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#impfenschützt: Ein Aufruf der Musikszene

Die Ärzte, Sarah Connor, Max Herre, Jan Delay, Thees Uhlmann … diese Aufzählung ließe sich beliebig verlängern: Viele Künstler:innen, Veranstalter:innen und Konzertlocations haben unter #impfenschützt eine gemeinsame Impfkampagne gestartet

Text: Felix Willeke

 

„Wir als Band haben uns entschieden, uns impfen zu lassen“, schreiben Die Ärzte in ihrem Statement auf der eigenen Homepage. Der Hashtag #impfenschützt trended seit ein paar Tagen auf Instagram und Facebook. Mit der Impfkampagne rufen Musikgrößen aus Hamburg und ganz Deutschland dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Neben den Ärzten sind auch Bernd Begemann, Jan Delay, Thees Uhlmann, Miu, Sarah Connor, Howard Carpendale, Max Herre, Peter Maffay und Bands wie Element of Crime, Deichkind, Tocotronic, Einstürzende Neubauten, BAP, Madsen, Mia, Die Toten Hosen, Beatsteaks, Frittenbude, die Sterne und Silbermond mit dabei.

Dazu gesellten sich zudem Festivals und Spielstätten in Deutschland und Österreich. Gemeinsam hoffen sie mit der Aktion auf das, was auch die Ärzte am Schluss ihres Statements schreiben: „Damit das Leben weitergeht“.


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Auf einen Song mit … Jan Böhmermann

Denn Jan Böhmermann kennt einen gemeinen Ohrwurm und ein Lied zum Zufrieden-dazu-Schmunzeln.

Interview: Erik Brandt-Höge
Foto: Heavy German Shit GmbH & Co KG

SZENE HAMBURG: Jan, wir brauchen deutschsprachige Musik mit Wumms, textlich wie musikalisch, und wenn es geht, wollen wir beim Hören auch mal grinsen oder sogar lachen. Was sind deine drei Empfehlungen?

Jan Böhmermann: Empfehlung 1: „Nummer unterdrückt“ von 187 Straßenbande-Boss Bonez MC. Ist mir überraschend bei Spotify über den Weg gelaufen. Musikalisch so Zwei minus, aber humoristisch ist der Text dafür ganz weit vorne.

Empfehlung 2: „Murmel“ von Blumfeld-Boss Jochen Distelmeyer. Wunderbare Zufriedenheitslyrik für Väter auf Spielplätzen. Der Song hat absolut keinen Wumms, aber ich muss immer schmunzeln eigentlich. Eher so ein zufriedenes Schmunzeln.

Empfehlung 3: „Meine (Ex-)Plodierte Freundin“ von Die Ärzte. Blutig, gemein und auch noch ein Ohrwurm. Als ich das Lied als Teenager zum ersten Mal gehört habe, habe ich mir gar nicht vorstellen können, dass man so ein Lied machen darf. Darf man aber, weiß ich inzwischen.

Auf welchen von deinen eigenen, wummsigen Texten bist du besonders stolz?

Uff. Darüber habe ich mir noch nie so richtig Gedanken gemacht. „Stolz“ ist vielleicht der falsche Ausdruck, aber bei einigen „Pol1z1stens0hn“- Tracks freue ich mich auch im Nachhinein noch über gelungene Textzeilen. Das dritte „Pol1z1stens0hn“-Stück „Recht kommt“ ist textlich zum Beispiel ein kleines Suchspiel für Juristen. Da steckt schon viel drin.

 

Hört hier „Recht kommt“ von Pol1z1stens0hn Jan Böhmermann

 

Kann man textlichen Wumms eigentlich lernen? Oder anders gefragt: Ist die deutschsprachige Radiopopdudelei-Szene noch zu retten? Kannst du sie vielleicht retten?

Nein, ich bin zum Glück nur ein Spaßvogel und muss gar nix retten. Im Gegenteil, für mich ist es umso besser, je beschissener die Texte und Songs sind. Das ist ja alles Material dann zum Drüberlustig-machen. Hihi.

Jan Böhmermann und das Rundfunk Tanzorchester Ehrenfeld: 28.1.19, Sporthalle, 20 Uhr


Dieser Beitrag stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2019. Das Magazin ist seit dem 21. Dezember 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop und als ePaper erhältlich! 


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