedem Wochenende „Beats united“ und der „Old Folks Boogie“. 2022 feiert die Lola zudem ihren 30. Geburtstag. Grund genug, ein vielfältiges Jubiläumsprogramm auf die Beine zu stellen.

Die Bille

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Die Bille lädt rum Radeln, Wandern und zum Paddeln ein, einfach schön (Foto: Noemi Smethurst)

Was der Hamburger Innenstadt die Alster ist, ist den Bergedorfer:innen die Bille. Der 65 Kilometer lange Fluss fließt in Bergedorf erstmals auf Hamburger Stadtgebiet und mündet an der Brandshofer Schleuse in der Nähe des Großmarkts in die Elbe. Besonders schön ist der Fluss von Bergedorf stromaufwärts in Richtung Sachsenwald. Das Billetal ist ein Paradies fürs Wandern, Radfahren und in Richtung Dove Elbe auch zum Paddeln. Wer durch das Tal in Richtung Reinbek wandert erlebt nahezu unberührte Natur und nach einem Abstecher zum Reinbeker Schloss geht es mit der S-Bahn zurück nach Bergedorf. Wer noch nicht genug hat, folgt dem kleinen Flusslauf weiter in Richtung Osten, vorbei am Sachsenwaldbad, in Richtung Aumühle und den Wäldern, die noch heute der Familie Bismarck gehören. So gelangt man schließlich auch in den Sachsenwald, das mit fast 60 Quadratkilometern größte zusammenhängende Waldgebiet in Schleswig-Holstein.

Lost Places und viel Grün

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Die Pulverfabrik Düneberg ist ein echter Lost Place (Foto: Anarhea Stoffel)

Was die Bille andeutet, setzt sich unter anderem im Bergedorfer Gehölz fort: Bergedorf ist Grün und das zeigt sich an den kleinen und großen Wäldchen in und um den Bezirk. Das Bergedorfer Gehölz liegt dabei zwischen Bille und Villenviertel und ist die grüne Oase des Stadtteils. Wer jedoch etwas weiter fahren möchte, entdeckt neben viel grün, Natur und Landwirtschaft auch noch einen echten Lost Place. Knapp zehn Kilometer südöstlich der Bergedorfer Innenstadt liegt direkt an der Hamburger Stadtgrenze das Naturschutzgebiet Besenhorster Sandberge. Hier finden sich ähnlich wie in den Boberger Dünen alte Dünenlandschaften des nördlichen Ufers des Elbstromtals.

Doch neben den Dünen und dem Wald gibt es hier auch alte Ruinen voll bunter Graffiti-Kunst. Es sind die Reste eines ehemaligen Fabrikgeländes, das als solches kaum noch zu erkennen ist. 1876 gegründet produzierte die ehemalige Pulverfabrik im Ersten Weltkrieg vor allem Schwarzpulver. Nach einer erneuten Hochpasse der Produktion im Zweiten Weltkrieg wird die Anlage im April 1945 durch Bombenangriffe zerstört. Daraufhin werden die Anlagen erst abgebaut, dann gesprengt, später entseucht und sind seitdem vollständig der Natur überlassen. Heute sind die Ruinen ein beliebtes Ziel für Graffiti-Künstler:innen, Spaziergänger:innen und Reiter:innen. 

Das Bergedorfer Villenviertel

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Im Bergedorfer Villenviertel reiht sich ein prächtiges Haus an das nächste, darunter einige Baudenkmäler (Foto: Ulrich Pinkernell)

Zwischen Bille und Gojenberg ist Bergedorf besonders schön. Hier reiht sich ein Baudenkmal an das nächste. Das Bergedorfer Villenviertel entstand Ende des 19. Jahrhunderts, als der Bezirk als Luft- und Badekurort vor allem bei Familien aus Hamburg – Bergedorf war damals noch eigenständig und gehört erst seit 1937 zur Stadt Hamburg – beliebt war. Im Villenviertel gilt: Desto weiter man nach Norden geht, desto beeindruckender werden die Gebäude. Besonders rund um den Reinbeker Weg finden sich etliche Baudenkmäler, die Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurden. Dazu kommt das Luisen-Gymnasium Bergedorf, das vom Hamburger Architekten und Stadtplaner Fritz Schumacher Anfang der 1930er-Jahre erdacht und erreichtet wurde.

Die Sternwarte

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Die Sternwarte Bergedorf beherbergt eine der wohl schönsten Bibliotheken Hamburgs (Foto: UHH/Denstorf)

Im Süden des Villenviertels auf dem Gojenberg, liegt die von der Universität Hamburg betriebene Sternwarte. Eingeweiht im Jahr 1912, war die Sternwarte lange eines der bedeutendsten Observatorien Europas. Heute wird sie immer noch von der Universität Hamburg genutzt und Forschende blicken von hier aus, wenn auch häufig mit Hilfe anderer Teleskope in die Sterne. Neben den Forschungseinrichtungen verfügt die Sternwarte über eine der schönsten Bibliotheken der Stadt. Ein echter Geheimtipp für Studierende, die ohnehin in Bergedorf wohnen: Wohl nirgendwo lässt es sich besser und in schönerer Umgebung arbeiten als hier.

Doch damit nicht genug. Die Sternwarte strebt nach mehr. 2012 gab es den ersten Versuch, das Ensemble auf die sogenannte Tentativliste zu setzen. Auf dieser Liste stehen die Kulturdenkmäler und Schutzgebiete, für die eine Nominierung als UNESCO-Welterbe angestrebt wird. Bisher ist in Hamburg nur die Speicherstadt mit dem Kontorhausviertel UNESCO-Welterbe – und als Teil des Wattenmeers auch die Insel Neuwerk. Jetzt hat die Stadt Hamburg bei der Begründung, warum die Sternwarte UNESCO-Welterbe werden soll, nachgebessert und 2023 gibt es einen neuen Versucht. Dann soll die Sternwarte auf der Tentativliste und mit ein bisschen Glück als weltweit achte Sternwarte zum UNESCO-Welterbe werden.

Gedenkstätte KZ Neuengamme

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Das Klinkerwerk war zentraler Teil des ehemaligen KZ Neuengamme (Foto: Alexander Glaue)

Nur rund fünf Kilometer südlich der Sternwarte liegt ein Ort, der noch mehr Geschichte und Geschichten erzählt als die Teleskope auf dem Gojenberg. Das KZ Neuengamme war zur Zeit des NS-Regimes ein Arbeitslager der Nationalsozialisten. 1938 errichtet, war es zwischen 1940 und 1945 das zentrale Konzentrationslager Nordwestdeutschlands. Kurz vor Auflösung des Lagers waren hier 100.000 Häftlinge registriert. Heute ist das ehemalige KZ eine Gedenkstätte. Zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus wurde sie nach umfangreicher Renovierung im Mai 2005 neu eingeweiht. Die Gedenkstätte umfasst mit knapp 57 Hektar fast das komplette historische Lagergelände. Dabei wurden 17 Gebäude aus der Zeit des Konzentrationslagers erhalten und so ist die Gedenkstätte eine der größten in Deutschland. Der Eintritt zum Gelände und den zahlreichen Ausstellungen ist frei.


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Verlosung: Scooter auf der Trabrennbahn Bahrenfeld

Scooter ist eine Band, die man nicht unterschätzen sollte. Den Beweis treten sie am 27. August auf der Trabrennbahn Bahrenfeld an und SZENE HAMBURG verlost dazu 2 x 2 Gästelistenplätze

Es wäre ein Fehler, Scooter zu belächeln. Hinter ihren Songs steck mehr als „Hyper, Hyper“-Schreie und die Frage nach Fischpreisen. Die Formation um H. P. Baxxter mag für viele für einen banalen Wummer-Sound und noch banalere Texte stehen. Wer jedoch zwischen den Zeilen liest, entdeckt allerhand spannende Botschaften und erkennt überraschende Scooter-Inspirationen. Aber auch über die Texte hinaus kann man sich auch auf die Musik bestens einlassen. Einfach die Soundästhetik der Band mal wirken zu lassen, sorgt womöglich auch für das ein oder andere Glücksgefühl. Nicht ohne Grund hat die Band weltweit über 30 Millionen Tonträger verkauft. Jetzt kommen sie zu einem ihrer größten Konzerte des Jahres nach Hamburg auf die Trabrennbahn Bahrenfeld.

Scooter spielen am 27. August 2022 Open Air auf der Trabrennbahn Bahrenfeld um 19 Uhr.

SZENE HAMBURG verlost für das Konzert 2 x 2 Gästelistenplätze. Einfach eine E-Mail mit Name und Betreff „Scooter“ bis 24.8. an verlosung@szene-hamburg.com


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