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All you need is Love – das Beatles-Musical

Von den Anfängen bis zum Ende: Die wilde Geschichte der Beatles kommt als Musical auf die Bühne des St. Pauli Theater. Eine Zeitreise durch all die Songs, die Musikgeschichte geschrieben haben

Text: Hedda Bültmann 

„All you need ist love“ – der Beatles Song aus dem Jahr 1967 bringt es, gerade in diesen Zeiten, auf den Punkt. Jetzt kommt das gleichnamige Beatles-Musical nach Hamburg und feiert am 9. Juni 2022 im St. Pauli Theater Premiere. In zwei Akten wird die musikalische Biografie der Pilzköpfe erzählt – von den Anfängen und ihrer Hamburg-Zeit im legendären Star-Club auf St. Pauli bis zum letzten gemeinsamen Auftritt auf dem Dach eines Londoner Bürogebäudes. Von „I want to hold your hand“, die erste Nummer 1 in den US-Charts bis zum Album “Sgt. Pepper’s Lonley Hearts Club Band“, das die Musikgeschichte nachhaltig prägte. 

Den Vibe der Zeit getroffen

Das Musical ist ein Mix aus rund 30 Beatles-Songs, Original-Videosequenzen und einem Exkurs durch die wichtigsten Karriere-Stationen. Auf der Bühne stehen mit den renommierten Musikern der Original-Revival-Band „Twist and Shout“ aus Las Vegas Jahrzehnte lange Show-Erfahrung. Sie kommen dem Original musikalisch, stimmlich und auch vom Vibe sehr nahe. Und sie bringen eine vergangene, aber unvergessliche Zeit wieder zurück auf die Bühne. 

„All you need is Love“, vom 9. Juni bis 31. Juli 2022 im St. Pauli Theater (Voraufführungen am, 7. und 8. Juni)

Hier ein kleiner Vorgeschmack:


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Vakil-Mai: „Ich kann einfach nicht weggucken“

Tagein, tagaus wirbeln knapp zwei Millionen Menschen durch Hamburg. Begleitet von hvv switch fischen wir sie für einen Moment aus ihrem Alltag und lauschen ihren Geschichten. Diese Woche sind wir Vakil-Mai begegnet.

Protokoll: Kevin Goonewardena

 

„Ich bin ein Kriegskind, Themen wie Menschen, Umwelt und Krieg haben mich immer zutiefst berührt. Meine Welt hatte nie etwas mit Vertrauen zu tun. Ich hatte immer das Gefühl, ich sei daran mit Schuld. Es hat sehr lange gedauert, bis ich gelernt habe, mit diesem Thema und diesen Fragen anders umzugehen. Besonders an Tagen wie dem 9. November merke ich immer wieder, wie sehr mich die Geschichte berührt. Auch deswegen zieht sich dieser Blick nach links und rechts und das politische Engagement wie ein roter Faden durch mein Leben. Ich kann einfach nicht weggucken und weghören.

 

Millionen Bilder im Kopf

 

Ich bin blind, wodurch mir die visuelle Welt doch überwiegend verschlossen ist, und die akustische Welt ist oft nicht einfach. Es ist alles sehr laut und gerät durcheinander. Seit gut 20 Jahren habe ich nun eine sogenannte Makuladegeneration. Bei mir löst sich die Netzhaut von innen nach außen. Ich kann nur noch Punkte abscannen, wenn sich etwas nicht bewegt, je nach Lichteinfall oder wenn etwas kontrastreich ist, kann ich ein bisschen mehr wahrnehmen. Aber ich kann nichts identifizieren. Die Millionen Bilder, die ich im Kopf habe, helfen mir, mir eine Vorstellung von dem zu machen, was ich nicht sehe. Darüber hinaus versuche ich auch am Ball zu bleiben, so gut es geht, ich bin bis vor Corona beispielsweise in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv gewesen und ich habe viel Kontakt mit Leuten von Fridays for Future, mit Hanseatic Help, teile gerne mein Netzwerk und gebe Erfahrungen weiter.

 

„Als Einzelhandelskauffrau war ich kreuzunglücklich“

 

Nach der Schule habe ich eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau gemacht. Damals in den 1960er-Jahren war es noch üblich, einen Beruf zu lernen und den dann bis zur Pensionierung durchzuziehen. Als Einzelhandelskauffrau war ich kreuzunglücklich. Ich habe mich parallel immer engagiert und zum Beispiel mit anderen das Kinderhaus Heinrichstraße aufgebaut. Irgendwann hat mich eine Freundin gefragt: ‚Warum arbeitest du eigentlich im Büro? Das ist doch gar nicht dein Ding, wieso gehst du nicht in Richtung Kinder und Jugendliche?‘ Das war der Anstoß, überhaupt erstmal in eine andere Richtung zu denken. Ich habe dann als ihre Kollegin völlig ungelernt in den Alsterdorfer Anstalten angefangen. Später habe ich als Heilerziehungspflegerin in der Psychiatrie gearbeitet.

 

Nepal und Nicaragua

 

1985 hat es mich dann weggezogen aus Deutschland. Ich habe meinen Besitz verschenkt und bin nach Nepal, um dort zu arbeiten. In diesem Moment hatte ich immer das Bild einer Schale vor Augen gefüllt mit allem, was meine westliche Kultur ausmacht. Bevor ich mich auf fremde Kulturen einlasse, bin ich in ein Kloster gegangen und habe diese Schale in meinem Kopf geleert. Erst dann war ich in der Lage, die neue Kultur zu verstehen. Nach einem halben Jahr bin ich zurück nach Hamburg und habe mich hier einer Gruppe aus Leuten aus Nicaragua angeschlossen. Weil ich unglaublich viel Lust auf Arbeit hatte, war innerhalb von zwei Monaten klar: Ich gehe nach Nicaragua und habe mich so 1986 einer sogenannten Brigade angeschlossen. Mein politisches Engagement hat mir geholfen, so zu arbeiten, wie ich es mir vorstellte. Das habe ich nicht immer tun können.“


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Hier findet ihr schöne Weihnachtsgeschenke

Jedes Jahr die selbe Frage: Was verschenkt man zu Weihnachten? In den folgenden zehn Stores wird man auf jeden Fall fündig – egal ob für den Freund, die Tante oder den Postboten

Text: Isabel Rauhut & Felix Willeke

 

B-Lage

 

In der B-Lage gibt es Mode, Accessoires, Design- und Geschenkartikel (Foto: Parker Burchfield/unsplash)

In der B-Lage gibt es Mode, Accessoires, Design- und Geschenkartikel (Foto: Parker Burchfield/unsplash)

Die B-Lage ist ein Collective Design Store mit Pop Up Fläche im Herzen des Hamburger Schanzenviertels. Der Laden ist eine zentrale Anlaufstelle für die Akteure der lebendigen Start-up-Szene, junge Unternehmen haben hier die Möglichkeit, ihre Produkte und Ideen einer interessierten Zielgruppe vorzustellen und den eigenen Bekanntheitsgrad sowie Marktwert zu steigern. Das Sortiment besteht aus schönen Modestücken und Accessoires sowie Design- und Geschenkartikeln. In der B-LAGE wurden die Produkte ums Franzbrötchen geboren: Neben Socken und Shirts mit Franzbrötchen-Patches gibt es hier Kerzen mit Franzbrötchenduft. Das duftet fein unterm Weihnachtsbaum!

B-Lage, Kampstraße 11, Mo, Mi–Sa 12–18 Uhr

 

Buchhandlung am Mühlenkamp

 

Die Buchhandlung am Mühlenkamp ist ein Spezialist für amerikanische Literatur (Foto: Rosa Krohn)

Die Buchhandlung am Mühlenkamp ist ein Spezialist für amerikanische Literatur (Foto: Rosa Krohn)

„Es wird immer Menschen geben, die Bücher lieben“, sagt der Mitinhaber der Buchhandlung am Mühlenkamp im Interview mit SZENE HAMBURG. Und er hat recht, trotz E-Book und Co. kommt das Buch nicht aus der Mode und erst recht nicht zu Weihnachten. In Hamburg gibt es viele inhabergeführte Buchhandlungen. Hier ist die Beratung super, die Auswahl riesig und es lässt sich noch richtig schön stöbern.

PS: In der Buchhandlung am Mühlenkamp werden neben Büchern am Tresen auch noch Schätze in Vinyl verkauft, denn Mitinhaber Jörg Bauer ist ein großer Blues-Fan.

Buchhandlung am Mühlenkamp, Mühlenkamp 39, Mo–Fr 10–19, Sa 10–18 Uhr

 

Faire Fritzi

 

Bei Fair Fritzi geht es fair und nachhaltig zu (Foto: Laura Lück)

Bei Fair Fritzi geht es fair und nachhaltig zu (Foto: Laura Lück)

Fair ist im Trend und Kathi und Heike haben es gemerkt, könnte man sagen. Aber Faire Fritzi ist mehr als ein Store mit fair produzierten Lieblingsprodukten von Mode bis Interior. Seit Anfang 2020 gibt es den kleinen Laden in Eimsbüttel und mittlerweile ist dieser mit seiner großen Stammkundschaft schon ein echter Nachbarschaftstreff. Bald sollen auch Events für die Fritzi-Community dazu kommen. Doch erst einmal heißt es: hingehen, entdecken und verzaubern lassen.

Faire Fritzi, Osterstraße 136, Mo–Sa 11–18 Uhr

 

Men’s Needs

 

Regional, nachhaltig und von Männern für Männer, das ist Men’s Needs (Foto: Men’s Needs)

Regional, nachhaltig und von Männern für Männer, das ist Men’s Needs (Foto: Men’s Needs)

Lifestyle, Genuss und Gemeinschaft, Men’s Needs präsentiert ein Sortiment aus regional und nachhaltig produzierten Waren und Unikaten. Weine und Spirituosen, Bar- und Küchenzubehör, Feinkost, Zigarren, Textilien, Lederwaren, Accessoires, Lautsprecher und Kopfhörer, Bart- und Körperpflegeprodukte bis hin zu Spielzeugen, Möbeln und Interieur bilden das Sortiment. In gemütlicher Lounge-Atmosphäre bei Kaffee, Bier oder Glühwein können hier Weihnachtsgeschenke geshoppt werden.

Men’s Needs, Valentinskamp 18, Mo–Fr 10–19, Sa 10–16 Uhr

 

Matter – Urban Market

 

Matter ist ein Urban Market, wie er im Buche steht, hier findet sich fast alles (Foto: matter urban market)

Matter ist ein Urban Market, wie er im Buche steht, hier findet sich fast alles (Foto: matter urban market)

Seit Oktober 2020 ist in der Schlankreye ein toller Store beheimatet: Im „Matter – Urban Market“ findet man auf 230 Quadratmetern ein vielfältiges Sortiment aus Mode, Sneakern und Lifestyle, Papierwaren und Wohnaccessoires, Food, Spirituosen und Kunst. Ein integriertes Café sorgt für eine schöne Portion Gemütlichkeit und macht das Shopping-Erlebnis rund um schön.

Matter – Urban Market, Schlankreye 71, Mo–Fr 11–19, Sa 11–17 Uhr

 

Nostalgie Shop

 

Bei Jürgen Schewior gibt es das Beste aus drei Jahrzehnten und jetzt auch österreichischen Rockabilly-Wein (Foto: Rosa Krohn)

Bei Jürgen Schewior gibt es das Beste aus drei Jahrzehnten und jetzt auch österreichischen Rockabilly-Wein (Foto: Rosa Krohn)

Rock ’n’ Roll ist ein Lebensgefühl und der Nostalgie-Shop in Hamburg-Dulsberg ist der perfekte Ort für die Liebhaber der 1940er-, 50er- und 60er-Jahre. Hier findet sich alles, was das nostalgische Herz begehrt: Antiquarische Möbelstücke und vor allem neu produzierte Mode im Stil der Zeit. Darunter Collegejacken aus echtem Leder, die gute alte Blue Jeans und elegant geschnittene Kleider im Stil der Swinging Sixties. Natürlich gibt’s auch Platten mit den guten alten Klassikern.

Nostalgie Shop, Dithmarscher Straße 46, Di–Fr 15–19, Sa 11–15 Uhr

 

Oak Store

 

Bei Oak gibt’s aktuelle Mode von Sneakern bis zum Blouson (Foto: Malte Helmhold/unsplash)

Bei Oak gibt’s aktuelle Mode von Sneakern bis zum Blouson (Foto: Malte Helmhold/unsplash)

Sneaker und  sind im Trend?! Wer das noch nicht mitbekommen hat, für den ist es höchste Zeit, sich bei Oak umzusehen – und erst recht, wenn in der Familie die News auch noch nicht durchgedrungen ist. Denn Oak hat alles: Von internationalen Marken wie Carhartt bis zu fairer Kleidung wie den Schuhe von Veja. Strores gibt es in Ottensen und in Eimsbüttel, also auf geht’s.

Oak Store, Bahrenfelder Straße 130 & Osterstraße 175, Mo–Fr 11–20, Sa 10–19 Uhr

 

Porzellanfräulein

 

Im Porzellanfräulein kann Porzellan ganz individuell gestaltet werden (Foto: Andreas Sibler)

Im Porzellanfräulein kann Porzellan ganz individuell gestaltet werden (Foto: Andreas Sibler)

Do it yourself ist im Trend und selbst gemachte Geschenke sind doch bekanntlich auch die schönsten. Genau deswegen lohnt sich ein Besuch beim Porzellanfräulein. Hinter diesem Laden versteckt sich ein besonderes Konzept: Kunden können ihre Keramiktassen, -teller und Co. selbst bemalen. Die Porzellanfräuleins glasieren und brennen die fertig bemalten Keramiken anschließend und nach nur einer Woche sind die Kunstwerke abholbereit. Also gibt’s in diesem Jahr eine neue Salatschüssel für Papa und eine Vase für Mama.

Porzellanfraeulein, Preystraße 8, Mi 14–19, Do 10–19, Fr 14–19, Sa–So 11–18 Uhr; Donnerstags sind Terminabsprachen bis 22 Uhr möglich

 

 

Werte Freunde

 

Nachhaltige Geschenke gibt’s bei Werte Freunde (Foto: Lena Scherer, Hamburg)

Nachhaltige Geschenke gibt’s bei Werte Freunde (Foto: Lena Scherer, Hamburg)

In der Nähe des Rödingsmarktes gibt es eine große Auswahl an Naturkosmetik und Eco Fashion. Werte Freunde legt nicht nur Wert auf die Kundschaft, sondern Janine Werth bietet in ihrem Geschäft auch exklusive Kosmetikbehandlungen wie auch Workshops und Events an, bei denen sich alles um den grünen Lifestyle dreht. Ansonsten gibt es auf 350 Quadratmetern Mode von über 70 Marken wie Armedangels, Jan ’n June oder People Tree. Dazu kommen Naturkosmetikprodukte von Dr. Hauschka oder Tata Harper.

Werte Freunde, Großer Burstah 42, Mo–Fr 11–19, Sa 11–18 Uhr

 

Zardoz Records

 

Musikauswahl at it’s best bei Zardoz Records (Foto: Noemi Smethurst)

Musikauswahl at it’s best bei Zardoz Records (Foto: Noemi Smethurst)

Dieser Laden hat Geschichte: Seit über 30 Jahren ist Zardoz Records einer der führenden Hamburger Platten-Vollsortimentern. Sie bieten nahezu jede musikalische Richtung: von gängigem Mainstream bis zu total einmalig. 2018 sind sie in die Martktraße 55 umgezogen und haben sich noch einmal komplett neu sortiert. Geblieben sind dabei aber die weiterhin große Auswahl und die exzellente Beratung. Es ist also egal, ob es die alte Led Zeppelin-Platte für die Mutter oder das neue Album von Adele für den Sohn sein soll, hier findet man alles.

Zardoz Records, Marktstraße 55, Mo–Fr 12–18, Sa 11–18 Uhr


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