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Hamburger Dachtage: Ein Blick nach oben

Vom 16. bis 18. September geht es auf’s Dach. Die Hamburger Dachtage wollen zeigen, was auf Hamburgs Dächern möglich ist und bietet mit Expeditionen und einer Schnitzeljagd die Möglichkeit den Dachraum zu erkunden

Text: Felix Willeke

 

Hamburg hat fast zwei Millionen Einwohner:innen und egal wo man sich bewegt, man ist umgeben von Häusern. Egal ob Büro, Wohnung oder Restaurant, fast immer hat man in der Stadt ein Haus im Blick. Doch wie sieht es eigentlich oben drauf aus? Die Dächer der Häuser sind den meisten völlig unbekannt – außer man hat Hamburg einmal von oben gesehen. Genau das wollen die Hamburger Dachtage vom 16. bis 18. September 2022 ändern. Auf 15 Dächern zeigen sie , auf Initiative von obenstadt in Zusammenarbeit mit der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), welche Möglichkeiten dieser unbekannte Raum bietet.

Hamburger Dachtage: Expeditionen, Schnitzeljagd und Party

Zum Auftakt laden die Hamburger Dachtage am 16. September ab 18 Uhr auf das Hauptdach ein. Auf dem Dach des ehemaligen Karstadt Sport Gebäudes in der Mönckebergstraße – das zur Zeit kreativ zwischengenutzt wird – eröffnet gleichzeitig eine Ausstellung über multifunktionale Dachnutzung in Hamburg. Während der Dachtage gibt es darüber hinaus eine Schnitzeljagd über Hamburgs Dächer (Start am 16. September auf dem Hauptdach) und verschiedene Expedition zu Themen wie „Die essbare Stadt“, Photovoltaik auf den Dächern sowie Dachbegrünung. Und natürlich kommt auch das Tanzen nicht zu kurz. Freitag und Samstag legt ein DJ auf dem Hauptdach auf, es darf also getanzt werden – mit Aussicht.

Hamburgs grüne Bauten

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Ausgezeichnet in der Kategorie Gemeinschaftlich nutzbare Dachlandschaft im Wohnungsbestand: Der Dachgarten Frieda Ottensen (Foto: Jochen Stüber)

Parallel zu den Hamburger Dachtagen hat die Stadt auch sieben besonders gut genutzte Dächer ausgezeichnet. Bei dem Wettbewerb hatten sich 24 Dächer beworben. Die Gewinner:innen sind ab dem 15. September im Rahmen der Ausstellung „Einfach grün – Greening the City“ im AIT-ArchitekturSalon in der Innenstadt zu sehen. Der Eintritt ist wie auch bei den Hamburger Dachtagen frei.

 


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Balkon über der Stadt: Dach-Konzerte mit Ausblick

Im Rahmen des Kultursommer Hamburg bringt auch die Handelskammer in Kooperation mit der HKBiS Künstler:innen zurück auf die Bühne – und zwar eine mit grandiosem Ausblick

 

Zusammen mit der Handelskammer Hamburg gibt die HKBiS Hamburger Künstler:innen eine Bühne: „Das Mini Balkon Event“ wird live vom Sonnendeck auf dem CAMPUS75 in der Willy-Brandt-Straße mit Public Viewing in den Restaurants der historischen Deichstraße oder direkt nach Hause gestreamt.

Newcomer und musikalische Talente geben hier Konzerte umgeben von einer wunderschönen Hamburg-Kulisse: Das Rathaus, der Fernsehturm, der Michel, die Hafenkräne und die Elbphilharmonie sind von oben zu sehen! So wurde präsentierten am 4. August ein textgewaltiger Genremix der Superlative für einen vielfältigen Kulturrausch voller Lebendigkeit präsentiert: Die Band VOLLKAPUTTZE um Nick Heymann, FELI brachte mit Akkordeon und Gitarre ihre Hamburg-Chansons auf die Bühne und BINTA begeisterte mit urbaner Ehrlichkeit und Soul-Pop-Stimme.

Ab dem 10. August gibt es Konzerte und eine Lesung auf dem Dach der Handelskammer Hamburg – live und mit kühlen Drinks wird hier weiter Kultur in höchsten Höhen genossen!

Mehr Infos: hkbis.de/das-mini-balkon-event/ 


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Alex an der Überseebrücke: Logenplatz am Hafen

Das Alex am Jungfernstieg hat seinen Ruf als Touristenmagnet weg. Auch der neue Standort am Baumwall scheint prädestiniert, Sightseeing mit Brunch oder Cocktailhour zu verbinden. Aber auch als echter Hanseat lohnt sich ein Besuch.

Text: Laura Lück
Foto: Alex Überseebrücke

An diesem Samstagnachmittag lockt die Maisonne tausende Besucher an die Hafenpromenade. Wie Haifische umkreisen Hungrige die riesige Alex-Außenterrasse an der Überseebrücke. Nach knapp zwanzig Minuten wird endlich ein Platz für zwei frei. Netter Nebeneffekt beim Warten: Man kommt ins Gespräch. Verschiedene Dialekte und Sprachen bilden den Sound des Restaurants. Ein Münchner Pärchen hält die Schönheit des Ausblicks kaum aus, eine ältere Dame aus Köln erinnert die Hafenkulisse an eine verflossene Romanze in den 60er-Jahren.

Das Staunen steckt an. Hafenblick, Schiffshorn-Tuten und segelfliegende Möwen – mehr Hamburg geht nicht. Aperol schlürfend stellt sich auch beim echten Hanseaten unweigerlich ein Gefühl der Freude und Dankbarkeit ein. In dieser schönen Stadt lebe ich – was für ein Glück!

 

 

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Urlaub in der eigenen Stadt

 

Es gibt Essen: Trotz vegetarischer Bestellung kommen die Nachos mit Chili con Carne überbacken auf den Tisch. Geändert werden kann das leider nicht. Die Kellner wirken gehetzt. Keine Zeit für Extrawünsche, Augenkontakt oder ein nettes Wort. Allerdings ist das Team an diesem sonnigen Tag auch eindeutig unterbesetzt und entsprechend gestresst. Das frisch eröffnete Restaurant muss sich vielleicht noch etwas einspielen. Der Büffelmozzarella mit Tomate schmeckt hervorragend, die Black-Tiger-Garnelen mit Antipastigemüse sind in einem würzigen Kräuteröl eingelegt, das sich bestens als Dip fürs knusprige Knoblauchbrot eignet.

Der Nacho-Patzer ist schnell vergessen. Liegt vielleicht am Urlaubsgefühl, das sich hier einstellt. Smartphones bleiben in der Tasche, die Gäste drehen ihre Stühle in Richtung Promenade und schlürfen köstliche hausgemachte Halbliter-Limonaden, ebenso riesige Schoko-Sahne-Milchshakes oder ein Glas Prosecco. Erst beim Gehen wird’s ungemütlich: Die Jacken sind noch nicht ganz angezogen, da greifen schon die nächsten hungrigen Haie gierig nach den freiwerdenden Stuhllehnen.

Alex Überseebrücke: Vorsetzen 72 (HafenCity)


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