(26.3.) Kino: “Das Fenster zum Hof”, Metropolis, 17 Uhr

Hat Lars Thorwald seine Frau nun zerstückelt und im Koffer entsorgt oder nicht? Sein Nachbar Jeff zumindest erhebt die schweren Vorwürfe gegen ihn. Jeff ist eigentlich Fotojournalist, aber wegen eines Gipsbeins an den Rollstuhl gefesselt. Und da sitzt er nun zum Zeitvertreib und beobachtet die Bewohner im Haus gegenüber – darunter Thorwald, dessen bettlägerige Ehefrau plötzlich verschwunden ist. Die Polizei schenkt Jeffs Verdacht aber keinen Glauben und deshalb ermittelt er mit seiner Freundin Lisa und Pflegerin Stella auf eigene Faust. War es wirklich Mord? Die Antwort auf die Frage wissen wir schon seit 1954. Da kam der Hitchcock-Klassiker „Das Fenster zum Hof“ in die Kinos und Grace Kelly glänzte als Jeffs Freundin. Einen Klassiker wie diesen kann man aber immer wieder schauen – am Samstag im Metropolis zum Beispiel im englischen Original. (MAS)

Metropolis
Kleine Theaterstraße 10
26.3., 17 Uhr

Foto: John Irving/Flickr

(25.3.) Live: Reggaeville Easter Special 2016 mit Patrice, Fabrik, 20 Uhr

Die ganz großen Zeiten von Reggae, Ragga und Dancehall sind leider vorbei, einige Künstler aus der Hochphase Anfang bis Mitte der Nullerjahre aber immer noch da. Einer von ihnen ist Patrice (Foto), der Kölner Off-Beat-Star mit der Schmusestimme. Beim „Reggaeville Easter Special 2016“ ist er logischerweise der Haupt-Act, unterstützt von Reggae-Nachwuchs Iba Mahr und – vor und nach den Sets der beiden – Silly Walks, einer weiteren gebliebenen Größe aus der besten Phase des Genres. (EBH)

Fabrik
Barnerstraße 36
25.3., 20 Uhr

Foto: Joy Ceilg

(25.3.) Nachtleben: Sinnbus Nacht, Häkken, 21 Uhr

Nach einer Reihe von (noch mit Kompagnons produzierten) EPs bringt Antonio de Spirt alias La Boum Fatale mit „Holygram“ nun sein Langspieldebüt auf dem Bodi-Bill-Label Sinnbus in Startposition. Eine Reihe von Tracks kursieren bereits seit einiger Zeit durchs Netz und machen mit präzisem Sound und dichter Atmosphäre schon gewaltig Lust auf mehr. Zart elektropoppender Support kommt von Lokalhelden KiRRiN iSLAND, ehe Thomallas (bekannt aus der Live-Band von The/Das) und Candy die Saalbeschallung übernehmen. (FR)

Häkken
Spielbudenplatz 21
25.3., 21 Uhr

(24.3.) Kino: Gefahrengebiete & andere Hamburgensien, Metropolis, 21.15 Uhr

Doku über Hamburger Demos

Nix mit Stille Nacht: Vor Weihnachten 2013 war die Stimmung in Hamburg aufgeheizt, es gab Auseinandersetzungen um die Rote Flora, um das Bleiberecht der Lampedusa-Flüchtlinge und um die Rettung der Esso-Häuser. Die Polizei erklärte daraufhin im Januar 2014 die Stadtteile St. Pauli, Sternschanze und große Bereiche Altonas zum „Gefahrengebiet“. Eine Maßnahme, die hoch umstritten war und zu weiteren bunten Protesten führte. Rasmus Gerlach hat die Demonstrationen mit seiner Kamera begleitet und die Auseinandersetzungen in einem 74-minütigen Film dokumentiert. Bei der Vorführung ist der Regisseur anwesend. (MAS)

Metropolis Kino
Kleine Theaterstraße 10
24.3., 21.15 Uhr

(24.3.) Party: 6 Jahre No F**ing Day Can Destroy My Love, Fundbureau, 23 Uhr

For the love of House haben sich um die Jahrzehnt-Wende eine handvoll junger Enthusiasten der elektronischen Musik zusammengetan, um ihre Liebe ganz öffentlich zu teilen. Mit allen. Des Nächtens. Im Club. Die Partyreihe „No F**ing Day Can Destroy My Love“ war geboren und ist bis heute quicklebendig. Zum Sechsjährigen feiern die Liebhaber deshalb auch mit einem üppigen Line-Up von Deo und Z-Man über Sutsche sowie Robert und Maes. Sie selbst dürfen als Residents natürlich auch nicht fehlen und beweisen: Am Ende siegt immer die Liebe! (AW)

Fundbureau
Stresemannstr. 114
24.3., 23 Uhr

(23.3.) Live: Vimes, Häkken, 21 Uhr

Es war eine Frage der Zeit – und die drängte langsam. Azhar und Julian, die Freunde hinter Vimes, haben endlich ihr Debütalbum fertig. „Nights in Limbo“ heißt es und ist seit Mitte Februar auf dem Markt. Für die Kölner folgt jetzt der freudige Next Step: Das Album will live präsentiert werden und das natürlich auch in Hamburg. Es erwartet uns ein Mix aus elektronischem bis absraktem Pop, detailverliebt arrangiertem Listening-Techno und dezentem House – mal experimentell, mal zugänglich. „Nights in Limbo“ lebt von der atmosphärischen Stimmung und Azhars elegant-geheimnisvollem Gesang. Und Vimes leben davon, dass ihr mit ihnen am Mittwoch im Häkken mitschwelgt. (AW)

Häkken
Spielbudenplatz 21
23.3., 21 Uhr
Ticket: 13,60 Euro

(22.3.) Nachtleben: Beem live, Fabrique im Gängeviertel, 21 Uhr

Das Gängeviertel hat sein Exil verlassen, die Pudel-Partys ihr neues gefunden. Die Skweee-Nacht feiert am Dienstag in der frisch wiedereröffneten Fabrique. Skweee – für alle, die es nicht kennen – ist ein Genre der elektronischen Musik, das Synth-Loops, Bass-Lines mit Funk, R’n’B oder Soul vereint. Entstanden ist der Stil in Schweden und Finnland, wo auch die Stars des Abends herkommen. Die bärtigen Schweden Fredrik Mjelle und Peder Fjällström alias Beem spielen sich mit üppigen Harmonien, aufreizenden Synth‐Hooklines und mechanischen Funk‐Grooves in unser Ohr. 2013 wurden Beem im Pudel schon einmal vom Publikum gefeiert. Jetzt soll das wiederholt werden – im Übergangs-Zuhause. Die Resident DJs Andi Otto und Digital Norman sind außerdem am Start. (AW)

Fabrique
Valentinskamp 34a (Zugang von der Speckstraße)
22.3., 21 Uhr

(22.3.) Theater: Yasmina Rhezas’ “Kunst”, St. Pauli Theater, 19.30 Uhr

Yasmina Rhezas Stück „Kunst“ dreht sich um das „Nichts“: Serge (Stephan Schad) hat ein Bild gekauft: 1,60 x 1,20 Meter weiße Fläche mit kleinen weißen Streifen. Sein Freund Marc (Peter Jordan) hält Serge für einen Snob, weil er für „diese Scheiße“, wie er es nennt, so viel Geld ausgegeben hat. Der dritte im Bunde, Yvan (Hans Löw) will heiraten und ist mit den Vorbereitungen beschäftigt. Jetzt soll der von Natur aus Konfliktscheue im Kunststreit den Schiedsrichter spielen. Boshafte Pointen und begnadete Schauspieler machen diese Zerreißprobe dreier Freunde zu einem Erfolgsstück. (HB)

St. Pauli Theater
Spielbudenplatz 29 – 30
22.3., 19.30 Uhr

Foto: Christian Enger

(21.3.) Theater: Soulkitchen, Ohnsorg Theater, 19.30 Uhr

Der Kultfilm auf Plattdeutsch

Fatih Akins gleichnamiger Kinofilm von 2009 ist eine Liebeserklärung an Hamburg. Und ein moderner Heimatfilm, über den er sagt: „Es geht um den Kampf für die Heimat als einen Ort, den es in einer zunehmend unberechenbaren Welt zu schützen gilt.“ Dieser Ort ist das Restaurant von Sino, in dem sich die Wege seiner Freunde und Familie immer wieder kreuzen, ein Ort, wo Liebe, Loyalität und Verrat nah beieinanderliegen. Doch sowohl im Restaurant als auch in Sinos Leben herrscht Flaute. Seine Freundin geht nach Shanghai und sein vorbestrafter Bruder bittet ihn um einen Job. Zudem erleidet Sino einen Bandscheibenvorfall. Als ein Immobilienhai ihm das Restaurant abluchsen will, um dieses abzureißen und das Grundstück teuer zu verkaufen, gerät Sino in einen Strudel aus Ereignissen. Das Ohnsorg Theater inszeniert die Geschichte in einer plattdeutschen Version mit der Soulsängerin Love Newkirk und ihrer Band. (HB)

Ohnsorg Theater
Hachmannplatz
21.3., 19.30 Uhr

(21.3.) Theater: Funny Girl, Schauspielhaus, 19 Uhr

Zwischen Glaube und Freiheit

Ein weiblicher Comedy Star in einer Burka auf der Bühne. Das ist die junge Azime, aufgewachsen im modernen London und geprägt durch ihre gläubige, kurdische Familie – ein Spagat zwischen Islam und Säkularismus, Kopftuch und bauchfreiem Oberteil. Ihren eigenen Weg findet sie erst, als in der Londoner U-Bahn Terroristen Bomben zünden: Gegen das Drängen ihrer Mutter, sie solle möglichst schnell heiraten, stellt sich Azime auf die Bühne. Sie hat eine Mission: „Ich will euch zeigen, dass sogar Fatwa und Terrorismus und religiöser Extremismus ihre lustigen Seiten haben.“ Natürlich stößt Azime in ihrem Kampf gegen Vorurteile und für Selbstbestimmung auf Widerstand, und das nicht nur vom Moloch im Internet, sondern auch von der eigenen Familie. Eine Geschichte, die prädestiniert ist, alle gängigen Klischees und Themen der islamischen Kultur aufzugreifen: Ehrenmord, Terrorismus und die Rolle der Frau. (HB)

Junges Schauspielhaus
Kirchenallee 39
21.3., 29 Uhr

Foto: Sinje Hasheider