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Monte Verità – Der Rausch der Freiheit

„Monte Verità“, ein Film über alternative Lebensformen, der auf einer wahren Begebenheit beruht

Text: Larissa Ceccio

 

Der Film „Monte Verità – Der Rausch der Freiheit“ des Schweizer Regisseurs Stefan Jäger erzählt die reale Geschichte jener „Aussteigergemeinschaft“, die sich im Jahr 1906 in einem die auf dem Monte Verità real zugetragen hat. Die Mitglieder dort lebten in einer veganen, nudistischen und basisdemokratischen Gesellschaft – frei von Etikette, dafür in „grenzenloser“ Liebe. Jäger verzichtet darauf, ein faktenbasiertes Abbild zu kreieren, sondern porträtiert – wie seine Protagonistin als Fotografin – die befreienden Erfahrungen der Menschen, die hinter dem Mythos stecken.

 

Mit dem Psychoanalytiker zur alternativen Lebensgemeinschaft

 

Alternative Lebensformen am Monte Verità (Foto: DCM)

Alternative Lebensformen am Monte Verità (Foto: DCM)

Hanna (Maresi Riegner) ist eine Frau, die sich in ihrer unglücklichen Ehe mit Ehemann Anton (Philipp Hauß) selbst geißelt. Geplagt von Atemnot versucht sie, ihren Pflichten als Ehefrau und Mutter nachzukommen. Ihr tyrannischer Mann schickt sie aufgrund einer von ihm diagnostizierten „genitalen Neurose“ zu verschiedenen Ärzten. Nach vielen erfolglosen Behandlungen landet Hanna bei dem Psychoanalytiker Dr. Otto Gross (Max Hubacher). Als sich die Lage zu Hause zuspitzt, begleitet sie ihn zum Monte Verità. Was Hanna vor Ort erwartet, verschlägt ihr auf andere Art und Weise den Atem: Statt in einer klassischen Heilanstalt findet sie sich in einer alternativen Lebensgemeinschaft wieder. Nach anfänglichen Hemmungen erkennt sie, wie befreiend ihr neues Leben für sie ist. Nach und nach fängt sie an – allen Kritikern zum Trotz – ihrer Begabung als Fotografin nachzugehen.

 

Ein fortschrittlicher und emanzipierter Film

 

Noch immer kämpfen Frauen darum, in der Kunst- und Filmwelt gleichberechtigt wahrgenommen zu werden. „Monte Verità“ ist ein fortschrittlicher und emanzipierter Film, der vor allem die weiblichen Protagonistinnen in den Vordergrund stellt. Leider bleibt der titelgebende Rausch größtenteils aus. Metaphern, die die Handlung unterstreichen sollen, überlagern das Geschehen und der Erzählstrang wirkt eher konventionell statt befreit. Ein Film, der sein Potenzial nicht ausschöpft, zu Teilen zu seicht erzählt wird, aber dennoch bewegt.

„Monte Verità“, Regie: Stefan Jäger. Mit Maresi Riegner, Hannah Herzsprung, Max Hubacher. 110 Min. Ab dem 16. Dezember im Kino

Hier gibt‘s der Trailer zu „Monte Verità“:


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