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ART OFF Hamburg: Rundgang OST

Der ART OFF Kultursommer beginnt mit Kunst-Spaziergängen im Hamburger Osten. Kunstwege verbinden zahlreiche Veranstaltungen, die im Umfeld der teilnehmenden Kunsträume und im Freien stattfinden. Sie führen durch Wandsbek, St. Georg, Rothenburgsort und Hammerbrook

Text: Isabel Rauhut
Fotos: Andreas Hornoff

 

Kunstaktionen in Eilbek, St. Georg, Münzviertel, Hammerbrook und Rothenburgsort bilden den Inhalt eines Kunstweges, den man sich selbst zusammenstellen kann. Der Kunstweg OST, der vom 30. Juli bis 1. August abzuspazieren ist, führt zum Schimmelmann-Mausoleum und zu mehr als 40 Ausstellungen, Aktionen und Schaufensterperformances. Von künstlerischen Spurensicherungen wird zu Art & Crime-Führungen flankiert.

In der Akademie der Künste wird der Einstellungsraum aus Wandsbek sein 20-jähriges Jubiläum feiern, in der Fabrik der Künste ist der Berufsverband Bildender Künstler mit seinen „Positionen“ zu Gast. Und wer sich beim Gehen begleiten lassen möchte, kann dies mit dem gleichnamigen Podcast der noroomgallery tun.

 

Hier ein paar Impressionen des Walks:

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ART OFF Walks: Wege zur Kunst

Im Hamburger Kultursommer – und darüber hinaus – führt die Initiative ART OFF mit „Wir sind hier“ zu spannenden Kunstorten, zu Ausstellungen, Performances und Aktionen

Text: Sabine Danek

 

Von Ost nach West, bis in die Nähe des Sachsenwalds, nach Bergedorf und über die Reeperbahn wieder zurück: Mit ART OFF, der Initiative von 20 unabhängigen Ausstellungsorten der Stadt, kann man durch den Hamburger Kultursommer flanieren. Und zwar zu Kunstorten, die abseits der etablierten Museen und Ausstellungshäuser liegen – und die seit Jahren gemeinsam für ihre Sichtbarkeit kämpfen.

Was OFF-Orte wie die Gängeviertel-Galerien, das Westwerk, Oel-Frueh, die noroomgallery, das Frappant und die ganzen anderen Hamburger Kunst-Places to be ausmacht, was sie zu bieten haben und auf was für eine vielfältige Weise sie miteinander vernetzt sind, das zeigen die ART OFF Rundgänge, die den Kultursommer bis in den September hinein feiern: Mit drei verschiedenen Art Walks und zwei Ausflügen an den Rand der Stadt, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, auf jeden Fall aber in Bewegung.

 

Ausstellungen und Aktionen


All das startet mit dem Kunstweg OST (30.7.–1.8.), der zum Schimmelmann-Mausoleum und zu mehr als 20 Ausstellungen, Aktionen und Schaufensterperformances führt und von künstlerischen Spurensicherungen und von Art & Crime-Führungen flankiert wird. In der Akademie der Künste wird der Einstellungsraum aus Wandsbek sein 20-jähriges Jubiläum feiern, in der Fabrik der Künste ist der Berufsverband Bildender Künstler mit seinen „Positionen“ zu Gast. Und wer sich beim Gehen begleiten lassen möchte, kann dies mit dem gleichnamigen Podcast der noroomgallery tun.

Auch beim MITTE WALK (13.–15.8.), der vom Karoviertel aus zu Performances und Konzerten in Planten und Blomen führt, ins Gängeviertel und zum Wasser an dem das Westwerk liegt.
Überall weisen leuchtende gelbe ART OFF-Flaggen den Weg, es gibt eine interaktive Karte, Flyer, geführte Touren und ein Infomobil und immer ist der legendäre Kunst-Imbiss dabei – und hält auch bei den beiden Ausflügen an den Rand der Stadt Kunst für unterwegs bereit.

 

„Wir sind hier“

 

Der erste Ausflug bringt einen in die Nähe des Sachsenwalds zum Künstlerhaus Bergedorf (21.–22.8.), der andere ins Künstlerhaus Sootbörn (28.–29.8.) in Niendorf. Anfang September schließlich klingt der ART OFF Kultursommer mit dem Art Walk WEST (4.–5.9.) aus, der durch St. Pauli, Altona, Bahrenfeld und Ottensen führt, zum 8. Salon, dem Frappant und der Frise, durch die Große Bergstraße und die Reeperbahn, zu Ausstellungen und Aktionen – und zum Finale dessen genaues Programm noch bekannt gegeben wird.

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„If you love for“ für die Wendenstraße

So mitreißend und spannend das alles ist, heißt das ART OFF-Programm nicht ohne Grund „Wir sind hier“. Denn natürlich ist es auch eine Reaktion der erzwungenen Unsichtbarkeit der Künstlerinnen und Künstler und ihrer Arbeit während der Pandemie, und ihrem ökonomischem Desaster, das Covid-19 noch verstärkt – und erneut ans Licht gebracht hat. Das reicht von den Schwierigkeiten in die Künstlersozialkasse aufgenommen zu werden, zu Kunstförderungen, die gerade an diese Mitgliedschaft gebunden sind, von den Corona-Hilfen von Land und Bund, die viele Künstlerinnen und Künstler gar nicht erreicht haben zu der fehlenden Honorierung künstlerischer Arbeit und das auch von renommierten Museen. Dem allen stemmen sich die mehr als 400 Kulturschaffenden, Künstlerinnen und Künstler mit dem umfassenden Programm von „Wir sind hier“ entgegen. Und wie immer bei ART OFF ist der Eintritt frei!

ART OFF Kultursommer „Wir sind hier“: 30. Juli – 5. September


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