Beiträge

Hamburg zu Wasser

Hamburg, die Stadt am Wasser. Sobald es wärmer wird, zieht es viele raus auf‘s kühle Nass. Wo es besonders viel Spaß zu Wasser macht, sagen wir euch hier:

Paddeln

paddeln-alster_c_felix-willeke-klein
Paddeln auf der Alster, ein echter Klassiker (Foto: Felix Willeke)

Das gut alte Kanu ist ein echter Klassiker: Egal ob bei „Zur Gondel“ am Stadtpark oder beim Supper Club, Kanuverleihe gibt es rund um die Alster reichlich. Doch auch abseits der bekannten Spots gibt’s noch einiges zu entdecken. So lassen sich bei Paddel-Meier in den Vier- und Marschlanden die Dove Elbe, beim Bootshaus Bergedorf die Bille oder nördlich der Fuhlsbüttler Schleuse auch die verwunschenen Abschnitte der Alster erkunden. Ps: Bei „Der Anleger“ in Eppendorf kann man sogar Drachenboote mieten – perfekt für das nächste Firmenevent oder das Teambuilding nach langer Zeit im Homeoffice.

diverse Kanuverleihe
Saisonbeginn zwischen Ostern und dem 1. Mai

Segeln

segeln-alster_c_unsplash-steffen-b-klein
Die Alster – ein Traum für Segler:innen (Foto: unsplash/Steffen B.)

Neues Jahr bedeutet neue Vorsätze. Wer die zum Frühling schon über Bord geworfen hat, kann sich ja für den Sommer das Segeln vornehmen. Mit der Alster hat Hamburg eines der schönsten Segelreviere zu bieten. Um sich jedoch vom Wind übers Wasser treiben zu lassen, braucht man einen Segelschein.

Segelschule & -verleih Pieper

SUP

sup_c_unsplash-peter-csipkay-klein
Schon lange mehr als nur Trend: Stand-Up-Paddling (Foto unsplash/Peter Csipkay)

Stand-Up-Paddling (SUP) ist jetzt kein allzu neuer Trend, doch gerade in Hamburg gibt es auf den Kanälen und Wasserflächen unglaublich viele Gelegenheiten für das Ganzkörper-Workout. Egal ob Stadtpark, Alster oder Eppendorfer Mühlenteich: überall sieht man Supper:innen auf’s Wasser gehen. Neben dem SUP CLUB oder dem Sup Port gibt es dazu in der Stadt etliche Anbieter, um sich zum ersten Mal auf dem Board auszuprobieren.

SUP Club Hamburg

Surfen

windsurfen_c_unsplash-joshua-chai-klein
Surfen in Hamburg: Es muss nicht immer Meer sein (Foto: unsplash/Joshua Chai)

Surfen in Hamburg? Ja, das geht! Und zwar Windsurfen auf dem Oortkatener See. Der See im Südosten der Stadt ist schon ein etablierter Spot für Windsurfer:innen. Besonders für Anfänger:innen gibt es hier gute Bedingungen. Deswegen bietet Windsurfing Hamburg hier auch regelmäßig Kurse an. Für 185 Euro kann man an nur einem Wochenende den international anerkannten VDWS-Grundschein erwerben. Damit kann dann in allen scheinpflichtigen Revieren gesurft werden – auch außerhalb Hamburgs.

Windsurfing Hamburg
Wochenend-Surfkurse ab dem 23. April 2022

Tauchen

tauchen_c_unsplash-joseph-northcutt-klein
Abtauchen in Hamburg, das geht beim dive team (Foto: unsplash/Joseph Northcutt)

Während die einen über den Oortkatener See gleiten, üben die anderen das Fortbewegen Unterwasser. Der See ist einer der Spots für Tauchkurse des dive team Hamburg. Seit mehr als 15 Jahren bildet die Schule neben Anfänger:innen auch Tauchlehrer:innen aus. Zur praktischen Ausbildung im See oder Schwimmbad gehört selbstverständlich auch die theoretische Grundlage. Wer also im Sommerurlaub die Unterwasserwelten entdecken möchte, kann sich in Hamburg perfekt darauf vorbereiten. 

dive team Hamburg

Wasserski & Wakeboard

wakeboard_c_unsplash-joel-meyer-klein
Wakeboard und Wasserski mit Neoprenanzug geht das fast immer (Foto: unsplash/Joel Meyer)

Ein Ruck, ein Schreck und schon liegt man vorne über mit dem Gesicht im Wasser. So ging es vermutlich fast allen, die sich das erste Mal auf Wasserski oder ein Wakeboard gewagt haben.

Neben dem Neuländer See in Harburg kann auch vor den Toren der Stadt bestens übers Wasser geflitzt werden: Etwa im Spotz Wakeboard Park in Norderstedt oder in der Cablesport Arena in Pinneberg. Und da besonders Anfänger:innen mit Neoprenanzug unterwegs sind, sind Wassertemperaturen unter 20 Grad alles, nur keine Ausrede.

diverse Spots in und um Hamburg

Green Kayak

GreenKayak_c_Florian-Besser_05-klein
Green Kayak: Sinnvoll for free paddeln in Hamburg (Foto: Florian Besser)

Wer sich auf dem Wasser bewegen und gleichzeitig noch etwas für die Umwelt tun will, ist bei Green Kayak genau richtig. Die NGO aus Kopenhagen kämpft gegen die Müllverschmutzung von Gewässern. Hamburg war die erste Stadt außerhalb Dänemarks, die sich der Idee anschloss: Man leiht sich einen Green Kayak for free und sammelt dafür Müll in den Hamburger Gewässern. Was früher in Hamburg traditionell die Aufgabe der Fleetenkieker war, können heute alle machen: die Gewässer der Hansestadt sauber halten. Green Kayaks können bei fünf Hamburger Bootsverleihern gemietet werden, einfach online unter greenkayak.org buchen.

Green Kayak
in Hamburg bei Paddel-Meier, Zur Gondel, Sub Club, Bootshaus Bergedorf und Seehaus Hamburg

Schwimmen

Bille-Bad_c_baederland-klein
Viele Freibäder sind das ganze Jahr geöffnet, wie das Bille-Bad (Foto: Bäderland Hamburg)

Draußen ist es zwar angenehm warm und es fühlt sich nach Frühling an, doch sobald die Sonne weg ist, wird es immer noch empfindlich kalt. Deswegen ist auch an die Öffnung der Naturfreibäder in der Stadt nicht zu denken. In Hamburg gibt es dennoch viele Freibäder, die das ganze Jahr über betrieben werden. Und wenn es dann die ersten Tage mit mehr als 20 Grad gibt und es nachts nicht kälter als 12 Grad wird, ist auch die klassische Freibadsaison nicht mehr in weiter Ferne. 

Hamburger Freibäder
zum Teil ganzjährig geöffnet, ansonsten je nach Wetter (ab 20 Grad)

Rudern

rudern-alster_c_unsplash-clay-banks-klein
Rudern geht romantisch, aber auch sportlich (Foto: unsplash/Clay Banks)

Rudern geht in Hamburg immer, ob als romantisches Freizeitvergnügen auf einem alten Holzkahn oder als Sport wie Hamburgs Ex-Bürgermeister Olaf Scholz morgens auf der Alster. Neben dem romantischen langsamen Rudern ist der Sport ähnlich wie auch Tennis, Segeln oder Golf als Elitesport verschrien. Dass das auch anders geht, zeigt der RC Protesia von 1907. Der kleine Club gegenüber Kampnagel bezeichnet sich selbst als der FC St. Pauli unter den Ruderclubs. Hier sind alle jederzeit willkommen, um mal auszuprobieren, ob der Sport auf den schmalen Booten etwas für einen ist.

RC Protesia
Probetermine und Kurse für Anfänger:innen auf Anfrage

Schlafen

08_HarburgÜberNacht_Schlafen_im_Hafen_IMG_9840 (1)-klein
Schlafen im Hafen, da ist der Name Programm (Foto: Schlafen im Hafen)

Neben üblichen Hausbooten gibt es in Hamburg auch immer mehr Unterkünfte auf dem Wasser. Zum Beispiel im Harburger Binnenhafen bei Schlafen im Hafen. Egal ob man Besuch bekommt oder selbst eine Staycation braucht, auf dem Wasser übernachten lässt es sich in Hamburg prima.

Schlafen im Hafen


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.


Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Herbst-Oasen: Stimmungsaufheller in Hamburg

Es wird früher dunkel, immer kälter – und die Stimmung schon mal schlechter: Der Herbst ist da. Ein Herbst-Blues muss aber nicht aufkommen. Die Stadt bietet allerhand Orte, die von jetzt auf gleich stimmungsaufhellend wirken

Interview: Erik Brandt-Höge

Hygge Brasserie & Bar

Klein Dänemark in Nienstedten

Wer das Hygge betritt, weiß, warum das Wort Gemütlichkeit bedeutet (Foto: Nina Struve/Hygge)

Wer das Hygge betritt, weiß, warum das Wort Gemütlichkeit bedeutet (Foto: Nina Struve/Hygge)

Klar, eine Reise nach Dänemark lohnt sich immer. Schließlich gibt es dort diese kleinen, süßen, supergemütlichen Häuschen mit Kamin, in denen man sich von jetzt auf gleich geborgen fühlt. Genau dieses gute Dänemark-Gefühl gibt es aber auch in Hamburg, genauer: in Nienstedten. Die Hygge Brasserie & Bar bietet dort ein Wohlfühl-Ambiente der besonderen, weil eben dänischen Art. Fachwerk, Hängelampen, Ledersessel und -sofas, Kaminfeuer – alles da. Zudem eine feine Auswahl an Weinen und Cocktails sowie Essen aus aus hochwertigen, regionalen Zutaten.

Baron-Voght-Straße 179 (Nienstedten); hygge-hamburg.de

Komet

Versteckter Schuppen

Feiern auf dem Kiez ohne Touristen und Junggesellenabschiede, das Komet (Foto: Erik Brandt-Höge)

Feiern auf dem Kiez ohne Touristen und Junggesellenabschiede, das Komet (Foto: Erik Brandt-Höge)

Keine fünf Gehminuten weg vom Kiez-Gewimmel liegt ein kleiner, feiner Laden namens Komet. Etwas versteckt und deshalb nicht von Junggesellenabschiedssuffis überlaufen, können hier (aktuell nach 2G-Regel) die Abende und Nächte in alten Kinosesseln verbracht oder zu Blues, Soul, Rockabilly und Italo-Pop durchgetanzt werden. Zwischen Discokugel, gerahmten Filmstars an den Wänden und LeuchtGlobus finden übrigens auch regelmäßig Schallplattenauktionen statt.

Erichstraße 11 (St. Pauli); komet-st-pauli.de

Tropen-Aquarium Hagenbeck

Exotischer Kurzurlaub

Große Haie, kleine Fische und vieles mehr gibt es im Tropenaquarium bei Hagenbeck (Foto: Hagenbeck)

Große Haie, kleine Fische und vieles mehr gibt es im Tropenaquarium bei Hagenbeck (Foto: Hagenbeck)

Haien und Rochen ganz nah kommen, ohne sich dabei auch nur ansatzweise in Gefahr zu begeben: kein Problem – zumindest nicht im Tropen-Aquarium Hagenbeck. Durch die Sichtscheibe des Großen Hai-Atolls, einem 30 Meter langen Becken, können die genannten sowie viele weitere Meeresbewohner wie im Kino bestaunt werden. Neben dem Großen Hai-Atoll gibt es im Tropen-Aquarium unter anderem einen Krokodilsee, eine sattgrüne Dschungellandschaft und Hamburgs einzigen Wasserfall. Insgesamt sind im Tropen-Aquarium mehr als 14.300 exotische Tiere äquatorialer Gebiete zu Hause.

Lokstedter Grenzstraße 2 (Lokstedt); hagenbeck.de

Holthusenbad

Relaxen de luxe

Draußen Wind und Regen, drinnen im Holthusenbad relaxen (Foto: Bäderland)

Draußen Wind und Regen, drinnen im Holthusenbad relaxen (Foto: Bäderland)

Lust auf etwas Gesundes? Auf Tiefenentspannung? Auf Unterhaltung? Und nicht zuletzt auf hohe, teils sehr hohe Temperaturen? Das Holthusenbad bietet all das in seiner Saunalandschaft. Und zwar en masse. Nicht eine, nicht zwei, nicht drei, nein: ganze neun Schwitzangebote gibt es – von 45 °C bis 100 °C, von ruhig bis erlebnisreich. Unter anderem können in der Mediensauna (Foto) bei 90 °C-Aufgüsse ebenso genossen werden wie die dazu gelieferten Filme und Musiken.

Goernestraße 21 (Eppendorf); baederland.de

zeise kinos

Ab in den Sessel – und eine andere Welt

Eines der schönsten Programmkinos der Stadt, das zeise Kino (Foto: Jan Brandes)

Eines der schönsten Programmkinos der Stadt, das zeise Kino (Foto: Jan Brandes)

Kinos gibt es allerhand in der Stadt. Schöne Kinos auch. Besonders schöne sind die zeise kinos. In den Ottensener Zeisehallen, wo einst Schiffsschrauben produziert und in alle denkbaren Länder exportiert wurden, trifft heute Industrie-Charme auf moderne Glas-Stahl-Architektur. In den drei Kinos mit mehr als 523 Plätzen werden nationale wie internationale Top-Filme gezeigt, darunter viele Premieren mit Regisseuren, Schauspielern und Teams als Gästen. Auch Singer und Poetry Slams sowie Lesungen und Konzerte werden veranstaltet. Einmal in die gemütlichen Samtsessel gefallen, schon kann eine andere, faszinierende Welt erlebt werden. Übrigens können die Säle samt Film für ein Wunschkino auch gemietet werden.

Friedensallee 7–9 (Ottensen); zeise.de

Yu Garden

Oase südchinesischer Bauart

Das Yu Garden ist eine chinesische Oase mitten in der Stadt (Foto: Marc Sill)

Das Yu Garden ist eine chinesische Oase mitten in der Stadt (Foto: Marc Sill)

Schon gewusst: Hamburg und Shanghai sind Partnerstädte. 2006 wurde dieser Partnerschaft ein regelrechtes Denkmal im Hamburger Stadtbild gebaut: der Yu Garden. Das Teehausensemble nach südchinesischer Bauart ist außen wie innen ein absoluter Hingucker. Neben traditioneller chinesischer Küche wie gerösteter Ente mit Wokgemüse und Hoisin-Soße können hier zahlreiche Tees der Extraklasse genossen werden. Rund 13.000 Kilometer entfernt von Shanghai ist der Yu Garden eine Hamburger Oase, in der eine ferne Kultur durch ihre Küche kennengelernt werden kann.

Feldbrunnenstraße 67 (Rotherbaum); yugarden.de

Adolf-Jäger-Kampfbahn

Bierchen, Bratwurst, Fußball

Fußball wie früher, das ist Altona 93 (Foto: Erik Brandt-Höge)

Fußball wie früher, das ist Altona 93 (Foto: Erik Brandt-Höge)

Die Leidenszeit von Fußballfans und -spielern ist vorbei, sie sind wieder vereint. Tausende sind zurück in den Stadien und live dabei, wenn etwa der HSV und St. Pauli versuchen, in der 2. Bundesliga voranzukommen. Ein paar Nummern kleiner, deshalb aber nicht unspannender, sind die Spiele von Altona 93 auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn. Bierchen, Bratwurst und ziemlich ansehnlichen Fußball gibt es nämlich auch hier – und das zu ziemlich fairen Preisen.

Griegstraße 62 (Ottensen); altona93.de

Hamburger Tierschutzverein

Gassigehen mit Tierheim-Hunden

Ehrenamtlich mit Hunden Gassi gehen? Jap, das geht beim Hamburger Tierschutzverein (Foto: Hamburger Tierschutzverein)

Ehrenamtlich mit Hunden Gassi gehen? Jap, das geht beim Hamburger Tierschutzverein (Foto: Hamburger Tierschutzverein)

Schon mal in die Augen eines Tierheim-Hundes geguckt, wenn er aus seinem Gehege herauskommt, einen Spaziergang im Grünen macht, herumtollt und überall schnüffelt, wo es etwas zu schnüffeln gibt? Das ist das pure Glück! Und eben dieses färbt auf denjenigen ab, der den Spaziergang ermöglicht. Das Gassigehen ist eine enorm dankbare Aufgabe und nur eines der zahlreichen Ehrenämter, die man beim Hamburger Tierschutzverein ausüben kann. Nach einer Schulung sowie Probespaziergängen wird ein Gassi-Geh-Ausweis erworben – damit können die Hunde ausgeführt werden. Voraussetzung ist zudem ein Mindestalter von 18 Jahren. Aktuell sucht der Verein speziell für die Gassi-Zeiten unter der Woche Unterstützung.

Süderstraße 399 (Hamm-Süd); hamburger-tierschutzverein.de

Kaffee Stark

Gemütlich, gemütlicher, Stark

Auf der Suche nach einem gemütlichen Café für jeden Anlass, dann ab ins Café Stark (Foto: Erik Brandt-Höge)

Auf der Suche nach einem gemütlichen Café für jeden Anlass, dann ab ins Kaffee Stark (Foto: Erik Brandt-Höge)

Rausgekämpft aus dem Gewühl auf der Wohlwillstraße und reingekommen ins Kaffee Stark, schon ist Entschleunigung angesagt. Uriges Holzmobiliar, allerhand warm-leuchtende Kunst an den Wänden, Kissen en masse: So geht Café- und Bar-Spaß. Es gibt Kaffee, Kuchen, Snacks und Kaltgetränke, und es ist immer gemütlich, immer entspannend. Und übrigens auch immer vegan.

Wohlwillstraße 18 (St. Pauli); kaffeestark.de

Blankeneser Leuchtturm

Pötte gucken

Durchs Treppenviertel an die Elbe, selbst im grauen Herbst wunderschön (Foto: Erik Brandt-Höge)

Durchs Treppenviertel an die Elbe, selbst im grauen Herbst wunderschön (Foto: Erik Brandt-Höge)

Immer und immer wieder bombastische Bilder: Wenn die ganz großen Pötte langsam in den Hamburger Hafen einfahren. Gerade die halbe Welt umschippert, sind die XXL-Containerschiffe ihrem Zielort schon sehr nah, wenn sie den Leuchtturm Unterfeuer Blankenese passieren. Der hat eine Aussichtsplattform, von der aus Besucher die Riesen auf dem Wasser besonders gut beobachten und fotografieren können. Selbst bei Regen und im tiefsten Nebel empfehlenswert.

Treppenviertel (Blankenese)


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

Bahn-brechend: Hamburger Freibäder öffnen

Nach langer Corona-bedingten Schließung, öffnen ab dem 29. Mai neun Hamburger Freibäder wieder ihre Pforten. Tickets gibt’s im Vorverkauf

Text: Isabel Rauhut

 

Petrus schenkt Hamburg für das letzte Maiwochenende 19 Grad und Sonnenschein – Anlass für die Freibäder vom Bäderland ihre Türen zu öffnen! Vier Kombi-Freibäder (Finkenwerder, Bondenwald, Billstedt, das Kaifu-Bad), das Ganzjahresfreibad in Rahlstedt sowie die vier Sommerfreibäder Marienhöhe, Osdorfer Born, Neugraben und das Naturbad Stadtparksee freuen sich ab Samstag wieder auf belebte Schwimmbecken. Wann die übrigen Bäder nachziehen, steht noch nicht fest.

Ein Besuch im kühlen Nass ist – natürlich – an Maßnahmen geknüpft: Beim Einlass muss eine Impfbescheinigung oder ein offizieller Corona-Test vorgelegt werden. PCR-Tests dürfen maximal 48 Stunden alt sein, Schnelltests maximal zwölf Stunden. Der Vorverkauf für Tickets beginnt am heutigen Donnerstag um 12 Uhr.


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

Ausbildung bei Bäderland: Wenn aus Leidenschaft ein Beruf wird

Illya Ponomarov, Auszubildender zum Fachangestellten für Bäderbetriebe im Bäderland, meint, dass alles ein Zufall war. Aber wenn man genau hinhört, war es schon immer in ihm

Das Bäderland betreibt an knapp 30 Standorten Schwimmbäder, Saunen, eine Eishalle und weitere ergän­zende Freizeiteinrichtungen mit einem großen Angebot und bietet für jeden etwas, egal ob Freizeit­-Planscher, entspannter Schwim­mer oder (Hobby­-)Athlet. Neben vielen Schwimmkursen und Aqua­ Fitness­-Angeboten gibt es Bäder mit entspannenden Sauna­-Welten, schöne Thermen und in der Kaifu­-Sole, Hamburgs ältestes noch akti­ves Hallenbad, das inzwischen mit Hamburgs größtem Floating­ Becken ausgestattet ist.

Bäderland sorgt aber auch bei seinen Mitar­beiterinnen und Mitarbeitern für ein angenehmes Arbeitsumfeld, mit umfassenden Sozialleistungen und Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Ar­beitssicherheit. Ebenfalls ist dem Unternehmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehr wich­tig und bietet seinen Mitarbeite­rinnen und Mitarbeitern – wo möglich – flexible Arbeitszeiten. Das Ergebnis ist eine durchschnitt­liche Unternehmenszugehörigkeit von 15 Jahren. Illya Ponomarov macht seine Ausbildung zum Fach­ angestellten für Bäderbetriebe, ist jetzt am Anfang des zweiten Lehr­jahrs und bestätigt ebenfalls, dass das Arbeitsklima sehr kollegial ist und es nicht nur den Gästen scheinbar viel Spaß im Bäderland bereitet.

 

Hallo Illya, du machst gerade eine Ausbildung zu Fachangestellten für Bäderbetriebe, umgangssprachlich zum Bademeister. Woher kommt dein Interesse an diesem Beruf? 

Illya: Mein Interesse stammt aus dem Schwimmsport. Ich war auf dem Sportgymnasium in Schwerin und habe Schwimmen als Leis­tungssport betrieben. Als ich dann beim DLRG meinen Rettungs­schwimmerschein Silber gemacht habe, habe ich einen angehenden Bäderland­-Azubi kennengelernt, der mir erzählte, dass dieser Schein eine gute Voraussetzung für den Beruf wäre. Man muss ja in der Lage sein, Menschen unverzüglich in Notsituationen zu helfen. Durch den Azubi habe ich das erste Mal von dem Berufsbild erfahren und mich direkt auch bei Bäderland beworben. Inzwischen sind wir hier Kollegen.

Zu eurem Beruf gehört ja deutlich mehr als auf die Badegäste aufzupassen. Kannst du erzählen, wofür ein Bademeister alles verantwortlich ist und was seine Tätigkeiten sind.

Der Beruf ist sehr vielseitig. Ange­fangen bei der Sicherstellung der Betriebsbereitschaft über die Bera­tung und den Einlass an der Kasse, sind wir täglich dafür zuständig, unseren Gästen einen großartigen Tag zu bereiten. Dazu gehört auch die Betreuung in den einzelnen Bereichen und der Schwimm­unterricht – das wichtigste ist aber: immer vorausschauend arbeiten, Gefahren erkennen, bevor sie zum Problem werden und wenn doch mal was passiert, die Situation sofort erkennen und richtig han­deln – Notruf drücken, reinsprin­gen, Leben retten!

Bei Bäderland ist ganz besonders, dass wir in unserer Ausbildung auch den Bereich Sauna erlernen, das heißt Betreuung unserer Gäste und Durchführung von Aufgüssen. Richtig spannend und ebenso wichtig ist die Schwimmbad­-Technik. Unter den Schwimmbecken sind riesige Räume mit den not­ wendigen technischen Anlagen, die auch entsprechend gewartet werden müssen. Das sind zum Beispiel Filteranlagen bis hin zu den Wasserspeichern. Wenn das alles nicht funktioniert, könnten die Gäste nicht den unbeschwerten Spaß haben, den wir ihnen hier Tag für Tag bieten wollen.

Welche Grundvoraussetzungen beziehungsweise Fähigkeiten sollte man für deinen Beruf mitbringen? Außer, dass man sicherlich schwimmen können sollte.

Offenheit, Freundlichkeit, Spaß an der Arbeit mit Menschen, Begeis­terung fürs Schwimmen natürlich und technisches Verständnis ist auch wichtig. Man sollte außerdem in der Lage sein, mit ungewohnten Situationen klarzukommen. Not­fälle erkennen, dann reagieren können, nackte Menschen in der Sauna treffen ist für viele auch erst mal ungewohnt … Aber wir lernen das alles hier ja auch. Ich wusste aber am Anfang auch nicht so genau, was im Einzelnen auf mich zukommt.

 

Auch Rettungsmaßnahmen sind Teil der Ausbildung im Bäderland

 

Was waren denn bisher deine spannendsten oder vielleicht lustigsten Erlebnisse beziehungsweise Erfahrungen, die du bisher gemacht hast?

Eigentlich ist alles spannend, was ich hier täglich erlebe. Das eine besonders herausragende Ereignis gab es bis jetzt noch nicht. Es ist viel mehr so, dass es hier jeden Tag einfach sehr viel Freude macht zu arbeiten. Die Stimmung unter­ einander ist sehr gut, das merken auch die Gäste und können einen entspannten oder eben sportlich­ aktiven Tag genießen.

In eurer Ausbildung geht ihr auch in die Berufsschule, welche Kernfächer habt ihr da? 

Es fängt mit der Betriebstechnik an, da geht es sehr stark um die ganzen technischen Anlagen über­ all im Bad. Wir erhalten ein wich­tiges Basiswissen über die Funk­tionsweisen und wie diese Anlagen aufgebaut sind, um im Falle eines Falles selber sofort zu wissen, was zu tun ist und eventuell gegen­ zusteuern. Ansonsten ist das aber primär der Job unserer ausge­bildeten Anlagentechniker oder entsprechender Fremdfirmen.

Ein weiterer Fachbereich sind die Grundlagen des Schwimmens und das Wissen über die wichtigsten Körperfunktionen und menschli­chen Organe. Das ist relevant, um im Fall einer Wasserrettung auch schnell und richtig reagieren zu können. Des Weiteren haben wir das Thema Kommunikation und den richtigen Umgang mit Gästen, gerade auch in etwas schwierigeren Situationen. Betriebsorganisation und Wirtschaftspolitik stehen auch auf dem Stundenplan. Wir sind am Ende unserer Ausbildung grund­sätzlich in der Lage, ein kleines Bad eigenständig zu betreiben.

Wie ist das denn, ihr müsst doch sicherlich auch gezielt Rettungsmaßnahmen lernen?

Hier im Bäderland haben wir wö­chentlich einen Azubitag an dem wir Azubis ganz spezielles Training bekommen. Dabei vertiefen und festigen wir immer wieder die Rettungsmaßnahmen. Wir lernen also, wie eine in Not geratene Per­son aus dem Wasser geholt wird, wir lernen Tief­ und Strecken­ tauchen und auch in Kleidung gut und sicher zu schwimmen. Ganz wichtig sind dann natürlich auch die regelmäßigen Trainings für lebenserhaltende beziehungsweise wiederbelebende Maßnahmen an einer Reanimationspuppe, die haben wir als Erwachsenen­ und Kinderversion.

Zur Ersthilfe ge­hört auch die Einleitung der Ret­tungskette, das heißt Alarm aus­ lösen und Notarzt alarmieren, so dass im Ablauf der Rettung keine wertvolle Zeit verloren geht. Hier ein kleiner Tipp für den Fall der Fälle: Wir starten mit fünf Initial­beatmungen, dann 30­mal Herz­kompression und danach zweimal beatmen, so lange bis der Notarzt kommt oder der Mensch wieder selbstständig atmet.

 

Illya möchte nach der Ausbildung bei Bäderland bleiben

 

Hast du eigentlich auch über alternative Berufe nachgedacht oder hat sich deine Berufslaufbahn einfach so ergeben, wie du geschildert hast?

Es hat sich wirklich sehr spontan so ergeben. Ich bin nach der 11. Klasse von der Schule abgegangen, statt das Abitur zu machen, und bin wie geschildert an diese Aus­bildung gekommen. Da ich bis dahin schon einige Lehrgänge im Schwimmsport absolviert hatte und als Schwimmlehrer Erfahrun­gen gesammelt habe, hat das wirk­lich auch zu mir gepasst. Der Be­werbungsprozess ging sehr schnell, ich hatte bis dahin noch keine Alternativen, sonst hätte ich viel­ leicht erst einmal ein Jahr als Lieferfahrer arbeiten müssen. Alles hat einfach sehr gut zusammen­ gepasst, ich konnte meine Leiden­schaft fürs Wasser und Schwim­men zum Beruf machen.

Du machst den Eindruck, dass dir alles an deiner Ausbildung gefällt. Was aber gefällt dir besonders gut?

Mir macht es tatsächlich viel Spaß, im Saunabereich zu arbeiten. Ich habe gute Ausbilder, die mir schon viel beigebracht haben und mir noch ganz viel zeigen werden, um unseren Gästen ein tolles Sauna­erlebnis zu bieten. Man kann da so viel auch gesundheitlich gutes Bewirken, mit ätherischen Ölen, natürlichen Aufguss-­Suden aus Kräutern, oder auch mit ausge­feilter Wedeltechnik die Gäste begeistern. Alles natürlich in erster Linie zur Erholung und Entspan­nung. Gesundheit ist das A und O in der Sauna.

Hast du schon eine Idee wie es nach der Ausbildung weitergeht?

Auf jeden Fall möchte ich in dem Beruf weiterarbeiten und vielleicht neben dem Beruf noch ein BWL­ Studium anschließen. Langfristig wäre es klasse, wenn ich bei Bäder­land bleiben könnte denn als zweitgrößtes öffentliches Bäder­unternehmen in Deutschland gibt es hier einfach sehr viele Möglich­keiten. Und dann kann man ja sehen in welcher Position das eines Tages ist.

www.baederland.de


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Ausbildung, 2021. Das Magazin ist seit dem 19. September 2020 im Handel. Bestellt euch das Heft oder Blättert hier durch das Magazin! 

#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.