(25.6.) Alle Farben-Open Air – Wir verlosen Tickets!

In einer sechs Stunden Session beschallt Frans Zimmer alias Alle Farben am 25.6. das MS Dockville Gelände. Wir setzen euch auf die Gästeliste

Im Nachtleben ist Frans Zimmer alias Alle Farben ja schon seit geraumer Zeit eine Marke – seine Sets im Rahmen der Kallias-Labelnächte füllen Dancefloors weltweit. Diesmal, zwischen Gigs in Neapel und Amsterdam, findet die Sause unter freiem Himmel auf dem MS Dockville-Gelände statt: Nach längst mehr als zehn Jahren Knöpfchendrehen, Remixes für unter anderem Parov Stelar, Daughter und Irie Révoltés und dem gefeierten Debüt „Synesthesia“ veröffentlicht der ausgesprochen hübsche Berliner mit „Music Is My Best Friend“ am 3. Juni sein zweites Album.

Deutlich persönlicher ist es ausgefallen, behandelt etwa die Schwierigkeiten, die ein Lifestyle aus dem Koffer fürs Privatleben mit sich bringt. Dass sein Sechs-Stunden-Set zur Introspektive gerät, muss man freilich nicht befürchten, denn Zimmer versteht sich nach wie vor auf alles, was seine Sets zu berauschenden Festen macht: federleichte Beats, Harmonien mit Direktzugriff auf den Hypothalamus und hübsche, Gemeinschaft stiftende Minimal-Lyrics – und grenzenlose Kondition: Nach Sonnenuntergang geht der Spaß auf der Aftershow-Party im Uebel & Gefährlich glatt weiter.

Text: Friedrich Reip

MS Dockville Gelände
Schlengendeich 12 (Wilhelmsburg)
25.6., 14 Uhr

SZENE HAMBURG verlost 2×2 Gästelistenplätze für das Open Air. Sendet eine E-Mail mit dem Betreff „Alle Farben“ bis zum 23.6. an nachtleben@vkfmi.de

(24.6.) Carl Craig live, Gruenspan, 24 Uhr

Achtung, Elektro-Prominenz im Gruenspan! Der Amerikaner Carl Craig hat Platz in seinem Terminkalender gefunden und kommt auf einen Besuch vorbei. Der einflussreiche Detroiter Techno-Produzent und –Musiker schraubt und frickelt seit Ende der 80er-Jahre und war 2008 sogar für einen Grammy nominiert. Aktuell hat er keine neue Platte oder Ähnliches vorzuweisen, aber mit seinen DJ-Sets ist er rund um die Welt unterwegs. Er hat sich längst einen Namen erspielt und erntet nur noch. Unterstützung bekommt der Techno-Meister heute Abend von Christopher Rau. Macht euch schon mal frisch! (DAK)

Gruenspan
Große Freiheit
24.6., 24 Uhr
Tickets: 12 Euro

(24.6.) ByteFM Tanzclub, Nach Tasyl, 21.30 Uhr

Es ist Freitagabend. Was macht man da am besten? Natürlich tanzen. Mit denen von ByteFM. Den unabhängigen Radiosender mit Zuhause im Bunker verschlägt es heute mal Richtung Innenstadt und aus ihrem sauber kuratierten Programm haben sie JAJA und M.RUX von YNFND Records auserkoren, uns live in Wallung zu bringen. Für die gesunde Portion Byte oben drauf sorgen Digital Norman und Yeşim. Lostanzen und gut! (AW)

Nachasyl
Alstertor 1
24.6., 21.30 Uhr

(24.6.) Charly Hübner liest Karen Duve, Schauspielhaus, 20 Uhr

Eine Vision, wie sie im Buche steht: Im Jahr 2013 regieren die Frauen das Land. Geduldete Ausnahme: Olaf Scholz als Bundeskanzler. Während Pillen uns die ewige Jugend bescheren, haben religöse Endzeitsekten Konjunktur. Logisch, bei so viel Staatsfeminismus gepaart mit Mega-Hitzewellen und Wirbelstürmen. In einer Hamburger Vorortkneipe treffen sich ehemalige Schulkameraden zum 50-jährigen Klassentreffen. Karen Duve erzählt in ihrem Roman “Macht” von einem ganz besonderen Szenario – und Schauspieler Charly Hübner liest im FAQ-Room 11 im Schauspielhaus daraus vor. (AW)

Deutsches Schauspielhaus
Kirchenallee 39
24.6., 20 Uhr

(23.6.) Premiere: „Der schwarze Nazi“, Abaton Kino, 20 Uhr

Da können selbst die Rechten in Sachsen einpacken: Sikumoya stammt aus dem Kongo. Jetzt lebt er aber im Freistaat, mag Goethe und trinkt am liebsten deutsches Bier. Seine Hautfarbe aber bleibt und deshalb spürt er die Ausgrenzung. Eines verhängnisvollen Tages prügeln ihn ein paar junge Nazis fast ins Grab. Für Sikumoya eine Wiedergeburt. Er überholt die sächsischen Nazis von rechts, wird zum Helden der Wutbürger und er entscheidet fortan, was hier eigentlich “deutsch” ist … Die schwarz-deutsche Farce von Tilman und Karl-Friedrich König feiert im Abaton Premiere – mit den Beteiligten als Gästen. (AW)

Abaton
Grindelhof, Ecke Allendeplatz
23.6., 20 Uhr

(23.6.) Ausstellungseröffnung: Soft Core, Galerie Conradi, 28 Uhr

Am 5. Mai gingen seltsame Dinge auf dem Rathausmarkt vor sich. Acht Herren in fleischfarbenen Uniformen, mit Helmen und langen Hundeleinen, marschierten auf, grenzten mit den Flexileinen Territorien ab und gaben den Passanten über Kopfhörer Anweisungen. Zahlreiche Zuschauer waren gekommen und viele ahnungslose Fußgänger waren vor Ort und wurden Teil der Performance von Alice Peragine, in der sie sich mit Strukturen öffentlicher Gewalt auseinandersetzte. Diese Arbeit führt sie jetzt in der Galerie Conradi fort. In der Schau „Soft Core“ zeigt sie nicht nur Elemente aus der Performance, zu denen die Uniformen aus schusssicherem Material gehören, sondern beschäftigt sich mit Schutzkleidung im Allgemeinen, mit Sicherheitstechniken, Kontrollsystemen und der Optimierung der physischen Möglichkeiten der Menschen.
Für Elena Winkel kreist „Soft Core“ um Performance-, Videokunst und andere mediale Positionen. Dass zeitgenössische Kunst immer stärker in diesen Medien stattfindet, hat Winkel in Ausstellungen und auf Biennalen beobachtet und auch, dass sie in Galerien nur selten ihren Platz finden. Dabei wandeln sich durch die Beschäftigung mit dem Internet und einem neuen Umgang mit Bildern und Repräsentationsformen zwangsläufig die Darstellungsweisen. (SD)

Galerie Conradi
Admiralitätsstraße 71
23.6., 18 Uhr bis 16.7.

Foto: Helge Mundt

(22.6.) Pop-up-Closing: AtemPause, Pop Up Grindelallee, 19 Uhr

Schluss mit der Pop-up-Galerie der Hamburg Kreativ Gesellschaft. Aber beim Abschied geht es ganz entspannt zu. Unter dem Titel „AtemPause“ gibt es Arbeiten von Simon Hehemann, Martin Bronsema, Käthe Busch, Carsten Uhlig und Friedericke Schulz, dazu kann man über eine Plastikblumenwiese wandern, auf einer Flokatiwolke durchatmen und bis zum 26. Juni gibt es Live-Zeichensessions, Massagen und eine Atemperformance. Heute aber wird erstmal relaxed die letzte Eröffnung gefeiert. (SD)

Pop-up-Galerie
Grindelallee 117
22.6., 19 Uhr

(22.6.) Stürmisches Wortpicknick, Planten un Blomen, 20.15 Uhr

Aufgepasst! Im Planten un Blomen “lauern Formulierungen hinter Hecken, stürzen Worte aus Rosenbeeten, klingen Töne durch die Gräser, plätschern Metaphern durch den lauschigen Abend”. So heißt es auf der Seite des Veranstalters. Und da sollte jeder schön aufpassen, dass er dieses Spektakel nicht verpasst. Wortpicknick heißt die literarisch-musikalische Veranstaltung und serviert uns mehrmals in den warmen Monaten “Leidenschaftliches aus dem Leben, Rauschaftes & Bildintensives, Gereimtes & Verschrobenes, Geschichten von Pubertisten, Skurriles aus der Welt der Nachbarschaft sowie melancholische und kraftvolle Lieder von Hamburger Songwriter-Entdeckungen”. Den Sommerauftakt des Wortpicknicks bestreiten am Mittwoch die Hamburger Krimiautoren Kerstin Signe Danielsson und Roman Voosen mit ihrem gemeinsamen Roman „In stürmischer Nacht“, musikalisch begleitet werden sie von David Huhn. Jetzt müsst ihr nur eure Sitzgelegenheit selbst mitbringen!

Musikpavillon
Planten und Blomen
22.6., 20.15 Uhr

Originalfoto: delawega/flickr.com

(21.6.) Comiclesungen, B-Movie, 20 Uhr

Das B-Movie bringt Comics und Graphic Novels nicht nur auf die Leinwand, sondern präsentiert sie auch “vertont”. Gelesen wird dabei aus frisch veröffentlichten Büchern oder Arbeiten, die noch “work in progress” sind. Zur ersten Ausgabe der Comiclesungen werden Paula Bulling aus Berlin, Max Baitinger aus Leipzig sowie Magdalena Kaszuba, Nacha Vollenweider und Moritz Wienert aus Hamburg erwartet, um ihre Werke live zu präsentieren.

B-Movie
Brigittenstraße 5
21.6., 20 Uhr

Illu: Paula Bulling

(21.6.) Bob Log III live, Hafenklang, 21.30 Uhr

Leicht, aber nur ganz leicht einen sitzen hat Bob Log III. Möchte man zumindest meinen, wenn man ihn während seiner Bühnenshow erlebt: Im Ganzkörperglitzerkostüm, mit Motorradhelm, E-Gitarre und Schlauchbot unterm Hintern kommt er da schon mal die Treppe herunter gesaust. Die One-Man-Band aus Tucson, Arizona schafft es bei all dem absurden Spektakel auch noch, einen ordentlich scheppernden Blues-Trash-Punk zu spielen und zu singen. Abgefahrener Auftritt, abgefahrener Typ. Und unterhaltsam wie Hulle. (EBH)

Hafenklang
Große Elbstraße 84
21.6., 21.30 Uhr
Ticket: 12 Euro