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„Breaking Waves“ – die Elbphilharmonie leuchtet

Schon im Januar feierte die Elbphilharmonie ihren fünften Geburtstag, jetzt kommt mit der Lichtinstallation „Breaking Waves“ des Studio Drift das große Finale

Text: Felix Willeke

Vom 28. April bis 1. Mai 2022 erleuchtet das Künstlerduo Studio Drift an jedem Abend mit „Breaking Waves“ die Elbphilharmonie. Seit Januar sind die extra für den fünften Geburtstag des Konzerthauses angefertigten Installationen schon im Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen. Jetzt bringt das Duo sie direkt zur Elbphilharmonie. An vier Abenden im April und Mai tanzen Hunderte Drohnen um das Konzerthaus und erzeugen ein Wellenspiel aus Licht. Begleitet wird der Tanz vom Zweiten Satz des Klavierkonzertes von Thomas Adès, das bereits zum Geburtstag am 11. Januar zu hören war. 

Ein Wellenspiel an der Elbphilharmonie als Geschenk

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Vertrag verlängert: Christoph Lieben-Seutter, bleibt Intendant der Elbphilharmonie (Foto: Thomas Leidig)

„Breaking Waves“ heißt die Installation und kann an jedem der Abende aus den an die Westspitze der Elphi angrenzenden Hafengebieten bestaunt werden. Während der Vorführung ist die Außenplaza für Besucher:innen gesperrt. Gerade deswegen lohnt ein Blick aus der Ferne. Die Musik zur Show kann parallel unter elphilharmonie.de abgerufen werden. „Wir möchten die Wunder darstellen, die uns in der Natur umgeben“, sagt Leonneke Gordijn. Sie bildet zusammen mit Ralph Nauta das Duo Studio Drift. „Breaking Waves ist unser Geburtstagsgeschenk an die Hamburger:innen“, ergänzt Intendant Christoph Lieben-Seutter, der außerdem gerade seinen Vertrag vorzeitig bis 2029 verlängert hat. 

Seit 2007 leitet Lieben-Seutter die Elbphilharmonie. In Wien geboren, war er zuvor Chef des dortigen Konzerthauses. „Die ersten fünf Jahre der Elbphilharmonie waren eine unglaubliche Reise“, bilanziert er und freut sich dank der Verlängerung „das Profil von Elbphilharmonie und Leaiszahle noch weiter zu schärfen.“ „Dank seiner klugen Programmplanung wird Hamburg weltweit als musikalische Top-Adresse wahrgenommen und ist regelmäßig Ziel für die besten Künstlerinnen und Künstler und Orchester der Welt“, sagt Kultursenator Carsten Brosda und zeigt sich ebenfalls erfreut über die Verlängerung des Vertrages.

„Breaking Waves“ an der Elbphilharmonie 
28. April 2022 um 23 Uhr & 29. April bis 1. Mai 2022 um 22:30 Uhr


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Moments of Connection

Installationen des Künstlerduos Drift im Museum für Kunst und Gewerbe

Text: Anna Reclam

Die Wunder der Natur mittels Technologie in Szene gesetzt: leuchtende Löwenzahnsamen, prachtvolle Seidenblüten und die anmutigen Flugbewegungen von Tieren. Drei Lichtinstallationen des Künstlerduos Drift sind anlässlich des 5. Geburtstags der Elbphilharmonie im Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen.

Lonneke Gordijn und Ralph Nauta sind bekannt für ihre wunderschönen Objekte und Installationen, die die Vorgänge der Natur simulieren und dadurch meditative Erlebnisräume schaffen. „In einer Welt der Gegensätze und Herausforderungen erlauben die Arbeiten von Drift eine Pause, einen Moment des Friedens, des Innehaltens, um voller Staunen den Bewegungen oder dem stillen Leuchten der Installationen zu folgen“, sagt Direktorin Tulga Beyerle.

„Moments of Connection“: Bis 8. Mai 2022 im Museum für Kunst & Gewerbe


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Elphi und MK&G: Staunen oder wundern?

Die Elbphilharmonie feiert ihr fünfjähriges Jubiläum mit dem Künstlerduo Drift und dem Museum für Kunst und Gewerbe

Text: Sabine Danek

 

Sind die Installationen des Amsterdamer Duos Drift Kunst oder Design? Zeigen sie die Natur im neuen Licht? Oder sind sie einfach nur Kitsch? Auf jeden Fall ziehen sie einen erst mal in ihren Bann. Ob das ein Betonblock ist, den Lonneke Gordijn und Ralph Nauta scheinbar schwerelos schweben lassen, ob es Pusteblumen, die von innen leuchten oder Seidenblüten, die sich perfekt choreografiert bewegen. Während ihres Studiums an der Designakademie in Eindhoven haben die beiden sich kennengelernt, 2007 ihr Studio gegründet und sich zu ihrer Aufgabe gemacht, die Natur durch Technologie neu erlebbar zu machen. Im Stedelijk Museum in Amsterdam haben sie ausgestellt, während der Biennale in Venedig und zu ihren 5. Geburtstag hat die Elbphilharmonie einen Werkauftrag an Drift vergeben.

 

Drift in der Elbphilharmonie

 

Bis zum Redaktionsschluss war noch nicht bekannt, wie die entstehende Arbeit von Lonneke Gordijn und Ralph Naut konkret aussehen wird. Auf jeden Fall aber wird sie im Außenraum der Philharmonie zu sehen sein, Bezug auf das Gebäude nehmen – und auf die Musik. Und sie wird von einer Ausstellung von Drift im MK&G begleitet. Drei ihrer bekanntesten Werke sorgen dort für eine zweite Natur. Allen voran die kinetische Skulptur „Shylight“ (2016), die sich im Haupttreppenhaus des Museums gleich über zwei Etagen erstreckt. Fünf blassweiße Blüten schweben dabei unter der Decke, öffnen und schließen sich ganz so wie manche Pflanzen, es tun, um sich nachts zu schützen. Im Gegensatz zu menschengemachten Objekten, die eher statisch sind, ist alles natürliche, ganz so wie der Mensch auch, in ständiger Bewegung und Transformation, sagt Drift. Und das möchten sie nachahmen, aufgeladen mit Ausdrucksstärke und Gefühl. Fünf Jahre hat es gebraucht bis die Blüten aus hauchdünner Seide dafür mit der perfekten Mechanik ausgestattet waren. „In 20 Steps“ visualisieren Glasflügel den Traum des Menschen abzuheben während in der Skulptur „Fragile Future III“ Löwenzahnsamen digital zum Leuchten gebracht werden und nach der Zukunft der Natur fragen.

„Drift: Moments of Connection“, Eröffnung am 6. Januar, 19 Uhr, die Ausstellung läuft bis zum 8. Mai 2022 im Museum für Kunst und Gewerbe


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