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Winterspektakel Hamburg

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Hamburgs verrückter Weihnachtszirkus ist zurück. Mit einer Extraportion Herzblut und viel Liebe zum Detail

Parcours-Akrobaten springen über Hafencontainer, Artistinnen wirbeln über der Schiffsbar. Ein Streetart-Clown albert zu Beatbox-Sounds. Drum herum toben Kinder beim Dosenwerfen, winken von der Rutschbahn – die Lütten sind schwer beschäftigt. Vom Autoscooter kommt Gebrüll, begeistert-stolze „Ohs“ und „Ahs“ aus Richtung Schießbude. Auf dem Food Court bildet sich eine Menschentraube um etwas großes Duftendes: Der Zuckerhut schmilzt, der Rum rinnt, die Feuerzangenbowle ist entflammt. Das leuchtende Kettenkarussell dreht sich unermüdlich für alle, denen Runde um Runde das Herz aufgeht.

Und wo passiert all das? Selbstverständlich beim Winterspektakel Hamburg vom 4. Dezember bis 8. Januar auf der Bahrenfelder Trabrennbahn. Der Circus Mignon lädt ein zum Besten aus drei Welten: zu einer fabelhaften Varietéshow mit Live-Musik, zum wohlig wonnigen Jahrmarkt, zum klassisch-modernen Food Court mit exzellenter Weinbar von Schanzen-Urgestein Scarpovino. Es gibt Zuckerbäcker, klebrige Hände sowieso. Pulled Pork und Craft Beer. Heißes in der Souperia, krosse wie geschmorte Weihnachtsklassiker für Traditionalisten – sogar in veganer Machart. Das Altländer Getränkelabel Leev schenkt sortenreinen Apfelpunsch ins Kinderglas – Weihnachten geht durch den Magen.

Dazu das Herzstück, die große Show. Hier wird gekichert und gejohlt, die Luft angehalten und geklatscht, bis die Hände kribbeln. Laser- und BMX-Artisten, Trapeztänzerinnen, Trampolinspringer entführen ein modernes Wintermärchen. Die fantasievolle Mischung aus Akrobatik, Theater, Tanz und Comedy gibt viel Raum für große und kleine Illusionen.

Ist es ein Spektakel oder viele? In jedem Fall ist dieses Winter Wonderland ein längst fälliger Eintrag im Hamburger Familien-Feiertags-Kalender! Weihnachten kann gerne kommen.

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Circus Krone: The show must not go on

Circus Krone war in Hamburg – und ein Besuch tierisch unnötig, meint unser Autor

Kommentar: Erik Brandt-Höge  

 

Was unternehmen mit den Kindern, wenn in Hamburg Herbstferien sind? Allerhand Eltern hatten darauf kürzlich folgende Antwort: Ab zu Circus Krone! Der gastierte im Oktober zunächst auf dem Heiligengeistfeld, später auf der Horner Rennbahn. Sicher, Clowns und Akrobaten hätte man den Kleinen schon mal zeigen können. Hätte keinem weh getan und wäre bestenfalls lustig bis spannend gewesen. Wie geschrieben: hätte. Wären da nicht noch ein paar Zirkusnummern im Krone-Programm gewesen, die jedem potenziellen Besucher das Betreten der Manege eigentlich madig machen mussten: die Auftritte der Tiere. Einmal mehr hatten die KroneMacher Pferde und Löwen dabei.

Welcher Löwe freut sich nicht über stundenlange Autobahnfahrten?

Für die Verantwortlichen vollkommen normal, wie sie in einer sogenannten „Tierschutzbroschüre“ auf ihrer Website erklären. Über Tierkunststücke etwa heißt es da: „Alle Dressuren im Circus Krone basieren auf den natürlichen Verhaltensweisen und Bewegungsabläufen der Tiere.“ Logisch, in der freien Wildbahn sieht man ja auch ständig vier Pferde, die sich in einer Reihe aufstellen und synchron auf den Hinterbeinen tanzen. Dafür braucht es ganz sicher kein stressiges Training mit Zirkusmenschen, die dabei das eine oder andere, nun ja, Hilfsmittel zur Hand haben. Weiter schreibt Krone, das Reisen mit den Vierbeinern bedeute für diese „viel Abwechslung, bei der es immer wieder Neues zu entdecken gibt“. Eh klar: Welcher Löwe freut sich nicht über stundenlange Autobahnfahrten und die zahlreichen Abenteuer hinter Gittern am Zielort. Mal ehrlich: Circus Krone, wie er schon so viele Jahre abläuft, ist einfach nur tierisch unnötig. Sollte jedes Kind wissen, Eltern sowieso.


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